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4Wochen Pause und danach?

20. Juli 2014 um 19:46

Mich würde mal die Sicht anderer darauf interessieren, weil ich angst habe das ich vielleicht nicht den richtigen blick auf die dinge habe.

Also mein Freund (24) und ich(22) sind seit etwas mehr als einem Jahr zusammen. Ich hatte letztes Jahr im Sommer viele Konflikte mit meiner Familie und meinen Eltern und diese haben mich sehr sehr runter gezogen. Ich habe mich komplett zurück gezogen. Hatte keine richtigen Freude mehr und habe mich viel zu sehr auf unsere Beziehung fixiert.

Das ging eine ganze Weile so bis er mir dann sagte ich solle endlich mein eigenes Leben leben anstatt seins zu belasten.
Über Weihnachten und Silvester wurde alles viel besser.
Aber wir haben uns noch immer viel gestritten. Ich war emotional und er verständnislos.
Es hat sich dann auch ein Muster eingeschlichen in dem er mich durch sein Verhalten verletzt und er dann entweder sauer wird, weil ich mit der Sprache nicht rausrücken kann (Zitat"Ich öffne mich nicht genug") oder ich sage ihm was mich stört und er findet ich übertreibe total und hätte gar keinen Grund sauer oder verletzt zu sein.

Wir haben leider regelmäßig richtig Zoff und manchmal auch Tage lang. Meistens sind es Missverständnisse oder jemand ist Verletzt und wir sind dann ne Weile beide zu stur um nach zu geben. Aber im endeffekt gebe ich IMMER nach. Selbst wenn ich mich im recht fühle tut mir der streit einfach so weh, dass ich lieber unrecht hab.

Und jetzt haben wir 4Wochen Beziehungspause.
Das kam dadurch das ich kontinuierlich von ihm Aufmerksamkeit forderte (Mir ist mittlerweile bewusst wie falsch ich das angegangen bin), da er obwohl wir die halbe Woche miteinander verbrachten, nie Zeit für mich hatte.

Er kommt am Freitag, nach dem feiern, man guckt einen film, ist zu müde zum reden und schläft. Manchmal muss er am nächsten Tag nach dem aufstehen los. Wenn wir uns danach wiedersehen sind wir in Gesellschaft. Wenn wir nicht in Gesellschaft sind sorgt er dafür, egal ob ich gerade beschäftigt aussehe oder nicht. Ich habe versucht in Ruhe mit ihm zu reden damit er Versteht, das wir die viele Zeit nicht Qualitativ nutzen sondern es keinen Unterschied machen würde ob ich da bin oder nicht. Wenn überhaupt, werd ich meist auch nur gefragt ob ich irgendwohin MITkommen möchte. Meistens wird mir für anderen abgesagt. Er hat gerade viel stress durch Schule und Sohn und kranke Mutter pflegen.

Und ich habe ihm gesagt ich habe vollstes Verständnis, nur soll er wenn er mit mir Zeit verbringt, sich die Zeit auch wirklich nehmen und mir nicht nur ein halbes Ohr schenken.

Ich glaube ich fände den Mangel an Intimität nicht so schlimm, wenn er nicht sowieso schon jemand wäre der sich sehr sporadisch meldet im Alltag. Und wenn er es dann doch versucht kommt bei mir eher Stichpunktartige Aufzählung seiner Tagesaktivitäten an, als irgendwas das echtem Mitteilungsbedürfnis ähnelt.

Und das schlimmste ist, das er zwar sagt er hat keine Zeit während er in Gesellschaft ist mir zwischendurch zu schreiben, aber gleichzeitig ist er permanent am Handy wenn ich bei ihm bin. Oder er sagt er hat Verpflichtungen. Und dann wird die gemeinsame Zeit für Freunde und Chillen geopfert.

Und er hat mir gesagt, dass er bewusst keine Zeit mit mir verbringen will, weil dies immer zu Streit führe. Ich habe ihm gesagt, dass wir nur streiten weil wir uns Missverstehen und Sturköpfe sind. Aber das lässt sich doch nur beheben wenn man sich kennen lernt und Nähe schafft um den anderen zu Verstehen.

Ich war noch nie die Sorte Klammeräffchen und habe ihm gesagt das ich eine Pause brauche. Das kam passend denn er ist für vier Wochen im Türkei Urlaub mit Familie. Wir lieben einander sehr aber ich habe Angst, das wir ein unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis haben. Ich will nicht viel, außer das was ich auch gebe. Dem Partner soweit es geht das gefühl das man ihn am Leben teilhaben lässt. Und auch mal abstand braucht aber genau so auch zweisamkeit. Will ich wirklich zuviel?

Ich will ihm nicht das Gefühl geben sich immer Rechtfertigen zu müssen. Ich bin ihm momentan zuviel. Und ich werde ihm sicherlich nicht mehr hinter her rennen. Wer mich nicht will den brauch ich nicht. Was meint ihr?
Männliche Meinungen sehr erwünscht

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20. Juli 2014 um 20:16

Ich muss zugeben...
Das ich eine sehr lange Zeit nachgab aus angst ihn zu verlieren, aber ich habe auch ihm gesagt, wenn er an uns UND sich arbeiten will dann ok. Wenn nicht kann ich mittlerweile auch damit leben. Er meinte nur ich soll ihn auf mich zukommen lassen...
Ich weiß nur nicht, hab ich ihn vergrault oder ist er wirklich einfach nur die Sorte freier Vogel? Ob ich ihn zurück will hängt von ihm ab....

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