Home / Forum / Liebe & Beziehung / Alleinerziehen schadet den Kindern mehr als Streit der Eltern

Alleinerziehen schadet den Kindern mehr als Streit der Eltern

9. Juni 2008 um 1:03

Das ist ein Resumee einer mehr als eineinhalb Jahrzente lang angelegten psychologischen Studie.

Das widerspricht den häufig zitierten Stammtischweisheiten.

Ausführlich nachzulesen im Spiegel
"ALLEINERZIEHENDE Kinder leiden unter trügerischer Harmonie" unter
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,5-56807,00.html

ein Zitat daraus:

Angst vor einem erneuten Verlust hemmt die Kinder

Zwei Faktoren scheinen dabei unheilvoll zusammenzuspielen: Alleinerziehende Mütter sind oft mit der Bewältigung des Alltags enorm belastet: Sie müssen Geld verdienen, die Wohnung in Ordnung halten, die Getränkekisten besorgen, sich mit den Lehrern herumärgern. Und manchmal sind sie auch mit der Suche nach einer neuen Liebe beschäftigt. Derweil lassen sie dem oder der Pubertierenden oft große Freiheiten.

Und das Kind? "Es findet natürlich erst einmal toll, dass ihm so viel erlaubt ist", sagt Kreppner. Und es schlägt dabei ganz selten über die Stränge. Schließlich hat es durch die Trennung der Eltern erlebt, dass selbst Beziehungen in der Kernfamilie nicht von Ewigkeit sind. "Bei den meisten ist die Angst da: Ich darf keine ganz schlimme Revolte machen, sonst verlässt mich die Mutter womöglich auch noch."

jaja

Mehr lesen

9. Juni 2008 um 1:39

Ich denke, nichts läßt sich verallgemeinern
Vermutlich wären eine gewalttätige Beziehung der Eltern untereinander oder besonders begabte Alleinerziehende Ausnahmen, die die Aussage aufweichen oder auch ihr sogar widersprechen.

Die Studie hat eher statistischen Charakter, der sagt, dass es durchschnittlich besser ist, wenn die Eltern trotz Streitigkeiten zusammenbleiben. Aber sicher nicht in jedem einzelnen Fall.

Ich denke die drei wichtigsten Kriterium sind, dass die Kinder sich beider Elternteile sicher sein können, dass sich der allein erziehende Elternteil nicht auf eine Freund/Ersatzpartnerebene zu dem Kind begibt und das der alleinerziehende Elternteil Streitigkeiten mit dem Kind nicht aus dem Weg geht und sich ihnen gewachsen zeigt.

Wenn das funktioniert, ist wohl schon mal einiges zu retten.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 1:43

Revolte
Revolte ist notwendig im Zuge der Abgrenzung, des sich selbst erprobens, des Findens einer eigenen Identität, des Erlebens der eigenen Konfliktfähigkeit sowie deren Grenzen.

Revolte bedeutet nicht, unerträgliche Umstände zu beseitigen, sondern Training zur Persönlichkeitsentwicklung.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 6:38

Üble Tendenz
Ich verfolge seit etlichen Jahren eine besorgniserregende Tendenz gerade der Psychologie hin zu ultrakonservativen Leitsätzen, welche dann einer "Forschung" unterliegen, welche wissenschaftlich nur als sehr umstritten gelten darf . Da werden fragwürdige Forschungsdesigns und unhaltbare Studien instrumentalisiert und missbraucht, um Leute ideologisch (rechts und gestrig) zu infiltrieren und erzreaktionäre Theorien über die soziale Rollenverteilung der Menschen zu bestätigen. Die traute Kleinfamilie, der Mann als Oberhaupt, die notwendige Repression, die rückkehr zu alten Rollen. Ob die forschung diese Berechtigung tatsächlich beweisen kann, scheint völlig nebensächlich, gibt es doch soviele Möglichkeiten zur Manipulation von Fragestellungen und Retuschierung von Ergebnissen. Was nicht passt, wird passend gemacht.

Die Scheinargumentation zum Zusammenhalt katastrophaler Ehen "zugunsten" der Kinder ist überhaupt nicht haltbar, ist gleichsam die zeitlich verlagerte IIdiotie auf Stammtischniveau, die Ehen wegen kleiner Kinder "kitten" will. "Revolte" als notwendiger Prozess der Individuation ist gerade nicht
-auf das Pubertätsalter und
-auf die bürgerliche Kleinfamilie
begrenzt, sondern ist ein lebenslanger Prozess unter unterschiedlichsten sozialen Rahmenbedingungen, wie es uns die lifetime Entwicklungaspsychologie zeigt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 7:32

Verheiratete Mütter
sind zum Großteil auch mit der Bewältigung des Alltags enorm belastet. Sie müssen zum Großteil auch Geld verdienen, die wohnung in Ordnung halten, die geztränkekisten besorgen, sich mit den Lehrern herumärgern und haben obendrein dann abends auch noch einen Partner zu Hause, der an ihnen herummeckert und sie aber auch überhaupt nicht unterstützt. Denn er geht ja arbeiten und das ist ja so schwer.

Hängt immer davon ab, welchen "Partner" Frau erwischt hat.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 8:21

Vielleicht müssen wir einfach mal von den Extremen weg
Ich stimme Dir insofern zu, dass diverse theoretische Gebäude, die weit von den Instinkten wegführen und rein kopfgesteuert sind, eher keine guten Wege sind. So auch viele Theorien.

Mit Revolte ist nicht gemeint, das notwendigerweise das Haus in Schutt und Asche liegen muß. Nicht jeder ist so. Je nach Persönlichkeit kann es sich vielleicht auch darauf beschränken, dass Kind eifach wütend ist auf die Eltern, dass es diesem Frust vielleicht auch mal in emotionalen Worten Raum gibt, dass es sich schmollend ne Weile zurückzieht, dass es lange Diskussionen gibt, in denen Kind nicht klein bei gibt, oder ähnlich schwächerer Formen. Das erst mal zum Thema Revolte.

Ich denke, dass die meisten klassischen Familien aus dem Bauch heraus, das meiste richtig machen.

ber Kinder und Jugendliche neigen tatsächlich nun einmal dazu ihre sich zunehmend entwickelnde Persönlichkeit zu testen, Und daher gibt es naturgemäß zu manchen Zeiten mehr Stress als zu anderen.

Das passiert aber nur in sinnvollen Maßen, wenn das Kind sich einigermaßen sicher fühlt, dieses Risiko auch eingehen zu können ohne das seine Strukturen zerbrechen.

Ich kenne Alleinerziehende, auf deren Kinder das in der Studie beschriebene rücksichtsvolle, sich selbst zurücknehmende, vorzeitig erwachsene Verhalten der Kinder perfekt passt ... ein Beispiel: Mama war so stolz darauf ... bis sie mitbekam, dass ihre Tochter die Aggressionen, die sie sich nicht traute nach draußen dringen zu lassen, mit Ritzen abwetterte.

Klar gibt es immer Gegenbeispiele, aber ich finde diese Studie nicht so weltfremd.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 8:29

Revolte
wenn Psychologen "Revolte" sagen, meinen sie glaube ich was anderes, als das, was der Noralbürger aus dem Fernsehen kennt, wenn die Befreiungsarmee von XY die Konterrevolutionäre bekämpft

Ich denke die Revolte der Psychologen ist schon eine andere Meinung haben und sie deutlich und etwas unnachgiebig zu vertreten.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 8:31

Ansonsten ja, da stimme ich Dir zu
ich denke auch Eltern sollten ihre Persönlichkeit, ob temperamentvoll oder nicht in der Erziehung nicht verbergen.
Und ja, Eltern die sich gut streiten können (respektvoll nicht unnötig verletzend etc.), sind eine gute Schule für die Konfliktfähigkeit ihrer Kinder.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 8:34

Sicher wertvoller als sehr viele andere Studien
die sich oft NUR auf theoretische Gebäude und kurze Praxiszeiten von ein paar Monaten stützen oder ihnen gänzlich unbekannte Verhältnisse im Minutenblick beurteilen.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 8:38

Das....
.... Kinder nach einer Trennung der Eltern einen Knacks weg bekommen will ich nicht bezweifeln, im Gegenteil ich kann das sogar bestätigen.

Die Argumente die hier angeführt werden, halte ich allerdings für extrem "lahm".
Während meiner Ehe sah das so aus, ich mußte Geld verdienen, die Wohnung (ha Haus und Garten) in Ordnung halten, Getränkekisten besorgen (das Argument finde ich derartig lachhaft, also wer keine größeren Probleme in seinem Leben hat als Getränkekisten zu schleppen der hat wirklich Glück gehabt . Dabei fällt mir eine "lustige" kleine Geschichte ein, ich war ungefähr im 8 oder 9 Monat mit meiner mittleren Tohter schwanger und kaufte für eine Feier ein und wuchtete Getränkekisten ins Auto. Mein Göttergatte hatte es sich derweil auf dem Fahrersitz bequem gemacht. Plötzlich kam ein Mann an, half mir die Kisten ins Auto zu heben, ging zur Fahrertür, die wegen der Hitze aufstand, guckte meinen Gatten an und sagte nur "Du ... und ging wieder seiner Wege ) und mit Lehrern hab ich mich auch noch rumgeärgert.
Zusatzlich durfte ich mich auch über die Suche (???) meines Mannes nach einer neuen Liebe herum ärgern, jeden Tag Angst vor psychischer Gewalt und Streit, ständig einen meckernden Mann, dauernde durch den psychischen Stress auftretende Krankheiten, Verbote und und und....

Nach meiner Ehe sah das so aus, ich muß Geld verdienen, das Haus und den Garten halte ich jetzt in Ordnung, weil ich es für mich mache und nicht weil es erwartet wird, die Getränkekisten schlepp ich immer noch selber und die Lehrer ärgern mich auch immer noch.
Meine Kinder sind im Gegensatz zu früher, wo sie sich kaum trauten zu atmen, wenn ich zusammen gebrüllt wurde, fröhliche aufgeweckte selbstbewußte Gören. Bisher ist keiner von ihnen auf die schiefe Bahn geraten, im Gegenteil die Große wird Krankenschwester und die Mittlere ist eine Leuchte in der Schule.
Erlaubt wird ihnen, wenn denn überhaupt Verbote angebracht sind sogar weniger als zu meiner "Angst-Ehezeit", weil ich jetzt viel ausgeglichener auch durch eine neue vertrauensvolle ohne Angst geführte Liebe bin.

Alleinerziehnd zu sein hat für mich nach der schwierigen Anfangsphase nur Vorteile gebracht und wenn ich daran denke, ich wäre nicht geschieden worden und was dann aus meinen Kindern geworden wäre, mit einer "kaputten" Mutter, daran möchte ich lieber gar nicht erst denken.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 8:42

Ich denke, dass die Studie
vielleicht der Leichtigkeit entgegentritt, mit der behauptet wird, Kinder vertragen eine Trennung natürlich gut, weil danach ja der Streit zwischen den Eltern-Partern weg ist.
Das ist übrigens auch eine Behauptung aus der Ecke der Psychologen, die aber gern aufgenommen wurde in den Reigen des Allgemeinwissens.

Klar ist, dass das Problem schon früher anfängt, nämlich bei der Unfähigkeit der Partner, ihre Aufgabe in konstruktiven Streits gut zu Ende zu bringen. Gut wäre, wenn sie an ihrer Streitkultur arbeiten.

Der Anstoß ist vielleicht eher, dass Eltern sich dessen BEWUßt sein sollten, dass es ihren Kindern nicht gut tut, wenn sich Eltern trennen. Das heißt nicht, dass sie deswegen zusammen bleiben müssen, wenn es nicht geht. Aber zu Verantwortung gehört auch die Augen aufmachen und sich nicht mit einfachen Floskeln davon zu stehlen und sich selbst zu betrügen.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 8:49
In Antwort auf sonnenblume293

Üble Tendenz
Ich verfolge seit etlichen Jahren eine besorgniserregende Tendenz gerade der Psychologie hin zu ultrakonservativen Leitsätzen, welche dann einer "Forschung" unterliegen, welche wissenschaftlich nur als sehr umstritten gelten darf . Da werden fragwürdige Forschungsdesigns und unhaltbare Studien instrumentalisiert und missbraucht, um Leute ideologisch (rechts und gestrig) zu infiltrieren und erzreaktionäre Theorien über die soziale Rollenverteilung der Menschen zu bestätigen. Die traute Kleinfamilie, der Mann als Oberhaupt, die notwendige Repression, die rückkehr zu alten Rollen. Ob die forschung diese Berechtigung tatsächlich beweisen kann, scheint völlig nebensächlich, gibt es doch soviele Möglichkeiten zur Manipulation von Fragestellungen und Retuschierung von Ergebnissen. Was nicht passt, wird passend gemacht.

Die Scheinargumentation zum Zusammenhalt katastrophaler Ehen "zugunsten" der Kinder ist überhaupt nicht haltbar, ist gleichsam die zeitlich verlagerte IIdiotie auf Stammtischniveau, die Ehen wegen kleiner Kinder "kitten" will. "Revolte" als notwendiger Prozess der Individuation ist gerade nicht
-auf das Pubertätsalter und
-auf die bürgerliche Kleinfamilie
begrenzt, sondern ist ein lebenslanger Prozess unter unterschiedlichsten sozialen Rahmenbedingungen, wie es uns die lifetime Entwicklungaspsychologie zeigt.

Umkehr
ich denke es ist lediglich im gewissen Rahmen eine Umkehr der Lehrmeinungen der Psychologie zu beobachten.

Die früheren Trends, die Du hier verteidigst, waren vor 30 Jahren ebenso in Frage gestellt, weil sie neu waren und mit dem hergebrachten brachen. Heute sind diese Theorien das alte, mit dem sich neues mißt.
Inzwischen vertritt kaum noch eine Psychologe die Theorie, das man schreiende Kleinkinder ignorierend auf den Balkon abschieben soll (vor 40 Jahren neue Erkenntni) oder das Kinder ihre Grenze in der antiautoritären Erziehung selber finden müßten.

Zeiten ändern sich und manches erweist sich als falsch.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 8:52

Sicher
ist die Studie nicht allgemeingültig, wie ich ja schon anderswo geantwortet.
In vollkommen zerbrochenen Beziehungen mit Drogen und Gewalt ist sicher der Schaden bei aufrechterhalten der Beziehung größer als die Versuche, das auszuhalten.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 9:21

Ja
so ist das.
Ich glaube oft zeigt sich, dass der "gesunde Menschenverstand" den psychologischen Statements überlegen ist.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 9:23

Revolte
zum Begriff habe ich unten schon mal formuliert, was ich davon denke.

Ansonsten denke ich, dass die teilweise existierend "Beißhemmung" zuhause in den Schulen vielleicht vermehrt ausgelebt wird ?

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 9:26

So im Forum
kommst Du auch durchaus sehr selbstbewußt rüber. Vermutlich entschärft das viele angesprochene Probleme, die übergigens sicher auch bei Elternpaaren eine Rolle spielen, die von den Kindern als sehr schwach erlebt werden.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 9:27

Ich beobachte meine tochter sehr genau
und ich finde sie ist ausgeglichener seit izhr papa nur noch bestimmte tage die woche kommt.denn er hat mehr zeit für sie und der streit bleibt aus.die ehe war voller streit und sie völlig verdreht.dann lieber ein kind mit verlustängsten als ein völlig verängstigtes oder verwirrtes

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 9:55

@zaubermoosi
...nach einigem Suchen hab ich den Artikel gefunden und gelesen und kann dir nur zustimmen, ich find den auch sehr beschränkt.

Weißt du wenn ein Wissenschaftler 15 Jahre Familien studiert und dann zu der Erkenntnis kommt, alleinerziehende Mütter sind dadurch belastet, weil sie die Wohnung in Ordnung halten müssen und Getränkekisten schleppen müssen (darüber komm ich echt gar nicht hinweg ), der hätte in der Zeit besser Rosen züchten sollen, das wäre wesentlich ergibieger gewesen.

Der Rest des Artikels über die Kinder ist allgemeines Blabla der nicht neues darstellt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 10:04

Ich denke schon das ein Körnchen Wahrheit dahinter steckt..
wenn ich die Nanny im Fernsehen sehe, sind es zu 80% Alleinerziehende die Probleme haben..

Es ist ein Wahnsinn, wie die Mütter schon mit ihren kleinen Kindern nicht mehr fertig werden, geschweige denn mit ihren Pubertierenden Jugendlichen.

Ich finde schon, dass man merkt das der Vater, als Respektperson fehlt.

Um die Erziehung wird nicht mehr gekümmert, sondern die Mütter sind mit sich selbst beschäftigt.

Ich denke auch, dass es ab einem gewissen Alter besser ist, die Kinder zum Vater zu geben bzw. die Familie aufrecht zu halten.

Väter sind zwar keine Mütter, aber sie sind in meinen Augen eher Respektpersonen, die die Jugendlichen einfach brauchen um ihre Grenzen kennen zu lernen...

Viele Mütter (beziehe mich immer noch auf die Nanny im Fernsehen) sind einfach nur überfordert, schaffen es nicht die Grenzen zwischen Erziehung und "einfach laufen zu lassen" zu meistern...

Ich finde das die meisten Mütter, sich oft bei einer Trennung nicht genügend Gedanken um die Kinder machen, sie tennen sich und die Kinder gleich mit und ich glaube das es falsch ist.

Kinder, bzw. Jugendliche aus der gewohnten Umgebung zu reissen ihnen den Vater wegzunehmen.... Oft wird über den Kopf der Kinder entschieden. Diese müssen sich dann zwischen Vater und Mutter entscheiden, obwohl sie ja nichts mit der Trennung zwischen den Eltern zu tun haben...

Auch die Gradwanderung immer noch Eltern zu bleiben schaffen die meisten nicht...

Ganz schnell wird oft mals ein Papaersatz gesucht um eine heile Welt zu spielen und wie oft ist dieser "neue Papa" wieder weg... und der nächste kommt.

Auch machen sich Väter oft keine Gedanken, was sie bei einer Trennung in ihren Kindern anrichten. Sie gehen einfach, besuche am Anfang und dann...... haben sie eine Neue Partnerin und die Kinder müssen, sollen eine neue Stiefmutter aktzeptieren. Von einem Tag auf den Anderen...

Ich glaube, dass eine Ehe nicht nur bedeutet, eine Familie zu sein, sondern auch den Kindern ein gewisses Maß an Sicherheit zu geben... Eine gesicherte Kindheit...

Da muss man eben mal über den Schatten springen, so weh es auch tut und Kompromisse finden, Fehler verzeihen (wir machen alle mal Fehler) und für die Kinder neu anzufangen...

Denke ich mal....

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 10:14

Lach..
...deiner letzten Satz kann ich (leider wie weiter oben in meinem Posting geschrieben) nur bestätigen.

Ich denke einfach der gute Mann war einfach ein Verfechter der guten alten Familie wie sie nach alten Maßstäben früher mal sein sollte. Die Frau darf Küche, Kinder, Kirche unter einen Hut bringen, der Mann trägt die Verantwortung und die Kisten und alle Kinderchen geraten wohl und sie lebten friedlich, freudig bis an ihr seeliges Ende.

Das das früher nach außen hin vielleicht ein bißchen so gewesen sein mag kann vielleicht sein aber wie es im inneren aussah, durfte keiner erblicken und die Konflikte wurden einfach unter den Tisch "geschwiegen", weil man vor den Nachbarn ja gut dastehen mußte.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 10:43
In Antwort auf cheri_12856826

Ich beobachte meine tochter sehr genau
und ich finde sie ist ausgeglichener seit izhr papa nur noch bestimmte tage die woche kommt.denn er hat mehr zeit für sie und der streit bleibt aus.die ehe war voller streit und sie völlig verdreht.dann lieber ein kind mit verlustängsten als ein völlig verängstigtes oder verwirrtes

Ich glaube
viele Mütter übersehen, dass das vermeintlich ausgeglichene Verhalten, was auch gern als rücksichtsvoll, erwachsen, ruhig, besonnen etc. beschrieben wird, auf einer Selbstkontrolle das Kindes beruhen kann. Wie ich schon erlebt habe, wurde es in diesem Sinne von den Müttern fehlinterpretiert.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 11:00

Motivationsbaustein
Dein Satz "Kein Kind verträgt eine Scheidung gut" ist glaube ich nicht in allen Köpfen so klar verankert.
Ich denke auch nicht, dass diese Studie zu dem Schluss verleiten sollte "dann müssen wir eben die Zähne zusammenbeißen und weiter Krieg führen miteinander"

Es ist vielleicht lediglich ein bewußt machen dessen, was Du und viela andere offenbar intuitiv weißt. Es tritt damit Behauptungen anderer Psychologen entgegen, die keinen wesentlichen Nachteil in einer "sauberen" Trennung sehen.

Im Endeffekt wäre es sicher gut, wenn die Paare mit noch mehr Motivation an ihrer Beziehungs- und Konfliktlösefähigkeit arbeiten, anstatt sich relativ einfach zu trennen. (gut für die Kinder und bereichernd für ihre eigene Entwicklung) Vielleicht stellt diese Studie lediglich einen kleinen Motivationsbaustein dafür dar.

Und es ist vielleicht ein zusätzlicher Punkt noch einmal nachzudenken, bevor man einfach weil man sich neu verliebt hat, die Familie aufgibt ... um sich selbst zu verwirklichen.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 11:03

Vielleicht ist es ein Punkt
der noch stärker motiviert, einen dritten Weg zu gehen: Wie wäre es, wenn sich beide Beteiligten vermehrt in der Verantwortung sehen, ihre Familie wieder auf die Beine zu stellen, zu lernen konstruktiver miteinander zu streiten, Kompromisse einzugehen evtl. auf eine neue Verliebtheit zu verzichten

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 11:10

"ich bin selbstbewußt"
und wenn Du Dich auch noch stark fühlst, hast Du damit sehr wichtige Bausteine für eine gute Elternschaft.

Ich trau Studien auch nur sehr begrenzt. Diese widerspricht eigentlich nur anderen psychologischen Studien, die sagen, Trennung sei unproblematisch für Kinder.

Authentische, sichere Eltern mit guten Instinkten und sozialen Fähigkeit sind vermutlich das Optimum für ein Kind. Und wenn ein Elternteil das allein hinkriegt, ist das ggf. besser als einen lernunwilligen Partner der das ganze sabottiert mitzuschleppen

Aber oft lassen Trennungen auch haltsuchende Einzelerziehende zurück, die von ihrer Aufgabe, für das Kind spürbar, überfordert sind.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 11:12
In Antwort auf akeno_12890379

Vielleicht ist es ein Punkt
der noch stärker motiviert, einen dritten Weg zu gehen: Wie wäre es, wenn sich beide Beteiligten vermehrt in der Verantwortung sehen, ihre Familie wieder auf die Beine zu stellen, zu lernen konstruktiver miteinander zu streiten, Kompromisse einzugehen evtl. auf eine neue Verliebtheit zu verzichten

jaja

Jaja...
..was du hier schreibst ist in meinen Augen eine "gut klingende Theorie", die sich fast alle Eltern vornehmen wenn der Gedanke an Trennung auftaucht. Ist die Trennung dann aber real, geht diese scheinbar gut durchdachte Theorie noch schneller über Bord als man gucken kann.

Wie oft habe ich den Satz schon von Eltern gehört, wenn wir uns mal trennen sollten, werden wir aaaalllles gaaaaaaaaaanz anders machen und die Kinder stehen immer im Vordergrund. Weißt du, die die solche Sätze loslassen, streiten sich in der Realität hinterher am meisten.


Diese Theorie würd ja sicherlich auch perfekt funktionen, wenn nicht der Faktor "Mensch" mitspielt. Der Mensch mit seinen Fehler, Gefühlen und Erwartungen usw. Ja dann würde es prima funktionieren. Nur leider ist der Mensch der größte Faktor und schon ist die beste Theorie dahin.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 11:15
In Antwort auf akeno_12890379

"ich bin selbstbewußt"
und wenn Du Dich auch noch stark fühlst, hast Du damit sehr wichtige Bausteine für eine gute Elternschaft.

Ich trau Studien auch nur sehr begrenzt. Diese widerspricht eigentlich nur anderen psychologischen Studien, die sagen, Trennung sei unproblematisch für Kinder.

Authentische, sichere Eltern mit guten Instinkten und sozialen Fähigkeit sind vermutlich das Optimum für ein Kind. Und wenn ein Elternteil das allein hinkriegt, ist das ggf. besser als einen lernunwilligen Partner der das ganze sabottiert mitzuschleppen

Aber oft lassen Trennungen auch haltsuchende Einzelerziehende zurück, die von ihrer Aufgabe, für das Kind spürbar, überfordert sind.

jaja

..
http://www.bild.de/BILD/ratgeber/gesund-fit/bams/2-008/05/25/kind-schlaegt/seine-mutter,geo=4620304.ht-ml

so etwas gibt es auch...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 11:20
In Antwort auf ofi21

Jaja...
..was du hier schreibst ist in meinen Augen eine "gut klingende Theorie", die sich fast alle Eltern vornehmen wenn der Gedanke an Trennung auftaucht. Ist die Trennung dann aber real, geht diese scheinbar gut durchdachte Theorie noch schneller über Bord als man gucken kann.

Wie oft habe ich den Satz schon von Eltern gehört, wenn wir uns mal trennen sollten, werden wir aaaalllles gaaaaaaaaaanz anders machen und die Kinder stehen immer im Vordergrund. Weißt du, die die solche Sätze loslassen, streiten sich in der Realität hinterher am meisten.


Diese Theorie würd ja sicherlich auch perfekt funktionen, wenn nicht der Faktor "Mensch" mitspielt. Der Mensch mit seinen Fehler, Gefühlen und Erwartungen usw. Ja dann würde es prima funktionieren. Nur leider ist der Mensch der größte Faktor und schon ist die beste Theorie dahin.

Vielleicht ist es wirklich nur eine gut klingende Theorie
Du hast schon recht, dass man in einer Beziehung aufgrund der emotionalen Nähe, und damit verbundenen Verletzlichkeit, der sich evtl. ansammelnden Wunden etc. es zunehmend schwerer hat, sich konstruktiv mit dem Partner auseinanderzusetzen.

Vermutlich wird dieser Motivationsbaustein auch nur die, vielleicht wenigen, erreichen, die noch dazu in der Lage sind, das umzusetzen und denen diese Einsicht bislang gefehlt hat.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 11:21

Damit hast Du sicher recht
Diese Verhaltensweisen sind einige besonders belastende Aspekte von manchen Trennungen.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 11:30

Ich glaube
dass es sehr viel länger noch geht und erst funktioniert, wenn das Problem erkennbar wird.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 12:04

Hallo erstmal
ich bin ein scheidungskind. ich war genau 5 jahre alt, als sie sich trennten, und ich muss sagen mir fehlte es an nichts, meine mutter war und ist nach wie vor eine bzw meine respektsperson, (sie ist mittlerweile wieder seit 14 jahren verheiratet), mir hat es nie an etwas gefehlt, und ich muss eher sagen das ich unter den stressituationen die es zwischen meinen eltern gab mehr gelitten habe als an der tatsache das der vater fehlte. und ich denke nicht das menschen miteinanden zusammelbleiben sollten nur weil kinder da sind. so meiner meinung findet man noch weniger einen gliebten partner und hat auch keine lust mehr heim zu kommen. und das keine beziehung eine garantie mit sich bringt sollte jedem menschen egal wie alt gelert werden.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 12:07

Das frage ich mich auch
gerade, ob es meinen Söhnen mit mir alleine genauso gut geht, wie mit beiden Elternteilen.
Fakt ist, dass Kinder beide Elternteile brauchen. Gerade Jungen brauchen eine männliche Vorbildfigur, an der sie sich orientieren können (muss aber natürlich nicht der Vater sein).
Aber Alleinerziehend heisst ja nur in Ausnahmefällen, dass der Vater keine Rolle mehr spielt. Meistens ist er ja noch greifbar, oft auch engagiert.
Die Mehrfachbelastung ist natürlich immens, die Nerven leiden darunter und man kann sich ja auch nicht zerschneiden um überall gleichzeitig zu sein.
Auf der anderen Seite ist ein Aufwachsen in Harmonie, wenn es zwischen den Eltern nur noch kracht, auch nicht unwichtig.
Pauschal kann man das sicher nicht beantworten, entscheiden noch viel schwerer .

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 12:12
In Antwort auf naomh_12744558

Ich denke schon das ein Körnchen Wahrheit dahinter steckt..
wenn ich die Nanny im Fernsehen sehe, sind es zu 80% Alleinerziehende die Probleme haben..

Es ist ein Wahnsinn, wie die Mütter schon mit ihren kleinen Kindern nicht mehr fertig werden, geschweige denn mit ihren Pubertierenden Jugendlichen.

Ich finde schon, dass man merkt das der Vater, als Respektperson fehlt.

Um die Erziehung wird nicht mehr gekümmert, sondern die Mütter sind mit sich selbst beschäftigt.

Ich denke auch, dass es ab einem gewissen Alter besser ist, die Kinder zum Vater zu geben bzw. die Familie aufrecht zu halten.

Väter sind zwar keine Mütter, aber sie sind in meinen Augen eher Respektpersonen, die die Jugendlichen einfach brauchen um ihre Grenzen kennen zu lernen...

Viele Mütter (beziehe mich immer noch auf die Nanny im Fernsehen) sind einfach nur überfordert, schaffen es nicht die Grenzen zwischen Erziehung und "einfach laufen zu lassen" zu meistern...

Ich finde das die meisten Mütter, sich oft bei einer Trennung nicht genügend Gedanken um die Kinder machen, sie tennen sich und die Kinder gleich mit und ich glaube das es falsch ist.

Kinder, bzw. Jugendliche aus der gewohnten Umgebung zu reissen ihnen den Vater wegzunehmen.... Oft wird über den Kopf der Kinder entschieden. Diese müssen sich dann zwischen Vater und Mutter entscheiden, obwohl sie ja nichts mit der Trennung zwischen den Eltern zu tun haben...

Auch die Gradwanderung immer noch Eltern zu bleiben schaffen die meisten nicht...

Ganz schnell wird oft mals ein Papaersatz gesucht um eine heile Welt zu spielen und wie oft ist dieser "neue Papa" wieder weg... und der nächste kommt.

Auch machen sich Väter oft keine Gedanken, was sie bei einer Trennung in ihren Kindern anrichten. Sie gehen einfach, besuche am Anfang und dann...... haben sie eine Neue Partnerin und die Kinder müssen, sollen eine neue Stiefmutter aktzeptieren. Von einem Tag auf den Anderen...

Ich glaube, dass eine Ehe nicht nur bedeutet, eine Familie zu sein, sondern auch den Kindern ein gewisses Maß an Sicherheit zu geben... Eine gesicherte Kindheit...

Da muss man eben mal über den Schatten springen, so weh es auch tut und Kompromisse finden, Fehler verzeihen (wir machen alle mal Fehler) und für die Kinder neu anzufangen...

Denke ich mal....

?
"Ich finde schon, dass man merkt das der Vater, als Respektperson fehlt. "

Das verstehe ich jetzt aber nicht. Wie kommst du darauf, dass nur der Vater eine Respektsperson ist? Die Mutter nicht? Unsere Familie manage ich ziemlich alleine - und das ist auch gut so - und mein Wort zählt deutlich mehr als das des Vaters (und das klappt auch ohne Geschrei - meistens )
Diese Vorstellung ist überholt und kommt aus einer Zeit, wo Mütter den Kindern drohten "Warte nur, bis Papa nach Hause kommt..."

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 12:21

Dazu
Zu "Männer bevorzugen allerdings die Form des Bezahlens und des nicht Kümmerns, und meines Erachtens hat auch ein Mann, nach einer Trennung, nicht nur die Pflicht, finanziell für SEINE Kinder aufzukommen, sondern sollte sich auch an anderen Tagen, nicht nur an dem Besuchstag/Besuchswochenende, und um andere Dinge, welche SEINE Kinder angehen, bemühen und verpflichtet werden."
Die Aufgabenteilung nach einer Familie mit Kind ist wie ich denke ein anderes Thema.
Es gibt das Modell, bei dem Mann und Frau sich die Betreuung des Kindes redlich teilen. Dann gibt es allerdings auch keine Unterhaltszahlung, weil diese als Belastungsausgleich gedacht ist.
Allerdings BEVORZUGEN nicht immer die Männer die Unterhaltsform des Bezahlens, sondern die FRAUEN sehen es fast immer als ihr ureigenstes Recht an, die Kinder MITZUNHEMEN.
Ich erinnere mich hier an einen Post vor 2 Tagen, in denen eine Frau überlegte, den Aufenthalt der Kinder beim Vater zu lassen, weil sie dort besser aufgehoben seien.
Das erzeugte hier bei den Frauen einen Sturm der Entrüstung ! Soviel zur Emanzipation und Opferrolle der Frauen.
Aber ich glaube, das ist ein anderes Thema.


Statt Trennung sollten die Paare öfter versuchen, umzulernen, was ihre Kommunikations- und Kompromissfähigkeiten angeht. Machtkämpfe in einer Beziehung schaden immer beiden.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 12:24
In Antwort auf akeno_12890379

Dazu
Zu "Männer bevorzugen allerdings die Form des Bezahlens und des nicht Kümmerns, und meines Erachtens hat auch ein Mann, nach einer Trennung, nicht nur die Pflicht, finanziell für SEINE Kinder aufzukommen, sondern sollte sich auch an anderen Tagen, nicht nur an dem Besuchstag/Besuchswochenende, und um andere Dinge, welche SEINE Kinder angehen, bemühen und verpflichtet werden."
Die Aufgabenteilung nach einer Familie mit Kind ist wie ich denke ein anderes Thema.
Es gibt das Modell, bei dem Mann und Frau sich die Betreuung des Kindes redlich teilen. Dann gibt es allerdings auch keine Unterhaltszahlung, weil diese als Belastungsausgleich gedacht ist.
Allerdings BEVORZUGEN nicht immer die Männer die Unterhaltsform des Bezahlens, sondern die FRAUEN sehen es fast immer als ihr ureigenstes Recht an, die Kinder MITZUNHEMEN.
Ich erinnere mich hier an einen Post vor 2 Tagen, in denen eine Frau überlegte, den Aufenthalt der Kinder beim Vater zu lassen, weil sie dort besser aufgehoben seien.
Das erzeugte hier bei den Frauen einen Sturm der Entrüstung ! Soviel zur Emanzipation und Opferrolle der Frauen.
Aber ich glaube, das ist ein anderes Thema.


Statt Trennung sollten die Paare öfter versuchen, umzulernen, was ihre Kommunikations- und Kompromissfähigkeiten angeht. Machtkämpfe in einer Beziehung schaden immer beiden.

jaja

Klar sollten die Paare
versuchen, umzulernen. theoretisch ist das auch so. aber praktisch sieht das dann so aus, dass die Frau sich dem Mann anpassen und unterordnen soll. Ich muß mich hier nur mal umgucken in meinem Umfeld. Und - wenn beide wirklich daran arbeiten würden, würde es zu dem Punkt erst gar nicht kommen, an dem es nicht mehr miteinander geht. doch leider gehören dazu immer zwei und wenn einer nicht will, kann der andere gar nichts machen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 12:26
In Antwort auf zoey_11936128

Das frage ich mich auch
gerade, ob es meinen Söhnen mit mir alleine genauso gut geht, wie mit beiden Elternteilen.
Fakt ist, dass Kinder beide Elternteile brauchen. Gerade Jungen brauchen eine männliche Vorbildfigur, an der sie sich orientieren können (muss aber natürlich nicht der Vater sein).
Aber Alleinerziehend heisst ja nur in Ausnahmefällen, dass der Vater keine Rolle mehr spielt. Meistens ist er ja noch greifbar, oft auch engagiert.
Die Mehrfachbelastung ist natürlich immens, die Nerven leiden darunter und man kann sich ja auch nicht zerschneiden um überall gleichzeitig zu sein.
Auf der anderen Seite ist ein Aufwachsen in Harmonie, wenn es zwischen den Eltern nur noch kracht, auch nicht unwichtig.
Pauschal kann man das sicher nicht beantworten, entscheiden noch viel schwerer .

Sicher nie pauschal lösbar
Authentische, sichere Eltern mit guten Instinkten und sozialen Fähigkeit sind vermutlich das Optimum für ein Kind. Und wenn ein Elternteil das allein hinkriegt, ist das ggf. besser als einen lernunwilligen Partner der das ganze sabottiert mitzuschleppen

Aber oft lassen Trennungen auch haltsuchende Einzelerziehende zurück, die von ihrer Aufgabe, für das Kind spürbar, überfordert sind. Im ungünstigen Extremfall suchen die Einzelerziehenden sogar Halt und Gesellschaft beim Kind. Sowas kann auch bei Elternpaaren geschehen, nur ist das weniger wahrscheinlich.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 12:29

Extrem
Deine gewalttätige Beziehungen mit Vergewaltigungen ist sicher die nahezu ungünstigste Beziehungssituation, die denkbar ist. Da ist wohl wenig Hoffnung, etwas zu reparieren.

Für die Beurteilung der Situation "meine tochter is 3, seit 2jahren habe ich einen freund der die vaterrolle übernimmt, sie nennt ihn auch papa, aber wohnen tun wir noch nicht zusammen, er ist jeden tag da aber erziehungsmäßig bin ich halt so gesehen doch die oberhand.melissa schadet es keinsterweise," ist es meiner Meinung nach zu früh ... vielleicht in 20 Jahren

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 12:34

Aus der erfahrung einer alleinerziehenden
kann ich sagen, kinder sind immer so ausgeglichen wie ihre eltern/in dem fall mütter.
und wenn man erst einmal aus einer beziehung, in der knatsch und streit, laute worte und ignoranz an der tagesordnung waren, glaubt mir, dann IST man ausgeglichen!

unsere kinder richten sich immer nach uns, d.h. wenn gestritten wird, dann werden sie denken, das funktioniert generell so.
wenn man küsse und herzlichkeiten austauscht, dann halten sie dies für die normalität.
immer so wie wir es ihnen vormachen!

und ich persönlich tausche mit meinem kind alle erdenklichen zärtlichkeiten aus, sie ist auch ein völlig liebenswerter mensch.

vorher, in meiner beziehung ging es zwischen mir und dem vater nur streitsam zu.
was denkt ihr hätten wir ihr so für ein vorbild gegeben.

und was den alltagsstreß angeht...in den meisten fällen schafft man als alleinerziehende all das, was auf uns zukommt.besser sogar, als wenn man noch dazu den heimischen streß im kopf hat.

die, die es nicht schaffen, haben eben auch keine lust und sie machen sich keinen kopf um die konsequenzen ihrer kinder gegenüber.meist stimmt da was mit der charakterstärke nicht.
behaupte ich jetzt einfach mal

die karma

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 12:35
In Antwort auf akeno_12890379

Extrem
Deine gewalttätige Beziehungen mit Vergewaltigungen ist sicher die nahezu ungünstigste Beziehungssituation, die denkbar ist. Da ist wohl wenig Hoffnung, etwas zu reparieren.

Für die Beurteilung der Situation "meine tochter is 3, seit 2jahren habe ich einen freund der die vaterrolle übernimmt, sie nennt ihn auch papa, aber wohnen tun wir noch nicht zusammen, er ist jeden tag da aber erziehungsmäßig bin ich halt so gesehen doch die oberhand.melissa schadet es keinsterweise," ist es meiner Meinung nach zu früh ... vielleicht in 20 Jahren

jaja

Und dann gibt es noch
die scheinbar nicht gewalttätige, aber subtilere form des "Mißbrauchs". Ständige Respektlosigkeit der Frau gegenüber. Ich frage mich nur, wie denn Kinder aufwachsen, die ihre gesamte Kindheit mit ansehen müssen, wie der Vater die Mutter schickaniert bzw. respektlos behandelt und die Mutter bleibt in dieser Opferrolle? Welches Bild bekommt denn so ein Kind von Familie? Das führt doch dazu, dass das Kind mit der Mutter auch so umgeht, weil es meint, das sei normal?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 12:55

Die Fernsehnanny...
... und ihre betreuten Familien als Beispiel zu nehmen ist wohl etwas unreal.

Dort werden nur extreme Beispiele gezeigt, in denen es absolut chaotisch und haarsträubend zugeht und ob das alles so realistisch ist, wage ich auch zu bezweifeln, sondern denke vieles ist auch noch extrem gestellt.
Denn je schlimmer es ist umso mehr Leute schalten doch ein und wollen sich an diesem Chaos weiden und genau das ist letztendlich Sinn und Zweck des ganzen.
Einschaltquoten = Werbung verkaufen weil viele gucken = viel Geld damit machen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 13:37

... schon
aber das ist sehr wenig konkret. "Entscheidend ist der Umgang aller Beteiligten miteinander"

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 13:54

Und WIE sieht der Umgang miteinander aus ?
Tägliches sehen ? alle Entscheidungen gemeinschaftlich treffen ? viele gemeinsame Aktivitäten ? ....

da gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 13:56

Das kann ich glauben
aber ich verstehe noch nicht, was Du konkret sagen willst.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 13:57

Angst...
...haben Frauen (alleinerziehende Mütter) sicher vor vielen Dingen nach der Trennung, besonders Dinge, die mit den Kindern zusammen hängen.

Doch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man diese Ängste, wenn man denn will und sich nicht gleich den nächst besten sucht, der die Aufgaben übernimmt, überwinden kann.

Es mag für viele lächerlich erscheinen wenn man Dinge erwähnt die man früher nicht konnte.
Ich hatte z.B. einen Riesenhorror davor in eine Tiefgarage oder in eine Waschanlage zu fahren. Heute erscheint mir diese Angst lächerlich.

Aber wenn ich es recht betrachte, kann ich heute, wo ich mich für eine starke Frau halte meinen Kindern doch ein wesentlich besseres Vorbild sein, nach dem Motto "meine Mama kann das" als früher wo es hieß "Mama mag das und das nicht, weil sie Angst davor hat".

Klar teilt man erzielte Erfolge mit den Kindern manchmal als Partner und nicht unbedingt als Mutter aber ist das verkehrt? Das Kinder wissen auch als Frau allein kann eine Mutter stark sein (gleiches gilt allerdings auch umgekehrt für Männer und Väter die alleinerziehend sind)?
Die Welt wird sich nämlich nicht mehr rückwärts drehen und die Mütter werden nicht mehr zu den drei K`s zurück kehren auch wenn einige sich das noch immer wünschen.
Nein, ich denke die Welt wird sogar noch ein wenig "chaotischer" werden für Kinder.
Immer mehr Kinder werden nicht mehr in der herkömmlichen Struktur einer Familie leben, sondern nur bei einem Elternteil und es werden sich auch mehr gleichgeschlechtliche Beziehungen mit Kindern bilden als es früher der Fall war.

Von daher halte ich es nicht verkehrt, wenn Kinder umlernen müssen und irgendwann werden solche Dinge die Kinder nicht mehr "schädigen", sondern sie stärken bzw. auf die Realität vorbereiten.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 14:16

Das stimmt so nicht.
Altersabhhängig wird zunächst eine Vollzeit später eine Teilzeitbetreuungstätigkeit für das Kind durch den betreuenden Partner im Unterhaltsgesetz berücksichtigt und dem nicht betreuenden Partner in Rechnung gestellt.

Es wird also 100% der Kosten für das Kind plus Lebens-Unterhalt für die betreuende Person in Rechnung gestellt.

Was meinst Du warum das so teuer ist und in der Summe oft weit mehr als die Hälfte des Einkommens bis hin zum Lebensminimum kostet.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 14:42

Naja
eine andere Alternative könnte auch so aussehen, dass man "im Respekt" anerkennt, dass der Partner teilweise anders denkt bzw. anderes möchte, aber man nach Kompromissen sucht, mit denen beide einigermaßen leben können.

Hier wäre vielleicht das akzeptieren eines Kompromisses hinsichtlich der eigenen Verwirklichung in irgendeiner Richtung zugunsten des erfolgreichen Abschlusses des GEMEINSAM begonnenen Projektes KIND eine Alternative, die man insbesondere im Wissen, dass eine Trennung dem Kind schadet (sicher weniger als ein Aufwachsen in Gewaltfamilien etc.), ernsthaft in Betracht gezogen werden könnte.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 14:44
In Antwort auf delwyn_11901599

Und dann gibt es noch
die scheinbar nicht gewalttätige, aber subtilere form des "Mißbrauchs". Ständige Respektlosigkeit der Frau gegenüber. Ich frage mich nur, wie denn Kinder aufwachsen, die ihre gesamte Kindheit mit ansehen müssen, wie der Vater die Mutter schickaniert bzw. respektlos behandelt und die Mutter bleibt in dieser Opferrolle? Welches Bild bekommt denn so ein Kind von Familie? Das führt doch dazu, dass das Kind mit der Mutter auch so umgeht, weil es meint, das sei normal?

Tja, vielleicht das Frauenbild
das diese sexistischen "Psychologen" der studie haben?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 14:46
In Antwort auf akeno_12890379

Naja
eine andere Alternative könnte auch so aussehen, dass man "im Respekt" anerkennt, dass der Partner teilweise anders denkt bzw. anderes möchte, aber man nach Kompromissen sucht, mit denen beide einigermaßen leben können.

Hier wäre vielleicht das akzeptieren eines Kompromisses hinsichtlich der eigenen Verwirklichung in irgendeiner Richtung zugunsten des erfolgreichen Abschlusses des GEMEINSAM begonnenen Projektes KIND eine Alternative, die man insbesondere im Wissen, dass eine Trennung dem Kind schadet (sicher weniger als ein Aufwachsen in Gewaltfamilien etc.), ernsthaft in Betracht gezogen werden könnte.

jaja

Dazu gehören aber zwei
und wenn sie das könnten bzw. beide am Kompromiß arbeiten würden, kämen sie nicht an diesen Punkt, an dem einer von beiden nicht mehr kann. Denn erfahrungsgemäß trennen sich Partner erst, wenn der Leidensdruck so groß ist, dass es einer nicht mehr aushält.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 14:54
In Antwort auf delwyn_11901599

Dazu gehören aber zwei
und wenn sie das könnten bzw. beide am Kompromiß arbeiten würden, kämen sie nicht an diesen Punkt, an dem einer von beiden nicht mehr kann. Denn erfahrungsgemäß trennen sich Partner erst, wenn der Leidensdruck so groß ist, dass es einer nicht mehr aushält.

Ich glaube
nicht wenige Paare trennen sich, weil sie "selbst verwirklichen" wollen.
Sie wollen in ihrem Leben das Maximum herausholen. Sie wollen Leidenschaft oder Karriere oder wollen Aktivität und Aufregung statt Couchpotatoe-dasein, der Partner ist zu langweilig, oder sie haben sich gerade neu verliebt ...

Das sind Fälle, wo ich denke, man könnte zugunsten des gemeinsamen Projektes Kind verzichten und Kompromisse eingehen, auf Verliebtheit verzichten oder manche Dinge einfach getrennt tun und sich dennoch zur gemeinsam ausgelebten Elternrolle bekennen.

Manchmal ist auch nur der intensive Wille erforderlich MITEINANDER zu reden und einen Weg zu finden, der evtl. mühsamer ist als ein Einstieg in eine neue Beziehung.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 14:59

Ein gemeinsames Projekt
Ein gemeinsames Projekt HAT einen Zweckcharakter. Ein Kind IST ein gemeinsames Projekt und damit Aufgabe. Da finde ich ist es im Rahmen der Verantwortung auch richtig evtl. zugunsten des Kindes auf Selbstverwirklichung zu verzichten, die nicht selten dazu führt, dass man überraschend den eigenen persönlichen Defiziten in der nächsten Beziehung wieder begegnet, weil man sie in der anderen Beziehung nicht gelöst hat, sondern den vermeintlich einfacheren/richtigeren Weg der Trennund/Flucht gegangen ist.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2008 um 15:11

Nein, das hängt von der Persönlichkeit ab
Es gibt 2 Methoden der Vermeidung: Bleiben und Resigniere oder aus der Beziehung geben. Für "die Selbstverwirklicher" ist Flucht und Ausweichen der vermeintlich bequemere Weg. Für die ängstlichen das Erstarren.

Ein zunächst mühsamerer Weg ist, nicht zu vermeiden: In der Beziehung bleiben, dem Partner wirklich begegnen, zuzuhören, Ziele zu formulieren, konstruktiv zu streiten, und mit dem neuen Wissen etwas zu verändern und so einen gemeinsamen Weg finden, bei dem das Ausmaß und die Gestaltung dieser Gemeinsamkeit gemeinsam gefunden wurde.
Bei diesen Auseinandersetzungen spielen nicht nur das eigene Ego sondern auch die Verantwortung der gemeinsamen Elternschaft eine Rolle.

Dabei findet wirklich Entwicklung statt.

jaja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Weiß er nicht was er an mir hat?
Von: aspen_11912404
neu
12. Juni 2008 um 17:28
Teste die neusten Trends!
experts-club

Das könnte dir auch gefallen