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Alleinerziehend - was kann ich von meinem Freund in punkto Kindererziehung erwarten?

21. April 2014 um 17:59

Hallo,
ich bin neu hier und mich würde eure Meinung interessieren.
Ich bin alleinerziehend (Kind ist 2,5 Jahre alt) und seit 1 3/4 Jahren kenne ich meinen Freund, der selbst ein 6 Jahre altes Kind hat, das aber nur an den WE bei ihm ist.
Mittlerweile wohnen wir im gleichen Haus, aber in getrennten Wohnungen.
Mein Freund ist oft bei uns, sehr oft sagt er aber abends, wenn es dann darum geht meine Tochter ins Bett zu bringen, dass er nochmal kurz in seine Wohnung geht. Das Ins-Bett-Bringen dauert derzeit leider eine Stunde und da ich mich auch dazulegen muss, schlafe ich oft ein. Mein Freund kommt dann wieder, wenn meine Tochter schläft. Ich wäre sehr froh, wenn er meine Tochter auch mal ins Bett bringen würde. Bis jetzt hat er das einmal gemacht und es war eine enorme Erleichertung. Oft geht er auch zu sich schlafen, weil es ihm zu anstrengend ist, da meine Tochter 1 -2 Mal nacht auftwacht. An den WE oder wenn wir frei haben, bleibt er einfach liegen, wenn meine Tochter aufwacht und ich muss mich um alles kümmern.
Wenn er der leibliche Vater des Kindes wäre würde ich von ihm verlangen, dass wir uns das 50/ 50 aufteilen, denn ich bin genauso berufstätig wie er.
Da er aber eben nicht der leibliche Vater ist, bin ich mir immer unsicher wieviel ich erwarten kann.
Habt ihr hier Erfahrungen bzw. wie ist eure Sicht?

Vielen Dank schonmal für eure Antworten!

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21. April 2014 um 20:40

Es dürfte hier
nicht um Erziehung deiner Tochter durch deinen Freund gehen, sondern darum, wie ihr eure Situation zu dritt bzw. viert meistern und künftig gestalten wollt. Nach 1 und 3/4 Jahren kann wohl davon ausgegangen werden, dass Freund und deine Tochter in aller Ruhe eine Beziehung zueinander aufgebaut haben, sodass er schon in deine Tagesabläufe wie beispielsweise das Zubettbringen deiner Lütten mit einbezogen werden könnte. Will sie das nicht selber manchmal sogar selbst auch? Und schließlich ist ja auch sein Kind Mitglied eurer Verbindung, das an den Wochenenden sein Recht verlangt, was dann umgekehrt dein Verhalten betrifft. Wie ihr künftig mit eurem Model der zwei getrennten Wohnungen im selben Haus umgehen und gemeinsam zusammenwachsen wollt, verlangt ein Arrangement aller. Auch eure aktive Rolle gegenüber den Kindern des jeweils anderen. In Erziehungsfragen, die immer irgendwie dann heikel sind, spielen ja auch die leiblichen Elternteile noch mit rein.

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22. April 2014 um 5:40

Meinung von alleinerziehenden Mamas?
Also erstmal danke für eure Antworten!
Ich glaube, an den Beiträgen sieht man schon, dass die Ansichten sehr auseinandergehen.
Manche denken, der Freund sollte das Kind nicht ignorieren und sich bewusst sein, dass man eben, wenn man sich mit jemand mit Kind einlässt, nicht mehr so ungebunden ist, wie als Paar, das aus zwei einzelnen Personen besteht.
Andere meinen der Freund ist eben ausschließlich der Freund der Mutter und hat mit dem Kind ziemlich wenig zu tun.
Wenn sein Sohn da ist, kümmere ich mich natürlich auch um seinen Sohn und ich würde mir wünschen, dass ein größeres Wir-Gefühl da ist.
Ich habe einfach das Gefühl, dass mein Freund sich oft ausklinkt und etwas "faul" ist. Meine Tochter findet es komisch, wenn er plötzlich weg ist. Wenn er bei sich geschlafen hat, habe ich ihr oft gesagt, er ist arbeiten, auch wenn ich wusste, er schläft bei sich in der Wohnung. Aber das finde ich eigentlich nicht gut.
Ich denke mir , wenn ich mit jemandem zusammenwäre, wäre es doch klar für mich, dass ich doch mit ihm und seinem Kind aufstehe oder dass ich zumindest nicht IMMER liegenbleibe. Ich würde mich beteiligen, wennn ich eine Partnerschaft führe.
Achso, das mit den zwei Wohnungen war sein Wunsch. Wir wollten zusammenziehen, aber dann hat er in letzter Sekunde einen Rückzieher gemacht.
Speziell von den alleinerziehenden Mamas in Partnerschaften würde mich interessieren: Übernimmt eurer Freund (fast) gar nichts nur weil er eben nicht der leibliche Vater ist? Vielleicht habe ich tatsächlich falsche Vorstellungen und orientiere mich zu sehr an einer "klassischen" Familie?

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22. April 2014 um 7:07
In Antwort auf sofasurfer4

Meinung von alleinerziehenden Mamas?
Also erstmal danke für eure Antworten!
Ich glaube, an den Beiträgen sieht man schon, dass die Ansichten sehr auseinandergehen.
Manche denken, der Freund sollte das Kind nicht ignorieren und sich bewusst sein, dass man eben, wenn man sich mit jemand mit Kind einlässt, nicht mehr so ungebunden ist, wie als Paar, das aus zwei einzelnen Personen besteht.
Andere meinen der Freund ist eben ausschließlich der Freund der Mutter und hat mit dem Kind ziemlich wenig zu tun.
Wenn sein Sohn da ist, kümmere ich mich natürlich auch um seinen Sohn und ich würde mir wünschen, dass ein größeres Wir-Gefühl da ist.
Ich habe einfach das Gefühl, dass mein Freund sich oft ausklinkt und etwas "faul" ist. Meine Tochter findet es komisch, wenn er plötzlich weg ist. Wenn er bei sich geschlafen hat, habe ich ihr oft gesagt, er ist arbeiten, auch wenn ich wusste, er schläft bei sich in der Wohnung. Aber das finde ich eigentlich nicht gut.
Ich denke mir , wenn ich mit jemandem zusammenwäre, wäre es doch klar für mich, dass ich doch mit ihm und seinem Kind aufstehe oder dass ich zumindest nicht IMMER liegenbleibe. Ich würde mich beteiligen, wennn ich eine Partnerschaft führe.
Achso, das mit den zwei Wohnungen war sein Wunsch. Wir wollten zusammenziehen, aber dann hat er in letzter Sekunde einen Rückzieher gemacht.
Speziell von den alleinerziehenden Mamas in Partnerschaften würde mich interessieren: Übernimmt eurer Freund (fast) gar nichts nur weil er eben nicht der leibliche Vater ist? Vielleicht habe ich tatsächlich falsche Vorstellungen und orientiere mich zu sehr an einer "klassischen" Familie?

Ich
bin alleinerziehend (wie blöd dieses wort ist,das kind hat doch ein vater,na egal) und ich hab einen freund,der sich kümmern mag hnd das von anfang an,der ist sogar schon zu elternabende in die schule gegangen,ich erwarte (auch ein schreckliches wort) und sehe das nicht als selbstverständlich an.Du schon,wenn er das denn machen würde.
Hast du mit deinem freund denn schon darüber geredet?
Vielleicht ist da was anderes,denn ein mann der selbst ein kind hat,hat vielleicht ein schlechtes gewissen oder ist sogar traurig darüber das er das bei deiner tochter erlebt oder gar macht.
Da hilft nur reden,wirkt manchmal wunder,besonders wenn man in der ich-form redet und über das wie man das fühlt/empfindet.

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22. April 2014 um 7:22

Ich würde sagen dass es so ok ist ...
wie er es macht.

dass zubettbringen scheint bei euch ein großes Problem zu sein. das war es bei mir auch. ich habe zwei Kinder mit kurzem Abstand.
allein deshalb war ich in der zeit in der ich alleine war schon nicht beziehungstauglich.
denn die kinder schliefen mit mir im bett bzw. ihr bett stand neben meinem usw.
ich schlief vor Erschöpfung meist mit ein.
das bedeutet dass man keinen gemeinsamen abend hat.
allerdings wäre ich eh zu geschafft gewesen für einen partner u. hätte ihm wenig bieten können.
daher wäre für mich kein neuer mann in frage gekommen.

das ganze lag auch daran dass bei mir und den kindern einiges recht anstrengend abläuft. jedenfalls hatten sie mich ziemlich im griff u. ich wollte immer lückenlos für sie da sein, ging auf sie ein usw.
ich sehe ja dass es bei anderen Müttern ganz anders abläuft.
das ist auch eine form von Aufopferung die einem nicht gut tut.
vielleicht vertreibt sie auch sogar den mann oder lässt neue Bindungen schwer zu.
die kinder kämpfen vielleicht auch unterschwellig um die Aufmerksamkeit der Mama u. konkurrieren mit papa oder dem neuen mann. sie wollen die mama für sich.
es liegt an uns inwieweit wir das zu lassen.
ich ließ es zu da ich ohnehin so wie es lief nicht bereit war noch weiter zu geben.

du siehst. bei mir ist es ein ganz anderer Ansatz.
ich sehe dein abendritual eher als last für die Beziehung an u. kein neuer mann muss dir das abnehmen. es ist dein hauseigenes Problem, bei dem du froh sein kannst dass er dennoch bleibt u. sich das mit ansieht.
wahrscheinlich haben derartige Dinge ihn auch veranlasst in getrennte Wohnungen zu ziehen. das glucken über dem Kind u. die Vereinnahmung durch das kind zeigt da schon sein Ergebnis.

außerdem können viele Männer die selbst ein kind haben das nicht bei ihnen ist auch nicht derart viel hinein geben, weil es gegen ihr Gefühl ginge bei einem anderen kind dinge zu geben die sie ihrem eigenen kind nicht geben können.
versetze dich mal hinein.
dein Kind ist nicht da u. du bringst dafür ein anderes liebevoll u. geduldig zu Bett, welches du ohnehin täglich um dich hast.
das verkraften viele Väter nicht in dem ausmaß.

es ist auch die frage ob du nen ersatzvater oder einen freund willst.
ersatzvater wird er nie werden. es gibt welche die das können. da spielt aber viel hinein. nämlich ob er eigene kinder hat, wie es mit seiner ex läuft u. mit deinem ex läuft u. auch die psych. Grundausstattung.

daher muss man da unterscheiden u. abwägen was man braucht u. was der anderen zu geben in der lage ist.

mache dir klar dass du auch mit freund weiterhin alleinerziehend bist u. ihr keine Familie seid.
überlege dir auch was du bei seinem kind gibst. es ist kein deal bei dem du alles ebenso wieder ausbezahlt bekommst.
daher solktest du auch schauen dass du nicht enttäuscht wirst.

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22. April 2014 um 9:27

Vorab möchte ich noch paar Worte an die TE ...
... richten.

Es hört sich so an, als ob bei Euch viel Sprachlosigkeit herrscht.
Wie läuft es ab, dass er aufsteht und abends geht, wenn Bettzeit der Kleinen ist?
Hast Du ihm Deinen Anspruch mitgeteilt?
Wie verhältst Du Dich wenn er geht, sagst Du ihm dass es Dir lieber wäre wenn er noch bleibt?

Es fällt auf, dass bei Euch über das Thema noch nicht wirklich offen gesprochen worden ist. Genau das wäre aber angebracht. Damit ihr Euch gegenseitig Eure Gefühle, Gründe und Ansprüche mitteilen könnt.
Vielleicht ist er ausgepowert von der Arbeit, möchte Euch nicht stören, weiß gar nicht dass Du darunter leidest oder kann auch mitteilen wenn es ihm emotional schwer fällt oder er vielleicht das ganze auch als Belastung empfindet.

@tulice, ich finde das ganze auch schwierig.
Patchwork im allgemeinen habe ich als etwas sehr schwieriges empfunden. Es gibt aber auch viele, die das so wie Du, ganz gut hinbekommen.
Aber Patchwork hat in vielen Fällen an sich, dass man in Situationen hinein gerät, die man sich vorher ganz anders vorgestellt hat.
Mit Kindern ist es ja im allgemeinen so. So geht es uns ja auch als Eltern, wenn erst einmal das Kind da ist, ist alles anders als erwartet. Kinder können ein unkalkulierbarer Faktor sein.
Also auch wenn die Erwachsenen sich vorgenommen haben drüber zu stehen und das ganze anzupacken, können sie dennoch scheitern und sich Gepflogenheiten einbürgern oder Gefühle einstellen, mit denen man nicht gerechnet hat und mit denen man unzufrieden ist.
Daher finde ich es schwierig damit zu argumentieren, dass man vorher gewusst hat, dass der andere ein Kind hat und sich dennoch darauf eingelassen hat. Dennoch kann ich aber den Einwand auch gut verstehen und die Beteiligten sollten sich statt zu mauern, an der Situation arbeiten.
Patchwork erfordert da auch noch mehr Beziehungsarbeit. Wenn man sich dem verschließt läuft am Ende gar nichts.
Der Einwand dass man es hätte besser wissen können,
kann auch theoretisch an beide gehen, weil man beiden vorhalten könnte, dass sie sich mit dem anderen übernommen haben und zuviel erwartet haben, dass sie beide lieber Kinderlose hätten nehmen sollen usw.

Bei mir persönlich ist es so, dass ich mir vor allem solange die Kinder noch so klein sind, und die Mama derart brauchen, keinen neuen Partner hätte vorstellen können.
Es wäre von Anfang an klar gewesen, dass eine Konkurrenz-Situation entstanden wäre und ich nicht in der Lage gewesen wäre allen gerecht zu werden.
Das ganze ändert sich aber auch mit der Zeit.
Die Kinder werden größer, das Zubettbringen und vieles mehr läuft nicht mehr kräftezehrend ab.
Vielleicht gibt es Durststrecken die man überwinden muss, wenn Kinder da sind. Alleinerziehend sein bedeutet auch dass man es einfach härter hat und man auch in Kauf nehmen muss, dass einem niemand diese Bürde abnehmen kann.

Letztendlich ist es ja so, dass die Dinge die die TE erlebt, ebenso auch in Familien vorkommen, mit dem leiblichen Vater, Familien in denen Mütter wie alleinerziehende leben und das ist absolut nicht selten.
Und auch in intakten Familien ist vieles einfach der Frau überlassen. Wo läuft es schon perfekt? Väter die sich wirklich zu 50% beteiligen sind nicht die Regel.
Hier haben wir aber eine Alleinerziehende die diesen Maßstab ansetzt, obwohl sie aber selbst eine gescheiterte Beziehung zum Kindsvater hat und damit etwas was alles andere als perfekt ist.
Viele Väter beteiligen sich, weil die Frau auch vollzeit arbeitet. Aber das Geld kommt dann auch dem Manne zugute, etwa weil ein gemeinsames Haus angeschafft wurde und ein gemeinsamer Haushalt finanziert wird usw.
Aber hier gibt es das nicht. Daher ist es schwierig hier eine 50% Aufteilung zu erwarten, weil sie arbeitet. Die Arbeit kommt eher dem Ex zugute, da der dadurch keinen Unterhalt an die TE zahlen muss.
Die Last kann aber nicht der neue Freund tragen.

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22. April 2014 um 9:40

Hallo!
Vielleicht kannst du das Ritual einfach ein wenig verändern?
Ich habe irgendwann zu meinem Sohn gesagt, dass ich ihm noch ein Buch lese und dann noch aufräumen muss und später zu ihm komme.
Da war er so in dem Alter deiner Tochter. Ich wollte einfach ein wenig Zeit für mich am Abend haben und vorher legte ich mich auch immer mit ihm hin.
Du könntest auch versuchen den zeitlichen Rhythmus abzuändern, also deine Tochter ganz strikt eine Stunde früher wecken und eine Stunde früher zu Bett bringen. Das ist sehr anstrengend, aber wenn man es eine Weile so vollzieht wird sie sich dran gewöhnen.

Das ist alles eine Sache der Gewohnheit.
Es gibt Kinder, die sind es gewohnt ins Bett gebracht zu werden , noch eine Geschichte vorgelesen zu bekommen und dann alleine einzuschlafen. Von Anfang an.

Natürlich darf man nicht weich werden. Und die Kinder versuchen auch alles, das alte Ritual nicht einschlafen zu lassen. Aber in der Regel klappt es, wenn man es konsequent durchzieht. Die fehlende Nähe vom Abend könntest du ihr dann in anderer Form geben. Ich habe das alles genauso praktiziert wie du und würde es heute anders machen, denn die Zeit am Abend ist wirklich enorm wichtig und dass dein Freund keine Lust hat da mitzumachen kann ich verstehen. Vielleicht würde er es ganz anders handhaben.

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22. April 2014 um 10:09


So ist es, sechs ist ein Alter, bei dem bei uns vieles einfach auch schon echt gut läuft.
Mein Großer ist nun fünf und wenn ich nur ihn hätte, wäre es auch keine allzu große Last mehr.
Aber ich habe ja noch den Vierjährigen, der ist erst vier geworden und davor war alles ohnehin noch viel viel schwieriger ...

Aber es ist vielleicht einfach auch ein Trost für die TE zu wissen, dass die Kinder ja nicht ewig so klein bleiben und die Zeit auch für sie arbeitet ...

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22. April 2014 um 10:27


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22. April 2014 um 12:29

Wenn das zubettbringen
ein Problem ist, das kenne ich auch von meinem ältesten Sohn! Mir half damals außerordentlich das buch "jedes Kind kann schlafen lernen", vielleicht kann das zu deiner Entlastung Beiträge ?!
Alles gute für euch!

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