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2 Frauen: Emotionale Achterbahn

16. Februar um 0:45

Hallo zusammen,
 
danke fuer das Forum und die Hilfe hier. Dass mir das, was ich jetzt schreibe, ueberhaupt jemals passieren wuerde, haette ich vor einem Jahr nie fuer moeglich gehalten und dass ich jetzt hier sitze und Rat suche, noch weniger. Vielen Dank schon mal, fuer jeden der einen Rat hat. Ich weiss, dass das Thema 1000mal hier schon diskutiert wurde.

Ausgangslage: Anfang 2018. Ich, lange (12 Jahre) Beziehung, beide Mitte 30, keine Kinder, beruflich sehr eingespannt und auch erfolgreich. Wirtschaftliche Ueberlegungen koennen wir hier aussen vor lassen. Beziehung immer sehr intensiv gewesen, gluecklich, ergaenzen uns gut, haben Spass, lachen viel, gemeinsame Interessen, Sex allerdings kaum die letzten Jahre. Freundin wuenscht sich (aus meiner Sicht ploetzlich und ueberraschend) Kinder. Kinderwunsch sorgt fuer viel Streit, sie sagt auch mal, wir sind so eigentlich nicht mehr zusammen (wochen, monatsweise), raufen uns dann aber doch wieder zusammen (On/off).
 
Was ist passiert? Da ich beruflich sehr viel unterwegs bin (kein Aussendienst), meist anderes Buero in Europa, bin ich waehrend der Woche praktisch nie zu Hause. Dort treffe ich eine Kollegin, nicht neu, aber hat die Landesgesellschaft gewechselt. 5 Jahre juenger als ich (also Alter eigentlich kein Faktor) und irgendetwas passiert von Tag 1 an. Ich will Sie und irgendwie ist mein Jagdinstinkt geweckt, ohne dass ich jemals verstanden habe warum. Sie ist optisch kaum mein Typ, ich auch nicht Ihrer und meine langjaehrige Beziehung sieht objektiv besser aus. Intelligent und abgesehen davon attraktiv sind beide.
 
Wir reisen beruflich gemeinsam regelmaessig ueber das ganze letzte Jahr. Also nicht nur wir beide, sie ist Teil meines erweiterten Teams (ich allerdings nicht ihr Chef), gehen viel aus waehrend der Wochen (auch keine Dates, sondern viel Spass als Team). Ich will Sie, sie zuerst nicht, ist besorgt wegen dem Arbeitsverhaeltnis und dass ich in einer Beziehung bin. Ich bin fasziniert von Ihr. Sie ist aus Paris, ich aus der Kleinstadt. Sie von mir und meiner Karriere. Irgendwann im Sommer letzten Jahres dann, als in meiner Beziehung gerade wieder eine "Off" ist, passiert es dann doch. Sex grossartig, alles geht super schnell, "Soulmates", viele Emotionen etc.  Sie warnt mich, sagt, dass es nicht gutgehen wird, reagiert sehr rational, weist mich zurueck, was mich noch mehr anspornt und irgendwann passiert es dann doch, da sie natuerlich auch von mir fasziniert ist, da Sie lt eigener Aussage noch nie so viel von jmd beruflich gelernt hat, meiner Karriere, dass ich smart bin etc etc. Ich schwoere mir: "Don't make them fall in love, if you cannot love them" und trotzem gehe ich "all in".
 
Fuer 2-3 Monate haben wir nur Spass, gehen aus, reisen, ich besuche Sie in Paris, wo sie wohnt und was mich an ihr fasziniert, da sie so etwas non-chalant cooles hat. In der Zwischenzeit bessert es sich allerdings mit meiner langjaehrigen Beziehung wieder. Das weiss Sie bis heute nicht, sondern denkt, dass ich single bin.
 
Es fliegt nie irgendwas auf und ich wundere mich selbst, warum nicht. Manchmal wuensche ich mir, es wuerde alles auffliegen, dann waere wenigstens Ende. Schlechtes Gewissen hatte ich dabei auch nie, keiner von beiden gegenueber, obwohl ich meine langjaehrige Beziehung vorher nie betrogen habe, niemals auch nur eine andere Frau gekuesst habe.
 
Irgendwann im Spaetherbst letzten Jahres will die Neue mehr und ich ziehe zurueck. Sie ist verletzt, es ist Sendepause, wir sehen uns ein paar Wochen nicht, ich gehe mit "der alten" in Urlaub. Zuerueck im Buero und es geht wieder los. So geht das jetzt seit 3 Monaten, wir drehen uns im Kreis. Nun ist mir selbst klar, dass Beziehungen, bei denen alles in Zeitraffer passiert, seltenst langfristig gutgehen und die emotionalen Dissonanzen heftiger ausfallen, so dass eine friedliche Koexistenz auch kaum moeglich sein wird. Sie macht mir Vorwuerfe, ich wuerde Sie verletzen mit meinem Zoegern.
 
Andererseits sitze ich jetzt hier zu Hause bei meiner langjaehrigen Beziehung und es ist alles wie immer. Wir verstehen uns gut, das Kinderthema ist immer noch da und doch auch nicht (das Thema wuerde bei der Neuen auch kommen, da auch sie Kinder will, ich haette nur mehr Zeit), allerdings ist Leidenschaft und Naehe auch anders. Wir leben friedlich und entspannt nebeneinander her. Wenn ich hier bin, vermisse ich die Neue und wenn ich mit der neuen unterwegs bin, vermisse ich "zu Hause".
 
Fragen? Ich bin gebildet und dachte immer auch selbstreflektiert. Die Fragen, die ich mir stelle: Was haelt mich bei meiner Beziehung und was vermisse ich, dass ich mich jemals darauf eingelassen habe? Warum kann ich die Finger nicht von der neuen lassen, mich aber auch nicht "committen" und die "Alte" verlassen? Liebe ich "die Alte" noch und was ist es, das ich fuer "die Neue" empfinde? Liebe? Gleiche ich ein "Beziehungsdefizit" oder ein "persoenliches Defizit" aus und wenn ja, welches? Warum habe ich kein schlechtes Gewissen (ich bin nun wahrlich kein Player)? Wie komme ich zu einer Entscheidung, einem Ende, ohne dabei 3 Personen ungluecklich zu machen?
 
Vielen Dank fuer jeden, der sich bis hierher die Muehe gemacht hat, bis hierher zu lesen. Fuer jeden Rat, jede Kritik (die moralischen Aspekte des ganzen sind mir selbst klar), jeden Denkanstoss bin ich sehr dankbar. 
 

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16. Februar um 1:01

"Wenn ich hier bin, vermisse ich die Neue und wenn ich mit der neuen unterwegs bin, vermisse ich "zu Hause". 

selten so gelacht! ..also bist ständig unzufrieden? 


Einen selbstreflektierten Eindruck scheinst du nicht zu machen.. Geh in dich und arbeite mal an dir.

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16. Februar um 1:43

Vlt bist du nicht dumm aber ein Ego-schwein durch und durch. 

Sei doch ehrlich zu deiner "Alten" du willst keine Kinder. Und sei ehrlich zu der "Neuen" du willst keine Kinder. 

Und zack! 2 Probleme weniger ohne die "ich habe eine Andere - Karte" gespielt haben zu müssen, um nicht ganz so arschig dazustehen. Aber wäre ja langweilig und nicht abwechslungsreich genug, ne?

Du schreibst du seiest intelligent, dann weißt du ja was du tun solltest, um deinem Gewissen reinheit zu verschaffen.

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16. Februar um 1:55
In Antwort auf ayarelne

Vlt bist du nicht dumm aber ein Ego-schwein durch und durch. 

Sei doch ehrlich zu deiner "Alten" du willst keine Kinder. Und sei ehrlich zu der "Neuen" du willst keine Kinder. 

Und zack! 2 Probleme weniger ohne die "ich habe eine Andere - Karte" gespielt haben zu müssen, um nicht ganz so arschig dazustehen. Aber wäre ja langweilig und nicht abwechslungsreich genug, ne?

Du schreibst du seiest intelligent, dann weißt du ja was du tun solltest, um deinem Gewissen reinheit zu verschaffen.

Ich glaube er denkt nicht mal daran, dass sich die Alte wohl sorgen macht wegen ihrem dem Alter und dem unerfüllten Kinderwunsch..


Neeeee, er sucht sich ne andere, bei der der Kinderwunsch noch nicht so präsent ist.. Schiebt das Problem unreflektiert mal ein bisschen vorne weg... 


Gut, wer von sich selbst bemerken muss, er sei gebildet, wirft bei mir eh Fragezeichen auf.. 


@TE
was sind denn die Resultate deiner Selbstreflexion. 
Warum scheisst du so auf Beziehungsvereinbarungen und vögelst gewissenlos eine andere und spielst ihr noch den tollen Macker vor?

und sagst schon wieder, dass du auch irgendwann mal Kinder möchtest?

Hmmmm, vielleicht ist dieses leere Versprechen, aber auch nur ein Grund um bei so nem Taugenichts zu bleiben.. 

Ist das deine Masche Frauen an dich zu binden??


Komm, reflektier dich mal selbst, bin gespannt zu welchen Antworten du kommst.. 





 

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16. Februar um 1:59
In Antwort auf user283934

Hallo zusammen,
 
danke fuer das Forum und die Hilfe hier. Dass mir das, was ich jetzt schreibe, ueberhaupt jemals passieren wuerde, haette ich vor einem Jahr nie fuer moeglich gehalten und dass ich jetzt hier sitze und Rat suche, noch weniger. Vielen Dank schon mal, fuer jeden der einen Rat hat. Ich weiss, dass das Thema 1000mal hier schon diskutiert wurde.

Ausgangslage: Anfang 2018. Ich, lange (12 Jahre) Beziehung, beide Mitte 30, keine Kinder, beruflich sehr eingespannt und auch erfolgreich. Wirtschaftliche Ueberlegungen koennen wir hier aussen vor lassen. Beziehung immer sehr intensiv gewesen, gluecklich, ergaenzen uns gut, haben Spass, lachen viel, gemeinsame Interessen, Sex allerdings kaum die letzten Jahre. Freundin wuenscht sich (aus meiner Sicht ploetzlich und ueberraschend) Kinder. Kinderwunsch sorgt fuer viel Streit, sie sagt auch mal, wir sind so eigentlich nicht mehr zusammen (wochen, monatsweise), raufen uns dann aber doch wieder zusammen (On/off).
 
Was ist passiert? Da ich beruflich sehr viel unterwegs bin (kein Aussendienst), meist anderes Buero in Europa, bin ich waehrend der Woche praktisch nie zu Hause. Dort treffe ich eine Kollegin, nicht neu, aber hat die Landesgesellschaft gewechselt. 5 Jahre juenger als ich (also Alter eigentlich kein Faktor) und irgendetwas passiert von Tag 1 an. Ich will Sie und irgendwie ist mein Jagdinstinkt geweckt, ohne dass ich jemals verstanden habe warum. Sie ist optisch kaum mein Typ, ich auch nicht Ihrer und meine langjaehrige Beziehung sieht objektiv besser aus. Intelligent und abgesehen davon attraktiv sind beide.
 
Wir reisen beruflich gemeinsam regelmaessig ueber das ganze letzte Jahr. Also nicht nur wir beide, sie ist Teil meines erweiterten Teams (ich allerdings nicht ihr Chef), gehen viel aus waehrend der Wochen (auch keine Dates, sondern viel Spass als Team). Ich will Sie, sie zuerst nicht, ist besorgt wegen dem Arbeitsverhaeltnis und dass ich in einer Beziehung bin. Ich bin fasziniert von Ihr. Sie ist aus Paris, ich aus der Kleinstadt. Sie von mir und meiner Karriere. Irgendwann im Sommer letzten Jahres dann, als in meiner Beziehung gerade wieder eine "Off" ist, passiert es dann doch. Sex grossartig, alles geht super schnell, "Soulmates", viele Emotionen etc.  Sie warnt mich, sagt, dass es nicht gutgehen wird, reagiert sehr rational, weist mich zurueck, was mich noch mehr anspornt und irgendwann passiert es dann doch, da sie natuerlich auch von mir fasziniert ist, da Sie lt eigener Aussage noch nie so viel von jmd beruflich gelernt hat, meiner Karriere, dass ich smart bin etc etc. Ich schwoere mir: "Don't make them fall in love, if you cannot love them" und trotzem gehe ich "all in".
 
Fuer 2-3 Monate haben wir nur Spass, gehen aus, reisen, ich besuche Sie in Paris, wo sie wohnt und was mich an ihr fasziniert, da sie so etwas non-chalant cooles hat. In der Zwischenzeit bessert es sich allerdings mit meiner langjaehrigen Beziehung wieder. Das weiss Sie bis heute nicht, sondern denkt, dass ich single bin.
 
Es fliegt nie irgendwas auf und ich wundere mich selbst, warum nicht. Manchmal wuensche ich mir, es wuerde alles auffliegen, dann waere wenigstens Ende. Schlechtes Gewissen hatte ich dabei auch nie, keiner von beiden gegenueber, obwohl ich meine langjaehrige Beziehung vorher nie betrogen habe, niemals auch nur eine andere Frau gekuesst habe.
 
Irgendwann im Spaetherbst letzten Jahres will die Neue mehr und ich ziehe zurueck. Sie ist verletzt, es ist Sendepause, wir sehen uns ein paar Wochen nicht, ich gehe mit "der alten" in Urlaub. Zuerueck im Buero und es geht wieder los. So geht das jetzt seit 3 Monaten, wir drehen uns im Kreis. Nun ist mir selbst klar, dass Beziehungen, bei denen alles in Zeitraffer passiert, seltenst langfristig gutgehen und die emotionalen Dissonanzen heftiger ausfallen, so dass eine friedliche Koexistenz auch kaum moeglich sein wird. Sie macht mir Vorwuerfe, ich wuerde Sie verletzen mit meinem Zoegern.
 
Andererseits sitze ich jetzt hier zu Hause bei meiner langjaehrigen Beziehung und es ist alles wie immer. Wir verstehen uns gut, das Kinderthema ist immer noch da und doch auch nicht (das Thema wuerde bei der Neuen auch kommen, da auch sie Kinder will, ich haette nur mehr Zeit), allerdings ist Leidenschaft und Naehe auch anders. Wir leben friedlich und entspannt nebeneinander her. Wenn ich hier bin, vermisse ich die Neue und wenn ich mit der neuen unterwegs bin, vermisse ich "zu Hause".
 
Fragen? Ich bin gebildet und dachte immer auch selbstreflektiert. Die Fragen, die ich mir stelle: Was haelt mich bei meiner Beziehung und was vermisse ich, dass ich mich jemals darauf eingelassen habe? Warum kann ich die Finger nicht von der neuen lassen, mich aber auch nicht "committen" und die "Alte" verlassen? Liebe ich "die Alte" noch und was ist es, das ich fuer "die Neue" empfinde? Liebe? Gleiche ich ein "Beziehungsdefizit" oder ein "persoenliches Defizit" aus und wenn ja, welches? Warum habe ich kein schlechtes Gewissen (ich bin nun wahrlich kein Player)? Wie komme ich zu einer Entscheidung, einem Ende, ohne dabei 3 Personen ungluecklich zu machen?
 
Vielen Dank fuer jeden, der sich bis hierher die Muehe gemacht hat, bis hierher zu lesen. Fuer jeden Rat, jede Kritik (die moralischen Aspekte des ganzen sind mir selbst klar), jeden Denkanstoss bin ich sehr dankbar. 
 

Offensichtlich liebst du beide Frauen nicht. Du hast beide gern und das wars auch schon. Sonst hättest du ein so schlechtes Gewissen einer Frau gegenüber, dass du dein eigenes Spiegelbild nicht mehr erträgst. Da dein Gewissen nicht Alarm schlägt, bist du entweder A: Psycho/Soziopath oder B: dir liegen diese Frauen einfach nicht so sehr am Herzen/sind dir nicht so wichtig, als dass du ein schlechtes Gewissen hättest sie zu hintergehen. Du weißt ja ganz genau beide wären sehr verletzt, wüssten sie von der aktuellen Situation. Beide scheinen es ernst mit dir zu meinen. A können wir ausschliessen, da dich ja die ganze Situation aufwühlt und du hier bist und Rat suchst. Höchstens hast du sozio Neigungen. Daher wohl eher B.

Ich glaube mit beiden Frauen ist es so ein "ja passt ganz gut" aber eben nicht "DIE EINE Frau" für dich. Daher kannst du dich nicht für eine fix "comitten".

Würdest du dich für "die Alte" entscheiden, landest du höchstwahrscheinlich wieder in dieser on/off Situation ohne die andere Frau, zu der du "flüchten" könntest. Deine Beziehung mit "der Alte" klingt für mich wie als ob ihr "ein totes Pferd weiter reiteten" würdet. Du bist da nicht vollkommen glücklich und sie auch nicht. Sonst wärt ihr nicht ständig on/off. Kinder ist ein großes Thema, da sollte man sich schon längst fix einigen oder trennen und nicht erst 12 Jahre in der Beziehung plötzlich damit kommen. Mir kommt es so vor, als wusste deine "Alte" damals nicht so recht was sie wollte aber du bist dir sicher mit deinem Alter oder überhaupt keine Kinder zu wollen. 12 Jahre später tickt ihre biologische Uhr und natürlich müssen Kinder jetzt passieren. Jetzt oder nie, danach ist es für sie zu spät und sie merkt, sie möchte doch Kinder. Abgesehen von Thema Kinder, klingt nicht so als ob die Beziehung so richtig ideal für euch beide wäre. Bei der Beziehung mit der "Alten" liegt hier die Betonung bei "Beziehung immer sehr intensiv GEWESEN". Vergangenheit. Wenn man immer on/off hat, sich über Kinder nicht einig wird und der Sex auch nicht mehr so läuft....wozu noch?

Würdest du dich für "die Neue" entscheiden, dann gibst du damit 12 Jahre Beziehung auf und stürzt dich ins "Unbekannte". Da du ja selbst sagst, dass sie nun mehr will und das Thema Kinder sicher auch bald kommen wird, sehe ich Konflikt vorprogrammiert. Du klingst dabei aber nicht begeistert vom Thema Kinder. Da stehen bei euch sicher noch Diskussionen an und ich weiß nicht so Recht ob ihr wirklich zusammen passt als Paar. Klingt nicht so als würdest du sie unbedingt wollen. Sonst wär es ein leichtes dich für sie zu entscheiden. Falls es dann mit der "Neuen" doch nicht so passt, könntest du auch nicht mehr "zurück nach Hause" zu deiner "Alten". Bei der "Alten" ist es eben nach 12 Jahren das Gefühl von "Zuhause", auch wenn es nicht mehr so passt. Ein gemachtes Nest eben. Du hast Angst diese Geborgenheit und Vertrautheit zu verlieren und traust dich deshalb nicht sie für die "Neue", bei der du auch nicht so sicher bist zu verlassen. Käme jetzt "DIE EINE Frau", würdest du deine "Alte" sicher sofort verlassen wollen.

Fazit:
Ich glaube nicht, dass du beide Frauen wirklich liebst. Das ist doch keine Liebe. Die Liebe wäre die wichtigste Person in deinem Leben. Denk mal darüber nach. Du magst beide Frauen einfach sehr gerne, ihr versteht euch und habt Sex. Mehr ist dabei nicht. Dass du in den "Fragen" an deiner Liebe zu beiden zweifelst, bestätigt mich in meiner Theorie. Wer wirklich liebt, der weiß das und hat von selbst eine Antwort darauf.

Am sinnvollsten wäre es über die eigene Bequemlichkeit hinaus zu springen und beide Frauen zu verlassen, damit du mehr Zeit hast "die eine" zu begegnen. Verschwende nicht die Zeit beider Frauen aus deiner Bequemlichkeit und Angst vor dem allein sein. Du weißt genau beide wollen noch Kinder. Bei beiden tickt jetzt die biologische Uhr. Lasst sie lieber frei und mit einem anderen Mann glücklich werden und eine Familie gründen. Es wäre wirklich schrecklich wenn du mit "deiner Alten" zusammen bleibst, euch um Kinder streitet und du sie dann verlässt, wenn sie Ü40 ist und sie realisiert, dass sie für nichts sich den Kinderwunsch zurückgestellt hat. Entscheide dich mal ob du dir vorstellen kannst mit ihr alt zu werden. Wenn nicht, kommuniziere das und trenn dich.


Puh, wenn ich sowas lese, möchte ich nie wieder eine Beziehung haben.

 

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16. Februar um 2:09
In Antwort auf amelia

Offensichtlich liebst du beide Frauen nicht. Du hast beide gern und das wars auch schon. Sonst hättest du ein so schlechtes Gewissen einer Frau gegenüber, dass du dein eigenes Spiegelbild nicht mehr erträgst. Da dein Gewissen nicht Alarm schlägt, bist du entweder A: Psycho/Soziopath oder B: dir liegen diese Frauen einfach nicht so sehr am Herzen/sind dir nicht so wichtig, als dass du ein schlechtes Gewissen hättest sie zu hintergehen. Du weißt ja ganz genau beide wären sehr verletzt, wüssten sie von der aktuellen Situation. Beide scheinen es ernst mit dir zu meinen. A können wir ausschliessen, da dich ja die ganze Situation aufwühlt und du hier bist und Rat suchst. Höchstens hast du sozio Neigungen. Daher wohl eher B.

Ich glaube mit beiden Frauen ist es so ein "ja passt ganz gut" aber eben nicht "DIE EINE Frau" für dich. Daher kannst du dich nicht für eine fix "comitten".

Würdest du dich für "die Alte" entscheiden, landest du höchstwahrscheinlich wieder in dieser on/off Situation ohne die andere Frau, zu der du "flüchten" könntest. Deine Beziehung mit "der Alte" klingt für mich wie als ob ihr "ein totes Pferd weiter reiteten" würdet. Du bist da nicht vollkommen glücklich und sie auch nicht. Sonst wärt ihr nicht ständig on/off. Kinder ist ein großes Thema, da sollte man sich schon längst fix einigen oder trennen und nicht erst 12 Jahre in der Beziehung plötzlich damit kommen. Mir kommt es so vor, als wusste deine "Alte" damals nicht so recht was sie wollte aber du bist dir sicher mit deinem Alter oder überhaupt keine Kinder zu wollen. 12 Jahre später tickt ihre biologische Uhr und natürlich müssen Kinder jetzt passieren. Jetzt oder nie, danach ist es für sie zu spät und sie merkt, sie möchte doch Kinder. Abgesehen von Thema Kinder, klingt nicht so als ob die Beziehung so richtig ideal für euch beide wäre. Bei der Beziehung mit der "Alten" liegt hier die Betonung bei "Beziehung immer sehr intensiv GEWESEN". Vergangenheit. Wenn man immer on/off hat, sich über Kinder nicht einig wird und der Sex auch nicht mehr so läuft....wozu noch?

Würdest du dich für "die Neue" entscheiden, dann gibst du damit 12 Jahre Beziehung auf und stürzt dich ins "Unbekannte". Da du ja selbst sagst, dass sie nun mehr will und das Thema Kinder sicher auch bald kommen wird, sehe ich Konflikt vorprogrammiert. Du klingst dabei aber nicht begeistert vom Thema Kinder. Da stehen bei euch sicher noch Diskussionen an und ich weiß nicht so Recht ob ihr wirklich zusammen passt als Paar. Klingt nicht so als würdest du sie unbedingt wollen. Sonst wär es ein leichtes dich für sie zu entscheiden. Falls es dann mit der "Neuen" doch nicht so passt, könntest du auch nicht mehr "zurück nach Hause" zu deiner "Alten". Bei der "Alten" ist es eben nach 12 Jahren das Gefühl von "Zuhause", auch wenn es nicht mehr so passt. Ein gemachtes Nest eben. Du hast Angst diese Geborgenheit und Vertrautheit zu verlieren und traust dich deshalb nicht sie für die "Neue", bei der du auch nicht so sicher bist zu verlassen. Käme jetzt "DIE EINE Frau", würdest du deine "Alte" sicher sofort verlassen wollen.

Fazit:
Ich glaube nicht, dass du beide Frauen wirklich liebst. Das ist doch keine Liebe. Die Liebe wäre die wichtigste Person in deinem Leben. Denk mal darüber nach. Du magst beide Frauen einfach sehr gerne, ihr versteht euch und habt Sex. Mehr ist dabei nicht. Dass du in den "Fragen" an deiner Liebe zu beiden zweifelst, bestätigt mich in meiner Theorie. Wer wirklich liebt, der weiß das und hat von selbst eine Antwort darauf.

Am sinnvollsten wäre es über die eigene Bequemlichkeit hinaus zu springen und beide Frauen zu verlassen, damit du mehr Zeit hast "die eine" zu begegnen. Verschwende nicht die Zeit beider Frauen aus deiner Bequemlichkeit und Angst vor dem allein sein. Du weißt genau beide wollen noch Kinder. Bei beiden tickt jetzt die biologische Uhr. Lasst sie lieber frei und mit einem anderen Mann glücklich werden und eine Familie gründen. Es wäre wirklich schrecklich wenn du mit "deiner Alten" zusammen bleibst, euch um Kinder streitet und du sie dann verlässt, wenn sie Ü40 ist und sie realisiert, dass sie für nichts sich den Kinderwunsch zurückgestellt hat. Entscheide dich mal ob du dir vorstellen kannst mit ihr alt zu werden. Wenn nicht, kommuniziere das und trenn dich.


Puh, wenn ich sowas lese, möchte ich nie wieder eine Beziehung haben.

 

Der hat doch zuviel schiss zu sagen, dass er keine Kinder will.. 

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16. Februar um 2:11
In Antwort auf lacaracol

Der hat doch zuviel schiss zu sagen, dass er keine Kinder will.. 

Ja natürlich. Würde er das sagen, würden sich die Frauen evtl. von ihn trennen. Beide wollen ja unbedingt Kinder. Er hat Angst alleine da zu stehen. Aber ganze ehrlich, lieber alleine sein statt Menschen zu verletzen und zu hintergehen. Er könnte immer noch sich eine Affäre (die auf Gegenseitigkeit beruht) suchen, während er Ausschau nach seiner "die eine" hält.

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16. Februar um 2:15
In Antwort auf user283934

Hallo zusammen,
 
danke fuer das Forum und die Hilfe hier. Dass mir das, was ich jetzt schreibe, ueberhaupt jemals passieren wuerde, haette ich vor einem Jahr nie fuer moeglich gehalten und dass ich jetzt hier sitze und Rat suche, noch weniger. Vielen Dank schon mal, fuer jeden der einen Rat hat. Ich weiss, dass das Thema 1000mal hier schon diskutiert wurde.

Ausgangslage: Anfang 2018. Ich, lange (12 Jahre) Beziehung, beide Mitte 30, keine Kinder, beruflich sehr eingespannt und auch erfolgreich. Wirtschaftliche Ueberlegungen koennen wir hier aussen vor lassen. Beziehung immer sehr intensiv gewesen, gluecklich, ergaenzen uns gut, haben Spass, lachen viel, gemeinsame Interessen, Sex allerdings kaum die letzten Jahre. Freundin wuenscht sich (aus meiner Sicht ploetzlich und ueberraschend) Kinder. Kinderwunsch sorgt fuer viel Streit, sie sagt auch mal, wir sind so eigentlich nicht mehr zusammen (wochen, monatsweise), raufen uns dann aber doch wieder zusammen (On/off).
 
Was ist passiert? Da ich beruflich sehr viel unterwegs bin (kein Aussendienst), meist anderes Buero in Europa, bin ich waehrend der Woche praktisch nie zu Hause. Dort treffe ich eine Kollegin, nicht neu, aber hat die Landesgesellschaft gewechselt. 5 Jahre juenger als ich (also Alter eigentlich kein Faktor) und irgendetwas passiert von Tag 1 an. Ich will Sie und irgendwie ist mein Jagdinstinkt geweckt, ohne dass ich jemals verstanden habe warum. Sie ist optisch kaum mein Typ, ich auch nicht Ihrer und meine langjaehrige Beziehung sieht objektiv besser aus. Intelligent und abgesehen davon attraktiv sind beide.
 
Wir reisen beruflich gemeinsam regelmaessig ueber das ganze letzte Jahr. Also nicht nur wir beide, sie ist Teil meines erweiterten Teams (ich allerdings nicht ihr Chef), gehen viel aus waehrend der Wochen (auch keine Dates, sondern viel Spass als Team). Ich will Sie, sie zuerst nicht, ist besorgt wegen dem Arbeitsverhaeltnis und dass ich in einer Beziehung bin. Ich bin fasziniert von Ihr. Sie ist aus Paris, ich aus der Kleinstadt. Sie von mir und meiner Karriere. Irgendwann im Sommer letzten Jahres dann, als in meiner Beziehung gerade wieder eine "Off" ist, passiert es dann doch. Sex grossartig, alles geht super schnell, "Soulmates", viele Emotionen etc.  Sie warnt mich, sagt, dass es nicht gutgehen wird, reagiert sehr rational, weist mich zurueck, was mich noch mehr anspornt und irgendwann passiert es dann doch, da sie natuerlich auch von mir fasziniert ist, da Sie lt eigener Aussage noch nie so viel von jmd beruflich gelernt hat, meiner Karriere, dass ich smart bin etc etc. Ich schwoere mir: "Don't make them fall in love, if you cannot love them" und trotzem gehe ich "all in".
 
Fuer 2-3 Monate haben wir nur Spass, gehen aus, reisen, ich besuche Sie in Paris, wo sie wohnt und was mich an ihr fasziniert, da sie so etwas non-chalant cooles hat. In der Zwischenzeit bessert es sich allerdings mit meiner langjaehrigen Beziehung wieder. Das weiss Sie bis heute nicht, sondern denkt, dass ich single bin.
 
Es fliegt nie irgendwas auf und ich wundere mich selbst, warum nicht. Manchmal wuensche ich mir, es wuerde alles auffliegen, dann waere wenigstens Ende. Schlechtes Gewissen hatte ich dabei auch nie, keiner von beiden gegenueber, obwohl ich meine langjaehrige Beziehung vorher nie betrogen habe, niemals auch nur eine andere Frau gekuesst habe.
 
Irgendwann im Spaetherbst letzten Jahres will die Neue mehr und ich ziehe zurueck. Sie ist verletzt, es ist Sendepause, wir sehen uns ein paar Wochen nicht, ich gehe mit "der alten" in Urlaub. Zuerueck im Buero und es geht wieder los. So geht das jetzt seit 3 Monaten, wir drehen uns im Kreis. Nun ist mir selbst klar, dass Beziehungen, bei denen alles in Zeitraffer passiert, seltenst langfristig gutgehen und die emotionalen Dissonanzen heftiger ausfallen, so dass eine friedliche Koexistenz auch kaum moeglich sein wird. Sie macht mir Vorwuerfe, ich wuerde Sie verletzen mit meinem Zoegern.
 
Andererseits sitze ich jetzt hier zu Hause bei meiner langjaehrigen Beziehung und es ist alles wie immer. Wir verstehen uns gut, das Kinderthema ist immer noch da und doch auch nicht (das Thema wuerde bei der Neuen auch kommen, da auch sie Kinder will, ich haette nur mehr Zeit), allerdings ist Leidenschaft und Naehe auch anders. Wir leben friedlich und entspannt nebeneinander her. Wenn ich hier bin, vermisse ich die Neue und wenn ich mit der neuen unterwegs bin, vermisse ich "zu Hause".
 
Fragen? Ich bin gebildet und dachte immer auch selbstreflektiert. Die Fragen, die ich mir stelle: Was haelt mich bei meiner Beziehung und was vermisse ich, dass ich mich jemals darauf eingelassen habe? Warum kann ich die Finger nicht von der neuen lassen, mich aber auch nicht "committen" und die "Alte" verlassen? Liebe ich "die Alte" noch und was ist es, das ich fuer "die Neue" empfinde? Liebe? Gleiche ich ein "Beziehungsdefizit" oder ein "persoenliches Defizit" aus und wenn ja, welches? Warum habe ich kein schlechtes Gewissen (ich bin nun wahrlich kein Player)? Wie komme ich zu einer Entscheidung, einem Ende, ohne dabei 3 Personen ungluecklich zu machen?
 
Vielen Dank fuer jeden, der sich bis hierher die Muehe gemacht hat, bis hierher zu lesen. Fuer jeden Rat, jede Kritik (die moralischen Aspekte des ganzen sind mir selbst klar), jeden Denkanstoss bin ich sehr dankbar. 
 

Du vergeudest nur die Zeit und die Gefühle der Mädels. Sie wollen jemanden für Familiengründung. Du bist da meilenweit von weg, hast Probleme mit Ehrlichkeit, Verbindlichkeit und Monogamie. 
Such dir eine entsprechende Partnerin die das gut findet.

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16. Februar um 2:15
In Antwort auf amelia

Ja natürlich. Würde er das sagen, würden sich die Frauen evtl. von ihn trennen. Beide wollen ja unbedingt Kinder. Er hat Angst alleine da zu stehen. Aber ganze ehrlich, lieber alleine sein statt Menschen zu verletzen und zu hintergehen. Er könnte immer noch sich eine Affäre (die auf Gegenseitigkeit beruht) suchen, während er Ausschau nach seiner "die eine" hält.

Oder "die Neue" als Affaire weierführen und sich paralell auf die Suche nach "die Eine" begeben. 

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16. Februar um 2:16
In Antwort auf lacaracol

Oder "die Neue" als Affaire weierführen und sich paralell auf die Suche nach "die Eine" begeben. 

Ne, die neue will ja "mehr".

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16. Februar um 3:24
In Antwort auf user283934

Hallo zusammen,
 
danke fuer das Forum und die Hilfe hier. Dass mir das, was ich jetzt schreibe, ueberhaupt jemals passieren wuerde, haette ich vor einem Jahr nie fuer moeglich gehalten und dass ich jetzt hier sitze und Rat suche, noch weniger. Vielen Dank schon mal, fuer jeden der einen Rat hat. Ich weiss, dass das Thema 1000mal hier schon diskutiert wurde.

Ausgangslage: Anfang 2018. Ich, lange (12 Jahre) Beziehung, beide Mitte 30, keine Kinder, beruflich sehr eingespannt und auch erfolgreich. Wirtschaftliche Ueberlegungen koennen wir hier aussen vor lassen. Beziehung immer sehr intensiv gewesen, gluecklich, ergaenzen uns gut, haben Spass, lachen viel, gemeinsame Interessen, Sex allerdings kaum die letzten Jahre. Freundin wuenscht sich (aus meiner Sicht ploetzlich und ueberraschend) Kinder. Kinderwunsch sorgt fuer viel Streit, sie sagt auch mal, wir sind so eigentlich nicht mehr zusammen (wochen, monatsweise), raufen uns dann aber doch wieder zusammen (On/off).
 
Was ist passiert? Da ich beruflich sehr viel unterwegs bin (kein Aussendienst), meist anderes Buero in Europa, bin ich waehrend der Woche praktisch nie zu Hause. Dort treffe ich eine Kollegin, nicht neu, aber hat die Landesgesellschaft gewechselt. 5 Jahre juenger als ich (also Alter eigentlich kein Faktor) und irgendetwas passiert von Tag 1 an. Ich will Sie und irgendwie ist mein Jagdinstinkt geweckt, ohne dass ich jemals verstanden habe warum. Sie ist optisch kaum mein Typ, ich auch nicht Ihrer und meine langjaehrige Beziehung sieht objektiv besser aus. Intelligent und abgesehen davon attraktiv sind beide.
 
Wir reisen beruflich gemeinsam regelmaessig ueber das ganze letzte Jahr. Also nicht nur wir beide, sie ist Teil meines erweiterten Teams (ich allerdings nicht ihr Chef), gehen viel aus waehrend der Wochen (auch keine Dates, sondern viel Spass als Team). Ich will Sie, sie zuerst nicht, ist besorgt wegen dem Arbeitsverhaeltnis und dass ich in einer Beziehung bin. Ich bin fasziniert von Ihr. Sie ist aus Paris, ich aus der Kleinstadt. Sie von mir und meiner Karriere. Irgendwann im Sommer letzten Jahres dann, als in meiner Beziehung gerade wieder eine "Off" ist, passiert es dann doch. Sex grossartig, alles geht super schnell, "Soulmates", viele Emotionen etc.  Sie warnt mich, sagt, dass es nicht gutgehen wird, reagiert sehr rational, weist mich zurueck, was mich noch mehr anspornt und irgendwann passiert es dann doch, da sie natuerlich auch von mir fasziniert ist, da Sie lt eigener Aussage noch nie so viel von jmd beruflich gelernt hat, meiner Karriere, dass ich smart bin etc etc. Ich schwoere mir: "Don't make them fall in love, if you cannot love them" und trotzem gehe ich "all in".
 
Fuer 2-3 Monate haben wir nur Spass, gehen aus, reisen, ich besuche Sie in Paris, wo sie wohnt und was mich an ihr fasziniert, da sie so etwas non-chalant cooles hat. In der Zwischenzeit bessert es sich allerdings mit meiner langjaehrigen Beziehung wieder. Das weiss Sie bis heute nicht, sondern denkt, dass ich single bin.
 
Es fliegt nie irgendwas auf und ich wundere mich selbst, warum nicht. Manchmal wuensche ich mir, es wuerde alles auffliegen, dann waere wenigstens Ende. Schlechtes Gewissen hatte ich dabei auch nie, keiner von beiden gegenueber, obwohl ich meine langjaehrige Beziehung vorher nie betrogen habe, niemals auch nur eine andere Frau gekuesst habe.
 
Irgendwann im Spaetherbst letzten Jahres will die Neue mehr und ich ziehe zurueck. Sie ist verletzt, es ist Sendepause, wir sehen uns ein paar Wochen nicht, ich gehe mit "der alten" in Urlaub. Zuerueck im Buero und es geht wieder los. So geht das jetzt seit 3 Monaten, wir drehen uns im Kreis. Nun ist mir selbst klar, dass Beziehungen, bei denen alles in Zeitraffer passiert, seltenst langfristig gutgehen und die emotionalen Dissonanzen heftiger ausfallen, so dass eine friedliche Koexistenz auch kaum moeglich sein wird. Sie macht mir Vorwuerfe, ich wuerde Sie verletzen mit meinem Zoegern.
 
Andererseits sitze ich jetzt hier zu Hause bei meiner langjaehrigen Beziehung und es ist alles wie immer. Wir verstehen uns gut, das Kinderthema ist immer noch da und doch auch nicht (das Thema wuerde bei der Neuen auch kommen, da auch sie Kinder will, ich haette nur mehr Zeit), allerdings ist Leidenschaft und Naehe auch anders. Wir leben friedlich und entspannt nebeneinander her. Wenn ich hier bin, vermisse ich die Neue und wenn ich mit der neuen unterwegs bin, vermisse ich "zu Hause".
 
Fragen? Ich bin gebildet und dachte immer auch selbstreflektiert. Die Fragen, die ich mir stelle: Was haelt mich bei meiner Beziehung und was vermisse ich, dass ich mich jemals darauf eingelassen habe? Warum kann ich die Finger nicht von der neuen lassen, mich aber auch nicht "committen" und die "Alte" verlassen? Liebe ich "die Alte" noch und was ist es, das ich fuer "die Neue" empfinde? Liebe? Gleiche ich ein "Beziehungsdefizit" oder ein "persoenliches Defizit" aus und wenn ja, welches? Warum habe ich kein schlechtes Gewissen (ich bin nun wahrlich kein Player)? Wie komme ich zu einer Entscheidung, einem Ende, ohne dabei 3 Personen ungluecklich zu machen?
 
Vielen Dank fuer jeden, der sich bis hierher die Muehe gemacht hat, bis hierher zu lesen. Fuer jeden Rat, jede Kritik (die moralischen Aspekte des ganzen sind mir selbst klar), jeden Denkanstoss bin ich sehr dankbar. 
 

Bitte sage beiden Frauen die Wahrheit....dass du keine Kinder willst und dass sich das nie aendern wird. 

Dann sag ihnen noch die Wahrheit, dass es die jeweils andere Frau gibt. 

Dann koennen die beiden eine informierte Wahl treffen. 

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16. Februar um 10:54

Die "Eine", muhahaha, dass ich nicht lache. Eine Eine, wo alles perfekt ist und alles 100% passt gibt es nicht. Die Probleme des TE liegen nicht an den beiden unterschiedlichen Frauen, beide könnten die Eine für ihn sein, WENN er sich denn auf eine davon einlassen KÖNNTE. Und das kann er nicht. Wie er selbst schon erkannt hat, hat er "Commitment"probleme. Es ist Bindungsangst, Angst vor Endgültigkeit. Kaum taucht irgendwo das Kinderwunsch thema auf, kriegt er Schnappatmung und Panik, denn das verbindet er unbewusst mit dem ultimativen Commitment. 
Lieber TE, das Problem liegt tief in dir und du kannst bzw. solltest davor nicht ewig davonlaufen, wenn du irgendwann mal glücklich werden willst. Es sind auch nicht per se Kinder oder Frauen, wovor du Angst hast und wegrennst, es ist Bindungsangst. Angst, dich voll und ganz einzulassen und nicht mehr wegzukönnen. Ist gar nicht so selten, kann man behandeln. Die Frauen haben damit jedoch erstmal garnix zu tun, du könntest jede von ihnen nehmen, an deinem Problem würde es nicht das geringste ändern, es würde weiterhin bestehen bleiben und dich runterziehen.

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16. Februar um 11:29

Dafür spricht übrigens auch die fehlende Liebe, das fehlende Gewissen, ja die scheinbare komplette Abwesenheit von jeglichen tieferen Gefühlen. Der TE blendet diese aus Angst vor Bindung völlig aus. Er beschreibt sich selber ja auch als Kopfmensch, rational und reflektiert. Zu seinen Emotionen hat er keinen wirklichen Zugang, daher können sie ihm bei einer Entscheidungfindung auch nicht weiterhelfen. Das heisst keinesfalls dass er ein Soziooath ist, er hat schlicht und ergreifend Angst, sich gefühlsmässig einzulassen. Ich denke, er hat mal sehr sehr negative Erfahrungen damit gemacht, Kindheit, frühere Beziehung, und jetzt geht garnix mehr. Er hat gefühlsmässig dicht gemacht, regelt alles über den Kopf/Verstand. Aber das klappt nicht mit allem, das sieht er ja jetzt selber ein.

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16. Februar um 12:03
In Antwort auf jara

Die "Eine", muhahaha, dass ich nicht lache. Eine Eine, wo alles perfekt ist und alles 100% passt gibt es nicht. Die Probleme des TE liegen nicht an den beiden unterschiedlichen Frauen, beide könnten die Eine für ihn sein, WENN er sich denn auf eine davon einlassen KÖNNTE. Und das kann er nicht. Wie er selbst schon erkannt hat, hat er "Commitment"probleme. Es ist Bindungsangst, Angst vor Endgültigkeit. Kaum taucht irgendwo das Kinderwunsch thema auf, kriegt er Schnappatmung und Panik, denn das verbindet er unbewusst mit dem ultimativen Commitment. 
Lieber TE, das Problem liegt tief in dir und du kannst bzw. solltest davor nicht ewig davonlaufen, wenn du irgendwann mal glücklich werden willst. Es sind auch nicht per se Kinder oder Frauen, wovor du Angst hast und wegrennst, es ist Bindungsangst. Angst, dich voll und ganz einzulassen und nicht mehr wegzukönnen. Ist gar nicht so selten, kann man behandeln. Die Frauen haben damit jedoch erstmal garnix zu tun, du könntest jede von ihnen nehmen, an deinem Problem würde es nicht das geringste ändern, es würde weiterhin bestehen bleiben und dich runterziehen.

Na was die Kinder angeht, ist deine Meinung aber auch übertrieben. wenn man keine Kinder will hat das schon noch mehr Gründe als nur Angst vor Bindungen zu haben. das ist ja auch eine Frage der Lebensansicht und des Geschmacks.

Meistens sind dann eben Partner mit Kinderwunsch und ohne Kinderwunsch nicht kompatibel, so einfach ist das.
Allerdings würde ich da dann auch die Wahrheit sagen, letztendlich bringt es einem höchstens ne kurzfristige Affaire wenn man lügt und danach ein Haufen Ärger.

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16. Februar um 12:05
In Antwort auf user283934

Hallo zusammen,
 
danke fuer das Forum und die Hilfe hier. Dass mir das, was ich jetzt schreibe, ueberhaupt jemals passieren wuerde, haette ich vor einem Jahr nie fuer moeglich gehalten und dass ich jetzt hier sitze und Rat suche, noch weniger. Vielen Dank schon mal, fuer jeden der einen Rat hat. Ich weiss, dass das Thema 1000mal hier schon diskutiert wurde.

Ausgangslage: Anfang 2018. Ich, lange (12 Jahre) Beziehung, beide Mitte 30, keine Kinder, beruflich sehr eingespannt und auch erfolgreich. Wirtschaftliche Ueberlegungen koennen wir hier aussen vor lassen. Beziehung immer sehr intensiv gewesen, gluecklich, ergaenzen uns gut, haben Spass, lachen viel, gemeinsame Interessen, Sex allerdings kaum die letzten Jahre. Freundin wuenscht sich (aus meiner Sicht ploetzlich und ueberraschend) Kinder. Kinderwunsch sorgt fuer viel Streit, sie sagt auch mal, wir sind so eigentlich nicht mehr zusammen (wochen, monatsweise), raufen uns dann aber doch wieder zusammen (On/off).
 
Was ist passiert? Da ich beruflich sehr viel unterwegs bin (kein Aussendienst), meist anderes Buero in Europa, bin ich waehrend der Woche praktisch nie zu Hause. Dort treffe ich eine Kollegin, nicht neu, aber hat die Landesgesellschaft gewechselt. 5 Jahre juenger als ich (also Alter eigentlich kein Faktor) und irgendetwas passiert von Tag 1 an. Ich will Sie und irgendwie ist mein Jagdinstinkt geweckt, ohne dass ich jemals verstanden habe warum. Sie ist optisch kaum mein Typ, ich auch nicht Ihrer und meine langjaehrige Beziehung sieht objektiv besser aus. Intelligent und abgesehen davon attraktiv sind beide.
 
Wir reisen beruflich gemeinsam regelmaessig ueber das ganze letzte Jahr. Also nicht nur wir beide, sie ist Teil meines erweiterten Teams (ich allerdings nicht ihr Chef), gehen viel aus waehrend der Wochen (auch keine Dates, sondern viel Spass als Team). Ich will Sie, sie zuerst nicht, ist besorgt wegen dem Arbeitsverhaeltnis und dass ich in einer Beziehung bin. Ich bin fasziniert von Ihr. Sie ist aus Paris, ich aus der Kleinstadt. Sie von mir und meiner Karriere. Irgendwann im Sommer letzten Jahres dann, als in meiner Beziehung gerade wieder eine "Off" ist, passiert es dann doch. Sex grossartig, alles geht super schnell, "Soulmates", viele Emotionen etc.  Sie warnt mich, sagt, dass es nicht gutgehen wird, reagiert sehr rational, weist mich zurueck, was mich noch mehr anspornt und irgendwann passiert es dann doch, da sie natuerlich auch von mir fasziniert ist, da Sie lt eigener Aussage noch nie so viel von jmd beruflich gelernt hat, meiner Karriere, dass ich smart bin etc etc. Ich schwoere mir: "Don't make them fall in love, if you cannot love them" und trotzem gehe ich "all in".
 
Fuer 2-3 Monate haben wir nur Spass, gehen aus, reisen, ich besuche Sie in Paris, wo sie wohnt und was mich an ihr fasziniert, da sie so etwas non-chalant cooles hat. In der Zwischenzeit bessert es sich allerdings mit meiner langjaehrigen Beziehung wieder. Das weiss Sie bis heute nicht, sondern denkt, dass ich single bin.
 
Es fliegt nie irgendwas auf und ich wundere mich selbst, warum nicht. Manchmal wuensche ich mir, es wuerde alles auffliegen, dann waere wenigstens Ende. Schlechtes Gewissen hatte ich dabei auch nie, keiner von beiden gegenueber, obwohl ich meine langjaehrige Beziehung vorher nie betrogen habe, niemals auch nur eine andere Frau gekuesst habe.
 
Irgendwann im Spaetherbst letzten Jahres will die Neue mehr und ich ziehe zurueck. Sie ist verletzt, es ist Sendepause, wir sehen uns ein paar Wochen nicht, ich gehe mit "der alten" in Urlaub. Zuerueck im Buero und es geht wieder los. So geht das jetzt seit 3 Monaten, wir drehen uns im Kreis. Nun ist mir selbst klar, dass Beziehungen, bei denen alles in Zeitraffer passiert, seltenst langfristig gutgehen und die emotionalen Dissonanzen heftiger ausfallen, so dass eine friedliche Koexistenz auch kaum moeglich sein wird. Sie macht mir Vorwuerfe, ich wuerde Sie verletzen mit meinem Zoegern.
 
Andererseits sitze ich jetzt hier zu Hause bei meiner langjaehrigen Beziehung und es ist alles wie immer. Wir verstehen uns gut, das Kinderthema ist immer noch da und doch auch nicht (das Thema wuerde bei der Neuen auch kommen, da auch sie Kinder will, ich haette nur mehr Zeit), allerdings ist Leidenschaft und Naehe auch anders. Wir leben friedlich und entspannt nebeneinander her. Wenn ich hier bin, vermisse ich die Neue und wenn ich mit der neuen unterwegs bin, vermisse ich "zu Hause".
 
Fragen? Ich bin gebildet und dachte immer auch selbstreflektiert. Die Fragen, die ich mir stelle: Was haelt mich bei meiner Beziehung und was vermisse ich, dass ich mich jemals darauf eingelassen habe? Warum kann ich die Finger nicht von der neuen lassen, mich aber auch nicht "committen" und die "Alte" verlassen? Liebe ich "die Alte" noch und was ist es, das ich fuer "die Neue" empfinde? Liebe? Gleiche ich ein "Beziehungsdefizit" oder ein "persoenliches Defizit" aus und wenn ja, welches? Warum habe ich kein schlechtes Gewissen (ich bin nun wahrlich kein Player)? Wie komme ich zu einer Entscheidung, einem Ende, ohne dabei 3 Personen ungluecklich zu machen?
 
Vielen Dank fuer jeden, der sich bis hierher die Muehe gemacht hat, bis hierher zu lesen. Fuer jeden Rat, jede Kritik (die moralischen Aspekte des ganzen sind mir selbst klar), jeden Denkanstoss bin ich sehr dankbar. 
 

Ich stand auch einmal zwischen zwei Männern und steckte in einem richtigen Gefühlschaos. Allerdings wussten die Männer voneinander, was den Entscheidungsdruck für mich erhöhte. Es wurde dann keiner der beiden, sondern ein Dritter, allerdings erst nach einer ganze Weile des Hin und Hers und Alleinseins, welches ich nach dem ganzen Drama und Druck sehr genossen habe. Eines nach dem anderen ist ein bewährtes Konzept. Abgesehen von etwaigen moralischen Erwägungen können unverhofft entstandene mehrgleisige Geschichten einen emotional sehr verstören. Da eine Dreiecksbeziehung von keiner der Damen intendiert ist, wirst du mit Sicherheit jemanden, einschließlich dich selbst, verletzen. Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Du befindest dich bereits in einem Dilemma. Eine Lösung, bei der alle gut aussteigen, gibt es meiner Ansicht nach nicht (mehr). Du kannst den Knoten nur mehr lösen. Vielleicht hast du kein schlechtes Gewissen, weil du mit deiner eigenen Lage ausgelastet wenn nicht überfordert bist? Wie wäre es denn, wenn du eine Weile allein bist, um dich zu sammeln?

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16. Februar um 12:09
In Antwort auf dawnclaude

Na was die Kinder angeht, ist deine Meinung aber auch übertrieben. wenn man keine Kinder will hat das schon noch mehr Gründe als nur Angst vor Bindungen zu haben. das ist ja auch eine Frage der Lebensansicht und des Geschmacks.

Meistens sind dann eben Partner mit Kinderwunsch und ohne Kinderwunsch nicht kompatibel, so einfach ist das.
Allerdings würde ich da dann auch die Wahrheit sagen, letztendlich bringt es einem höchstens ne kurzfristige Affaire wenn man lügt und danach ein Haufen Ärger.

Klar gibt es Menschen, die Kinder von vornherein kategorisch für sich ausschliessen. Aber aufgrund seiner Schilderungen und bei Betrachtung der gesamten Dilemma Lage in die er sich jetzt gebracht hat, liegt die Vermutung sehr nahe, dass dieses Kinderthema nicht der eigentliche Grund für sein Problem ist, sondern mehr dahinter steckt, als dieser oberflächliche Kinderwunsch.

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16. Februar um 13:12
In Antwort auf jara

Die "Eine", muhahaha, dass ich nicht lache. Eine Eine, wo alles perfekt ist und alles 100% passt gibt es nicht. Die Probleme des TE liegen nicht an den beiden unterschiedlichen Frauen, beide könnten die Eine für ihn sein, WENN er sich denn auf eine davon einlassen KÖNNTE. Und das kann er nicht. Wie er selbst schon erkannt hat, hat er "Commitment"probleme. Es ist Bindungsangst, Angst vor Endgültigkeit. Kaum taucht irgendwo das Kinderwunsch thema auf, kriegt er Schnappatmung und Panik, denn das verbindet er unbewusst mit dem ultimativen Commitment. 
Lieber TE, das Problem liegt tief in dir und du kannst bzw. solltest davor nicht ewig davonlaufen, wenn du irgendwann mal glücklich werden willst. Es sind auch nicht per se Kinder oder Frauen, wovor du Angst hast und wegrennst, es ist Bindungsangst. Angst, dich voll und ganz einzulassen und nicht mehr wegzukönnen. Ist gar nicht so selten, kann man behandeln. Die Frauen haben damit jedoch erstmal garnix zu tun, du könntest jede von ihnen nehmen, an deinem Problem würde es nicht das geringste ändern, es würde weiterhin bestehen bleiben und dich runterziehen.

Das was du beschreibst klingt sehr treffend und könnte wirklich gut sein.
Mit die eine meine ich nicht eine die vermeintlich 100% passt, sondern einfach eine in die er sich dann doch verliebt. Kenne jemand, der auch Bindungsangst hatte und so eine ähnliche story hat wie TE aber dann traf er eines Tages eine die eigentlich nicht mal so gut gepasst hat (sagt er selbst) und hat es sofort mit allen beendet und sich an sie gebunden. Sind immer noch zusammen, Kinder usw. und soweit ich es aus der ferne beurteilen kann auch glücklich.
Und das mit sozio war ironisch gemeint weil ich es so gar nicht nachvollziehen kann wie man in so einer Situation kein schlechtes Gewissen kriegt.

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16. Februar um 13:36
In Antwort auf user283934

Hallo zusammen,
 
danke fuer das Forum und die Hilfe hier. Dass mir das, was ich jetzt schreibe, ueberhaupt jemals passieren wuerde, haette ich vor einem Jahr nie fuer moeglich gehalten und dass ich jetzt hier sitze und Rat suche, noch weniger. Vielen Dank schon mal, fuer jeden der einen Rat hat. Ich weiss, dass das Thema 1000mal hier schon diskutiert wurde.

Ausgangslage: Anfang 2018. Ich, lange (12 Jahre) Beziehung, beide Mitte 30, keine Kinder, beruflich sehr eingespannt und auch erfolgreich. Wirtschaftliche Ueberlegungen koennen wir hier aussen vor lassen. Beziehung immer sehr intensiv gewesen, gluecklich, ergaenzen uns gut, haben Spass, lachen viel, gemeinsame Interessen, Sex allerdings kaum die letzten Jahre. Freundin wuenscht sich (aus meiner Sicht ploetzlich und ueberraschend) Kinder. Kinderwunsch sorgt fuer viel Streit, sie sagt auch mal, wir sind so eigentlich nicht mehr zusammen (wochen, monatsweise), raufen uns dann aber doch wieder zusammen (On/off).
 
Was ist passiert? Da ich beruflich sehr viel unterwegs bin (kein Aussendienst), meist anderes Buero in Europa, bin ich waehrend der Woche praktisch nie zu Hause. Dort treffe ich eine Kollegin, nicht neu, aber hat die Landesgesellschaft gewechselt. 5 Jahre juenger als ich (also Alter eigentlich kein Faktor) und irgendetwas passiert von Tag 1 an. Ich will Sie und irgendwie ist mein Jagdinstinkt geweckt, ohne dass ich jemals verstanden habe warum. Sie ist optisch kaum mein Typ, ich auch nicht Ihrer und meine langjaehrige Beziehung sieht objektiv besser aus. Intelligent und abgesehen davon attraktiv sind beide.
 
Wir reisen beruflich gemeinsam regelmaessig ueber das ganze letzte Jahr. Also nicht nur wir beide, sie ist Teil meines erweiterten Teams (ich allerdings nicht ihr Chef), gehen viel aus waehrend der Wochen (auch keine Dates, sondern viel Spass als Team). Ich will Sie, sie zuerst nicht, ist besorgt wegen dem Arbeitsverhaeltnis und dass ich in einer Beziehung bin. Ich bin fasziniert von Ihr. Sie ist aus Paris, ich aus der Kleinstadt. Sie von mir und meiner Karriere. Irgendwann im Sommer letzten Jahres dann, als in meiner Beziehung gerade wieder eine "Off" ist, passiert es dann doch. Sex grossartig, alles geht super schnell, "Soulmates", viele Emotionen etc.  Sie warnt mich, sagt, dass es nicht gutgehen wird, reagiert sehr rational, weist mich zurueck, was mich noch mehr anspornt und irgendwann passiert es dann doch, da sie natuerlich auch von mir fasziniert ist, da Sie lt eigener Aussage noch nie so viel von jmd beruflich gelernt hat, meiner Karriere, dass ich smart bin etc etc. Ich schwoere mir: "Don't make them fall in love, if you cannot love them" und trotzem gehe ich "all in".
 
Fuer 2-3 Monate haben wir nur Spass, gehen aus, reisen, ich besuche Sie in Paris, wo sie wohnt und was mich an ihr fasziniert, da sie so etwas non-chalant cooles hat. In der Zwischenzeit bessert es sich allerdings mit meiner langjaehrigen Beziehung wieder. Das weiss Sie bis heute nicht, sondern denkt, dass ich single bin.
 
Es fliegt nie irgendwas auf und ich wundere mich selbst, warum nicht. Manchmal wuensche ich mir, es wuerde alles auffliegen, dann waere wenigstens Ende. Schlechtes Gewissen hatte ich dabei auch nie, keiner von beiden gegenueber, obwohl ich meine langjaehrige Beziehung vorher nie betrogen habe, niemals auch nur eine andere Frau gekuesst habe.
 
Irgendwann im Spaetherbst letzten Jahres will die Neue mehr und ich ziehe zurueck. Sie ist verletzt, es ist Sendepause, wir sehen uns ein paar Wochen nicht, ich gehe mit "der alten" in Urlaub. Zuerueck im Buero und es geht wieder los. So geht das jetzt seit 3 Monaten, wir drehen uns im Kreis. Nun ist mir selbst klar, dass Beziehungen, bei denen alles in Zeitraffer passiert, seltenst langfristig gutgehen und die emotionalen Dissonanzen heftiger ausfallen, so dass eine friedliche Koexistenz auch kaum moeglich sein wird. Sie macht mir Vorwuerfe, ich wuerde Sie verletzen mit meinem Zoegern.
 
Andererseits sitze ich jetzt hier zu Hause bei meiner langjaehrigen Beziehung und es ist alles wie immer. Wir verstehen uns gut, das Kinderthema ist immer noch da und doch auch nicht (das Thema wuerde bei der Neuen auch kommen, da auch sie Kinder will, ich haette nur mehr Zeit), allerdings ist Leidenschaft und Naehe auch anders. Wir leben friedlich und entspannt nebeneinander her. Wenn ich hier bin, vermisse ich die Neue und wenn ich mit der neuen unterwegs bin, vermisse ich "zu Hause".
 
Fragen? Ich bin gebildet und dachte immer auch selbstreflektiert. Die Fragen, die ich mir stelle: Was haelt mich bei meiner Beziehung und was vermisse ich, dass ich mich jemals darauf eingelassen habe? Warum kann ich die Finger nicht von der neuen lassen, mich aber auch nicht "committen" und die "Alte" verlassen? Liebe ich "die Alte" noch und was ist es, das ich fuer "die Neue" empfinde? Liebe? Gleiche ich ein "Beziehungsdefizit" oder ein "persoenliches Defizit" aus und wenn ja, welches? Warum habe ich kein schlechtes Gewissen (ich bin nun wahrlich kein Player)? Wie komme ich zu einer Entscheidung, einem Ende, ohne dabei 3 Personen ungluecklich zu machen?
 
Vielen Dank fuer jeden, der sich bis hierher die Muehe gemacht hat, bis hierher zu lesen. Fuer jeden Rat, jede Kritik (die moralischen Aspekte des ganzen sind mir selbst klar), jeden Denkanstoss bin ich sehr dankbar. 
 

Paragraph 1 - ein selbstreflektierter Mensch betrügt nicht . 
Paragraph 2 - Bildung kann einem da nicht helfen (entweder man kann es - oder nicht)
 

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16. Februar um 13:38
In Antwort auf amelia

Das was du beschreibst klingt sehr treffend und könnte wirklich gut sein.
Mit die eine meine ich nicht eine die vermeintlich 100% passt, sondern einfach eine in die er sich dann doch verliebt. Kenne jemand, der auch Bindungsangst hatte und so eine ähnliche story hat wie TE aber dann traf er eines Tages eine die eigentlich nicht mal so gut gepasst hat (sagt er selbst) und hat es sofort mit allen beendet und sich an sie gebunden. Sind immer noch zusammen, Kinder usw. und soweit ich es aus der ferne beurteilen kann auch glücklich.
Und das mit sozio war ironisch gemeint weil ich es so gar nicht nachvollziehen kann wie man in so einer Situation kein schlechtes Gewissen kriegt.

Mh, das einzige was ich mir da vorstellen könnte bei deinem Bekannten, ist, das diese "Eine" dann eine Frau war, die ihm so dermassen unpassend erschien (schreibst du ja auch), dass er bei ihr gar keine Ängste entwickeln konnte, denn von so einer wieder weg zu kommen, erschien ihm dann wohl relativ leicht umzusetzen. Dies beschreibt ja auch der TE, dass seine neue nicht mal sein Typ ist.

Im Normalfall entstehen die Ängste aber trotzdem irgendwann, denn auch wenn sie die unpassendste, hässlichste, "ungefährlichste" Frau der Welt ist, sobald es ans sich einlassen geht, treten diese Ängste immer auf. Wie gesagt, es ist eine tiefe Störung des Bindungssystems und normalerweise nicht durch eine passende Partnerin zu beheben. Es sei denn man schafft es die Beziehung immer auf einem recht oberflächlichen Level beizubehalten, oder man schafft anderweitig Distanz wenn's ernst wird (Affären, On/Off). Also es ist wirklich ganz typisch beim TE. 

Bei deinem Bekannten, wie gesagt, könnte es auch an was anderem gelegen haben, oder die Beziehung ist nicht so intakt, wie sie für dich aus der Ferne aussieht.

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