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Alkohol

10. Mai 2014 um 19:05

Hallo liebe Leser,
mein Name ist Amy und ich bin 19 Jahre alt. Wie die meisten hier hat mich ein Problem hergeführt.
Aber erstmal noch kurz zu mir: Seit knapp einem Jahr wohne ich bei meinem 18 Jahre älteren Freund in Köln. Damals bin ich "abgehauen" aus meiner Familie im Glauben, die große Liebe gefunden zu haben. Hier wiederhole ich derzeit die 12. Klasse, mein Zeugnis war lange nicht mehr sooo gut. Ich habe hier Anschluss gefunden, habe tolle Freunde gewonnen, komme mit der Stadt auch recht gut klar. Und nach ein paar holperigen Wochen, was den Kontakt zu meiner Familie angeht, ist es uns gelungen, noch besser miteinander umzugehen als früher. Ja, ich denke, der Abstand war letzendlich positiv.
Also: Es verlief alles letzendlich reibungslos.
Trotzdem steht ein Problem im Raum, das mir sogar den Gedanken in den Kopf setzt, wieder zurück zu fliehen, meine neu gewonnenen Freunde zurückzulassen und die Beziehung zu beenden. Mein Freund trinkt regelmäßig Alkohol. Nein, er ist nicht gewalttätig, wird es auch nie werden. Er ist Erzieher, ein harter Job, gerade in Köln im sozialen Brennpunkt. Ich weiß nicht, was ihn zum Trinken motiviert, er trinkt auch nicht, bis er ins Koma fällt, nein. Ein Fläschchen Bier am Abend, das zum zweiten führt, mehr nicht. Auch nicht jeden Abend, aber in letzter Zeit leider häufiger. Merkwürdigerweise trinkt er häufiger, seit dem er in einer Selbsthilfegruppe ist. Ich sagte ihm, dass unsere Beziehung zu Ende ist, wenn er sich keine Hilfe holt. Nun war er zwei Mal dort und greift einmal öfter zur Flasche. Warum? Er liebt mich, das weiß ich. Ich weiß aber nicht, ob ich ihn liebe. Und das einfach, weil ich nicht weiß, was Liebe ist. Er ist mein erster Freund und kann deswegen keine "Vergleiche" ziehen. Wenn er trinkt, auch wenn es wirklich nur eine Flasche Bier ist, ich merke es direkt. An seinen Augen, an der Stimme ... Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Ihm drohen, dass die Beziehung beendet ist, wenn er weitermacht, funktioniert nicht. Abhauen: Keine Ahnung. Ich habe das Gefühl, dass ich immer vor meinen Problemen weglaufe. Aber wie soll ich dieses lösen?
Ich bin so durcheinander und weiß nicht mal, ob ich in diesem Forum richtig bin
Trotzdem hoffe ich auf Rückmeldungen, Anregungen oder Ideen ... Ich bin ahnungslos
Liebe Grüße

Amy

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10. Mai 2014 um 19:22

.
3x in der Woche ungefähr.
Nein, richtig besoffen ist er so gut wie nie. Aber sein Charakter verändert sich extrem. Ihm ist alles gleichgültig, motzt mich bei Kleinigkeiten an ... Normal ist er lieb, witzig, verständnisvoll, liebevoll, fürsorglich. Doch wenn er getrunken hat, interessiert er sich nur noch für seinen Laptop und spielt irgendwelche Spiele.

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11. Mai 2014 um 0:41

Das wird sehr schwierig
Hallo Amy,

Ich habe (leider) eine mehrjährige Suchtgeschichte hinter mir. Mir tut es sehr leid das zu sagen, aber dein Partner zeigt Anzeichen einer beginnenden schweren Sucht. Persönlichkeitsveränderungen und Rückzug sind sehr eindeutige Anzeichen. Neben den Alkohol sind laut deiner Aussage auch Spiele (Glücksspiel und/oder Computerspiele - beides können eine Sucht werden) hinzugekommen. Du als Partnerin bist jetzt leider in einer sehr schweren Situation. So wie du es beschreibst fehlt ihm derzeit die Einsicht, dass er ein Problem hat. Das ist zum einen ein weiteres Symptom, zum anderen muss es anscheinend erst schlimmer werden, bevor er (hoffentlich) von sich aus tätig wird. Du hast als Partnerin leider nur sehr wenig Möglichkeit hier Einfluss zu nehmen. Ein erster Schritt wäre es eine Suchtambulanz oder eine(n) auf Süchte spezialisierten Psychiater(in) aufzusuchen. Aber das muss er selber wollen und machen. Ich schlage vor, dass du Ihm
1. deutlich machst, dass du so nicht weiter machen willst, solange er so weitermacht.
2. Vermeide jegliches Verhalten, dass dich in eine sogenannte Co-Abhängigkeit führt (am besten googlen, darunter fällt beispielsweise sich die Schuld am Verhalten des Partners geben, vom Computer abkratzen, Essen bringen, im allgemeinen das Suchtverhalten unterstützen, usw. )

Alles Gute!

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