Forum / Liebe & Beziehung

9 Jahre Beziehung, Kind und nun Krise?

1. März um 1:36 Letzte Antwort: 11. April um 5:52

Hallo, Ihr Lieben

Keine Ahnung, ob mein Befinden wegen der Coronakrise, des Vollmondes oder wirklich wegen meiner Sorgen so im Keller ist.

Eigentlich dachte ich immer, wir könnten zusammen alt werden..

Mein (erster) Freund ist 36, ich bin 33, er arbeitet 100% und ich arbeite einen Tag pro Woche in seiner Firma, ansonsten bin für unser 3-Jähriges Kind da. Zwei Tage in der Woche geht unser Sohn in die Kita. Wir teilen die Hobbies Musik, Philosophieren und Naturspaziergänge. Ich bin für den Haushalt zuständig, wobei man sagen muss, dass mein Partner leidenschaftlich gerne kocht. Er ist in der Gewürzbranche tätig.

Ansich klingt das nach Traumpartner. Das stimmt auch – oberflächlich gesehen. Nur blicke ich bei unserer Beziehung momentan nicht mehr durch, mir fehlt die Klarsicht.
Ihr werded Euch bestimmt fragen, ob ich einen an der Waffel hätte, mit einem Partner, der arbeitet und dann noch kocht. Aber vielleicht nutzt er damit auch sein Machtpotenzial aus über mich?

Was ich zu meinen Stärken sagen kann: ich nehme meinen Partner so, wie er ist, ich kann gut zuhören und bin loyal. Meine grösste Schwäche ist ganz klar meine Unordentlichkeit (schon immer). Die Stärken meines Partners, aus meiner Sicht: Charmant, verlässlich, er kann ebenfalls gut zuhören. Seine grösste Schwäche, aus meiner Sicht: Er tendiert sehr zum Nörgeln. Es geht hin, bis zu Respektlosigkeit, Destruktivität und Arroganz. Er ist musisch und sensibel – das bin ich ebenfalls – nur bin ich es auf eine chaotisch-liebevolle Weise, was er überhaupt nicht mag.

Ihr könnt mir glauben, ich habe versucht, mich zu bessern in Sachen Ordnung! Dass unser Sohn mich von der Arbeit zuhause ablenken will, macht es nicht besser. Wenn er mir helfen möchte, dann geht es einfach sehr langsam und das wird mir zu anstrengend. Ich bin selber nicht die Schnellste. Ich lasse mich auch sehr leicht ablenken und dann endet meine Aufräumaktion im Spiel mit meinem Sohn, anstatt die Hausarbeit zu Ende zu bringen. Unser Sohn fordert sehr viel Aufmerksamkeit von uns. Wenn ich kann, gehe ich mit ihm nach draussen. Haushalt war nie meine Stärke, das muss ich zugeben. Er möchte noch immer gestillt werden, was ich sehr geniesse. Mein Partner mag es nicht. Vermutlich möchte er deswegen seit Monaten keinen Sex haben. Ich stelle mich auf die Seite, auf der ich mich wohl fühle. Und mit meinem Partner fühle ich mich momentan nicht besonders wohl.

Während ich meine Schwächen kenne und mich auch reflektieren kann, zeigt mein Partner leider null Selbstreflexion. Wenn ich etwas an seinem Verhalten beanstande, guckt mich manchmal nur furchtbar wichtig aus seinen gefühlvollen Dackelaugen an: "Ich bin kein einfacher Mensch..", Diese Aussage habe ich schon oft von ihm gehört, empfinde sie aber mehr und mehr als Ausrede dafür, sich selbst nicht reflektieren, bzw. ändern zu müssen. Er dagenen nörgelt, behandelt mich respektlos – und wenn ich etwas an ihm auszusetzen habe, spricht er von "das stimmt nicht.", "Du übertreibst", bis zu "Du hast ja eh ein mentales Problem.".. Ich meine, könntet Ihr noch lieben, wenn jemand Euch so behandelt? Ich versuche mein bestes! Dass er so gut kochen kann schätze ich sehr und dass er dies auch gerne tut, ist keine Selbstverständlichkeit. Natürlich findet er, dass ich viel weniger zu geben habe, als er. Immerhin nehme ich ihn so wie er ist.. 

Echt, ich dachte in letzter Zeit oft, ich kann nicht mehr mit dem ständigen Gezanke. Unser Sohn leidet unter unseren Auseinandersetzungen, die nicht gerade leise sind.. mein Partner kann sich auch mal reinsteigern, und ich lasse mich nicht klein kriegen. Wenn es mir zuviel wird, dann laufe ich weg in ein anderes Zimmer. Unser Sohn tut mir am meisten leid.
Während er sich zu mir wie ein Pflock benehmen kann, kann mein Partner ja soo zuckersüss zu unserem Sohn sein! Er liebt ihn, wie ihn ein Vater seinen Sohn nur lieben kann, ganz bestimmt. Andererseits will er ihn nicht verlieren und er merkt eventuell auch, dass mir unsere Situation nicht gefällt. Ja, Ihr denkt jetzt vielleicht, ich sei eifersüchtig. Ja, das bin ich absolut, denn weshalb hat ein Mann, der mich ohne Respekt verhält (ja, er sieht an mir nur das Negative), die Liebe meines (unseres) Sohnes verdient? Ihr könnt mich ruhig als lächerlich bezeichnen. Aber ich beschreibe mich Euch mal als äusserst menschlich und lese auch keine Bücher, wie: "Emotionale Intelligenz" und wie sie alle heissen, um das Leben sagenhaft zu machen.

Ich bin manchmal voll der Liebe für meinen Partner, glaubt mir. Er war anfangs ein charmanter Prachtskerl und in manchen Momenten in meinen Augen noch immer. Dann kann er mein Herz für sich gewinnen. Er ist musikalisch, intelligent und loyal, verlässlich, fast mütterlich zu unserem Sohn. So positiv sah ich ihn und tat es bis anhin im Groben immer. Neuerdings schwindet das Gefühl der Liebe eher dahin. Ob das an der virusbedingten Situation liegen mag? Mit Freunden ausgehen, das soziale Leben, gemiensame Konzerte, das alles lag nicht drin im letzten Jahr.. daran lag uns beiden jedoch viel. Ich merke erst jetzt, dass unsere Beziehung auch von den nicht ganz so lebensnotwendigen Dingen des Lebens lebt.

Mein Musikerherz hängt an ihm. Mein Wanderherz hängt an ihm. Mein kommunikatives Herz hängt an ihm! Ich bin dankbar für das, was er für uns tut. Mein Mutterherz hängt an ihm, damit unser Sohn seine Mama und seinen Papa zusammen für sich zuhause weiss. Bin selbst ein Scheidungskind. Tue mich deshalb mit einer Trennung noch schwerer, ich stehe ja finanziell jetzt auch nicht auf eigenen Beinen (könnte wieder werden). Ich hoffe aus hoffnungsvollem Herzen, dass sich nach der Pandemie alles zum Guten wendet. Manchmal habe ich wirklich keine Liebe mehr in mir für ihn übrig, die mein Hirn reflektieren kann. Dann habe ich Angst, auch vor ihm. Weshalb kann er seine destruktive Seite nicht ablegen? Das ist sehr kindlich gesagt und unwahrscheinlich, ich weiss.. aber er will ja auch, dass ich mich ändere.. was mir selbst ebenfalls schwer fällt. Das weiss ich auch.

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen mit ähnlichen Situationen, oder, wie Ihr damit umgehen würdet.. oder was ihr denkt, wo wir stehen.. Ich danke Euch im Voraus. 

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1. März um 8:08

Also ich würde die Krise bekommen, wenn ich als Mann von der Arbeit komme und meine Frau, die mit Kind größtenteils Zuhause ist, hat die Bude nicht sauber gemacht und aufgeräumt.

Da würde mir auch jegliche Lust und nette Worte vergehen nach einer  Zeit.

Ich habe selber ein 5 Monate altes Baby Zuahause und weiß wie anstrengend Haushalt und Kind zusammen sind. Aber dein Sohn ist drei. Er kann sich eine halbe Stunde alleine beschäftigen und du räumst auf.

Du bist einfach faul.

Und dein Mann kocht noch, wenn er nach Hause kommt ? Mich würde es nicht wundern, wenn er nur noch wegen des Kindes bei dir bleibt.

Eine Mutter kann stillen, so lange sie will. Ich persönlich fände es abartig so ein großes Kind an meiner Brust nuckeln zu lassen und offenbar mag dein Mann es auch nicht. Aber das stillen ist deine Entscheidung.

Deine Reflektion bringt absolut nichts, wenn davon dass Haus nicht sauber wird.

Wie willst du dich denn trennen und arbeiten und den Haushalt schmeißen, wenn du das nicht mal jetzt schaffst ? Muss dein Kind dann im Chaos leben ?

Ändere dein Verhalten und lerne Ordentlich zu werden. Du bist kein Kind mehr, sondern trägst die Verantwortung für eines. Schaue ob sich nach deiner Veränderung auch die Beziehung zu deinem Mann verändert. 

Und hör auf mit deinem krankhaften Denken. Liebe verdient man sich nicht. Liebe bekommt man geschenkt. Und dein Mann hat alles Recht der Welt, von deinem Sohn geliebt zu werden.

Umgekehrt könnte man auch sagen, warum so eine schlampige Mutter die Liebe ihres Kindes verdient hat.

Am besten geht ihr zur Eheberatung und rettet was noch zu retten ist.

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1. März um 8:14

Hallo, vielleicht ist es an der Zeit dein Kind abzustillen. Deine ganze Konzentration und Liebe gehören deinem Kind. Das ist an sich ja auch richtig.Aber warum stillst du ihn immer noch? Du könntest etwas loslassen und das was dann bleibt, mit deinem Mann teilen. Glaubst du nicht, dass ihm manches fehlt? Vielleicht hätte er auch gerne ein Stück von dieser Liebe, die deinem Kind gibst. Nicht falsch verstehen, das Kind steht immer zuerst. Hast du Mal überlegt,dass er dich so behandelt, weil er enttäuscht ist oder nicht mehr zufrieden. Menschen, die schreien machen auf etwas aufmerksam. Ich finde es wichtiger mit dem Kind zu spielen als aufzuräumen. Das du weniger machst, das stimmt nicht.du leistet einen viel wichtigeren Beitrag. Da sollte ihm Mal Klarwerden. Kinder zu erziehen ist eines wertvollsten Dinge in diesem Leben. Ich möchte die Arbeit nicht abwerten, aber lass dir nicht sagen, dass du weniger leistest. Überleg ob der Zeitpunkt des Abstillens jetzt gekommen ist. Vielleicht löst das viele Probleme.

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1. März um 9:25

denn weshalb hat ein Mann, der mich ohne Respekt verhält (ja, er sieht an mir nur das Negative), die Liebe meines (unseres) Sohnes verdient?


Als ich den Satz gelesen habe, sind bei mir alle Alarmglocken losgegangen. 

Ihr solltet dringend professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um entscheiden zu können, ob eure Beziehung noch eine Zukunft hat. 

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1. März um 9:40
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Hallo, vielleicht ist es an der Zeit dein Kind abzustillen. Deine ganze Konzentration und Liebe gehören deinem Kind. Das ist an sich ja auch richtig.Aber warum stillst du ihn immer noch? Du könntest etwas loslassen und das was dann bleibt, mit deinem Mann teilen. Glaubst du nicht, dass ihm manches fehlt? Vielleicht hätte er auch gerne ein Stück von dieser Liebe, die deinem Kind gibst. Nicht falsch verstehen, das Kind steht immer zuerst. Hast du Mal überlegt,dass er dich so behandelt, weil er enttäuscht ist oder nicht mehr zufrieden. Menschen, die schreien machen auf etwas aufmerksam. Ich finde es wichtiger mit dem Kind zu spielen als aufzuräumen. Das du weniger machst, das stimmt nicht.du leistet einen viel wichtigeren Beitrag. Da sollte ihm Mal Klarwerden. Kinder zu erziehen ist eines wertvollsten Dinge in diesem Leben. Ich möchte die Arbeit nicht abwerten, aber lass dir nicht sagen, dass du weniger leistest. Überleg ob der Zeitpunkt des Abstillens jetzt gekommen ist. Vielleicht löst das viele Probleme.

Glaubst Du nicht, dass ihm manches fehlt..

Glaubst Du nicht, dass ich versucht habe, ihm meine Liebe zu schenken? Ich frage ihn täglich, wie sein Tag war, manchmal bekomme ich schon deswegen einen Rüffel. Er fragt mich nich nie, wie mein Tag war. Wenn ich mich Abends um ihn kümmern möchte, vielleicht auch seine Nähe suche, wimmelt er mich ab, schickt mich raus und gafft in sein Handy (praktisch jeden Abend), eigentlich schon immer. Hat mich immer, mal mehr, mal einiger, gestört. Denkt Ihr, ich hätte Interesse daran, mir grosse Mühe zu machen, mich zu ändern, wenn er mich so behandelt?

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1. März um 9:40

Weniger sollte das heißen.

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1. März um 9:46

Ich finde, zu einem Traumpartner gehört mehr als "er arbeitet und kocht". Wenn die Grundlagen nicht stimmen, so wie es bei euch ist, dann wäre es mir egal, ob er gut kocht oder nicht.  Das wiegt ja seinen mangelnden Respekt nicht auf.

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1. März um 9:47
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Also ich würde die Krise bekommen, wenn ich als Mann von der Arbeit komme und meine Frau, die mit Kind größtenteils Zuhause ist, hat die Bude nicht sauber gemacht und aufgeräumt.

Da würde mir auch jegliche Lust und nette Worte vergehen nach einer  Zeit.

Ich habe selber ein 5 Monate altes Baby Zuahause und weiß wie anstrengend Haushalt und Kind zusammen sind. Aber dein Sohn ist drei. Er kann sich eine halbe Stunde alleine beschäftigen und du räumst auf.

Du bist einfach faul.

Und dein Mann kocht noch, wenn er nach Hause kommt ? Mich würde es nicht wundern, wenn er nur noch wegen des Kindes bei dir bleibt.

Eine Mutter kann stillen, so lange sie will. Ich persönlich fände es abartig so ein großes Kind an meiner Brust nuckeln zu lassen und offenbar mag dein Mann es auch nicht. Aber das stillen ist deine Entscheidung.

Deine Reflektion bringt absolut nichts, wenn davon dass Haus nicht sauber wird.

Wie willst du dich denn trennen und arbeiten und den Haushalt schmeißen, wenn du das nicht mal jetzt schaffst ? Muss dein Kind dann im Chaos leben ?

Ändere dein Verhalten und lerne Ordentlich zu werden. Du bist kein Kind mehr, sondern trägst die Verantwortung für eines. Schaue ob sich nach deiner Veränderung auch die Beziehung zu deinem Mann verändert. 

Und hör auf mit deinem krankhaften Denken. Liebe verdient man sich nicht. Liebe bekommt man geschenkt. Und dein Mann hat alles Recht der Welt, von deinem Sohn geliebt zu werden.

Umgekehrt könnte man auch sagen, warum so eine schlampige Mutter die Liebe ihres Kindes verdient hat.

Am besten geht ihr zur Eheberatung und rettet was noch zu retten ist.

Ich habe es ehrlich schon geschafft, ordentlicher zu sein. Ich habe auch schon gekocht. Aber meinem Partner war dann immer etwas "zu mastig", "zu wenig gewürzt" oder: "warum hast du das nicht so und so gemacht".. auch wenn er neben mir steht in der Küche, kann er mich nicht einfach machen lassen. Er weiss es halt immer besser. Du bist gut, ich bin noch ein Kind! Ich habe zwei Ausbildungen, mein Partner hat keine Ausbildung und arbeitet im Nachbardorf bei seinem Vater. Sein destruktives Verhalten blockiert einfach meinen Willen, mich noch mehr in seine Richtung zu bewegen, während er immer auf mir rumhacken kann. Sorry, ich verstehe zwar, was Du meinst. Aber wenn man es jemanden einfach nie Recht machen kann, vergeht einem einfach die Lust, sich noch Mehr Mühe zu geben, oder sich zu verändern. Er verändert ja nichts an seinem Charakter.

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1. März um 9:49

Ich schreibe auch regelmäßig Bewerbungen, ja.....

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1. März um 9:54
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Ich finde, zu einem Traumpartner gehört mehr als "er arbeitet und kocht". Wenn die Grundlagen nicht stimmen, so wie es bei euch ist, dann wäre es mir egal, ob er gut kocht oder nicht.  Das wiegt ja seinen mangelnden Respekt nicht auf.

Mir selbst ist Haute Cuisine nicht wirklich wichtig. Mein Partner legt schon grossen Wert darauf. Ich glaube, es ist auch schon fast zwei Jahre her, dass wir mal in die Ferien gefahren sind. Vielleicht lässt er seinen Frust auch an mir aus. An wem soll er ihn sonst auslassen? Er kann ja nicht mal mit einem Kumpel was trinken gehen, Gastrobranche geschlossen.

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1. März um 9:56
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Ich habe es ehrlich schon geschafft, ordentlicher zu sein. Ich habe auch schon gekocht. Aber meinem Partner war dann immer etwas "zu mastig", "zu wenig gewürzt" oder: "warum hast du das nicht so und so gemacht".. auch wenn er neben mir steht in der Küche, kann er mich nicht einfach machen lassen. Er weiss es halt immer besser. Du bist gut, ich bin noch ein Kind! Ich habe zwei Ausbildungen, mein Partner hat keine Ausbildung und arbeitet im Nachbardorf bei seinem Vater. Sein destruktives Verhalten blockiert einfach meinen Willen, mich noch mehr in seine Richtung zu bewegen, während er immer auf mir rumhacken kann. Sorry, ich verstehe zwar, was Du meinst. Aber wenn man es jemanden einfach nie Recht machen kann, vergeht einem einfach die Lust, sich noch Mehr Mühe zu geben, oder sich zu verändern. Er verändert ja nichts an seinem Charakter.

Och finde sein Verhalten sehr bedenklich und falsch, so als ob er es braucht, dich kleinzuhalten. Dass du dann natürlich keineLust hast auf Haushalt etc., weil du es ihm eh nie recht machen kannst. Das Problem hier ist größtenteils er. Natürlich mag er ein toller Mann sein, aber sowas ist ein sehr schlechter Charakterzug von ihm, wahrscheinlich ist das eine Art eigene Unzufriedenheit, fast schon eine Art Gaslightning. wer weiß, wann er das auch ggü eurem Kind zeigt. 

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1. März um 10:10

Das hat er auch schon. Wisst Ihr, wie er sich verhält, wenn wir unterwegs sind und unser Sohn nicht so schnell ist mit laufen, wie er? Er spaziert, viel mehr stolziert, uns einfach davon, weil "er nicht so langsam gehen will.". Dann geht er voraus und wir dackeln da irgendwo hinter ihm, glaub mir, wie peinlich mir das ist, wenn uns die Leute so sehen.

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1. März um 10:40

In diesen Zeiten trennt sich wohl die Spreu vom Weizen. 

Ob man zusammenhalten kann, zusammen passt, sich ergänzt oder einfach nur noch nervt. Man ist ständig im Fokus, jede Handlung und jede Bewegung wird beobachtet, innerlich verdreht man nur mehr die Augen. 

Ich beneide dich nicht um die Situation, und deine vielen Worte spiegeln ganz klar wieder, wie unzufrieden du bist. Aber ob du wirklich so reflektiert bist und ihn wirklich so lässt wie er ist? Ziehst du dich nicht in die Opferrolle zurück und lässt den Frust über deine Abhängigkeit an ihm aus?

Über Nörgeln und Kritisieren geht viel an Gemeinsames und Verbindendes kaputt. Sogar euer Sohn wird zum Zankapfel, als würdet ihr euch um seine Gunst buhlen, wer nach außen hin "besser dasteht". Anstatt euch gemeinsam darüber Gedanken zu machen, wie man die Familiensituation gut meistert - und die ist einfach mal auch harte Arbeit - reißt ihr daran herum.

Beziehung ist zum Teil Abmachung und Teamwork, zum Teil kreatives Gestalten und zum Teil liebevolles Bewahren. Bei euch ist das kreative Gestalten zu destruktiven Zerstören geworden, Abmachungen und Teamwork sind eher ein Konkurrenzdenken (er tut ja auch nicht, wieso soll ich) und das Bewahren von Schönem (wir sind ein Paar, wir zeigen uns, wir reden über uns) ist eher ein von außen auferlegter Zwang (was die Nachbarn denken).

Man kann auch mal versuchen, reset zu drücken und an diesen Punkt zurückkehren, wo man sich aus den Augen verloren hat, wo man noch Träume hatte, wie das alles werden wird, wo man gemeinsam als Paar dachte, wir schaffen das, wir machen das besser als die anderen. Vielleicht findet man dort ein paar Ursachen für die jetzige Situation.

Die Scheidung deiner Eltern wird auch einen Grund gehabt haben. Als erwachsene Person kann man auch darüber und damit seinen Frieden finden. Dass im Zuge dessen auch Verletzungen passieren, ist sehr traurig - vielleicht hast du diese Trauer auch nur verdrängt und sie kommt jetzt in Form von Beziehungszerstörerischen Mustern raus. Sie wird halt genau das bewirken, was du eigentlich nicht möchtest, nämlich, dass auch deine Beziehung an die Wand gefahren wird. Das wäre dann dein Teil der Verantwortung.

Für euch beide gilt, wenn ihr nicht lernt, all eure Unzufriedenheiten in den Griff zu kriegen und bis zu einem gewissen Grad bei euch zu lassen und damit umzugehen, wird das nicht gut enden für euch.



 

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1. März um 10:43

Die Frage ist, was zuerst da war, Henne oder Ei.

War er schon immer so zu dir oder erst seit euer Sohn auf der Welt ist?

 

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1. März um 10:49

Danke für diese wertvolle Antwort. Mir sind dabei die Tränen gekommen, das meine ich durchaus positiv. Ich werde Deinen Beitrag später noch ein paar Mal durchlesen.

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1. März um 10:53
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Die Frage ist, was zuerst da war, Henne oder Ei.

War er schon immer so zu dir oder erst seit euer Sohn auf der Welt ist?

 

Ja, er war schon immer so. Aber die Gemeinsamkeiten haben alles immer wieder wett gemacht.

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1. März um 10:54
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Die Frage ist, was zuerst da war, Henne oder Ei.

War er schon immer so zu dir oder erst seit euer Sohn auf der Welt ist?

 

Ja, er ist schon eine ganze Weile so zu mir. Seit wann, weiss ich nicht. Die Gemeinsamkeiten haben immer alles wett gemacht.

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1. März um 10:55

Sorry, es kam eine Error Meldung deshalb doppelt geantwortet.

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1. März um 11:36
In Antwort auf

Hallo, Ihr Lieben

Keine Ahnung, ob mein Befinden wegen der Coronakrise, des Vollmondes oder wirklich wegen meiner Sorgen so im Keller ist.

Eigentlich dachte ich immer, wir könnten zusammen alt werden..

Mein (erster) Freund ist 36, ich bin 33, er arbeitet 100% und ich arbeite einen Tag pro Woche in seiner Firma, ansonsten bin für unser 3-Jähriges Kind da. Zwei Tage in der Woche geht unser Sohn in die Kita. Wir teilen die Hobbies Musik, Philosophieren und Naturspaziergänge. Ich bin für den Haushalt zuständig, wobei man sagen muss, dass mein Partner leidenschaftlich gerne kocht. Er ist in der Gewürzbranche tätig.

Ansich klingt das nach Traumpartner. Das stimmt auch – oberflächlich gesehen. Nur blicke ich bei unserer Beziehung momentan nicht mehr durch, mir fehlt die Klarsicht.
Ihr werded Euch bestimmt fragen, ob ich einen an der Waffel hätte, mit einem Partner, der arbeitet und dann noch kocht. Aber vielleicht nutzt er damit auch sein Machtpotenzial aus über mich?

Was ich zu meinen Stärken sagen kann: ich nehme meinen Partner so, wie er ist, ich kann gut zuhören und bin loyal. Meine grösste Schwäche ist ganz klar meine Unordentlichkeit (schon immer). Die Stärken meines Partners, aus meiner Sicht: Charmant, verlässlich, er kann ebenfalls gut zuhören. Seine grösste Schwäche, aus meiner Sicht: Er tendiert sehr zum Nörgeln. Es geht hin, bis zu Respektlosigkeit, Destruktivität und Arroganz. Er ist musisch und sensibel – das bin ich ebenfalls – nur bin ich es auf eine chaotisch-liebevolle Weise, was er überhaupt nicht mag.

Ihr könnt mir glauben, ich habe versucht, mich zu bessern in Sachen Ordnung! Dass unser Sohn mich von der Arbeit zuhause ablenken will, macht es nicht besser. Wenn er mir helfen möchte, dann geht es einfach sehr langsam und das wird mir zu anstrengend. Ich bin selber nicht die Schnellste. Ich lasse mich auch sehr leicht ablenken und dann endet meine Aufräumaktion im Spiel mit meinem Sohn, anstatt die Hausarbeit zu Ende zu bringen. Unser Sohn fordert sehr viel Aufmerksamkeit von uns. Wenn ich kann, gehe ich mit ihm nach draussen. Haushalt war nie meine Stärke, das muss ich zugeben. Er möchte noch immer gestillt werden, was ich sehr geniesse. Mein Partner mag es nicht. Vermutlich möchte er deswegen seit Monaten keinen Sex haben. Ich stelle mich auf die Seite, auf der ich mich wohl fühle. Und mit meinem Partner fühle ich mich momentan nicht besonders wohl.

Während ich meine Schwächen kenne und mich auch reflektieren kann, zeigt mein Partner leider null Selbstreflexion. Wenn ich etwas an seinem Verhalten beanstande, guckt mich manchmal nur furchtbar wichtig aus seinen gefühlvollen Dackelaugen an: "Ich bin kein einfacher Mensch..", Diese Aussage habe ich schon oft von ihm gehört, empfinde sie aber mehr und mehr als Ausrede dafür, sich selbst nicht reflektieren, bzw. ändern zu müssen. Er dagenen nörgelt, behandelt mich respektlos – und wenn ich etwas an ihm auszusetzen habe, spricht er von "das stimmt nicht.", "Du übertreibst", bis zu "Du hast ja eh ein mentales Problem.".. Ich meine, könntet Ihr noch lieben, wenn jemand Euch so behandelt? Ich versuche mein bestes! Dass er so gut kochen kann schätze ich sehr und dass er dies auch gerne tut, ist keine Selbstverständlichkeit. Natürlich findet er, dass ich viel weniger zu geben habe, als er. Immerhin nehme ich ihn so wie er ist.. 

Echt, ich dachte in letzter Zeit oft, ich kann nicht mehr mit dem ständigen Gezanke. Unser Sohn leidet unter unseren Auseinandersetzungen, die nicht gerade leise sind.. mein Partner kann sich auch mal reinsteigern, und ich lasse mich nicht klein kriegen. Wenn es mir zuviel wird, dann laufe ich weg in ein anderes Zimmer. Unser Sohn tut mir am meisten leid.
Während er sich zu mir wie ein Pflock benehmen kann, kann mein Partner ja soo zuckersüss zu unserem Sohn sein! Er liebt ihn, wie ihn ein Vater seinen Sohn nur lieben kann, ganz bestimmt. Andererseits will er ihn nicht verlieren und er merkt eventuell auch, dass mir unsere Situation nicht gefällt. Ja, Ihr denkt jetzt vielleicht, ich sei eifersüchtig. Ja, das bin ich absolut, denn weshalb hat ein Mann, der mich ohne Respekt verhält (ja, er sieht an mir nur das Negative), die Liebe meines (unseres) Sohnes verdient? Ihr könnt mich ruhig als lächerlich bezeichnen. Aber ich beschreibe mich Euch mal als äusserst menschlich und lese auch keine Bücher, wie: "Emotionale Intelligenz" und wie sie alle heissen, um das Leben sagenhaft zu machen.

Ich bin manchmal voll der Liebe für meinen Partner, glaubt mir. Er war anfangs ein charmanter Prachtskerl und in manchen Momenten in meinen Augen noch immer. Dann kann er mein Herz für sich gewinnen. Er ist musikalisch, intelligent und loyal, verlässlich, fast mütterlich zu unserem Sohn. So positiv sah ich ihn und tat es bis anhin im Groben immer. Neuerdings schwindet das Gefühl der Liebe eher dahin. Ob das an der virusbedingten Situation liegen mag? Mit Freunden ausgehen, das soziale Leben, gemiensame Konzerte, das alles lag nicht drin im letzten Jahr.. daran lag uns beiden jedoch viel. Ich merke erst jetzt, dass unsere Beziehung auch von den nicht ganz so lebensnotwendigen Dingen des Lebens lebt.

Mein Musikerherz hängt an ihm. Mein Wanderherz hängt an ihm. Mein kommunikatives Herz hängt an ihm! Ich bin dankbar für das, was er für uns tut. Mein Mutterherz hängt an ihm, damit unser Sohn seine Mama und seinen Papa zusammen für sich zuhause weiss. Bin selbst ein Scheidungskind. Tue mich deshalb mit einer Trennung noch schwerer, ich stehe ja finanziell jetzt auch nicht auf eigenen Beinen (könnte wieder werden). Ich hoffe aus hoffnungsvollem Herzen, dass sich nach der Pandemie alles zum Guten wendet. Manchmal habe ich wirklich keine Liebe mehr in mir für ihn übrig, die mein Hirn reflektieren kann. Dann habe ich Angst, auch vor ihm. Weshalb kann er seine destruktive Seite nicht ablegen? Das ist sehr kindlich gesagt und unwahrscheinlich, ich weiss.. aber er will ja auch, dass ich mich ändere.. was mir selbst ebenfalls schwer fällt. Das weiss ich auch.

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen mit ähnlichen Situationen, oder, wie Ihr damit umgehen würdet.. oder was ihr denkt, wo wir stehen.. Ich danke Euch im Voraus. 

"Ja, Ihr denkt jetzt vielleicht, ich sei eifersüchtig. Ja, das bin ich absolut, denn weshalb hat ein Mann, der mich ohne Respekt verhält (ja, er sieht an mir nur das Negative), die Liebe meines (unseres) Sohnes verdient?"

Eure Beziehung hat mit der Vater/Sohn Beziehung mal rein garnichts zutun. Selbst wenn er dich hassen würde, solange er dem Kleinen gegenüber ein guter Vater ist, hat er sich die Liebe seines Sohnes verdient.

Ich kann einigen Vorrednern nur zustimmen, du bist unter der Woche mit nur einem einzigen Kind zuhause - Drei Wochentage davon ist er dann auch in der Kita. Also sorry, das in einem Haushalt mit Kind mal Chaos ist kann immer vorkommen, aber täglich heim kommen nach einem langen Arbeitstag und bei euch hat die Bombe eingeschlagen weil ihr nur gespielt habt ist doch wohl ein Witz. Du klingst unorganisiert und zugegeben auch faul wenn du sagst "du bist halt langsam". Mein Arbeitgeber würde mich für die Ausrede aus dem Fenster werfen. 
 

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1. März um 11:45

Ich weiß ja nicht, aber ich sehe das etwas anders als die meisten hier. Traumpartner, weil er kocht? Bitte? Er lebt ebenfalls in diesem Haushalt. Du kannst froh sein, ihn zu haben? Er kann auch froh sein, dich zu haben, die auf ihre Karriere verzichtet, um sich allein um Kind und Haushalt zu kümmern, damit er bequem arbeiten gehen kann und die sich so in eine Abhängigleit zu ihm begibt. Gut, das ist das ein, das kann gut gehen. Aber er nutzt diese Abhängigkeit und deine Liebe zu ihm aus. Er macht dich nieder, hat keinen Respekt vor dir, weiß alles besser. Und er weiß, dass du nichts dagegen tun wirst, dass du das ertragen wirst. Und er weiß, dass du sensibel bist - um so schlimmer, dass ihn das nicht zu interessieren scheint.

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1. März um 11:46

Zwei Tage ist er in der Kita, einen davon arbeite ich. Danke.

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1. März um 12:52
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Ich weiß ja nicht, aber ich sehe das etwas anders als die meisten hier. Traumpartner, weil er kocht? Bitte? Er lebt ebenfalls in diesem Haushalt. Du kannst froh sein, ihn zu haben? Er kann auch froh sein, dich zu haben, die auf ihre Karriere verzichtet, um sich allein um Kind und Haushalt zu kümmern, damit er bequem arbeiten gehen kann und die sich so in eine Abhängigleit zu ihm begibt. Gut, das ist das ein, das kann gut gehen. Aber er nutzt diese Abhängigkeit und deine Liebe zu ihm aus. Er macht dich nieder, hat keinen Respekt vor dir, weiß alles besser. Und er weiß, dass du nichts dagegen tun wirst, dass du das ertragen wirst. Und er weiß, dass du sensibel bist - um so schlimmer, dass ihn das nicht zu interessieren scheint.

👍👍👍 so sieht es aus, leider stürzen sich die meisten auf die Aussage mit der Ordnung - aber ich hätte auch keinen Bock darauf, wenn mein Partner darab nur rummäkelt und nur das Haar in der Suppe sucht, um mich wieder runterzumachen.

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1. März um 13:06
In Antwort auf

👍👍👍 so sieht es aus, leider stürzen sich die meisten auf die Aussage mit der Ordnung - aber ich hätte auch keinen Bock darauf, wenn mein Partner darab nur rummäkelt und nur das Haar in der Suppe sucht, um mich wieder runterzumachen.

Vielleicht sehen wir uns auch zu oft. Wenn Restaurants wieder aufgehen, kann ich mir gut vorstellen, dass er wieder einmal mit einem Kumpel auf ein Bier in die Stadt geht. Dann würde sich der Fokus verschieben und wir wären nicht immer Fokuspunkt. Er hat seine sozialen Bedürfnisse etwas vernachlässigt, wegen der Pandemie. Nicht ganz freiwillig, klar. Ich sehe wenigstens Freundinnen mit ihren Kindern. Das kann einem einfach viel geben, eifach mal jemand anders, in Deinem Alter, der Dich kennt und ähnlich tickt, wie Du, zu treffen. Mit anderen Worten, ich wünsche ihm einen Männerabend, wo er sich selbst sein kann und lachen kann.

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1. März um 13:10
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Ich weiß ja nicht, aber ich sehe das etwas anders als die meisten hier. Traumpartner, weil er kocht? Bitte? Er lebt ebenfalls in diesem Haushalt. Du kannst froh sein, ihn zu haben? Er kann auch froh sein, dich zu haben, die auf ihre Karriere verzichtet, um sich allein um Kind und Haushalt zu kümmern, damit er bequem arbeiten gehen kann und die sich so in eine Abhängigleit zu ihm begibt. Gut, das ist das ein, das kann gut gehen. Aber er nutzt diese Abhängigkeit und deine Liebe zu ihm aus. Er macht dich nieder, hat keinen Respekt vor dir, weiß alles besser. Und er weiß, dass du nichts dagegen tun wirst, dass du das ertragen wirst. Und er weiß, dass du sensibel bist - um so schlimmer, dass ihn das nicht zu interessieren scheint.

Da liegst Du richtig. Dann weiss ich auch nicht, worin sein Ziel liegt, im ständigen Rummeckern. Da muss doch mehr dahinter sein.

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1. März um 13:20
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Da liegst Du richtig. Dann weiss ich auch nicht, worin sein Ziel liegt, im ständigen Rummeckern. Da muss doch mehr dahinter sein.

Mehr? Was denn? Hinter so einem Verhalten steckt meistens nur eins: Seine Frust an anderen, vermeintlich Schwächeren, auslassen, um sich selbst als was Besseres zu fühlen. Schlimm genug, dass er dich als schwächeren part ansieht, aber dass dich fertig macht, um sein eigenes Ego aufzuwerten, ist einfach nur armselig.

Warum hast du Verständnis für ihn? Hör auf damit. Denn gerade dieses Verhalten ist es, dass dazu führte, dass er den Respekt vor dir verloren hat. Du duckst dich, du gibst ihm Recht, du lässt es mit dir machen. Und er fühlt sich deswegen in der Position, dich weiter runterzuputzen. So kann er dich schön klein halten.

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1. März um 14:07
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Vielleicht sehen wir uns auch zu oft. Wenn Restaurants wieder aufgehen, kann ich mir gut vorstellen, dass er wieder einmal mit einem Kumpel auf ein Bier in die Stadt geht. Dann würde sich der Fokus verschieben und wir wären nicht immer Fokuspunkt. Er hat seine sozialen Bedürfnisse etwas vernachlässigt, wegen der Pandemie. Nicht ganz freiwillig, klar. Ich sehe wenigstens Freundinnen mit ihren Kindern. Das kann einem einfach viel geben, eifach mal jemand anders, in Deinem Alter, der Dich kennt und ähnlich tickt, wie Du, zu treffen. Mit anderen Worten, ich wünsche ihm einen Männerabend, wo er sich selbst sein kann und lachen kann.

Vielleicht. Aber das löst euer Grundproblem ja nicht, sondern verschiebt es nur.  Sich darauf verlassen, dass nach dem Lockdown alles besser wird, ist denke ich naiv, die Schäden sind ja da. Er drückt dich runter, um sich besser zufühlen. Das verschrobene Machtverhältnis in eurer Beziehung ist auch trotz Ausgehen da.

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1. März um 14:27

Klingt so, als wäre Trennung der einzige Ausweg. Er hatte sich bisweilen immer gegen eine Trennung ausgesprochen, vielleicht wegen unserem Kind. Als ich ihn fragte, was er an mir liebe, meinte er, er wisse es nicht!

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1. März um 14:32

Vielleicht hat er ein Burnout?

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1. März um 14:59
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Klingt so, als wäre Trennung der einzige Ausweg. Er hatte sich bisweilen immer gegen eine Trennung ausgesprochen, vielleicht wegen unserem Kind. Als ich ihn fragte, was er an mir liebe, meinte er, er wisse es nicht!

Aber wenn er, wie du sagst, schon immer so war, warum hat dich das in den 9 Jahren nie gestört, sondern hast mit ihm eine Familie gegründet?

Das tut man ja nicht, nur weil man dieselben Hobbies ausübt 

Ich würde mir erstmal woanders einen Job suchen. Wenn der Kleine 3Tage in der Kita ist, kannst du 3 Tage arbeiten gehen. Dann bist du finanziell nicht mehr von ihm abhängig und im Falle einer Trennung bekommst du zusätzlich ja noch Unterhalt und Geld vom Amt.

Und ich würde mit ihm das Gespräch suchen. Nur mit einer Sicht der Dinge finde ich es hier schwer, ein Urteil zu Fällen. Glücklich seid ihr aber offenbar beide nicht und das muss sich ändern.

Eine Trennung ist für ein Kind kein Weltuntergang, so lange die Eltern keinen Machtkampf auf dem Rücken des Kindes ausüben und ihrer Pflicht als Eltern nachkommen.

Abstand schafft ja bekanntlich Perspektive, von daher wäre eine räumliche Trennung sinnvoll.

Ob man sich letztendlich trennt, solltet ihr in vielen Gesprächen gemeinsam entscheiden.

Du solltest aber aufhören, so anspruchslos zu sein. Gemeinsame Hobbies machen niemanden zu einem geeigneten Partner  und so lange der Respekt fehlt, funktioniert keine Partnerschaft.

 

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1. März um 15:10
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Vielleicht hat er ein Burnout?

Wenn er schon länger so ist, eher nicht. Wahrscheinlich hast du es im letzten Jahr nur verstärkt gemerkt und geballt abbekommen.

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1. März um 16:09
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Vielleicht hat er ein Burnout?

Oder Ihr beide zusammen. 
Ich bin auch Mutter. Unser Sohn ist aus Nov 2019 - ich noch in Elternzeit.
Mein Mann voll Berufstätig. 
Sicherlich bin jetzt Mutter, aber nicht nur. Und ja ein Kind "Kostet" Zeit und auch mal Nerven. 
Aber es dreht sich bei mir nicht alles um unseren Sohn. Ich will was von meinen Mann haben und er von mir.

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1. März um 19:17

Sorry aber gefühlvoll ist an dem Mann gar nix. Er klingt wie ein typischer Künstler, ja - dazu aber noch egozentrisch, anstrengend, unzufrieden und unempathisch. Ganz schlechte Mischung. Zu einer Beziehung gehört mehr als etwas Musik, Wandern und Kochen. Auch, auf den Partner eingehen und ihn nicht nur zu unterdrücken. Auch du solltest nicht einfach nur hinnehmen, sondern deine Frau stehen. Partnerschaft heißt nicht, sich komplett unterzuordnen.
Die Sache mit dedem Aufräumen ist doch bei euch nur ein Stellvertreterkrieg. Bei euch geht es um grundsätzlichete Dinge. Ich kann dir nur raten, dich nicht zerstören zu lassen.

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1. März um 21:06

Das denke ich eben auch. Sein bester Kumpel ist vor einer Woche Vater geworden. Ich und bestimmt mein Partner, möchte(n) nicht, dass wir uns genau jetzt trennen. Aber es wird nicht besser. Heute Abend hat er mich wieder von der einen in die andere Ecke gehetzt. Mach dies, mach das, es nörgelt und trotzt aus jeder Pore. Der Mann muss schon sehr unzufrieden sein.

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1. März um 21:08

Es geht ums Entkalken der Kaffeemaschine, um eine Geschenkrolle, warum ich unserem Sohn nicht Feuerwehrmann Sam einstelle, warum die Waschmaschine so laut sei...

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1. März um 21:15
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Es geht ums Entkalken der Kaffeemaschine, um eine Geschenkrolle, warum ich unserem Sohn nicht Feuerwehrmann Sam einstelle, warum die Waschmaschine so laut sei...

- Kann er doch machen- währenddessen die Geschenkrolle suchen- zwischendurch kurz dem Kind Feuerwehrmann Sam einstellen 
- und wenn das alles gar nicht geht, ja dann kann er doch wenigstens mal bei der Waschmaschine vorbeischauen.

Aber mir scheint eher, als wolle er sich bewusst schikanieren und vorführen.

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1. März um 21:32

Du sprichst mir aus der Seele. Ich weiss einfach nicht, was er damit erzielen möchte. Ob er es selbst weiss?

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2. März um 18:12

So wie sich das ließt passt ihr überhaupt nicht richtig zusammen, dein Mann scheint durch und durch mit allem unzufrieden zu sein, egal ob mit sich selbst oder nur mit dir. Ich glaube die Unordnung scheint nicht das Hauptproblem zu sein. 
Da hilft nur eine Paarberatung und viele Krisengespräche 

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2. März um 19:32
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Hallo, Ihr Lieben

Keine Ahnung, ob mein Befinden wegen der Coronakrise, des Vollmondes oder wirklich wegen meiner Sorgen so im Keller ist.

Eigentlich dachte ich immer, wir könnten zusammen alt werden..

Mein (erster) Freund ist 36, ich bin 33, er arbeitet 100% und ich arbeite einen Tag pro Woche in seiner Firma, ansonsten bin für unser 3-Jähriges Kind da. Zwei Tage in der Woche geht unser Sohn in die Kita. Wir teilen die Hobbies Musik, Philosophieren und Naturspaziergänge. Ich bin für den Haushalt zuständig, wobei man sagen muss, dass mein Partner leidenschaftlich gerne kocht. Er ist in der Gewürzbranche tätig.

Ansich klingt das nach Traumpartner. Das stimmt auch – oberflächlich gesehen. Nur blicke ich bei unserer Beziehung momentan nicht mehr durch, mir fehlt die Klarsicht.
Ihr werded Euch bestimmt fragen, ob ich einen an der Waffel hätte, mit einem Partner, der arbeitet und dann noch kocht. Aber vielleicht nutzt er damit auch sein Machtpotenzial aus über mich?

Was ich zu meinen Stärken sagen kann: ich nehme meinen Partner so, wie er ist, ich kann gut zuhören und bin loyal. Meine grösste Schwäche ist ganz klar meine Unordentlichkeit (schon immer). Die Stärken meines Partners, aus meiner Sicht: Charmant, verlässlich, er kann ebenfalls gut zuhören. Seine grösste Schwäche, aus meiner Sicht: Er tendiert sehr zum Nörgeln. Es geht hin, bis zu Respektlosigkeit, Destruktivität und Arroganz. Er ist musisch und sensibel – das bin ich ebenfalls – nur bin ich es auf eine chaotisch-liebevolle Weise, was er überhaupt nicht mag.

Ihr könnt mir glauben, ich habe versucht, mich zu bessern in Sachen Ordnung! Dass unser Sohn mich von der Arbeit zuhause ablenken will, macht es nicht besser. Wenn er mir helfen möchte, dann geht es einfach sehr langsam und das wird mir zu anstrengend. Ich bin selber nicht die Schnellste. Ich lasse mich auch sehr leicht ablenken und dann endet meine Aufräumaktion im Spiel mit meinem Sohn, anstatt die Hausarbeit zu Ende zu bringen. Unser Sohn fordert sehr viel Aufmerksamkeit von uns. Wenn ich kann, gehe ich mit ihm nach draussen. Haushalt war nie meine Stärke, das muss ich zugeben. Er möchte noch immer gestillt werden, was ich sehr geniesse. Mein Partner mag es nicht. Vermutlich möchte er deswegen seit Monaten keinen Sex haben. Ich stelle mich auf die Seite, auf der ich mich wohl fühle. Und mit meinem Partner fühle ich mich momentan nicht besonders wohl.

Während ich meine Schwächen kenne und mich auch reflektieren kann, zeigt mein Partner leider null Selbstreflexion. Wenn ich etwas an seinem Verhalten beanstande, guckt mich manchmal nur furchtbar wichtig aus seinen gefühlvollen Dackelaugen an: "Ich bin kein einfacher Mensch..", Diese Aussage habe ich schon oft von ihm gehört, empfinde sie aber mehr und mehr als Ausrede dafür, sich selbst nicht reflektieren, bzw. ändern zu müssen. Er dagenen nörgelt, behandelt mich respektlos – und wenn ich etwas an ihm auszusetzen habe, spricht er von "das stimmt nicht.", "Du übertreibst", bis zu "Du hast ja eh ein mentales Problem.".. Ich meine, könntet Ihr noch lieben, wenn jemand Euch so behandelt? Ich versuche mein bestes! Dass er so gut kochen kann schätze ich sehr und dass er dies auch gerne tut, ist keine Selbstverständlichkeit. Natürlich findet er, dass ich viel weniger zu geben habe, als er. Immerhin nehme ich ihn so wie er ist.. 

Echt, ich dachte in letzter Zeit oft, ich kann nicht mehr mit dem ständigen Gezanke. Unser Sohn leidet unter unseren Auseinandersetzungen, die nicht gerade leise sind.. mein Partner kann sich auch mal reinsteigern, und ich lasse mich nicht klein kriegen. Wenn es mir zuviel wird, dann laufe ich weg in ein anderes Zimmer. Unser Sohn tut mir am meisten leid.
Während er sich zu mir wie ein Pflock benehmen kann, kann mein Partner ja soo zuckersüss zu unserem Sohn sein! Er liebt ihn, wie ihn ein Vater seinen Sohn nur lieben kann, ganz bestimmt. Andererseits will er ihn nicht verlieren und er merkt eventuell auch, dass mir unsere Situation nicht gefällt. Ja, Ihr denkt jetzt vielleicht, ich sei eifersüchtig. Ja, das bin ich absolut, denn weshalb hat ein Mann, der mich ohne Respekt verhält (ja, er sieht an mir nur das Negative), die Liebe meines (unseres) Sohnes verdient? Ihr könnt mich ruhig als lächerlich bezeichnen. Aber ich beschreibe mich Euch mal als äusserst menschlich und lese auch keine Bücher, wie: "Emotionale Intelligenz" und wie sie alle heissen, um das Leben sagenhaft zu machen.

Ich bin manchmal voll der Liebe für meinen Partner, glaubt mir. Er war anfangs ein charmanter Prachtskerl und in manchen Momenten in meinen Augen noch immer. Dann kann er mein Herz für sich gewinnen. Er ist musikalisch, intelligent und loyal, verlässlich, fast mütterlich zu unserem Sohn. So positiv sah ich ihn und tat es bis anhin im Groben immer. Neuerdings schwindet das Gefühl der Liebe eher dahin. Ob das an der virusbedingten Situation liegen mag? Mit Freunden ausgehen, das soziale Leben, gemiensame Konzerte, das alles lag nicht drin im letzten Jahr.. daran lag uns beiden jedoch viel. Ich merke erst jetzt, dass unsere Beziehung auch von den nicht ganz so lebensnotwendigen Dingen des Lebens lebt.

Mein Musikerherz hängt an ihm. Mein Wanderherz hängt an ihm. Mein kommunikatives Herz hängt an ihm! Ich bin dankbar für das, was er für uns tut. Mein Mutterherz hängt an ihm, damit unser Sohn seine Mama und seinen Papa zusammen für sich zuhause weiss. Bin selbst ein Scheidungskind. Tue mich deshalb mit einer Trennung noch schwerer, ich stehe ja finanziell jetzt auch nicht auf eigenen Beinen (könnte wieder werden). Ich hoffe aus hoffnungsvollem Herzen, dass sich nach der Pandemie alles zum Guten wendet. Manchmal habe ich wirklich keine Liebe mehr in mir für ihn übrig, die mein Hirn reflektieren kann. Dann habe ich Angst, auch vor ihm. Weshalb kann er seine destruktive Seite nicht ablegen? Das ist sehr kindlich gesagt und unwahrscheinlich, ich weiss.. aber er will ja auch, dass ich mich ändere.. was mir selbst ebenfalls schwer fällt. Das weiss ich auch.

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen mit ähnlichen Situationen, oder, wie Ihr damit umgehen würdet.. oder was ihr denkt, wo wir stehen.. Ich danke Euch im Voraus. 

"Er möchte noch immer gestillt werden, was ich sehr geniesse."

na wenn da mal nicht der nächste serienkiller herangezogen wird, der in high heels an mamis unterwäsche schnüffelt. 

dein mann übt "macht" aus, weil er gerne kocht?  und er verdient nicht die liebe seines sohnes? dein sohn ist in der kita, du den ganzen tag zuhause und wundersts dich das er dann nörgelt? ehrlich, ich bin der letzte der jemanden eine therapie vorschlagen würde, aber du hast sie definitiv nötig!

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2. März um 20:11
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Hallo, Ihr Lieben

Keine Ahnung, ob mein Befinden wegen der Coronakrise, des Vollmondes oder wirklich wegen meiner Sorgen so im Keller ist.

Eigentlich dachte ich immer, wir könnten zusammen alt werden..

Mein (erster) Freund ist 36, ich bin 33, er arbeitet 100% und ich arbeite einen Tag pro Woche in seiner Firma, ansonsten bin für unser 3-Jähriges Kind da. Zwei Tage in der Woche geht unser Sohn in die Kita. Wir teilen die Hobbies Musik, Philosophieren und Naturspaziergänge. Ich bin für den Haushalt zuständig, wobei man sagen muss, dass mein Partner leidenschaftlich gerne kocht. Er ist in der Gewürzbranche tätig.

Ansich klingt das nach Traumpartner. Das stimmt auch – oberflächlich gesehen. Nur blicke ich bei unserer Beziehung momentan nicht mehr durch, mir fehlt die Klarsicht.
Ihr werded Euch bestimmt fragen, ob ich einen an der Waffel hätte, mit einem Partner, der arbeitet und dann noch kocht. Aber vielleicht nutzt er damit auch sein Machtpotenzial aus über mich?

Was ich zu meinen Stärken sagen kann: ich nehme meinen Partner so, wie er ist, ich kann gut zuhören und bin loyal. Meine grösste Schwäche ist ganz klar meine Unordentlichkeit (schon immer). Die Stärken meines Partners, aus meiner Sicht: Charmant, verlässlich, er kann ebenfalls gut zuhören. Seine grösste Schwäche, aus meiner Sicht: Er tendiert sehr zum Nörgeln. Es geht hin, bis zu Respektlosigkeit, Destruktivität und Arroganz. Er ist musisch und sensibel – das bin ich ebenfalls – nur bin ich es auf eine chaotisch-liebevolle Weise, was er überhaupt nicht mag.

Ihr könnt mir glauben, ich habe versucht, mich zu bessern in Sachen Ordnung! Dass unser Sohn mich von der Arbeit zuhause ablenken will, macht es nicht besser. Wenn er mir helfen möchte, dann geht es einfach sehr langsam und das wird mir zu anstrengend. Ich bin selber nicht die Schnellste. Ich lasse mich auch sehr leicht ablenken und dann endet meine Aufräumaktion im Spiel mit meinem Sohn, anstatt die Hausarbeit zu Ende zu bringen. Unser Sohn fordert sehr viel Aufmerksamkeit von uns. Wenn ich kann, gehe ich mit ihm nach draussen. Haushalt war nie meine Stärke, das muss ich zugeben. Er möchte noch immer gestillt werden, was ich sehr geniesse. Mein Partner mag es nicht. Vermutlich möchte er deswegen seit Monaten keinen Sex haben. Ich stelle mich auf die Seite, auf der ich mich wohl fühle. Und mit meinem Partner fühle ich mich momentan nicht besonders wohl.

Während ich meine Schwächen kenne und mich auch reflektieren kann, zeigt mein Partner leider null Selbstreflexion. Wenn ich etwas an seinem Verhalten beanstande, guckt mich manchmal nur furchtbar wichtig aus seinen gefühlvollen Dackelaugen an: "Ich bin kein einfacher Mensch..", Diese Aussage habe ich schon oft von ihm gehört, empfinde sie aber mehr und mehr als Ausrede dafür, sich selbst nicht reflektieren, bzw. ändern zu müssen. Er dagenen nörgelt, behandelt mich respektlos – und wenn ich etwas an ihm auszusetzen habe, spricht er von "das stimmt nicht.", "Du übertreibst", bis zu "Du hast ja eh ein mentales Problem.".. Ich meine, könntet Ihr noch lieben, wenn jemand Euch so behandelt? Ich versuche mein bestes! Dass er so gut kochen kann schätze ich sehr und dass er dies auch gerne tut, ist keine Selbstverständlichkeit. Natürlich findet er, dass ich viel weniger zu geben habe, als er. Immerhin nehme ich ihn so wie er ist.. 

Echt, ich dachte in letzter Zeit oft, ich kann nicht mehr mit dem ständigen Gezanke. Unser Sohn leidet unter unseren Auseinandersetzungen, die nicht gerade leise sind.. mein Partner kann sich auch mal reinsteigern, und ich lasse mich nicht klein kriegen. Wenn es mir zuviel wird, dann laufe ich weg in ein anderes Zimmer. Unser Sohn tut mir am meisten leid.
Während er sich zu mir wie ein Pflock benehmen kann, kann mein Partner ja soo zuckersüss zu unserem Sohn sein! Er liebt ihn, wie ihn ein Vater seinen Sohn nur lieben kann, ganz bestimmt. Andererseits will er ihn nicht verlieren und er merkt eventuell auch, dass mir unsere Situation nicht gefällt. Ja, Ihr denkt jetzt vielleicht, ich sei eifersüchtig. Ja, das bin ich absolut, denn weshalb hat ein Mann, der mich ohne Respekt verhält (ja, er sieht an mir nur das Negative), die Liebe meines (unseres) Sohnes verdient? Ihr könnt mich ruhig als lächerlich bezeichnen. Aber ich beschreibe mich Euch mal als äusserst menschlich und lese auch keine Bücher, wie: "Emotionale Intelligenz" und wie sie alle heissen, um das Leben sagenhaft zu machen.

Ich bin manchmal voll der Liebe für meinen Partner, glaubt mir. Er war anfangs ein charmanter Prachtskerl und in manchen Momenten in meinen Augen noch immer. Dann kann er mein Herz für sich gewinnen. Er ist musikalisch, intelligent und loyal, verlässlich, fast mütterlich zu unserem Sohn. So positiv sah ich ihn und tat es bis anhin im Groben immer. Neuerdings schwindet das Gefühl der Liebe eher dahin. Ob das an der virusbedingten Situation liegen mag? Mit Freunden ausgehen, das soziale Leben, gemiensame Konzerte, das alles lag nicht drin im letzten Jahr.. daran lag uns beiden jedoch viel. Ich merke erst jetzt, dass unsere Beziehung auch von den nicht ganz so lebensnotwendigen Dingen des Lebens lebt.

Mein Musikerherz hängt an ihm. Mein Wanderherz hängt an ihm. Mein kommunikatives Herz hängt an ihm! Ich bin dankbar für das, was er für uns tut. Mein Mutterherz hängt an ihm, damit unser Sohn seine Mama und seinen Papa zusammen für sich zuhause weiss. Bin selbst ein Scheidungskind. Tue mich deshalb mit einer Trennung noch schwerer, ich stehe ja finanziell jetzt auch nicht auf eigenen Beinen (könnte wieder werden). Ich hoffe aus hoffnungsvollem Herzen, dass sich nach der Pandemie alles zum Guten wendet. Manchmal habe ich wirklich keine Liebe mehr in mir für ihn übrig, die mein Hirn reflektieren kann. Dann habe ich Angst, auch vor ihm. Weshalb kann er seine destruktive Seite nicht ablegen? Das ist sehr kindlich gesagt und unwahrscheinlich, ich weiss.. aber er will ja auch, dass ich mich ändere.. was mir selbst ebenfalls schwer fällt. Das weiss ich auch.

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen mit ähnlichen Situationen, oder, wie Ihr damit umgehen würdet.. oder was ihr denkt, wo wir stehen.. Ich danke Euch im Voraus. 

Meine Einschätzung: Du bist offenbar nicht so lebenstüchtig, wie dein Partner das gern hätte. Du würdest und könntest dir vermutlich etwas mehr Respekt verschaffen, wenn du gewisse Dinge einfach regeltest und machtest. Dann würde sich nämlich auch zeigen, ob dein Partner manipulativ ist und die Oberhand behalten will (dann könntest du es ihm nie recht machen) oder ob er einfach frustrierst ist, weil alles an ihm hängt und du gemessen an anderen (selbst wenn der Vergleich unsinnig ist) weniger schaffst und meisterst. Ist Letzteres der Fall, wird er wohl froh sein, wenn sich etwas ändert. 

Außerdem könnte es eine gute Idee sein, dich ein wenig von der Absolution deines Partners zu emanzipieren. Du brauchst sein Urteil nicht (für alles). Es ist nicht so wichtig, wie er dein Tun und Verhalten bewertet. Du magst ja auch einiges, was er macht, nicht und bist trotzdem da. Irgendwie lesen sich deine Worte wie die eines gehorsamen Schulmädchens, das weiß, was die Frau Lehrerin nicht mag. Da schwingt auch eine Art schlechtes Gewissen mit. Und das brauchst du nicht. Sei ruhig etwas dickhäutiger. 

Man darf natürlich selbst entscheiden, wie lange man stillt. Dennoch eine Frage an dich: Will dein Sohn mit drei Jahren immer noch gestillt werden, weil du es sehr genießt, wie du schreibst, oder weil er es wirklich will? Ich habe einmal gelesen, dass das Stillen etwas von einer symbiotischen Einswerdung mit dem Säugling hat, der ja wie wir alle wissen, ganz und gar auf die Versorgung durch die Etern angewiesen ist und sich aufgrund dieser Abhängigkeit auch gar nicht als eigenständiges Individuum erlebt. Bei einem Dreijährigen ist das Bewusstsein um die eigene autarke Persönlichkeit ja nun schon weiter herausgebildet. Er hat auch schon andere Nahrungsquellen zur Verfügung, was nicht heißt, dass man nicht stillen darf oder soll. Aber es ist und bleibt natürlich eine ganz besondere intime Interaktion zwischen Mutter und Kind, die ja zweifelsohne auch als sehr schön erlebt wird. Dass für einen Vater, der in diesen Prozess naturgegeben und zwangsläufig nicht involviert ist, diese Verschmelzung mit dem Kind mit voranschreitendem Alter und Entwicklungsgrad des Kindes möglicherweise seltsam ist und er sich fragt, ob das denn immer noch nötig ist, kann ich bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen. Diesen Gedanken habe ich auch, weil du dir die Frage stellst, inwiefern dein Partner die Liebe seines Sohnes verdient. Meine Antwort: Im selben Maße wie du, wenn er ein guter Vater ist. Daher meine Frage: Ist dir bewusst, dass dein Partner bei deinem Sohn dieselben Rechte hat wie du, einfach weil er der Vater ist? Dieses Überaufgehen in der Mutterrolle gepaart mit einer gewissen Schusseligkeit und Lebensunfähigkeit ist schon ein wenig speziell. Ich will dich nicht verletzen oder angreifen. Ich möchte dir im Sinne eines Anstoßes eine Rückmeldung geben. Bitte meine Worte entsprechend zu lesen und aufzufassen. 

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3. März um 0:57
In Antwort auf

Meine Einschätzung: Du bist offenbar nicht so lebenstüchtig, wie dein Partner das gern hätte. Du würdest und könntest dir vermutlich etwas mehr Respekt verschaffen, wenn du gewisse Dinge einfach regeltest und machtest. Dann würde sich nämlich auch zeigen, ob dein Partner manipulativ ist und die Oberhand behalten will (dann könntest du es ihm nie recht machen) oder ob er einfach frustrierst ist, weil alles an ihm hängt und du gemessen an anderen (selbst wenn der Vergleich unsinnig ist) weniger schaffst und meisterst. Ist Letzteres der Fall, wird er wohl froh sein, wenn sich etwas ändert. 

Außerdem könnte es eine gute Idee sein, dich ein wenig von der Absolution deines Partners zu emanzipieren. Du brauchst sein Urteil nicht (für alles). Es ist nicht so wichtig, wie er dein Tun und Verhalten bewertet. Du magst ja auch einiges, was er macht, nicht und bist trotzdem da. Irgendwie lesen sich deine Worte wie die eines gehorsamen Schulmädchens, das weiß, was die Frau Lehrerin nicht mag. Da schwingt auch eine Art schlechtes Gewissen mit. Und das brauchst du nicht. Sei ruhig etwas dickhäutiger. 

Man darf natürlich selbst entscheiden, wie lange man stillt. Dennoch eine Frage an dich: Will dein Sohn mit drei Jahren immer noch gestillt werden, weil du es sehr genießt, wie du schreibst, oder weil er es wirklich will? Ich habe einmal gelesen, dass das Stillen etwas von einer symbiotischen Einswerdung mit dem Säugling hat, der ja wie wir alle wissen, ganz und gar auf die Versorgung durch die Etern angewiesen ist und sich aufgrund dieser Abhängigkeit auch gar nicht als eigenständiges Individuum erlebt. Bei einem Dreijährigen ist das Bewusstsein um die eigene autarke Persönlichkeit ja nun schon weiter herausgebildet. Er hat auch schon andere Nahrungsquellen zur Verfügung, was nicht heißt, dass man nicht stillen darf oder soll. Aber es ist und bleibt natürlich eine ganz besondere intime Interaktion zwischen Mutter und Kind, die ja zweifelsohne auch als sehr schön erlebt wird. Dass für einen Vater, der in diesen Prozess naturgegeben und zwangsläufig nicht involviert ist, diese Verschmelzung mit dem Kind mit voranschreitendem Alter und Entwicklungsgrad des Kindes möglicherweise seltsam ist und er sich fragt, ob das denn immer noch nötig ist, kann ich bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen. Diesen Gedanken habe ich auch, weil du dir die Frage stellst, inwiefern dein Partner die Liebe seines Sohnes verdient. Meine Antwort: Im selben Maße wie du, wenn er ein guter Vater ist. Daher meine Frage: Ist dir bewusst, dass dein Partner bei deinem Sohn dieselben Rechte hat wie du, einfach weil er der Vater ist? Dieses Überaufgehen in der Mutterrolle gepaart mit einer gewissen Schusseligkeit und Lebensunfähigkeit ist schon ein wenig speziell. Ich will dich nicht verletzen oder angreifen. Ich möchte dir im Sinne eines Anstoßes eine Rückmeldung geben. Bitte meine Worte entsprechend zu lesen und aufzufassen. 

Unser Sohn übernachtet heute zum ersten Mal bei einem Kita Freund. Er hatte noch nie Trennungsängste, übernachtet 1x wöchentlich bei seiner Oma und deshalb traue ich ihm dies zu. Ihr glaubt gar nicht, wie harmonisch sich die Beziehung zu meinem Partner und mir am heutigen Abend anfühlte. Es war wie früher. Für einen Augenblick kann ich all die negativen Gefühle vergessen.

Ich weiss, dass es eine Achterbahnfahrt ist und es auch bleiben wird. Trotzdem glaube ich irgendwie an uns. Beim Eröffnungspost war mein Kopf schon auf das Gegenteil gepolt und ich hätte mir vorstellen können, dass ich mich bald trenne. Aber mein Herz sagt mir, dass ich einen Fehler begehe, wenn ich dies tue. Mein Herz hängt sehr an ihm.

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3. März um 1:08
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Meine Einschätzung: Du bist offenbar nicht so lebenstüchtig, wie dein Partner das gern hätte. Du würdest und könntest dir vermutlich etwas mehr Respekt verschaffen, wenn du gewisse Dinge einfach regeltest und machtest. Dann würde sich nämlich auch zeigen, ob dein Partner manipulativ ist und die Oberhand behalten will (dann könntest du es ihm nie recht machen) oder ob er einfach frustrierst ist, weil alles an ihm hängt und du gemessen an anderen (selbst wenn der Vergleich unsinnig ist) weniger schaffst und meisterst. Ist Letzteres der Fall, wird er wohl froh sein, wenn sich etwas ändert. 

Außerdem könnte es eine gute Idee sein, dich ein wenig von der Absolution deines Partners zu emanzipieren. Du brauchst sein Urteil nicht (für alles). Es ist nicht so wichtig, wie er dein Tun und Verhalten bewertet. Du magst ja auch einiges, was er macht, nicht und bist trotzdem da. Irgendwie lesen sich deine Worte wie die eines gehorsamen Schulmädchens, das weiß, was die Frau Lehrerin nicht mag. Da schwingt auch eine Art schlechtes Gewissen mit. Und das brauchst du nicht. Sei ruhig etwas dickhäutiger. 

Man darf natürlich selbst entscheiden, wie lange man stillt. Dennoch eine Frage an dich: Will dein Sohn mit drei Jahren immer noch gestillt werden, weil du es sehr genießt, wie du schreibst, oder weil er es wirklich will? Ich habe einmal gelesen, dass das Stillen etwas von einer symbiotischen Einswerdung mit dem Säugling hat, der ja wie wir alle wissen, ganz und gar auf die Versorgung durch die Etern angewiesen ist und sich aufgrund dieser Abhängigkeit auch gar nicht als eigenständiges Individuum erlebt. Bei einem Dreijährigen ist das Bewusstsein um die eigene autarke Persönlichkeit ja nun schon weiter herausgebildet. Er hat auch schon andere Nahrungsquellen zur Verfügung, was nicht heißt, dass man nicht stillen darf oder soll. Aber es ist und bleibt natürlich eine ganz besondere intime Interaktion zwischen Mutter und Kind, die ja zweifelsohne auch als sehr schön erlebt wird. Dass für einen Vater, der in diesen Prozess naturgegeben und zwangsläufig nicht involviert ist, diese Verschmelzung mit dem Kind mit voranschreitendem Alter und Entwicklungsgrad des Kindes möglicherweise seltsam ist und er sich fragt, ob das denn immer noch nötig ist, kann ich bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen. Diesen Gedanken habe ich auch, weil du dir die Frage stellst, inwiefern dein Partner die Liebe seines Sohnes verdient. Meine Antwort: Im selben Maße wie du, wenn er ein guter Vater ist. Daher meine Frage: Ist dir bewusst, dass dein Partner bei deinem Sohn dieselben Rechte hat wie du, einfach weil er der Vater ist? Dieses Überaufgehen in der Mutterrolle gepaart mit einer gewissen Schusseligkeit und Lebensunfähigkeit ist schon ein wenig speziell. Ich will dich nicht verletzen oder angreifen. Ich möchte dir im Sinne eines Anstoßes eine Rückmeldung geben. Bitte meine Worte entsprechend zu lesen und aufzufassen. 

Ich biete meinem Sohn das Stillen nicht mehr an. Aber wenn er danach fragt, möchte ich es ihm auch nicht ausschlagen.

Bereits in der Schule hatte ich in Ordnung eine genügend, anstatt gut. Ich weiss selbst, dass ich eine Zerstreuungskünstlerin bin. Sie wollten mir in der 5. Klasse auch die Hirnströme messen lassen, aber der Test ergab, dass ich normal bin. Nur für manche bin ich wohl nicht normal genug.

Bei meinem Partner weiss ich nicht, ob er trotz meiner Macke das Recht hat, so mit mir umzugehen. Er hat ja auch welche.

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3. März um 1:40
In Antwort auf

Ich biete meinem Sohn das Stillen nicht mehr an. Aber wenn er danach fragt, möchte ich es ihm auch nicht ausschlagen.

Bereits in der Schule hatte ich in Ordnung eine genügend, anstatt gut. Ich weiss selbst, dass ich eine Zerstreuungskünstlerin bin. Sie wollten mir in der 5. Klasse auch die Hirnströme messen lassen, aber der Test ergab, dass ich normal bin. Nur für manche bin ich wohl nicht normal genug.

Bei meinem Partner weiss ich nicht, ob er trotz meiner Macke das Recht hat, so mit mir umzugehen. Er hat ja auch welche.

Danke für die Klarstellungen. Nein, er hat nicht das Recht, dich so zu behandeln. Aber wenn du weniger "Angriffsflächen" bietest, auch dadurch, dass du dir die Dinge nicht so zu Herzen nimmst, wird manches im Keim erstickt. 

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3. März um 1:48
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Ich biete meinem Sohn das Stillen nicht mehr an. Aber wenn er danach fragt, möchte ich es ihm auch nicht ausschlagen.

Bereits in der Schule hatte ich in Ordnung eine genügend, anstatt gut. Ich weiss selbst, dass ich eine Zerstreuungskünstlerin bin. Sie wollten mir in der 5. Klasse auch die Hirnströme messen lassen, aber der Test ergab, dass ich normal bin. Nur für manche bin ich wohl nicht normal genug.

Bei meinem Partner weiss ich nicht, ob er trotz meiner Macke das Recht hat, so mit mir umzugehen. Er hat ja auch welche.

Genügend war 1x vorgekommen in der Schulzeit und der Test erfolgte nicht nur wegen der Ordentlichkeit. Menschen schießen sich gerne auf "normal" ein.

Einige Kommentare, die schreiben, sie verstehen meinen Partner, kann ich nachvollziehen. Aber wir teilen 7 Jahre den selben Haushalt. Dass er Negatives immer total aufbauscht, positive Worte stets auf der Strecke bleiben, finde ich nicht ganz fair. Denn jeder Mensch hat auch Stärken. Jemanden gut zu behandeln, ihm Respekt zu schenken, ist mir sehr wichtig. Egal, wer oder was er ist.

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3. März um 2:05

Ich denke, ich habe schon verstanden, dass du einfach zerstreut und unordentlich sein kannst. Ich jedenfalls habe das nie mit Mangel an Intelligenz gleichgesetzt. Mir ging es um die Frage der Alltagsbewältigung. 

Hast du deinen Freund einmal gefragt, ob er an der Beziehung überhaupt Interesse hat? Wenn er dich so schlecht behandelt, ist die Frage ja berechtigt, und sei es auch nur, um deinen Freund zum Nachdenken anzuregen.
 

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3. März um 6:20
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Danke für die Klarstellungen. Nein, er hat nicht das Recht, dich so zu behandeln. Aber wenn du weniger "Angriffsflächen" bietest, auch dadurch, dass du dir die Dinge nicht so zu Herzen nimmst, wird manches im Keim erstickt. 

Ich denke, das ist ein wichtiger Punkt. Auf jeden Fall. Dann wird mir auch einiges aus der Schulzeit klar. Deine Kommentare sind sehr hilfreich!

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3. März um 6:58
In Antwort auf

Hallo, Ihr Lieben

Keine Ahnung, ob mein Befinden wegen der Coronakrise, des Vollmondes oder wirklich wegen meiner Sorgen so im Keller ist.

Eigentlich dachte ich immer, wir könnten zusammen alt werden..

Mein (erster) Freund ist 36, ich bin 33, er arbeitet 100% und ich arbeite einen Tag pro Woche in seiner Firma, ansonsten bin für unser 3-Jähriges Kind da. Zwei Tage in der Woche geht unser Sohn in die Kita. Wir teilen die Hobbies Musik, Philosophieren und Naturspaziergänge. Ich bin für den Haushalt zuständig, wobei man sagen muss, dass mein Partner leidenschaftlich gerne kocht. Er ist in der Gewürzbranche tätig.

Ansich klingt das nach Traumpartner. Das stimmt auch – oberflächlich gesehen. Nur blicke ich bei unserer Beziehung momentan nicht mehr durch, mir fehlt die Klarsicht.
Ihr werded Euch bestimmt fragen, ob ich einen an der Waffel hätte, mit einem Partner, der arbeitet und dann noch kocht. Aber vielleicht nutzt er damit auch sein Machtpotenzial aus über mich?

Was ich zu meinen Stärken sagen kann: ich nehme meinen Partner so, wie er ist, ich kann gut zuhören und bin loyal. Meine grösste Schwäche ist ganz klar meine Unordentlichkeit (schon immer). Die Stärken meines Partners, aus meiner Sicht: Charmant, verlässlich, er kann ebenfalls gut zuhören. Seine grösste Schwäche, aus meiner Sicht: Er tendiert sehr zum Nörgeln. Es geht hin, bis zu Respektlosigkeit, Destruktivität und Arroganz. Er ist musisch und sensibel – das bin ich ebenfalls – nur bin ich es auf eine chaotisch-liebevolle Weise, was er überhaupt nicht mag.

Ihr könnt mir glauben, ich habe versucht, mich zu bessern in Sachen Ordnung! Dass unser Sohn mich von der Arbeit zuhause ablenken will, macht es nicht besser. Wenn er mir helfen möchte, dann geht es einfach sehr langsam und das wird mir zu anstrengend. Ich bin selber nicht die Schnellste. Ich lasse mich auch sehr leicht ablenken und dann endet meine Aufräumaktion im Spiel mit meinem Sohn, anstatt die Hausarbeit zu Ende zu bringen. Unser Sohn fordert sehr viel Aufmerksamkeit von uns. Wenn ich kann, gehe ich mit ihm nach draussen. Haushalt war nie meine Stärke, das muss ich zugeben. Er möchte noch immer gestillt werden, was ich sehr geniesse. Mein Partner mag es nicht. Vermutlich möchte er deswegen seit Monaten keinen Sex haben. Ich stelle mich auf die Seite, auf der ich mich wohl fühle. Und mit meinem Partner fühle ich mich momentan nicht besonders wohl.

Während ich meine Schwächen kenne und mich auch reflektieren kann, zeigt mein Partner leider null Selbstreflexion. Wenn ich etwas an seinem Verhalten beanstande, guckt mich manchmal nur furchtbar wichtig aus seinen gefühlvollen Dackelaugen an: "Ich bin kein einfacher Mensch..", Diese Aussage habe ich schon oft von ihm gehört, empfinde sie aber mehr und mehr als Ausrede dafür, sich selbst nicht reflektieren, bzw. ändern zu müssen. Er dagenen nörgelt, behandelt mich respektlos – und wenn ich etwas an ihm auszusetzen habe, spricht er von "das stimmt nicht.", "Du übertreibst", bis zu "Du hast ja eh ein mentales Problem.".. Ich meine, könntet Ihr noch lieben, wenn jemand Euch so behandelt? Ich versuche mein bestes! Dass er so gut kochen kann schätze ich sehr und dass er dies auch gerne tut, ist keine Selbstverständlichkeit. Natürlich findet er, dass ich viel weniger zu geben habe, als er. Immerhin nehme ich ihn so wie er ist.. 

Echt, ich dachte in letzter Zeit oft, ich kann nicht mehr mit dem ständigen Gezanke. Unser Sohn leidet unter unseren Auseinandersetzungen, die nicht gerade leise sind.. mein Partner kann sich auch mal reinsteigern, und ich lasse mich nicht klein kriegen. Wenn es mir zuviel wird, dann laufe ich weg in ein anderes Zimmer. Unser Sohn tut mir am meisten leid.
Während er sich zu mir wie ein Pflock benehmen kann, kann mein Partner ja soo zuckersüss zu unserem Sohn sein! Er liebt ihn, wie ihn ein Vater seinen Sohn nur lieben kann, ganz bestimmt. Andererseits will er ihn nicht verlieren und er merkt eventuell auch, dass mir unsere Situation nicht gefällt. Ja, Ihr denkt jetzt vielleicht, ich sei eifersüchtig. Ja, das bin ich absolut, denn weshalb hat ein Mann, der mich ohne Respekt verhält (ja, er sieht an mir nur das Negative), die Liebe meines (unseres) Sohnes verdient? Ihr könnt mich ruhig als lächerlich bezeichnen. Aber ich beschreibe mich Euch mal als äusserst menschlich und lese auch keine Bücher, wie: "Emotionale Intelligenz" und wie sie alle heissen, um das Leben sagenhaft zu machen.

Ich bin manchmal voll der Liebe für meinen Partner, glaubt mir. Er war anfangs ein charmanter Prachtskerl und in manchen Momenten in meinen Augen noch immer. Dann kann er mein Herz für sich gewinnen. Er ist musikalisch, intelligent und loyal, verlässlich, fast mütterlich zu unserem Sohn. So positiv sah ich ihn und tat es bis anhin im Groben immer. Neuerdings schwindet das Gefühl der Liebe eher dahin. Ob das an der virusbedingten Situation liegen mag? Mit Freunden ausgehen, das soziale Leben, gemiensame Konzerte, das alles lag nicht drin im letzten Jahr.. daran lag uns beiden jedoch viel. Ich merke erst jetzt, dass unsere Beziehung auch von den nicht ganz so lebensnotwendigen Dingen des Lebens lebt.

Mein Musikerherz hängt an ihm. Mein Wanderherz hängt an ihm. Mein kommunikatives Herz hängt an ihm! Ich bin dankbar für das, was er für uns tut. Mein Mutterherz hängt an ihm, damit unser Sohn seine Mama und seinen Papa zusammen für sich zuhause weiss. Bin selbst ein Scheidungskind. Tue mich deshalb mit einer Trennung noch schwerer, ich stehe ja finanziell jetzt auch nicht auf eigenen Beinen (könnte wieder werden). Ich hoffe aus hoffnungsvollem Herzen, dass sich nach der Pandemie alles zum Guten wendet. Manchmal habe ich wirklich keine Liebe mehr in mir für ihn übrig, die mein Hirn reflektieren kann. Dann habe ich Angst, auch vor ihm. Weshalb kann er seine destruktive Seite nicht ablegen? Das ist sehr kindlich gesagt und unwahrscheinlich, ich weiss.. aber er will ja auch, dass ich mich ändere.. was mir selbst ebenfalls schwer fällt. Das weiss ich auch.

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen mit ähnlichen Situationen, oder, wie Ihr damit umgehen würdet.. oder was ihr denkt, wo wir stehen.. Ich danke Euch im Voraus. 

Euch allen danke ich von Herzen für die hilfreichen Kommentare. Ich werde auf jeden Fall bei der Ordnung am Ball bleiben, auf seine Anschuldigungen schenke ich ihm nicht zu viel Schiesspulver (damit meine ich, einen Streit noch mehr zu provozieren). Vor den Augen unseres Sohnes ist das einfach nur kontraproduktiv und schadet somit auch unserem Kind.

​Gerade mache ich die Erfahrung, dass mein Partner die Nörgelei sehr schnell leid wird, wenn ich nicht zu sehr darauf eingehe. Ob das fair ist, weiss ich nicht, aber es ufert dann wenigstens nicht aus. Ob wirklich nur ich das Problem für sein Verhalten bin, bezweifle ich allerdings auch. Seine Eltern lenkten ihn ebenfalls davon ab, als er ein Kind war, damit er sich nicht so in etwas hineinsteigert hat. Naja, ob das nur gut war? Mein Herz mag diesen Mann wirklich, dass er mich auch mag, war gestern ebenfalls spürbar. Vielleicht sagt er es nicht mit Worten (schade eigentlich), aber Blicke sagen manchmal genauso viel.

 

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3. März um 7:55
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Euch allen danke ich von Herzen für die hilfreichen Kommentare. Ich werde auf jeden Fall bei der Ordnung am Ball bleiben, auf seine Anschuldigungen schenke ich ihm nicht zu viel Schiesspulver (damit meine ich, einen Streit noch mehr zu provozieren). Vor den Augen unseres Sohnes ist das einfach nur kontraproduktiv und schadet somit auch unserem Kind.

​Gerade mache ich die Erfahrung, dass mein Partner die Nörgelei sehr schnell leid wird, wenn ich nicht zu sehr darauf eingehe. Ob das fair ist, weiss ich nicht, aber es ufert dann wenigstens nicht aus. Ob wirklich nur ich das Problem für sein Verhalten bin, bezweifle ich allerdings auch. Seine Eltern lenkten ihn ebenfalls davon ab, als er ein Kind war, damit er sich nicht so in etwas hineinsteigert hat. Naja, ob das nur gut war? Mein Herz mag diesen Mann wirklich, dass er mich auch mag, war gestern ebenfalls spürbar. Vielleicht sagt er es nicht mit Worten (schade eigentlich), aber Blicke sagen manchmal genauso viel.

 

Das ist doch nun völlig der falsche Weg, ihn einfach machen zu lassen und dich als Problem zu sehen. so nimmt er dich doch erst recht nicht ernst und es wird nicht besser. Wegen einem schönen Abend ist doch nicht gleich alles gut. Aber so ist es. Verlier dich nicht komplett und lass dich nicht verbiegen.

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9. April um 2:55
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Das ist doch nun völlig der falsche Weg, ihn einfach machen zu lassen und dich als Problem zu sehen. so nimmt er dich doch erst recht nicht ernst und es wird nicht besser. Wegen einem schönen Abend ist doch nicht gleich alles gut. Aber so ist es. Verlier dich nicht komplett und lass dich nicht verbiegen.

Vielen Dank, das lasse ich auch nicht zu.

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9. April um 3:20
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Ich denke, ich habe schon verstanden, dass du einfach zerstreut und unordentlich sein kannst. Ich jedenfalls habe das nie mit Mangel an Intelligenz gleichgesetzt. Mir ging es um die Frage der Alltagsbewältigung. 

Hast du deinen Freund einmal gefragt, ob er an der Beziehung überhaupt Interesse hat? Wenn er dich so schlecht behandelt, ist die Frage ja berechtigt, und sei es auch nur, um deinen Freund zum Nachdenken anzuregen.
 

Ich denke nicht, dass es der Punkt ist, ob er an der Beziehung Interesse hat. Genau heute habe ich für kommenden Montag einen Termin zur Mütterberatung vereinbart. Das war am Morgen. Heute Abend ist mir erneut aufgefallen, dass sich mein Partner extrem in negative Dinge hineinsteigert. Es kam einiges zusammen.

Dann hatte ich noch unseren Staubsauger nach dem Saugen nicht weggeräumt und schon war der Teufel los. Wir waren, wohl bemerkt, mitten am Essen, unser Sohn war damit bereits fertig und wollte zum Balkon, was ihm sein Vater verwehrte, weil es alleine für ihn zu gefährlich ist. Auf der Strecke sah mein Partner auch den Staubsauger, was das Fass zum Überlaufen brachte. Ich wollte fertig essen, er wollte mich partout nicht essen lassen. Er steigerte sich so lange in die Thematik, bis ich ihm mein Glas Wasser anschüttete. Ich fand sein Verhalten wirklich unverhältnismäßig. Und wir beide waren doch noch am Essen...

Nach dem Wasser, packte er den Küchentisch und warf ihn wütend um, die Teller darauf warf er zum Teil sogar weg, aus lauter Wut. Ich schrie ihn an, dass ich genug von ihm habe und es mit uns zu Ende sei. Als er sah, dass ich an der Stirn blutete, das Blut bis zu meiner Nase und mein Gesicht herabrann, meinte er sofort, ich könne die Polizei alarmieren, um ihn anzuzeigen. Ich versicherte ihm, dies nicht zu tun, aber musste mich am selben Abend nähen lassen. Ich konnte nicht sehen, ob unser Sohn etwas gesehen hatte von dieser Misere. Mein Partner klagte, darauf er sei völlig am Ende.

Das verstehe ich, aber er möchte ja nie sprechen darüber, über seine Arbeit auch nicht.. auch wenn ich frage, wie sein Tag war, blockte er mich ab. Schlagzeug spielen, das ist wohl seine Therapie.


Schon skurril, dass ich heute Morgen einen Termin für diese Mütterberatung vereinbart hatte, ohne zu wissen, was am Abend passieren würde... Gänsehautfaktor für mich.


Was ich an der ganzen Sache nicht verstehe, dass ich nun immer noch Liebe für diesen Mann empfinde. Mein erster Mann, mit dem ich doch alles teilen und mein Leben verbringen wollte und es insgeheim vielleicht doch noch will (mein Herz). Mein Verstand sagt mir, dass es so nicht weitergehen kann.

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9. April um 3:25
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Ich denke nicht, dass es der Punkt ist, ob er an der Beziehung Interesse hat. Genau heute habe ich für kommenden Montag einen Termin zur Mütterberatung vereinbart. Das war am Morgen. Heute Abend ist mir erneut aufgefallen, dass sich mein Partner extrem in negative Dinge hineinsteigert. Es kam einiges zusammen.

Dann hatte ich noch unseren Staubsauger nach dem Saugen nicht weggeräumt und schon war der Teufel los. Wir waren, wohl bemerkt, mitten am Essen, unser Sohn war damit bereits fertig und wollte zum Balkon, was ihm sein Vater verwehrte, weil es alleine für ihn zu gefährlich ist. Auf der Strecke sah mein Partner auch den Staubsauger, was das Fass zum Überlaufen brachte. Ich wollte fertig essen, er wollte mich partout nicht essen lassen. Er steigerte sich so lange in die Thematik, bis ich ihm mein Glas Wasser anschüttete. Ich fand sein Verhalten wirklich unverhältnismäßig. Und wir beide waren doch noch am Essen...

Nach dem Wasser, packte er den Küchentisch und warf ihn wütend um, die Teller darauf warf er zum Teil sogar weg, aus lauter Wut. Ich schrie ihn an, dass ich genug von ihm habe und es mit uns zu Ende sei. Als er sah, dass ich an der Stirn blutete, das Blut bis zu meiner Nase und mein Gesicht herabrann, meinte er sofort, ich könne die Polizei alarmieren, um ihn anzuzeigen. Ich versicherte ihm, dies nicht zu tun, aber musste mich am selben Abend nähen lassen. Ich konnte nicht sehen, ob unser Sohn etwas gesehen hatte von dieser Misere. Mein Partner klagte, darauf er sei völlig am Ende.

Das verstehe ich, aber er möchte ja nie sprechen darüber, über seine Arbeit auch nicht.. auch wenn ich frage, wie sein Tag war, blockte er mich ab. Schlagzeug spielen, das ist wohl seine Therapie.


Schon skurril, dass ich heute Morgen einen Termin für diese Mütterberatung vereinbart hatte, ohne zu wissen, was am Abend passieren würde... Gänsehautfaktor für mich.


Was ich an der ganzen Sache nicht verstehe, dass ich nun immer noch Liebe für diesen Mann empfinde. Mein erster Mann, mit dem ich doch alles teilen und mein Leben verbringen wollte und es insgeheim vielleicht doch noch will (mein Herz). Mein Verstand sagt mir, dass es so nicht weitergehen kann.

Er spricht nicht nur negativ über mich, sondern auch über seine Mitmenschen, über seine Arbeit, es gibt da nichts positives. Es liegt nicht allein am Staubsauger, womit er ja Recht hat. Aber warum darüber ein solches Theater machen? Ich komme mir nur noch vor, als wäre ich sein Blitzableiter.

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