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Altersgrenze für Scheidung und Neuanfang?

Letzte Nachricht: 31. Juli um 17:03
D
dickunddoof
23.07.22 um 16:32

Hallo Ihr Lieben,

meine Frage steht oben.

Gibt es so eine Grenze für Euch?
Wenn ja, wo würdet Ihr sie ziehen? Wann, mit welchem Alter würdet Ihr einen Neuanfang, eine neue Beziehung nicht mehr wagen?
Würden neben dem Alter auch andere Dinge, wie etwa Job, Wohnsituation, Immobilieneigentum, möglicher Umzug, gegen eine Trennung/Scheidung sprechen können?

Ich freue mich auf Eure Antworten
LG

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simona70
simona70
23.07.22 um 16:41

Hallo d&sd,
das ist keine einfache Frage, man kann ja nicht in die Zukunft schauen.
Aktuell scheint es wohl verstärkt auch das Phänomen der "grauen Scheidungen" zu geben und ich denke, so spätestens mit 75-80 wollte ich eigentlich auch keinen Neuanfang mehr wagen, aber weiß man es???

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dickunddoof
23.07.22 um 17:09
In Antwort auf simona70

Hallo d&sd,
das ist keine einfache Frage, man kann ja nicht in die Zukunft schauen.
Aktuell scheint es wohl verstärkt auch das Phänomen der "grauen Scheidungen" zu geben und ich denke, so spätestens mit 75-80 wollte ich eigentlich auch keinen Neuanfang mehr wagen, aber weiß man es???

Danke für deine Antwort.

Ja, das Problem ist tatsächlich, dass man nicht in die Zukunft schauen kann. Man weiß halt nicht, ob es mit dem Neuanfang wirklich klappt, oder man nicht zuviel kaputt macht und dann hinterher nur noch Scherben bleiben.

75 - 80 bin ich noch nicht.
Sagen wir - 50.

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saskia81007hh
saskia81007hh
23.07.22 um 19:04
In Antwort auf dickunddoof

Hallo Ihr Lieben,

meine Frage steht oben.

Gibt es so eine Grenze für Euch?
Wenn ja, wo würdet Ihr sie ziehen? Wann, mit welchem Alter würdet Ihr einen Neuanfang, eine neue Beziehung nicht mehr wagen?
Würden neben dem Alter auch andere Dinge, wie etwa Job, Wohnsituation, Immobilieneigentum, möglicher Umzug, gegen eine Trennung/Scheidung sprechen können?

Ich freue mich auf Eure Antworten
LG

Für mich gibt es keine Altersgrenze - weder bei einer Scheidung noch bei einem Neuanfang!

Wenn es in einer Beziehung nicht mehr funktioniert, die Liebe nicht mehr vorhanden ist und das Zusammenleben unerträglich ist, dann trenne ich mich! Egal, wie alt ich dann bin!

Lediglich finanzielle Interessen, um an einer Beziehung festzuhalten, gibt es bei mir nicht! Auch wenn mein Partner eine Trennung finanziell nicht überstehen würde, wäre das für mich nie ein Grund, an der Beziehung festzuhalten!

Wenn ich jemanden Neues kennenlerne, mir diese Person sympathisch ist und das Gefühl der Liebe vorhanden ist und beide es wollen, steht für mich einem Neuanfang nichts im Wege! Egal, wie alt ich dann sein sollte!

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D
dickunddoof
23.07.22 um 20:00
In Antwort auf saskia81007hh

Für mich gibt es keine Altersgrenze - weder bei einer Scheidung noch bei einem Neuanfang!

Wenn es in einer Beziehung nicht mehr funktioniert, die Liebe nicht mehr vorhanden ist und das Zusammenleben unerträglich ist, dann trenne ich mich! Egal, wie alt ich dann bin!

Lediglich finanzielle Interessen, um an einer Beziehung festzuhalten, gibt es bei mir nicht! Auch wenn mein Partner eine Trennung finanziell nicht überstehen würde, wäre das für mich nie ein Grund, an der Beziehung festzuhalten!

Wenn ich jemanden Neues kennenlerne, mir diese Person sympathisch ist und das Gefühl der Liebe vorhanden ist und beide es wollen, steht für mich einem Neuanfang nichts im Wege! Egal, wie alt ich dann sein sollte!

Klare Haltung.
Respekt, wenn man da so konsequent ist. Und keine Probleme hat oder scheut.

Du würdest dich ernsthaft auch trennen, wenn eine Trennung dich finanziell zurückwirft und deinen Lebensstandard mindert? 

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P
peterlll
23.07.22 um 21:48

Die Frage geht zwar nicht an mich, aber ich würde mich auch trennen wenn ich mich finaziell zurückwirft.
Was bringt mir ein guter Lebensstandard wenn ich ansonsten total unglücklich bin.
Kein Geld der Welt kann Liebe oder ähnliches ersetzen.

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princevon1980
24.07.22 um 0:27
In Antwort auf dickunddoof

Klare Haltung.
Respekt, wenn man da so konsequent ist. Und keine Probleme hat oder scheut.

Du würdest dich ernsthaft auch trennen, wenn eine Trennung dich finanziell zurückwirft und deinen Lebensstandard mindert? 

Kommt halt wie immer auf die Gesamtumstände drauf an. Hab im Bekanntenkreis weil es sich um Freundschaften meiner Eltern handelte und ich mit Ihrem sohn als wir klein waren Regelmäßig die Sommerferien verbracht. Meist auf Rügen. Jedenfalls war es bei seinen Eltern so, das die sich nie haben Scheiden lassen und bis die Mutter von meinem Freund verstorben ist auch tatsächlich noch in der gleichen Wohnung lebten.

Umstände waren da halt so der der Mann noch ne weitere Familie hatte wenn man so will in Frankfurt am Main und eben die in Berlin. Die Frau in Berlin wusste das und  irgendwann wusste es auch der Sohn. Ich weis nicht ob ne Scheidung und Trennung irgendwas am Lebenstandard geändert hätte oder Finanziellen Situation, die Frau in Berlin war zum Schluss Aufgrund von Krankheit(Krebs) nicht mehr Arbeitsmäßig aktiv gewesen und der Mann, ging von einer Massnahme in die nächste weil er im wahrsten Sinne des Wortes tatsächlich nicht so leicht nen Job bekommen hat wegen Überqualifizierung. Sprich er wusste was er als Arbeitskraft Wert ist und Firmen wo er sich mit seinen Qualifizierungen beworben hatte, konnten oder wollten Ihm nicht das Honorieren.

Sie bleiben halten zusammen und spielten nach außen hin iwie heile Welt aber wenn man bei Ihnen spürte man irgendwie die kühle die da vorherrschte, es kam sogar manchmal vor das es plötzlich mitten in nem Gespräch am Essenstisch still wurde weil man nen thema wie angeschnitten hatte, wo es im Normalfall irgendwie kein thema gewesen wäre.

Deshalb seh ich das für mich so, so lange es gut läuft und ne gewisse Wärme oder auch nen Wohlfühlfaktor vorhanden ist, ist alles gut aber wenn das wegfällt, sehe ich es so, das es besser ist wenn man wieder für sich ist. Ob es dann wieder was neues gibt muss sich halt zeigen. Und dann ist es ja auch noch ne Frage wie rüstig man ist.

Aber ich kenne auch welche die so um die 45-50 rum ausienandergelebt haben und nochmal nen Neustart gewagt haben. Der letzte Partner meiner Mutter zum Beispiel war um die 60 gewesen, als er in Ihr leben getreten ist. Nach dem reinfall welcher mein Stiefvater gewesen ist, war er einer gewesen, wo selbst Ich dachte, wo war dieser Mann vorher gewesen. Der hätte ruhig eher in unser Leben treten können, ich mochte Ihn auch sehr weil er meiner Mum echt gut tat in vielerlei hinsicht. Hat mit ihr noch so einiges unternommen und ihr noch das eine oder andere Fleckchen in Deutschland gezeigt.

Meine Mutter war da selbst schon 52 gewesen zu der Zeit. Es waren nur ein paar wenige aber immerhin noch schöne Jahre gewesen für meine Mutter mit diesem Mann 2011 ist er denn verstorben. Ich hab meine Mutter dann im Sommer 2012 wieder zurück nach Berlin geholt. Hier lebt der Großteil von uns Kindern. Seit dem ist meine Mutter aber dann alleine geblieben, mal abgesehen von nem hund an Ihrer Seite. Inzwischen ist Sie 70, nimmt jetzt gelegentlich die Angebote war, wo Sie jetzt wohnt. Da gibt es im Wohnkomplex so ein Verein wo die Mieter halt hingehen können wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung brauchen beim ausfüllen von anträgen etc. und die veranstalten immer mal iwelche Events oder halt so Nachmittage mit Kaffee und Kuchen. Da geht meine Mutter jetzt ab und an mit hin und tauscht sich mit anderen Leuten dort aus.

Unterm Strich kann man halt sagen es gibt nicht die eine Antwort darauf sondern ist halt wie so oft von vielen Faktoren abhängig.

Gute Nacht gewünscht 

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l3on
l3on
24.07.22 um 0:34
In Antwort auf dickunddoof

Hallo Ihr Lieben,

meine Frage steht oben.

Gibt es so eine Grenze für Euch?
Wenn ja, wo würdet Ihr sie ziehen? Wann, mit welchem Alter würdet Ihr einen Neuanfang, eine neue Beziehung nicht mehr wagen?
Würden neben dem Alter auch andere Dinge, wie etwa Job, Wohnsituation, Immobilieneigentum, möglicher Umzug, gegen eine Trennung/Scheidung sprechen können?

Ich freue mich auf Eure Antworten
LG

Wenn es wirklich gar nicht mehr geht und man nur unglücklich ist, dann ist die Grenze erreicht.

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fuechslein-101
fuechslein-101
24.07.22 um 9:45

Auch wenn meine Tochter mittlerweile außer Haus ist und sich in meiner Ehe durch die schwere Erkrankung meiner Frau das Glück derzeit in argen Grenzen hält, eine Scheidung käme für mich nicht in Frage. Und das hat nichts mit dem Alter zu tun, man kann theoretisch immer einen Neuanfang wagen. 

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l3on
l3on
24.07.22 um 9:53
In Antwort auf fuechslein-101

Auch wenn meine Tochter mittlerweile außer Haus ist und sich in meiner Ehe durch die schwere Erkrankung meiner Frau das Glück derzeit in argen Grenzen hält, eine Scheidung käme für mich nicht in Frage. Und das hat nichts mit dem Alter zu tun, man kann theoretisch immer einen Neuanfang wagen. 

Es spricht für Dich und Deinen Charakter das Du Deiner Frau in dieser schweren Zeit zur Seite stehst und so sollte es in einer Ehe auch sein, gemeinsam auch durch schwere Zeiten gehen. 

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M
mara071234
24.07.22 um 9:53

Die Frage erinnert mich an meinen Onkel er war ca. 55 Jahre verheiratet. Meine Tante war die letzten 10. Jahren aufgrund ihrer diversen Erkrankung kaum zu ertragen. Die Medikamente haben sie tatsächlich sehr boshaft gemacht und es war alles andere als leicht mit ihr. Er hat sie bis zum Ende gepflegt und nicht in ein Heim oder Hospiz gegeben, ich habe ihn so für seine Kraft und das Festhalten von " im guten wir in schlechten Zeiten" bewundert. Ein wirklich toller Mann.

Als sie Starb war er in Trauer und knapp 70 Jahre alt. Schnell lebte er aber wieder auf und hatte ein paar Liebeleien und führte dann noch ca. Ein Jahr eine neue Beziehung. Ein zweites Mal geheiratet hätte er sicher nicht aus Respekt vor seiner verstorbenen Frau. Leider verstarb er dann selbst. 

Ich selbst würde mich scheiden lassen, wenn alles versucht ist, inklusive Eheberatung und was es sonst noch alles so gibt. Nochmal heiraten käme dann auch nicht in Frage, weil ich dann wohl kaum mehr an die Ehe für mich glauben würde. 

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fuechslein-101
fuechslein-101
24.07.22 um 10:08
In Antwort auf l3on

Es spricht für Dich und Deinen Charakter das Du Deiner Frau in dieser schweren Zeit zur Seite stehst und so sollte es in einer Ehe auch sein, gemeinsam auch durch schwere Zeiten gehen. 

Ich könnte mich sonst nicht mehr im Spiegel betrachten. Der Spruch "in guten wie in schlechten Zeiten" ist doch nicht nur so daher gesagt. Und es hätte ja auch anders kommen können, dass ich flach liege und auf die Pflege meiner Frau angewiesen wäre.

Und sollte es irgendwann doch mal zum Schlimmsten kommen, ich würde möglicherweise zwar eine neue Beziehung beginnen, aber nicht wieder heiraten. Ich bin es seit 20 Jahren, und sollte ich als Witwer irgendwann allein zurückbleiben (und davon gehe ich aus, dass dies irgendwann so sein wird), dann ist das eben so. Der Sinn einer Ehe ist doch ein Zusammenleben mit Frau und irgendwann Kindern, und da bin ich durch, schon rein vom Alter her. Wir haben unsere wunderbare Tochter groß gezogen, haben nun eine phantastische Enkelin, was will ich mehr?

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D
dickunddoof
24.07.22 um 10:50
In Antwort auf peterlll

Die Frage geht zwar nicht an mich, aber ich würde mich auch trennen wenn ich mich finaziell zurückwirft.
Was bringt mir ein guter Lebensstandard wenn ich ansonsten total unglücklich bin.
Kein Geld der Welt kann Liebe oder ähnliches ersetzen.

Das mit dem "total unglücklich" ist so eine Sache.
Ich glaube, in vielen Beziehungen ist es gar nicht unbedingt so, dass man "total unglücklich" ist.
Man hat sich eher irgendwie auseinandergelebt, lebt mehr oder weniger nur noch nebeneinander her. Heißt ja nicht, dass die Stimmung unerträglich wäre, es ständig Streit gibt, aber "Highlights" eben auch nicht mehr.

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D
dickunddoof
24.07.22 um 11:00
In Antwort auf princevon1980

Kommt halt wie immer auf die Gesamtumstände drauf an. Hab im Bekanntenkreis weil es sich um Freundschaften meiner Eltern handelte und ich mit Ihrem sohn als wir klein waren Regelmäßig die Sommerferien verbracht. Meist auf Rügen. Jedenfalls war es bei seinen Eltern so, das die sich nie haben Scheiden lassen und bis die Mutter von meinem Freund verstorben ist auch tatsächlich noch in der gleichen Wohnung lebten.

Umstände waren da halt so der der Mann noch ne weitere Familie hatte wenn man so will in Frankfurt am Main und eben die in Berlin. Die Frau in Berlin wusste das und  irgendwann wusste es auch der Sohn. Ich weis nicht ob ne Scheidung und Trennung irgendwas am Lebenstandard geändert hätte oder Finanziellen Situation, die Frau in Berlin war zum Schluss Aufgrund von Krankheit(Krebs) nicht mehr Arbeitsmäßig aktiv gewesen und der Mann, ging von einer Massnahme in die nächste weil er im wahrsten Sinne des Wortes tatsächlich nicht so leicht nen Job bekommen hat wegen Überqualifizierung. Sprich er wusste was er als Arbeitskraft Wert ist und Firmen wo er sich mit seinen Qualifizierungen beworben hatte, konnten oder wollten Ihm nicht das Honorieren.

Sie bleiben halten zusammen und spielten nach außen hin iwie heile Welt aber wenn man bei Ihnen spürte man irgendwie die kühle die da vorherrschte, es kam sogar manchmal vor das es plötzlich mitten in nem Gespräch am Essenstisch still wurde weil man nen thema wie angeschnitten hatte, wo es im Normalfall irgendwie kein thema gewesen wäre.

Deshalb seh ich das für mich so, so lange es gut läuft und ne gewisse Wärme oder auch nen Wohlfühlfaktor vorhanden ist, ist alles gut aber wenn das wegfällt, sehe ich es so, das es besser ist wenn man wieder für sich ist. Ob es dann wieder was neues gibt muss sich halt zeigen. Und dann ist es ja auch noch ne Frage wie rüstig man ist.

Aber ich kenne auch welche die so um die 45-50 rum ausienandergelebt haben und nochmal nen Neustart gewagt haben. Der letzte Partner meiner Mutter zum Beispiel war um die 60 gewesen, als er in Ihr leben getreten ist. Nach dem reinfall welcher mein Stiefvater gewesen ist, war er einer gewesen, wo selbst Ich dachte, wo war dieser Mann vorher gewesen. Der hätte ruhig eher in unser Leben treten können, ich mochte Ihn auch sehr weil er meiner Mum echt gut tat in vielerlei hinsicht. Hat mit ihr noch so einiges unternommen und ihr noch das eine oder andere Fleckchen in Deutschland gezeigt.

Meine Mutter war da selbst schon 52 gewesen zu der Zeit. Es waren nur ein paar wenige aber immerhin noch schöne Jahre gewesen für meine Mutter mit diesem Mann 2011 ist er denn verstorben. Ich hab meine Mutter dann im Sommer 2012 wieder zurück nach Berlin geholt. Hier lebt der Großteil von uns Kindern. Seit dem ist meine Mutter aber dann alleine geblieben, mal abgesehen von nem hund an Ihrer Seite. Inzwischen ist Sie 70, nimmt jetzt gelegentlich die Angebote war, wo Sie jetzt wohnt. Da gibt es im Wohnkomplex so ein Verein wo die Mieter halt hingehen können wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung brauchen beim ausfüllen von anträgen etc. und die veranstalten immer mal iwelche Events oder halt so Nachmittage mit Kaffee und Kuchen. Da geht meine Mutter jetzt ab und an mit hin und tauscht sich mit anderen Leuten dort aus.

Unterm Strich kann man halt sagen es gibt nicht die eine Antwort darauf sondern ist halt wie so oft von vielen Faktoren abhängig.

Gute Nacht gewünscht 

Die Geschichte von deiner Mama klingt sehr schön.
Toll, dass sie ihrem letzten Partner begegnet ist und beide noch so eine wunderbare Zeit miteinander haben konnten.
Und schön, dass sie jetzt bei euch Kindern ist und so ein nettes soziales Umfeld für sich gefunden hat.

Was du über deinen Bekannten schreibst bzw. über dessen Eltern ist, glaube ich, gar nicht so selten.
Dass man sich eigentlich nicht mehr wirklich sehr viel zu sagen hat, aber nach außen hin die heile Fassade aufrechterhält.

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dickunddoof
24.07.22 um 11:01
In Antwort auf l3on

Wenn es wirklich gar nicht mehr geht und man nur unglücklich ist, dann ist die Grenze erreicht.

Okay, dass spräche dann in meinem Fall gegen eine Trennung.

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dickunddoof
24.07.22 um 11:05
In Antwort auf fuechslein-101

Auch wenn meine Tochter mittlerweile außer Haus ist und sich in meiner Ehe durch die schwere Erkrankung meiner Frau das Glück derzeit in argen Grenzen hält, eine Scheidung käme für mich nicht in Frage. Und das hat nichts mit dem Alter zu tun, man kann theoretisch immer einen Neuanfang wagen. 

Ich schätze aber, dass du dich aus dem Grunde nicht trennst, weil du deine Frau noch liebst.

Und theoretisch ist ein Neuanfang immer möglich, klar. Mir ging es ja aber eben um die tatsächlichem Umstände. Und da gehen Theorie und Praxis halt mitunter auseinander. 

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dickunddoof
24.07.22 um 11:08
In Antwort auf mara071234

Die Frage erinnert mich an meinen Onkel er war ca. 55 Jahre verheiratet. Meine Tante war die letzten 10. Jahren aufgrund ihrer diversen Erkrankung kaum zu ertragen. Die Medikamente haben sie tatsächlich sehr boshaft gemacht und es war alles andere als leicht mit ihr. Er hat sie bis zum Ende gepflegt und nicht in ein Heim oder Hospiz gegeben, ich habe ihn so für seine Kraft und das Festhalten von " im guten wir in schlechten Zeiten" bewundert. Ein wirklich toller Mann.

Als sie Starb war er in Trauer und knapp 70 Jahre alt. Schnell lebte er aber wieder auf und hatte ein paar Liebeleien und führte dann noch ca. Ein Jahr eine neue Beziehung. Ein zweites Mal geheiratet hätte er sicher nicht aus Respekt vor seiner verstorbenen Frau. Leider verstarb er dann selbst. 

Ich selbst würde mich scheiden lassen, wenn alles versucht ist, inklusive Eheberatung und was es sonst noch alles so gibt. Nochmal heiraten käme dann auch nicht in Frage, weil ich dann wohl kaum mehr an die Ehe für mich glauben würde. 

Scheidung erst nach einer Eheberatung?
Ich glaube, das ist auch nicht soo oft der Fall, dass Leute diesen Weg gehen würden; also ich meine, den zu einer externen Beratung. Finde ich gut, dass du dich so für die Beziehung engagieren würdest. 

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saskia81007hh
saskia81007hh
24.07.22 um 12:00
In Antwort auf dickunddoof

Klare Haltung.
Respekt, wenn man da so konsequent ist. Und keine Probleme hat oder scheut.

Du würdest dich ernsthaft auch trennen, wenn eine Trennung dich finanziell zurückwirft und deinen Lebensstandard mindert? 

Auch wenn eine Trennung mich finanziell zurückwerfen würde, würde ich mich trennen! Das wäre nie ein Grund für mich es nicht zu tun!

Mein Lebensstandard besteht aus dem, was ich mir selber leisten kann!

Das ist bei mir sowohl als Single als auch als Partner.

Wenn, dann würde sich der Lebensstandard vom Partner, den ich verlassen würde, stark eingeschränkt werden müssen. Aber das wäre mir egal.

Für mich würde es ein Festhalten an einer Beziehung, die nicht mehr funktioniert, nie geben! Einen finanziellen Verlust oder Einschränkung des Lebensstandard kann ich verkraften! Jedoch bin ich mir in solch einem Falle selber die Nächste!

 

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fuechslein-101
fuechslein-101
24.07.22 um 12:18
In Antwort auf dickunddoof

Ich schätze aber, dass du dich aus dem Grunde nicht trennst, weil du deine Frau noch liebst.

Und theoretisch ist ein Neuanfang immer möglich, klar. Mir ging es ja aber eben um die tatsächlichem Umstände. Und da gehen Theorie und Praxis halt mitunter auseinander. 

Na sicher, auch wenn die Liebe heute eine andere ist wie vor 25 Jahren, wo wir uns kennenlernten.

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graftat
graftat
24.07.22 um 15:31
In Antwort auf dickunddoof

Klare Haltung.
Respekt, wenn man da so konsequent ist. Und keine Probleme hat oder scheut.

Du würdest dich ernsthaft auch trennen, wenn eine Trennung dich finanziell zurückwirft und deinen Lebensstandard mindert? 

Ehe ist doof und Scheidung ist doof - wähle DEIN doof.
Dick sein ist doof, Abnehmen ist doof - wähle DEIN doof.
Aushalten ist doof, kämpfen für Veränderung ist doof - wähle DEIN doof.
Das Leben musst Du LEBEN, nicht konsumieren.
Du hast nur ein Leben und davon schon das meiste rum. Und Du zögerst wegen ein bißchen Unbequemlichkeit für Dein Glück zu kämpfen???

Mit dem, was Du als "Verlust an Lebensstandard" bezeichnest, feiern andere am Strand ne Party
Aber mach so weiter ... Hauptsache der Tarif in der Hausratsversicherung muss nicht geändert werden.

 

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D
dickunddoof
24.07.22 um 15:47
In Antwort auf graftat

Ehe ist doof und Scheidung ist doof - wähle DEIN doof.
Dick sein ist doof, Abnehmen ist doof - wähle DEIN doof.
Aushalten ist doof, kämpfen für Veränderung ist doof - wähle DEIN doof.
Das Leben musst Du LEBEN, nicht konsumieren.
Du hast nur ein Leben und davon schon das meiste rum. Und Du zögerst wegen ein bißchen Unbequemlichkeit für Dein Glück zu kämpfen???

Mit dem, was Du als "Verlust an Lebensstandard" bezeichnest, feiern andere am Strand ne Party
Aber mach so weiter ... Hauptsache der Tarif in der Hausratsversicherung muss nicht geändert werden.

 

Habe ich dir einen Grund gegeben, so un-nett zu antworten?

Du kennst doch die Hintergründe gar nicht.

Ich habe auch nirgendwo geschrieben, dass es um meinen Lebensstandard geht.
 

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dickunddoof
24.07.22 um 16:08
In Antwort auf saskia81007hh

Auch wenn eine Trennung mich finanziell zurückwerfen würde, würde ich mich trennen! Das wäre nie ein Grund für mich es nicht zu tun!

Mein Lebensstandard besteht aus dem, was ich mir selber leisten kann!

Das ist bei mir sowohl als Single als auch als Partner.

Wenn, dann würde sich der Lebensstandard vom Partner, den ich verlassen würde, stark eingeschränkt werden müssen. Aber das wäre mir egal.

Für mich würde es ein Festhalten an einer Beziehung, die nicht mehr funktioniert, nie geben! Einen finanziellen Verlust oder Einschränkung des Lebensstandard kann ich verkraften! Jedoch bin ich mir in solch einem Falle selber die Nächste!

 

Es wäre dir egal, dass der Lebensstandard deines Ex-Partners bei eurer Trennung stark eingeschränkt würde.

Hättest du da kein schlechtes Gewissen? Immerhin hast du diesen Menschen ja mal geliebt, und dass man sich auseinanderentwickelt, naja, manchmal passiert das halt.
Daran muss ja nicht mal einer primär schuld sein, es ist ja manchmal ein schleichender Prozess.
Und dann einfach sagen "Und Tschüß, sieh zu, wie du jetzt klarkommst!"

Ich weiß nicht, ob ich jemanden, der so mit seiner Ex umgeht, überhaupt wollte.

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bissfest
bissfest
24.07.22 um 16:29

Komplexe Frage, es wurden schon einige Aspekte angeschnitten. 

Wenn ich nicht mehr liebe, würde ich wohl versuchen, dafür zu sorgen, dass der Partner in einer guten Lebenssituation ist, falls er finanziell oder wohntechnisch teilweise von mir abhängt (das hatte ich schon). Da bin ich nicht skrupellos und gebe auch Zeit. 

Gesundheist ist ein großes und wichtiges Thema, je älter man wird, keine Frage. 

Einen erkrankten Partner würde ich wohl auch nicht im Stich lassen. Ich kann aber nicht garantieren, dass ich nicht irgendwann aufhören würde, ihn als romantischen Partner zu sehen. Vielleicht würde ich mir in diesem Fall sexuelle und auch emotionale Freiheiten zugestehen (wenn der Parnter geistig erkrankt, aber körperlich gesund und völlig wesensverändert wäre, aber abhängig beispielsweise, wenn er körperlich schwer erkrankt wäre und ich in die Pflege involviert wäre, hätte ich vermutlich andere Sorgen als einen romantischen Neuanfang, und wenn der Mensch mental und geistig präsent ist, ist ja auch eine andere Ebene vorhanden). 

Finanzielle Überlegungen oder der Gedanke, Single zu sein, würden mich in keinem Alter von etwas abhalten, wie ich jedenfalls vermute, da ich bisher zumindest in Unabhängigkeit von Männern ein gutes Leben geführt habe und finanzielle Sorgen daher nicht habe und da ich auch weiß, dass mir materielle Güter nicht wichtig oder nur bis zu einem gewissen Grad sind (ich wäre vermutlich frei und in einer winzigen Wohnung in einer armseligen Gegend glücklicher als in einem goldenen Käfig) und da ich auch die Einsamkeit liebe und auch als Single sehr glücklich war. 

Bei mir ginge es also in erster Linie um etwaige Verantwortungs- oder Schuldgefühle dem Partner gegenüber. Diese könnte ich haben, wenn die romantische Liebe weg ist, wenn ich den Menschen aber brüderlich oder wie einen Freund immer noch tief liebe und weiß, dass er mich braucht oder noch immer liebt, während ich aber romantisch gesehen ausbrechen möchte. Da bin ich dann, wenn die Beziehung wichtig, schön und alltagstauglich war, mitunter doch etwas skrupelbehaftet. 

 

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saskia81007hh
saskia81007hh
24.07.22 um 18:55
In Antwort auf dickunddoof

Es wäre dir egal, dass der Lebensstandard deines Ex-Partners bei eurer Trennung stark eingeschränkt würde.

Hättest du da kein schlechtes Gewissen? Immerhin hast du diesen Menschen ja mal geliebt, und dass man sich auseinanderentwickelt, naja, manchmal passiert das halt.
Daran muss ja nicht mal einer primär schuld sein, es ist ja manchmal ein schleichender Prozess.
Und dann einfach sagen "Und Tschüß, sieh zu, wie du jetzt klarkommst!"

Ich weiß nicht, ob ich jemanden, der so mit seiner Ex umgeht, überhaupt wollte.

Ja, es wäre mir völlig egal, ob der Lebensstandard  meines Ex nach der Trennung stark eingeschränkt wäre.

Ich würde ihn nach der Trennung nicht ausnehmen!

Aber wenn er nach der Trennung sein Haus (oder auch unser Haus) nicht mehr alleine finanzieren könnte, dann muss er es verkaufen. Notfalls auch mit herben Verlusten! Wäre es unser Haus, würde ich die Verluste ja auch mit tragen!

Wenn er aus meiner Wohnung ausziehen müsste und er sich nach der Trennung nur noch eine kleinere Wohnung leisten kann, vielleicht noch weiter entfernt von seiner Arbeit, wäre mir das vollkommen egal!

Wenn er sich danach kein luxuriöses Leben mehr leisten kann, wie er es sich zusammen mit mir von seinem und meinem Vermögen leisten konnte, dann ist das sein Problem, nicht meins!

Wenn er sich nach der Trennung von seinem tollen Auto trennen muss, weil er es alleine nicht unterhalten kann, ist das auch sein Problem!

Nein - wenn eine Beziehung gescheitert ist, wäre es das Allerletzte, was mich an dem Beenden der Beziehung hindern würde, der Gedanke daran, ob es meinem Ex danach schlechter geht! So etwas wäre nie ein Grund, die Beziehung aufrecht zu erhalten, obwohl ich weiß, die Beziehung ist gescheitert.

Du musst ja auch nicht mit einem Menschen zusammen leben, dem es egal wäre, was nach der Trennung aus seiner Ex wird!

So etwas kann man im Vorwege aber schon besprechen, bevor man sich in solch eine Abhängigkeit seines Partners begeben würde. Bei einer Ehe durch einen Ehevertrag! Und selbst, wenn man "nur so zusammenlebt", kann man Regelungen treffen!

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daisy777
28.07.22 um 11:31

Hallo!

Hier eine Rückmeldung von einer, die die Trennung mit Ü45 gewagt hat. Meine Ehe (wir waren nahezu 25 Jahre zusammen) war tot, wir haben uns komplett auseinandergelebt. Ich habe mich weiterentwickelt, er ist stehengeblieben. Keinerlei gemeinsame Interessen mehr, viel Reibereien, ungerechte Arbeitsaufteilung (ich habe gefühlt alles gemacht) und zudem noch ein Alkoholproblem seinerseits... meine Gefühle sind langsam aber stetig abgestorben, Gesprächsversuche meinerseits waren nicht zielführend. Es kam, wie es kommen musste... ich verliebte mich irgendwann in einen anderen Mann, trennte mich von meinem Ehepartner und wagte einen Neuanfang mit dem "neuen Mann". Zu diesem Zeitpunkt war ich 46 Jahre alt und es gab einen gemeinsamen Sohn (16J). 

Es war kein leichter Schritt - weder in Bezug auf meinen Ehepartner, noch hinsichtlich unseres Sohnes. Es gab viel Tränen, viel Reue seitens des Ehepartners (es hat sich jedoch auch herausgestellt, dass er sich nie ändern würde, um die Ehe zu retten...), finanzielle Einbussen hauptsächlich auf meiner Seite (so kam ich von einem Haus mit grossem Grundstück in eine kleine 2-Zimmer-Dachwohnung), während Mann und Sohn im Haus blieben. 

Ich habe meinem finanziell schwächeren Ehepartner damals nicht den Boden unter den Füssen weggezogen... das gemeinsame Haus wurde nicht verkauft. Auch unterstütze ich noch weiterhin finanziell bei den monatlichen Ausgaben (Strom, Internet...). Das Haus gehört weiterhin zur Hälfte mir, obwohl ich es nur sehr selten nutze. Es war für mich auch eine Frage des Respekts, so zu handeln... immerhin waren wir über 25 Jahre zusammen, haben uns einmal geliebt und haben einen gemeinsamen Sohn. Auch mein neuer Lebenspartner hat seine Ex-Partnerin (waren nicht verheiratet) lange finanziell unterstützt und würde ihr auch heute noch helfen, sollte es bei ihr zu einem Engpass kommen. Auch das ist für mich selbstverständlich und verdient meinen Respekt. Man lässt einen langjährigen Partner nicht einfach so fallen...

Das ganze ist nun 7 Jahre her - Rückblickend kann ich sagen, dass ich in meiner derzeitigen Beziehung glücklicher bin, ich fühle mich geliebter, wahrgenommener, respektierter. Wir teilen uns die Aufgaben und unternehmen viel gemeinsam, haben auch viele gemeinsame Interessen. Mein Sohn akzeptiert meinen Lebenspartner und versteht die Hintergründe zur Trennung von seinem Vater. Er ist mittlerweile auch von zuhause ausgezogen und studiert in einer anderen Stadt. 
Natürlich gibt es auch in dieser "neuen" Beziehung nicht nur Sonnenschein. Wir haben beide unsere Altlasten und man ist auch mit zunehmendem Alter immer weniger gewillt, sich umzustellen und Kompromisse zu schliessen. 

Ich denke, dass ein sauberer Schnitt besser ist, als in einer toten Beziehung zu verharren. Es sollte jedoch fair sein - für alle betroffenen Parteien.

Letztendlich kannst nur du wissen, was "dein Herz sagt". Bedenke, dass unser aller Lebenszeit endlich ist und das Leben zu kurz ist, um es zu verschwenden...

Ganz liebe Grüsse,
Daisy

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B
beate44
28.07.22 um 12:23
In Antwort auf dickunddoof

Danke für deine Antwort.

Ja, das Problem ist tatsächlich, dass man nicht in die Zukunft schauen kann. Man weiß halt nicht, ob es mit dem Neuanfang wirklich klappt, oder man nicht zuviel kaputt macht und dann hinterher nur noch Scherben bleiben.

75 - 80 bin ich noch nicht.
Sagen wir - 50.

"Sagen wir 50"
Mit 50 ist die Grenze nicht erreicht. Ich kenne viele die zwischen 50 und 60 waren, bei ihrem Neustart. Und es gibt dafür auch Gründe, die sehr einfach erklärbar sind, warum es ausgerechnet dieses Alter betrifft.
Ich denke eine Grenze wäre erreicht, wenn man in der Nähe des 80igsten Lebensjahr ist und nicht mehr fit ist.

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D
dickunddoof
28.07.22 um 16:53
In Antwort auf bissfest

Komplexe Frage, es wurden schon einige Aspekte angeschnitten. 

Wenn ich nicht mehr liebe, würde ich wohl versuchen, dafür zu sorgen, dass der Partner in einer guten Lebenssituation ist, falls er finanziell oder wohntechnisch teilweise von mir abhängt (das hatte ich schon). Da bin ich nicht skrupellos und gebe auch Zeit. 

Gesundheist ist ein großes und wichtiges Thema, je älter man wird, keine Frage. 

Einen erkrankten Partner würde ich wohl auch nicht im Stich lassen. Ich kann aber nicht garantieren, dass ich nicht irgendwann aufhören würde, ihn als romantischen Partner zu sehen. Vielleicht würde ich mir in diesem Fall sexuelle und auch emotionale Freiheiten zugestehen (wenn der Parnter geistig erkrankt, aber körperlich gesund und völlig wesensverändert wäre, aber abhängig beispielsweise, wenn er körperlich schwer erkrankt wäre und ich in die Pflege involviert wäre, hätte ich vermutlich andere Sorgen als einen romantischen Neuanfang, und wenn der Mensch mental und geistig präsent ist, ist ja auch eine andere Ebene vorhanden). 

Finanzielle Überlegungen oder der Gedanke, Single zu sein, würden mich in keinem Alter von etwas abhalten, wie ich jedenfalls vermute, da ich bisher zumindest in Unabhängigkeit von Männern ein gutes Leben geführt habe und finanzielle Sorgen daher nicht habe und da ich auch weiß, dass mir materielle Güter nicht wichtig oder nur bis zu einem gewissen Grad sind (ich wäre vermutlich frei und in einer winzigen Wohnung in einer armseligen Gegend glücklicher als in einem goldenen Käfig) und da ich auch die Einsamkeit liebe und auch als Single sehr glücklich war. 

Bei mir ginge es also in erster Linie um etwaige Verantwortungs- oder Schuldgefühle dem Partner gegenüber. Diese könnte ich haben, wenn die romantische Liebe weg ist, wenn ich den Menschen aber brüderlich oder wie einen Freund immer noch tief liebe und weiß, dass er mich braucht oder noch immer liebt, während ich aber romantisch gesehen ausbrechen möchte. Da bin ich dann, wenn die Beziehung wichtig, schön und alltagstauglich war, mitunter doch etwas skrupelbehaftet. 

 

Du hast vieles angeschnitten, was mir auch durch den Kopf geht.

Wobei ich erklären muss, dass es ja nicht um mich geht,  ich bin frei, habe keine Verantwortung einem aktuellen Partner gegenüber. Muss mir auch keine Gedanken machen, ob ich mich finanziell verschlechtere.

Mir geht es bei meiner Frage bei IHN.
Darum was auf ihn alles zukommen würde, würde er sich trennen. Und das treibt mich um. Wir sind eben micht mehr 20 oder 30. Er würde sein komplettes bisheriges Leben über den Haufen werfen müssen, umziehen, in eine Wohnung, sein Haus/Grundstück verlassen, vielleicht verkaufen, für und in das er die letzten Jahrzehnte viel Arbeit und Geld investiert hat. Er in einer Stadt, in einer engen Wohnung - eigentlich unvorstellbar für mich.
Ich habe für ihn Angst, dass er/wir einen Fehler machen, dass er es nicht richtig durchdenkt.
Und wollte deshalb einfach wissen, was andere so aus Sicht des Sich-Trennenden für Gedanken und Überlegungen haben.

Hinzu kommt, dass ich nun auch noch diejenige bin, die in der Dreiecksgeschichte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Und meine Erkrankungen werden auch nicht weggehen, sondern bleiben.

Fakt ist, ohne mich würde er sich nicht trennen, sondern seine Ehe weiterführen.
Was wenn es zwischen uns schiefgeht?
 

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dickunddoof
28.07.22 um 17:06
In Antwort auf daisy777

Hallo!

Hier eine Rückmeldung von einer, die die Trennung mit Ü45 gewagt hat. Meine Ehe (wir waren nahezu 25 Jahre zusammen) war tot, wir haben uns komplett auseinandergelebt. Ich habe mich weiterentwickelt, er ist stehengeblieben. Keinerlei gemeinsame Interessen mehr, viel Reibereien, ungerechte Arbeitsaufteilung (ich habe gefühlt alles gemacht) und zudem noch ein Alkoholproblem seinerseits... meine Gefühle sind langsam aber stetig abgestorben, Gesprächsversuche meinerseits waren nicht zielführend. Es kam, wie es kommen musste... ich verliebte mich irgendwann in einen anderen Mann, trennte mich von meinem Ehepartner und wagte einen Neuanfang mit dem "neuen Mann". Zu diesem Zeitpunkt war ich 46 Jahre alt und es gab einen gemeinsamen Sohn (16J). 

Es war kein leichter Schritt - weder in Bezug auf meinen Ehepartner, noch hinsichtlich unseres Sohnes. Es gab viel Tränen, viel Reue seitens des Ehepartners (es hat sich jedoch auch herausgestellt, dass er sich nie ändern würde, um die Ehe zu retten...), finanzielle Einbussen hauptsächlich auf meiner Seite (so kam ich von einem Haus mit grossem Grundstück in eine kleine 2-Zimmer-Dachwohnung), während Mann und Sohn im Haus blieben. 

Ich habe meinem finanziell schwächeren Ehepartner damals nicht den Boden unter den Füssen weggezogen... das gemeinsame Haus wurde nicht verkauft. Auch unterstütze ich noch weiterhin finanziell bei den monatlichen Ausgaben (Strom, Internet...). Das Haus gehört weiterhin zur Hälfte mir, obwohl ich es nur sehr selten nutze. Es war für mich auch eine Frage des Respekts, so zu handeln... immerhin waren wir über 25 Jahre zusammen, haben uns einmal geliebt und haben einen gemeinsamen Sohn. Auch mein neuer Lebenspartner hat seine Ex-Partnerin (waren nicht verheiratet) lange finanziell unterstützt und würde ihr auch heute noch helfen, sollte es bei ihr zu einem Engpass kommen. Auch das ist für mich selbstverständlich und verdient meinen Respekt. Man lässt einen langjährigen Partner nicht einfach so fallen...

Das ganze ist nun 7 Jahre her - Rückblickend kann ich sagen, dass ich in meiner derzeitigen Beziehung glücklicher bin, ich fühle mich geliebter, wahrgenommener, respektierter. Wir teilen uns die Aufgaben und unternehmen viel gemeinsam, haben auch viele gemeinsame Interessen. Mein Sohn akzeptiert meinen Lebenspartner und versteht die Hintergründe zur Trennung von seinem Vater. Er ist mittlerweile auch von zuhause ausgezogen und studiert in einer anderen Stadt. 
Natürlich gibt es auch in dieser "neuen" Beziehung nicht nur Sonnenschein. Wir haben beide unsere Altlasten und man ist auch mit zunehmendem Alter immer weniger gewillt, sich umzustellen und Kompromisse zu schliessen. 

Ich denke, dass ein sauberer Schnitt besser ist, als in einer toten Beziehung zu verharren. Es sollte jedoch fair sein - für alle betroffenen Parteien.

Letztendlich kannst nur du wissen, was "dein Herz sagt". Bedenke, dass unser aller Lebenszeit endlich ist und das Leben zu kurz ist, um es zu verschwenden...

Ganz liebe Grüsse,
Daisy

Ich danke dir sehr, dass du hier deine Geschichte geschildert hast.
Es freut mich für dich, dass es sich gelohnt hat, eine Trennung zu riskieren.

Wie war das für dich vom Haus plötzlich in einer kleinen Wohnung leben zu müssen? War dir vorher bewusst, wie das sein würde? Hast du das nie bereut, plötzlich nicht mehr tun und lassen zu können, was du wolltest? Im eigenen Haus ist man sein eigener Herr.

Und hättest du dich auch getrennt, wenn es den neuen Partner nicht gegeben hätte?
Oder hast du dich gar seinetwegen getrennt?
In meiner Geschichte wäre ich diejenige, wegen der ER sich trennt. Nicht dass das falsch rüber kommt, er schiebt die Verantwortung nicht auf mich ab, aber doch liegt sie ja zu einem gewissen Teil bei mir.
Falls du dich wegen des Neuen getrennt hast, wie ging er mit seinem Anteil an der Geschichte um?

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dickunddoof
28.07.22 um 17:09
In Antwort auf beate44

"Sagen wir 50"
Mit 50 ist die Grenze nicht erreicht. Ich kenne viele die zwischen 50 und 60 waren, bei ihrem Neustart. Und es gibt dafür auch Gründe, die sehr einfach erklärbar sind, warum es ausgerechnet dieses Alter betrifft.
Ich denke eine Grenze wäre erreicht, wenn man in der Nähe des 80igsten Lebensjahr ist und nicht mehr fit ist.

Danke, Beate, für deine erneute Wortmeldung.

Nein, 80 sind wir zum Glück noch nicht.

Und so gesehen hat man heutzutage ja mit 50 auch (zumindest statistisch gesehen) noch wenigstens 20, 25 Jahre vor sich. Eigentlich immer noch eine lange Zeit.

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princevon1980
28.07.22 um 17:26
In Antwort auf dickunddoof

Ich danke dir sehr, dass du hier deine Geschichte geschildert hast.
Es freut mich für dich, dass es sich gelohnt hat, eine Trennung zu riskieren.

Wie war das für dich vom Haus plötzlich in einer kleinen Wohnung leben zu müssen? War dir vorher bewusst, wie das sein würde? Hast du das nie bereut, plötzlich nicht mehr tun und lassen zu können, was du wolltest? Im eigenen Haus ist man sein eigener Herr.

Und hättest du dich auch getrennt, wenn es den neuen Partner nicht gegeben hätte?
Oder hast du dich gar seinetwegen getrennt?
In meiner Geschichte wäre ich diejenige, wegen der ER sich trennt. Nicht dass das falsch rüber kommt, er schiebt die Verantwortung nicht auf mich ab, aber doch liegt sie ja zu einem gewissen Teil bei mir.
Falls du dich wegen des Neuen getrennt hast, wie ging er mit seinem Anteil an der Geschichte um?

„Wie war das für dich vom Haus plötzlich in einer kleinen Wohnung leben zu müssen? War dir vorher bewusst, wie das sein würde? Hast du das nie bereut, plötzlich nicht mehr tun und lassen zu können, was du wolltest? Im eigenen Haus ist man sein eigener Herr.“

Zu diesen Punkten, kann ich von ner älteren Dame berichten welche meine Mutter kennt, kannte auch den von der Dame der aber schon verstorben ist. Hat auch nen Haus dadurch wo Sie jetzt mehr oder weniger drin lebt aber Sie hat auch zu meiner Mutter gemeint, um alles gekümmert hatte sich halt immer ihr Mann.

Das Haus verursacht ja dennoch Kosten etc. Der Sohn zeigt nie Interesse daran und deshalb mag Sie es Ihm auch nicht überlassen. Sie denkt also drüber nach wenn nicht schon geschehen inziwschen das Haus zu verkaufen und in eine kleine Wohnung zu ziehen wenn nicht sogar in eine Seniorenresidenz.

Ansonsten versucht die alte Dame noch viel zu Verreisen und übern Winter ist Sie eh schon die letzten zwei/drei Jahre schon immer weg gewesen.

Sprich es wird ja mit dem älter werden auch nicht unbeidngt leichter/einfacher mit nem eigenen Haus wenn es einem nicht übern Kopf zusammenfallen soll. Da ist es vielleicht dann doch ratsam irgendwas kleineres zu haben, wo sich auch der Aufwand dann in Grenzen häöt.

Gruß
Sascha

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beate44
28.07.22 um 17:26
In Antwort auf dickunddoof

Du hast vieles angeschnitten, was mir auch durch den Kopf geht.

Wobei ich erklären muss, dass es ja nicht um mich geht,  ich bin frei, habe keine Verantwortung einem aktuellen Partner gegenüber. Muss mir auch keine Gedanken machen, ob ich mich finanziell verschlechtere.

Mir geht es bei meiner Frage bei IHN.
Darum was auf ihn alles zukommen würde, würde er sich trennen. Und das treibt mich um. Wir sind eben micht mehr 20 oder 30. Er würde sein komplettes bisheriges Leben über den Haufen werfen müssen, umziehen, in eine Wohnung, sein Haus/Grundstück verlassen, vielleicht verkaufen, für und in das er die letzten Jahrzehnte viel Arbeit und Geld investiert hat. Er in einer Stadt, in einer engen Wohnung - eigentlich unvorstellbar für mich.
Ich habe für ihn Angst, dass er/wir einen Fehler machen, dass er es nicht richtig durchdenkt.
Und wollte deshalb einfach wissen, was andere so aus Sicht des Sich-Trennenden für Gedanken und Überlegungen haben.

Hinzu kommt, dass ich nun auch noch diejenige bin, die in der Dreiecksgeschichte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Und meine Erkrankungen werden auch nicht weggehen, sondern bleiben.

Fakt ist, ohne mich würde er sich nicht trennen, sondern seine Ehe weiterführen.
Was wenn es zwischen uns schiefgeht?
 

Also ich antworte hier auch nochmal...
ich habe es so verstanden, das ihr ja nicht mehr so wahnsinnig jung seid, so um die 50 also. Du bist auch nicht mehr fit und er würde seinen Lebensstandard für dich aufgeben ?
Also wie dem auch sei...bei den meisten, die ich kenne ist das so.
Die meisten haben sich in diesem Alter etwas aufgebaut und es geben es für einen Neubeginn auch wieder auf.
In meinem eigenen Leben fand das auch schon statt. Mein Ex hat sein Leben im idylischen Haus , mit Garten und allem Komfort, ja auch Luxusreisen aufgegeben. Er war 50 . Und lernte eine Frau kennen die 52 war. Für diese Frau hat er tatsächlich ALLES aufgegeben. Ob das einfach für ihn war, weiß ich nicht. aber er hat es getan. Sogar seinen Job in einer Führungsposition hat er aufgegeben. Er hart für die Frau ( der anscheinend große Liebe) seinen ganzen Lebensstandard aufgegeben. Und zwar:
Seinen Job in einer Führungsposition zu 30 Euro Stundenlohn zu einem Job als kleiner Arbeiter zu 14 Euro Stundenlohn.
Ein Haus mit parkähnlichem Grundstück und hohem Wohnkomfort zu eine 60qm Wohnung in einem Wohnblock.
Dreimal Luxusreisen im Jahr zu einem Pauschalurlaub im Jahr.
Ihr zu Liebes führt er jetzt einen Schoßhund gassi, was früher für ihn lächerlich und undenkbar gewesen wäre.
Die Frau hat auch alles für ihn aufgegeben unter anderem auch ihre beiden Kinder.
Für die richtige Frau oder den richtigen Mann tut man das ! 

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D
daisy777
29.07.22 um 8:03
In Antwort auf dickunddoof

Ich danke dir sehr, dass du hier deine Geschichte geschildert hast.
Es freut mich für dich, dass es sich gelohnt hat, eine Trennung zu riskieren.

Wie war das für dich vom Haus plötzlich in einer kleinen Wohnung leben zu müssen? War dir vorher bewusst, wie das sein würde? Hast du das nie bereut, plötzlich nicht mehr tun und lassen zu können, was du wolltest? Im eigenen Haus ist man sein eigener Herr.

Und hättest du dich auch getrennt, wenn es den neuen Partner nicht gegeben hätte?
Oder hast du dich gar seinetwegen getrennt?
In meiner Geschichte wäre ich diejenige, wegen der ER sich trennt. Nicht dass das falsch rüber kommt, er schiebt die Verantwortung nicht auf mich ab, aber doch liegt sie ja zu einem gewissen Teil bei mir.
Falls du dich wegen des Neuen getrennt hast, wie ging er mit seinem Anteil an der Geschichte um?

Hallo nochmal,

ich habe ja die letzten Jahre festgestellt, dass ich im Haus+Garten nicht wirklich glücklich war... Natürlich war es eine Umstellung, zumal ich zu Anfang sogar nur ein Zimmer+Bad hatte, welches ich mit meinem neuen Partner teilte. Das war sozusagen unsere Feuerprobe . Später dann wurden 2 Zimmer draus... Mittlerweile haben wir 3+Garten. Was mir zu Beginn sehr fehlte, war ein Balkon oder Garten. Ich bin sehr naturverbunden und das ging mir wirklich ab.

Was die jeweils "alleingebliebenen Ex-Partner" angeht, so waren beide Beziehungen so verfahren, dass bei dem neuen Partner keine Schuldgefühle mehr aufkamen, etwas zerstört zu haben. Er lebte schon seit 5 Jahren getrennt, allerdings aus Bequemlichkeit und Kostengründen noch im selben Haus. Ich habe die Trennung erst nach unserem Kennenlernen vollzogen. Wären unsere Beziehungen zu den Expartnern damals intakt gewesen, so wäre eine Affaire/Trennung gar nicht möglich gewesen... insofern gab es keine Schuldgefühle. Der Schnitt wurde jedoch recht schnell vollzogen - auch aus Respekt dem Expartner gegenüber.

Um auf deine Frage zurückzukommen, ob ich den Schritt auch ohne neuen Mann gewagt hätte: Ich hätte eventuell noch 3-4 Jahre gewartet, bis unser gemeinsamer Sohn aus dem Haus ist und seine eigenen Wege geht. Aber dann hätte ich den Absprung gewagt - auch ohne Beziehung. Ich hatte dort keinen Seelenfrieden mehr, wurde stets verbal angegriffen... das hätte ich mir nicht für ewig angetan. (Eine Beziehung mit einem Alkoholiker ist sehr sehr anstrengend und man geht kaputt dabei.)

In den ersten 3-4 Jahren kam ich auch regelmässig in unser gemeinsames Haus zurück, erst alle 3 Wochen für ca. 3 Wochen, dann alle 2 Monate für 3 Wochen. Ich muss dazu sagen, dass das gemeinsame Haus im europäischen Ausland ist, wo ich 20 Jahre lang gelebt habe. Ich pendelte also zwischen Österreich und Ausland hin und her, was bei mir beruflich Gott sei Dank möglich war. Erst als mein Sohn auswärts sein Studium angefangen hat, bin ich mehr oder weniger ganz weg und komme nur noch sporadisch alle 3 Monate mal für 2 Wochen, um ihn zu sehen. Mein Sohn kommt mich in den Semesterferien auch besuchen - wenn möglich.

Einfach ist diese Konstellation dennoch nicht, auch wenn mein neuer Partner weiss, dass ich wegen meines Sohns verreise und 2 Wochen in "alter Umgebung mit Exmann" verbringe... so ganz schmeckt ihm das natürlich nicht. Aber diese Dinge wusste er vorher, es wurde darüber gesprochen und es war ganz klar, dass er dies akzeptieren musste. Es ist jedoch wichtig, dass man solche Dinge im Vorfeld bespricht. Es wird gerade mit Kindern (egal von welchem Partner jetzt) immer Berührungspunkte mit der Vergangenheit geben. Das muss jedem klar sein.

Ich weiss ja jetzt nicht, ob das bei euch der Fall ist... aber da hilft nur offene Kommunikation und Kompromissbereitschaft...

Liebe Grüsse,
Daisy
 

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bissfest
bissfest
29.07.22 um 16:32
In Antwort auf dickunddoof

Du hast vieles angeschnitten, was mir auch durch den Kopf geht.

Wobei ich erklären muss, dass es ja nicht um mich geht,  ich bin frei, habe keine Verantwortung einem aktuellen Partner gegenüber. Muss mir auch keine Gedanken machen, ob ich mich finanziell verschlechtere.

Mir geht es bei meiner Frage bei IHN.
Darum was auf ihn alles zukommen würde, würde er sich trennen. Und das treibt mich um. Wir sind eben micht mehr 20 oder 30. Er würde sein komplettes bisheriges Leben über den Haufen werfen müssen, umziehen, in eine Wohnung, sein Haus/Grundstück verlassen, vielleicht verkaufen, für und in das er die letzten Jahrzehnte viel Arbeit und Geld investiert hat. Er in einer Stadt, in einer engen Wohnung - eigentlich unvorstellbar für mich.
Ich habe für ihn Angst, dass er/wir einen Fehler machen, dass er es nicht richtig durchdenkt.
Und wollte deshalb einfach wissen, was andere so aus Sicht des Sich-Trennenden für Gedanken und Überlegungen haben.

Hinzu kommt, dass ich nun auch noch diejenige bin, die in der Dreiecksgeschichte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Und meine Erkrankungen werden auch nicht weggehen, sondern bleiben.

Fakt ist, ohne mich würde er sich nicht trennen, sondern seine Ehe weiterführen.
Was wenn es zwischen uns schiefgeht?
 

Ich habe am Ende von Beziehungen manchmal (emotional) zwischen zwei Männern gestanden und war auch einmal jemandes Affäre (ja, böse, aber es war so). 

Ich kann dir nur mitteilen, wie ich das sehe. Dieses Wenn-Dann-Denken ist falsch, es lähmt. Man soll nicht gehen, weil jemand Neues da ist, sondern weil die Beziehung nicht mehr funktioniert. Ob etwas Neues dann in weiterer Folge Bestand hat, das soll und muss ein neues, anderes, Thema sein. Das Neue muss die Freiheit haben, scheitern zu können. Sonst lastet auf der neuen Geschichte ein derartiger Druck, dass alles zum Scheitern verurteilt ist. 

Ich habe mich beispielsweise auch einmal getrennt (allerdings nach nur etwa drei Jahren Beziehung), weil ich mich blitzartig in jemand anders verliebt hatte. Die neue Beziehung war zwar voller Leidenschaft, ein Strohfeuer, hatte aber keinen Bestand. Nach einigen Monaten war alles vorbei. Mein Ex wollte mich zurück, aber ich wollte ihn nicht mehr, weil mir das Strohfeuer ja nie passiert wäre, wenn alles in der Beziehung gepasst hätte. Bereu(t)e ich die Trennung? Nie. Denn die alte Beziehung hat so oder so nicht mehr gepasst. Es geht nicht darum, jemand Neues zu finden, der den Partner ersetzt. Es geht darum, eine Beziehung hinter sich zu lassen, wenn sie bei aller Verbundenheit und Liebe vielleicht nur mehr ein einschnürendes Korsett ist. Ob man dann Single ist oder einen neuen Partner findet, ist irrelevant. 

An deiner Stelle wollte ich von deinem Partner hören, dass er sich trennt - in Unabhängigkeit von der Frage, was aus euch wird. 

Manchmal möchten Menschen, die Affären mit gebundenen Menschen haben, der Trennungsgrund sein. (Ich meine nicht dich, ich kenne die Situation ja nicht.) Das ist meiner Meinung nach keine gute Grundlage für alles, was folgt. Die Affäre mag ein Symptom sein, aber sie sollte  nicht der alleinige Auslöser für die Trennung sein. Besser ist es, wenn der oder die Gebundene schon vorher zur Erkenntnis gelangt ist, hier auf dem falschen Dampfer zu sein, und wenn die Trennung der Person ohnedies schon im Kopf herumschwirrte. 

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dickunddoof
31.07.22 um 17:03

@ Sascha, Beate, Daisy, Bissfest

Ich wollte mich noch herzlich für Eure letzten Antworten bedanken
Ihr habt mir wirklich weitergeholfen und noch ein paar zusätzliche Blickwinkel eröffnet. Eure Beispielschilderungen haben mir echt Mut gemacht, dass es gut gehen könnte.

Und gerade heut hab ich auch noch einen Artikel über einen 74 jährigen gelesen, der mit 60 Jahren seine heutige Ehefrau getroffen hat. Ich werte das mal als Zeichen.

Lieben Dank und einen schönen Tag noch Euch allen

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