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4,5 Jahre Beziehung- und jetzt? Bitte um Tipps

13. August 2012 um 22:09

Hallo an alle,

Zunächste muss ich ein klein wenig ausholen, damit ihr die Situation in der ich mich befinde ein wenig nachvollziehen könnt.
Ich bin Studentin und seit viereinhalb Jahren mit meinem Freund zusammen- es ist meine erste ernsthafte Beziehung und die Beziehung war (und ist eigentlich immernoch) sehr innig gewesen.
Wir kommen beide aus relativ chaotischen Familien und haben beide eine bewegte und ungeordnete bis problematischen Jugend verlebt. Wir konnten uns daher gegenseitig viel Verständnis und Halt geben und sind uns (bis auf einige politische EInstellungen, soziale Vorstellungen oder moralische Vorstellungen) auch vom Temperament recht ähnlich.
Ich war als wir uns kennen lernten gerade am Ende einer Psychotherapie angelangt, in der ich viel über mich selbst und meine familiären Hintergründe erfahren und verstanden habe und meinen regelmäßigen Alkohol- und Drogenkonsum stark eingeschränkt bzw. inzwischen sogar das Rauchen aufgegeben habe und viel Sport treibe.
Der ganze Anfang der Beziehung war nicht einfach, da ich viele Ängste vor einer Bindung und auch Probleme mit einer gelassenen Sexualität hatte.
Er hat mir sehr viel Verständnis und Geduld entgegengebracht und mir sehr viel geholfen und ich habe ihn anfangs auch als sehr stark erlebt. Dann drehten sich die Verhältnisse ein wenig um- er war dabei sein Abitur abends auf dem 2.Bildungsweg nachzuholen... in dieser Zeit (mein Alkoholkonsum hatte schon stark abgenommen) betrank er sich häufig total auch mit harten Sachen, was mich nach seinem nach hause kommen mit der Zeit sehr bekümmerte... wir diskutierten viel darüber, aber das Problem mit dem Alkohol (zwr keine harten Sachen mehr) besteht meiner Meinung nach immer noch zu stark. Inzwischen ist er 26 Jahre alt, hat sein erstes Studium abgebrochen (worin ich ihn auch bestärkt habe, da ich gemerkt habe, dass dies ihm überhaupt nicht entsprochen hat) - schlägt sich mit Gelegenheitsjobs bzw. Jobs durch,die man als Ungelernter so machen kann und möchte an die Filmhochschule. (dazu muss ich sagen, dass die Aufnahme nicht leicht bzw. gewährleistet ist).....

um es jetzt mal auf den Punkt zu bringen- meine Hauptprobleme sind sein Alkoholkonsum, der meiner Meinung nach von aufgelösten Problemen, oder ähnlichem herrührt?!
Er kommt nicht in die Gänge, seinen etwas unkonventionellen Plan richtig in die Hand zu nehmen und umzusetzen- ist teilweise zu phlegmatisch, er hätte z.b. ja auch die Möglichkeit erst mal 3 Jahre eine Ausbildung oder ein Bachelorstudium zu machen und dann seinen künstlerischen Interessen zu folgen- stattdessen wird er älter, arbeitet zuviel, hängt vielleicht auch etwas zu viel in seiner traumwelt rum.... und ja- hab ihm das alles schon 1000 mal gesagt und es hat nie wirklich was gebracht. Jetzt habe ich mit überlegt, dass es das Beste wäre, (wir wohnen allerdings in einer WG zusammen ) mich mal eine Weile von ihm zu trennen,da ich mich wie die ewig nörgelnde Mutter fühle, fast schon erstickt, weil mich das alles mehr mitnimmt als ihn, dazu kommt dass auch in einigen anderen Punkten unsere Vorstellungen, z.b. vom gemeinsamen Sozialleben etwas abweichen. Ich war jetzt so lange sehr geduldig und hab' ihn immer in Schutz genommen und auch nie Freunden von den Problemen erzählt und jetzt ist mir im Urlaub irgendwie der Kragen geplatzt und ich dachte nur: Ich will weder Versprechungen hören, noch mirbekommen was er noch vorhat und ähnliches..... ich habe aber auch total angst ihm weh zu tun und dass er ohne mich alles noch schlechter auf die Reihe bekommt.....weil er mir sehr viel bedeutet auf der anderen eite ist das ja auch so kein Zustand. Als erwachsener Mensch muss man doch in der Lage sein mit sich selbst zurecht zu kommen, oder. Wäre über Antworten sehr dankbar.

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13. August 2012 um 23:29

Hallo sodalitha!
ich bin mit meinem freund mittlerweile 4 jahre zusammen und stecke in einer ähnlichen situation... es ist nicht leicht, gerade wenn man sich so nahe steht.
als ich deine nachricht gelesen hab, ist mir aufgefallen, dass du IHM nicht wehtun möchtest, ob ER das alles auf die reihe kriegt... du liebst ihn sicher als mensch, sonst würdest du dir nicht solche sorgen machen, aber liebst du ihn denn auch deinetwegen? tut er dir noch gut?
bisher habe ich partnerschaften spätestens dann beendet, wenn ich nicht wollte, dass mich dieser anfasst - auch wenns nur streicheln oder die hand halten ist. fühlst du bereits so?

dass du in dieses forum schreibst, zeigt, dass du nicht aufgeben willst... vl hilft eine paartherapie? gibt auch welche, die auf das einkommen rücksicht nehmen oder studentenermäßigungen.

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14. August 2012 um 10:23

Naja....
erstmal vielen dank für deine antwort- also das mit dem, dass ich nicht berührt werden will ist nur selten so, da ich ein sehr körperlich bedürftiger Mensch bin.... daher weiss ich nicht so recht, ob das bei mir passt.

Was mir viel mehr zu schaffen macht, ist, dass ich ihn einfach am liebten dazu bewegen will, dass er jetzt nicht noch länger wartet bis er vielleicht irgendwann mit 30?! wenn er glück hat eine Zusage von der Filmhochschule bekommt und wenn nicht auch nicht, oder wie? Ich bin jetzt nicht so, dass ich unbedingt einen Ernährertyp brauche, aber ich hab keine Lust auf das Gefühl, dass er durch seinen Gelegenheitsjobs so persepektivelos rumhängt, während ich mich im Studium abrackere.... AUf der anderen Seite kann ich ihnja auch zu nichts zwingen oder bringen, dass er nicht möchte. Heisst das also akzeptieren und Sorgen runterschlucken oder nicht akzeptieren und dann potentielle Trennung oder wie?

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14. August 2012 um 10:48

Hallo
Du bist nicht verantwortlich für sein Leben!!!! Entweder er bekommt es auf die Reihe oder nicht. Wie lange willst du ihm noch zusehen? Du hast ja offensichtlich alles versucht, doch leider erfolglos. Also....was willst du noch machen?
So mit ihm weiterleben? Täglich wird der Frust mehr und es ändert sich nichts. Du darfst ruhig etwas egoistisch sein und an dich selber denken. Es ist dein Leben und wenn es miteinander nicht mehr geht, dann gibt es nur noch Trennung.
Natürlich ist es nicht leicht. Besser jedoch ist ein Ende mit Schrecken....als ein Schrecken ohne Ende!!!

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14. August 2012 um 11:03

Trennen, nur weil er mein Bedürfniss nach Strebsamkeit und Struktur nicht erfüllt
Hallo Gerald, vielen Dank- ich weiss, da hast du vielleicht recht- das Problem ist nur, dass wir zusammen wohnen (allerdings in er einer Wg) und er hier erst wieder eingezogen ist (in der Vergangeheit haben wir bereits schon mal zusammen gewohnt) vor einem Monat- jetzt ist mir durch eine Woche Urlaub (ohne ihn) klar geworden, dass dieser Zustand mir total viel Energie nimmt- aber solche äußerlichen Umstände dürfen doch eigentlich kein Trennungsgrund sein, wenn man sich liebt, oder? Auf der anderen Seite ist er ja auch egoistisch, indem er mich diesem Gefühl des Chaoses aussetzt (oder ist es allein meine Sache, dass ich so empfinde?) - obwohl ich so viele Jahre in meinem Leben mir so hart Ordnung und Struktur erkämpft habe.... ich weiss einfach nicht...

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