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38, Single und Außenseiter?

8. September 2012 um 13:04

Hallo,

ich lese hier schon häufiger mit und habe heute beschlossen, mich hier anzumelden. Ich hoffe, ich kann mich hier gut einbringen. Doch heute habe ich selbst ein Anliegen.

Ich hatte schon immer Probleme, Kontakte zu knüpfen. Besonders in meiner Kindheit und Pubertät ist es - auch durch unglückliche Umstände und eine chronische Erkrankung - so gewesen, dass ich immer irgendwie Außenseiter war, und irgendwann habe ich mir einen Schutzpanzer zugelegt, um nicht verletzt zu werden.

Klar hatte ich damals wie alle den Wunsch nach einem festen Freund. Doch immer wurde ich abgewiesen, was dazu führte, dass ich mich selbst als nicht gut genug für andere fühlte, und ich kapselte mich noch mehr ab.

Im Laufe meines Berufslebens hat sich diese Barriere etwas gelegt. Auch meine Einsamkeit führte dazu, dass ich versuchte, irgendwie unter Leute zu kommen, und ich fand sogar Freunde, wenn auch nur sehr wenige. Mit den Männern war es aber immer schwierig. Ich hatte zwar 2 Beziehungen, doch die sind jetzt auch schon ewig her. Die letzte war 2002.
Irgendwie lerne ich auch keine Männer mehr kennen. Singleportale habe ich auch schon durch, aber das ist nicht meine Welt. Man wird bombardiert mit Standardmails, und irgendwie sieht jedes Profil gleich aus. Da ich mit meinem eigenen Pferd auch ein recht zeitintensives Hobby pflege (leider mit wenig Männerkontakt ), fehlt auch irgendwie die Zeit, sich intensiv mit den Singleportalen zu beschäftigen.

Nun ja: Lange Rede, kurzer Sinn: Im Grunde habe ich auch die Suche aufgegeben und habe mich mit meinem Singlestatus abgefunden. Wenn "er" mir über den Weg läuft, passiert es halt. Aber ich bin mittlerweile eigentlich auch ohne Mann glücklich.

Wenn, ja wenn da die anderen Pärchen nicht wären. Überall nur Liierte, die auch irgendwie als erstes fragen, ob man auch einen Freund hat. Verneint man dies, kommen mitleidige Blicke oder man muss sich anhören: "Irgendwann kommt auch bei Dir der Richtige." Wenn das bei einem Mal bliebe, ginge das ja noch. Aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit wird einem sein Singledasein und die damit einhergehende "Unnormalität" aufs Brot geschmiert. Ich könnte da schon jedes Mal kotzen.

Und auch sonst lassen insbesondere die Frauen in diesen Beziehungen keine Gelegenheit aus, von ihren Beziehungen und Freunden zu erzählen. Da fühle ich mich immer mehr als Außenseiter, was viel mehr wehtut als die Tatsache selbst, Single zu sein.

Kennt Ihr das auch? Wie geht Ihr mit sowas um?

Sorry, dass es so lang geworden ist. Aber mich belastet das Thema z. Zt. sehr. Ich würde mich sehr über Antworten freuen!

Liebe Grüße
Romy

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9. September 2012 um 16:50

...sprichst mir aus der Seele
Hi, wie mein Titel schon sagt, habe ich genau das gleiche Problem. Ich habe gute Freundinnen, aber die wohnen z.T. in anderen Städten oder haben eben Freunde und ich habe das Gefühl, sie "brauchen" mich nicht. Ich bin dann da und für Gespräche gut, wenn anderswo Beziehungen in die Brüche gehen. Mir fehlen oft im Alltag ganz einfach Leute, mit denen man spontan was macht. Ich habe ein tolles Hobby, wo ich eine Gemeinschaft habe, in der ich mich pudelwohl fühle. Aber da haben auch viele Familien oder sind anderweitig beschäftigt. Mich stört auch viel mehr das Verhalten liierter Personen als mein eigentliches Singledasein. Mag auch irgendwie keine Leute im Internet kennen lernen. Und für ein weiteres Hobby fehlt mir bei einem Vollzeitjob dis Zeit.
Jetzt habe ich mich auch nur ausgekotzt, aber vielleicht ist es dir eine Hilfe, Romy, dass es anderen auch so geht.

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9. September 2012 um 16:53

Freunde
Aber wo lernst du dann Leute kennen, die dir zu Freunden werden? Das sagt sich immer so leicht.

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