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2,5 Jahre Beziehung, 1,5 Jahre kein Sex - Sie wurde vergewaltigt: HILFE

29. Januar 2016 um 19:25

Hi,

ich bin völlig ratlos und brauche Eure Hilfe! Ich hoffe hier jemanden zu finden, der die Situation kennt, da ich mich damit völlig alleine fühle.

Also folgendes: ich 33, sie 31. Seit etwas über 2 Jahren zusammen, gerade dabei ein Haus zu bauen, das Gefühl von Seelenverwandtheit und starkes vermissen, wenn wir uns mal einen Tag nicht sehen.

Aber: ein MEGA Sex Problem!

Ich fange vorne an:

ich kam aus einer beschissenen Beziehung, geprägt von krankhafter Eifersucht, enormen up and downs und zum Schluss einem Problem: keine sexuelle Anziehungskraft mehr für mich, da ständige Diskussionen und Streit. Nachdem ich kurz vor dem Burnout stand trennte ich mich!

Dann wollte ich eigentlich erstmal längere Zeit keine Beziehung mehr, bis ich aber jedoch meine heutige Freundin traf und sie mich echt "flashte".
Wir verstanden uns super auf Anhieb, küssten uns noch am ersten Abend leidenschaftlich 4 Stunden vor ihrer Haustür und so kam ich nach 2-3 Monaten also wieder in die nächste Beziehung.

Am Anfang war es echt heftig, ich hatte krasses Verlangen nach ihr, nach ihrer Nähe. Wir wohnten getrennt und ich wollte sie am liebsten jeden Tag sehen. Wir waren und sind uns so mega ähnlich, denken oft das Selbe, haben gemeinsame Ziele, etc.

In den ersten 2 Monaten war der Sex auch echt gut. Bis ich jedoch merkte, dass sie nicht sie selbst war... ich sprach sie drauf an und dann brach es unter Tränen aus ihr heraus... sie wurde als dreijährige von ihrem Opa sexuell missbraucht; er zwang sie, seinen Penis (%) anzufassen! Seitdem ist sie traumatisiert und hatte alles durch... jahrelange psychologische Behandlung, Magersucht, zudem eine beschissene Erziehung durch ihre Eltern, eine depressive Mutter, einen gefühlskalten Vater, einen Freak als Bruder und auch sonst eine Familie, die dem Idealismus verfallen ist und sich das Leben verbietet. In diesem wirklich krassen Umfeld (ich muss heute immer noch extrem damit kämpfen) wuchs sie also auf.

Die Monate drauf wurde der Sex dadurch rapide weniger. Sie bekam Flashbacks in der Nacht, lag zitternd vor mir, völlig abwesend... das hat mich echt geschockt und mitgenommen! Wir haben viel über das was passiert ist gesprochen und sie hat sich mir anvertraut. Dadurch konnte sie sich öffnen, Dinge verarbeiten... ging auch nochmal zu einer Traumaspezialistin und konnte die Flashbacks lösen, etc. Alles in allem: es waren sehr sehr sehr harte Monate in unserer Beziehung, geprägt von enorm vielen Gesprächen über ihre gemachten Erlebnisse in ihrer Kindheit. Das hat mich alles extrem berührt und mitgenommen! Und so kam es dann, dass wir auch keinen Sex mehr hatten, weil sie mir gestand, dass sie sich nie einem Partner ernsthaft anvertrauen konnte... und sie hat seit dem Missbrauch scham vor dem Penis (%) wie sie mir dann gestand. Ab da konnte ich mich nicht mehr vor ihr ausziehen... ich denke, weil ich sie schützen wollte... schützen vor mir quasi, weil sie das ja an ihren Opa erinnerte (so dachte ich). Ich wollte ihr einfach dieses unfassbare Leid was sie erlebte nochmals ersparen und zog mich völlig zurück. Und sie sich auch... denn sie dachte damit dann, dass ich sie ja nicht mehr anziehend finde. ich sagte ihr, dass wir alle Zeit der Welt haben und dass sie bitte mit mir offen reden soll. Das taten wir auch... nur es ist so, dass ich dachte irgendwann ist es ja mal erledigt. Aber seit über 2 Jahren arbeiten wir sehr hart an diesem Thema und jetzt kürzlich erst sagte sie mir, dass selbst Küssen ihr Angst macht oder das Wort "Penis" und ... aussprechen enorme Überwindung für sie kostet. Das war für mich wiederum überraschend, weil ich nach der Zeit nicht mehr mit sowas gerechnet hätte ich dachte, wir haben jetzt den Boden erreicht.
Tja, ich helfe ihr dabei... versuche sie an der Hand zu nehmen. Aber ich bin seitdem nicht mehr ich... ich unterdrücke meine Geilheit... ich schaue sie an und obwohl sie bildhübsch ist und einen Traumkörper hat fühle ich nichts mehr... keine Lust, keine Anziehung.. im Gegenteil, ich verspüre Ekel und lehne sie ab. Das ist hart das zu schreiben aber es ist leider die Wahrheit. Es gibt Momente, da kann ich mir Sex mit ihr vorstellen aber dann verberge ich das ich versuche zu verhindern, dass sie merkt, dass ich Lust auf sie habe.
Tja so kam es, dass wir seit 1,5 Jahren keinen Sex mehr hatten und wir zwar Schritte gemacht haben, aber sehr sehr kleine. Ich weiß, ich sollte Geduld haben, aber ich bin halt auch nur ein Mensch!
Die Situation hat dazu geführt, dass ich mit meiner Ex (mit der Beziehung vor ihr) wieder Kontakt aufgenommen habe und was soll ich sagen wir haben uns getroffen und leider kam es auch zum Sex! Das Problem ist, dass ich bei ihr bei 2 oder 3 Worten oder gesten sofort drauf anspringe
Ich befriedige mich auch oft selbst und muss dabei immer an meine Ex denken. Das geilt mich ziemlich auf. Aber das macht mir auch Angst! Seit Monaten gehen mir immer wieder abwechselnd die gleichen Gedanken durch den Kopf wie kriegst du die Beziehung gerettet oder wie kriege ich die Beziehung sauber beendet. Und nichts davon fühlt sich richtig an!
Ich will ihr einfach nicht weh tun, obwohl ich natürlich weiß, dass dies bereits längst passiert ist!
Ich fühle mich so mies ihr gegenüber, nach alledem was sie schon erlebt hat, wollte ich der letzte sein, der ihr auch noch weh tut. Aber wir stecken echt fest und ich weiß nicht, wie wir zu einem normalen Sexleben finden. Denn ich will sie ja eigentlich auch nicht verlieren schließlich vermisse ich sie auch sehr, wenn wir uns mal einen Tag nicht sehen. Sie ist auch die erste, mit der ich seit 10 Jahren wieder zusammenwohne und das super funktioniert. Das konnte ich mir davor mit keiner anderen vorstellen. Deshalb sage ich mir ständig, dass sie die Richtige ist aber das Thema der körperlichen Anziehung ist und bleibt ungelöst. Ich stehe halt total auf selbstbewusste Frauen, die wissen was sie wollen und auch klare Ansagen machen so auch im Bett nur da ist sie einfach nicht dazu in der Lage. Ihr Verhalten erinnert mich mehr an ein Kind (was mich abturnt) als an jemand, der seine Reize bewusst einsetzt.
Ich weiß nicht was ich tun soll es wird auch immer verfahrener eigentlich bauen wir demnächst gemeinsam ein Haus! Aus dem Vertrag kann ich noch ca. 1 Woche lang aussteigen und komme mit ein paar Lehrgeld raus. Ständig stelle ich mir jetzt die Frage, ob es nicht besser wäre, alles hinzuschmeissen, auch, weil ich auch ein Problem mit Ihrer Familiy habe. Ich stelle mir ständig die Frage, ob ich meine Kinder in einem solchen Umfeld aufwachsen lassen möchte und dies das Leben ist, das mich glücklich macht Leider kennt niemand in meinem Umfeld eine solche Situation, von daher fühle ich total alleine damit. Vielleicht kennt hier ja jemand eine solche Situation ich will sie nicht verlieren, weil sie ein wunderbarer Mensch ist, aber ohne Sex kann keine Beziehung auf Dauer bestehen

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29. Januar 2016 um 21:14

Notbremse
Du brauchst Zeit! Du brauchst Zeit, um deine Gedanken und deine Gefühle zu ordnen, das geht nicht so ruckzuck. Ich würde erst mal die Notbremse ziehen, vielleicht sogar alleine in Urlaub fahren, um einen klaren Kopf zu kriegen. Als erstes wäre es gut, wenn du dich von dem Druck befreist, kurzfristig Entscheidungen treffen zu müssen. Gib dir Zeit, in Ruhe nachzudenken.

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29. Januar 2016 um 21:34

Das wird nix mehr!
Sie EKELT sich vor dem männlichen Geschlechtsteil und dieser Ekel lässt sich nur schwer überwinden.

Ich an deiner Stelle würde auf den gemeinsamen Hausbau verzichten, da ich keine gemeinsame Zukunft für euch sehe.

Setzt euch zusammen und redet ehrlich über eure Probleme.

Eine geeignete Lösung wird sich mit der Zeit herauskristallisieren.

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29. Januar 2016 um 22:06

N'Abend
Abgesehen davon, dass ich Zweifel hege, dass Deine Partnerin deshalb so traumatisiert wurde und derartige Ekel vor Sexualität entwickelte, weil sie vor rund 30 Jahren im Alter von 3 Jahren (?) mal den Penis des Opas angefasst haben soll, sehe auch ich kaum eine Chance für Euch. Aus welchen Gründen auch immer ist sie für eine normale Beziehung leider nicht geeignet. Und das wird sich auch keineswegs nur auf den sexuellen Bereich beziehen. Ich befürchte, dass Du in ein absolutes Fiasko rein geraten wirst, wenn Du Dein Leben und Deine Zukunft weiterhin gemeinsam mit ihr gestaltest.

Abgesehen davon:

Was in den ersten 3 Jahren passiert liegt im Nebel (1). Als Erwachsener kann man sich an solche Ereignisse de facto nicht mehr erinnern. Aber nehmen wir an, dass sie sich tatsächlich erinnert: woher soll ein 3-jähriges Kind wissen, dass das Anfassen von Opas Penis eine sexuelle Nötigung darstellt, sich also absolut nicht gehört, um sodann, durch dieses Ereignis derart fertig zu sein, dass ein Trauma vorliegt? Es ist ja eher das Problem gegeben, dass solche Kleinkinder eben nicht wissen, inwieweit da etwas Problematisches im Gange sein könnte. Vielleicht ahnen sie entfernt, dass da etwas Verbotenes passiert. Aber das reicht bei Weitem nicht für eine Traumatisierung.

Insofern vermute ich, dass sich Deine Partnerin das Ereignis (unbewusst) ausdachte, um ihre Störungen an irgendwas Konkretem festzumachen. Hilfreich dabei wäre auch, wenn der Opa längst tot ist, denn dann gibts auch keine Widerworte von ihm. Natürlich kann es auch möglich sein, dass ihr die Sache von einer übereifrigen, allzu häufig mit sexuellen Misshandlungen beschäftigten Therapeutin eingeflüstert wurde. Leider gibt es solche stark auf sexuellen Missbrauch fixierte Therapeutinnen zu Hauf. Denen fällt eine andere Möglichkeit als sexueller Missbrauch als Grund für psychische Störungen nicht ein.

Aber das ist alles einerlei, denn was auch immer der Grund sein mag: die Störung ist real gegeben, sie macht sich als Spitze des Eisbergs an intim nahen Situationen fest und verhagelt wesentliche Grundlagen für eine Partnerschaft.

Pacjam

(1) https://www.psychologie-heute.de/news/emotion-kognition/detailansicht/news/wann_die_erinnerung_an_die_fruehe_kindheit_verblasst/

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29. Januar 2016 um 22:45

N'Abend
>>> Glaubst Du, daß es 'NUR' das Anfassen des Penises war...

Es wurde im Text des TE so dargelegt: es war 'NUR' das Anfassen des Penisses des Opas.

Was sollte mich veranlassen, mit blühender Fantasiebegabung, da noch eine ganze Welt an weiteren Dingen drumherum zu fabulieren?

Wäre es mehr gewesen, hätte der TE es dargelegt. Hat er aber nicht.


>>> auch wenn die Freundin des TE im Alter von 3 Jahren nicht hat wissen können, welchen Namen eine solche Handlung hat, so kann sie dennoch auch in dem Alter absolut zuwider sein...

Ja, könnte, hätte, möglich, bla.

Mehr als Spekulationen ins Blaue kommen von Dir leider nicht.

Aber selbst mit Deinen hätte-, könnte-Spekulationen gilt die Frage: erklärt sich dadurch ein Trauma?

Ein so kleines Kind kann die Tragweite einer solchen Handlung - so sie überhaupt stattfand, was ich bezweifele - nicht einschätzen. Auch wenn die Handlung als "absolut zuwider" empfunden wird, erklärt sich daraus kein Trauma.


>>> abgesehen davon wird sich der Opa seiner strafbaren Handlung bewußt gewesen sein und auf das kleine Mädchen eingewirkt haben, niemandem davon zu erzählen...


Mag sein. Daraus erklärt sich immer noch kein Trauma. Irgendwelche "Geheimnisse" mit anderen zu haben, ist Standard bei Kindern.


>>> und gerade in einem Alter, in dem man schutzlos den großen Menschen um sich herum ausgeliefert ist, wird die Seele und das Grundvertrauen mit solchen Handlungen zerstört...

Ja, in der Vorstellung ist so eine Seele sicher zerstört, wenn man - phantasiebegabt - sich alle möglichen und unmöglichen Dinge drumherum noch zurecht strickt und fabuliert.

Auch Du scheinst auf "sexuelle Misshandlung" fixiert zu sein. Da setzt Dein Denkvermögen aus bzw. ist nur noch mit der Konstruktion von irgendwelchen Horror-Fantasien beschäftigt. Eine sachliche, differenzierte Betrachtung ist Dir dann nicht mehr möglich.

Was wäre denn, wenn ich Recht hätte und sie sich die Sache mit dem Opa ausdachte oder diese Sache ihr von einer Therapeutin, die so drauf ist wie Du, also strikt auf sexuellen Missbrauch fixiert ist, eingeflüstert wurde?

Welchen Vorteil hätte die psychisch gestörte Partnerin des TE dann?

Und wenn sie in all den Therapien sich einzig an dem Thema "Opas Penis" über Jahre hinweg abarbeitete, dann dürfte die völlige Erfolglosigkeit all dieser Therapien auch nicht wirklich verwundern - oder? Man löst nämlich kein psychisches Problem, indem man sich - egal wie lange - mit Ersatzproblemen herumschlägt.

An der Opa-Penis-Story gibt es berechtigte und begründbare Zweifel. Und falls die Story tatsächlich nicht stimmt, würden sich diverse andere Dinge erklären. Auch der Umstand, warum die Therapien nicht fruchteten, wäre dann erklärbar.

Pacjam

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29. Januar 2016 um 23:06

N'Abend
>>> Lebensfeindlichen Geschwafel...
>>> Mir ist das Thema zu ernst,
>>> Du lebst scheinbar in einer rein theoretischen Welt...


Dir ist das Thema nicht nur "zu ernst", sondern Du drehst bei dem Thema offenbar im roten Bereich.

Das wird seine Gründe haben.

Natürlich ist das Thema sensibel. Das sollte aber nicht dazu führen, dass man jemanden beschimpft, bloß weil der sich nicht an Denk- und Schreibverbote hält.

Auch wenn es einem schwerfallen mag: das Thema ist genauso sachlich-differenziert zu betrachten, wie jedes andere Thema. Wenn man dazu nicht in der Lage ist oder das gar verbieten möchte, wird man in sehr vielen Fällen keine zutreffende Erkenntnis über das Gegebene sammeln können.

Es ist keineswegs bloße Theorie, dass:

a) Erwachsene sich an Erlebnisse im Alter von 3 Jahren oder jünger NICHT erinnern können. Dafür brachte ich sogar einen Link auf einen Fachbeitrag. Und das, was da dargelegt wird ist nun wahrlich keine graue Theorie.

b) Es ist auch keine Theorie, dass ein Kleinkind, selbst wenn es sich erinnern kann, den Geschehnissen NICHT die Tragweite und Bedeutung beimessen kann, wie ein Erwachsener.

c) Es ist auch keine Theorie, dass der TE NUR davon sprach, dass die Partnerin Opas Penis anfasste. Warum sollte er (oder seine Partnerin, nach jahrelanger Therapie) es verschweigen, wenn es zu viel mehr kam? Hier phantasierst DU ohne jede Grundlage Zeug in die Story.

d) Und Du bist selbst ein prima realweltliches und praktisches Beispiel dafür, wie sehr man auf wer weiß was für geartete "sexuelle Misshandlung" fixiert sein kann. Andere Möglichkeiten kommen für Dich gar nicht erst in Betracht und Du zeigst Dich sehr empört und schimpfst und beleidigst, wenn jemand von Deiner Vorstellung, die sich einzig um "sexuelle Misshandlung" rankt, abweicht. Und exakt so sind - leider - auch nicht wenige Therapeutinnen. Auch die können sich für psychische Probleme NICHTS anderes vorstellen, als "sexuellen Missbrauch". Notfalls wird der konstruiert und an den Haaren herbei phantasiert. Das nennt man "Einflüsterung" und das ist kein theoretisches, sondern ein reales Problem und es ist auch sattsam bekannt, dass es dieses Problem gibt.

Natürlich kann ich vorliegend irren. DU aber AUCH! Und Deine Irrtumswahrscheinlichkeit schätze ich vorliegend als deutlich höher ein als meine!

Pacjam

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29. Januar 2016 um 23:17
In Antwort auf pacjam3

N'Abend
>>> Lebensfeindlichen Geschwafel...
>>> Mir ist das Thema zu ernst,
>>> Du lebst scheinbar in einer rein theoretischen Welt...


Dir ist das Thema nicht nur "zu ernst", sondern Du drehst bei dem Thema offenbar im roten Bereich.

Das wird seine Gründe haben.

Natürlich ist das Thema sensibel. Das sollte aber nicht dazu führen, dass man jemanden beschimpft, bloß weil der sich nicht an Denk- und Schreibverbote hält.

Auch wenn es einem schwerfallen mag: das Thema ist genauso sachlich-differenziert zu betrachten, wie jedes andere Thema. Wenn man dazu nicht in der Lage ist oder das gar verbieten möchte, wird man in sehr vielen Fällen keine zutreffende Erkenntnis über das Gegebene sammeln können.

Es ist keineswegs bloße Theorie, dass:

a) Erwachsene sich an Erlebnisse im Alter von 3 Jahren oder jünger NICHT erinnern können. Dafür brachte ich sogar einen Link auf einen Fachbeitrag. Und das, was da dargelegt wird ist nun wahrlich keine graue Theorie.

b) Es ist auch keine Theorie, dass ein Kleinkind, selbst wenn es sich erinnern kann, den Geschehnissen NICHT die Tragweite und Bedeutung beimessen kann, wie ein Erwachsener.

c) Es ist auch keine Theorie, dass der TE NUR davon sprach, dass die Partnerin Opas Penis anfasste. Warum sollte er (oder seine Partnerin, nach jahrelanger Therapie) es verschweigen, wenn es zu viel mehr kam? Hier phantasierst DU ohne jede Grundlage Zeug in die Story.

d) Und Du bist selbst ein prima realweltliches und praktisches Beispiel dafür, wie sehr man auf wer weiß was für geartete "sexuelle Misshandlung" fixiert sein kann. Andere Möglichkeiten kommen für Dich gar nicht erst in Betracht und Du zeigst Dich sehr empört und schimpfst und beleidigst, wenn jemand von Deiner Vorstellung, die sich einzig um "sexuelle Misshandlung" rankt, abweicht. Und exakt so sind - leider - auch nicht wenige Therapeutinnen. Auch die können sich für psychische Probleme NICHTS anderes vorstellen, als "sexuellen Missbrauch". Notfalls wird der konstruiert und an den Haaren herbei phantasiert. Das nennt man "Einflüsterung" und das ist kein theoretisches, sondern ein reales Problem und es ist auch sattsam bekannt, dass es dieses Problem gibt.

Natürlich kann ich vorliegend irren. DU aber AUCH! Und Deine Irrtumswahrscheinlichkeit schätze ich vorliegend als deutlich höher ein als meine!

Pacjam

Glücklicherweise
waren die Ermittler bei dem Fall der "entführten" und durch Migranten "vergewaltigten" 13-Jährigen in Berlin ausreichend aufmerksam und kritisch.

Der komplette Tathergang, inkl. aller Details, war von der 13-Jährigen frei erfunden worden.

http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Russlanddeutsche-13-hat-Entfuehrung-laut-Staatsanwaltschaft-erfunden-id36759977.html

Auch sensible Themen dürfen nicht davon abhalten, sich seines gesunden Verstandes zu bedienen und im Falle von Widersprüchen, Absonderlichkeiten in den Darlegungen des vermeintlichen "Opfers" Zweifel zu entwickeln.

Der sogenannte "Missbrauch mit dem Missbrauch" (Google) kommt häufig vor. Nicht nur bei der 13-jährigen Russlanddeutschen aus Berlin, die alles frei erfunden hatte.

Wenn Zweifel begründbar sind, dann sollte man sie vortragen. Und bei der Opa-Penis-Story der Partnerin des TE gibt es Zweifel.

Pacjam

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30. Januar 2016 um 0:33

?
Ich finde die Story seltsam - und zwar von du euch beiden.

Sie soll als Dreijährige sexuell missbraucht worden sein und ist nun schwer traumatisiert. In dem Alter sind so weitreichende Erinnerungen und Traumatisierungen nicht möglich. Das Kind hat noch gar nicht das Bewusstsein für richtig und falsch (setzt später ein) und Erinnerungen setzen erst zwischen dem sechsten und achten Lebensjahr ein. Was vorher war wissen wir nicht. Und der Opa wird sich sicher nicht im Teenageralter mit ihr darüber unterhalten haben. Also woher weiß sie davon?

Du trennst dich von deiner Ex, weil dir die sexuelle Anziehung fehlt und jetzt macht dich die Frau so extrem geil, dass du mit ihr fremdgehst? Normal ist das auch nicht.

Ich finde ich seid beide komisch. Jeder für sich. Den Hausbau würde ich abblasen.

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30. Januar 2016 um 10:07

Guten Morgen
>>> Der von Dir geteilte Link ... Über das Verblassen der Kindheitserinnerung greift im übrigen auch keineswegs...


Der von mir gebrachte Link auf einen Fachartikel beleuchtet die Frage, warum man sich an Ereignisse in den ersten 3 Lebensjahren nicht erinnern kann. Das ist ein Faktum und es ist den Psychologen ein Rätsel, warum das so ist.

Nun behauptet die Partnerin des TE, dass sie sich eben in genau dieser fraglichen Lebenszeit an sexuelle Handlungen erinnern kann. Das widerspricht dem Fachartikel und insofern greift der Fachartikel selbstverständlich auch.


>>> auch wenn traumatisierende Handlungen evtl. später nicht mehr bewußt erinnert werden


Du fabulierst über ein völlig anderes Thema. Die Partnerin des TE gibt vor, DASS sie sich erinnern kann. Der Fall, dass man sich an traumatisierende Handlungen evtl. später nicht mehr bewußt erinnern kann, greift also überhaupt NICHT! Sie gibt vor, sich zu erinnern!


>>> selbstverständlich prägen auch die Erfahrungen, die man nicht bewußt erinnert...


Völlig richtig aber leider am Thema vorbei, denn es geht NICHT um Erfahrungen, an die man sich nicht bewußt erinnert, sondern um eine so dargelegte Erinnerung der Partnerin des TE.


>>> Insofern untermauert Du Deine Theorie mit Quellen, die gänzlich am Thema vorbei gehen...


Falsch.

Es geht NICHT um Dinge, an die man sich nicht mehr erinnert, sondern darum, dass die Partnerin des TE vorgibt sich zu ERINNERN. Und zwar bezüglich Handlungen in einem Alter, die gemäß der Fachwelt NICHT erinnerbar sind.


>>> http://m.aerzteblatt.de/print/52989.htm


Ich weiß nicht, was der Link soll. Im Artikel, auf den der Link verweist, geht es um die Ursachen vieler psychischer Erkrankungen aufgrund von negativen Bindungserfahrungen in der Kindheit.

Mag ein spannendes Thema sein. Nur frage ich mich, was das jetzt mit dem Thema zu tun haben soll, inwieweit die "Erinnerung" der Partnerin des TE bzgl. eines sexuellen übergriffs vor 30 Jahren im Alter von 3 Jahren glaubwürdig ist.

Wie mir scheint, versuchst Du unter allen Umständen, die Story der Partnerin des TE als "glaubwürdig" darstellen zu wollen (zu müssen?)

Fast so, als hänge Dein eigenes Schicksal davon ab. Einwände gegen die Glaubwürdigkeit quittierst Du mit Beleidigungen und unsachlichen Kommentaren bzw. bringst Argumente und Links als "Belege", die nicht im Entferntesten zum Thema passen.

Bitte glaube mir: ich will grundsätzlich keiner Frau mit einschlägigen Erfahrungen ihre schmerzvolle Erinnerung streitig machen. Gleichwohl gibt es nun mal auch Fälle, wo Erinnerungen trügen. Und, so meine Einschätzung, solch ein Fall liegt hier vor.

Und wenn ich Recht haben sollte, dann wäre der Partnerin der TE keineswegs geholfen, wenn man sie mit ihrer Scheinerinnerung in Ruhe ließe, auf dass sie wohlmöglich ihr ganzes Leben damit versaut.

Die oberste Maßgabe - auch bei sensiblen Themen - muss die sein, das tatsächlich Gegebene zu erkennen, um daraus seine Schlüsse zu ziehen. Ansonsten wird nur an Stellvertreter- und Ersatzproblemen herum gedoktort, womit NIEMANDEM geholfen ist, sondern im Gegenteil, der Problemkomplex sich nur weiter in die Seele reindübelt, auf dass er seine schädigende Wirkung ad ultimo weiter entfalten kann.

Pacjam

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30. Januar 2016 um 10:31

Guten Morgen
>>> Wenn sich Missbrauchsopfer aber öffnen, passiert genau das: Sie werden Menschen unheimlich, so, als seien sie die Täter...Man weiß nicht, wie man mit ihnen umgehen soll. Es ist meistens keine gute Idee, sich dem Partner anzuvertrauen.


Ich befürchte, dass gar keine andere Wahl bleibt, als sich dem Partner anzuvertrauen.

Wie sonst sollte man dem Partner denn "sonderbare" und auffällige Eigenartigkeiten erklären?

Das Kernproblem an psychischen Belastungen ist, dass sie negative Auswirkungen haben. Sie strahlen negativ auf das eigene Denken und damit auch Verhalten aus. Und da wird man dem Partner wohl schon erklären müssen, wie es zu negativen Verhalten kommen kann.

Nehmen wir an, die Partnerin des TE wäre tatsächlich vor ca. 30 Jahren im Alter von 3 Jahren vom Opa sexuell misshandelt (was ich bezweifele). Und nehmen wir an, die daraus resultierende Konsequenz wäre ihr katastrophaler Ekel vor männlichen Geschlechtsteilen und somit Sex im Allgemeinen.

Ja, das dürfte dem Partner schon auffallen. Wie stellst Du Dir denn vor, wie mit diesem Umstand umgegangen werden sollte? Bloß nix sagen, weil der Partner ja eh nichts kapiert und überfordert ist? Welches Problem hat man damit gelöst? Richtig: gar keins.


>>> Wenige können damit umgehen. Der Partner soll auch nicht der Therapeut sein.

Natürlich gibt es Partner, die mit so einer Information nicht umgehen können. So what? Es führt kein Weg daran vorbei, das Thema dennoch auf den Tisch zu legen. Ansonsten hat die Partnerschafts-Chause doch sowieso und garantiert keinen Sinn.

Abgesehen davon: wenn sich die Partnerin vor ihrem Partner z.B. in sexueller Hinsicht EKELT, dann wäre es schon geboten, darüber zu REDEN. Oder wie stellst Du Dir die Gestaltung so einer Partnerschaft anonsten vor??? Es ist ganz egal, ob der Partner damit umgehen kann oder nicht. Die Frage stellt sich gar nicht. ER hat ein RECHT darauf zu wissen, warum sich seine Partnerin vor IHM ekelt. Und wenn die Partnerin dazu NICHTS sagt, dann kann man den Partnerschafts-Shit eh direkt vor die Wand klatschen.

Es gibt nur eine einzige Möglichkeit: über das Problem offen reden und sodann gemeinsam daran arbeiten. Ob das klappt, steht auf einem anderen Blatt. Wenn man das aber auf diese Weise NICHT versucht, dann hat das Ganze mit der Beziehung eh keinerlei Sinn mehr.


>>> Sicher könnte es sein, dass deine Freundin nicht die Wahrheit sagt, sondern etwas erfindet. Es passt aber sehr wohl ins Bild, was sie sagt und dass sie im Grunde nichts sagt und wie sie sich verhält.


Wie sie sich verhält ist typisch für viele psychisch gestörte Personen. Der Ekel vor Sex der Partnerin des TE könnte problemlos als eine Variante eines grundsätzlichen Näheproblems verstanden werden. Sex hat für manche nämlich durchaus etwas mit sehr intimer Nähe zu tun. Für eine psychische Störung gibt es zahllose Ursachenmöglichkeiten. Sexuelle Misshandlung ist nur eine davon. Es ist niemandem geholfen, wenn man sich auf nur eine einzige Erklärungsoption fixiert und alles andere ausblendet.


>>> Fakt aber scheint zu sein, dass du überfordert bist, ihr nicht helfen kannst, was du auch gar nicht sollst, dass du deine Freundin nicht mehr als Wesen mit sexueller Ausstrahlung wahrnehmen kannst.


Klar ist er überfordert. Aber warum sollte er Deiner Meinung nach der eigenen Partnerin nicht helfen? Wie soll das denn gehen? Da leidet die Partnerin an der eigenen Seite, da kommt es zu massiven Eintrübungen der partnerschaftlichen Lebensqualität und da soll der Typ dann galant drüber hinwegsehen und sich mit seiner Briefmarkensammlung beschäftigen oder wie??

Sehr sonderbar, was Du da schreibst.


>>> Am besten wäre es wohl, wenn du sie in Ruhe lässt. Sie hat noch einen weiten Weg vor sich.


Super Vorschlag. Der Typ möchte leben, eine schöne Partnerschaft gestalten und Dein Vorschlag ist, er solle sie mal "in Ruhe lassen", denn sie hätte ja noch "einen weiten Weg" vor sich.

Wie viele Jahre sollte der Typ sie denn "in Ruhe lassen"? Bis zum Lebensende vielleicht oder reicht es, mit dem Eintritt ins Rentenalter das "in Ruhe lassen" zu beenden?

Ich weiß nicht, was Du für Vorstellungen hast?!


>>> Wenn die Liebe sehr groß ist, könntet ihr versuchen, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.


Sie hat doch schon x-Therapien durch. Sie haben allesamt nicht gefruchtet.

Wie viele Therapien sollten noch kommen? Wie viele Jahre soll da noch gemacht und getan werden?

Vor allem: warum fruchteten die bisherigen Therapien nicht?

Ich habe eine klare Antwort darauf: sie fruchteten nicht, weil sie Schein-/Ersatz-/Stellvertreterprobleme behandelten. Und klar, in so einem Fall kann man auch bis zum Lebensende rummachen. Das wird nie was.

Wenn die Festplatte vom PC defekt ist, dann nutzt es nun mal NICHTS, wenn man sich auf die Lösung eines Stellvertreterproblems kapriziert und das DVD-Laufwerk austauscht. Man kann auch über zig Jahre hinweg eine Komponente des PCs nach der anderen austauschen. Es wird NICHTS. Erst an dem einen schönen Tag, an dem man das EIGENTLICHE Problem anpackt, nämlich die defekte Festplatte, erst dann und NUR dann, kann es was werden. Völlig egal, wie inbrünstigu und intensiv man sich zuvor mit allen möglichen Ersatzproblembehandlungen herumschlug - alles schnuppe.

Pacjam

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30. Januar 2016 um 11:18

Moin
>>> Was ich aber überhaupt nicht verstehe ist: warum sie sich aktiv eine Beziehung sucht, wenn sie eigentlich weiß, dass sie so stark traumatisiert ist.


Warum sollten traumatisierte Menschen nicht den Wunsch hegen, ein glückliches Leben zu führen? Und zu so einem Leben gehört für fast alle Menschen auch eine Partnerschaft dazu. Ferner dürfte auch stets das Prinzip Hoffnung herrschen. Z.B. die Hoffnung, wenn nicht gar die felsenfeste Überzeugung, dass nur "der Richtige" zu kommen bräuchte und simsalabim lösen sich alle Probleme in Luft auf. Diese Heiland- und Erlöser-Phantasien dürften sich bei nahezu allen traumatisierten Menschen wiederfinden lassen. Der feste Glaube an die Möglichkeit einer schlagartigen Erlösung ist eine logische Konsequenz aus schwerem, über Jahre/Jahrzehnte, ggf. gar das ganze Leben währendem Leid. Wer würde sich unter solchen Umständen keine Erlöser-Vorstellung phantasieren?

Natürlich ist es nicht gut, dass der Partner als Therapeut auftritt. Er ist, da persönlich involviert, vielleicht sogar der schlechteste Therpeut der Welt. Freilich nutzt dieses Wissen gar nichts, denn die Partnerin drängt einen in diese Rolle, diese Rolle ist sogar das wesentliche Fundament der Partnerschaft: der Partner soll als Heiland, Erlöser, Retter, Über-Therapeut die Probleme der arg hilfsbedürftigen Partnerin lösen. Das ist seine von der Partnerin übergestülpte Aufgabe und somit auch Rolle. So eine Frau würde sich erst gar nicht mit einem Mann einlassen, der sich in diese Rolle nicht fügt. Und der TE fügte sich in diese Rolle vortrefflich, denn er schreibt ja:

"seit über 2 Jahren arbeiten wir sehr hart an diesem Thema"

Das passt wie die Faust aufs Auge exakt ins Bild. Während dieser Jahre der "harten Arbeit an diesem Thema" hat der Typ viele eigene Bedürfnisse und Wünsche vernachlässigt bzw. zurückgestellt, ist mega viele und teils auch faule Kompromisse eingegangen, begab sich auf eine Art Opfergang, musste in zahllosen Situationen Rücksicht nehmen und Verständnis zeigen, wo er selbst fassungslos war und sein eigenes Leid am liebsten hinausgebrüllt hätte.

All das ist exakt das, was die Partnerin von ihm erwartet und was auch die fundamentale Grundlage der Partnerschaft überhaupt ist.

Übrigens: so so ein Partner einen tatsächlichen Beitrag leisten würde, dass es der Partnerin tatsächlich besser geht und sie über den Berg ist, ist damit zu rechnen, dass SIE die Beziehung beendet.

Und zwar aus einem einfachen Grund: die fundamentale Grundlage der bisherigen Partnerschaft ist dann nämlich nicht mehr gegeben. Die Frau, die überm Berg ist, kann jetzt frei auftrumpfen. Sie braucht keinen "Retter-Heiland" mehr. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan und würde eh nur noch nerven, wenn er jetzt mit seinem entstandenen Leid oder gar weiteren Diskussionen rund um die jahrelange Thematik ankäme.


>>> Was Dir fehlt, das ist der Mut, das alles auszusprechen.


Naja, ich denke der TE weiß, dass "Game Over" wäre, wenn er frei und frank "alles aussprechen" würde.

Das Beziehungsende will er halt vermeiden. Das ist hier im Forum ein täglich auf Neue anstehendes Thema: Person xy befindet sich in miserabler partnerschaftlicher Situation, alles schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und im einleitenden Thread-Eröffnungsbeitrag steht das Sätzchen:

"Trennung kommt für mich übrigens NICHT infrage!!!"

Pacjam

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30. Januar 2016 um 11:36

Moin
>>> Inwieweit der Partner ein Recht darauf hat, etwas zu erfahren: Ist meiner Meinung nach eine schwierige Frage. Manche behalten es aus Selbstschutz für sich, weil sie nicht als gestört etc. abgestempelt werden wollen.


Dieser Selbstschutz löst aber kein Problem, sondern verfestigt es.

Das oberste Ziel für eine traumatisierte Person wird sein, die schweren psychischen Belastungen vom Hals zu bekommen. Nur wenn man diese schweren Belastungen vom Hals bekommt, hat man eine Chance auf ein einigermaßen ausgeglichenes, einigermaßen unbeschwertes, einigermaßen zufriedenes Leben.

Es ist alles zu tun, was dem Erreichen dieses Ziels dienlich ist. Und es alles zu unterlassen, was das Erreichen dieses Ziels abträglich ist.

Ein falsch verstandener Selbstschutz, der die Probleme und damit die einhergehende schwere Belastung nicht löst, sondern verschleppt oder gar manifestiert, verhindert das Erreichen des o.g. Ziels.

Dabei ist mir schon klar, dass es mitunter viele Jahre dauern kann, bis eine traumatisierte Person das exakt so erkennt. Bei nicht wenigen traumatisierten Menschen bricht die psychische Eiterbeule erst Jahre oder gar Jahrzehnte nach den einstigen Ereignissen auf. Und es ist das immer weiter wachsende, schiere Leid, welches diese Betroffenen dann dazu ZWINGT, sich auf eine Art Akt der Verzweiflung dann doch den Dingen zu stellen und zumindest den einen oder anderen liebgewonnenen, alten Zopf (z.B. hinderlicher Selbstschutz) abzuschneiden.

Das kann sehr lange dauern. Auf den grünen Zweig ist jedoch so oder so zu kommen. Ansonsten wird alles nichts.

Das gilt übrigens auch für Therapien. Die sind ja auch deshalb mitunter dermaßen lange, weil über Jahre hinweg aufgrund von hinderlich-problematischem "Selbstschutz" NICHT über die eigentlichen Dinge geredet wird. JAHRE geht es um nichtsnutzigen Stellvertreter- und Ersatz-Blabla. Niemandem ist damit geholfen (außer dem Kontostand der Therapeutin), im Gegenteil: die Probleme bleiben, sie verschleppen sich, sie dübeln sich immer weiter tief in die Seele rein.

Pacjam

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30. Januar 2016 um 12:02

Es kann funktionieren aber nicht bei euch
Es kann funktionieren wenn man sich selber sagt jetzt reicht es habe keine Lust mehr, mein Leben davon zu beeinflussen. Und es wirklich verarbeitet ist bzw. Man sich davon nicht beeinflussen lässt. Ist ein extremer und schmerzhafter Prozess. Wenn ohne Partner dann komplett ohne wenn mit dann sollte man auch alles mit den Partner teilen ansonsten geht es schief. Würde euch eine paar und sexualltherapie empfehlen um darüber zu reden und zu wissen wo ihr steht. Hausbau erstmal komplett absagen und euch klar werden wo ihr seit in der Beziehung. Bis jetzt hört sich für mich an als seit ihr beste Freunde die sich blind verstehen.

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30. Januar 2016 um 16:34


Na toll, scheinbar kam meine Antwort nicht durch

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30. Januar 2016 um 16:42

Danke
Also nochmal:

sie war wahrscheinlich 5 und nicht 3, genau weiß ich es nicht... sie ja auch nicht... sie schätzt, sie war in dem Alter. Ihr fehlte lange Zeit selbst die genaue Erinnerung.

Fakt ist aber, es ist vorgefallen. Ihre Oma war wohl damals zufällig dazu gekommen, als es zur Situation kam und hat ihr eingeredet, es wäre nichts... und ihr Opa hat ihr zu einem späteren Zeitpunkt ein Kissen aufs Gesicht gedrückt und gedroht, sie umzubringen, wenn sie jemals jemand davon erzählt... daher hat sie das auch lange Zeit verdrängt, bis im Alter die Erinnerungen kamen und die Flashbacks. Und die Geschichte ist wahr, ich glaube ihr.
Denn: Ihr Mutter wurde auch missbraucht, vom gleichen Opa! Das hat sich jetzt rausgestellt, weshalb sie in psychiatrischer Behandlung war. Und auch mit ihrer Tante hat sie darüber gesprochen, auch dort scheint etwas vorgefallen zu sein.

Das hat sie sich also definitiv nicht eingebildet, zumal auch bei der Traumaspezialistin bei der sie neuerdings in Behandlung ist die Erinnerungen während Hypnosesitzungen klar hervorkamen.

Ich glaube ihr das!! Ich habe sie erlebt... ich habe die Flaschbacks live miterlebt und ich habe auch gesehen, dass sie keine mehr hat, seitdem sie es aufgearbeitet hat!

Das ist die gute Nachricht: sie ist extrem willensstark, hat sogar ihre Magersucht bekämpft, obwohl jeder Psychologe bislang gesagt hat, das schafft sie nie und sie hat sich um 180 Grad zum positiven verändert, seitdem ich sie kenne. Sie ist viel viel selbstbewusster geworden, hat viel weniger Ängste, mag ihren Körper neuerdings und wurde vor 2 Wochen nachts wach und hatte schöne sexuelle Träume, die sie mit mir teilte... und sie war feucht! Insofern glaube ich, dass sie es schafft... es wird nur eine Zeit dauern, das ist keine Frage.

Aber wenn es jemand schaffen kann, dann sie.

Mir ist aber auch klargeworden dank eurer Beiträge, dass ich mich viel mehr distanzieren muss. Das habe ich auch klar gemacht, dass ich erwarte, dass sie mich nicht mehr als Therapeuten sieht, sondern das Thema dort behandelt.
Das hat sie auch eingesehen... und erstaunlicherweise auch erleichtert.

Den Hausbau werde ich jetzt so gestalten, dass ich die Finanzierung zur Not im Falle einer Trennung alleine stemmen kann. Wir werden jetzt auch im Vorfeld klar regeln, was passiert, wenn wir uns trennen sollten.

Jetzt einfach hinwerfen und sie fallen lassen kann ich nicht... genauso wenig möchte ich mir aber auf Dauer etwas vormachen. Deshalb werde ich mich absichern.

Klappt es und wir schaffen es... gut... klappt es nicht, dann bin ich wenigstens abgesichert, zahl sie aus und kann trotzdem im Haus leben.

Das hat mir jetzt viel Klarheit gegeben, danke Euch!!

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