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Allgemeine Beziehungsthemen

15. Januar 2014 um 8:44

Hallo zusammen,

ich würde gerne von euch wissen, wie ihr das seht und wie da eure Meinungen sind. Was würdet ihr in einer Beziehung alles verzeihen und was absolut gar nicht? Was wäre für euch schon ein Tabuthema und worüber könntet ihr hinweg sehen...?
Ich frage das deshalb, weil sich meine Meinung dazu absolut geändert hat. Damasl, also vor noch 3 Jahren ca. war meine Meinung knallhart, was ich dulde, mitmache und was eben nicht. Nun ist es aber so, ich bin in einer Beziehung seit ca. 3 Jahren und mache da einiges mit. Auch ich machte einige Fehler und kann das dann natürlich damit besser ausbaden, indem ich sage, ich bin ja auch kein Kind von Traurigkeit. Aber dennoch hat sich meine Meinung zum verzeihen und drüber hinweg sehen sehr verändert. Vieles nehme ich eher hin, wie kleine Lügen die mal raus kommen oder Dinge, die er mir nicht sagt, um mir nicht weh zu tun, die ich aber als wichtig empfinde etc...

Wie steht ihr dazu? habt ihr auch diese Erfahrung gemacht, dass ihr plötzlich in einer Beziehung seit und denkt, komm ich sehe darübe rhinweg, weil ich ihn liebe? Ich denke, alles immer hin zu schmeißen macht auch nicht immer Sinn, wenn Liebe da ist... Wobei natürlich nicht alles Verzeihbar ist, wie "richtiges Fremdgehen" zb.
Wie sind Eure Erfahrungen...

LG

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15. Januar 2014 um 8:58

Schwieriges Thema
Hoffe ich verstehe deine Frage richtig

Meiner Meinung nach kommt es ganz auf einen selbst an ob man mit etwas klar kommt und es akzeptiert ohne dass es einen selbst belastet.
Ich habe in meiner 2 jährigen Beziehung bis jetzt gelernt mit Macken von meinem Freund besser klar zu kommen. (Wir führen eine Fernbeziehung und sehen uns "nur" jedes Wochenende) Zum Beispiel sein ausgeprägter Fußball Tick. Das war früher eine richtige Belastung: jeden Freitag, Samstag und Sonntag Fußball schauen und so. Aber jetzt nehme ich es hin und bin sogar auch Fan geworden. Eine schlimme Macke ist aber zum Beispiel wenn er müde ist dann kann er richtig agressiv werden (meine damit nicht gewalttätig) und dann will er seine Ruhe. Finde das schon irgendwie belastend haben auch öfter mal Diskussionen deswegen. Aber ich versuche damit umzugehen und darüber hinwegzusehen weil ich mir denke ich bin auch nicht perfekt und in solchen Moment lass ich ihn dann einfach.

Bei kleinen Lügen würde der Spaß jedoch bei mir aufhören. Ich willl meinem Partner bilnd vertrauen können und das fängt eben bei solchen Kleinigkeiten an.

Aber das ist nur meine Meinung.
Ich hoffe wie gesagt, dass ich dich richtig verstanden habe

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15. Januar 2014 um 10:50

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit...
aber NoGos sind:

Nachrichten, EMails, SMS etc. vom anderen lesen,
grössere Geldausgaben, die nicht abgesprochen sind,
Iloyalität... schwer abzugrenzen... anderen gegenüber abwertend, beleidigend vom Partner sprechen beispielsweise (meint nicht, sich mit Sorgen an einen Freund wenden, wohl aber den Partner dabei als den letzten @rsch darzustellen)

Das könnte / würde / wöllte ich nicht verzeihen, hingegen wenn "richtiges Fremdgehen" Sex mit einem und / oder einer anderen meint: da gibt es nichts zu verzeihen - das kann er jederzeit machen.

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15. Januar 2014 um 11:04

Die meisten Menschen lügen in einer Beziehung ...
... vor allem deswegen, weil sie befürchten, dass die Wahrheit den anderen verletzen könnte.

Was daran so schlimm ist? Genau das ist es ja meistens. Es sind Dinge die *nicht* schlimm sind, aber den anderen dennoch verletzen würden.

(um es gesagt zu haben: ich befürworte es nicht, ich berichte nur von einem Dilemma, was ich bei anderen sehr oft beobachtet habe)

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15. Januar 2014 um 11:08


Auch wenn es den anderen vielleicht verletzen könnte bin ich dennoch der Meinung es sollte noch nichtmal kleine Lügen geben. In einer Beziehung sollte man schon so offen sein können und vertrauen.

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15. Januar 2014 um 11:33

Kommt darauf an...
wild an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, weil ich nicht wüsste, wie man das allgemein beantworten sollte:

Stellen wir uns vor: Ich muss irgendwo hin fahren... sagen wir zu meiner Mutter. Das ist 1. weit zu fahren und 2. - ich fahre da ganz und gar nicht gern hin.
Stellen wir uns weiter vor: mein Mann würde sagen "ich fahr mit, da musst Du nicht die ganze Strecke allein fahren"
Dann wäre die Wahrheit: "Nein, bitte nicht, bleib doch bitte da und lass mich allein fahren!!!" - würde ich vermutlich dennoch nicht sagen, weil ich, auch wenn ich SEHR viel lieber allein fahren würde, trotzdem die Geste anerkenne, eine Zurückweisung zudem unangemessen und verletzend wäre - und auch nicht sonderlich sinnvoll, denn ich sollte echt keine 1000km an einem Tag mehr fahren, aus dem Alter bin ich wohl raus.

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15. Januar 2014 um 11:42

Ein Beispiel
Du bittest deinen Partner irgendwo anzurufen und etwas zu erfragen/klären, Versicherung, Stromanbieter etc. Er hat es bereits ein paar Mal vergessen und nun fragst du wieder danach: statt zu gestehen, es wiedereinmal vergessen zu haben, sagt er dir, er hätte es getan und wartet auf Rückruf.
Wäre das denn so schlimm?

Sicher, jetzt magst du sagen, es sei keineswegs schlimm, da dies nun wirklich eine Banalität sei und einer Lüge nicht wert.
Aber dem Anderen ist sie es wert, denn damit umgeht er in dem Moment vielleicht einer Grundsatzdiskussion oder Vorwürfen, die dann zwar berechtigt sind, jedoch in keinem Verhältnis zu der Sache stehen.

Ich denke durchaus, dass dies kleine Lügen sind, derer sich jeder bedient, ob nun privat oder im Job.
Wie oft vergisst man mal XY anzurufen und auf Nachfragen des Chefs sagt man schon mal: sorry, konnte ich bisher nicht erreichen!

Wir sind auf die kleinen Lügen des Alltags angewiesen, sie sind der soziale Kitt, der Beziehungen - ob private, berufliche oder freundschaftliche - zusammenhält.

Vor einiger Zeit bat ich meinen Freund, das Altpapier zu entsorgen und es nicht wieder wochenlang im Auto herumzufahren. Er sagte, er hätte es getan, doch als ich vor ein paar Tagen zufällig aus dem Fenster schaute und er gerade den Kofferraum öffnete, konnte ich sehen, dass es immer noch darin lag.
Ich kann jetzt ein Fass aufmachen und ihm einen Vortrag darüber halten, wie unzuverlässig er sei und auch darüber, dass er mich angelogen hat. Aber wozu?

Vielleicht waren die Container voll, vielleicht hatte er keine Lust, hinzufahren - egal. Der Punkt ist, er wird es irgendwann machen.

Knallhart genommen, sind das Lügen, aber sie spielen keine Rolle.

Viele Grüße, Rullgardina

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15. Januar 2014 um 11:45
In Antwort auf avarrassterne

Kommt darauf an...
wild an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, weil ich nicht wüsste, wie man das allgemein beantworten sollte:

Stellen wir uns vor: Ich muss irgendwo hin fahren... sagen wir zu meiner Mutter. Das ist 1. weit zu fahren und 2. - ich fahre da ganz und gar nicht gern hin.
Stellen wir uns weiter vor: mein Mann würde sagen "ich fahr mit, da musst Du nicht die ganze Strecke allein fahren"
Dann wäre die Wahrheit: "Nein, bitte nicht, bleib doch bitte da und lass mich allein fahren!!!" - würde ich vermutlich dennoch nicht sagen, weil ich, auch wenn ich SEHR viel lieber allein fahren würde, trotzdem die Geste anerkenne, eine Zurückweisung zudem unangemessen und verletzend wäre - und auch nicht sonderlich sinnvoll, denn ich sollte echt keine 1000km an einem Tag mehr fahren, aus dem Alter bin ich wohl raus.


Wenn ich jedes mal drauf achten und überlegen müsste ob das was ich sagen will meinem Freund sagen will ihn vielleicht verletzen könnte, dann wäre ich den ganzen Tag nur damit beschäftigt. Nein im ernst man sollte schon so reif und erwachsen sein und die Wahrheit verkraften können

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15. Januar 2014 um 12:27

Hast du dich entschieden?
Es ist eine schöne Sache, rein theoretisch über ein Thema zu referieren und eine ganz andere, es selbst zu erleben.

Ich habe eine Freundin, die ihren heutigen Mann mit 18 kennengelernt hat. Als er sie das erste mal betrog und sie sich von ihm trennen wollte, war ich ganz ihrer Meinung. Doch die beiden vertrugen sich und es ging ein paar Jahre gut. Sie heirateten - und irgendwann gab es wieder eine Andere. Ich verstand es nicht, denn sie ist eine Klasse-Frau: eine Figur wie aus dem Bilderbuch, unglaublich nett, witzig, mit tollem Job.
Heute kenne ich die Gründe, weshalb er fremdging, aber es sind (wie meist) eher armselige Ausreden mit der Absicht, dem Partner die Schuld in die Schuhe zu schieben. ( Du hattest keine Zeit/Aufmerksamkeit etc; ich fühlte mich einsam/ungeliebt etc; ich war betrunken...) Ach ja, so alt, wie die Welt.

Sie hat ihn ebenso betrogen und fühlte sich danach besser, meinte, sie seien quitt. Und sorgte dafür, dass er es herausfand. Irgendwie haben sie beide den richtigen Weg für sich gefunden, ich verstehe ihn nicht.

Vielleicht bin ich zu altmodisch, doch so war ich auch mit 20: es gibt keinen Grund, fremdzugehen.
Es gibt nichts, über das man in einer Beziehung nicht sprechen kann, und falls doch, stimmt die Beziehung nicht.
Und stimmt es im Bett nicht, muss man sich auch da Gedanken machen, ob das eine Zukunft hat.
Doch letzlich läuft es immer auf ein und das Selbe hinaus: Warum?

Habt ihr das geklärt?

Falls js, musst du entscheiden, ob du zu der Kategorie "Verzeiherinen" gehörst oder nicht.
Helfen kann dir dabei niemand, auch all die Erlebnisse, die
wir hier schreiben nicht, weil es eben rein persönlich ist.
Es geht schlicht und einfach um dich.
Kannst du wirklich damit umgehen?


Gruß, Rullgardina

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15. Januar 2014 um 12:39
In Antwort auf zainab_12458556


Wenn ich jedes mal drauf achten und überlegen müsste ob das was ich sagen will meinem Freund sagen will ihn vielleicht verletzen könnte, dann wäre ich den ganzen Tag nur damit beschäftigt. Nein im ernst man sollte schon so reif und erwachsen sein und die Wahrheit verkraften können

Ich habe da
keine andere Wahl.

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15. Januar 2014 um 12:45

Erklärung für dumme Blondchen
Emotionen sind manchmal irrational und nicht immer logisch erklärbar.

Wenn Du da über Niveau spekulierst, weil Du eine Emotion nicht verstehst, dann nimm mal bei Deinem eigenen noch ein paar Zeilen dazu.

Erklären werde ich es nach dem Beitrag jedenfalls nicht mehr.

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15. Januar 2014 um 13:28

Hab ich falsch verstanden, sry
ich habe mich gar nicht angegriffen gefühlt, aber es als Angriff auf meinen Mann verstanden - darauf habe ich reagiert.

Mea Culpa, ich habe das mit dem Niveau nicht auf die Erklärung für Dich sondern die Reaktion von ihm bezogen.
Mal wieder ein totaler Aussetzer

War vielleicht ein blöd gewähltes Beispiel, weil zu wenig allgemeingültig.
Er würde es eher als "ich will nicht, dass Du mitkommst" als als "ich will ALLEIN sein" verstehen, er ist in dieser Beziehung hypersensibel. Das kann ich zwar inzwischen klären, aber erstens weiss er es im Grunde (also dass ich, wenn etwas für mich schwer ist immer lieber allein bin und das mit einer Ablehnung für ihn nicht das geringste zu tun hat), zweitens ist es trotzdem verdammt anstrengend für beide, es für einen konkreten Fall zu klären, weil die emotionale Reaktion das rationale Wissen eben ganz solide überlagert und man da erst mal durch muss, drittens ist es dabei noch völlig sinnlos, da ich auch aus anderen Gründen eigentlich sowieso annehmen muss und nicht wirklich eine Wahl habe.
Also erspare ich es ihm und mir, ihm erst einmal einen schicken Schlag in die Magengrube zu verpassen, auch wenn es in diesem Sinne überhaupt nicht "schlimm" wäre.

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15. Januar 2014 um 13:42

Na wenn es davon viele Punkte gäbe
könnte ich die Beziehung nicht führen, da bin ich zu sehr Axt im Walde

Bei Menschen, für die es eine Anspielung auf ihr rotes Kleid ist, wenn im Raum jemand einen Satz über Tomaten sagt, (ist natürlich überzogen, aber jemanden, bei dem das sehr stark ausgeprägt ist, habe ich in der nahen Verwandtschaft) wird jedes Gespräch zum Alptraum
Dann noch kombiniert mit einem fürchterlich miesen Selbstwertgefühl und es gibt nur noch eine Reaktion, die ich hinkriege

Aber die Sache ist die: einzelne *Punkte*, wo man hypersensibel ist, hat m.E. jeder Mensch. Und es ist nicht immer möglich (und auch eigentlich nicht immer nötig), dass der Partner darauf in dem Sinne Rücksicht nimmt, dass er dieses "etwas" halt völlig lässt.

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16. Januar 2014 um 9:30

Warum...
... muss man unbedingt etwas zu verbergen haben, wenn man nicht möchte, dass jemand die privaten Nachrichten liest?

Weil es andere Menschen gibt, die mir Dinge erzählen, die sie meinem Mann nie erzählen würden und ich ihnen für schon schulde, dass ich das vor meinem Mann "verberge", wenn es ihn nicht betrifft, beispielsweise.
Abgesehen davon ist es für mich primär Kontrolle, wenn man das Bedürfnis hat, die Nachrichten vom Partner zu lesen und darauf bin ich restlos allergisch. - ich würde meine Ehe / Beziehung tatsächlich deswegen beenden, auch wenn er in meinen Nachrichten nichts finden würde, was mich "kompromittiert".
Ich lasse mich nicht kontrollieren und wenn Loyalität, Vertrauen und Treue (in welcher Definition auch immer) Beweise brauchen, sind sie sowie so tot.

Dafür sind für mich alle Deine NoGo's, abgesehen von den Unehrlichkeiten natürlich, völlig ok (zumindest wenn "Familie links liegen lassen" nicht eigene Kinder / Partner meint). - sieht halt jeder anders.

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16. Januar 2014 um 9:40

Siehst Du, das finde ich, geht gar nicht
ich würde auch ziemlich allergisch reagieren, wenn mein Mann mir etwas erzählt, was ihm jemand im Vertrauen gesagt hat - ohne dass es mich betrifft.

Menschen, die etwas im Vertrauen gesagtes weitersagen, sind Menschen, mit denen ich nicht mehr spreche. Gar nicht, auch nicht über Belanglosigkeiten.

Ausnahme natürlich, wenn es meinen Partner / denjenigen, dem ich es weiter sage, betrifft und mir derjenige sehr wichtig ist.

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