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Alles hinter mich lassen ??

29. April 2009 um 16:50 Letzte Antwort: 2. Mai 2009 um 10:48

Hallo,

mein Freund (45) und ich (42) kennen uns seit einem halben Jahr. Uns trennen 350 km und daran würden wir gerne etwas ändern.

Klar sind wir erwachsen und ihr denkt sicherlich macht doch einfach, aber so leicht ist es nicht.
Er hat in Köln eine feste und sichere Arbeitsstelle, verdient gut, hat eine eigene Wohnung, einen sehr großen Freundeskreis und ist auch in vielen Vereinen sehr aktiv. Auch leben seine Kinder aus der 1. Ehe da.
Er würde sofort zu mir kommen und das alles aufgeben, einzige Voraussetzung eine neue Arbeitsstelle. Wir sind zwar verliebt wie Teenager aber soviel Verstand haben wir doch...

Ich lebe hier auf dem Lande, und nach meiner Trennung von meinem Mann wieder in meinem Elternhaus. Ich lebe zusammen mit meinen zwei Kindern, meinem Vater und meinem Bruder. Mit viel Glück habe ich eine Teilzeitstelle gefunden und stehe wieder mit beiden Beinen auf den Boden.
In wenigen Wochen kommt mein erstes Enkelkind auf die Welt und es könnte alles nicht schöner sein.
Mein Vater(78) ist ein sehr schwieriger Mensch er macht uns das zusammenleben nicht unbedingt einfach. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.
Seit ich hier bin verteilt sich der Ärger und die Last auf meinem Bruder und mich.
Als ich vor wenigen Tagen, gegenüber meinem Bruder, kurz zur Sprache brachte ausziehen zu wollen, hatte er Tränen in den Augen und mich gebeten, ihm mit unserem Vater nicht wieder alleine zu lassen (meine Mutter starb vor 3 Jahren), er ist mit seinen Nerven am Ende und kann nicht mehr.
Mein Sohn erklärte mir er würde mit Sicherheit nicht mit gehen. Er will seine Freunde nicht verlassen, seine Schule. Dann würde er wieder zurück zu seinem Vater gehen und dessen Freundin (Grund der damaligen Trennung).

So und was mache ich jetzt?? Alleine nach Köln ohne meinen Sohn ??
Meinen Bruder im Stich lassen? Meiner Familie den Rücken kehren ohne wenn und aber?
Ich hatte meine Mutter versprochen nach "den Männern" zu schauen, und jetzt ??

Bin für jede Meinung offen und dankbar...

Sabine


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30. April 2009 um 12:20

Hey
Einige Fragen: Wie alt ist Dein Sohn? Ist er der werdende Vater? Würde Dein anderes Kind mit nach Köln kommen? Wie alt ist Dein Bruder? Lebt er in einer Beziehung?
Dem Anschein nach sind ja alle einigermaßen erwachsen und können sich grundsätzlich um sich selber kümmern, sowohl Dein Bruder als auch Dein Sohn. Du musst Dich nicht für alle verantwortlich fühlen. Auch das Versprechen Deiner Mutter gegenüber kann man eng oder weit auslegen. "Kümmern" bedeutet meiner Meinung nach jedenfalls nicht, ständig da sein zu müssen bis zur Selbstaufgabe. Es ist doch völlig normal, dass die Familie nicht ein Leben lang aufeinander hockt. Das hat nichts mit im Stich lassen zu tun oder endgültig den Rücken kehren. Jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Auch Dein Bruder. Lass Dir kein schlechtes Gewissen machen von ihm.
Apropos Gewissen: Könntest Du Deinen Partner guten Gewissens in das Haus Deines Vaters holen? Klingt als sei da dauerhaft schlechte Stimmung, was sich sehr schnell negativ auf eure Beziehung auswirken könnte.
Abgesehen davon kennt ihr euch ja nicht wirklich lange, ich denke ihr solltet keine überstürzte Entscheidung erzwingen.

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30. April 2009 um 21:39
In Antwort auf dielabelle

Hey
Einige Fragen: Wie alt ist Dein Sohn? Ist er der werdende Vater? Würde Dein anderes Kind mit nach Köln kommen? Wie alt ist Dein Bruder? Lebt er in einer Beziehung?
Dem Anschein nach sind ja alle einigermaßen erwachsen und können sich grundsätzlich um sich selber kümmern, sowohl Dein Bruder als auch Dein Sohn. Du musst Dich nicht für alle verantwortlich fühlen. Auch das Versprechen Deiner Mutter gegenüber kann man eng oder weit auslegen. "Kümmern" bedeutet meiner Meinung nach jedenfalls nicht, ständig da sein zu müssen bis zur Selbstaufgabe. Es ist doch völlig normal, dass die Familie nicht ein Leben lang aufeinander hockt. Das hat nichts mit im Stich lassen zu tun oder endgültig den Rücken kehren. Jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Auch Dein Bruder. Lass Dir kein schlechtes Gewissen machen von ihm.
Apropos Gewissen: Könntest Du Deinen Partner guten Gewissens in das Haus Deines Vaters holen? Klingt als sei da dauerhaft schlechte Stimmung, was sich sehr schnell negativ auf eure Beziehung auswirken könnte.
Abgesehen davon kennt ihr euch ja nicht wirklich lange, ich denke ihr solltet keine überstürzte Entscheidung erzwingen.

DANKE
Erstmal DANKE für deine Antwort.

Jetzt zu deinen Fragen, mein Sohn ist 13, meine Tochter ist 18 und beginnt im Herbst ihr Studium. Meine "Älteste"22 macht mich zur Oma, sie lebt mit ihrem Ehemann im Nachbarort.
Mein Bruder ist 44 und überzeugter Singel.
Wenn ich davon spreche das mein Freund zu mir kommt ,dann meint ich damit in meine Nähe ziehen, nicht in mein Elternhaus, das hast du richtig geahnt es würde nicht gehen.
Nein wir werden auch nichts übereilen das ist schon klar, aber wie will man sich kennenlernen wenn man keine Chance dazu hat ?
Wir würde gerne hier eine gemeinsame Wohnung beziehen, schauen ob es funktioniert.
Eigentlich müßte man nur einen Blick in die Zukunft werfen können, wie bei so vielen Fragen im Leben....

lg Sabine


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1. Mai 2009 um 19:28
In Antwort auf agi_11937176

DANKE
Erstmal DANKE für deine Antwort.

Jetzt zu deinen Fragen, mein Sohn ist 13, meine Tochter ist 18 und beginnt im Herbst ihr Studium. Meine "Älteste"22 macht mich zur Oma, sie lebt mit ihrem Ehemann im Nachbarort.
Mein Bruder ist 44 und überzeugter Singel.
Wenn ich davon spreche das mein Freund zu mir kommt ,dann meint ich damit in meine Nähe ziehen, nicht in mein Elternhaus, das hast du richtig geahnt es würde nicht gehen.
Nein wir werden auch nichts übereilen das ist schon klar, aber wie will man sich kennenlernen wenn man keine Chance dazu hat ?
Wir würde gerne hier eine gemeinsame Wohnung beziehen, schauen ob es funktioniert.
Eigentlich müßte man nur einen Blick in die Zukunft werfen können, wie bei so vielen Fragen im Leben....

lg Sabine


Weiter im Text...
Also ok, Dein Sohn ist mitten in der Pubertät. Verständlich, dass er sich da gegen einen Ortswechsel sträubt. Vielleicht kannst Du ihm Köln ja irgendwie schmackhaft machen oder sonstigen "Deal" mit ihm machen? Oder würdest Du tatsächlich die Möglichkeit in Betracht ziehen, ihn in der Obhut Deines Vaters und Deines Bruders zu lassen? (Geht das rechtlich überhaupt so einfach?) Würdest Du überhaupt einen neuen Job finden? Das wäre für mich die Voraussetzung, denn finanzielle Abhängigkeit vom Partner ist ja nicht so toll fürs Selbstbewusstsein, und gerade weil Du Kinder hast... Ach so, kommt Dein Partner denn gut mit denen klar und sie mit ihm?
Und was seinen Umzug in Deinen Ort betrifft, ich würde mich doppelt und dreifach absichern, dass nicht irgendwann Vorwürfe kommen von wegen was er alles aufgegeben hat.

Ja das ist echt schwierig und leider kann man vorher nicht wissen, was die "richtige" Entscheidung ist, man kann nur das beste aus der einmal getroffenen Entscheidung machen. Oder den Rückwärtsgang einlegen bevor der Karren komplett im Dreck liegt. Aber ohne Risikobereitschaft von beiden Seiten geht es nicht, ich glaube wenn euch das bewusst ist und ihr immer noch ein gemeinsames Leben wagen wollt, habt ihr schon viel gewonnen.
Ich wünsche Euch Mut und Kraft zum Durchhalten!

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2. Mai 2009 um 10:48
In Antwort auf dielabelle

Weiter im Text...
Also ok, Dein Sohn ist mitten in der Pubertät. Verständlich, dass er sich da gegen einen Ortswechsel sträubt. Vielleicht kannst Du ihm Köln ja irgendwie schmackhaft machen oder sonstigen "Deal" mit ihm machen? Oder würdest Du tatsächlich die Möglichkeit in Betracht ziehen, ihn in der Obhut Deines Vaters und Deines Bruders zu lassen? (Geht das rechtlich überhaupt so einfach?) Würdest Du überhaupt einen neuen Job finden? Das wäre für mich die Voraussetzung, denn finanzielle Abhängigkeit vom Partner ist ja nicht so toll fürs Selbstbewusstsein, und gerade weil Du Kinder hast... Ach so, kommt Dein Partner denn gut mit denen klar und sie mit ihm?
Und was seinen Umzug in Deinen Ort betrifft, ich würde mich doppelt und dreifach absichern, dass nicht irgendwann Vorwürfe kommen von wegen was er alles aufgegeben hat.

Ja das ist echt schwierig und leider kann man vorher nicht wissen, was die "richtige" Entscheidung ist, man kann nur das beste aus der einmal getroffenen Entscheidung machen. Oder den Rückwärtsgang einlegen bevor der Karren komplett im Dreck liegt. Aber ohne Risikobereitschaft von beiden Seiten geht es nicht, ich glaube wenn euch das bewusst ist und ihr immer noch ein gemeinsames Leben wagen wollt, habt ihr schon viel gewonnen.
Ich wünsche Euch Mut und Kraft zum Durchhalten!

NIEMALS
Hallo,

NIEMALS würde ich meinen Sohn bei seinem Vater lassen. Es gibt das geteilte Sorgerecht, ich müßte sogar auch mal sehen ob ich ihn mitnehmen darf (Entfernung) und bei meinem Bruder auch nicht.
Was einen Job anbelangt, ich arbeite als Verkäuferin, da ist es dort wohl leichter wie hier bei uns auf dem Land, ich fahre tgl. 50 km einfach zur Arbeit, also da sehe ich kein ganz so großes Problem. Klar es wird nicht einfach aber einfacher für mich wie für meinen Freund.
Meine Kinder und mein Freund verstehen sich prima. Mein Sohn sagt oft "das hätte Papa niemal mit mir gemacht...!" und er macht das nicht um gut dazustehen sondern das ist bei hm normal sich mit den Kindern zu beschäftigen.
Sicher wird immer ein Risiko bleiben wenn man einen Weg gemeinsam beginnt, aber das ist doch immer so, egal ab man zusammenziehen will wenn man 20 km auseinander wohnt oder 300 km.
Wir werden nichts überstürtzen. Vielleicht tun sich Türen auf die wir jetzt noch nicht sehen.
Ich habe mich wieder etwas "gefangen" und wieder einen klaren Kopf.
Wenn die Wellen einem über den Kopz zusmmenschlagen ist man geneigt etwas voreilig zu handeln. Daher auch die Fragen hier im Forum....

Ich danke dir nochmals für deine Meinung.

schönes WE.

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