Forum / Liebe & Beziehung

Alkoholsüchtig schwanger.

Letzte Nachricht: 8. August 2015 um 14:13
A
an0N_1268631499z
08.08.15 um 0:22

Hallo,

Mein Freund ist Alkoholiker und irgendwie sehe ich keine Besserung.. Er hat damals fast jeden Tag 1 Flasche Wodka gekillt, ja das ist Besserung, aber ich habe das Gefühl es beginnt wieder von vorn! Er hat nie ganz aufgehört zu trinken, NICHT weil er nicht kann sondern, weil er es nicht will. Ich bin im zehnten Monat schwanger das Baby kommt jeden Moment.. Und irgendwie scheint er so verantwortungslos, dass merke ich aber alles erst seid der Schwangerschaft.

Er wird aggressiv sobald er trinkt, herzlos kalt und sucht die Fehler alle bei mir. Selbst wenn ich am Boden liege und weine tritt er mit Worten nach.

Ich weiß das alles, ich weiß auch, dass er mich oft belügt, dass wenn er trinkt der letzte Mensch auf Erden ist. Aber wenn er mal nix trinkt, weiß ich auch, ist er mein Mann, den Menschen den ich liebe, den ich vor Jahren kennenlernte.. Auch wenn diese
Momente nicht lange anhalten, Fesseln sie mich immer wieder, lassen all meine Hoffnungen aufblühen, seine Versprechungen glauben, dass er endlich aufhört. Vielleicht, weil ich selbst NICHT wirklich von ihm weg will..?! Aber ich muss und dass weiß ich, nicht nur für mich..

Daher suche ich hier Rat,
Ich bitte jeden Menschen, der den Absprung von solchen Menschen geschafft hat sich zu melden, mir zu sagen was ihnen geholfen hat. Und auch die ex Süchtigen die es geschafft haben, ich will sie verstehen.

Ich will verstehen wie eine Flasche mehr wert sein kann als eine Familie..

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S
sioned_11946000
08.08.15 um 0:46

Ich zitiere:
"Ich will verstehen wie eine Flasche mehr wert sein kann als eine Familie."

Die Flasche ist immer dann mehr wert, wenn man

- in der Familie eine Belastung sieht, aus der man nicht rauskommt,

- das Selbstbewusstsein auf dem Tiefpunkt ist,

- die hässliche Realität nicht aushält und deshalb zur Flasche greift,

- irgend etwas in seinem Leben passiert ist, womit er nicht klar kommt,

- Schuldgefühle, Versagensängste, Depressionen.

Die Gründe für den Griff zur Flasche können äußerst vielfältig sein. Such dir einen aus. Da gibt es auch nichts zu verstehen, sondern sieh zu, dass du räumlichen Abstand von ihm kriegst.

Die beste Gelegenheit bietet sich dir, wenn du zur Geburt ins Krankenhaus gehst. Sprich dort deine häusliche Situation an und lass dir weiterhelfen.

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S
sandie_12725943
08.08.15 um 14:13


Hallo Liebes,

verstehen werde ich sowas wohl auch nie wirklich, aber du kannst beginnen das als Krankheit zu betrachten, was es ja auch ist, die ohne Behandlung, nicht geheilt werden kann.

Bisland warst du nur für dich verantwortlich. Das hat sich jetzt schon geändert! Was du schreibst ist erschreckend und ich kann mir gut vorstellen, das vieles für dich schon ur Gewohnheit geworden ist.

Mein Rat an dich: Such dir SOFORT Unterstützung, damit meine ich, eine neue Bleibe und jemand, der dich begleitet, solltest du Angst haben, deine Sachen dort rauszuholen. ( Oder ihn bitten zu gehen, je nach Wohnsituation!? Wer von Euch hat bessere Chancen irgendwo unter zu kommen? Wenn du begründete Angst hast, kann auch die Polizei ihn aus der gemeinsamen Wohnung verbannen in einer solchen Situation!) Du findest online oder im Telefonbuch erste Ansprachpartner, die dir unter den gegeben Umständen auch schnell helfen! (Zum Beispiel Pro Familia, Caritas...) Im ersten Augenblick möchte man sowas vielleicht nicht, weil es einem unangenehm ist, aber da ist bald dieser klitzekleine neue Mensch und du solltest alles in deiner Macht stehende tun, das der sowas nicht erlebt und auch die Mutter Kind Beziehung, die gerade in den ersten Tagen, Monaten und Jahren so sensible und wichtig ist, unter dieser Krankheit leidet! Es sagt niemand, das du den Mann, den du liebst, im Stich lassen, oder verlassen sollst. Aber ich rate dir dringen dich umgehend zu distanzieren, dir ein sicheres zu Hause zu schaffen und ihm, wenn du das denn noch möchtest, unter der Bedingung das er sich therapieren lässt auch die Chance einräumst, es dann vielleicht noch einmal zu versuchen. Was auch immer, du kannst ihm nicht helfen! Und erfahrungsgemäß wird auch die Geburt eures Kindes daran, wenn überhaupt, nur kurzzeituig etwas ändern. Er ist krank! Vergiss das nicht. Und so lange er sich nicht von sih aus helfen lässt, sehe ich kein Happy End.

Ich bitte dich, schütze dich und Euer Baby! Solltest du Angst vor ihm haben, schreibe vielleicht alles auf. Schreibe es vielleicht so, wie du es hier geschildert hast. Ohne böse Worte. Menschen, die abhängig sind, merken meist selbst überhaupt nicht, wie extrem sie sich verändern. Und Druck erzeugt bekanntlich nur Gegendruck. Ich weiss wie schwer es für dich sein muss, gerade jetzt. so kurz vor der Geburt! Aber du brauchst jetzt all deine Kraft und Liebe für DICH und dein BABY <3 Schütze Euch! Ich drücke dir ganz fest die Daumen!

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