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3 Jahre zu Zweit in kleiner, schmuddeliger Wohnung, SM nebenan - ich ertrage das nicht -achtung lang

20. Dezember 2012 um 15:55

Hallo zusammen!

Ich bin mit meinem Partner seit 3 Jahren zusammen, eigentlich bin ich mehr oder weniger schon am zweiten Tag unserer Beziehung jeden Tag bei ihm gewesen. Nachdem ich in meiner Wohnung einen Schimmelbefall hatte, wollte ich sowieso ausziehen und bin dann 'offiziell' im September zu ihm gezogen. Also eigentlich wohnen wir seit Anfang unserer Beziehung auf knapp 50m2, was natürlich nicht unbedingt furchtbar klein ist, ABER die Raumaufteilung ist fürchterlich: wir haben eine riesen Küche und ein Wohn-Schlafzimmer, der Rest der Wohnung besteht aus Gängen, in denen man keinen Stauraum hat und somit stapeln sich meine Sachen in den Kästen dass die Türen kaum mehr zu gehen. Ich hatte in meiner Wohnung 47m2 für mich alleine, habe mit dem Umzug zu ihm die Hälfte meiner Bücher in den Keller räumen müssen, meine Schuhe (und ich habe für eine Frau NICHT viele Schuhe) sind in einem extra Kasten auf dem Balkon untergebracht, die Kleidung ist teilweise unter dem Bett und auf den Kästen gestapelt. Ich musste von einem 4-türigen Schrank auf einen halben Hängekasten, zwei Regale und zwei Schubladen reduzieren ... eine Katastrophe! Ich habe nichtmal richtig Platz für Bettwäsche und Handtücher.

Seine Wohnung ist für eine Person schon grenzwertig, weil eben die Staumöglichkeiten fehlen. Wir sind jetzt auch ein Jahr verheiratet, er ist definitiv DER Mann für mich und ich liebe ihn wirklich sehr viel, aber jedes Mal, wenn ich das Thema Wohnung anschneide, rastet er mittlerweile fast aus und es gibt immer eine riesen Diskussion ... ich war auch schon einmal kurz davor alles hinzuschmeisen und zu gehen - ich habe wirklich Angst davor mein Leben lang in dieser kleinen Wohnung zu verbringen, nur weil er nicht ausziehen will! Diese Wohnung hat genau zwei Vorteile: Er ist in 5 Autominuten in der Arbeit und seine Mutter wohnt in der Nachbarwohnung. ^^ Die Nachteile neben der Schwiegermutter und des fehlenen Platzangebots sind die Nachbarn, auf die ich jetzt nicht unbedingt näher eingehen brauche - nervende Nachbarn einfach die einen nicht zur Ruhe kommen lassen.

Bis vor kurzem hatten wir auch keine Privatsphäre, ständig war seine Mutter bei uns um den Hund zu holen (sie ist in Pension und hatte ihn zum Schlafen immer wieder bei uns gelassen oder wenn sie Besuch bekommen hat), somit ging sie tagtäglich in unserer Wohnung ein und aus wie es ihr gerade gepasst hat und auch wenn wir in der Arbeit waren - man hat keine Privatsphäre, weil man a) nie weiß ob sie nicht irgendwo rum schnüffelt und b) wenn meine Unterwäsche irgendwo rum liegt sieht sie es gleich (es kam einmal der Rauchfangkehrer, den Termin hatte ich übersehen und sie hat ihn in unsere Wohnung gelassen, meine Reizwäsche lag rum und sie hat dann zu mir gesagt 'Bei dem Roten hab ich so getan als wäre es meines ... wo hast du denn das gekauft, das sieht so schön aus' ) oder sie stand einfach plötzlich in der Wohnung - ich im Tanga in der Küche am Kochen und Singen, steht sie plötzlich hinter mir und sagt 'Ups, ich wusste nicht, dass schon jemand zuhause ist'

Naja, einfach mühsam weil sie sich teilweise auch an- und abgemeldet hat (*klopfklopf* - 'Du, ich wollte nur sagen ich komm gleich, ich geh nur schnell in die Pizzeria essen' - wen interessiert das?), ich hab dann immer schon den Schlüssel innen stecken gelassen, damit sie eben NICHT ein und ausgehen kann wie sie will - aber seit ich meinen Hund jetzt bei mir habe hat sich das eh aufgehört, nachdem sich ihrer und meiner nicht verstehen.
Aber trotzdem, sie wohnt nebenan und es nervt einfach! Ich möchte auch nicht neben meiner Mutter wohnen! Nein Danke!

Sorry für das große Ausholen, aber diese Wohnungsgeschichte bedrückt mich schon sehr. Die Wohnung ist einfach zu klein für uns, speziell für mich, alles ist schon 10 Jahre alt, der Teppichboden (prinzipiell schon eklig) geht schon fast von alleine, man kann putzen was man will, der Dreck geht einfach nicht mehr raus, der Verputz ist teilweise gerissen und in der Küche komplett abgegangen weil mal ein Wasserschaden war, die Farbe an den Wänden sieht nach 10 Jahren natürlich auch nicht mehr so toll aus usw usw ... wohlfühlfaktor gleich null!

Für mich ist eine Wohnung halt schon etwas wichtiges, das ist ' meine Höhle' in der ich mich zurück ziehen kann nach der Arbeit und viel viel Zeit darin verbringe, aber für ihn ist nur wichtig dass er einen Kühlschrank hat, ein Bett, Klo und Dusche ... aber das reicht mir halt nicht! Ich weiß echt nicht was ich tun soll, beim letzten großen Streit hat er gesagt er hat genug ständig davon zu reden und er 'ist jetzt noch nicht soweit', aber meiner Meinung nach (und das habe ich auch gesagt) wird sich daran nie etwas ändern, nachdem die Wohnung zur Wohnung seiner Mutter gehört zahlen wir halt auch nur einen Spott Miete und er hat auch Angst, dass er sich seine Hobbies (Motorrad und Bodybuilding) nicht mehr leisten kann - aber was soll daran in 5 Jahren anders sein?

Ich habe jetzt echt selbst so einen Druck dass ich unbedingt eine andere Arbeit finden muss damit ich mehr Geld verdiene damit ich mir eine schöne Wohnung leisten kann ... für mich war das eigentlich kein Thema, das ich extra bereden muss -> wir haben am Anfang unserer Beziehung ein Kreuzverhör geführt, was eigentlich nicht schlecht war weil jeder seine Karten auf den Tisch gelegt hat, seine Bedürfnisse und die absoluten Tabus genannt hat, aber ich wusste nicht, dass ich dieses Thema extra erwähnen muss, schließlich ist es für mich 'normal', wenn man zusammen zieht, zusammen lebt und den Entschluss fast zu Heiraten, dann auch in eine größere Wohnung zu ziehen? Oder seh ich das so falsch?
Für ihn sind halt (auch nach eigenen Aussagen) andere Dinge wichtiger, eben wie ein schönes Auto und die Hobbies - aber davon hab ich nichts ... bin ich zu egoistisch?

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20. Dezember 2012 um 16:37

Er weiß selber,
dass er ein Egoist ist und ja, du hast Recht er ist es auch wirklich! Damit muss ich mich abfinden, das hab ich aber vor der Hochzeit gewusst. Also momentan denke ich schon, dass ich mit seinem Ego leben kann, aber vielleicht sieht das in ein paar Jahren anders aus, das wird man sehen!

Ich bin halt eher das Gegenteil, muss wirklich aufpassen, dass ICH nicht zu kurz komme, schließlich neige ich dazu mich selbst zu vergessen - ich zB denke, wenn ich Sonntags Frühstück mache selbstverständlich auch auf sein Frühstück (sollte irgendiwe auch so sein), wenn er vor mir aufsteht macht er sein Frühstück, ich kann mir meines dann selber machen.
An solchen Dinge 'arbeiten' wir gerade, mittlerweile hab ich mal mit ihm darüber geredet, dass ich das nicht in Ordnung finde und hab ihn gefragt, ob er allein wohnt!? Und siehe da, plötzlich krieg ich jeden (!) Tag meinen Toast gemacht, also er bemüht sich in solchen Sachen schon, dass er eben auch auf mich auch ein bisschen Rücksicht nimmt. Ich glaube das hab ich ihm schon öfter gesagt, auf was ich in einer Beziehung auch Wert lege - eben nicht ich tu alles für dich aber du tust nichts für mich.

Ja, Muttersöhnchen ist er auch ein bisschen, vielleicht nicht im klassischen Sinn, aber irgendwie haben seine Eltern es total verbockt. Seine ältere Schwester ist bei der Großmutter groß geworden und ich glaube sie wollten dann alles, was sie bei ihr versäumt oder falsch gemacht haben bei ihm 'richtig' machen. Seine Mutter hat ihm zB alle möglichen Versicherungen abgeschlossen - er selbst hat keine Ahnung davon, kommt nur drauf wenn ihm ein Brief ins Haus flattert und dann wirft sie ihm vor, dass er sich in Punkto Versicherung (Unfall, Vorsorge, usw) nie interessiert hat - weil ihm das Motorradfahren immer wichtiger war und sie deshalb alles für ihn abgeschlossen hat ... also ich hab mich mit 18 auch nicht dafür interessiert, aber meine Mutter hat darauf geachtet, dass ich da was abschließe, dafür ist sie ja auch da mich 'auf den richtigen Weg' zu führen, aber nicht um mir alles abzunehmen ... aber genau das hat bei ihm halt nicht funktioniert, er hat wahrscheinlich gesagt 'Nein, interessiert mich nicht' und Mami ist gelaufen und hat alles gemacht ... er ärgert sich selber darüber, hat an diesem Abend, wo sie ihm das vorgeworfen hat auch Stundenlang keine Ruhe gefunden weil ihn das so aufgeregt hat. Er hat sich halt eben nie abgenabelt, und das hat auch damit zu tun, dass er nebenan wohnt, somit haben sie nie die Übersicht verloren und hatten ihn immer unter Kontrolle ...

Ich bin mir auch zu 98% sicher, dass er sich in einer anderen Wohnung auch wohler fühlen würde, er ist nur eben zu faul oder einfach zu sehr in seiner Gewohnheit eingeschlafen und will keine Veränderungen. Früher hatte er es mal mit dem Argument versucht, dass seine Mutter (sie heizt mit festen Brennstoffen) irgendwann die Bricks nicht mehr in die Wohnung tragen können wird, aber daraufhin hab ich gesagt: 'Ok, das heißt wenn deine Mutter dann mal nicht mehr ist ziehen wir zu meiner Mutter?' - daraufhin war das auch erledig, Punkt für mich.

Ich verstehe ja auch nicht, er ärgert sich mind. 3x die Woche über seine Mutter (seit sein Vater vor 2 Jahren unverhofft verstorben ist ist sie plötzlich zur pubertierende Pensionistin motiert und führt sich teilweise auf wie 16 statt 60, er sagt er kennt sie so gar nicht und will sie zB gar nicht umarmen oder ihr ein Bussi geben weil sie ihm total fremd geworden ist), aber tortzdem will er nicht weg von dort ... deshalb eben meine Überlegung an mehr Geld zu kommen, dann ist das Argument 'Ich kann mir mit einer Miete von 600 - 800 Euro nichts anderes mehr leisten' auch gegessen ... also so sehe ich halt den letzten Ausweg!

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