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An alle toleranten Frauen!

27. Februar 2005 um 11:57

Hallo liebe Leser!

Ich bewundere sehr diese toleranten Frauen, die ihren Partner einfach "ziehen lassen" können.
Ohne Einengung, Eifersüchteleien usw.
Die ihm auch zugestehen, einfach Sex mit anderen Frauen zu haben, und nicht darunter leiden.
Sicher gibt es von den Frauen nicht viele, aber falls sich hier die ein oder andere erkennt, würde ich mich auf Antwort freuen.
Ich möchte wissen, ob es Einstellungssache ist, oder wirklich "bedingungslose" Liebe. Kann man vielleicht eine gewisse Toleranz auch "erlernen"?
Meistens sind es gerade die Beziehungen, die am längsten halten, bei denen die Partner tolerant miteinander umgehen, und sich gegenseitig Freiraum geben.
Würde mich über Antworten freuen!
Danke!

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27. Februar 2005 um 12:19

Ich glaube
das liegt am Selbstbewußstsein der - in dem Falle - Frauen. Denn nur wenn Frau mit sich und ihrem Leben zufrieden ist, kann sie den Partner als Ergänzung betrachten und nicht als überlebensnotwenig.

Eifersucht & Einengung beruhen doch letztlich nur auf einer großen Verlustangst. Angst wieder allein dazustehen und nicht klar zu kommen.

Liebe bedeutet nicht besitzen, sondern loslassen. Wenn ich meinen Partner liebe, dann ist mein einziger Wunsch der, dass es ihm gut geht und auch umgekehrt.
So sollte es sein, aber die wenigsten sind so mit sich im Reinen, dass sie keine Angst vor dem Verlust haben.

So stelle ich mir das vor und gleich dazu sagen muss ich, dass ich des leider auch nicht beherrsche

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27. Februar 2005 um 12:53

Ich denke,
dass du hier ein paar verschiedene schuhe zusammenwürfelst. deine fragen sollten zunächst lauten: welchen platz nimmt die liebe überhaupt in der beziehung ein? was ist überhaupt beziehung, was bedeutet es, eine beziehung zu führen?

ich persönlich denke, beziehung heisst, sich einlassen. - also meint: angemessen, vollständig aufeinander zu reagieren. und das heisst: verbunden, bzw. verwandt zu sein und hierbei in direktem kontakt mit einem anderen menschen zu stehen, beides sowohl in psychologischen als auch in direktem körperlichen kontakt.

man kann aber auch ohne eine partnerschaftliche beziehung lieben - und zwar bedingungslos -und manchmal kann ich mich gerade dadurch auch mit dem anderen verwurzelt und verbunden fühlen. aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

es sind stattdessen meist die erwartungen und vorstellungen, die wir selbst an das leben, an den partner und an die liebe stellen. wir stellen eine art kodex des verhaltens auf, um dem täglichen kampf des lebens zu bestehen und der normalerweise der gesellschaft entspricht, in der wir aufgewachsen sind und der uns dann eben auch verleitet so oder anders zu reagieren.

grüsse,
cosmic.

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27. Februar 2005 um 13:04

Wieso
sind eigentlich immer die Männer die Eingeengten?

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28. Februar 2005 um 5:30
In Antwort auf henda_12684219

Wieso
sind eigentlich immer die Männer die Eingeengten?

Warum engen die frauen soviel ein?
meine efahrung ist nunmal, dass die frauen eher die klammernden sind.

wenn meine freundin mit ihren freundinnen sich bei uns zuhause getroffen hat für ihren "sex and the city"-abend, dann bin ich halt mal deutlich länger im büro geblieben und hatte im gegenzug dafür einen halben tag frei, den wir dann gemeinsam verbringen konnten. und war ich eiferüchtig auf ihre freundinnen oder hatte ich probleme, dass meine freundin mal was ohne mich macht? NEIN!!

aber wehe, ich will mal mit meinen freunden zusammen einen abend o.ä. irgendwo ohne meine freundin verbringen... das kommt schon einem halben fremdgehen gleich! und wenn ich mich erst mit unserer alten sportverein-clique treffe (da sind halt auch n paar frauen drin...) gibt das immer ein riesen theater.

und diese erfahrung habe ich auch in allen anderen beziehungen (bis auf eine) bei mir und vielfach im freundeskreis erlebt, es waren oftmal eher die frauen, die klammern und einengen. und ich finde, dass auch in einer gesunden beziehung immer noch für jeden soviel freiraum sein muss, dass jeder für sich die sachen machen kann, die ihm wichtig sind. klar, dass man auch viel zeit zusammen verbringen will!!

nur in einer beziehung von mir war es anders. war auch das erste und einzige mal, dass ich eine offene beziehung hatte. ungewohnt war es für mich am anfang schon. aber, dadurch dass wir uns abends im bett detailliert erzählt haben, was wir (mit anderen) so erlebt haben und wie sich das angefühlt hat, stellte sich eine ganz neue, intime und intensive form des zusammmensein und beziehungslebens ein. und da wir beide von vornherein mit offenen karten gespielt haben, war es okay.
aber generell stimmt es schon, dass offene beziehungen eher nicht so langlebig sind...

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28. Februar 2005 um 7:48

Toleranz
ich denke, jeder sollte die Freiräume dem anderen geben, die er sich selber auch nimmt.

Aber daran scheitert es meistens.

Ich persönlich kenne keine Beziehung, wo es ok war, das der andere Sex mit jemanden hatte und der andere darauf nicht aus war. Die Beziehungen sind meistens gescheitert.




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28. Februar 2005 um 10:23
In Antwort auf javaid_11932536

Warum engen die frauen soviel ein?
meine efahrung ist nunmal, dass die frauen eher die klammernden sind.

wenn meine freundin mit ihren freundinnen sich bei uns zuhause getroffen hat für ihren "sex and the city"-abend, dann bin ich halt mal deutlich länger im büro geblieben und hatte im gegenzug dafür einen halben tag frei, den wir dann gemeinsam verbringen konnten. und war ich eiferüchtig auf ihre freundinnen oder hatte ich probleme, dass meine freundin mal was ohne mich macht? NEIN!!

aber wehe, ich will mal mit meinen freunden zusammen einen abend o.ä. irgendwo ohne meine freundin verbringen... das kommt schon einem halben fremdgehen gleich! und wenn ich mich erst mit unserer alten sportverein-clique treffe (da sind halt auch n paar frauen drin...) gibt das immer ein riesen theater.

und diese erfahrung habe ich auch in allen anderen beziehungen (bis auf eine) bei mir und vielfach im freundeskreis erlebt, es waren oftmal eher die frauen, die klammern und einengen. und ich finde, dass auch in einer gesunden beziehung immer noch für jeden soviel freiraum sein muss, dass jeder für sich die sachen machen kann, die ihm wichtig sind. klar, dass man auch viel zeit zusammen verbringen will!!

nur in einer beziehung von mir war es anders. war auch das erste und einzige mal, dass ich eine offene beziehung hatte. ungewohnt war es für mich am anfang schon. aber, dadurch dass wir uns abends im bett detailliert erzählt haben, was wir (mit anderen) so erlebt haben und wie sich das angefühlt hat, stellte sich eine ganz neue, intime und intensive form des zusammmensein und beziehungslebens ein. und da wir beide von vornherein mit offenen karten gespielt haben, war es okay.
aber generell stimmt es schon, dass offene beziehungen eher nicht so langlebig sind...

Tja....
...und ich kenne es eher anders herum

so macht wohl jeder seine erfahrungen

gruß, tigerl

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28. Februar 2005 um 11:54

Hallo ihr Lieben!!!
Ich möchte mich ganz herzlich für Eure vielen Antworten bedanken!!!
Ich glaube, ich muß einiges überdenken!
Vielen Dank und liebe Grüße

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28. Februar 2005 um 12:01

Toleranz und liebe
also erstens bei einer richtigen und glücklichen liebe geht NIEMAND fremd!! ... und wer das zulässt ist einfach nur dumm und nicht tolerant!....
eine gewisse freiheit braucht jeder mensch... aber wenn frau sich alles gefallen lässt ist das doch keine liebe sondern abhängigkeit von einem partner der sie nicht mehr liebt! gruss lin

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28. Februar 2005 um 12:04

BEDINGUNGSLOSE LIEBE
Bedingungslose Liebe sollte es in erster Linie mal zu sich selbst sein. Nur so wie mich selbst, kann ich auch jemanden anderen lieben. Jeder sollte sich das hinterfragen.
Aber trotzdem. Die bedingungslose Liebe stellt eben keine Bedingungen und zwar in keinerlei Hinsicht. Aber ob man damit leben kann, muss jeder für sich selber entscheiden.

Liebe Grüße an alle

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28. Februar 2005 um 17:01
In Antwort auf lindaria

Toleranz und liebe
also erstens bei einer richtigen und glücklichen liebe geht NIEMAND fremd!! ... und wer das zulässt ist einfach nur dumm und nicht tolerant!....
eine gewisse freiheit braucht jeder mensch... aber wenn frau sich alles gefallen lässt ist das doch keine liebe sondern abhängigkeit von einem partner der sie nicht mehr liebt! gruss lin

Danke,...
...dann weiß ich ja jetzt, wie blöd ich bin.
lg ratlos4

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28. Februar 2005 um 19:02

Wie????
euer kerl VERBIETET euch wegzugehen? so wie mein bruder seiner tochter verbietet fernzusehen, bis sie ihr zimmer aufgeräumt hat?

wie kann man sich als erwachsener mensch noch so richtig was verbieten lassen?

grüße,
qualto

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28. Februar 2005 um 19:04

Jaja,
der eine Partner beschimpfte mich als gefühlskalt, weil ich mich zwei Tage nicht gemeldet hab und der andere fühlte sich total eingeengt, weil ich es gewagt habe,ihn nach zwei Tagen mal anzurufen...

Fazit: Wie man`s macht, man macht es falsch!

MfG, koellegoerl

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28. Februar 2005 um 19:24
In Antwort auf henda_12684219

Jaja,
der eine Partner beschimpfte mich als gefühlskalt, weil ich mich zwei Tage nicht gemeldet hab und der andere fühlte sich total eingeengt, weil ich es gewagt habe,ihn nach zwei Tagen mal anzurufen...

Fazit: Wie man`s macht, man macht es falsch!

MfG, koellegoerl

Wie man's macht, man macht es falsch!
was glaubst du, wie es vielen kerlen geht?

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28. Februar 2005 um 19:34
In Antwort auf javaid_11932536

Wie man's macht, man macht es falsch!
was glaubst du, wie es vielen kerlen geht?

Hmm,
lass mal überlegen - meinst du vielleicht genauso?
Hach, ist die Liebe nicht chööön ?

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28. Februar 2005 um 21:37

Na,
da spricht mir doch mal wieder jemand aus der Seele!
Die Liebe zu meinem Kind ist bedingungslos....an alles andere kann ich nicht so recht glauben.

Platine

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28. Februar 2005 um 21:46

Wer
sagt, das du zu gucken sollst?

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28. Februar 2005 um 22:23

Eigentlich nicht
ganz im gegenteil.
von daher war ich etwas erstaunt, dass du meintest, sie würden verbieten...

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1. März 2005 um 8:11
In Antwort auf ratlos4

Danke,...
...dann weiß ich ja jetzt, wie blöd ich bin.
lg ratlos4

Hallo ratlos...
ist leider so... ... den MANN merkt auch mit wem ers machen kann und mit wem nicht.

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1. März 2005 um 9:54
In Antwort auf lindaria

Hallo ratlos...
ist leider so... ... den MANN merkt auch mit wem ers machen kann und mit wem nicht.

Das heißt,...
...es ist für Dich nicht vorstellbar, eine Beziehung, Partnerschaft, Ehe fortzuführen, wenn es von einer Seite zu einem Betrug, Fremdgehen, Affaire gekommen ist? Vielleicht hast Du ja recht mit dieser Einstellung. Ich merke selbst, wie schwer es mir fällt, über die Affaire meiner Frau hinwegzukommen, obwohl sie seit einigen Monaten nun beendet scheint. Von tolerieren kann ja auch keine Rede sein, höchstens von hinnehmen, sich in das Geschehene fügen. Ja, ja, vielleicht bin ich wirklich in dem Sinne, wie Du es erwähnt hast, dumm.
Merkwürdige Erkenntnis...
LG, ratlos4

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1. März 2005 um 12:04

Aber zeigt sich nicht da gerade wahre liebe?
also, solange das leben einfach und geordnet ist, ist es doch immer einfach miteinander zu leben.

aber zeigt sich wahre liebe nicht gerade dann, wenn man auch in schwierigen zeiten zueinander steht? dass man zusammenhält, selbst wenn der rest der welt gegen einen ist?
genau das ist die art von treue die mir im leben wichtig ist. mit wem meine freundin sonst noch ins bett hüpft, ist mir dagegen doch relativ egal! (solange sie sich da nix einfängt oder mir n kind unterschiebt... )
aber dass man gerade in schweren zeiten auch zueinander steht.
wenn einer z.b. sehr schwer krank ist. ich hab z.b. in meiner frondienstzeit eine frau mitte 40 gefahren, der der krebs das ganze gesicht zerfressen hat. augen, nase, wangen, unterkiefer - alles weg. eine einzige stinkende rote furche, wo früher mal das gesicht war.
ernährung geht dann nur noch künstlich. ohren funktionieren auch noch und sie ist bei vollem bewusstsein. sie bekommt also noch sehr vieles mit.
selbst das pflegepersonal hat sich vor ihr und dem anblick geekelt. mit der zeit haben sich alle "freunde" abgewandt. einzig ihr mann steht zu ihr und kümmert sich liebevoll um sie.

oder um auf probleme mit der justiz zurückzukommen: selbst wenn ich in angetrunkenem zustand ne familie totfahren würde, zum massenmörder werden würde, von meiner frau würde ich erwarten, dass sie zu mir steht, auch wenn sie meine tat für schrecklich und verabscheuungswürdig hält. wenn ich meinetwegen als kinderschänder angeklagt werde, die öffentliche vorverurteilung auf hochtouren läuft, die springerpresse tag für tag auf der ersten seite hetzt, alle gegen mich sind und ich vielleicht auch in erster instanz wegen irgendwelcher windigen indizien verurteilt werde.
von meiner partnerin würde ich erwarten, dass sie mir glaubt, wenn ich ihr sage, dass ich unschuldig bin! von ihr würde ich erwarten, dass sie zu mir hält und mir hilft, meine unschuld zu beweisen. dass sie, auch wenn ich die schrecklichsten dinge getan hätte, mich im gefängnis besucht und mich nicht im stich lässt.

das gleiche würde ich für sie doch auch tun!!

das ist mir doch unendlich mal mehr wert, als jemand der vielleicht "bettdisziplin" hält und mich aber bei der ersten situation wo es unbequem wird im stich lässt. dass ist für mich wahre treue und zeugt von aufrichtiger liebe.

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1. März 2005 um 12:34

Dann sorry,
hab das auf "Wenn mein Partner sich als Massenmörder enpuppt oder mich 'ne blöde Kuh nennt, schmeiß ich ihn aus vollstem Herzen raus [...]" bezogen.

betonmischer

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1. März 2005 um 13:01

Hab nich gesagt, dass du jesus bist,...
aber zu einem leben gehören eben neben den höhen auch tiefen. nicht umsonst verspricht man bei einer hochzeit ja "in guten wie in SCHWEREN tagen..." und wenn sich eine partnerin gleich aus dem staub macht, wenn mal gerade nicht die guten tage angesagt sind, zeigt mir dann doch, dass es mit ihrer liebe nicht so weit her sein kann. zu einem menschen gehören nun mal auch seine dunklen seiten. und wenn ich jemanden wirklich liebe, dann doch ganz, so wie er ist. mit all seinen schwächen und (z.t. auch sehr schweren) fehlern.

auf so ne schönwetter-partnerin, die nur bei mr ist, solange höchstens sie probleme hat, kann ich auch verzichten. wahrscheinlich hängt sie dann ja eh nicht an mir, sondern an irgendetwas von mir, z.b. geld und status (das ist bei den problemen mit der justiz dann ja schnell weg...) meinem körper und gutem sex (wenn ich schwer krank bin wie z.b. oben beschrieben gibts avon ja auch nich mehr so viel..) oder ähnlichem.

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1. März 2005 um 13:03

Offene bezeihung
... dies halte ich als nicht lohnenswert! jeder mensch schreit doch irgendwie nach liebe und geborgenheit ... aber was bitte schön ist eine offene beziehung?!?... also dan kann ich auch einfach nur gute freunde haben ... das ist sowas wie eine offene beziehung!...

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1. März 2005 um 13:08
In Antwort auf ratlos4

Das heißt,...
...es ist für Dich nicht vorstellbar, eine Beziehung, Partnerschaft, Ehe fortzuführen, wenn es von einer Seite zu einem Betrug, Fremdgehen, Affaire gekommen ist? Vielleicht hast Du ja recht mit dieser Einstellung. Ich merke selbst, wie schwer es mir fällt, über die Affaire meiner Frau hinwegzukommen, obwohl sie seit einigen Monaten nun beendet scheint. Von tolerieren kann ja auch keine Rede sein, höchstens von hinnehmen, sich in das Geschehene fügen. Ja, ja, vielleicht bin ich wirklich in dem Sinne, wie Du es erwähnt hast, dumm.
Merkwürdige Erkenntnis...
LG, ratlos4

Hallo ratlos
... es ist einfach ein erfahrungswert! ... ich wurde schon betrogen und hab gemeint das kommt schon wieder gut.. denkste...
in meinem freundeskreis hat so ein betrug auch noch nie dazu geführt das es danach wieder eine schöne und intakte beziehung wurde. im gegenteil früher oder später sind die beziehungen auch auseinander gegangen. deshalb finde ich es dumm und in die länge gezogen. lieber ein ende mit schreck als ein schreich ohne ende... aber das muss jeder selbst entscheiden...

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1. März 2005 um 13:17
In Antwort auf lindaria

Hallo ratlos...
ist leider so... ... den MANN merkt auch mit wem ers machen kann und mit wem nicht.

Meine Toleranz,
auch in einer längerer Beziehung, beschränkt sich darauf, dass ich meinem Partner einen Fehltritt, einen Betrug, verzeihen kann, auch wenn ich ihn noch nicht vergessen habe.
Meiner Meinung nach schweisst einen in einer längeren Beziehung soviel zusammen, hauptsächlich Positives, dass man dem Partner eine Chance geben soll, nochmals neu zu beginnen. Jeder kann meines Erachtens Fehler machen. Das heisst nicht, dass dieser Fehler mir nicht weh getan hat. Bin aber froh, es versucht zu haben, denn ddurch hat unsere Beziehung eine ganz neue Dimension gekriegt, hat sich um ein vielfaches belebt und ist wieder spannend.
So versteh ich das Wort Toleranz in meiner Partnerschaft. Ich wäre nicht bereit, mein Partner auch nicht, in einer offenen Beziehung zu leben, soweit geht unsere Toleranz definitif nicht.
Wir haben so eine offene Beziehung im Bekanntenkreis 8 Jahre miterlebt, bis einer der beiden es vorgezogen hat, mit einer Person, wo am Anfang nur Sex war, zusammenzuziehen und eine neue, keine offene, Beziehung zu führen. Da es oft so endet, gibt das mir eigentlich zu denken über offene Beziehungen.
Ich bin nach wie vor nicht der Meinung "dumm" gehandelt zu haben, eher weise (grins). Irgendwann denkt man nicht mehr nur schwarz/weiss, sondern da gibt es eben auch Nuancen.
Gottseidank gibt es ja immer noch Menschen, die bereit sind, ihre Beziehung retten zu wollen. Und zwar ganz einfach aus dem Grund, weil sie entdecken, dass sie sich trotzdem was vorgefallen ist, noch lieben.
Strusell
Strusell

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1. März 2005 um 13:18

Diese Liebe kann man nur in sich selbst spühren....
für mich bedeutet dies im Zusammenhang mit meinem Partner, daß ich mich für die Beziehung angagiere und das ohne Zwang. Das ich vielleicht andere männliche Wesen ganz nett finde und aber keinen Gedanken daran verschwende wie wohl das Leben mit dem oder dem wäre oder gar mit denen in die Kiste zu springen. Meiner Meinung nach entspringt also bedingungslose Liebe nur in einem selbst und man hat auch nicht NUR dem Partner gegenüber diese Gefühle, es gibt vieles was man bedingungslos Lieben kann, weil es einfach schön ist und IST, wie z.B. auch eigene Kinder, die beste Freundin, Tiere, etc.


Bedingunslose Liebe bedeutet in dem Sinne jemanden zu lieben und nichts zurück zu erwarten. Und ganz ehrich, wer geht schon eine Beziehung ein und erwartet nichts vom Partner?

Ich denke sie kann sich mit der Zeit vielleicht entwickeln, diese bedingungslose Liebe zum Partner, aber das geht dann wirklich nur wenn beide auf dem gemeinsamen Weg den sie eingeschlagen haben weitergehen und viel miteinander reden um sich zu verstehen mit allen Fehlern und Schwächen und um sich immer wieder aufs Neue nah zu sein.

Sex ausserhalb der Beziehung geht auf Dauer meiner Meinung nach nur gut, wenn beide es so wollen und auch zu sich selbst ehrlich sind und es sein können, das hat aber meiner Meinung nichts mit bedingungsloser Liebe zu tun, sondern vielmehr darum das sich zwei gefunden haben die gleich denken und gleich fühlen und sich in einer Beziehung die gleichen Priotitäten setzen.

Viele solche Paare sind auch schon lange zusammen und wollen sich nicht wegen Hab und Gut und Kindern trennen, also führen sie eine freie Ehe, das ist die Bedingung um keinen großen Verlust zu haben.

LG
Lunali

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1. März 2005 um 13:28
In Antwort auf medina_12714759

Meine Toleranz,
auch in einer längerer Beziehung, beschränkt sich darauf, dass ich meinem Partner einen Fehltritt, einen Betrug, verzeihen kann, auch wenn ich ihn noch nicht vergessen habe.
Meiner Meinung nach schweisst einen in einer längeren Beziehung soviel zusammen, hauptsächlich Positives, dass man dem Partner eine Chance geben soll, nochmals neu zu beginnen. Jeder kann meines Erachtens Fehler machen. Das heisst nicht, dass dieser Fehler mir nicht weh getan hat. Bin aber froh, es versucht zu haben, denn ddurch hat unsere Beziehung eine ganz neue Dimension gekriegt, hat sich um ein vielfaches belebt und ist wieder spannend.
So versteh ich das Wort Toleranz in meiner Partnerschaft. Ich wäre nicht bereit, mein Partner auch nicht, in einer offenen Beziehung zu leben, soweit geht unsere Toleranz definitif nicht.
Wir haben so eine offene Beziehung im Bekanntenkreis 8 Jahre miterlebt, bis einer der beiden es vorgezogen hat, mit einer Person, wo am Anfang nur Sex war, zusammenzuziehen und eine neue, keine offene, Beziehung zu führen. Da es oft so endet, gibt das mir eigentlich zu denken über offene Beziehungen.
Ich bin nach wie vor nicht der Meinung "dumm" gehandelt zu haben, eher weise (grins). Irgendwann denkt man nicht mehr nur schwarz/weiss, sondern da gibt es eben auch Nuancen.
Gottseidank gibt es ja immer noch Menschen, die bereit sind, ihre Beziehung retten zu wollen. Und zwar ganz einfach aus dem Grund, weil sie entdecken, dass sie sich trotzdem was vorgefallen ist, noch lieben.
Strusell
Strusell

Dann...
... bist du eine der wenigen grossen ausnahmen!.... und was tust du wenns nochmals vokommt!!!... immer und immer wieder verzeien?..

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1. März 2005 um 14:36
In Antwort auf lindaria

Dann...
... bist du eine der wenigen grossen ausnahmen!.... und was tust du wenns nochmals vokommt!!!... immer und immer wieder verzeien?..

Nein,
das würde ich nicht tun, ganz bestimmt nicht. Einen Fehler kann man einmal machen, das müsste reichen. Alles was darüber hinausgeht, ist ganz bewusst alles aufs Spiel setzen. Dann würde ich handeln. Toleranz hat nichts zu tun mit einem Freifahrtsschein. Ein nochmaliger Fehltritt würde für mich bedeuten, die Beziehung hat's nicht geschafft. Und da ich nur in einer harmonischen Beziehung leben kann, wäre dies dann für mich kein Thema mehr.
Und ich bräuchte mir auch nie Vorwürfe zu machen, ich hätte es nicht versucht. Und das ist, meine ich, auch für einen selbst ein wichtiger Punkt, wenn man dann abschliessen will oder muss oder wie auch immer man das nennt. Auf jeden Fall wäre es dann weniger schmerzhaft.
Strusell

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1. März 2005 um 15:41

Ich nehme an,...
...daß Du mich ansprichst, kleineente?
Tja, vielleicht ist es so, wie Du sagst. Möglicherweise ein wenig hart ausgedrückt und ich versuche, gegenzusteuern, meine jedoch, daß man nicht gleich zur Marionette wird, wenn man sich in das Geschehene fügt. Was bleibt einem, wenn man versuchen möchte, etwas zu retten? Ich will jedoch nicht ganz ausschließen, daß ich mir evtl. einige Bedingungen zuviel hab' aufdrücken lassen. Ich glaube, von dem Thema hätte ich besser die Finger gelassen...
LG, ratlos4

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1. März 2005 um 15:44
In Antwort auf lindaria

Hallo ratlos
... es ist einfach ein erfahrungswert! ... ich wurde schon betrogen und hab gemeint das kommt schon wieder gut.. denkste...
in meinem freundeskreis hat so ein betrug auch noch nie dazu geführt das es danach wieder eine schöne und intakte beziehung wurde. im gegenteil früher oder später sind die beziehungen auch auseinander gegangen. deshalb finde ich es dumm und in die länge gezogen. lieber ein ende mit schreck als ein schreich ohne ende... aber das muss jeder selbst entscheiden...

Hi lindaria,...
...ich versuch's dennoch, auch wenn es dann letztendlich doch schiefgeht.
Hängt eben so viel daran
LG, ratlos4

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1. März 2005 um 16:10

Sehe ich anders...
jemand der zum spaß kleine katzen ersäuft scheint ne kleine geistesstörung zu haben. genau solche leute gehören in psychatrische behandlung. dort wird man von fachärzten für psyachtrie behandelt. jemand der von einem arzt behandelt werden muss, scheint offensichtlich in irgendeiner weise krank zu sein, womit wir wieder bei der kranheit sind

ich hatte während meiner frondienstzeit einige solcher kunden, weil bei uns in der nähe ein entsprechendes landeskrankenhaus war.

und auch leute in gefängnissen brauchen kontakte. viele tötungsdelikte z.b. passieren im affekt. da denkt man eben nicht lange drüber nach. und erst recht nicht über sekundärkonsequenzen, also auf personen des persönlichen umfeldes.
und ich kenne z.b. auch jemanden, der wegen fahrlässiger tötung (verkehrsunfall) in erster instanz nur aufgrund von indizien verurteilt wurde. fast alle haben ihm den rücken gekehrt. seine freundin hat sich von ihm getrennt. fast alle "freunde" waren weg. er war eigentlich gar nicht soo eng mit mir befreundet, aber ich war einer der wenigen, die ihm beigestanden haben. in der nächsten instanz wurde er dann wegen erwiesener unschuld freigesprochen. und dann kam seine freundin auch wieder angekrochen...

und wenn die öffentliche hetze eben so groß wie bei katharina blum ist (würde sich heute mehr z.b. um kindesmissbrauch als raf drehen), gerade dann braucht man doch seinen partner. hatte an meiner uni da gerade einen interessanten vortrag von einem psychater, der opfer von solchen medienkampangen betreut. ist schon echt heftig, wenn dann jeder aus deinem umfeld ne hässliche geschichte über dich in die mikros diktiert. und selbst wenn man dann freigesprochen wird, darüber berichtet die presse dann kaum oder nur in der form von "zu milde", "justizversagen", "fehlurteil, schuldiger kommt frei" etc. für viele menschen wird man ein leben ein ein verbrecher bleiben. nicht wenige kommen mit so einer situation nicht klar und begehen suizid. und da ist der anteil besonders groß, wenn sich partner und familie während der schwierigen phase abwandten.

sicherlich ist dein argument, man hätte ja auch an seinen partner denken sollen, bevor man so ne sache macht, in einigen fällen nicht ganz von der hand zu weisen. aber ich liebe meine partnerin doch, auch wenn sie mal einen schweren fehler gemacht hat.

ich finde nicht, dass das ein freifahrtsschein ist. ich finde, dass auch meine partnerin für ihr fehlverhalten dann eine gerechte bestrafung vom gericht bekommen sollte. ist okay, wenn sie etvl. dann dafür ins gefängnis muss. aber ich würde sie da eben regelmäßig besuchen und nicht einfach verschwinden. und es hängt ja auch sicherlich davon ab, aus welchen gründen eine tat begangen wird.

und vor allem erwarte ich, dass sie mir glaubt, wenn ich ihr sagen würde, ich wäre unschuldig. wenn mir die juristen nicht glauben ist das eine sache. für die ist das ja nur ihr job. bei der öffentlichkeit hat man eh keine chance. aber von meiner partnerin, da erwarte ich eben schon soviel vertrauen.

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1. März 2005 um 19:45

Hoi Imandrinschen,
mit interesse habe ich all diese beiträge und die unterschiedlichsten sichtweisen zu diesen thema gelesen.

ich für meinen teil denke auch, dass *beziehung* ein subjektiver begriff ist und keiner zweiwertigen, also dualistischen oder sogar pluralistischen logik entspringt.

ich für meinen teil denke, beziehungen gehen menschen ein, um eine gewisse qualität zu erfahren. das können je nach subjektivem empfinden offene beziehungen oder geschlossene oder kreuz und quergestreifte dreier oder viererbeziehungen oder sonstige beziehungen sein - eben genau die beziehung, indem man sich mit einem anderen menschen in beziehung setzt oder einfach nur verbindet und genau dabei liegt der knackpunkt.
beziehungen gehen sehr häufig früher oder später in die brüche, wenn sich die qualität verschlechter. - und das macht auch sinn. man kann aber einen anderen auch lieben, ohne dass man mit demjenigen eine beziehung führt und man kann sich auch aus liebe trennen. das habe ich selbst schon erlebt.

mit liebe direkt hat dies nichts zu tun. allerdings um bedingungslos zu lieben muss jeder sich selbst erstmal als individuum erfahren und auch angenommen haben. und hier liegt schon der knackpunkt. die meisten menschen können allein aus diesem grund nicht bedingungslos lieben.

ein massenmörder würde mich auch ent-täuschen, wenn ich mich vorher in ihm getäuscht habe. - ich meine wir menschen verbinden uns gerne mit projektionen und vorstellungen von dem, wie was zu sein hat, nicht aber mit dem tatsächlichen menschen.

und noch was zum thema: wahre, echte liebe meint, den anderen so anzunehmen wie er ist, die einzelheiten mögen so sein wie sie wollen. aber das heisst auch, dass man den anderen so nimmt, wie er tatsächlich, wirklich *ist* und nicht die vorstellung dessen, was er sein könnte und das erfordert, einen anderen einfach SEIN zu lassen. aber ob ich mit demjenigen auch eine beziehung führen kann - ob ich dazu überhaupt in der lage bin - steht auf einem ganz anderen blatt.

liebe grüsse
cosmic.

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15. März 2005 um 17:46

Liebe gerda!
in der theorie ist das ja alles ganz einfach. aber in der praxis? ich stehe gerade vor der selben entscheidung. mein freund möchte sich "sexuell ausleben" und "erfahrungen sammeln" und auf der anderen seite auf mich nicht verzichten. ich habe lang hin- und herüberlegt. habe versucht, seine sicht auf die dinge anzunehmen, daß es eben "nur" um sex geht. aber ich habe festgestellt, daß ich das nicht kann. mich verletzt das gefühl "nicht auszureichen". ich denke es ist sehr stark vom typ frau abhängig. doch die meisten von uns verbinden wohl sex untrennbar mit liebe. und selbst wenn der partner wunderbar trennen kann, so kann er doch nicht einfach etwas tun (ohne mit der wimper zu zucken), was seine partnerin verletzt, oder? nimm' dir zeit, überlege, ob du damit klar kommst, wenn du weißt, daß er auch in den armen anderer frauen liegt. und wenn du damit nicht klarkommst, dann nimm' dein herz und kümmer' dich darum! mach' deine entscheidung einfach von deinem(!) glück abhängig. und nicht von den vorstellungen und wünschen deines partners...

ich wünsche dir alles gute!
serafinia

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15. März 2005 um 22:41

Schwierig
Ein sehr heikles Thema, das differenziert angesehen werden muss.

Grundsätzlich versuche ich auch, meinen Freund nicht einzuengen, ihm seinen Freiraum zu lassen. Allerdings würde ich nicht so weit gehen, dass ich ihm quasi einen Freipass zum Fremdgehen ausstellen würde.

Er weiss, dass ich ihm einen Fehltritt verzeihen würde. Nicht aber bewusste Untreue. Und da liegt wohl der Unterschied.

Wenn es Dir weh tun würde, dass er Dich betrügt, dann würde ich ihn klar vor die Wahl stellen, ob er sich für die Beziehung oder die Möglichkeit zu Sex mit anderen Frauen. Rede mit ihm. Frage ihn ganz einfach, was er davon halten würde, wenn Du Deinerseits Dir gewisse Freiheiten herausnehmen würdest.

Ich selber würde wohl bei einem solchen Wunsch sehr hellhörig reagieren. Und mich wahrscheinlich auch das eine oder andere Mal fragen, ob er tatsächlich wieder zu einem Kunden bzw. länger arbeiten muss oder ob nicht was anderes dahinter steckt.

Die Toleranz (von lat. tolerare = dulden) kann man meines Erachtens nicht erlernen. Ich denke, in der Hinsicht ist jede(r) wieder anders gestrickt. Man sollte sich einfach bewusst sein, was man punkto Treue erwartet und ob der Partner die gleichen Vorstellungen in dem Bereich hat. Wenn in dieser zentralen Frage die Meinungen und Bedürfnisse zu weit abweichen, dürfte es früher oder später Probleme geben.

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