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Agoraphobie, wie kann ich helfen?

12. September 2007 um 10:04 Letzte Antwort: 12. September 2007 um 12:54

Hi mein Freund leidet an einer Agoraphobie, ich bin ein halbes Jahr mit ihm zusammen und könnte mir auch eine gemeinsame Zukunft mit ihm vorstellen nur ohne das er rausgeht nicht. Wie soll das so funktionieren, er versucht abends langsam rauszugehen, aber immer wenn etwas passiert, dann zlieht er sich wieder zurück, wie kann ich ihn unterstützen und helfen? ich weiss dass er eine therapie machen muß, darum hat er sich zum glück endlich gekümmert aber wie kann ich ihn unterstützen? ist dies überhaupt heilbar, haben wir ein zukunftschance, oder mache ich mir etwas vor? wer hat damit erfahrungen??
lg

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12. September 2007 um 10:18

Ich bin verstört!
sag mal, das ist doch platzangst - wiso kann er jetzt nicht rausgehen???

also ohne therapie, das hast du ja selber auch schon gemeint geht da nichts. viel viel viel zeit und eine ordentliche portion geduld.

bring das draußen nach drinnen! also sei einfach kreativ!

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12. September 2007 um 10:24

Hallo!
ja, bei der agoraphobie sind die heilungschancen sehr gut, vor allem bei aktivem mitwirken des patienten.
auch du kannst ihm helfen, wenn er das möchte.

1. hilf ihm dabei seine Ängste zu analysieren: mit welchen negativen gedanken erzeugt er seine angst? wie reagiert sein körper und wie fühlt er sichdabei?

2. erstell mit ihm neue gedankenprogramme: wie muss er denken um in die situation zu gehen? welche möglichkeiten habt er zu handeln?

3 stell ihm folgende fragen: "woher weißt du, dass etwas gefährliches passieren wird? wie wahrscheinlich ist das? wenn es passieren sollte, wäre es lebensbedrohlich oder einfach nur unangenehm? was hast du dann an verschiedenen möglichkeiten zu handeln? haben alle menschen vor dieser situation angst? was machen die anders als du? "

4. lernen mit ihm ein entspannungsverfahren wie zb das Autogene Training. er kann sich auch eine atemtechnik oder zähltechnik aneignen.

5. hilf ihm das rausgehen zu visualisieren und mit den erlernten hilfsmittelchen zu agieren.

6. ordne seine ängste nach schwierigkeit. fang an aktiv mit ihm rauszugehen und nimm dir den punkt von der liste der ihm am wenigsten angst macht und steigere langsam.

7. bleiben mit ihm in der situationen bis die angst nachlässt. hilf ihm bei seiner atemtechnik und erinnere ihn an seine "erlernten" gedanken die ihm diese stresssituation erlechtern.

Wichtig ist aber, dass er seine therapie fortsetzt.
die liste oben sind natürlich nur vorschläge von mir die auch in selbsthilfegruppen eingesetzt werden. wichtig ist, dass du ihn nicht drängst und ihm deine hilfe nur anbietest. vielleicht wäre es ja möglich, dass du mal zu einer therapie mitgehst und dir noch mehr hilfreiche tipps vom therapeuten geben lässt. es gibt auch eine gute seite im netz auf die du mal schauen könntest.
http://www.med1.de/News/
oder
wwww.psychohelp.de
Alles Liebe!

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12. September 2007 um 10:29
In Antwort auf iain_12488071

Ich bin verstört!
sag mal, das ist doch platzangst - wiso kann er jetzt nicht rausgehen???

also ohne therapie, das hast du ja selber auch schon gemeint geht da nichts. viel viel viel zeit und eine ordentliche portion geduld.

bring das draußen nach drinnen! also sei einfach kreativ!

An den websingler!
agoraphobie ist nur ein alternativer ausdruck für die platzangst. fälschlicherweise wird der ausdruck vom laien meistens für die angst vor engen räumen verwendet, die angst vor engen räumen wird in der psychologie jedoch als klaustrophobie bezeichnet! lg

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12. September 2007 um 10:31

An den websingler
agoraphobie ist nur ein alternativer ausdruck für die platzangst. fälschlicherweise wird der ausdruck vom laien meistens für die angst vor engen räumen verwendet, die angst vor engen räumen wird in der psychologie jedoch als klaustrophobie bezeichnet! lg

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12. September 2007 um 11:14

Was du in seinem Fall tun kannst
weiß ich auch nicht genau und bevor ich da was falsches sage, sag ichlieber nichts.

Auf jeden Fall solltest du Geduld haben und ihn nicht wegen seiner Ängste ausschimpfen, sonstwie strafen oder dich sogar über ihn lustig machen.
Das hilft mehr als unbedingt etwas ändern zu wollen. Je weniger Sorgen er sich nämlich um dich wegen ihm machen muß, umso mehr kann er an sich selbst denken.
Also sei du für ihn da.

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12. September 2007 um 12:54

Kenne ich
hallo, ich kenne mich mit diesem problem gut aus, da ich selber davon betroffen bin/war! ich konnte das haus lange zeit nicht verlasse und habe in der zwischenzeit gelernt, damit umzugehen! ich kann wieder raus gehen und sogar in die ferien! es war ein langer und beschwerlicher weg! manchmal wirkte es aussichtslos aber mit kraft, wille & therapie hat es geklappt!

mein freund hat das einzig richtige für mich getan: er war da! mehr konnte er nicht tun.

hoffe, ich habe dir mut und motivation gegeben.

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