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33, Brustkrebs, Verhalten meines Freundes, bin traurig

17. September 2016 um 17:48

Ich bin 33, alleinerziehende Mutter zweier Kinder (10 und 11) und vor 3 Wochen wurde Brustkrebs bei mir diagnostiziert. Seit 9 Monaten bin ich einer Beziehung mit einem Mann, er ist 30 Jahre älter (was nicht das Problem ist). Ich mache mir sehr viele (viel zu viele) Gedanken darüber, ob die Beziehung die kommende Zeit überlegt. Die Beziehung wird hart auf die Probe gestellt, egal ob Liebe da ist oder nicht. Besonders, wenn man noch nicht so lange zusammen ist und sich noch nicht so gut kennt.
Er ist selbstständig arbeitend, eigentlich sehr liebevoll, liebt mich und versucht für m ich da zu sein - im Rahmen seiner Möglichkeiten. Problem: Er hat durch seinen Job kaum Zeit und er sagt, der Job ist Priorität Nr. 1, weil er ja schließlich sein Geld damit verdienen muss, um Miete etc. zu zahlen. Erst danach komme ich (das hat er nicht so gesagt, aber das ist ja die logische Schlussfolgerung aus Aussage Nr.1). Ist verständlich, andererseits kann er auch wenig bis gar nicht damit umgehen, wenn ich schwach bin und es mir mal nicht gut geht, ich mal nicht positiv denken kann.
Wir haben uns schon oft darüber gestritten...ich brauche ihn gerade, emotional, psychisch, seinen Halt, seine Unterstützung. Aber er ist so gut wie nie da, weil er keine Zeit hat, immer nur am arbeiten. Er trägt mich wie Termine in seinen Kalender ein und zeigt mir dabei, was er wann alles zu tun hat, in der Hoffnung wahrscheinlich, dass ich Verständnis habe. Manchmal kommt es mir so vor, als würde er der von mir Mitleid und Hilfe erwarten. So bin ich öfter diejnige die irgendwelche Texte korrigiert/redigiert oder verfasst., manchmal bis spät in die Nacht.
Wenn er zu mir kommt, redet er auch zu Beginn auch fast nur über Arbeit.
Ich komme mir vor wie "reingeschoben" in die Lücken in seinem Leben.

Ich habe Anspruch nur auf Zeit mit ihm, wenn ER die hat.

Es fühlt sich an, als gäbe es in seinem Leben eigentlich gar keinen Platz für eine Beziehung/für mich.
Als ich ihm das sagte, sagte er "Ja, neben der Arbeit gibt es Dich, für etwas anderes habe ich schon längst keine Zeit mehr".
Er fühlt sich ungerecht behandelt, weil er meint, ich sehe gar nicht, was er alles tut und dass er für mich da ist. Und er fühlt sich ständig kritisiert und wahrscheinliuch zerrissen, weil er auf der einen Seite seinem Job gerecht werden will (und er bremst sich selbst nicht aus und überlastet sich auch ganz oft selbst) und die verbleibende Zeit mir widmet. Im Verhältnis zu seiner Arbeit ist dies jedoch ziemliuch wenig. Meist kommt er so ca. 2-3 x die Woche abends (22:00) vorbei, bleibt evtl. über Nacht und muss 08:00 weider weg.
Er ist für mich da, im Rahmen seiner Möglichkeiten, aber es reicht mir nicht und ich frage mich gerade, ob ich das einfach akzeptieren muss und mein Bedürfnis, ihm um mich zu haben, herunterschlucken muss, weil es ja von ihm kein böser Wille ist, sondern einfach seine Lebensrealität.
Wie seht ihr das?
Ist ein guter Partner nur einer, der sein komplettes Leben umstellt und dessen Arbeitsleben sich der Krankheit der Partnerin unterordnet....?
Das fühlt sich irgendwie auch nicht "richtig" an....
Ich weiss nicht, was ich von ihm erwarten kann und was nicht?
Ich habe Angst, dass er keine feste Größe gerade in meinem Leben ist und dass die Beziehung zerbricht an den Herausforderungen der nächsten Zeit. Man sagt ja immer aus so einer Krebserkrankung geht man gestärkt,voller Kraft und mit einem ganz neuem (Über)lebenswillen hervor. Ich dagegen habe einfach nur Angst und fühle mich in Bezug auf die Beziehung total hilflos, schwach und auch enttäuscht/traurig. Meine Gedanken kreisen mehr um die Beziehung und um ihn als um mich.....Ich meine, die Diagnose ist schon hart genug, aber dann auch noch jemanden, mit dem man Zukunftspläne hatte, den man liebt, zu verlieren....das ist irgendwie ein bischen zu viel....
Entschuldigung dafür, dass das jetzt hier so persönlich und lang geworden ist....ich brauche einfach Rat, weil ich merke, dass mein Kopf und mein Herz damit so voll ist und mir das so viel Stress macht, was ich eigentlich - um gesund zu weden - gerade so gar nicht gebrauchen kann.
Danke fürs Lesen

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17. September 2016 um 19:34

Dein Partner ist ein IDIOT!
Sorry, von einem 63-jährigen Mann kannst du eigentlich mehr Reife erwarten.

Wenn er die Miete zahlt und dich finanziell unterstützt, gut, aber rechne weiter nicht mit ihm.

Konzentriere dich darauf, wieder gesund zu werden und dann ordne dein Leben neu.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit.

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17. September 2016 um 20:27

Das geht wohl nicht so einfach
daß er weniger arbeitet. Und er will es auch nicht.
-das hättste am Anfang sehen müssen und ihn eben deshalb nicht nehmen dürfen.
Hinterher damit anzukommen, das ist nicht das Wahre.

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