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An die gläubigen Christen und im speziellen - falls sich das hier finden lässt - katholiken

30. November 2011 um 9:15

bei uns auf der arbeit kommt immer mal wieder die frage nach religion und gläubigkeit auf und mir ist aufgefallen, dass eigentlich jeder auf eine eher ansatzweise agnostische sicht der dinge ausweicht, sobald man konkret nachfragt.

mich würde wirklich interessieren, was für einen mensch, der sich als gläubiger katholik bezeichnet, sein spezifisch katholischer glaube ausmacht. so weit ich mich erinnere heisst es in der bibel einerseits, dass gott den mann nach seinem ebenbild erschuf, der mensch sich aber kein bild von seinem gott machen solle. ebenso wird der mensch als krone der schöpfung sozusagen auserkoren und kann eben auch ein leben nach dem tod erlangen. mir stösst das alles eher etwas sauer auf, ehrlichgesagt. und keiner, den ich bisher direkt gefragt hab, war der meinung, dass der mensch die krönung sei, also besser als das tier, oder erhabener und sowieso kein einziger würde an einen gott glauben wollen, der menschliche gestalt hat. das sind zumindest die antworten, die man so kriegt.

beim katholizsmus gehört dann zum beispiel auch dazu, den papst als den nachfolger petri anzuerkennen und damit auch daran zu glauben, dass er sozusagen der stellvertreter gottes auf erden ist.
ein anderes konzept ist das sakrament der beichte. ist nicht jesus für die sünden aller menschen am kreuz gestorben? da kamen dann die katholiken und haben die beichte eingeführt. beim zölibat ist es noch viel extremer: es ist historisch belegt, dass der zölibat eingeführt wurde, damit die katholische kirche in ihrer raffgierigkeit ihre besitztümer nicht auzuteilen brauchte. natürlich hat man dann einen einigermassen schlüssigen katholischen grund vorgeschoben oder sogar eingeführt und den zölibat damit begründet. wie ist es aber möglich - nach allem was man heute darüber weiss - dass es immer noch so viele menschen gibt, die daran festhalten und das nicht ändern wollen - entgegen jeglicher vernunft? ein mensch der sich für das katholische priestertum entscheidet, der muss ja schon hinter diesem konzept stehen können und ich behaupte jetzt einfach mal, dass dies einem festen glauben daran entspringt. ich kann das allerdings nicht nachvollziehen.

wenn man angeblich gläubige menschen nach solchen dingen fragt, dann kommen fast durchs band ausweichende antworten wie: "ja, das und das ist natürlich nicht so gut oder das und das ist natürlich nicht so zu nehmen, ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass hinter der entstehung der welt eine - wenn man so will - göttliche macht steht, die das eingeleitet hat etc etc."

ähm, schön und gut, aber was daran soll jetzt ihren CHRISTLICHEN oder ihren KATHOLISCHEN glauben ausmachen? ich als agnostikerin streite auch nicht ab, dass es evtl eine macht gibt, die die welt erschaffen haben mag. ich streite nicht einmal ab, dass es nicht eventuell auch ein leben nach dem tod geben könnte. ich weiss es einfach nicht, genauso wenig wie ich nicht weiss, dass es keine göttliche macht gibt und dass es kein leben nach dem tod gibt.
wenn man - anders als ich - aber sagt, man ist überzeugt, dass es einen gott gibt (in dem ganz allgemeinen sinne), dann mag man wohl sagen, man sei gläubig, aber das hat doch dann nicht das geringst mit einem christlichen oder sogar einem katholischen glauben zu tun.

also wieviel bibelgetreues (und dann auch katholiken-getreues) "muss" man denn bereit sein zu glauben, um als gläubigen christen oder gläubigen katholiken zu gelten?
oder spielt das überhaupt gar keine rolle und man kann sich einfach seine eigene theorie zusammenbasteln und je nach religion (oder konfession) in die man geboren wurde, sagen, man sei eben christ oder katholik oder was der gugger was?

lohnt es sich überhaupt darüber nachzudenken oder ist es egal, weil eh jeder macht, was ihm gerade gefällt?
und falls ja, wozu dann noch das ganze tratra mit dem konfessionellen glauben?

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30. November 2011 um 9:38

Ja love, das ist mir natürlich klar
dass es unterschiede gibt, zwischen den katholischen und den reformierten

aber die erbsünde als solches gibt es bei allen christen - bitte um berichtigung falls falsch - da sonst die taufe ja keinen sinn machen würde. das ist ja sozusagen die reinigung von der erbsünde und damit die aufnahme in die christliche glaubensgemeinschaft.
wie steht es denn damit? glaubst du an die erbsünde?
glaubst du daran, dass der mensch die kröne der schöpfung ist und nach gottes ebenbild erschaffen?

da fängt es ja schon mal an.

bei den katholiken gibt es ein äquivalent zur envangelischen konfirmation, das wäre die firmung. ich bin ebenfalls "gefirmt" aber von einer wirklich bewussten und überzeugten haltung pro katholizismus kann da keine rede gewesen sein. es gibt kein kind - auch nicht unter den evangelischen in unserer gemeinde damals - das sich bewusst gegen eine firmung/konfirmation entschieden hat. wenn schon müsste das viel später stattfinden als im frühen teenie alter. aber das ist ja nur meine bescheidene meinung dazu...

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30. November 2011 um 9:55

Das ist aber nicht der eigentliche sinn der taufe
sprich: es läuft auf das "sich selber zusammenbasteln" hinaus.... ok....

ganz die gute christin, die versucht alle gebote einzuhalten, ok, aber nur, weil du dir kein konkretes bild machst, heisst das nicht, dass nicht in der bibel steht, dass der mensch nach gottes ebenbild erschaffen wurde.

also ist es deiner meinung nach gar nicht nötig, dass man sich an die bibel hält oder an die regelungen und konzepte des christentums? kann man einfach hingehen und sage: ich glaube an einen gott, ich bin getauft und konfiermiert, also bin ich christin, aber viele konzepte des christentums lehne ich ab?

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30. November 2011 um 10:02

?
muss ich verstehen, was du jetzt von mir möchtest?

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30. November 2011 um 10:36

Ja, das sehe ich sehr gut
das sagen eben die meisten. aber was daran macht denn jetzt den spezifisch CHRISTLICHEN glauben daran aus? das ist es, was ich mich frage....

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30. November 2011 um 10:41

Ich bezwecke überhaupt nichts
ich frage mich einfach, es ist mir aufgefallen, dass viele mit den einzelnen dogmen ihrer konfession nicht viel anfangen können, sich aber trotzdem gerade zu dieser konfession bekennen. das finde ich eifach interessant, weil ich es nicht nachvollziehen kann, aber ich würde es gerne können. also frage ich halt.

schade, wenn einem dann gleich ein niederer zweck unterstellt wird.

warst du ursprünglich katholisch und hast dich bewusst dagegen entschieden? ich finde das stark, weil es zeigt, dass du dich offenbar wirklich damit auseinander gesetzt hast, was allerdings die wenigsten tun.

du sagst, du glaubst an die schöfungsgeschichte, versuchst du das mit dem heutigen stand der wissenschaften zu vereinen oder lehnst du die evolutionstheorie komplett ab und glaubst an eine entstehungsgeschichte im biblischen sinne? falls das so ist: wie bist du für dich zu dieser überzeugung gekommen und wie festigst du diesen glauben immer wieder von neuem? ich könnte mir vorstellen, dass das ab und zu durchaus nötig ist.
du musst dich hier nicht rechtfertigen, wozu auch, es interessiert mich einfach wirklich.

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30. November 2011 um 10:42

Kann man das denn tatsächlich
oder nimmt man es sich einfach raus? das wäre ja gerade meine frage.

wenn ich nisas antwort lese, dann ist kann das aber offenbar sehr gut auch in anderen religionen der fall sein. das scheint also nichts spezifisch christliches?

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30. November 2011 um 10:42

Danke nisa
für deine antwort!

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30. November 2011 um 10:47

Ja,
aber das ist nicht per se ein christliches konzept. das gab es schon vor dem christentum und ebenso gibt es das in anderen religionen und kulturen. ausserdem geht dieser respekt und die achtung ja auch vielen leuten, die von sich behaupten gläubig zu sein ab. gerade im katholizismus muss man leider sagen, dass diese tugenden vorallem den kirchlichen würdeträgern sehr oft abgegangen sind. man denke da zum beispiel an die inquisition etc.

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30. November 2011 um 10:52


schöne ausrede. naja, dann kann man natürlich nichts machen. schade, es würde mich wirklich interessieren.

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30. November 2011 um 11:02

Viele konzepte
der katholischen kriche wurden ja von diesen weltlichen herren gerade erst eingeführt, um ihre machtposition nicht zu verlieren. zum beispiel der zölibat. kannst du dir erklären, wie man nach allem was man im historischen zusammenhang sieht, es doch noch genügend menschen gibt, die in einem "katholischen sinne" an diesem konzept festhalten wollen? der einzlne mann, der sich für eine laufbahn als katholischer priester entscheidet, muss wohl mit diesem konzept einig sein, oder er wird es im durchschnitt wohl sein, und ich möchte diesen einzelnen männern mal nicht unterstellen, dies noch aus den gleichen habgierigen gründen zu tun, welche die leute hatten, die dieses konzept ursprünglich einmal eingeführt haben.

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30. November 2011 um 11:16

Ja, dass du evangelisch bist
das wusste ich, aber es hätte ja sein können, dass du das erst später geworden bist

danke für deine ehrliche antwort, ich finde das interessant, mein chef sieht das ähnlich. wie siehst du das dann mit der "einführung des menschen zu einem solch späten zeitpunkt"? die welt hat als system ja schon über jahr millionen existiert ohne die krönung mensch, es sind kreaturen gekommen und ausgestorben, der mensch kam erst ganz spät als lebewesen wie wir es heute kenne dazu.
und hast du für dich eine erklärung wieso gott dieses wesen mensch mit diese sonderstellung, wie du oben sagst, erschaffen hat, wieso wir dem tier übergeordnet sein sollen? oder nimmst du das als teil deines glaubens mit einer art urvertrauen in deinen gott einfach als gegeben an?

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30. November 2011 um 11:18

Heisst das
du findest das konzept zölibat unterstützenswert und notwendig?

auch wenn historisch belegt wurde, dass dies ein nachträglich eingeführter grund war, um die besitztümer der kirche nicht aufteilen zu müssen?

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30. November 2011 um 11:29

Das beantwortet aber nicht meine frage...
...

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30. November 2011 um 11:31

Ich bin keine atheistin
ich bin agnostikerin, das ist ein ziemlicher unterschied.
getauft bin ich, ich bin sogar gefirmt, allerdings ausgetreten, das ist richtig.

wenn es nach mir ginge gäbe es ganz bestimmt keine kirchliche heirat, aber zum heiraten gehören immer noch zwei und mein mann und ich haben uns darüber unterhalten und ihm bedeutet es offensichtlich viel, kirchlich zu heiraten, auch wenn er mir dazu keine wirklich befriedigende auskunft geben kann. ich akzeptiere seinen wunsch aber, zumal wir sowieso in beiden ländern gerne ferien wollen und es so auf ziemlich einfache art und weise auf beide länder aufteilen können.

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30. November 2011 um 11:35


danke für deine aufrichtige antwort.

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30. November 2011 um 11:44

Ja, es geht
der franziskaner pater, der uns trauen wird ist ein enger freund meiner schwiegermutter. es ginge auch sonst, einfach etwas aufwändiger, mit kursen und zeugs, was weiss ich...

ja, die katholiken stellen sich immer ziemlich quer. eine chinesische freundin von mir - allerdings hongkong chinesin - ist katholisch und ihre taufe war nur möglich, nachdem ihre eltern katholisch geheiratet haben. was sie auch getan haben, nämlich um ihre kinder dann nach deren taufe in die katholische schule, die dort einen besonders guten ruf geniesst schicken zu können....

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30. November 2011 um 13:11

Ein
Christ bist du, wenn du an einen Gott glaubst und glaubst, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist. Dies tun auch die Protestanten, nicht nur die Katholiken. Ich glaube, dass dir viele Leute ausweichen, weil viele nichts merh über den christlichen Glauben wissen.

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30. November 2011 um 13:16

Das
Zölibat wurde eingeführt, weil die Titel vererbt wurden. Wenn einer Bischof war, dann wurde sein Sohn auch automatisch Bischof, wenn sein Vater starb.

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30. November 2011 um 13:17
In Antwort auf like223

Ein
Christ bist du, wenn du an einen Gott glaubst und glaubst, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist. Dies tun auch die Protestanten, nicht nur die Katholiken. Ich glaube, dass dir viele Leute ausweichen, weil viele nichts merh über den christlichen Glauben wissen.

Wenn
man es ganz streng betrachtet.

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30. November 2011 um 15:03

Ich kann deine
einstellung sehr gut verstehen und ich finde sie auch sympathisch. allerdings: worin besteht denn nun der CHRISTLICHE aspekt deines glaubens? das unterscheidet sich meiner ansicht nach nicht wirklich vom glauben, wie ihn nisa lebt zum beispiel, aber sie ist muslima. also wozu denn eigentlich diese einteilung, wenn es irgendwie aufs selbe rauszulaufen scheint? oder irre ich mich?

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30. November 2011 um 15:04

Also,
ich glaube, dass eh jeder Mensch anders glaubt. Jeder hat doch andere Vorstellungen und man sucht sich halt dann (wenn man möchte) die Religion raus, mit der man die meisten Übereinstimmungen hat oder gewichtet halt (z.B. wenn etwas gar nicht geht oder man einer bestimmten Sache viel Wert beimisst). Ist ja bei der Bundestagswahl auch nicht anders. Ich glaube auch, dass es nicht nur von Religion zu Religion, sondern auch von Region zu Region unterschiedlich ist, wieviel Bibeltreue von einem "erwartet" wird. Fände es auch gar nicht schlimm, wenn jemand von allem etwas glaubt und sozusagen seine eigene Religion lebt. Aber manchen wird es auch wichtig sein einfach einer Gemeinde anzugehören oder in der Kirche zu heiraten oder seine Kinder taufen zu lassen. Dann muss man sich entscheiden. Persönlich sehe ich die Kirche eher wie eine Art Schule mit einem Schwerpunkt (gibt es ja auch mehrere: Gymnasium, Realschule, Musikschulen, etc.) und dort lernt man zwar viel, aber man behält ja auch nur das für sich, was man als wichtig erachtet, oder was einem sehr oft erzählt wird (die Grundsätze sozusagen). Ich denke in der heutigen Zeit werden die Begriffe der Religionen immer weicher, weil man sich auch mehr informieren kann. Es ist ja auch nichts schlimmes daran mal anderer Meinung zu sein. Ich finde, man kann sich als Gläubiger einer bestimmten Religion bezeichnen, sobald man mit den Grundsätzen übereinstimmt. Die Details sollte jeder sehen dürfen wie er will =)

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30. November 2011 um 15:12
In Antwort auf zona_11942599

Also,
ich glaube, dass eh jeder Mensch anders glaubt. Jeder hat doch andere Vorstellungen und man sucht sich halt dann (wenn man möchte) die Religion raus, mit der man die meisten Übereinstimmungen hat oder gewichtet halt (z.B. wenn etwas gar nicht geht oder man einer bestimmten Sache viel Wert beimisst). Ist ja bei der Bundestagswahl auch nicht anders. Ich glaube auch, dass es nicht nur von Religion zu Religion, sondern auch von Region zu Region unterschiedlich ist, wieviel Bibeltreue von einem "erwartet" wird. Fände es auch gar nicht schlimm, wenn jemand von allem etwas glaubt und sozusagen seine eigene Religion lebt. Aber manchen wird es auch wichtig sein einfach einer Gemeinde anzugehören oder in der Kirche zu heiraten oder seine Kinder taufen zu lassen. Dann muss man sich entscheiden. Persönlich sehe ich die Kirche eher wie eine Art Schule mit einem Schwerpunkt (gibt es ja auch mehrere: Gymnasium, Realschule, Musikschulen, etc.) und dort lernt man zwar viel, aber man behält ja auch nur das für sich, was man als wichtig erachtet, oder was einem sehr oft erzählt wird (die Grundsätze sozusagen). Ich denke in der heutigen Zeit werden die Begriffe der Religionen immer weicher, weil man sich auch mehr informieren kann. Es ist ja auch nichts schlimmes daran mal anderer Meinung zu sein. Ich finde, man kann sich als Gläubiger einer bestimmten Religion bezeichnen, sobald man mit den Grundsätzen übereinstimmt. Die Details sollte jeder sehen dürfen wie er will =)


danke für deine antwort, ich finde sie gut!

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30. November 2011 um 15:18

Trotzdem bezeichnest du dich als christin
oder liege ich falsch? DAS ist ja gerade der springende punkt. wozu das, wenn das so stimmt, was du jetzt schreibst?

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30. November 2011 um 15:31
In Antwort auf mikch

Trotzdem bezeichnest du dich als christin
oder liege ich falsch? DAS ist ja gerade der springende punkt. wozu das, wenn das so stimmt, was du jetzt schreibst?

Die Gleichberechtigung
anderer Religionen neben der eigenen Religion ist auch z.B. Teil des evangelischen Glaubens. Die Einteilung der Gläubigen in verschiedene Religionen ist doch letztenendes die Vereinfachung der Durchführung des Glaubens. Wie schon von esmeralda123123 erwähnt ist es ja l(theoretisch) egal, an was du glaubst. Jeder führt seinen Glauben so aus, wie er es für richtig hält. Die verschiedenen Kirchen sind dazu da Gruppen von Menschen zusammen zu führen, die ähnliche Vorstellungen darüber haben. Sie können dann in diesem Kreis gemeinsam ihren Glauben bekennen und durchführen. Und es glauben ja nicht alle an einen Gott. Es gibt ja sehr große Unterschiede, nicht nur wer oder was angebetet wird, sondern vorallem wie! Und wenn ich Fragen zu meinem Glauben habe, dann gehe ich in die Kirche, denn da weiß ich, dass diese Leute so denken wie ich und mir Antworten geben, die meinem Glauben entsprechen. Würde es diese Einteilung nicht geben, wüsste ich nicht, wer z.B. Moslem oder so ist und der würde mir komplett andere Empfehlungen geben (die ich aber vielleicht auch gar nicht will, weil sie mit meiner Einstellung nicht konform sind).

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30. November 2011 um 15:34
In Antwort auf zona_11942599

Die Gleichberechtigung
anderer Religionen neben der eigenen Religion ist auch z.B. Teil des evangelischen Glaubens. Die Einteilung der Gläubigen in verschiedene Religionen ist doch letztenendes die Vereinfachung der Durchführung des Glaubens. Wie schon von esmeralda123123 erwähnt ist es ja l(theoretisch) egal, an was du glaubst. Jeder führt seinen Glauben so aus, wie er es für richtig hält. Die verschiedenen Kirchen sind dazu da Gruppen von Menschen zusammen zu führen, die ähnliche Vorstellungen darüber haben. Sie können dann in diesem Kreis gemeinsam ihren Glauben bekennen und durchführen. Und es glauben ja nicht alle an einen Gott. Es gibt ja sehr große Unterschiede, nicht nur wer oder was angebetet wird, sondern vorallem wie! Und wenn ich Fragen zu meinem Glauben habe, dann gehe ich in die Kirche, denn da weiß ich, dass diese Leute so denken wie ich und mir Antworten geben, die meinem Glauben entsprechen. Würde es diese Einteilung nicht geben, wüsste ich nicht, wer z.B. Moslem oder so ist und der würde mir komplett andere Empfehlungen geben (die ich aber vielleicht auch gar nicht will, weil sie mit meiner Einstellung nicht konform sind).

Also gehört eben doch mehr dazu
also der "einfache glaube an einen gott". sonst könnte es einem nämlich ja wirklich egal sein und man bräuchte sich nicht als christ oder moslem oder was auch immer bezeichnen. und genau DAS ist der punkt, der mich interessiert.

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30. November 2011 um 15:41
In Antwort auf mikch

Also gehört eben doch mehr dazu
also der "einfache glaube an einen gott". sonst könnte es einem nämlich ja wirklich egal sein und man bräuchte sich nicht als christ oder moslem oder was auch immer bezeichnen. und genau DAS ist der punkt, der mich interessiert.

JA
natürlich =) Ich bin jetzt leider kein mega Experte, der dir die Unterschiede genau erklären kann und bitte berichtigt mich, wenn ich falsch liege. Das Christentum z.B. geht davon aus, dass man nicht durch Gebete etc. zu Gott kommen muss, sondern dass Gott durch Jesus zu den Menschen gekommen ist. Und Protestanten sehen in Maria nicht so eine große Bedeutung wie die Katholiken, für sie ist Maria einfach nur die Mutter von Jesus. Im Hinduismus gibt es auch nicht den einen Gott sondern mehrere. Zum Protestantismus gehört auch nicht die Beichte und es wird auch wesentlich weniger gebetet als im Islam (was zu den beschriebenen Unterschieden der Durchführung des Glaubens gehört). Die ganzen groben Unterschiede kannst du aber auch googlen, da gibt es etliche Seiten! Wie schon gesagt, ich kenne mich nur in meiner Religion grundlegend aus, beim Rest kann ich nur auf meine Erinnerungen vom Reli-Unterricht zurückgreifen. Das alles natürlich sind die allgemeinen 'Richtlinien', die dann jeder ein wenig, je nach eigenem Ermessen nach seinen Vorstellungen modifiziert.

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30. November 2011 um 15:55

Ok..
interessante antwort

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30. November 2011 um 15:57
In Antwort auf zona_11942599

JA
natürlich =) Ich bin jetzt leider kein mega Experte, der dir die Unterschiede genau erklären kann und bitte berichtigt mich, wenn ich falsch liege. Das Christentum z.B. geht davon aus, dass man nicht durch Gebete etc. zu Gott kommen muss, sondern dass Gott durch Jesus zu den Menschen gekommen ist. Und Protestanten sehen in Maria nicht so eine große Bedeutung wie die Katholiken, für sie ist Maria einfach nur die Mutter von Jesus. Im Hinduismus gibt es auch nicht den einen Gott sondern mehrere. Zum Protestantismus gehört auch nicht die Beichte und es wird auch wesentlich weniger gebetet als im Islam (was zu den beschriebenen Unterschieden der Durchführung des Glaubens gehört). Die ganzen groben Unterschiede kannst du aber auch googlen, da gibt es etliche Seiten! Wie schon gesagt, ich kenne mich nur in meiner Religion grundlegend aus, beim Rest kann ich nur auf meine Erinnerungen vom Reli-Unterricht zurückgreifen. Das alles natürlich sind die allgemeinen 'Richtlinien', die dann jeder ein wenig, je nach eigenem Ermessen nach seinen Vorstellungen modifiziert.


diese unterschiede sind mir durchaus geläufig. wenn du das so als angwort jetzt gibst, heisst das für mich, dass ein gläuber, der sich als katholik sieht, wohl der maria eine wichtige bedeutung beimessen "muss" und and die beichte glauben "muss" etc etc. weil aber viele das nicht tun, obwohl sie sich als gläubige bezeichnen, kam ja meine frage zustande! DAS war ja genau der springende punkt

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30. November 2011 um 16:02

Meinst du meinen anderen thread?
sie heiraten auf dem türkischen konsulat....

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30. November 2011 um 16:06
In Antwort auf mikch


diese unterschiede sind mir durchaus geläufig. wenn du das so als angwort jetzt gibst, heisst das für mich, dass ein gläuber, der sich als katholik sieht, wohl der maria eine wichtige bedeutung beimessen "muss" und and die beichte glauben "muss" etc etc. weil aber viele das nicht tun, obwohl sie sich als gläubige bezeichnen, kam ja meine frage zustande! DAS war ja genau der springende punkt

Müssen
muss niemand Es gibt keine Regel, in der steht: du bist ... und musst deshalb ... Der Glaube ist freiwillig. Wie man ihn ausführt ebenso. Und man kann das nicht an einzelnen Kriterien festmachen. Man sollte das eher wie einen Intervall sehen. Der Umfasst bei den katholischen Christen halt Beichte, Maria etc. und man ist meiner Meinung nach Katholik, wenn man in diesem Intervall viele Übereinstimmungen hat. Es gibt so viele Ansichten, die eine Religion spezifizieren, da kann man sich nicht ein eine klammern. Ein Katholik ist immernoch ein Katholik, wenn er nicht zur Beichte geht. Er stimmt trotzdem noch mit vielen anderen Sachen überein. Gerade in den großen Religionen sind Millionen von Menschen geben, du wirst immer jemanden finden, der mindestens ein Kriterium dieses Glaubens anders sieht oder auslässt bzw. nicht durchführt. Manche können das auch z.B. gar nicht. Meine Oma z.B. bleibt in der Kirche sitzen, wenn wir beten, weil sie einfach aus gesundheitlichen Gründen nicht gut stehen kann. Oder ein Rollstuhlfahrer wird auch nicht gleich aus der Gemeinde ausgeschlossen, weil er zum Gebet nicht aufstehen kann, obwohl diese Durchführung spezifisch für diese Religion ist. Aber es geht darum, dass man im Großen und Ganzen (da kann es trotzdem viele Abweichungen geben, eben weil es viele Regeln und Normen gibt) der selben Meinung ist, wie es die Religion "vorschreibt".

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30. November 2011 um 16:07
In Antwort auf zona_11942599

Müssen
muss niemand Es gibt keine Regel, in der steht: du bist ... und musst deshalb ... Der Glaube ist freiwillig. Wie man ihn ausführt ebenso. Und man kann das nicht an einzelnen Kriterien festmachen. Man sollte das eher wie einen Intervall sehen. Der Umfasst bei den katholischen Christen halt Beichte, Maria etc. und man ist meiner Meinung nach Katholik, wenn man in diesem Intervall viele Übereinstimmungen hat. Es gibt so viele Ansichten, die eine Religion spezifizieren, da kann man sich nicht ein eine klammern. Ein Katholik ist immernoch ein Katholik, wenn er nicht zur Beichte geht. Er stimmt trotzdem noch mit vielen anderen Sachen überein. Gerade in den großen Religionen sind Millionen von Menschen geben, du wirst immer jemanden finden, der mindestens ein Kriterium dieses Glaubens anders sieht oder auslässt bzw. nicht durchführt. Manche können das auch z.B. gar nicht. Meine Oma z.B. bleibt in der Kirche sitzen, wenn wir beten, weil sie einfach aus gesundheitlichen Gründen nicht gut stehen kann. Oder ein Rollstuhlfahrer wird auch nicht gleich aus der Gemeinde ausgeschlossen, weil er zum Gebet nicht aufstehen kann, obwohl diese Durchführung spezifisch für diese Religion ist. Aber es geht darum, dass man im Großen und Ganzen (da kann es trotzdem viele Abweichungen geben, eben weil es viele Regeln und Normen gibt) der selben Meinung ist, wie es die Religion "vorschreibt".

Jao
das kann man so stehen lassen, denke ich.

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30. November 2011 um 16:12
In Antwort auf zona_11942599

Müssen
muss niemand Es gibt keine Regel, in der steht: du bist ... und musst deshalb ... Der Glaube ist freiwillig. Wie man ihn ausführt ebenso. Und man kann das nicht an einzelnen Kriterien festmachen. Man sollte das eher wie einen Intervall sehen. Der Umfasst bei den katholischen Christen halt Beichte, Maria etc. und man ist meiner Meinung nach Katholik, wenn man in diesem Intervall viele Übereinstimmungen hat. Es gibt so viele Ansichten, die eine Religion spezifizieren, da kann man sich nicht ein eine klammern. Ein Katholik ist immernoch ein Katholik, wenn er nicht zur Beichte geht. Er stimmt trotzdem noch mit vielen anderen Sachen überein. Gerade in den großen Religionen sind Millionen von Menschen geben, du wirst immer jemanden finden, der mindestens ein Kriterium dieses Glaubens anders sieht oder auslässt bzw. nicht durchführt. Manche können das auch z.B. gar nicht. Meine Oma z.B. bleibt in der Kirche sitzen, wenn wir beten, weil sie einfach aus gesundheitlichen Gründen nicht gut stehen kann. Oder ein Rollstuhlfahrer wird auch nicht gleich aus der Gemeinde ausgeschlossen, weil er zum Gebet nicht aufstehen kann, obwohl diese Durchführung spezifisch für diese Religion ist. Aber es geht darum, dass man im Großen und Ganzen (da kann es trotzdem viele Abweichungen geben, eben weil es viele Regeln und Normen gibt) der selben Meinung ist, wie es die Religion "vorschreibt".

->
ich möchte das auch gerne nochmal mit der Politik verdeutlichen. Wenn man das Wahlprogramm einer Partei durchließt und man stimmt in - sagen wir mal 3 von 45 Punkten überein, dann werde ich die wählen, weil ich mit dieser Partei die meisten Übereinstimmungen habe. Also bin ich ...-Wähler, auch wenn ich z.B. die Umweltpolitik dieser Partei nicht gut finde, aber alles andere finde ich ja gut. Dazu gibt es ja die Gruppenbildung. Es gibt viele Meinungen und ich gestalte sie so, dass die Gruppen in sich möglichst homogen sind und zwischen den Gruppen herrscht Heterogenität. So kann ich dann durch einen Vertreter die Gruppe erreichen und muss nicht mit jedem einzeln sprechen - natürlich kommt man dann in dem Punkt der Umweltpolitik zu kurz, aber was solls, ich kann ja nicht meine eigene Partei mit mir als einzigen Wähler etwas erreichen

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30. November 2011 um 16:15


wie geil!

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