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"An den Scheidewegen des Lebens...

14. Juni 2016 um 21:09 Letzte Antwort: 14. Juni 2016 um 23:21

...stehen keine Wegweiser."

Dies ist ein Zitat von Charlie Chaplin, der sich mehr als einmal völlig neu "erfinden" musste.

Bestimmt kennt diese Situation jeder: das Leben, so wie es gerade ist, wirkt festgefahren und man weiß, wenn es besser werden soll, muss es anders werden. Was habt ihr aus diesem unguten Gefühl gemacht???

Habt ihr etwas Neues begonnen??? Gab es dafür einen Plan??? Vielleicht sogar einen Plan B??? Oder habt ihr erstmal die Flucht ergriffen und gehofft, irgendwas wird sich schon ergeben???
Vielleicht seid ihr geblieben, wo ihr wart und habt euch darauf verlassen, dass es schon wieder aufwärts gehen wird???

Und wie ist es euch mit dieser Entscheidung ergangen???

Ich mag die Frage schon mal aus meiner Sicht auch beantworten: Es kam der Tag, an dem ich nach langem Zögern hingeschmissen hab. Geplant war nichts bestimmtes. Ich wollte einfach nur weg und dann weitersehen. Der Anfang war schwer, der weitere Weg auch nicht so easy. Aber das hat sich gelohnt. Alles, was ich jetzt habe, hätte ich nie erreicht, wenn ich alles so gelassen hätte, wie es war. Wer überholen will, muss die Spur wechseln. Ich bin froh, dass ich das gewagt habe.

Vielleicht mögt ihr auch von den Scheidewegen eures Lebens erzählen. Ich werde vor allem mitlesen.

Danke!!! Slusia

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14. Juni 2016 um 21:14

Weshalb bitte, Slusia,
plagen dich diese Gedanken?

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14. Juni 2016 um 21:26
In Antwort auf dejavu3000

Weshalb bitte, Slusia,
plagen dich diese Gedanken?

Sie plagen mich...
...nicht. Mir geht es gut. Aber ich habe Menschen in meinem Bekanntenkreis, denen es nicht so gut geht, und vielleicht wächst ihr Mut, wenn sie bemerken, was aus der Verzweiflung alles gedeihen kann. Manchmal muss man sich nur trauen.

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14. Juni 2016 um 21:54

Nicht ich...
...hab davon gesprochen, sondern Charlie Chaplin.

Weitgehend gefrühstückt ist es nur für die, welche sich auch wirklich auf was Neues einlassen. Diejenigen, die das nicht riskieren, kommen nicht vorwärts, aber sie kommen eben auch nicht zurück. Der Satz "Man soll aufhören, wenn's am schönsten ist." klappt im wahren Leben ja nicht. Und dann trotzdem bleiben, wo man ist, weil's früher mal schön dort war??? Das war mir zu trostlos.

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14. Juni 2016 um 23:12

Schon mehrfach habe ich einen Neustart gewagt
Sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht.
Jedes mal habe ich mich ein gutes Stück weiter entwickelt bzw. musste mich weiter entwickeln, da es dort wo ich war zunehmend ungemütlich wurde.
Da ich ein hoffnungsfroher und optimistischer Mensch bin, war ich mutig genug immer wieder neu zu beginnen, das Risiko einzugehen mich auch falsch zu entscheiden.
Nicht immer habe ich richtig entschieden, aber zu verharren wäre ebenfalls keine Option gewesen.

Ich verurteile Menschen die Veränderungen und Risiken scheuen nicht. Im Gegenteil, ich verstehe sie. Die Härten die ich in kauf nahm und die ich gelebt habe, muss sich nicht jeder antun. Viele haben recht damit, dort zu bleiben wo sie sind, auch wenn es nicht perfekt ist oder auch mal ein ungemütlicher Wind weht.
Gerade dadurch dass ich weiß wie hart diese Veränderungen sind und wie viel Stärke sie erfordern, kann ich Menschen verstehen, die Veränderungen scheuen.

Manchmal ist der Spatz in der Hand vorteilhafter als die Taube auf dem Dach.

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14. Juni 2016 um 23:21
In Antwort auf mandellaugen

Schon mehrfach habe ich einen Neustart gewagt
Sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht.
Jedes mal habe ich mich ein gutes Stück weiter entwickelt bzw. musste mich weiter entwickeln, da es dort wo ich war zunehmend ungemütlich wurde.
Da ich ein hoffnungsfroher und optimistischer Mensch bin, war ich mutig genug immer wieder neu zu beginnen, das Risiko einzugehen mich auch falsch zu entscheiden.
Nicht immer habe ich richtig entschieden, aber zu verharren wäre ebenfalls keine Option gewesen.

Ich verurteile Menschen die Veränderungen und Risiken scheuen nicht. Im Gegenteil, ich verstehe sie. Die Härten die ich in kauf nahm und die ich gelebt habe, muss sich nicht jeder antun. Viele haben recht damit, dort zu bleiben wo sie sind, auch wenn es nicht perfekt ist oder auch mal ein ungemütlicher Wind weht.
Gerade dadurch dass ich weiß wie hart diese Veränderungen sind und wie viel Stärke sie erfordern, kann ich Menschen verstehen, die Veränderungen scheuen.

Manchmal ist der Spatz in der Hand vorteilhafter als die Taube auf dem Dach.

Ich verurteile das auch nicht, wenn...
...aber nur wenn sie sich wirklich mit dem zufrieden geben, was sie haben. Die Betonung liegt da auf "zufrieden". Aber ich hab kein Verständnis dafür, wenn sie es nicht sind und diesen Frust über die eigenen Versäumnisse an anderen auslassen. Das ist sehr unfair ihrem Umfeld gegenüber, wenn das darunter leiden muss.

Wenn ich mit dem Neubeginn nicht so viel Glück gehabt hätte und sich die Plagerei nicht so ausgezahlt hätte, würde ich das für mich sicher auch anders werten und jetzt traurig sagen, wäre ich nur geblieben, wo ich war. Das kam anders und dafür bin ich sehr dankbar (und auch stolz darauf). Aber du hast schon Recht: hätte auch floppen können. Dennoch würde ich dann niemandem anders missgönnen, wenn der mehr Glück hatte als ich. Denn, seien wir doch mal ehrlich: niemandem fällt irgendwas einfach so in den Schoß. Jeder muss zu dem, was er erreicht hat, sehr vieles selbst beitragen. Wenn mir dazu der Mut gefehlt hätte, könnte ich das schlecht jemandem anders zum Vorwurf machen.

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