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3 Jahre Geliebte, dann sein Auszug und nun der Druck des Vermissens seiner Kinder ...

24. September 2008 um 10:26

Hallo,

ich habe vor 3 Jahren einen Mann kennengelernt, von dem ich von Anfang an wußte, dass er verheiratet ist (20 Jahre Partnerschaft), 2 Jungs hat (6 und 16) und seine Kinder für ihn das Wichtigste sind. Dennoch haben wir uns ineinander verliebt, haben sehr viele Gespräche geführt, stehen uns sehr, sehr nah und haben beide in dem ANderen unser "Zuhause" gefunden. Vor ca. einem 3/4 Jahr hat er seiner Frau gesagt, dass sein Herz einer anderen gehört, dass er aber sie und die Kinder nicht "im Stich" lassen möchte und deshalb eine komplette ABkehr und ein sofortiger AUszug für ihn nicht in Frage kommt. Sie hat die SItuation natürlich nicht akzeptiert, hat geschrien, geweint, gekämpft. Er war immer da, hat zugehört, getröstet, war für seine Kinder da. Vor 5 Wochen ist er "nachts" ausgezogem, d.h. er schläft nun nachts nicht mehr Zuhause. In diesen 5 Wochen ist ihm bewußt geworden, wie sehr er seine Kinder vermisst, nicht seine Frau, sondern seine Kinder. Er leidet so darunter, dass er zurück will. Er weiß, dass er es niemanden recht machen kann: seiner Frau nicht, die will, dass er zurück kommt und alles so wird wie es mal war, seinen Kindern nicht, weil er doch eigentlich bei einer anderen Frau sein möchte, mir nicht, weil er mir die Zeit nicht geben kann, die er mir geben möchte (uns trennen 1000 km), aber wir haben perfekte Zug und Flugverbindungen und sind innerhalb von 1,5 h vor Ort, seinen Job kann er nicht perfekt machen, weil er ständig in Gedanken wo anders ist. Er fühlt sich, dass ihn das alles erdrückt. Ich kann ihn verstehen, es ist manchmal so, als könnte ich fühlen, was er fühlt. Ich liebe ihn, ich liebe ihn über alles. Ich sehe im Moment nur keine Chance, wie ich intervenieren kann. Sollte ich überhaupt? Sollte ich ihn gehen lassen und warten was passiert? Sollte ich kämpfen?!
Ich habe auch eine Tochter, die 4 ist, ich bin an den Ort hier gebunden, ich kann nicht einfach zu ihm ziehen, dann müsste ich zu einem großen Teil mein Kind verlassen. Ich weiß im Moment nicht wirklich weiter. Ich würde gerne einen Schritt zurück, weil ich momentan den Wald nicht vor Bäumen sehe und so ein ambivalentes Gefühl zwischen "gehen lassen und sehen was kommt" und "kämpfen" habe.

Mein Bauch sagt mir, dass ich ihm das Gefühl geben soll, dass ich ihn verstehe, seine Ängste sehr wahr nehme, aber ihm trotzdem zeigen sollte, dass der Weg für mich nicht akzeptabel ist. Beispielsweise sagte er mir gestern ABend noch, wie sehr er mich liebt und vermisst. Auf die Frage was er denn möchte, meinte er nur "Ruhe, bei Dir sein und eine Familie mit Dir" ...

Was soll ich nur machen, er ist doch mein emotionales Zuhause und mein bester Freund ...

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24. September 2008 um 11:04

Ich werde es nie verstehen
hier geht wieder eine Familie kaputt, die noch beste Chancen hatte.
Stell Dir doch mal vor, Du bist lange Jahre verheiratet und Dein Mann kommt eines Tages nach Hause und sagt "mein Herz gehört einer anderen". Würdest Du das einfach akzeptieren? Ich glaube nicht.
Zudem hat er seiner Frau doch gesagt, er verlässt sie nicht. Jetzt ist die eheliche Situation noch schlimmer geworden und das kann man ja wohl auch verstehen oder? Sicher hat es 100 nicht ganz schöne Gespräche gegeben und warum? weil er sich nicht entscheiden kann. Er ist gefühlsmässig gespalten und ich glaube, dass er mit Dir noch keine Woche Alltag gelebt hat und sich einfach unsicher ist.
Zudem würdest Du ja für ihn nicht Deine gewohnte Umgebung aufgeben, Du erwartest es aber von ihm.
Ganz sicher sagt er Dir er liebt Dich und wäre gerne bei Dir, um Dich zu beruhigen. Gehen wird er nie, sonst hätte er es schon getan.
Zur Liebe gehören eben nicht nur die Schmetterlinge sondern eben auch die Familie, die gewohnte Umgebung, die Arbeit und auch sicher noch Gefühle zu der Ehefrau.
Meist ist es ja so, wenn der Betrüger die Rückkehr antreten will, die Gliebte eine unglaubliche Kraft aufbringt ihn davon abzuhalten.
Ich habe das alles erlebt und weiß von was ich rede. Glück bringt es keinem der Beteiligten, es bringt einfach nur Leid.

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24. September 2008 um 11:20
In Antwort auf marie12478

Ich werde es nie verstehen
hier geht wieder eine Familie kaputt, die noch beste Chancen hatte.
Stell Dir doch mal vor, Du bist lange Jahre verheiratet und Dein Mann kommt eines Tages nach Hause und sagt "mein Herz gehört einer anderen". Würdest Du das einfach akzeptieren? Ich glaube nicht.
Zudem hat er seiner Frau doch gesagt, er verlässt sie nicht. Jetzt ist die eheliche Situation noch schlimmer geworden und das kann man ja wohl auch verstehen oder? Sicher hat es 100 nicht ganz schöne Gespräche gegeben und warum? weil er sich nicht entscheiden kann. Er ist gefühlsmässig gespalten und ich glaube, dass er mit Dir noch keine Woche Alltag gelebt hat und sich einfach unsicher ist.
Zudem würdest Du ja für ihn nicht Deine gewohnte Umgebung aufgeben, Du erwartest es aber von ihm.
Ganz sicher sagt er Dir er liebt Dich und wäre gerne bei Dir, um Dich zu beruhigen. Gehen wird er nie, sonst hätte er es schon getan.
Zur Liebe gehören eben nicht nur die Schmetterlinge sondern eben auch die Familie, die gewohnte Umgebung, die Arbeit und auch sicher noch Gefühle zu der Ehefrau.
Meist ist es ja so, wenn der Betrüger die Rückkehr antreten will, die Gliebte eine unglaubliche Kraft aufbringt ihn davon abzuhalten.
Ich habe das alles erlebt und weiß von was ich rede. Glück bringt es keinem der Beteiligten, es bringt einfach nur Leid.

Er hat ihr nicht gesagt, dass er sie nicht verlässt ...
Er hat ihr gesagt, dass er sie jetzt (vor 8 Monaten) nicht alleine lässt mit der Situation und sich einfacher verp... Er hat ihr sogar wortwörtlich gesagt, dass er sie wegen mir verlässt. Und nun ist er ausgezogen ...

Und wir haben mehr als nur eine Woche am Stück miteinander verbracht, es sind mitllerweile Monate ... Von einem "Umfeld" aufgeben war nie die Rede, weder dass er zu mir ziehen soll, noch seine Kinder aufgeben. Wir hatten von Anfang an die 40/60 Idee, dass einer von uns Freitagabend fliegt und Montagabend zurück. Mir würde im Traum nicht einfallen, ihn aus seiner gewohnten Umgebung reißen zu wollen. Im Traum nicht.

Ich will ihn nicht abhalten, denn nicht ich entscheide über sein Leben, sondern er. Es ist seine Einstellung und 20 Jahre wirft man eben nicht einfach weg, auch wenn man seit 3 Jahren im Herzen wo anders lebt. Das verstehe ich ... Wir beide wissen auber auch, dass der Fluchtweg zurück zu seinen Kindern, um wenigstens den Stress zu eliminieren, auf Sand gebaut ist, denn das Gespaltensein wird dadurch nicht aufhören ...

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24. September 2008 um 11:56
In Antwort auf sarim80

Er hat ihr nicht gesagt, dass er sie nicht verlässt ...
Er hat ihr gesagt, dass er sie jetzt (vor 8 Monaten) nicht alleine lässt mit der Situation und sich einfacher verp... Er hat ihr sogar wortwörtlich gesagt, dass er sie wegen mir verlässt. Und nun ist er ausgezogen ...

Und wir haben mehr als nur eine Woche am Stück miteinander verbracht, es sind mitllerweile Monate ... Von einem "Umfeld" aufgeben war nie die Rede, weder dass er zu mir ziehen soll, noch seine Kinder aufgeben. Wir hatten von Anfang an die 40/60 Idee, dass einer von uns Freitagabend fliegt und Montagabend zurück. Mir würde im Traum nicht einfallen, ihn aus seiner gewohnten Umgebung reißen zu wollen. Im Traum nicht.

Ich will ihn nicht abhalten, denn nicht ich entscheide über sein Leben, sondern er. Es ist seine Einstellung und 20 Jahre wirft man eben nicht einfach weg, auch wenn man seit 3 Jahren im Herzen wo anders lebt. Das verstehe ich ... Wir beide wissen auber auch, dass der Fluchtweg zurück zu seinen Kindern, um wenigstens den Stress zu eliminieren, auf Sand gebaut ist, denn das Gespaltensein wird dadurch nicht aufhören ...

Du hast aber doch geschrieben
das er jetzt wieder zurück will nachdem er gespürt hat, dass er die Kinder so vermisst.
Also geht er zur Familie und erwartet wohl von seiner Frau, dass sie Euer Verhältnis tolleriert oder wie?
Das ist auf keinen Fall ein guter Weg. Wenn man sich nach langjähriger Ehe trennen will weiß man, dass man verschiedenen Personen sehr weh tut.
Das sollte man sich eben gut überlegen und vor allem wissen, dass einen das ewig schlechte Gewissen plagt.
Hast Du schon mal überlegt, dass ihm die 40/60 Variante zu wenig ist?
Vielleicht hat er das in seiner Verliebtheit anders gesehen und ihm ist jetzt aufgefallen, dass er das garnicht kann.

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