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Alleinerziehend - neuer Partner auch schon wieder weg, was denkt ihr?

24. Mai 2017 um 10:05

Hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier angemeldet und habe auch schon meine erste Frage, bzw. möchte ich euch um euren Rat fragen.
Seit etwas mehr als einem Jahr bin ich nun alleinerziehend. Ich habe mich da von meinem Ex getrennt, der mich psychisch und auch ab und zu physisch missbraucht hat; gedauert hat das Ganze aber 10 Jahre. Immer und immer wieder wollte ich mich trennen, er hat Besserung gelobt, aber es wurde immer schlimmer. Die Trennung war für mich wie eine Befreiung, schon so lange war ich zwar in einer Beziehung aber doch auch einsam. Wir haben ein kleines Kind zusammen (2 Jahre alt).
Kurz nach der Trennung (3 Monate) habe ich via Internet jemand neues kennengelernt, ja ich war sehr aktiv auf diversen Plattformen, habe die Aufmerksamkeit regelrecht aufgesogen. Dieser Jemand, mit dem habe ich dann eine stürmische (fast) Beziehung begonnen, wir waren jetzt ca. 9 Monate miteinander unterwegs. Das schreibe ich so, weil ich ihn nie offiziell als neuen Freund vorgestellt habe. Wir hatten wirklich eine tolle Zeit, sind viel zusammen fort am Abend und auch sonst hatten wir es immer gut. Solange, bis mein Kind wieder dabei war. Da hat er sich tatsächlich immer sehr distanziert verhalten. Er hat auch zu seinen eigenen Neffen und Nichten eine distanzierte Haltung, man könnte sagen, er kann einfach nicht mit Kindern. Zu Beginn hat mich das nicht gestresst, aber es kam halt doch immer mehr auf.
Gute 5-6 Mal habe ich ihn darauf angesprochen, und immer hiess es, ja das könne er ja vielleicht noch lernen oder er wisse halt nicht, ob sich der "Aufwand" lohnen würde. In Wahrheit hat mein Kind ihn aber irgendwie überfordert. Es kamen auch öfters so Sätze wie "siehst du, genau deswegen möchte ich keine Kinder", wenn das Kleine wieder einmal Essen um sich warf oder so. Oder nach Übernachtungen mit viel Unruhe von meinem Kind "ich übernachte nie mehr bei dir, wenn das Kind auch hier ist". Zwar schon im Spass gesagt, aber trotzdem auch ein bisschen Ernst gemeint.

Ich habe nun vor einigen Tagen den Stecker dieser Fast-Beziehung gezogen und das Ganze beendet, irgendwie hat es sich nicht richtig angefühlt so weiter zu fahren. Er ist jetzt natürlich beleidigt, wütend, enttäuscht von mir etc. etc. etc. Da wir ja trotzdem eine Gute Zeit hatten, versteht er es nicht und sagt, ich schiebe das Kind als Begründung vor. Wirklich verliebt habe ich mich aber auch (noch?) nicht in ihn.
Was denkt ihr darüber? Hätte ich ihm noch einmal eine Chance geben sollen, sich mit meinem Kind anzufreunden, oder war diese Bauch-Entscheidung richtig?

Bin gerade etwas hin - und hergerissen.
Danke für eine Erleuchtung, liebe Internetgemeinschaft
Eure sometimesawesome

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24. Mai 2017 um 10:36
In Antwort auf sometimesawesome

Hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier angemeldet und habe auch schon meine erste Frage, bzw. möchte ich euch um euren Rat fragen.
Seit etwas mehr als einem Jahr bin ich nun alleinerziehend. Ich habe mich da von meinem Ex getrennt, der mich psychisch und auch ab und zu physisch missbraucht hat; gedauert hat das Ganze aber 10 Jahre. Immer und immer wieder wollte ich mich trennen, er hat Besserung gelobt, aber es wurde immer schlimmer. Die Trennung war für mich wie eine Befreiung, schon so lange war ich zwar in einer Beziehung aber doch auch einsam. Wir haben ein kleines Kind zusammen (2 Jahre alt).
Kurz nach der Trennung (3 Monate) habe ich via Internet jemand neues kennengelernt, ja ich war sehr aktiv auf diversen Plattformen, habe die Aufmerksamkeit regelrecht aufgesogen. Dieser Jemand, mit dem habe ich dann eine stürmische (fast) Beziehung begonnen, wir waren jetzt ca. 9 Monate miteinander unterwegs. Das schreibe ich so, weil ich ihn nie offiziell als neuen Freund vorgestellt habe. Wir hatten wirklich eine tolle Zeit, sind viel zusammen fort am Abend und auch sonst hatten wir es immer gut. Solange, bis mein Kind wieder dabei war. Da hat er sich tatsächlich immer sehr distanziert verhalten. Er hat auch zu seinen eigenen Neffen und Nichten eine distanzierte Haltung, man könnte sagen, er kann einfach nicht mit Kindern. Zu Beginn hat mich das nicht gestresst, aber es kam halt doch immer mehr auf.
Gute 5-6 Mal habe ich ihn darauf angesprochen, und immer hiess es, ja das könne er ja vielleicht noch lernen oder er wisse halt nicht, ob sich der "Aufwand" lohnen würde. In Wahrheit hat mein Kind ihn aber irgendwie überfordert. Es kamen auch öfters so Sätze wie "siehst du, genau deswegen möchte ich keine Kinder", wenn das Kleine wieder einmal Essen um sich warf oder so. Oder nach Übernachtungen mit viel Unruhe von meinem Kind "ich übernachte nie mehr bei dir, wenn das Kind auch hier ist". Zwar schon im Spass gesagt, aber trotzdem auch ein bisschen Ernst gemeint.

Ich habe nun vor einigen Tagen den Stecker dieser Fast-Beziehung gezogen und das Ganze beendet, irgendwie hat es sich nicht richtig angefühlt so weiter zu fahren. Er ist jetzt natürlich beleidigt, wütend, enttäuscht von mir etc. etc. etc. Da wir ja trotzdem eine Gute Zeit hatten, versteht er es nicht und sagt, ich schiebe das Kind als Begründung vor. Wirklich verliebt habe ich mich aber auch (noch?) nicht in ihn.
Was denkt ihr darüber? Hätte ich ihm noch einmal eine Chance geben sollen, sich mit meinem Kind anzufreunden, oder war diese Bauch-Entscheidung richtig?

Bin gerade etwas hin - und hergerissen.
Danke für eine Erleuchtung, liebe Internetgemeinschaft
Eure sometimesawesome

Ja, deine Bauchentscheitung war richtig. Du bist 2 und wenn es mit jemanden klappen soll, muß er beide (dich und dein Kind) akzeptieren, sonst wird das nie funktionieren.
Seine ganzen Äußerungen bezügl. deines Kindes zeigen, dass er das auch nicht lernen wird.

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24. Mai 2017 um 11:14

Danke Danke Danke für die einstimmigen Kommentare, manchmal weiss ich auch nicht so genau was richtig und was falsch ist.
Aber wenn jemand mein Kind nur nett behandelt weil ich ihn darum bete, dann ist wohl wirklich etwas falsch.
Anscheindend bin ich aber Typ Frau, der gerne Chancen verteilt oder auf Sachen hofft, die eh nie eintreffen.
Daran werde ich mit meiner Psychologin arbeiten

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24. Mai 2017 um 11:25

Sehe dass auch so, dass du richtig gehandelt hast.

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