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6 Jahre können wir weder mit- noch ohneeinander.

10. März 2008 um 19:05

Hallo.
Ich fange nun glaube ich zum sechsten oder siebten Mal mit diesem Text an. Es ist so wirr in meinem Kopf und ich weiß gar nicht, was genau ich wissen will und wieviel von dem, was mein Problem ist, ich hier öffentlich stellen kann...
Es ist einfach so, dass wir längerfristig (also über ein Jahr) nicht miteinander können... Erst klappt es prima und es ist wie im siebten Himmel, es füllt uns komplett aus und macht glücklich. Und dann klappt es, meistens von einem Tag auf den anderen, nicht mehr. Und dann machen wir Pause. Seit Januar 2007 dauert die letzte Pause nun schon an, weil es im Dezember bröckelte. Und in dieser Zeit haben weder er noch ich etwas anderes am Laufen, wir sind noch immer zusammen; haben nur keinen Kontakt. Und das Problem an der Sache ist, dass wir auch nicht ohne einander können. Also ich kann es zumindest nicht.
Ich weiß einfach nicht, wie ich damit klarkommen soll... Wir können uns beide nicht vorstellen, unser Leben ohne einander zu verbringen.
Kennt sich hier jemand mit so etwas aus? Mit Beziehungen, in denen die Partner weder mit- noch ohneeinander klarkommen?
Das zermürbt so richtig. Vor allem, weil... ich mich nur komplett fühle, wenn er da ist. Ist er es nicht, ist es, als würde ein Teil in mir fehlen... dann bin ich einfach nicht ganz.
Ich hoffe, jemand kann mir helfen. Ich leide im Moment sehr unter dieser Pause, die nun schon über ein Jahr dauert und ich weiß einfach nicht, wie ich weitermachen soll.

(Ich habe so etwas von anderen noch nie gelesen - falls das also seltsam klingt... es ist die Wahrheit. So etwas wie unsere Beziehung habe ich selber noch nie irgendwo gehört, es ist so viel Paradoxes in ihr... aber sie ist zu intensiv, um es aufzugeben. Besser kann ich das nicht beschreiben. Und ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass seine Gefühle für mich in etwa dieselben sind. Wir wollen das beide nicht verlieren...)

Liebe Grüße
Kati

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11. März 2008 um 11:47

Hallo kati
du hast es irgendwie selbst geschrieben: wir sind noch immer zusammen, haben nur keinen kontakt. man kann nicht nicht kommunizieren. ich kenne solche beziehungen schon (nur nicht aus eigener erfahrung, sondern freunde von mir). keiner will wirklich mit dem anderen, und gönnt dem anderen aber in wirklichkeit auch keine erfüllte, glückliche beziehung. das kann dein ganzes leben so gehen, und du bist und bleibst frustriert. fakt ist, solange du dich da nicht löst, bist du woanders nicht bindungsfähig/willig. du sagst, du fühlst dich ohne ihn nicht ganz. vielleicht sollte das aber dein ziel sein: für dich selbst ganz zu werden. dazu ist manchmal professionelle hilfe nötig, manchmal geht es ohne, dauert aber viel länger. d.h. sich selbst als ganzes, eigenständiges wesen wahrzunehmen, das dem partner auch gegenübertreten kann, und nicht nur teil ist, schon auch, wenn man ein paar ist, aber nur auch, und nicht nur.
das einzige, was du machen könntest, ist dich dafür zu entscheiden, dass diese pause keine pause ist, sondern du dich ganz löst und deinen eigenen weg gehst (was immer das leben dann bringt...). ich weiss, es ist schwer, aber vllt geht es auch über die überlegung: was hält mich eigentlich in dieser situation? was gewinne ich, wenn ich in dieser (für mich) ungelösten situation bleibe.
manchmal kann man sich auch mit einem mantra (ein spruch, den du für dich ausbildest und dir 10x am tag vorsagst, am besten vor dem spiegel) aus situationen befreien (das heißt nicht, dass du ihn als wunschpartner aufgeben musst...), der spruch sollte aber genau auf dich und dein inneres passen, sonst hilft es nichts: beispiel dafür wäre vielleicht: ich möchte zwar wissen, wie es weitergeht, bin aber HEUTE glücklich.
oder: ich liebe dich, aber UNTER DEN GEGEBENEN UMSTÄNDEN klinke ich mich jetzt aus und baue mein eigenes leben auf.
es wäre ein weg daran zu arbeiten, damit irgend etwas weitergeht, denn du scheinst wirklich an der stagnation zu leiden.
hoffe, ich konnte dir irgendwie helfen...
lg 0910

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13. März 2008 um 16:46

Willkommen im Club....
....wir sind seit 4 Wochen in unserer 4. Trennungsphase nach insgesamt 11 Jahren Zweisamkeit. Ich kann super gut nachempfinden, wie es Dir geht. Denn in dieser Zwickmühle stecke ich auch. Bis vor Kurzem war ich noch der Meinung, diesmal ist es für immer Aus - mein Leidensweg ist nicht unendlich. Doch, scheinbar ist er es - oder ich bin zumindest noch immer nicht am Ende angekommen. Keine Ahnung. Wir haben nur sehr sporadischen telefonischen Kontakt (wenn Einer was braucht z. B.), sehen uns eher zufällig. Die ersten drei Wochen nach der Trennung ging es mir super. Ich habe ihm keine einzige Träne nachgeweint. Im Gegenteil - habe meine neu erworbene Freiheit genossen. Jetzt, in der 4. Woche, beginnt meine Trauerphase und ich weine. Zwar nicht so oft wie beim letzten mal, aber immerhin. Bin noch immer oft unterwegs (lenkt ab!), doch wenn ich nach Hause komme, bin ich alleine. Und das ist für mich im Moment ganz schrecklich. Tja, wie da rauskommen? Ich habe keinen blassen Schimmer. Sowas nennt man wohl emotionale Abhängigkeit, glaube ich. Habe mal darüber was gelesen. Nur was dagegen tun?

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