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Alleinerziehend, neuer Partner ist Student- Kostgeld oder 2. Kind?

15. März 2011 um 21:58 Letzte Antwort: 16. März 2011 um 12:20

Hallo ihr Gefragten,

bitte versteht das Thema nicht als Polemik. Klammert man das Schöne einer neuen Beziehung und die Gefühle mal raus, bleibt da doch viel Alltag übrig, der bestritten werden muss.
Ich bin 31, alleinerziehend mit einem Vierjährigen und beruflich selbständig. Mit meinem Einkommen bestreite ich den Lebensunterhalt für mich und mein Kind. Da das Sorgerecht geteilt ist, bekomme ich keinen Unterhalt vom Vater des Kindes. Wir haben uns ausserfinanziell über die Erziehung des Kindes geeinigt und soweit läuft alles rund. Seit fünf Monaten bin ich in einer neuen Partnerschaft, die sich sehr liebevoll anfühlt. Wir verbringen viel Freizeit und Alltag mittlerweile gemeinsam und wegen meines KIndes natürlich in meinem Haushalt. Er ist überwiegend bei mir. Mir ist es sehr unangenehm das Thema "Geld" anzusprechen. Ich kann mich und mein Kind gut versorgen aber bei einer dritten Person ist die finanzielle Schmerzgrenze erreicht. Er hat mir mal das Angebot gemacht "etwas dazuzugeben", was ich aber peinlich berührt abtat und seitdem ist es nicht wieder angesprochen worden. Kleinigkeiten, wie Brötchen am Wochenende und die Zeitung sind für ihn selbstverständlich und nicht der Rede wert, er bringt auch mal ein Pfund Kaffee mit aber die Kosten sind durch die pure Tatsache dessen, dass er "da" ist, bei allen Mahlzeiten mit einkalkuliert wird, er badet, duscht, teilweise seine Wäsche mit in meiner Maschine landet, einfach höher als vorher. Ich habe ihn sehr gern, das Gefühl wächst, Partnerschaft bedeutet geben und nicht rechnen und man möchte dem anderen ungern zu nahe treten und das "Schöne" nicht aufgrund monetärer Fragen zerstören. Ich weiss einfach nicht, wie ich das "Eisen" angehen soll. Fakt ist, eine gute Regelung muss her, bevor ich daran frustriere. Ich hatte stets Partnerschaften, in denen ich diejenige war, die das "Ding" am Laufen hielt, weil die Männer entweder studierten oder ohne Arbeit waren. Mir ist bewusst, dass mein Freund Student ist, das heisst ein ganz normales, geringes Studentenjobeinkommen hat. Aber ich kann ihn doch nicht mit durchfüttern und er kann doch auch nicht mal einen Einkauf übernehmen und mein Kind mit durchfüttern. Vielleicht gibt es unter euch welche, in ähnlichen Situationen. Einfühlsame, patente Ratschläge sind gefragt.

Ich danke euch.

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15. März 2011 um 22:15

@ ladyalbert
Was wäre angemessen, in welcher Form? Einkäufe dritteln? Er kauft selbst "mal" ein, er gibt "was" dazu. Dass ich das Thema ansprechen muss, ist mir klar. Wir werden auch eine Lösung finden, da wir reden können aber ich hätte gern ein paar Möglichkeiten, konkretere, parat, damit es nicht wieder in peinlich abtuenden Zugeständnissen meinerseits endet.
Er hat ja auch noch seine Wohnung, die er aber kaum nutzt, seitdem wir die Partnerschaft "ernsthaft" angehen. Ein Einzug bei mir liegt mir aber auch nocht im Sinn. Das heisst, er hat ja auch kaum Geld, sich zu beteiligen, denn er hat auch seine laufenden Kosten.

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15. März 2011 um 22:16

Über Geld zu sprechen fällt vielen Menschen schwer!
Ich kann Dich sehr gut verstehen, dass Du Dich dabei windest, Deinen Freund auf die finanziellen Auswirkungen Eurer "Zusammenlebens" anzusprechen.

In jedem Fall ist es Deinem Freund ja schon mal positiv anzurechnen, dass er das Thema "Beteiligung an den Lebenshaltungskosten" in der Vergangenheit bereits einmal selbst angesprochen hat. Das zeigt doch, dass er sich durchaus bewusst ist, dass er in Deinem Haushalt Mehrkosten produziert.

Als ich früher selbst noch Studentin war und bereits berufstätige (und meist sogar gut verdienende) Freunde hatte, habe auch ich das Thema Geld immer gescheut. So kam es ein paar Mal dazu, dass ich meine Freunde häufiger zum Essen oder zu einem Kaffe eingeladen habe, als umgekehrt - und das hat mich natürlich enorm frustriert. Ich fühlte mich einfach peinlich berührt, fand meine sog. Freunde geradezu geizig und habe diese Beziehungen meist auch schnell wieder beendet.

Dein Freund scheint jedoch von einem anderen Kaliber zu sein und ich bin mir sicher, dass Du Deine Sorge mit ihm durchaus besprechen kannst. Deine Beziehung sollte eine Bereicherung für Dich (und Deinen Freund) sein und keine Belastung!

Setze Dich doch einfach mal an einem entspannten Samstagnachmittag mit ihm bei einem Kaffee an den Tisch und erzähle ihm, was Dich bedrückt: nämlich dass Du als Alleinerziehende rechnen musst, dass Dir das Thema generell unangenehm ist, aber dass Du nicht möchtest, dass Geld Eure Beziehung belastet, ... Ich bin sicher, Ihr werdet gemeinsam eine Lösung finden. Vielleicht kann er seine eigenen Kosten ja etwas zurück schrauben (z.B. durch ein WG-Zimmer statt eigener Wohnung) und dafür anteilmäßig mehr zu seinen Kosten in Deinem Haushalt beitragen.

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15. März 2011 um 22:26
In Antwort auf lyuba_12107660

@ ladyalbert
Was wäre angemessen, in welcher Form? Einkäufe dritteln? Er kauft selbst "mal" ein, er gibt "was" dazu. Dass ich das Thema ansprechen muss, ist mir klar. Wir werden auch eine Lösung finden, da wir reden können aber ich hätte gern ein paar Möglichkeiten, konkretere, parat, damit es nicht wieder in peinlich abtuenden Zugeständnissen meinerseits endet.
Er hat ja auch noch seine Wohnung, die er aber kaum nutzt, seitdem wir die Partnerschaft "ernsthaft" angehen. Ein Einzug bei mir liegt mir aber auch nocht im Sinn. Das heisst, er hat ja auch kaum Geld, sich zu beteiligen, denn er hat auch seine laufenden Kosten.

Konkrete Vorschläge zu machen macht Sinn!
Ich finde es klingt durchaus sinnvoll, nicht einfach nur über "Möglichkeiten" zu sprechen, wie Dein Freund sich in Zukunft an Deinen erhöhten Haushaltskosten beteiligen sollte. Denn solche Vereinbarungen sind am Ende dann doch oft unklar und werden irgendwie (zur Unzufriedenheit aller Beteiligten) nicht so recht eingehalten.

Wie wäre es denn, wenn Du z. B. einmal ausrechnest (anhand von alten und aktuellen Strom- und Wassergeldrechnungen), welche Mehrkosten Dein Freund "verursacht". Auch bei den Lebensmittelkosten solltest Du einmal versuchen zumindest grob auszurechnen, welche Mehrkosten für Dich entstehen. Diese Rechnung könntet Ihr dann gemeinsam aufstellen und Euch dann auf eine fixe Summe einigen, die Dein Freund in Zukunft beisteuert.

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15. März 2011 um 22:35
In Antwort auf ngaire_12351690

Konkrete Vorschläge zu machen macht Sinn!
Ich finde es klingt durchaus sinnvoll, nicht einfach nur über "Möglichkeiten" zu sprechen, wie Dein Freund sich in Zukunft an Deinen erhöhten Haushaltskosten beteiligen sollte. Denn solche Vereinbarungen sind am Ende dann doch oft unklar und werden irgendwie (zur Unzufriedenheit aller Beteiligten) nicht so recht eingehalten.

Wie wäre es denn, wenn Du z. B. einmal ausrechnest (anhand von alten und aktuellen Strom- und Wassergeldrechnungen), welche Mehrkosten Dein Freund "verursacht". Auch bei den Lebensmittelkosten solltest Du einmal versuchen zumindest grob auszurechnen, welche Mehrkosten für Dich entstehen. Diese Rechnung könntet Ihr dann gemeinsam aufstellen und Euch dann auf eine fixe Summe einigen, die Dein Freund in Zukunft beisteuert.

@ candy
Ja, das wäre das gerechteste aber eben auch das "Erbsenzählendste". Ich finde, diese Details schieben mich in so eine berechnende Position. Ach, ich winde mich hin und her und weiss doch, ich muss es regeln, sonst wird es zu einem unnötigen Problem. Ich habe ihn auch bereits gefragt, ob er nicht noch mal draüber nachdenken wolle, zurück ins Haus der Eltern zu ziehen. Dann reduzieren sich seine Kosten und wir haben weiterhin eine Rückzugsmöglichkeit. Keine Chance! Das kommt für ihn nicht in Frage, mit Ende 20 zu den Eltern zurück. WG kommt für ihn auch nicht in Frage, dafür sei er zu eigensinnig...

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15. März 2011 um 22:50
In Antwort auf lyuba_12107660

@ candy
Ja, das wäre das gerechteste aber eben auch das "Erbsenzählendste". Ich finde, diese Details schieben mich in so eine berechnende Position. Ach, ich winde mich hin und her und weiss doch, ich muss es regeln, sonst wird es zu einem unnötigen Problem. Ich habe ihn auch bereits gefragt, ob er nicht noch mal draüber nachdenken wolle, zurück ins Haus der Eltern zu ziehen. Dann reduzieren sich seine Kosten und wir haben weiterhin eine Rückzugsmöglichkeit. Keine Chance! Das kommt für ihn nicht in Frage, mit Ende 20 zu den Eltern zurück. WG kommt für ihn auch nicht in Frage, dafür sei er zu eigensinnig...

Erbsenzählen oder auf Dauer unzufrieden sein ...
Mensch, ich kann das so gut verstehen, dass Du es völlig blöd findest, die Excell-Tabelle aufzumachen und hier kleinlich alte + aktuelle Kosten zu vergleichen ... Aber am Ende ist es genau diese Aufrechnung, die Euch beiden das Gefühl gibt nicht übervorteilt zu sein.

Ich würde ihm genau diese Gedanken, nämlich dass Du nicht kleinlich-spießig sein willst, mitteilen. Er wird das verstehen und Dich genau dafür schätzen und dann einfach gemeinsam mit Dir eine Lösung "errechnen".

Natürlich muss man akzeptieren, dass er nicht mehr zu Mama + Papa ziehen will und inzwischen auch eine WG für ihn nicht mehr in Frage kommt. Und Deinerseits verstehe ich auch, dass Du noch nicht mit ihm zusammenziehen möchtest. Aber am Ende des Tages kann man eben leider nicht alles haben und muss hier und da mal Kompromisse machen. Findet gemeinsam heraus, welche Kompromisse IHR machen könnt + wollt.

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15. März 2011 um 23:01

Klare Zahlen
Hi,

ich als Mann würde klare Zahlen auf jeden Fall vorziehen. Da geht es ganz nüchtern zu und hat nichts mit Erbsenzählerei zu tun. Allgemein zu sagen was man(n) dazugibt ist nicht einfach. Wenn ihr die Rechnung zusammen macht, sieht er auch mal was eine kleine Familie so kostet

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16. März 2011 um 9:16

Nur ein Kommentar zum Unterhalt.
Selbst wenn du mit deinem Ex ein gemeinsames Sorgerecht hast ist er unterhaltspflichtig. Genau genommen darfst du gar nicht auf die Alimente verzichten, weil es nicht dein Geld sondern das des Kindes ist.

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16. März 2011 um 9:54


Ich kann dich sehr gut verstehen. Bei mir läuft es so ähnlich, aber ehr umgekert.

Mein Freund arbeitet, wohnt aber noch bei seiner Mutter, weil er sie finanziell sehr großzügig unterstützt. Ich bin Studentin und wohne alleine. Wir sind die meiste Zeit bei mir, seine Wäsche landen auch meistens hier, er hat auch mitlerweile die meisten Anziehsachen auch hier schon in meinem Schrank gelagert.

Aber das Thema Geld... Klar, weiß ich, dass er seiner Mutter sehr viel Geld gibt und aber dass ich als Studentin 2 Personen durchfüttern muss... Find das schon finnaziell (da ich im Monat für miete, nebenkosten und lebensunterhalt und mich (dazu noch Studiengebühren und Semestergebühren zurücklegen fürs semester ca. 750) nur zwischen 600-700 habe) ist das schon... Ja, er erledigt ab und zu kleine Einkäufe... aber er ist ja noch immer ein Mann und isst somit wesentlich mehr, als ich alleine es tun würde. Ich habe schonmal das Thema angeschnitten und er meinte, ich soll sagen, wie viel ich haben will und ich kriege es.... aber ich weiß auch nicht, was ich da sagen soll... und dann ist es mir auch peinlich irgendeine Summe zu nennen! Vorallem, ähnlich wie bei deinem Freund, zahlt er ja bereits auch noch wo anders.

ich denke, die beste Regelung wäre es, wenn man zusammenzieht und da sowieso ja beide an den Kosten sich beteiligen würden. Weil jetzt das Thema Strom und Wasserverbrauch anzusprechen... Ich finde immer, das klingt immer so geizig.
Das Essen habe ich ja schon mal angesprochen, ich schreibe mir einfach auf, wie viel ich im Monat fürs Essen verbraucht habe, und jenachdem, ob er nun fast alle tage hier war oder nicht, teile ich es durch 2 oder so und versuche es irgendwie liebevoll wie es nur geht auszudrücken, dass ich das gerne hätt.

Ich denke schon, dass es am sinnvollsten ist, wenn du einfach die rechnungen aufschreibst und am ende des monats von ihm eine Summe verlangst.

Viel Glück!

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16. März 2011 um 12:20

Ich würde
mich noch einmal mit ihm zusammen setzen und ihm sagen, dass du sein Angebot doch gerne annehmen würdest.

Er wird das schon verstehen, denn er hat es dir ja selbst einmal angeboten.

Letzendlich willst du ja auch nicht, dass er für dich und dein Kind aufkommt sondern lediglich, dass er sich an seinem Unterhalt in deinem Haushalt beteiligt.

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