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2 Jahre Problembeziehung + Trennung, ist er ein Narzisst?

3. November 2020 um 22:04 Letzte Antwort: 5. November 2020 um 22:56

Hallo liebes Forum,
(ich versuche das Unwichtige vom Wichtigen zu trennen)
ich (35 Studentin Lehramt) habe vor 2 Jahren einen Mann (Beamter 43) kennengelernt, der mir am Anfang signalisiert hat, dass er mich attraktiv und spannend findet und mich weiter kennenlernen möchte. Am Anfang der Beziehung lief alles weitestgehend harmonisch ab. Er war galant und bemühte sich um mich. Schnell schlich sich aber eine gewisse Routine ein. ich spielte vermehrt die Rolle der Hausfrau, wenn wir uns abends trafen und versuchte einfach es ihm schön zu machen (Kochen, Aufräumen, Hose bügeln etc.), was er auch gerne annahm. Natürlich gingen wir auch mal aus (Essen, Spazieren etc.), aber es spielte sich doch ein gewissen Muster ein, wahrscheinlich auch durch mein Naturell es ihm stets recht zu machen. Ich plante oft meine Zeit ganz nach ihm, besuchte seine Mutter mit ihm zusammen und wann immer es sich anbot war ich da. Für mich war das einfach selbstverständlich. Über die Zeit lief es i.d.R. so ab, dass er mich nach der Arbeit abholte, wir zu ihm fuhren, er seinen Pyjama anzog und mir das Abendprogramm (Kochen, Abräumen, seine Füße nach dem Duschen pflegen/eincremen ) etc.) überließ und mir oft signalisierte, dass er müde von der Arbeit sei. Ich legte mich dann zu ihm auf die Couch und wenn ich Glück hatte, bekam ich einen Kuss auf die Stirn. Wenn wir mal draußen waren oder im Urlaub, nutze er nie die Gelegenhiet um mir mal seine "Gefühle" zu gestehen, mir zu sagen, dass er mich liebt etc. Ich dachte immer, dass er nicht der Typ dafür sei, ws in gewisser Weise auch stimmt (rational, etwas kühl, immer überlegt..), aber das verletzte mich unbewusst oft sehr. Wir haben uns dann auch vermehrt in die Wolle bekommen, weil ich gewisse Dinge (Werte, Einstellungen) etwas anders sehe als er und er generell einfach auch schnell hochkocht, was ich nicht aushalten konnte und dann stets gegangen bin. Kam es zum Streit war es in der Regel ich, die immer wieder auf ihn zukam. Wahrscheinlich hat er sich dann auch daran gewöhnt, dass ich immer wieder den ersten Schritt gemacht habe oder er hat dadurch den Respekt vor mir verloren? Was natürlich menschlich auch etwas fragwürdig ist...3 Beispiele, damit ihr versteht was mich z.B, wütend gemacht hat. Ich räume den Geschirrspüler angeblich falsch ein und er steht deshalb motzend vor der Maschine und räumt neu ein. Wir fahren im Winter in den Urlaub und mein Reißverschluss des Mantels geht kaputt, woraufhin er genervt und hektisch an meiner Jacke zerrt und laut rummault, mitten auf der Straße. Wir fahren zu seiner Mutter und er sagt zu ihr in meinem Beisein, dass sie "sich nicht gewaschen hätte und stinke" (eins meiner schlimmsten Erlebnisse). Generell wirkte er über die Zeit immer cholerischer, als ob ein tiefer Frust in ihm schlummert und ich bekam das Gefühl nicht erwünscht zu sein, was ich natürlich verdrängte, weil ich es nicht glauben wollte. Ich liebte ihn sehr, einfach weil es auch schöne Momente gab, aber das Negative nahm immer mehr Überhand. Oft redete ich mit ihm über diese Dinge, doch er blockte auch oft ab, tat Dinge als unwichtig ab etc. Er hatte von Beginn an einen Kinderwunsch, den er mir auch mitteilte und ich habe ihm eigentlich stets signalisert, dass ich es mir prinzipiell vorstellen könne, allerdings immer unter der Prämisse, dass die Beziehung stabil wird und v.a. bleibt. Er redete dann zuletzt kaum noch über den Kinderwunsch und versuchte auch nie wirklich mich davon zu überzeugen, dass er "beständig" sein wird und auch diese Wutanfälle (verbal) in den Griff bekommt. Jetzt hat er mir nach einem weiteren Streit, wobei es wieder nur um belangloses Zeug ging und ich aber die Wohnung verließ, weil ich seine Wut und Art dann nicht ertragen kann, eröffnet, dass es mit uns doch "nie gepasst" habe und er reagiert auch auf keine meiner Nachrichten mehr. Ich weiss nicht welche Infos noch wichtig sind, um die Sachlage hier einschätzen zu können. Ich habe und mache mir natürlich selbst ständig Gedanken, wollte aber gerne einmal eine neutrale Sicht auf die Dinge bekommen. Vielleicht ist hier jemand, der meinen Freund "versteht", mir erklärt was in ihm vorgeht... Ich würde mich sehr freuen. Es tut mir sehr weh, weil ich ihn einfach so sehr geliebt habe. Noch zu mir. Ich bin Studentin, attraktiv (ohne eingebildet erscheinen zu wollen) und auch in 1,5 Jahren fertig mit dem Studium. Vielleicht wollte er nicht mehr warten mit dem Kind? Aber eine neue Freundin wird doch ebenso Ansprüche und Erwartungen haben und er muss jetzt auch nochmal neu beginnen?  Mit wem war ich hier zusammen ;( ?

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4. November 2020 um 0:00

Liebe Hannah,

die Schlüsselworte stehen alle in deinem Text.

Der Alltag bringt eine unromantische Routine hervor.
Ihr habt ein völlig gegensätzliches Tempo entwickelt, was die Kinderfrage/Zukunftsfrage anbelangt.
Nach anfänglich schöner Galanterie läßt er die Sau raus.
Diverse Respektlosigkeiten dürfen NIEMALS aufkommen: sie hat sich nicht gewaschen, sie stinkt. . . Das ist ein grobes und schweres foul: Rote Karte!

Alles in allem: du bist zu einem geduldeten, alten Möbelstück geworden. Gratuliere!

Pi

 

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4. November 2020 um 9:21

Warum willst du ihn verstehen? Meinst du wenn du weißt warum er reagiert wie er reagiert, dass du sein Arschlochverhalten besser erträgst? Ich könnte mir keine schlüssige Erklärung vorstellen die es erträglich macht mit so einem Mann zusammen zu bleiben.

Er behandelt dich mies, du kommst aber immer wieder angekrochen. Warum sollte er was ändern an seinem Verhalten?

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4. November 2020 um 11:24

Hallo,

also, sicher ist der Typ kein leuchtendes Beispiel für gutes Sozialverhalten, aber nen Narzissten les ich aus deiner Beschreibung nicht raus.

Ich hab eher den Eindruck, dass er schnell jeden Respekt vor dir verloren hat, weil du dich selber so verhältst / verhalten hast wie ein Mensch, der keinen Respekt verdient hat. Ganz ehrlich (und absolut nicht persönlich gemeint), bei deiner Beschreibung von deinem Hausmütterchen-Verhalten wird mir übel. Und ich kann mir vorstellen, dass ich selber an seiner Stelle auch zunehmend verbal-aggressiv reagiert hätte (und ich bin noch nicht mal ein Mann). So führt man doch keine romantische Beziehung.

OK, ich hätte dann nicht so komplett über die Stränge geschlagen wie er, sondern das Ganze relativ fix und sachlich beendet, dafür war der Kerl offensichtlich noch ne Weile zu bequem. Aber mit Liebe hatte das Ganze wahrscheinlich schon ab dem Zeitpunkt nix mehr zu tun, wo du ihm das erste Mal die Wohnung aufgeräumt hast. Immer schlimmer wurde es, weil er auf deinen Gefühlen rumtrampeln und sich wie ein trotziges Kleinkind verhalten konnte und du immer noch keine Grenze gezogen hast. Ja, du hast dich vielleicht beklagt oder vor ihm geweint oder irgendsowas, aber du bist nicht auf Abstand gegangen und hast ihm anscheinend weiter die Hosen gebügelt.
Und je mehr du in der Beziehung den Respekt vor dir selbst verloren hast, um so wütender wurde er darüber, dass du ihm nicht "erlaubst", Respekt vor dir zu haben, und um so mehr hat er diese Wut an dir ausgelassen. Und du dachtest, es wär ne gute Idee, dich immer  mehr für ihn zu verbiegen, damit er sieht, was du für ein toller Mensch bist, und dich endlich gut behandelt. Das Gegenteil wär richtig gewesen, für ihn und für dich. Du hättest deutlich früher deutlich mehr Grenzen setzen sollen. Dann wär das Ganze wahrscheinlich immer noch keine erfreuliche Beziehung geworden, weil ihr so oder so zu unterschiedlich seid, aber du hättest dich mit Würde verabschieden können.

Deutlich interessanter als sein Verhalten oder sein Charakter sollte es für dich sein, warum du dich so verhalten hast - denn dein Verhalten und deine inneren Einstellungen wirst du (im Gegensatz zu seinem) ja in deine kommenden Beziehungen mitnehmen.
Anscheinend bist du jemand, der "gebraucht werden / sich unentbehrlich machen" irgendwie mit Liebe verwechselt. Das kommt recht häufig bei Leuten (Frauen wie Männern) vor, die kein eigenes Selbstwertgefühl haben. Die bilden sich ein, sie wären nur dann liebenswert, wenn sie sich für andere den Popo aufreißen.
Bei der Einstellung musst du dich dann aber nicht wundern, wenn du an Männer gerätst, die nicht dich als Person lieben, sondern nur das, was du für sie tust. Und das ist doch nicht wirklich das, was du dir erträumst, oder?
Die Lösung dieses Problems hab ich schon erwähnt, sie lautet "Selbstwertgefühl". Wenn du eine gute Beziehung zu dir selbst aufbaust und dich selbst respektierst, dann können dich auch andere (z.B. Männer) respektieren.

lg
cefeu

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4. November 2020 um 12:07
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Hallo,

also, sicher ist der Typ kein leuchtendes Beispiel für gutes Sozialverhalten, aber nen Narzissten les ich aus deiner Beschreibung nicht raus.

Ich hab eher den Eindruck, dass er schnell jeden Respekt vor dir verloren hat, weil du dich selber so verhältst / verhalten hast wie ein Mensch, der keinen Respekt verdient hat. Ganz ehrlich (und absolut nicht persönlich gemeint), bei deiner Beschreibung von deinem Hausmütterchen-Verhalten wird mir übel. Und ich kann mir vorstellen, dass ich selber an seiner Stelle auch zunehmend verbal-aggressiv reagiert hätte (und ich bin noch nicht mal ein Mann). So führt man doch keine romantische Beziehung.

OK, ich hätte dann nicht so komplett über die Stränge geschlagen wie er, sondern das Ganze relativ fix und sachlich beendet, dafür war der Kerl offensichtlich noch ne Weile zu bequem. Aber mit Liebe hatte das Ganze wahrscheinlich schon ab dem Zeitpunkt nix mehr zu tun, wo du ihm das erste Mal die Wohnung aufgeräumt hast. Immer schlimmer wurde es, weil er auf deinen Gefühlen rumtrampeln und sich wie ein trotziges Kleinkind verhalten konnte und du immer noch keine Grenze gezogen hast. Ja, du hast dich vielleicht beklagt oder vor ihm geweint oder irgendsowas, aber du bist nicht auf Abstand gegangen und hast ihm anscheinend weiter die Hosen gebügelt.
Und je mehr du in der Beziehung den Respekt vor dir selbst verloren hast, um so wütender wurde er darüber, dass du ihm nicht "erlaubst", Respekt vor dir zu haben, und um so mehr hat er diese Wut an dir ausgelassen. Und du dachtest, es wär ne gute Idee, dich immer  mehr für ihn zu verbiegen, damit er sieht, was du für ein toller Mensch bist, und dich endlich gut behandelt. Das Gegenteil wär richtig gewesen, für ihn und für dich. Du hättest deutlich früher deutlich mehr Grenzen setzen sollen. Dann wär das Ganze wahrscheinlich immer noch keine erfreuliche Beziehung geworden, weil ihr so oder so zu unterschiedlich seid, aber du hättest dich mit Würde verabschieden können.

Deutlich interessanter als sein Verhalten oder sein Charakter sollte es für dich sein, warum du dich so verhalten hast - denn dein Verhalten und deine inneren Einstellungen wirst du (im Gegensatz zu seinem) ja in deine kommenden Beziehungen mitnehmen.
Anscheinend bist du jemand, der "gebraucht werden / sich unentbehrlich machen" irgendwie mit Liebe verwechselt. Das kommt recht häufig bei Leuten (Frauen wie Männern) vor, die kein eigenes Selbstwertgefühl haben. Die bilden sich ein, sie wären nur dann liebenswert, wenn sie sich für andere den Popo aufreißen.
Bei der Einstellung musst du dich dann aber nicht wundern, wenn du an Männer gerätst, die nicht dich als Person lieben, sondern nur das, was du für sie tust. Und das ist doch nicht wirklich das, was du dir erträumst, oder?
Die Lösung dieses Problems hab ich schon erwähnt, sie lautet "Selbstwertgefühl". Wenn du eine gute Beziehung zu dir selbst aufbaust und dich selbst respektierst, dann können dich auch andere (z.B. Männer) respektieren.

lg
cefeu

Absolut 1a - wie man es von Dir gewohnt ist, liebe cefeu. Danke. 

Und ich beginne mich erneut zu hinterfragen, wie ICH persönlich es auch so weit kommen lassen konnte damals - zwar nicht durch Hausmütterchentum, aber durch anderes, nennen wir es "unterwürfiges" Verhalten. Krass. 

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4. November 2020 um 13:36
In Antwort auf

Hallo,

also, sicher ist der Typ kein leuchtendes Beispiel für gutes Sozialverhalten, aber nen Narzissten les ich aus deiner Beschreibung nicht raus.

Ich hab eher den Eindruck, dass er schnell jeden Respekt vor dir verloren hat, weil du dich selber so verhältst / verhalten hast wie ein Mensch, der keinen Respekt verdient hat. Ganz ehrlich (und absolut nicht persönlich gemeint), bei deiner Beschreibung von deinem Hausmütterchen-Verhalten wird mir übel. Und ich kann mir vorstellen, dass ich selber an seiner Stelle auch zunehmend verbal-aggressiv reagiert hätte (und ich bin noch nicht mal ein Mann). So führt man doch keine romantische Beziehung.

OK, ich hätte dann nicht so komplett über die Stränge geschlagen wie er, sondern das Ganze relativ fix und sachlich beendet, dafür war der Kerl offensichtlich noch ne Weile zu bequem. Aber mit Liebe hatte das Ganze wahrscheinlich schon ab dem Zeitpunkt nix mehr zu tun, wo du ihm das erste Mal die Wohnung aufgeräumt hast. Immer schlimmer wurde es, weil er auf deinen Gefühlen rumtrampeln und sich wie ein trotziges Kleinkind verhalten konnte und du immer noch keine Grenze gezogen hast. Ja, du hast dich vielleicht beklagt oder vor ihm geweint oder irgendsowas, aber du bist nicht auf Abstand gegangen und hast ihm anscheinend weiter die Hosen gebügelt.
Und je mehr du in der Beziehung den Respekt vor dir selbst verloren hast, um so wütender wurde er darüber, dass du ihm nicht "erlaubst", Respekt vor dir zu haben, und um so mehr hat er diese Wut an dir ausgelassen. Und du dachtest, es wär ne gute Idee, dich immer  mehr für ihn zu verbiegen, damit er sieht, was du für ein toller Mensch bist, und dich endlich gut behandelt. Das Gegenteil wär richtig gewesen, für ihn und für dich. Du hättest deutlich früher deutlich mehr Grenzen setzen sollen. Dann wär das Ganze wahrscheinlich immer noch keine erfreuliche Beziehung geworden, weil ihr so oder so zu unterschiedlich seid, aber du hättest dich mit Würde verabschieden können.

Deutlich interessanter als sein Verhalten oder sein Charakter sollte es für dich sein, warum du dich so verhalten hast - denn dein Verhalten und deine inneren Einstellungen wirst du (im Gegensatz zu seinem) ja in deine kommenden Beziehungen mitnehmen.
Anscheinend bist du jemand, der "gebraucht werden / sich unentbehrlich machen" irgendwie mit Liebe verwechselt. Das kommt recht häufig bei Leuten (Frauen wie Männern) vor, die kein eigenes Selbstwertgefühl haben. Die bilden sich ein, sie wären nur dann liebenswert, wenn sie sich für andere den Popo aufreißen.
Bei der Einstellung musst du dich dann aber nicht wundern, wenn du an Männer gerätst, die nicht dich als Person lieben, sondern nur das, was du für sie tust. Und das ist doch nicht wirklich das, was du dir erträumst, oder?
Die Lösung dieses Problems hab ich schon erwähnt, sie lautet "Selbstwertgefühl". Wenn du eine gute Beziehung zu dir selbst aufbaust und dich selbst respektierst, dann können dich auch andere (z.B. Männer) respektieren.

lg
cefeu

Hallo an alle, die mir geantwortet haben, ich danke euch allen dafür

ich möchte kurz erklären, warum ich mich so benommen habe. Ich wollte einfach in diesem Anlauf versuchen einmal von Anfang an alles "richtig zu machen". Das heißt, ich wollte eine liebevolle Beziehung schaffen und mein eigenes "Ego", was ich in der Vergangeheit durchaus auch "gelebt" habe etwas mehr hinten anstellen bzw. ich habe auf eine Beziehung gehofft, die von Gegenseitigkeit und Liebe getragen ist. Dafür habe ich über vieles hinweggesehen und als ich immer wieder gegen die Wand gelaufen bin, habe ich nicht aufgeben wollen, da ich überzeugt war, dass ich doch "das richtige" mache. Er hat mir am Anfang auch oft gesagt, dass ich eine "tolle Frau" bin und hat mich auch wertgeschätzt, aber das alles ließ dann immer mehr nach und mündete dann wohl in Verachtung, so wie es hier auch schon geschrieben wurde. Wenn ich das alles lese, dann komme ich zu dem Schluss, dass man scheinbar mehr Respekt bekommt und mehr geliebt wird, wenn man egoistischer handelt und Lieblosigkeiten nicht erträgt oder aushält, sondern einfach mehr auf sich selbst bedacht ist. Das ist eine harte Erkenntnis, sofern dem wirklich so ist. Natürlich hätte ich Grenzen ziehen sollen, das ist mir eigentlich auch bewusst (insbesondere in bestimmten Situationen), aber ich hatte wohl gehofft, dass mein Langmut und meine Geduld ihn letztlich verändert, sprich, dass er merkt, was er eigentlich an mir hat und mich dafür auch wertschätzt und Dinge auch mal hinzulernt. Aber genau das Gegenteil ist scheinbar passiert, er hat jemanden gefunden, an dem er seine tiefe Unzufriedenheit auslassen kann, ohne zu sehen, dass ich ihn einfach glücklich sehen wollte. 
In der Vergangenheit habe ich es es oft erlebt, dass meine Beziehungen am Anfang harmonisch waren, aber dann aufgrund mangelnder "Pflege" der Beziehung oder auch dem eigenen "Ego" auseinanderbrachen. Ich dachte mir wohl, ok, diesmal versuchst du einen anderen Weg.

Hinzu kommt in diesem Fall aber vielleicht auch sein Charakter, der doch etwas "schwierig" ist. Er war oft cholerisch, pedantisch, wenn es z.B. um sein Auto ging und die Kommunikation in puncto Beziehung war auch oft sehr zäh. Einmal sagte er mir auch, dass er gar nicht "beziehungsfähig" sei, so wie seine Schwester (Langzeitsingle) es auch sei. "Das liege in der Familie". Andererseits warf er mir aber im selben Atemzug vor, dass ich ja eh kein Kind wolle, wobei ich ihm immer signalisierte, was es bei mir braucht um mich für ein Kind mit ihm zu entscheiden, nämlich Beständigkeit und Harmonie. Diese cholerischen Anfälle vor einem Kind hätte ich nie zugelassen! ich habe sie ja schon kaum ertragen und wenn ich ihn fragte, wie er sich das dann vorstelle mit einem Kind, was ja ggf. auch mal seine Autositze beschmieren könnte, dann gab es ein großes Schweigen.

Aber ich sehe mittlerweile auch klarer, ich bin an einen Menschen geraten, der keinen guten Charakter hat und eigentlich eher Mitleid verdient. Er ist nicht ohne Grund wie er ist und da wird es Dinge in seiner Vergangenheit geben, die dafür mitverantwortlich sind. Ich habe mich wohl einfach überschätzt und nun fällt es mir auf die Füße und es tut einfach weh...

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4. November 2020 um 13:44
In Antwort auf

Hallo an alle, die mir geantwortet haben, ich danke euch allen dafür

ich möchte kurz erklären, warum ich mich so benommen habe. Ich wollte einfach in diesem Anlauf versuchen einmal von Anfang an alles "richtig zu machen". Das heißt, ich wollte eine liebevolle Beziehung schaffen und mein eigenes "Ego", was ich in der Vergangeheit durchaus auch "gelebt" habe etwas mehr hinten anstellen bzw. ich habe auf eine Beziehung gehofft, die von Gegenseitigkeit und Liebe getragen ist. Dafür habe ich über vieles hinweggesehen und als ich immer wieder gegen die Wand gelaufen bin, habe ich nicht aufgeben wollen, da ich überzeugt war, dass ich doch "das richtige" mache. Er hat mir am Anfang auch oft gesagt, dass ich eine "tolle Frau" bin und hat mich auch wertgeschätzt, aber das alles ließ dann immer mehr nach und mündete dann wohl in Verachtung, so wie es hier auch schon geschrieben wurde. Wenn ich das alles lese, dann komme ich zu dem Schluss, dass man scheinbar mehr Respekt bekommt und mehr geliebt wird, wenn man egoistischer handelt und Lieblosigkeiten nicht erträgt oder aushält, sondern einfach mehr auf sich selbst bedacht ist. Das ist eine harte Erkenntnis, sofern dem wirklich so ist. Natürlich hätte ich Grenzen ziehen sollen, das ist mir eigentlich auch bewusst (insbesondere in bestimmten Situationen), aber ich hatte wohl gehofft, dass mein Langmut und meine Geduld ihn letztlich verändert, sprich, dass er merkt, was er eigentlich an mir hat und mich dafür auch wertschätzt und Dinge auch mal hinzulernt. Aber genau das Gegenteil ist scheinbar passiert, er hat jemanden gefunden, an dem er seine tiefe Unzufriedenheit auslassen kann, ohne zu sehen, dass ich ihn einfach glücklich sehen wollte. 
In der Vergangenheit habe ich es es oft erlebt, dass meine Beziehungen am Anfang harmonisch waren, aber dann aufgrund mangelnder "Pflege" der Beziehung oder auch dem eigenen "Ego" auseinanderbrachen. Ich dachte mir wohl, ok, diesmal versuchst du einen anderen Weg.

Hinzu kommt in diesem Fall aber vielleicht auch sein Charakter, der doch etwas "schwierig" ist. Er war oft cholerisch, pedantisch, wenn es z.B. um sein Auto ging und die Kommunikation in puncto Beziehung war auch oft sehr zäh. Einmal sagte er mir auch, dass er gar nicht "beziehungsfähig" sei, so wie seine Schwester (Langzeitsingle) es auch sei. "Das liege in der Familie". Andererseits warf er mir aber im selben Atemzug vor, dass ich ja eh kein Kind wolle, wobei ich ihm immer signalisierte, was es bei mir braucht um mich für ein Kind mit ihm zu entscheiden, nämlich Beständigkeit und Harmonie. Diese cholerischen Anfälle vor einem Kind hätte ich nie zugelassen! ich habe sie ja schon kaum ertragen und wenn ich ihn fragte, wie er sich das dann vorstelle mit einem Kind, was ja ggf. auch mal seine Autositze beschmieren könnte, dann gab es ein großes Schweigen.

Aber ich sehe mittlerweile auch klarer, ich bin an einen Menschen geraten, der keinen guten Charakter hat und eigentlich eher Mitleid verdient. Er ist nicht ohne Grund wie er ist und da wird es Dinge in seiner Vergangenheit geben, die dafür mitverantwortlich sind. Ich habe mich wohl einfach überschätzt und nun fällt es mir auf die Füße und es tut einfach weh...

Ich wollte noch hinzufügen, dass ich aber doch noch mehr Qualitäten habe, als Putzen und Kochen Ich bin eine 1er Studentin, habe viel im Kopf und er weiß das auch genau. Meine Noten sind jedenfalls deutlich besser als seine damals und er ahnt, dass ich seinen Job vermutlich genauso gut erledigen könnte, wie er es tut. Geistig sind wir in jedem Fall auf Augenhöhe gewesen, wobei, wie auch schon angedeutet wurde, ich aber mehr Kompetenzen im Sozialverhalten habe. 

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4. November 2020 um 13:47
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Ich wollte noch hinzufügen, dass ich aber doch noch mehr Qualitäten habe, als Putzen und Kochen Ich bin eine 1er Studentin, habe viel im Kopf und er weiß das auch genau. Meine Noten sind jedenfalls deutlich besser als seine damals und er ahnt, dass ich seinen Job vermutlich genauso gut erledigen könnte, wie er es tut. Geistig sind wir in jedem Fall auf Augenhöhe gewesen, wobei, wie auch schon angedeutet wurde, ich aber mehr Kompetenzen im Sozialverhalten habe. 

Aber das ist ja erst recht ein Grund für ihn dich mies zu behandeln. In dem er dich klein macht fühlt er sich besser.

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4. November 2020 um 14:01

"Wenn ich das alles lese, dann komme ich zu dem Schluss, dass man scheinbar mehr Respekt bekommt und mehr geliebt wird, wenn man egoistischer handelt und Lieblosigkeiten nicht erträgt oder aushält, sondern einfach mehr auf sich selbst bedacht ist."

Naja, es gibt da ja nen gesunden Mittelweg. Wenn du in der Vergangenheit zu egoistisch warst, dann warst du jetzt grad schon in der richtigen Richtung unterwegs und bist bloß ein paar km weit übers Ziel hinausgeschossen. Kompromissbereitschaft, Empathie und Verständnis sind auf jeden Fall gut für eine Beziehung, aber sie müssen beidseitig vorhanden sein, und auf keinen Fall gut ist das Zulassen jeglicher Lieb- und Respektlosigkeiten. Bei aller (vermeintlichen) Liebe darfst du den Respekt vor dir selbst niemals vergessen. Anders gesagt, du lebst den Leuten vor, wie sie dich behandeln dürfen, und sie machen das mit dir, was du zulässt. Den entsprechenden Charakter vorausgesetzt - aber interessanterweise zieht man auch immer wieder Partner*innen an, die den eigenen grundlegenden Einstellungen und Werten entsprechen - will sagen, wenn du selber deine Bedürfnisse nicht respektierst, dann datest du mit übermäßig häufiger Wahrscheinlichkeit Männer, die deine Bedürfnisse auch nicht respektieren.

Es beruhigt mich auf jeden Fall zu lesen, dass du das mit dem Putzen und Bügeln nicht in jeder Beziehung so machst.


"ich habe auf eine Beziehung gehofft, die von Gegenseitigkeit und Liebe getragen ist. Dafür habe ich über vieles hinweggesehen"

Grade wenn du eine liebevolle Beziehung willst, ist es genau der falsche Ansatz, über Lieblosigkeit hinwegzusehen. Anstatt blind zu investieren, nimm die Realität (z.B. den (Alltags-)Charakter deines Partners) zur Kenntnis. Der Charakter verändert sich nämlich nicht plötzlich. Und was auf gar keinen Fall funktioniert, ist dieser Gedanke "Wenn ich mich selbst nur klein genug mache, kommt irgendwann der Kipp-Punkt, an dem er merkt, wie toll ich bin, und dann wird er mich wertschätzen".

lg
cefeu

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4. November 2020 um 14:38

Das wichtige ist das Gleichgewicht aus Eigen- und Fremdliebe. Nur wenn Du Dich selbst liebst, kannst Du auch eine andere Person lieben.
Egoismus klingt in Deiner Antwort negativ,  das muss es aber nicht sein. Es gibt bei jedem individuelle Schmerzgrenzen und Schwerpunkte. Wenn Du diese konsequent befolgst, also jemand nicht durchgehen läßt dass er Dich blossstellt, anbrüllt oder respektlos behandelt dann trennt sich die Spreu vom Weizen.
Daneben bedeutet Beziehung ja Kompromissfähigkeit, die kommt aber erst nach der Verliebtheitsphase ins Spiel. Die bedeutet aber auch, dass beide geben und nehmen

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4. November 2020 um 14:42
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"Wenn ich das alles lese, dann komme ich zu dem Schluss, dass man scheinbar mehr Respekt bekommt und mehr geliebt wird, wenn man egoistischer handelt und Lieblosigkeiten nicht erträgt oder aushält, sondern einfach mehr auf sich selbst bedacht ist."

Naja, es gibt da ja nen gesunden Mittelweg. Wenn du in der Vergangenheit zu egoistisch warst, dann warst du jetzt grad schon in der richtigen Richtung unterwegs und bist bloß ein paar km weit übers Ziel hinausgeschossen. Kompromissbereitschaft, Empathie und Verständnis sind auf jeden Fall gut für eine Beziehung, aber sie müssen beidseitig vorhanden sein, und auf keinen Fall gut ist das Zulassen jeglicher Lieb- und Respektlosigkeiten. Bei aller (vermeintlichen) Liebe darfst du den Respekt vor dir selbst niemals vergessen. Anders gesagt, du lebst den Leuten vor, wie sie dich behandeln dürfen, und sie machen das mit dir, was du zulässt. Den entsprechenden Charakter vorausgesetzt - aber interessanterweise zieht man auch immer wieder Partner*innen an, die den eigenen grundlegenden Einstellungen und Werten entsprechen - will sagen, wenn du selber deine Bedürfnisse nicht respektierst, dann datest du mit übermäßig häufiger Wahrscheinlichkeit Männer, die deine Bedürfnisse auch nicht respektieren.

Es beruhigt mich auf jeden Fall zu lesen, dass du das mit dem Putzen und Bügeln nicht in jeder Beziehung so machst.


"ich habe auf eine Beziehung gehofft, die von Gegenseitigkeit und Liebe getragen ist. Dafür habe ich über vieles hinweggesehen"

Grade wenn du eine liebevolle Beziehung willst, ist es genau der falsche Ansatz, über Lieblosigkeit hinwegzusehen. Anstatt blind zu investieren, nimm die Realität (z.B. den (Alltags-)Charakter deines Partners) zur Kenntnis. Der Charakter verändert sich nämlich nicht plötzlich. Und was auf gar keinen Fall funktioniert, ist dieser Gedanke "Wenn ich mich selbst nur klein genug mache, kommt irgendwann der Kipp-Punkt, an dem er merkt, wie toll ich bin, und dann wird er mich wertschätzen".

lg
cefeu

Danke cefeu1,

du hast es gut auf den Punkt gebracht. Es ist der "gesunde Mittelweg" und den zu finden, das wird meine "Baustelle" sein.

Ich habe "blind investiert" und das war falsch. Und jetzt tut es mir auch so weh, gerade weil ich so viel investiert habe.

Und wenn kein "beidseitiges Interesse" da ist funktioniert einfach nichts, egal was ich mache.

Und ich werde über Lieblosigkeit auch nicht mehr "hinwegsehen". Als er damals seine Mutter so sehr vor mir beleidigt/ angegriffen hat, da habe ich daneben gestanden und nur beschämt geguckt. Ich wollte mich nicht wieder mit ihm streiten und habe sie nicht verteidigt oder ihm klar gesagt, wie eklig ich das finde. Das liegt mir heute noch manchmal schwer im Magen.

Ich werde das alles nochmal grundlegend überdenken und mich in der nächsten Zeit um mich selbst kümmern und mir vor allem etwas gutes tun.

Danke, dass ich hier mit euch sprechen konnte, lieben Dank an alle
 

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5. November 2020 um 16:23
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Hallo liebes Forum,
(ich versuche das Unwichtige vom Wichtigen zu trennen)
ich (35 Studentin Lehramt) habe vor 2 Jahren einen Mann (Beamter 43) kennengelernt, der mir am Anfang signalisiert hat, dass er mich attraktiv und spannend findet und mich weiter kennenlernen möchte. Am Anfang der Beziehung lief alles weitestgehend harmonisch ab. Er war galant und bemühte sich um mich. Schnell schlich sich aber eine gewisse Routine ein. ich spielte vermehrt die Rolle der Hausfrau, wenn wir uns abends trafen und versuchte einfach es ihm schön zu machen (Kochen, Aufräumen, Hose bügeln etc.), was er auch gerne annahm. Natürlich gingen wir auch mal aus (Essen, Spazieren etc.), aber es spielte sich doch ein gewissen Muster ein, wahrscheinlich auch durch mein Naturell es ihm stets recht zu machen. Ich plante oft meine Zeit ganz nach ihm, besuchte seine Mutter mit ihm zusammen und wann immer es sich anbot war ich da. Für mich war das einfach selbstverständlich. Über die Zeit lief es i.d.R. so ab, dass er mich nach der Arbeit abholte, wir zu ihm fuhren, er seinen Pyjama anzog und mir das Abendprogramm (Kochen, Abräumen, seine Füße nach dem Duschen pflegen/eincremen ) etc.) überließ und mir oft signalisierte, dass er müde von der Arbeit sei. Ich legte mich dann zu ihm auf die Couch und wenn ich Glück hatte, bekam ich einen Kuss auf die Stirn. Wenn wir mal draußen waren oder im Urlaub, nutze er nie die Gelegenhiet um mir mal seine "Gefühle" zu gestehen, mir zu sagen, dass er mich liebt etc. Ich dachte immer, dass er nicht der Typ dafür sei, ws in gewisser Weise auch stimmt (rational, etwas kühl, immer überlegt..), aber das verletzte mich unbewusst oft sehr. Wir haben uns dann auch vermehrt in die Wolle bekommen, weil ich gewisse Dinge (Werte, Einstellungen) etwas anders sehe als er und er generell einfach auch schnell hochkocht, was ich nicht aushalten konnte und dann stets gegangen bin. Kam es zum Streit war es in der Regel ich, die immer wieder auf ihn zukam. Wahrscheinlich hat er sich dann auch daran gewöhnt, dass ich immer wieder den ersten Schritt gemacht habe oder er hat dadurch den Respekt vor mir verloren? Was natürlich menschlich auch etwas fragwürdig ist...3 Beispiele, damit ihr versteht was mich z.B, wütend gemacht hat. Ich räume den Geschirrspüler angeblich falsch ein und er steht deshalb motzend vor der Maschine und räumt neu ein. Wir fahren im Winter in den Urlaub und mein Reißverschluss des Mantels geht kaputt, woraufhin er genervt und hektisch an meiner Jacke zerrt und laut rummault, mitten auf der Straße. Wir fahren zu seiner Mutter und er sagt zu ihr in meinem Beisein, dass sie "sich nicht gewaschen hätte und stinke" (eins meiner schlimmsten Erlebnisse). Generell wirkte er über die Zeit immer cholerischer, als ob ein tiefer Frust in ihm schlummert und ich bekam das Gefühl nicht erwünscht zu sein, was ich natürlich verdrängte, weil ich es nicht glauben wollte. Ich liebte ihn sehr, einfach weil es auch schöne Momente gab, aber das Negative nahm immer mehr Überhand. Oft redete ich mit ihm über diese Dinge, doch er blockte auch oft ab, tat Dinge als unwichtig ab etc. Er hatte von Beginn an einen Kinderwunsch, den er mir auch mitteilte und ich habe ihm eigentlich stets signalisert, dass ich es mir prinzipiell vorstellen könne, allerdings immer unter der Prämisse, dass die Beziehung stabil wird und v.a. bleibt. Er redete dann zuletzt kaum noch über den Kinderwunsch und versuchte auch nie wirklich mich davon zu überzeugen, dass er "beständig" sein wird und auch diese Wutanfälle (verbal) in den Griff bekommt. Jetzt hat er mir nach einem weiteren Streit, wobei es wieder nur um belangloses Zeug ging und ich aber die Wohnung verließ, weil ich seine Wut und Art dann nicht ertragen kann, eröffnet, dass es mit uns doch "nie gepasst" habe und er reagiert auch auf keine meiner Nachrichten mehr. Ich weiss nicht welche Infos noch wichtig sind, um die Sachlage hier einschätzen zu können. Ich habe und mache mir natürlich selbst ständig Gedanken, wollte aber gerne einmal eine neutrale Sicht auf die Dinge bekommen. Vielleicht ist hier jemand, der meinen Freund "versteht", mir erklärt was in ihm vorgeht... Ich würde mich sehr freuen. Es tut mir sehr weh, weil ich ihn einfach so sehr geliebt habe. Noch zu mir. Ich bin Studentin, attraktiv (ohne eingebildet erscheinen zu wollen) und auch in 1,5 Jahren fertig mit dem Studium. Vielleicht wollte er nicht mehr warten mit dem Kind? Aber eine neue Freundin wird doch ebenso Ansprüche und Erwartungen haben und er muss jetzt auch nochmal neu beginnen?  Mit wem war ich hier zusammen ;( ?

Hallo Hannah,

Es hat von Anfang an nicht gepasst bei euch, Galanterie hin oder her. Du solltest mit deinem nächsten Partner ganz klar deine Wünsche und Vorstellungen kommunizieren und da gehört das Kinderkriegen gehört auf jeden Fall auch dazu.

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5. November 2020 um 17:50
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Hallo liebes Forum,
(ich versuche das Unwichtige vom Wichtigen zu trennen)
ich (35 Studentin Lehramt) habe vor 2 Jahren einen Mann (Beamter 43) kennengelernt, der mir am Anfang signalisiert hat, dass er mich attraktiv und spannend findet und mich weiter kennenlernen möchte. Am Anfang der Beziehung lief alles weitestgehend harmonisch ab. Er war galant und bemühte sich um mich. Schnell schlich sich aber eine gewisse Routine ein. ich spielte vermehrt die Rolle der Hausfrau, wenn wir uns abends trafen und versuchte einfach es ihm schön zu machen (Kochen, Aufräumen, Hose bügeln etc.), was er auch gerne annahm. Natürlich gingen wir auch mal aus (Essen, Spazieren etc.), aber es spielte sich doch ein gewissen Muster ein, wahrscheinlich auch durch mein Naturell es ihm stets recht zu machen. Ich plante oft meine Zeit ganz nach ihm, besuchte seine Mutter mit ihm zusammen und wann immer es sich anbot war ich da. Für mich war das einfach selbstverständlich. Über die Zeit lief es i.d.R. so ab, dass er mich nach der Arbeit abholte, wir zu ihm fuhren, er seinen Pyjama anzog und mir das Abendprogramm (Kochen, Abräumen, seine Füße nach dem Duschen pflegen/eincremen ) etc.) überließ und mir oft signalisierte, dass er müde von der Arbeit sei. Ich legte mich dann zu ihm auf die Couch und wenn ich Glück hatte, bekam ich einen Kuss auf die Stirn. Wenn wir mal draußen waren oder im Urlaub, nutze er nie die Gelegenhiet um mir mal seine "Gefühle" zu gestehen, mir zu sagen, dass er mich liebt etc. Ich dachte immer, dass er nicht der Typ dafür sei, ws in gewisser Weise auch stimmt (rational, etwas kühl, immer überlegt..), aber das verletzte mich unbewusst oft sehr. Wir haben uns dann auch vermehrt in die Wolle bekommen, weil ich gewisse Dinge (Werte, Einstellungen) etwas anders sehe als er und er generell einfach auch schnell hochkocht, was ich nicht aushalten konnte und dann stets gegangen bin. Kam es zum Streit war es in der Regel ich, die immer wieder auf ihn zukam. Wahrscheinlich hat er sich dann auch daran gewöhnt, dass ich immer wieder den ersten Schritt gemacht habe oder er hat dadurch den Respekt vor mir verloren? Was natürlich menschlich auch etwas fragwürdig ist...3 Beispiele, damit ihr versteht was mich z.B, wütend gemacht hat. Ich räume den Geschirrspüler angeblich falsch ein und er steht deshalb motzend vor der Maschine und räumt neu ein. Wir fahren im Winter in den Urlaub und mein Reißverschluss des Mantels geht kaputt, woraufhin er genervt und hektisch an meiner Jacke zerrt und laut rummault, mitten auf der Straße. Wir fahren zu seiner Mutter und er sagt zu ihr in meinem Beisein, dass sie "sich nicht gewaschen hätte und stinke" (eins meiner schlimmsten Erlebnisse). Generell wirkte er über die Zeit immer cholerischer, als ob ein tiefer Frust in ihm schlummert und ich bekam das Gefühl nicht erwünscht zu sein, was ich natürlich verdrängte, weil ich es nicht glauben wollte. Ich liebte ihn sehr, einfach weil es auch schöne Momente gab, aber das Negative nahm immer mehr Überhand. Oft redete ich mit ihm über diese Dinge, doch er blockte auch oft ab, tat Dinge als unwichtig ab etc. Er hatte von Beginn an einen Kinderwunsch, den er mir auch mitteilte und ich habe ihm eigentlich stets signalisert, dass ich es mir prinzipiell vorstellen könne, allerdings immer unter der Prämisse, dass die Beziehung stabil wird und v.a. bleibt. Er redete dann zuletzt kaum noch über den Kinderwunsch und versuchte auch nie wirklich mich davon zu überzeugen, dass er "beständig" sein wird und auch diese Wutanfälle (verbal) in den Griff bekommt. Jetzt hat er mir nach einem weiteren Streit, wobei es wieder nur um belangloses Zeug ging und ich aber die Wohnung verließ, weil ich seine Wut und Art dann nicht ertragen kann, eröffnet, dass es mit uns doch "nie gepasst" habe und er reagiert auch auf keine meiner Nachrichten mehr. Ich weiss nicht welche Infos noch wichtig sind, um die Sachlage hier einschätzen zu können. Ich habe und mache mir natürlich selbst ständig Gedanken, wollte aber gerne einmal eine neutrale Sicht auf die Dinge bekommen. Vielleicht ist hier jemand, der meinen Freund "versteht", mir erklärt was in ihm vorgeht... Ich würde mich sehr freuen. Es tut mir sehr weh, weil ich ihn einfach so sehr geliebt habe. Noch zu mir. Ich bin Studentin, attraktiv (ohne eingebildet erscheinen zu wollen) und auch in 1,5 Jahren fertig mit dem Studium. Vielleicht wollte er nicht mehr warten mit dem Kind? Aber eine neue Freundin wird doch ebenso Ansprüche und Erwartungen haben und er muss jetzt auch nochmal neu beginnen?  Mit wem war ich hier zusammen ;( ?

"wahrscheinlich auch durch mein Naturell es ihm stets recht zu machen. "

Ich denke da liegt der Fehler, du hast ihn wie einen Pascha bedient, bist bei Streit sofort wieder angekommen - Wozu soll er sich da noch bemühen? Du hast stumpf gesagt angefangen ihn zu langweilen und den Status von "Mutti" erreicht, die halt zuhause putzt und ansonsten absolut unsexy ist.

Die aufregenden Frauen sind die, die ihre eigenen Wünsche haben, unabhängig sind, nicht sofort einknicken und dessen man sich nicht zu 100% sicher sein kann wenn man sich gehen lässt wie er.

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5. November 2020 um 18:41

Hmm ich muss ja sagen ich weiß nicht ob du mit einem anderen Verhalten eine bessere Beziehung mit diesem Mann bekommen hättest... 
Was hier alle anderen zu deinem Anteil schreiben finde ich absolut sinnig, du solltest in der nächsten Beziehung besser aufpassen, dass ein Gleichgewicht aus Geben und Nehmen besteht und sich beide Seiten gut fühlen.. 

Aber bei diesem Mann... er spricht so anmaßend mit seiner Mutter? Und wie hat die Mutter reagiert...?? Fakt ist die Beziehung zur Mutter ist die erste Beziehung zu einer Frau die dein Mann kennengelernt hat.. wie sein Vater mit ihr umgegangen ist und wie sie sich von ihrem Sohn behandeln lassen hat ist dabei sehr entscheidend...
Offenbar scheint er es ja völlig okay zu finden sie so anzugehen und offenbar hat sie nichts dazu gesagt.. sonst würdest du dir nicht denken du hättest sie verteidigen müssen. Wäre mein Sohn auf die Idee gekommen so mit mir umzugehen hätte er ein andermal wiederkommen können.. ganz einfach. Selbst wenn es gestimmt hat gibt es tausend andere Wege jemanden weniger brüskierend darauf anzusprechen.. wenn es denn nötig ist. 

Alles in allem glaube ich ist dieser Mann generell gewohnt sich alles erlauben zu können ohne sich selbst zu bemühen .. (wenn du Glück hattest hast du einen Stirnkuss gekriegt???).. sei froh, dass er dich nicht mehr wollte.. und achte das nächste Mal mehr auf deinen Selbstwert... Wenn du schon so lieb bist und kochst und ihm die Füße eincremst.. sollte er wenigstens danke sagen und das nächste Mal vllt deine Füße massieren... oder im Anschluss.. 

Alles Liebe dir! 

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5. November 2020 um 21:35
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Hallo liebes Forum,
(ich versuche das Unwichtige vom Wichtigen zu trennen)
ich (35 Studentin Lehramt) habe vor 2 Jahren einen Mann (Beamter 43) kennengelernt, der mir am Anfang signalisiert hat, dass er mich attraktiv und spannend findet und mich weiter kennenlernen möchte. Am Anfang der Beziehung lief alles weitestgehend harmonisch ab. Er war galant und bemühte sich um mich. Schnell schlich sich aber eine gewisse Routine ein. ich spielte vermehrt die Rolle der Hausfrau, wenn wir uns abends trafen und versuchte einfach es ihm schön zu machen (Kochen, Aufräumen, Hose bügeln etc.), was er auch gerne annahm. Natürlich gingen wir auch mal aus (Essen, Spazieren etc.), aber es spielte sich doch ein gewissen Muster ein, wahrscheinlich auch durch mein Naturell es ihm stets recht zu machen. Ich plante oft meine Zeit ganz nach ihm, besuchte seine Mutter mit ihm zusammen und wann immer es sich anbot war ich da. Für mich war das einfach selbstverständlich. Über die Zeit lief es i.d.R. so ab, dass er mich nach der Arbeit abholte, wir zu ihm fuhren, er seinen Pyjama anzog und mir das Abendprogramm (Kochen, Abräumen, seine Füße nach dem Duschen pflegen/eincremen ) etc.) überließ und mir oft signalisierte, dass er müde von der Arbeit sei. Ich legte mich dann zu ihm auf die Couch und wenn ich Glück hatte, bekam ich einen Kuss auf die Stirn. Wenn wir mal draußen waren oder im Urlaub, nutze er nie die Gelegenhiet um mir mal seine "Gefühle" zu gestehen, mir zu sagen, dass er mich liebt etc. Ich dachte immer, dass er nicht der Typ dafür sei, ws in gewisser Weise auch stimmt (rational, etwas kühl, immer überlegt..), aber das verletzte mich unbewusst oft sehr. Wir haben uns dann auch vermehrt in die Wolle bekommen, weil ich gewisse Dinge (Werte, Einstellungen) etwas anders sehe als er und er generell einfach auch schnell hochkocht, was ich nicht aushalten konnte und dann stets gegangen bin. Kam es zum Streit war es in der Regel ich, die immer wieder auf ihn zukam. Wahrscheinlich hat er sich dann auch daran gewöhnt, dass ich immer wieder den ersten Schritt gemacht habe oder er hat dadurch den Respekt vor mir verloren? Was natürlich menschlich auch etwas fragwürdig ist...3 Beispiele, damit ihr versteht was mich z.B, wütend gemacht hat. Ich räume den Geschirrspüler angeblich falsch ein und er steht deshalb motzend vor der Maschine und räumt neu ein. Wir fahren im Winter in den Urlaub und mein Reißverschluss des Mantels geht kaputt, woraufhin er genervt und hektisch an meiner Jacke zerrt und laut rummault, mitten auf der Straße. Wir fahren zu seiner Mutter und er sagt zu ihr in meinem Beisein, dass sie "sich nicht gewaschen hätte und stinke" (eins meiner schlimmsten Erlebnisse). Generell wirkte er über die Zeit immer cholerischer, als ob ein tiefer Frust in ihm schlummert und ich bekam das Gefühl nicht erwünscht zu sein, was ich natürlich verdrängte, weil ich es nicht glauben wollte. Ich liebte ihn sehr, einfach weil es auch schöne Momente gab, aber das Negative nahm immer mehr Überhand. Oft redete ich mit ihm über diese Dinge, doch er blockte auch oft ab, tat Dinge als unwichtig ab etc. Er hatte von Beginn an einen Kinderwunsch, den er mir auch mitteilte und ich habe ihm eigentlich stets signalisert, dass ich es mir prinzipiell vorstellen könne, allerdings immer unter der Prämisse, dass die Beziehung stabil wird und v.a. bleibt. Er redete dann zuletzt kaum noch über den Kinderwunsch und versuchte auch nie wirklich mich davon zu überzeugen, dass er "beständig" sein wird und auch diese Wutanfälle (verbal) in den Griff bekommt. Jetzt hat er mir nach einem weiteren Streit, wobei es wieder nur um belangloses Zeug ging und ich aber die Wohnung verließ, weil ich seine Wut und Art dann nicht ertragen kann, eröffnet, dass es mit uns doch "nie gepasst" habe und er reagiert auch auf keine meiner Nachrichten mehr. Ich weiss nicht welche Infos noch wichtig sind, um die Sachlage hier einschätzen zu können. Ich habe und mache mir natürlich selbst ständig Gedanken, wollte aber gerne einmal eine neutrale Sicht auf die Dinge bekommen. Vielleicht ist hier jemand, der meinen Freund "versteht", mir erklärt was in ihm vorgeht... Ich würde mich sehr freuen. Es tut mir sehr weh, weil ich ihn einfach so sehr geliebt habe. Noch zu mir. Ich bin Studentin, attraktiv (ohne eingebildet erscheinen zu wollen) und auch in 1,5 Jahren fertig mit dem Studium. Vielleicht wollte er nicht mehr warten mit dem Kind? Aber eine neue Freundin wird doch ebenso Ansprüche und Erwartungen haben und er muss jetzt auch nochmal neu beginnen?  Mit wem war ich hier zusammen ;( ?

Es ist als ob du von meinem Ex Narz spricht.. ich habe mich weitgehend mit diesem Thema Narzissmus beschäftigt.

Und kann dir nur sagen.. es Hört sich sehr dannach an..

Mein Ex war auch so einer immer nur ich ich ich....Haupsache die welt dreht sich um ihn und das Univereum besteht nur aus ihm...ER ER ER..er it ja so arm..mimimimi Hat immer gejammert, hat mir immer gesagt was ich alles falsch mache, 

Usw usw
 

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5. November 2020 um 22:56
In Antwort auf

Hmm ich muss ja sagen ich weiß nicht ob du mit einem anderen Verhalten eine bessere Beziehung mit diesem Mann bekommen hättest... 
Was hier alle anderen zu deinem Anteil schreiben finde ich absolut sinnig, du solltest in der nächsten Beziehung besser aufpassen, dass ein Gleichgewicht aus Geben und Nehmen besteht und sich beide Seiten gut fühlen.. 

Aber bei diesem Mann... er spricht so anmaßend mit seiner Mutter? Und wie hat die Mutter reagiert...?? Fakt ist die Beziehung zur Mutter ist die erste Beziehung zu einer Frau die dein Mann kennengelernt hat.. wie sein Vater mit ihr umgegangen ist und wie sie sich von ihrem Sohn behandeln lassen hat ist dabei sehr entscheidend...
Offenbar scheint er es ja völlig okay zu finden sie so anzugehen und offenbar hat sie nichts dazu gesagt.. sonst würdest du dir nicht denken du hättest sie verteidigen müssen. Wäre mein Sohn auf die Idee gekommen so mit mir umzugehen hätte er ein andermal wiederkommen können.. ganz einfach. Selbst wenn es gestimmt hat gibt es tausend andere Wege jemanden weniger brüskierend darauf anzusprechen.. wenn es denn nötig ist. 

Alles in allem glaube ich ist dieser Mann generell gewohnt sich alles erlauben zu können ohne sich selbst zu bemühen .. (wenn du Glück hattest hast du einen Stirnkuss gekriegt???).. sei froh, dass er dich nicht mehr wollte.. und achte das nächste Mal mehr auf deinen Selbstwert... Wenn du schon so lieb bist und kochst und ihm die Füße eincremst.. sollte er wenigstens danke sagen und das nächste Mal vllt deine Füße massieren... oder im Anschluss.. 

Alles Liebe dir! 

Was du da ansprichst ist ein ganz interessanter Aspekt. Wenn ich intensiv nochmal darüber nachdenke, dann ist es zwar richtig, dass ich mich sehr stark bemüht habe es ihm recht zu machen, andererseits frage ich mich auch, ob er es wirklich so 'attraktiv' gefunden hätte, wenn ich öfter deutlicher geworden wäre und mich entzogen hätte. Die Frage ust, ob es dann nicht schon viel früher auseinander gegangen wäre. Ein interessanter Ansatz, ich denke darüber nach. Auch die Sache mit seiner Mutter macht Sinn. Sie selbst hat 4 Kinder, die sich alle mehr oder weniger immer mal wieder 'Ausrutscher' ihr gegenüber erlauben, wobei mein Ex noch am kräftigsten zuschlägt. Sein Vater war wohl cholerisch, ist aber schon verstorben. Ja, vielleicht kommt er nach seinem Vater oder ist dadurch geprägt. Seine Mama geht schon am Rollator und ist einfach nur dankbar wenn sie ihre Kinder und Enkel sieht. Sie 'wehrt' sich nicht mehr und sagt dast immer nur Ja und Amen und beschwichtigt. Naja, so wie ich es eben tat..

Langsam wird es ja tiefenpsychologisch  

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