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Am Boden zerstört und habe niemanden zum Reden

9. November 2006 um 9:32

Ich weiss garnicht wo ich anfangen soll.
Vorgestern verabschiedete sich mein Mann mit den Worten:"machs gut fahre nach Frankfurt zur Tagung und bin gegen 23 Uhr wieder zuhause".
Da er öfter zu Tagungen fährt, habe ich mir dabei überhaupt nichts gedacht. Aber als er bis 3Uhr nicht zu Hause war, wusste ich das da was nicht stimmt.
Irgendwann bin ich eingeschlafen und am anderen morgen, am Frühstückstisch habe ich ihn dann gefragt wo er so lange war.
Erst wollte er es mir nicht sagen, aber ich habe nicht locker gelassen und dann hat er mir mitgeteilt, dass er die ganze Nacht bei seiner Freundin verbracht hat.
Ich hebe da gesessen und hatte das Gefühl mir reißt jemand den Stuhl unter mir weg.Er sagte dann noch, er sei ja so verliebt und fühle sich so toll, und auf meine Frage, wie lange das schon geht sagte er, fast 1 Jahr.Ich hatte schon längere Zeit das Gefühl, dass irgend etwas nicht stimmt,und ich würde auch einen kurzfristigen Seitensprung akzeptieren, aber dies hat mich dann doch total am Boden zerstört.
Ich habe ihn dann gefragt wie es weiter gehen soll. Seine Antwort darauf war:" wir lassen alles so weiter laufen wie bisher, irgenwann wird sich alles regeln."
Wir leben seit 22 Jahren zusammen und sind seit 12 Jahren verheiratet.In den letzten Jahren lief es im sexuellen Bereich von meiner Seite her nicht so gut, aber ich hatte immer gedacht, das unsere Ehe dies überstehen kann. Und nun das!!!
Ich weiss nicht ob ich es aushalte mit ihm unter einen Dach weiter zu leben, und wenn wer weg fährt immer daran denken zu müssen, jetzt fährt er zu IHR.
Aber ich kann nicht weg, ich weiss nicht wohin, da ich auch noch bei ihm arbeite. Ich weiss nicht wie das weiter gehen soll, ich liebe ihn doch so sehr und ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen,aber im Moment habe ich das Gefühl es reißt mir das Herz heraus.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand gleichgesinntes melden würde, ich habe hier überhaupt niemanden mit dem ich darüber reden könnte und meine Eltern möchte ich damit nicht belasten.
Miracell





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9. November 2006 um 10:12

Am Boden zerstört.....
Es liegt an Dir,ob Du es so mit -machst.Normalerweise hätte er es Dir ja erst mal sagen können, dass
er etwas vermisst, doch da es schon
so lange geht,hat er meiner Ansicht
die Situation ausgenützt.
Du brauchst ja nicht unbedingt weg,
er könnte doch auch zu seine Tussi
ziehen.Es kommt darauf an,was du Dir
gefallen läßt.
Ein Trennung auf Zeit, soll er sie
mal im Alltag kennenlernen, wenn Du
das akzptieren kannst.Es ist die
Frage,ob Du ihn nachher noch haben
willst, sollte er wieder zurück -wollen. Ich würde mich schon mal be-
raten lassen, wie Deine finanzielle
Zukunft im Falle einer Trennung aus-
sehen wird, denn das die Zukunft das
Regeln soll, wie er sich ausgedrückt
hat,kann ich mir nicht vorstellen,
er drückt sich vor der Entscheidung.

LG Mary

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9. November 2006 um 11:37

Wenn du magst
schreib mir!Anne

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9. November 2006 um 12:22

Mein Mitgefühl
Liebe Miracell,
ich schicke Dir mein vollstes Mitgefühl. Bin seit ca. 6 Wochen in der ähnlichen Situation (andere Frau, Boden unter den Füßen weg, liebe ihn immer noch...). Ich finde, Du solltest/kannst/darfst Deine Eltern ruhig in Deinen Schmerz einbeziehen. Ich telefoniere derzeit fast täglich mit meiner Mutter. Das hilft mir sehr. Außerdem versuche ich die Liebe zu ihm abzustellen, in dem ich mir immer wieder klarmache, was für ein Schwein er ist. Klappt täglich besser.
Liebe Grüße, P.

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9. November 2006 um 12:28

Habe...
das gleiche letztes Jahr mitgemacht! Meine Frau hat ich nach 23 Jahren wegen meines Fußballtrainers verlassen und mit dem unbezahlten Haus sitzenlassen. Ich könnte dir einige Schoten erzählen. Hätte niemals geglaubt, dass Menschen sich so ändern können, dass man sie nicht wiedererkennt...

Wenn du magst, schreib mir!

LG,
Rudi

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9. November 2006 um 13:29

@tischv: Wie ein Mensch so etwas kann?
Das hab ich mich auch gefragt! Aber ich habe nie eine Antwort darauf bekommen. Ich denke, es ist zu einem großen Teil einfach ein persönlicher Schutzwall, um die eigene Entscheidung, den Partner zu verlassen, vor sich selbst zu rechtfertigen. Es muß ja einen Grund dafür geben, dass es so gekommen ist. Und was liegt da näher, als der bisherigen Beziehung nur die negativen Seiten abzugewinnen und den Ex-Partner mit Verletzungen zu bestrafen? Ich lehne mich bestimmt nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, meine Frau und ich hätten uns WIRKLICH geliebt. Und zwar bis vor gar nicht so langer Zeit. Doch es scheint etwas in ihr ausgetickt zu sein. Irgendetwas fehlte ihr wohl. Und anstatt mit mir gemeinsam daran zu arbeiten, unsere Ehe zu retten, fing sie an, sich mit meinemFußballtrainer zu treffen. Das ging über mehrere Wochen so. Und das Schlimmste, der Typ war auch noch mein Freund! Als er als Trainer in meinem Verein (ich bin dort Obmann und war sozusagen sein "Chef") aufhörte, habe ich für ihn noch auf unserer Terrasse eine Abschiedsfeier gegeben.Und zu der Zeit lief das schon eine ganze Weile mit den beiden. An diesem Abend ist etwas passiert, was meine Ex dazu brachte, mit der Wahrheit rauszurücken. Etwas, worauf ich selbst ganz sicher nicht stolz bin, was aber nun mal passiert ist. Doch wenn dieser Zwischenfall nicht gewesen wäre, hätte mich meine Ex immer weiter betrogen! Sie hat sozusagen nur darauf gewartet, dass ich mal einen Fehler mache, um mich dann verlassen zu können und die Schuld auf mich abzuwälzen! Anschließend hat sie angefangen, Lügen über mich zu verbreiten, um sich selbst in ein besseres Licht zu stellen. Ich werde niemals begreifen, wieso sie ads getan hat, aber ich denke, dass sie auch sehr stark von ihrem neuen typen beeinflußt wird. Wenn einer seinem Freund die Frau ausspannt, wohlwissend, ihn damit in ein sehr tiefes Loch zu stoßen und sein Leben zu zerstören, der kann keinen Charakter haben. Somit wird er wohl hinter einigen Aktionen, die sie gebracht hat, als Anstifter stehen...

Es tut so weh, dies alles mitzuerleben. Aber ich kann nur sagen: Das Leben geht weiter, es liegt aber an euch selbst, wie es weiter geht!

Ich wünsche euch viel Kraft!

LG, Rudi

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9. November 2006 um 15:21

...
Diese Antwort kann ich dir auch nicht geben. Wir hatten so tolle Zeiten, weil wir auch gemeinsame Hobbies hatten und viel miteinander gemacht haben. Ein Lebenstraum von ihr war es, die Höhlenmalereien von Lasceaux zu besichtigen. Ich habe es ihr ermöglicht. Ich habe ihr immer schöne Geschenke gemacht, während sie mir irgendwelche praktischen Dinge des Lebens wie Briefkörbe oder eine Bettdecke zum Geburtstag schenkte... An jedem Jahrestag, egal ob Hochzeitstag oder Kennenlerntag, habe ich ihr langstielige Rosen in die Firma geschickt. Sie wurde von ihren Kolleginnen darum beneidet. Ich will mich nicht als Unschuldsengel hinstellen, ich habe auch meine Fehler gemacht. Aber ich habe meine frau niemals schlecht behandelt. Ich war immer für sie da, habe sie niemals geschlagen oder sonstiges. So etwas würde ich auch nie tun. Aber trotzdem hat sie scheinbar unsere 23 Jahre komplett aus ihrem Gedächtnis gestrichen, um sich in ihrer neuen Beziehung vor Gefühlen der Trauer oder des Verlustes zu schützen. Deshalb scheint es zu helfen, nicht an die guten Zeiten zu denken...

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9. November 2006 um 15:58
In Antwort auf izumi_12523588

Am Boden zerstört.....
Es liegt an Dir,ob Du es so mit -machst.Normalerweise hätte er es Dir ja erst mal sagen können, dass
er etwas vermisst, doch da es schon
so lange geht,hat er meiner Ansicht
die Situation ausgenützt.
Du brauchst ja nicht unbedingt weg,
er könnte doch auch zu seine Tussi
ziehen.Es kommt darauf an,was du Dir
gefallen läßt.
Ein Trennung auf Zeit, soll er sie
mal im Alltag kennenlernen, wenn Du
das akzptieren kannst.Es ist die
Frage,ob Du ihn nachher noch haben
willst, sollte er wieder zurück -wollen. Ich würde mich schon mal be-
raten lassen, wie Deine finanzielle
Zukunft im Falle einer Trennung aus-
sehen wird, denn das die Zukunft das
Regeln soll, wie er sich ausgedrückt
hat,kann ich mir nicht vorstellen,
er drückt sich vor der Entscheidung.

LG Mary

Hallo!
Also erstmal an tischv!
Mir geht es ganz genauso wie dir...
Weiß ja nicht wie lange ihr zusammen wart... Wir 2 Jahre.
Er hat mir so Hoffnungen gemacht, dass wir alles durchstehen werden( er war dabei ca. 200km weg zu ziehen) weil wir einfach zusammen gehören... Hat es geschafft dass ich ihm glaube, und hat dann von einem auf den andern tag schluss gemacht..
War aber zu feige um mir den genauen Grund zu nennen.. ich bin so verwirrt, weil er dabei auch geweint hat...
Doch er sagt jetzt dass es ihm gut geht, und ich soll doch bitte nicht denken er sei egoistisch...
WIE BITTE?
Es ist doch eine der schlimmsten arten schluss zu machen, wenn man einem so lange etwas vorlügt, und den Partner, den man eigentlich liebt/geliebt hat, dann eifnach so fallen lässt...
Warum kann man nicht einfach über Probleme reden, sie aus der Welt schaffen, oder eben mal eine Pause einlegen, wenn man sich zu sehr nervt, um zu merken, wie sehr man sich doch liebt...
Da lügen die sich doch auch was vor, wenn sie denken sie können das alles so vergessen!!!
Ich wünsche mir so, dass er seine "schutz" nicht lange aufrecht erhalten kann, und merkt, wie feige er eigentlich ist, merkt, wie sehr er mir wehgetan hat...Mich nicht nur bemitleidet, und von seinem hohen Ross endlich runterkommt...
Ach.. ich weiß garnich ob ihr das versteht was ich hier schreibe... Bin total aufgelöst..
Das meiste was wehtut, ist befürchten zu müssen, dass man sich in diesem Menschen so getäuscht hat, dass er doch so kalt ist.
Dass er mir so etwas antun kann... Nichtmal fair ist, und einfach alles so hinschmeißen kann...

Ich will ihn vergessen.. aber ich liebe ihn noch so.. Will ihm irgendwie nicht böse sein weil ich mir einrede, dass er nicht wirklich so ist, dass er eigentlich sehr viel sensibler ist als ich, und es nur eine Phase von ihm ist, wo er denkt, er braucht freiraum...
Ist das eine Traumwelt?
Klammere ich mich hier nur an ein kleine Fünkchen Hoffnung??

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11. November 2006 um 10:56

Geht mir genauso...
nur ist es bei mir nun schon fast 4 Wochen her.

Ich erhielt einen Anruf und der Mann wollte von mir wissen, wie es mir so geht, wo mein Mann mich mit seiner Freundin betrügt. Ich saß da, war sprachlos. Ich hielt das alles für einen schlechten Witz.

Als mein "lieber Mann" dann abends nach Hause kam (er hatte geschäftliche Termine in Wiesbaden!)bestand ich auf eine Aussprache. Er hat alles geleugnet - der Feigling. Das war montags. Ich werde die folgenden Tage nie vergessen. Auch er hat mir gesagt, er hätte sich verliebt, sie sei so toll, würde ihn verstehen...wie bei dir. Es könne ja erst mal alles so weiterlaufen, wir hätten ja noch so viel zu regeln, er bräuchte mich noch im Betrieb (ich arbeite unentgeltlich für ihn!) Ich sollte möglichst keinem etwas erzählen, aber dann habe ich so nach und nach erfahren, dass er schon mit seinen "besten" Freunden gesprochen hat.

Als ich dann noch eine E-Mail von ihm an SIE übermittelt bekam, war mir klar, dass er ein Leben mit mir nicht mehr will. Ich habe aufgehört, ihn anzuflehen, ihm Liebesbriefe zu schreiben und ihn an unsere schönen Zeiten zu erinnern, von unseren drei Kindern wollen wir hier erst mal gar nicht reden.Und ganz wichtig: Ich habe nicht mehr geschwiegen. All unseren Freunden und der ganzen Familie musste er sagen, dass wir uns trennen und warum! Seitdem bekommen ich und die Kinder jede Unterstützung - von allen Seiten. Dachte ich anfangs noch, wir könnten so eine Art WG gründen, so musste ich nach ein paar Tagen feststellen, dass ich das nicht aushalte.

Ich habe das Heft in die Hand genommen! Ich habe mich anwaltlich beraten lassen und eine Trennungsvereinbarung (Erbverzicht, Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhalt) aufsetzen lassen. Ich habe ihm gesagt, dass er ausziehen muss. Ich habe ihm seine Sachen gepackt und zwischengelagert. Ich habe meinen Arbeitsplatz vom gemeinsamen Büro in meine Wohnung verlegt, so dass ich ihn nicht kommen und gehen sehe. Aber eines mache ich noch: Ich schliesse das Geschäftsjahr ordnungsgemäß ab, da hab ich auch alles im Blick! Ich wohne hier erst mal gut - mietfrei!

Es fällt schwer, ich vermisse ihn manchmal auch sehr und irgendwie liebe ich ihn auch noch. Aber er hat mich so sehr verletzt und tut es immer noch. Doch es wird jeden Tag besser. Nur gestern abend war ich sehr allein. Aber es gibt Möglichkeiten, sich moralische Unterstützung zu holen. Dieses Forum z. B. tut so gut.

Wir haben mittlerweile einen normalen Umgangston, haben Vereinbarungen getroffen. Wir sind im Moment noch zu sehr von ihm abhängig (finanziell gesehen), also muss er zusehen, dass der Laden läuft und Geld reinkommt, damit er seinen Verpflichtungen uns gegenüber nachkommen kann. Und dafür halte ich ihm noch bis zum Ende des Jahres den Rücken frei. Aber dann ist Schluss! Dann muss die Neue ran und wehe das klappt nicht!

Du siehst, es kann funktionieren. Auch wenn du im Augenblick glaubst, dass es für dich keine Zukunft ohne ihn gibt. Du musst anfangen, dein Leben zu leben. Kopf hoch, das wird!

Schreib mir, wenn du willst.

LG
Renate

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