Forum / Liebe & Beziehung

Ab wann lernt man die Familie kennen?

28. November 2020 um 23:56 Letzte Antwort: 29. November 2020 um 20:43


Hallo zusammen,

der Titel sagts ja schon. Ich bin seit 5 Monaten nun mit jemandem "zusammen". In Anfürhungszeichen, weil die Sache noch nicht richtig definiert wurde.
Das hat seine Gründe: Ich bin 31 und er 24. Die unterschiedlichen Lebensphasen machen mir ein bisschen Angst und ich weiss nicht ob ich mich darauf einlassen soll. Er ist ein toller Mann und wir lachen unglaublich viel zusammen. Manchmal ist er aber etwas unreflektier...

Letztens sagte er, seine Familie frage oft nach mir. Wer ich sei, wie ich aussehe etc. Doch wie es scheint gibt er ihnen auf all diese Fragen keine Antworten. Warum?, habe ich ihn gefragt.
Er möge einfach nicht wie viele Folgefragen sich aus einer Antwort ergeben. Er sei schon immer so gewesen und zeieh es vor lieber gar nichts zu erzählen (er hat aber eigtl. ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Familie).
Nun hat letztens seine Mutter ein Foto von mir gesehen und fing wieder an nachzufragen und meinte irgendwann "es sei schon ein bisschen traurig, dass er einfach gar nichts erzählen würde. bzw. mich nie zu ihnen mitbringe"

Ganz ehrlich: Mir ist es zu früh um die Familie kennen zu lernen. Ich weiss ja noch gar nicht in welche Richtung das gehen soll. Oder ob das jetzt was Ernstes wird mit ihm.
Wenn ich ihn frage "Hey was wünschst Du dir eigentlich von dieser "Beziehung"?", meint er dann nur er wisse es selbst nicht so genau und das tiefere Gefühle bei ihm Zeit brauchen.

Dafür habe ich auch Verständnis. Und ich könnte gut noch in dem Rhytmus weiter machen wie bisher. Doch derzeit kommt er immer wieder mit "Ja komm, ich stell Dich meiner Familie einfach vor, dann können sie Dir all die lästigen Fragen stellen"

Naja... wie seht ihr das? Ich weiss nicht ob ich mich der Familie bereits vorstellen soll. Ausserdem, will er mich offensichtlich vor allem desswegen vorstellen, damit der keine Fragen beantworten muss über meine Person. Das hat mich dann auch ein bisschen gekränkt und traurig gemacht.
Hatte ihn damit konfrontiert und er meinte dann "von diesem Standpunkt hätte er es sich noch gar nicht überlegt"

Yay.

Danke für Eure Tipps

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29. November 2020 um 2:58

Moin
ich kann nur erzählen, wie es bei mir damals mit meinem Mann war.
Wir sind mit grade 18 zusammen gekommen und ich meine nach 'ner Woche oder zwei, bin ich an einem Samstagabend zu ihm gefahren und ich lernte 5 seiner 9 älteren Geschwister und seine Mama kennen (einen, seinen Zwillingsbruder [zweieiig], kannte ich schon vorher aus der Schule), sein Vater war schon einige Jahre tot.

Da in seiner Familie immer full house war, jedes WE Freunde zum Video gucken und später los gehen (Disco) da waren, war es absolut locker und einfach. Ich wurde herzlich aufgenommen. Hach, waren das tolle Zeiten. 
Nach knapp 3 Monaten wohnte ich so gut wie da. Und weitere 2 Jahre später zogen wir in eine gemeinsame Wohnung. 

Wir wwussten damals auch nicht, ob wir zusammen bleiben aber nach 5 Monaten seine Familien nicht zu kennen, finde ich aufgrund meiner Erfahrungen, viel zu lange!

Meine Familie lernte er auch wenig später kennen.

Mit meinem Ex davor war ich nur 6 Wochen zusammen (kannte ihn bereits 3 Jahre) aber lernte dessen Mutter und 2 Brüder von 5 Geschwistern in diesen 6 Wochen kennen. Er kannte meine Eltern von Feuerwehrbällen. Seine Schwester ist heute meine Nachbarin, erfuhr ich aber erst vor etwa 4 Jahren (die war damals schon ausgezogen).

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29. November 2020 um 14:28
In Antwort auf

Moin
ich kann nur erzählen, wie es bei mir damals mit meinem Mann war.
Wir sind mit grade 18 zusammen gekommen und ich meine nach 'ner Woche oder zwei, bin ich an einem Samstagabend zu ihm gefahren und ich lernte 5 seiner 9 älteren Geschwister und seine Mama kennen (einen, seinen Zwillingsbruder [zweieiig], kannte ich schon vorher aus der Schule), sein Vater war schon einige Jahre tot.

Da in seiner Familie immer full house war, jedes WE Freunde zum Video gucken und später los gehen (Disco) da waren, war es absolut locker und einfach. Ich wurde herzlich aufgenommen. Hach, waren das tolle Zeiten. 
Nach knapp 3 Monaten wohnte ich so gut wie da. Und weitere 2 Jahre später zogen wir in eine gemeinsame Wohnung. 

Wir wwussten damals auch nicht, ob wir zusammen bleiben aber nach 5 Monaten seine Familien nicht zu kennen, finde ich aufgrund meiner Erfahrungen, viel zu lange!

Meine Familie lernte er auch wenig später kennen.

Mit meinem Ex davor war ich nur 6 Wochen zusammen (kannte ihn bereits 3 Jahre) aber lernte dessen Mutter und 2 Brüder von 5 Geschwistern in diesen 6 Wochen kennen. Er kannte meine Eltern von Feuerwehrbällen. Seine Schwester ist heute meine Nachbarin, erfuhr ich aber erst vor etwa 4 Jahren (die war damals schon ausgezogen).

Danke für deine Antwort

Deine und meine Situation sind schon ein bisschen unterschiedlich. Weil ihr wart ja offensichtlich noch Teenager die daheim wohnten. Man will sich irgendwo treffen und da ist es logisch, dass man nach Hause geht und dort die Eltern trifft.

Hinzu kommt, dass ich mir nicht mehr so oft erlauben kann zu denken "Ah egal ob wir zusammen bleiben einfach mal gucken"
Stichwort: Biologische Uhr.

Naja. Ich hab mir nun schon die halbe Nacht darüber den Kopf zerbrochen. Ich denke schlussendlich muss es für beide Parteien irgendwie stimmen. Und ich fühl mich einfach irgendwie noch nicht bereit dafür. Wir haben gestern auch nochmals darüber gesprochen und sind ein bisschen weiter gekommen.
 

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29. November 2020 um 14:40

Aber dann bist du dir definitiv nicht sicher ob du mit ihm zusammen bleiben möchtest. Ich war mit Anfang 30 so verliebt in meinen jetzigen Mann, dass ich auch einen Monat später seine Eltern kennenlernte. Hätte mich da nie gefragt ob das zu früh ist. Ich fand das normal. 

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29. November 2020 um 14:57

Mein Mann ist auch etwas jünger als ich und wir stammen auch aus unterschiedlichen Lebensphasen. Aber dennoch hat er nach 2-3 Wochen meine Familie kennen gelernt und nach 5 Monaten war er schon mittendrin😅 Seine Familie habe ich ebenfalls um den Dreh kennengelernt. Wir haben alle gemeinsam schon nach 3 Monaten Weihnachten gefeiert.Wenn es gescheitert wäre oder ich gemerkt hätte, das ist nix ernstes, tja nun. Dann wäre ja quasi nix kaputt gewesen, meine Familie kennt Trennungen und kann das differenzieren. Und ich hätte einfach ein paar nette Leute getroffen.  

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29. November 2020 um 14:59

Irgendwie scheint die Sache ambivalent zu sein.

Auf der einen Seite schreibst du, es könnte in dem Rhythmus weitergehen und auf der anderen Seite erwähnst du die biologische Uhr.

Könnte es sein, dass es außer dem kennen lernen der Familie noch Unsicherheiten bestehen? z. B. Sobald er sich sicher ist, wirst du nervös und sobald du Signale in Richtung gemeinsame Zukunft sendest , kriegt er den Pammel?


Persönlich finde ich alles was innerhalb eines Jahres mit kennen lernen des sozialen Umfeldes zu tun hat, okay. Manchesmal muss man sich einfach darauf vorbereiten. Ein Mensch, der aus einem herzlichen Umfeld kommt, tut sich beim kennen lernen mit eher distanzierten Familien schwerer (wie auch umgekehrt).  

Jetzt das große Aber! Wenn es bis dahin nicht passiert,  passiert es wahrscheinlich gar nicht mehr.

Auch, wenn der klassischen Familie und deren Meinung( eigene Familie  sowie die des Partners ) bei der Partnerwahl nicht mehr der große Stellenwert beigemessen wird, wie noch vor wenigen Jahrzehnten, schadet es nicht zu wissen wie der Umgang in der Ursprungsfamilie ist. 

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29. November 2020 um 14:59
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Mein Mann ist auch etwas jünger als ich und wir stammen auch aus unterschiedlichen Lebensphasen. Aber dennoch hat er nach 2-3 Wochen meine Familie kennen gelernt und nach 5 Monaten war er schon mittendrin😅 Seine Familie habe ich ebenfalls um den Dreh kennengelernt. Wir haben alle gemeinsam schon nach 3 Monaten Weihnachten gefeiert.Wenn es gescheitert wäre oder ich gemerkt hätte, das ist nix ernstes, tja nun. Dann wäre ja quasi nix kaputt gewesen, meine Familie kennt Trennungen und kann das differenzieren. Und ich hätte einfach ein paar nette Leute getroffen.  

PS wir waren seinerzeit 32 (ich) und 27 (er).

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29. November 2020 um 16:50
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Hallo zusammen,

der Titel sagts ja schon. Ich bin seit 5 Monaten nun mit jemandem "zusammen". In Anfürhungszeichen, weil die Sache noch nicht richtig definiert wurde.
Das hat seine Gründe: Ich bin 31 und er 24. Die unterschiedlichen Lebensphasen machen mir ein bisschen Angst und ich weiss nicht ob ich mich darauf einlassen soll. Er ist ein toller Mann und wir lachen unglaublich viel zusammen. Manchmal ist er aber etwas unreflektier...

Letztens sagte er, seine Familie frage oft nach mir. Wer ich sei, wie ich aussehe etc. Doch wie es scheint gibt er ihnen auf all diese Fragen keine Antworten. Warum?, habe ich ihn gefragt.
Er möge einfach nicht wie viele Folgefragen sich aus einer Antwort ergeben. Er sei schon immer so gewesen und zeieh es vor lieber gar nichts zu erzählen (er hat aber eigtl. ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Familie).
Nun hat letztens seine Mutter ein Foto von mir gesehen und fing wieder an nachzufragen und meinte irgendwann "es sei schon ein bisschen traurig, dass er einfach gar nichts erzählen würde. bzw. mich nie zu ihnen mitbringe"

Ganz ehrlich: Mir ist es zu früh um die Familie kennen zu lernen. Ich weiss ja noch gar nicht in welche Richtung das gehen soll. Oder ob das jetzt was Ernstes wird mit ihm.
Wenn ich ihn frage "Hey was wünschst Du dir eigentlich von dieser "Beziehung"?", meint er dann nur er wisse es selbst nicht so genau und das tiefere Gefühle bei ihm Zeit brauchen.

Dafür habe ich auch Verständnis. Und ich könnte gut noch in dem Rhytmus weiter machen wie bisher. Doch derzeit kommt er immer wieder mit "Ja komm, ich stell Dich meiner Familie einfach vor, dann können sie Dir all die lästigen Fragen stellen"

Naja... wie seht ihr das? Ich weiss nicht ob ich mich der Familie bereits vorstellen soll. Ausserdem, will er mich offensichtlich vor allem desswegen vorstellen, damit der keine Fragen beantworten muss über meine Person. Das hat mich dann auch ein bisschen gekränkt und traurig gemacht.
Hatte ihn damit konfrontiert und er meinte dann "von diesem Standpunkt hätte er es sich noch gar nicht überlegt"

Yay.

Danke für Eure Tipps

Ich hab die Familie meines Mannes nach zwei Wochen kennengelernt, er meine nach vier Wochen. Waren damals 22 und 24 und hatten jeder eine eigene Wohnung. Nach etwas mehr als fünf Monaten hatten wir beschlossen zusammenzuziehen und das auch keine vier Wochen später in die Tat umgesetzt.

Finde es ehrlich gesagt seltsam, dass man nach fast einem halben Jahr die Familie des Partners noch nicht kennt, obwohl ein gutes familiäres Verhältnis zu bestehen scheint und sowohl bei dir als auch bei ihm anscheinend auch kein wirkliches Interesse daran besteht, es zu ändern. Nach einem halben Jahr müsste man in eurem Alter doch langsam wissen, wohin das Ganze führen soll und ob es zu etwas Längerfristigen taugt?!

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29. November 2020 um 20:43
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Hallo zusammen,

der Titel sagts ja schon. Ich bin seit 5 Monaten nun mit jemandem "zusammen". In Anfürhungszeichen, weil die Sache noch nicht richtig definiert wurde.
Das hat seine Gründe: Ich bin 31 und er 24. Die unterschiedlichen Lebensphasen machen mir ein bisschen Angst und ich weiss nicht ob ich mich darauf einlassen soll. Er ist ein toller Mann und wir lachen unglaublich viel zusammen. Manchmal ist er aber etwas unreflektier...

Letztens sagte er, seine Familie frage oft nach mir. Wer ich sei, wie ich aussehe etc. Doch wie es scheint gibt er ihnen auf all diese Fragen keine Antworten. Warum?, habe ich ihn gefragt.
Er möge einfach nicht wie viele Folgefragen sich aus einer Antwort ergeben. Er sei schon immer so gewesen und zeieh es vor lieber gar nichts zu erzählen (er hat aber eigtl. ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Familie).
Nun hat letztens seine Mutter ein Foto von mir gesehen und fing wieder an nachzufragen und meinte irgendwann "es sei schon ein bisschen traurig, dass er einfach gar nichts erzählen würde. bzw. mich nie zu ihnen mitbringe"

Ganz ehrlich: Mir ist es zu früh um die Familie kennen zu lernen. Ich weiss ja noch gar nicht in welche Richtung das gehen soll. Oder ob das jetzt was Ernstes wird mit ihm.
Wenn ich ihn frage "Hey was wünschst Du dir eigentlich von dieser "Beziehung"?", meint er dann nur er wisse es selbst nicht so genau und das tiefere Gefühle bei ihm Zeit brauchen.

Dafür habe ich auch Verständnis. Und ich könnte gut noch in dem Rhytmus weiter machen wie bisher. Doch derzeit kommt er immer wieder mit "Ja komm, ich stell Dich meiner Familie einfach vor, dann können sie Dir all die lästigen Fragen stellen"

Naja... wie seht ihr das? Ich weiss nicht ob ich mich der Familie bereits vorstellen soll. Ausserdem, will er mich offensichtlich vor allem desswegen vorstellen, damit der keine Fragen beantworten muss über meine Person. Das hat mich dann auch ein bisschen gekränkt und traurig gemacht.
Hatte ihn damit konfrontiert und er meinte dann "von diesem Standpunkt hätte er es sich noch gar nicht überlegt"

Yay.

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Ab wann Du die Familie kennenlernst möchtest Du wissen ? Spätestens dann, wenn der Erbfall eintritt.

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