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Affäre beichten oder nicht?

4. Oktober 2016 um 14:27

Hallo,

ich bin seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, seit 7 Jahren verheiratet, seit 3 Jahren - nach der Zeugung unseres Kindes - haben wir keinen Sex mehr. Das fiel auch mir jahrelang gar nicht als "Problem" auf. Bis eine Kollegin und ich uns viel näher gekommen sind, als ich es je gedacht hätte.

Wir hatten 4 Monate eine leidenschaftliche Affäre, in der es auch um mehr als nur Sex ging - der allerdings war unglaublich. Meine Frau hat davon nichts mitbekommen. Meine Freundin hat ihren Job gekündigt und den Ort verlassen. Wir haben auch unsere Beziehung beendet. Sie hat gesagt, Sie würde jederzeit mit mir zusammen sein, könne das aber nicht auf dem Schutthaufen der Altbeziehung.

Sie fehlt mir nun sehr. Gleichzeitig habe ich begonnen, mit meiner Frau aufzuarbeiten, was in unserer Beziehung nicht stimmt. Meine Frau hat zum Beispiel kaum Bedürfnis nach Zärtlichkeiten oder einen starken Drang Sex. In Anfangszeiten war das alles noch im Rahmen, mittlerweile aber tendiert es gegen Null. Während meine Frau sehr rational ist und nach außen wenig Gefühle zeigt, ist meine Affäre ein sehr emotionaler und mitreißender Mensch. Das komplette Gegenteil.

Insofern kann man schon sagen, dass ich irgendwie beide liebe, denn sie sind ja komplett verschieden. Die Leidenschaft in meiner Ehe fehlt mir allerdings komplett.

Die Affäre ist offiziell beendet und wir haben seit 2 Monaten keinerlei Kontakt. Mit meiner Frau besuche ich eine Therapie. In dieser kommt vieles zur Sprache. Über die Affäre habe ich bislang kein Wort verloren.

Sollte ich sie beichten oder auf den Faktor Zeit setzen? Beides mit dem Ziel die Ehe irgendwie wieder aufs Gleis zu setzen. Gerade auch für unser Kind.

Ich vermisse meine Affäre wie verrückt, aber ich will mich nicht wegen einer anderen Person trennen. Da hätte die neue Beziehung sowieso eine viel zu große Hypothek.

Ja, es war moralisch falsch, persönlich für mich aber eine erkenntnisreiche und ich glaube sehr wichtige Erfahrung. Nein, ich bin noch nie anderweitig fremdgegangen in 20 Jahren. Ich wundere mich selbst über mich, kann aber jetzt viele Dinge nachvollziehen und verstehe auch, wie es dazu kommen konnte.

Habe aber keinen Plan, wie ich meine Affäre wieder vergessen kann und ob ich das überhaupt wirklich möchte. Durch den Abstand legt sich aber das emotionale Chaos zumindest etwas und ich kann wieder klarer denken.

Also meine Fragen in die Runde:

1. Hat jemand etwas Ähnliches erlebt?
2. Sollte ich die Affäre beichten oder nicht?
3. Hat sich jemand für die Affäre getrennt? Wie ist es ausgegangen?
4. Konnte jemand nach einer verheimlichten Affäre den Neustart in der Ehe hinbekommen?


Danke für Eure Antworten!



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4. Oktober 2016 um 14:27

Hallo,

ich bin seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, seit 7 Jahren verheiratet, seit 3 Jahren - nach der Zeugung unseres Kindes - haben wir keinen Sex mehr. Das fiel auch mir jahrelang gar nicht als "Problem" auf. Bis eine Kollegin und ich uns viel näher gekommen sind, als ich es je gedacht hätte.

Wir hatten 4 Monate eine leidenschaftliche Affäre, in der es auch um mehr als nur Sex ging - der allerdings war unglaublich. Meine Frau hat davon nichts mitbekommen. Meine Freundin hat ihren Job gekündigt und den Ort verlassen. Wir haben auch unsere Beziehung beendet. Sie hat gesagt, Sie würde jederzeit mit mir zusammen sein, könne das aber nicht auf dem Schutthaufen der Altbeziehung.

Sie fehlt mir nun sehr. Gleichzeitig habe ich begonnen, mit meiner Frau aufzuarbeiten, was in unserer Beziehung nicht stimmt. Meine Frau hat zum Beispiel kaum Bedürfnis nach Zärtlichkeiten oder einen starken Drang Sex. In Anfangszeiten war das alles noch im Rahmen, mittlerweile aber tendiert es gegen Null. Während meine Frau sehr rational ist und nach außen wenig Gefühle zeigt, ist meine Affäre ein sehr emotionaler und mitreißender Mensch. Das komplette Gegenteil.

Insofern kann man schon sagen, dass ich irgendwie beide liebe, denn sie sind ja komplett verschieden. Die Leidenschaft in meiner Ehe fehlt mir allerdings komplett.

Die Affäre ist offiziell beendet und wir haben seit 2 Monaten keinerlei Kontakt. Mit meiner Frau besuche ich eine Therapie. In dieser kommt vieles zur Sprache. Über die Affäre habe ich bislang kein Wort verloren.

Sollte ich sie beichten oder auf den Faktor Zeit setzen? Beides mit dem Ziel die Ehe irgendwie wieder aufs Gleis zu setzen. Gerade auch für unser Kind.

Ich vermisse meine Affäre wie verrückt, aber ich will mich nicht wegen einer anderen Person trennen. Da hätte die neue Beziehung sowieso eine viel zu große Hypothek.

Ja, es war moralisch falsch, persönlich für mich aber eine erkenntnisreiche und ich glaube sehr wichtige Erfahrung. Nein, ich bin noch nie anderweitig fremdgegangen in 20 Jahren. Ich wundere mich selbst über mich, kann aber jetzt viele Dinge nachvollziehen und verstehe auch, wie es dazu kommen konnte.

Habe aber keinen Plan, wie ich meine Affäre wieder vergessen kann und ob ich das überhaupt wirklich möchte. Durch den Abstand legt sich aber das emotionale Chaos zumindest etwas und ich kann wieder klarer denken.

Also meine Fragen in die Runde:

1. Hat jemand etwas Ähnliches erlebt?
2. Sollte ich die Affäre beichten oder nicht?
3. Hat sich jemand für die Affäre getrennt? Wie ist es ausgegangen?
4. Konnte jemand nach einer verheimlichten Affäre den Neustart in der Ehe hinbekommen?


Danke für Eure Antworten!



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4. Oktober 2016 um 16:36

Meine Erfahrung
Ich bin die Geliebte..
Nach vielem hin und her, auf und ab hat er sich für mich getrennt.
Aktuell könnten wir kaum glücklicher sein.

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4. Oktober 2016 um 17:23
In Antwort auf lovemeforwhoiam

Meine Erfahrung
Ich bin die Geliebte..
Nach vielem hin und her, auf und ab hat er sich für mich getrennt.
Aktuell könnten wir kaum glücklicher sein.

Kinder?
Danke! Waren Kinder im Spiel? Wenn ja, wie geht es dir damit?

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5. Oktober 2016 um 11:16
In Antwort auf luanna_11950718

Kinder?
Danke! Waren Kinder im Spiel? Wenn ja, wie geht es dir damit?

Nein..
Kinder sind zum Glück nicht mit involviert.

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9. Oktober 2016 um 19:32

Danke...
... das hatte ich mir mittlerweile auch so überlegt. Ja, die Affäre war/ist etwas Besonderes. Bin sehr dankbar für diese Erfahrung. Danke für Deine Antwort und auch für den Scheidungskind-Hinweis. Man sieht die Dinge manchmal vielleicht auch überdramatisch. Finanziell zB würde hier im Fall des Falles niemand in eine Notlage kommen etc..

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