Forum / Liebe & Beziehung

7 Jahre Wochenendbeziehung

Letzte Nachricht: 2. Juni 2014 um 19:48
L
love_12866812
01.06.14 um 22:44

Hallo an Alle.
Es ist das erste Mal das ich hier im Forum eine Diskussion starte, daher bin ich etwas unsicher

So nun zu meinem Anliegen: Ich lebe nun schon im 7ten Jahr in einer Wochenendbeziehung. Uns trennen zwar nur knapp 100km aber über einen sehr bescheidenen Autobahnabschnitt der das "mal eben rüber fahren" nicht gerade einfacher macht. Unsere Beziehung klappt super. Wir skypen (schreiben) jeden Abend oder telefonieren auch mal sporadisch und halten uns gegenseitig immer auf dem Laufenden. Daher kann ich nichts Negatives sagen, was mich jedoch belastet ist diese lange Zeit. Ich suche schon seit 6 Jahren nach einem Job bei ihm, was sich jedoch einfach super schwer gestaltet. Ich hatte zwar schon einige Vorstellungsgespräche, jedoch ohne Erfolg Langsam verzweifle ich wirklich, schließlich möchten wir eine eigene Familie gründen und unser Altersunterschied von 9 Jahren darf man dabei auch nicht vernachlässigen. Mein Freund arbeitet im Familienunternehmen und wird dieses übernehmen, Da er bereits ein eigenes Heim besitzt und er beruflich gebunden ist, möchte ich umziehen. Dies ist für mich auch völlig in Ordnung. Ich fühle mich immer mehr so als "Nichtsnutz" weil ich es einfach mit dem Job nicht auf die Reihe bekomme. Ich habe nun des öfteren aus dem Bekanntenkreis gehört, dass es sich bei den Problemen bei der Jobsuche auch um mein Alter handeln kann. Dann kommen solche Sprüche von Führungskräften wie: "Du bist 28, kinderlos und ziehst zu deinem Freund....was kommt wohl als Nächstes? Kinder! Das möchte ja kein Arbeitgeber." Ach ja das ist total aufbauend. Da frage ich mich dann, ob man als Frau den gar keine beruflichen Chancen mehr hat?

Nun meine Frage an Euch Frauen, die vielleicht schon solch eine Situation im Leben meistern mussten oder eventuell einen kleinen Rat an mich habt: Was würdet ihr tun oder habt ihr getan?

Lieben Dank schon mal für Eure Antworten.

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L
love_12866812
01.06.14 um 23:02

Nachfrage
Hallo Trane,

entweder liegt es daran das es schon so spät ist oder ich stehe einfach auf dem Schlauch
Meinst Du nun das man 100km jeden Tag problemlos fahren kann oder wie? Sprich ich sollte einfach zu ihm ziehen und dann zur Arbeit fahren?

Liebe Grüße

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M
miran_12177138
01.06.14 um 23:13

Ich an deiner Stelle...
...würde mich nicht so sehr auf das Altersding als alleinige Erklärung versteifen- und mich ggf. lieber mal coachen lassen oder schauen, wie ich networken oder mich qualifizieren kann.
Ansonsten auch gucken, wie du dich bislang in Bewerbungsgesprächen präsentierst- dass du zu deinem Partner ziehst, geht z.B. zunächst mal niemanden was an; es sei denn, du vermutest irgendwelche Vorteile dadurch. Aber kaum ein Unternehmen stellt dich DESWEGEN ein- und will das auch nicht als Begründung, warum du dich bewirbst, hören.

Ansonsten würde ich bei der eher vernachlässigbaren Distanz von 100 km zum bisherigen Job rein fachliche Dinge, die dich meeega interessieren, in den Fokus stellen.
Wenn du dort klar überzeugst, hast du auch Chancen. Wenn nicht so richtig, mag deine Alters- und Lebenssituation vielleicht das entscheidende Knockout-Kriterium sein.
Allerdings suchst du bereits seit 6 Jahren; und mit 22 kann davon noch keine Rede sein.
Vermutlich mangelte es dir damals dafür noch an Berufserfahrung.

Dass man 100 km nicht tagtäglich pendeln will, kann ich demgegenüber verstehen.
Ich hab' 2,5 Jahre lang etwas mehr als die halbe Distanz (allerdings mit täglich Stau) nebst beschriebenem 7-21 Uhr Lifestyle gehabt & bin darunter ziemlich ausgebrannt.
Würde ich NIE wieder machen.

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L
love_12866812
02.06.14 um 6:20

Respekt
wenn für Dich Trane 200 pro Tag nicht die Welt ist. Für mich leider schon aber Danke für Deine Sichtweise. Das regt auch dazu an, mal darüber nachzudenken ob man es nicht doch anders schaffen kann.

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L
love_12866812
02.06.14 um 6:25

Autofahren
ist wirklich ein Lieblingsding von mir aber auf Dauer kann ich mir das leider nicht vorstellen. Ich bin ein paar Mal Montagmorgens von ihm nach Hause gefahren und war jedes Mal im Stau. Wenn man feste Öffnungszeiten hat, kann man sich so einen Spaß ohne viel Stress kaum erlauben.

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L
love_12866812
02.06.14 um 6:42
In Antwort auf miran_12177138

Ich an deiner Stelle...
...würde mich nicht so sehr auf das Altersding als alleinige Erklärung versteifen- und mich ggf. lieber mal coachen lassen oder schauen, wie ich networken oder mich qualifizieren kann.
Ansonsten auch gucken, wie du dich bislang in Bewerbungsgesprächen präsentierst- dass du zu deinem Partner ziehst, geht z.B. zunächst mal niemanden was an; es sei denn, du vermutest irgendwelche Vorteile dadurch. Aber kaum ein Unternehmen stellt dich DESWEGEN ein- und will das auch nicht als Begründung, warum du dich bewirbst, hören.

Ansonsten würde ich bei der eher vernachlässigbaren Distanz von 100 km zum bisherigen Job rein fachliche Dinge, die dich meeega interessieren, in den Fokus stellen.
Wenn du dort klar überzeugst, hast du auch Chancen. Wenn nicht so richtig, mag deine Alters- und Lebenssituation vielleicht das entscheidende Knockout-Kriterium sein.
Allerdings suchst du bereits seit 6 Jahren; und mit 22 kann davon noch keine Rede sein.
Vermutlich mangelte es dir damals dafür noch an Berufserfahrung.

Dass man 100 km nicht tagtäglich pendeln will, kann ich demgegenüber verstehen.
Ich hab' 2,5 Jahre lang etwas mehr als die halbe Distanz (allerdings mit täglich Stau) nebst beschriebenem 7-21 Uhr Lifestyle gehabt & bin darunter ziemlich ausgebrannt.
Würde ich NIE wieder machen.

Berufserfahrung
ist schon so ein Ding, worüber ich mir schon Gedanken gemacht habe. Du hast Recht das ich am Anfang mit 22 schon Fehler gemacht habe, weil ich unerfahren war. Anfangs habe ich in der Tat erzählt das ich wegen meinem Freund umziehen möchte.Mittlerweile mache ich das auch nicht mehr. Ich habe schon bei Bewerbungen einen Nebenwohnsitz (Adresse meines Freundes) angegeben, weil ich auf Nummer sicher gehen wollte das dies kein KO-Kriterium ist. Man soll ja schließlich ehrlich sein, aber eigentlich schaut es so aus: Wer ist heutzutage noch ehrlich beim Suchen eines Jobs? Ich habe es leider selbst auf der Arbeit erlebt wie die Menschen sich verkaufen. Sie können alles und schaffen alles und wenn sie dann mal da sind, stellt sich heraus das alles nur heiße Luft war. Da frage ich mich wie sich doch viele Personalchefs um den Finger wickeln lassen.
An ein Coaching habe ich auch schon gedacht, weil ich beruflich nicht mehr weiter weis. Ich gebe zu, dass ich auch einen komplett anderen Job machen würde. Aktuell bin ich im Job (was leider noch dazu kommt) sehr unzufrieden und ich gehe morgens nicht mehr gerne hin. Daher ist dies noch ein weiterer Punkt der mich sehr belastet.

Über das Pendeln habe ich bereits ernsthaft nachgedacht, aber ein paar Mal über die Autobahn bei Berufsverkehr hat mich schnell davon abgehalten. Durch den ganzen Streß den ich schon seit knapp einem Jahr auf der Arbeit habe, kommt Pendeln ebenfalls nicht in Frage. Ich sehe wie wichtig Freizeit ist. Ich stand an Weihnachten kurz vor dem Burnout. Ich war völlig ausgebrannt und dann noch Pendeln. Es ist glaube ich eher Gift für den Körper. Dazu kommt dann das man wahrscheinlich nur noch gestresst ist am Wochenende und das dann zur Folge haben kann, dass die Beziehung nachher noch in die Brüche geht.

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L
love_12866812
02.06.14 um 19:07

Alternativroute
Mmhh....so gleich mal beim Routenplaner reingeschaut
Leider über Landstraße nicht unter 1,5 Stunden zu bewältigen. Aber ein Ansatz wert. Natürlich ist mir das Pendeln schon so oft in den Sinn gekommen...

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L
love_12866812
02.06.14 um 19:21

Kinder kriegen
...daran habe ich auch schon gedacht, aber wie Du so schön gemeint hast ist es ein Risiko. Man ist sich sehr sicher, dass man mit dem Mann bis ans Lebensende zusammen alt werden möchte aber dann kommt der Alltag. Natürlich kann man alles in der Heimat hinschmeißen, hinziehen und dann geht es auch schief, aber dann ist wenigstens kein Kind im Spiel.

Ja zu meiner Jobbranche habe ich nichts erzählt: Öffentlicher Dienst und dann noch als Angestellte. Glaube als Beamtin wäre es evtl. besser möglich über eine Versetzung an einen neuen Job zu kommen. Ich bin aber offen für Neues und andere Stellen in der freien Marktwirtschaft. Vielleicht habe ich auch die falsche Ausbildung und komme deshalb nicht in die Firmen rein. Aber vielleicht verkaufe ich mich auch einfach nur total schlecht. Bei Absagen habe ich auch nachgefragt, aber ehrliche Antworten gab es nicht oder als Antwort kam: "Die Stelle wurde nun doch intern besetzt." Mmmhhhh....blöd wenn man dann zig Vorstellungsgespräche und das ganze Bewerbungsverfahren extern vornimmt und sich auf ein Mal doch ein Interner findet.

Das mit dem Job zeitlich zu reduzieren oder zu komprimieren ist eine mögliche Alternative. Da müsste ich mal nachfragen. Ich arbeite mit Kundenkontakt und bin an die blöden Öffnungszeiten gebunden. Daher habe ich vielleicht auch nie daran gedacht zu fragen. Werde ich aber mal in Erwägung ziehen.

Ach es ist toll so viele Denkanstöße zu bekommen. Vielleicht hat mir das einfach mal im Alltagstrott gefehlt

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L
love_12866812
02.06.14 um 19:28

Öffentliche Verkehrsmittel
habe ich ausprobiert als mein Auto mal kaputt war. Da war ich dann 2,5 bis 3 Stunden je nach Verbindung unterwegs (auch freitags). Wenn man natürlich zeitlich ungebunden sein will ist das schon hart finde ich. Das ist die bezahlbare Variante. Die ICE-Variante ist zeitlich nur gering besser jedoch nicht bezahlbar.

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L
love_12866812
02.06.14 um 19:48

Monatliche Kosten
Sagen wir es mal so: Mein Gehalt ist jetzt nicht die Waffe, daher muss man schon hin und her rechnen, Aber Du hast Recht, so schnell verhungere ich nicht. Ich habe bereits einiges an Kohle "verfahren". Wenn die Sehnsucht groß ist, fährt man auch mal unter der Woche einfach mal hin.Wobei das letzte Mal sehr lange her ist.

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