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An die Frauen: Wie regelt ihr das, Finanzielle Absicherung bei Kindern etc.

5. Februar 2017 um 17:15

Hallo!

Etwas inspiriert durch den "Alleinerziehenden" Thread - und auch, weil ich gerade mit meinem Verlobten an einem Ehevertrag arbeite, um solche Dinge abzusichern (ich weiss, furchtbar Romantisch - aber eine Ehe ist nun mal, spätestnes sobald Kinder ins Spiel kommen, auch eine finanzielle Gemeinschaft) - und das ist gerade unser Diskussions-Punkt, wie man das am besten regelt. Ich sollte dazu sagen, dass wir vorgestern festgetellt haben, dass ich ungeplant aber nicht unerwünscht schwanger bin. 

Ich bin hoch qualifiziert (Technisches Studium, Promotion..) habe derzeit eine gut bezahlte Stelle - und wahrscheinlich bald eine besser bezahlte Stelle. Mein Verlobter ebenso, verdient so was weniger als ich, hat aber Imobilien und kommt aus reicher Framilie - so hat er mehr Geld.

Ich bin eigentlich nicht an seinem Geld interessiert - der Punkt ist nur:
Das  Kind bedeutet für mich, wenn wir nichts festlegen, einen finanziellen Nachteil.

Ich werde, zumindest für eine gewisse Zeit, aus meinem Beruf ausscheiden müssen - und dann vielleicht, auch eine gewisse Zeit, Teilzeit arbeiten - bevor ich voll zurrück kommen kann. 

In der Zeit werde ich mit Sicherheit einige Karriere Schritte nicht machen können, die ich ohne Kind machen würde - und ich werde weniger Geld verdienen.  Ausserdem kann ich in der Zeit fast gar nix für meine Altersvorsorge machen.  Klar, ist dass die Klassische Entscheidung "Geld oder Kinder", aber wenn man sich für Kinder entscheidet, sollte das eigene  finanzielle eben dennoch nicht egal sein. 

Es wäre das gleiche, für meinen Verlobten, wenn er die Kindererziehung übernimmt - eben nur umgekehrt. Wie man es nimmt - beide wollen das Kind, einer hat am Ende finazielle Nachteile - im Falle einer Trennung sicher noch schlimmer.

Wir wollen das irgendwie vorher regeln - klar, die Jahre, die mir Beruflich "verlohren" gehen, kann man schlecht "ausrechnen" - aber zumindest will ich, was meine Altersvorsorge angeht, nicht den riesen Nachteil haben. Altersarmut ist nicht gut - und es sind eben, in Deutschland, genau deswegen, oft alleinstehende Frauen betroffen. 

Viele meinen wohl nun, dass ich nur an das Geld denke - aber alleinerziehende (Frauen) sind die am stärksten von Armut betroffen Gruppe - eben weil man sich da "vorher" keine Gedanken macht  -  und genau deswegen wollen wir das vorher klären . Wie gesagt, ich will nichts von seinem "Besitz" haben - alle Imobilieb, die er z.B. derzeit besitzt, werden auch immer seine bleiben.

Aber wie "verechnet" man die "Kindererziehung" in einer Bezieung? Unsere erste Idee war, dass er mir eine Art "Gehalt" für die Erzieung UNSERES Kindes  zahlt, dass ich z.B. anlegen kann - um da etwas mehr Sicherheit zu haben.. aber wie legt man so was fest? 

Habt ihr da irgendwelche Regelungen? 

 

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5. Februar 2017 um 17:35

Gute und berechtigte Frage(n)!
Ich selber mache mir da bisher auch nur theoretisch Gedanken drüber, da bisher Kinder geplant aber noch nicht aktuell sind.

Ein Weg wäre es, dass man sich die Kinderbetreuung teil. Eine Freundin von mir hat vor, zumindest beim ersten Kind 6 Monate zu Hause zu bleiben, anschließend bleibt der Vater 6 Monate daheim. So kann im ersten Jahr jeder 6 Monate Vollzeit arbeiten und beiden geht gleichviel Zeit verloren. Wie es danach aussieht ist nicht 100% sicher, aber ein Plan wäre es, dass beide 30 Stunden arbeiten. So kann man zumindest in der Hinsicht von Gleichberechtigung sprechen.

Mir persönlich wäre es wichtig eine Lebensversicherung auf beide Eltern abzuschließen, allerdings dürfte das bei euch zumindest in seinem Fall überflüssig sein.

Was die Altersvorsorge angeht habt ihr keinen Nachteil, da ihr in Elternzeit weiterhin Rentenversicherungspunkte bekommt. (Ich weiß nicht, wie es aussieht wenn einer von euch in irgendwelchen Versorgungswerken ist.).

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5. Februar 2017 um 17:40

Na ja, Renten-Technisch hast du schon nachteile- weil wir beide auf Staatliche lösungen nicht vertrauen und vor allem Privat anlegen... 

Was sein ableben angeht, so haben wir das schon geklärt - ist für mich die einzige Möglichkeit, an sein ganzes Geld zu kommen (ha ha ha ha) - zumindest, bis unser Kind 21 ist.... 

an die 50%/50% Lösung haben wir auch schon gedacht, vor allem, weil ich viel mehr für meinen Beruf Lebe als er - und mir das aufhören zu arbeiten schwerer fallen wird. Ausserdem ist er, glaube ich, ein super Vater... 

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5. Februar 2017 um 18:05

Damit würde sich dann auch die Rentengeschichte automatisch klären, weil wenn ihr ähnlich lange ausfallt oder ähnlich stark reduziert, dann gilt das ja für die private Vorsorge gleichermaßen.

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5. Februar 2017 um 18:32

Seh ich genauso 

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5. Februar 2017 um 20:19
In Antwort auf ticktack123

Hallo!

Etwas inspiriert durch den "Alleinerziehenden" Thread - und auch, weil ich gerade mit meinem Verlobten an einem Ehevertrag arbeite, um solche Dinge abzusichern (ich weiss, furchtbar Romantisch - aber eine Ehe ist nun mal, spätestnes sobald Kinder ins Spiel kommen, auch eine finanzielle Gemeinschaft) - und das ist gerade unser Diskussions-Punkt, wie man das am besten regelt. Ich sollte dazu sagen, dass wir vorgestern festgetellt haben, dass ich ungeplant aber nicht unerwünscht schwanger bin. 

Ich bin hoch qualifiziert (Technisches Studium, Promotion..) habe derzeit eine gut bezahlte Stelle - und wahrscheinlich bald eine besser bezahlte Stelle. Mein Verlobter ebenso, verdient so was weniger als ich, hat aber Imobilien und kommt aus reicher Framilie - so hat er mehr Geld.

Ich bin eigentlich nicht an seinem Geld interessiert - der Punkt ist nur:
Das  Kind bedeutet für mich, wenn wir nichts festlegen, einen finanziellen Nachteil.

Ich werde, zumindest für eine gewisse Zeit, aus meinem Beruf ausscheiden müssen - und dann vielleicht, auch eine gewisse Zeit, Teilzeit arbeiten - bevor ich voll zurrück kommen kann. 

In der Zeit werde ich mit Sicherheit einige Karriere Schritte nicht machen können, die ich ohne Kind machen würde - und ich werde weniger Geld verdienen.  Ausserdem kann ich in der Zeit fast gar nix für meine Altersvorsorge machen.  Klar, ist dass die Klassische Entscheidung "Geld oder Kinder", aber wenn man sich für Kinder entscheidet, sollte das eigene  finanzielle eben dennoch nicht egal sein. 

Es wäre das gleiche, für meinen Verlobten, wenn er die Kindererziehung übernimmt - eben nur umgekehrt. Wie man es nimmt - beide wollen das Kind, einer hat am Ende finazielle Nachteile - im Falle einer Trennung sicher noch schlimmer.

Wir wollen das irgendwie vorher regeln - klar, die Jahre, die mir Beruflich "verlohren" gehen, kann man schlecht "ausrechnen" - aber zumindest will ich, was meine Altersvorsorge angeht, nicht den riesen Nachteil haben. Altersarmut ist nicht gut - und es sind eben, in Deutschland, genau deswegen, oft alleinstehende Frauen betroffen. 

Viele meinen wohl nun, dass ich nur an das Geld denke - aber alleinerziehende (Frauen) sind die am stärksten von Armut betroffen Gruppe - eben weil man sich da "vorher" keine Gedanken macht  -  und genau deswegen wollen wir das vorher klären . Wie gesagt, ich will nichts von seinem "Besitz" haben - alle Imobilieb, die er z.B. derzeit besitzt, werden auch immer seine bleiben.

Aber wie "verechnet" man die "Kindererziehung" in einer Bezieung? Unsere erste Idee war, dass er mir eine Art "Gehalt" für die Erzieung UNSERES Kindes  zahlt, dass ich z.B. anlegen kann - um da etwas mehr Sicherheit zu haben.. aber wie legt man so was fest? 

Habt ihr da irgendwelche Regelungen? 

 

Zunächst mal ist der wichtigste Schritt zu heiraten. Damit lebt ihr ab Zeitpunkt X in einer Zugewinnsgemeinschaft und teilt die Vermehrung des Vermögens. Aber, seine zu erwartende Erbschaft geht alleine an ihn und wird NICHT Bestandteil des Vermögens im Scheidungfall. Ganz anders Dein deutlich höheres Gehalt als seines. So weit, so gut bzw schlecht.

Der Königsweg ist hier der Ehevertrag, in dem ihr festlegt, welcher Prozentsatz an Schenkungen und Erbe in den gemeinsamen Zugewinn eingeht. Außerdem macht es Sinn, in eine private Altervorsorge für Dich zu investieren.

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