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11 Jahre Ehe mit 32...und jetzt?

23. Oktober 2017 um 22:21 Letzte Antwort: 26. Oktober 2017 um 16:14

Hallo zusammen!

Ich brauche Rat...

Ich bin 32, seit 14 Jahren mit meinem Mann und ersten Freund zusammen, davon 11 Jahre verheiratet. Jetzt bin ich plötzlich doch an dem Punk, vor den mich alle gewarnt haben.

Kurz (oder lang) zu unserer Beziehung: Wir hatten uns quasi gesucht und gefunden, perfekt von Anfang an. Gleicher Musikgeschmack, gleicher Humor, gleiche Ansichten usw. usw. besser ging es fast nicht. Wir haben uns parallel zueinander entwickelt ab unserem 18 Lebensjahr bis heute. Mit Mitte 20 ist man dann natürlich krass im Altagstrott was mich nie gestört hat. Er hat uns die erste Zeit finanziert bis ich endlich mit mitte 20 beruflich auf sicheren Beinen stand. Kinder war auch immer Thema, hat sich aber immer weiter rausgezögert. Viel unternommen außer Konzerte, Kino usw. hat man zum Schluss nicht...Netflix halt Und so sind ehrlich gesagt die Jahre mit mehr oder weniger „Highlights“ verstrichen. Wir haben kein Streit, verstehen uns super, lachen zusammen und haben auch „regelmäßig „ Sex wobei ich seit Jahren eigentlich kein „Verlangen“ mehr habe, aber es gehört halt dazu. 

Ich fühle mich wie gelähmt.

Wenn ich überlege, mit 32 Jahren so noch 40+ Jahre zu verbringen...es ist nicht dass ich jetzt auf die Rolle will, Männer kennenlernen möchte usw. 

Ich möchte einfach alleine sein, mit mir selbst. Ich liebe die Tage an denen er mal über Nacht weg ist wegen der Arbeit. 

Das geht nun schon seit Monaten...ich kann mittlerweile nur noch schlecht seine Nähe haben. All die vielen Kleinigkeiten und auch Unselbstständigkeit nerven mich sehr. Aufpeppen, Paarberatung etc. erscheint mir da eher albern...wir sind schließlich so wie wir sind. Keiner hat Fehler gemacht.

Ich weiß nicht ob ich das durchhalte auf ewig...ich denke nicht dass es besser werden kann...jedenfalls nicht auf dauer. Und ich habe Panik Ihm das anzutun.

Aber ich bin auch müde nach 14 Jahren. Und Kinder sind dann natürlich auch kein Thema.


Ist das der Klassiker? Alles zu früh?



 

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23. Oktober 2017 um 22:51

Wir waren schon viel unterwegs dieses Jahr, nicht das klassische am Wochenende mit Freunden einen trinken gehen etc. viele Konzerte auch im Ausland, 2x Urlaub...da sind wir vertraut und halt auch wie beste Freunde. Ich geh mittlerweile auch mit Kollegen am Wochenende alleine mal weg, aber das „entfernt“ mich eher noch mehr...

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24. Oktober 2017 um 1:10

Also in einer guten Beziehung sollte es möglich sein sich eigenständig zu entwickeln, Hobbys und Freiheiten zu haben... und sich daran zu freuen wenn der geliebte Partner sich positiv entwickelt und es ihm gut geht.
​Vielleicht hast du das auch alles aber siehst es nicht mehr. Dann ist Ende.

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24. Oktober 2017 um 2:56

ja, was läuft denn da falsch bei Dir?
Offensichtlich hast Du doch alle Freiheiten, die Du brauchst? Oder ist es vielleicht doch die Herausforderung, die Dir fehlt, da alles zu harmonisch abläuft in Deinem Alltag?

Übrigens kann man ganz wunderbar einander aus dem Weg gehen, selbst wenn man eine Wohnung teilt!

Es muss also vor allem etwas mit Dir geschehen sein - such Dir neue Aufgaben, die Dich fordern. Kinder könnten zwar eine schöne Abwechslung in Dein Leben bringen. Aber das macht auch nur Sinn, wenn Du seelisch ausgeglichen bist. Also müsstest Du wohl oder übel trotzdem erst mal was bei Dir verändern, klar oder?
Du schreibst, Du fühlst Dich wohler, wenn Dein Mann mal nicht anwesend ist. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Du mit Dir unzufrieden bist. Läge es nur an IHM, wüsstest Du auch den Grund dafür - ganz logisch.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die ich auf dem ersten Blick erkenne: 1. Du klärst für Dich, was genau Dich so unzufrieden macht.
2. Du denkst einmal mutig darüber nach, womit Dein Mann Dir innerlich das Leben sauer macht.

Wenn Du es herausgefunden hast, denkst Du über mögliche Lösungen nach.
Aber immer ein Schritt nach dem anderen - nicht alles auf einmal. Denn dabei verwurstelst Du Dich und kommst keinen Schritt weiter. Und nimm Dir Zeit dafür - Du kommst schon drauf

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24. Oktober 2017 um 7:44

Was sagt Dein Mann, wenn Du ihn darauf ansprichst?

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24. Oktober 2017 um 16:48

nun ja, vielleicht liegst Du da auch gar nicht so falsch, auch wenn die TE glaubt, das sei nicht so ?!

Von mir weiß ich jedenfalls, dass ich eher der von Dir beschriebene Typ war (jetzt erst bin ich abgeklärter - darum, Danke für Deine Sicht auf die Dinge! ).

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24. Oktober 2017 um 21:35

Wie sieht dein Mann das ganze denn? Hat er vielleicht ähnliche Gedanken?
Falls da nichts gutes mehr draus werden sollte. Ich sags mal so, noch sind beide in dem Alter in dem man sich neu verlieben kann und auch noch Nachwuchs bekommen kann.
Wenn das ganze dann erst in 5 oder 10 Jahren scheitert ist für beide noch weniger Zeit dafür, vielleicht schon zu wenig

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24. Oktober 2017 um 22:42

Ich finde du hast Recht, Venus. Es gibt Menschen die für ewige Beziehungen gemacht sind und andere eben nicht.
Nur weil man einen netten Partner hat, der einem alle Freiheiten gibt, muss man nicht bis ans Lebensende zusammen bleiben. Was bringt es einem, wenn man wie du sagst, einfach verdurstet und unglücklich ist. Das mag nicht in jedermanns Weltbild passen, passt aber ziemlich gut zu dem wie doch mehr Beziehungen laufen, als man wahrscheinlich glaubt. Ich habe sooo viele Männer kennengelernt die einfach mit ihren Frauen zusammen sind, weil man eben schon ewig zusammen ist und nicht weil man da große Emotionen für den anderen hegt .

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25. Oktober 2017 um 13:37

..aber vielleicht traut sich die TE nur nicht, das uns mitzuteilen, was wirklich ist, da sie ja täglich mitverfolgen kann, wie darauf im Forum reagiert wird von einigen ''Spezialisten''

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25. Oktober 2017 um 14:49

..ich HABE ?!? Somit ''alles MEINS'' ?!?

Also doch nur simple ''Besitzansprüche'' ?

Das würde immerhin den Menschen so bestätigen, wie er offensichtlich IST.

Das macht das Menschsein aus.

Schopenhauer hatte uns schon früh erkannt

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25. Oktober 2017 um 15:45

Ihr habt keine Kinder? Auf was wartest du? Lass dich scheiden! Wenn die Gefühle weg sind sind sie weg. Vergiss das Gefasel mit .... verbringt halt mal ein paar romantische Tage irgendwo.... Verschwendet nicht eure Zeit

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26. Oktober 2017 um 1:26

habe ich, doch ich habs gut gelesen und so verstanden, dass es vielen wohl mehr um den Status in der Beziehung geht - wer nen Partner hat, Haus und Auto hat, wähnt sich auf ''hohem Niveau'' - ach ja, und die Arbeit noch haben und alles ist gut.

Leider wird sehr gern alles miteinander verwechselt - den Partner ''habe'' ich nämlich nicht, selbst dann nicht, wenn ich den Trauschein 'habe'. Solange wir das wollen, bleiben wir Partner, bricht einer aus, sind wir das nicht mehr.
Für meine Kinder sehe ich es genauso - ich habe sie zwar, aber sie sind nicht mein ''Eigentum'', sondern Individuen, die einige Jahre meinen Schutz und meine Fürsorge und Liebe benötigen, bis ich sie loslassen muss in ihr Erwachsenenleben.
Ich ''habe'' Enkel und ein Urenkel, die mir aber auch nicht ''gehören''. Darum bin ich dem Himmel dankbar, dass sie mich lieb haben und ich sie lieb haben darf.

Mag sein, das klingt gerade eigenartig, doch, für mich ist das so.

In unserem Land wird vieles kompliziert ausgedrückt und in komische Worte verpackt.
Wichtiger ist, was das Herz einem ''sagt'' - mir sagt es ziemlich oft, dass ich liebevoller meinen Respekt zeigen sollte

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26. Oktober 2017 um 1:28

das muss ich Dir leider bestätigen - Danke für Dein Verständnis

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26. Oktober 2017 um 14:34

vermutlich liegt es daran, dass kaum einer bereit ist, sich mal kritisch selbst zu beäugeln - mehr als ''die Anderen''.

Das braucht Mut, Ehrlichkeit und wohl auch den nötigen Ernst zur Selbstkritik.

Über keine Fehler sieht man toleranter hinweg als über die eigenen - noch schlimmer - man wischt diese Gedanken einfach schnell wieder weg und konzentriert sich wieder auf ''den oder die Anderen'' - so wie man geneigt ist, ewig ''die Schuld'' woanders zu suchen als bei sich selbst.

Und damit meine ich jetzt nicht jene, die laut ''ihre vermeintliche'' Schuld beklagen und aber heimlich überzeugt sind, gar nicht schuldig zu sein.

Nein - das ist schon eigenartig, dass man nahezu immer Fehler nur bei anderen sieht.

 

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26. Oktober 2017 um 16:14

''lieber arbeitslos'' ??

Das klingt irgendwie nach:

''lieber arm aber glücklich''

Realität sieht aber so aus: '' arbeitslos-arm-und unzufrieden/unglücklich''

trotz Familie und trotz Freunde

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