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Alkohol oder ich?

26. September um 19:32

Hallo zusammen,
ich bin 35, seit 5 Jahren mit meinem Freund zusammen und gerade ist das 2. Kind unterwegs.
Mein Problem ist, dass mein Freund früher sehr viel getrunken hat und teilweise auch andere Sachen konsumiert hat und dann vor allem eben durch Alkohol extrem ausgerastet und oft auch auf mich losgegangen ist.
Letztendlich war ich kurz davor, mich zu trennen, aber dann war er einige Monate in Haft. (BTM)
Er hat mir versichert, dass sowas nie wieder passiert, also dass er mir irgendwas tut oder so, und er bereit ist, komplett auf Alkohol zu verzichten.
Als wir uns kennengelernt haben, hat er ja auch die erste Zeit praktisch gar keinen Alkohol getrunken. Vielleicht einmal im Monat ein Bier beim grillen, mehr nicht.
Naja, er hat das jetzt auch fast ein halbes Jahr durchgehalten. Aber inzwischen ist es so, das er in den letzten Wochen zweimal ziemlich betrunken war. Er war zwar ganz friedlich, naja, bis auf kleine verbale Entgleisungen, aber es widert mich einfach extrem an. 
Und sobald er auch nur ganz leicht angetrunken ist, bekomme ich einfach Angst vor ihm. 
Ausserdem trinkt er halt momentan auch jedes Mal, wenn er irgendwo unterwegs ist, mindestens 1-2 Bier. 
Für die meisten ist das sicher ganz normal, klar, er ist ja auch kein Alkoholiker oder so. Aber mich kotzt es einfach nur an. Ich sehe ihm das auch sofort an und empfinde dann einen richtigen Ekel, ich will dann einfach nur noch weg. Obwohl ein fremder nichtmal merken würde, dass er überhaupt was getrunken hat. Sicher bin ich da auch etwas überempfindlich, aber das liegt einfach daran, dass ich so viel schlimmes erlebt habe mit ihm.
Solange er nichts trinkt, ist halt wirklich alles perfekt. Er ist ein toller Papa und auch zwischen uns passt sonst alles.
Trotzdem frage ich mich in letzter Zeit immer öfter, ob ich wirklich den Rest meines Lebens mit der ständigen Angst im Hinterkopf leben will. Ich mache mir teilweise schon Tage vorher Sorgen, ob er bei irgendwelchen Gelegenheiten vielleicht wieder besoffen heim kommen könnte und das frisst mich teilweise regelrecht auf.
Ich kann nichtmal mit jemandem darüber reden, und er blockt sowieso ab, wenn ich mit ihm darüber reden will. 
Was würdet ihr denn an meiner Stelle tun?

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26. September um 19:48
Beste Antwort
In Antwort auf nixxxe

Hallo zusammen,
ich bin 35, seit 5 Jahren mit meinem Freund zusammen und gerade ist das 2. Kind unterwegs.
Mein Problem ist, dass mein Freund früher sehr viel getrunken hat und teilweise auch andere Sachen konsumiert hat und dann vor allem eben durch Alkohol extrem ausgerastet und oft auch auf mich losgegangen ist.
Letztendlich war ich kurz davor, mich zu trennen, aber dann war er einige Monate in Haft. (BTM)
Er hat mir versichert, dass sowas nie wieder passiert, also dass er mir irgendwas tut oder so, und er bereit ist, komplett auf Alkohol zu verzichten.
Als wir uns kennengelernt haben, hat er ja auch die erste Zeit praktisch gar keinen Alkohol getrunken. Vielleicht einmal im Monat ein Bier beim grillen, mehr nicht.
Naja, er hat das jetzt auch fast ein halbes Jahr durchgehalten. Aber inzwischen ist es so, das er in den letzten Wochen zweimal ziemlich betrunken war. Er war zwar ganz friedlich, naja, bis auf kleine verbale Entgleisungen, aber es widert mich einfach extrem an. 
Und sobald er auch nur ganz leicht angetrunken ist, bekomme ich einfach Angst vor ihm. 
Ausserdem trinkt er halt momentan auch jedes Mal, wenn er irgendwo unterwegs ist, mindestens 1-2 Bier. 
Für die meisten ist das sicher ganz normal, klar, er ist ja auch kein Alkoholiker oder so. Aber mich kotzt es einfach nur an. Ich sehe ihm das auch sofort an und empfinde dann einen richtigen Ekel, ich will dann einfach nur noch weg. Obwohl ein fremder nichtmal merken würde, dass er überhaupt was getrunken hat. Sicher bin ich da auch etwas überempfindlich, aber das liegt einfach daran, dass ich so viel schlimmes erlebt habe mit ihm.
Solange er nichts trinkt, ist halt wirklich alles perfekt. Er ist ein toller Papa und auch zwischen uns passt sonst alles.
Trotzdem frage ich mich in letzter Zeit immer öfter, ob ich wirklich den Rest meines Lebens mit der ständigen Angst im Hinterkopf leben will. Ich mache mir teilweise schon Tage vorher Sorgen, ob er bei irgendwelchen Gelegenheiten vielleicht wieder besoffen heim kommen könnte und das frisst mich teilweise regelrecht auf.
Ich kann nichtmal mit jemandem darüber reden, und er blockt sowieso ab, wenn ich mit ihm darüber reden will. 
Was würdet ihr denn an meiner Stelle tun?

Hallo Nixxxe,

klingt für mich, als wärst du Co- Abhängig.

Meine Freundin hat jetzt auch so ein Problem. Einen Kerl der trinkt und sie dann verbal und ab und zu körperlich angreift.

Sie haben auch eine Tochter, erst ein paar Monate auf und ich danke den Göttern auf Knien, dass sie gemerkt hat, dass sie die Verantwortung für ein Kind trägt und hat ihn verlassen. Einfach schlimm, wenn Kinder in solchen Verhältnissen aufwachsen müssen.

Ich hoffe, du findest auch noch die Kraft und die Vernunft dazu ihn zu verlassen. Völlig unabhängig davon, ob er Alkoholiker ist oder nicht, jemand der auf andere los geht und sich verbal  nicht in Griff hat, den sollte man nicht auf seine Kinder los lassen.
 

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26. September um 19:58
Beste Antwort
In Antwort auf nixxxe

Hallo zusammen,
ich bin 35, seit 5 Jahren mit meinem Freund zusammen und gerade ist das 2. Kind unterwegs.
Mein Problem ist, dass mein Freund früher sehr viel getrunken hat und teilweise auch andere Sachen konsumiert hat und dann vor allem eben durch Alkohol extrem ausgerastet und oft auch auf mich losgegangen ist.
Letztendlich war ich kurz davor, mich zu trennen, aber dann war er einige Monate in Haft. (BTM)
Er hat mir versichert, dass sowas nie wieder passiert, also dass er mir irgendwas tut oder so, und er bereit ist, komplett auf Alkohol zu verzichten.
Als wir uns kennengelernt haben, hat er ja auch die erste Zeit praktisch gar keinen Alkohol getrunken. Vielleicht einmal im Monat ein Bier beim grillen, mehr nicht.
Naja, er hat das jetzt auch fast ein halbes Jahr durchgehalten. Aber inzwischen ist es so, das er in den letzten Wochen zweimal ziemlich betrunken war. Er war zwar ganz friedlich, naja, bis auf kleine verbale Entgleisungen, aber es widert mich einfach extrem an. 
Und sobald er auch nur ganz leicht angetrunken ist, bekomme ich einfach Angst vor ihm. 
Ausserdem trinkt er halt momentan auch jedes Mal, wenn er irgendwo unterwegs ist, mindestens 1-2 Bier. 
Für die meisten ist das sicher ganz normal, klar, er ist ja auch kein Alkoholiker oder so. Aber mich kotzt es einfach nur an. Ich sehe ihm das auch sofort an und empfinde dann einen richtigen Ekel, ich will dann einfach nur noch weg. Obwohl ein fremder nichtmal merken würde, dass er überhaupt was getrunken hat. Sicher bin ich da auch etwas überempfindlich, aber das liegt einfach daran, dass ich so viel schlimmes erlebt habe mit ihm.
Solange er nichts trinkt, ist halt wirklich alles perfekt. Er ist ein toller Papa und auch zwischen uns passt sonst alles.
Trotzdem frage ich mich in letzter Zeit immer öfter, ob ich wirklich den Rest meines Lebens mit der ständigen Angst im Hinterkopf leben will. Ich mache mir teilweise schon Tage vorher Sorgen, ob er bei irgendwelchen Gelegenheiten vielleicht wieder besoffen heim kommen könnte und das frisst mich teilweise regelrecht auf.
Ich kann nichtmal mit jemandem darüber reden, und er blockt sowieso ab, wenn ich mit ihm darüber reden will. 
Was würdet ihr denn an meiner Stelle tun?

Hallo,

ob du bereits Co-Abhängig bist oder nicht mag ich nicht beurteilen aber ich weiß, die Gefahr dabei ist enorm erhöht. Erste Anzeichen erkenne ich schon, du verharmlost und stellst dich als überempfindlich dar. 

Wie sieht dein Lebensplan aus? Und wie sieht seiner aus nach seiner Haftentlassung? Konkrete Ziele oder evt. eine Therapie? 

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26. September um 21:15
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo,

ob du bereits Co-Abhängig bist oder nicht mag ich nicht beurteilen aber ich weiß, die Gefahr dabei ist enorm erhöht. Erste Anzeichen erkenne ich schon, du verharmlost und stellst dich als überempfindlich dar. 

Wie sieht dein Lebensplan aus? Und wie sieht seiner aus nach seiner Haftentlassung? Konkrete Ziele oder evt. eine Therapie? 

Dass ich überempfindlich bin, wird mir eigentlich von allen Seiten gesagt. Sogar von meiner Familie, wo er nicht gerade beliebt ist. Klar, ein Bier zum Essen gehört halt für die meisten dazu und kaum jemand versteht, dass ich auch damit ein Problem hab.
Mein Plan war eigentlich, mit ihm alt zu werden, uns gemeinsam wieder was aufzubauen usw.
Er tut auch ansonsten viel dafür, also Arbeit usw., kümmert sich super um die kleine, da kann man nichts sagen...
Eine Therapie macht er, aber halt ne Drogentherapie, war Auflage damit er raus kommt.
Aber Alkohol ist da ja trotzdem erlaubt, solange es nicht zu viel wird.

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26. September um 21:27

Kann mich nur den Vorrednern anschließen, hatte auch so einen Partner und habe ihn wegen der Trinkerei verlassen. Irgendwann kommt man an den Punkt, gerade mit Kindern, da ist's dann einfach nicht mehr tragbar.

Alles Gute Dir. 

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27. September um 9:58
In Antwort auf nixxxe

Hallo zusammen,
ich bin 35, seit 5 Jahren mit meinem Freund zusammen und gerade ist das 2. Kind unterwegs.
Mein Problem ist, dass mein Freund früher sehr viel getrunken hat und teilweise auch andere Sachen konsumiert hat und dann vor allem eben durch Alkohol extrem ausgerastet und oft auch auf mich losgegangen ist.
Letztendlich war ich kurz davor, mich zu trennen, aber dann war er einige Monate in Haft. (BTM)
Er hat mir versichert, dass sowas nie wieder passiert, also dass er mir irgendwas tut oder so, und er bereit ist, komplett auf Alkohol zu verzichten.
Als wir uns kennengelernt haben, hat er ja auch die erste Zeit praktisch gar keinen Alkohol getrunken. Vielleicht einmal im Monat ein Bier beim grillen, mehr nicht.
Naja, er hat das jetzt auch fast ein halbes Jahr durchgehalten. Aber inzwischen ist es so, das er in den letzten Wochen zweimal ziemlich betrunken war. Er war zwar ganz friedlich, naja, bis auf kleine verbale Entgleisungen, aber es widert mich einfach extrem an. 
Und sobald er auch nur ganz leicht angetrunken ist, bekomme ich einfach Angst vor ihm. 
Ausserdem trinkt er halt momentan auch jedes Mal, wenn er irgendwo unterwegs ist, mindestens 1-2 Bier. 
Für die meisten ist das sicher ganz normal, klar, er ist ja auch kein Alkoholiker oder so. Aber mich kotzt es einfach nur an. Ich sehe ihm das auch sofort an und empfinde dann einen richtigen Ekel, ich will dann einfach nur noch weg. Obwohl ein fremder nichtmal merken würde, dass er überhaupt was getrunken hat. Sicher bin ich da auch etwas überempfindlich, aber das liegt einfach daran, dass ich so viel schlimmes erlebt habe mit ihm.
Solange er nichts trinkt, ist halt wirklich alles perfekt. Er ist ein toller Papa und auch zwischen uns passt sonst alles.
Trotzdem frage ich mich in letzter Zeit immer öfter, ob ich wirklich den Rest meines Lebens mit der ständigen Angst im Hinterkopf leben will. Ich mache mir teilweise schon Tage vorher Sorgen, ob er bei irgendwelchen Gelegenheiten vielleicht wieder besoffen heim kommen könnte und das frisst mich teilweise regelrecht auf.
Ich kann nichtmal mit jemandem darüber reden, und er blockt sowieso ab, wenn ich mit ihm darüber reden will. 
Was würdet ihr denn an meiner Stelle tun?

und wieso dann bitte 2 kinder?
ob du den Rest deines Lebens so verbringen möchtest hättest du dir besser vorher überlegt.
will man mit den kindern die beziehung kitten?
dachtest du er hört dann auf damit?

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27. September um 11:42
In Antwort auf nixxxe

Dass ich überempfindlich bin, wird mir eigentlich von allen Seiten gesagt. Sogar von meiner Familie, wo er nicht gerade beliebt ist. Klar, ein Bier zum Essen gehört halt für die meisten dazu und kaum jemand versteht, dass ich auch damit ein Problem hab.
Mein Plan war eigentlich, mit ihm alt zu werden, uns gemeinsam wieder was aufzubauen usw.
Er tut auch ansonsten viel dafür, also Arbeit usw., kümmert sich super um die kleine, da kann man nichts sagen...
Eine Therapie macht er, aber halt ne Drogentherapie, war Auflage damit er raus kommt.
Aber Alkohol ist da ja trotzdem erlaubt, solange es nicht zu viel wird.

Das ist sehr schwierig. Eine Therapie als Auflage zeigt häufig nicht dauerhaft gewünschte Erfolge, weil die Einsicht fehlt. Eine weitere Therapie kann sinnvoll sein, dazu sollten alle von ihm konsumierten Substanzen klar benannt sein. 

Du hast Schlimmes mit ihm erlebt? 

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27. September um 21:20
In Antwort auf nixxxe

Dass ich überempfindlich bin, wird mir eigentlich von allen Seiten gesagt. Sogar von meiner Familie, wo er nicht gerade beliebt ist. Klar, ein Bier zum Essen gehört halt für die meisten dazu und kaum jemand versteht, dass ich auch damit ein Problem hab.
Mein Plan war eigentlich, mit ihm alt zu werden, uns gemeinsam wieder was aufzubauen usw.
Er tut auch ansonsten viel dafür, also Arbeit usw., kümmert sich super um die kleine, da kann man nichts sagen...
Eine Therapie macht er, aber halt ne Drogentherapie, war Auflage damit er raus kommt.
Aber Alkohol ist da ja trotzdem erlaubt, solange es nicht zu viel wird.

Wer Suchtkrank ist ist Suchtkrank. Die einzige Moeglichkeit ist komplette Abstinenz...von allen Rauschmitteln. 

Das hat man ihm in der Therapie doch auch sicher so gesagt. 

Es gibt Hilfe und Therapie fuer Angehörige von Suchtkranken. Bitte nimm diese Hilfe so bald wie möglich in Anspruch. Das wird Dir bei einer Entscheidung helfen. 

Ich persönlich würde mich von ihm trennen. 

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