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1 Kind und 2 traurige Männer

16. Juli 2008 um 17:49 Letzte Antwort: 17. Juli 2008 um 10:09

Angeregt durch eine andere Diskussion habe ich nun mal beschlossen mein Problem hier nieder zu schreiben, denn während andere keinen Vater für ihr Kind finden habe ich nämlich plötzlich 2 die es gern sein möchten ...

Erst hatte ich auch keinen und jetzt ja da sinds 2...

Also ich fang mal irgendwie an... und versuche mich kurz zu halten...

Ich habe mich damals vom Vater/Erzeuger des Kindes getrennt, erst hielt er noch kurz zum Kind Kontakt aber er brach ihn ab...

Ich fand relativ schnell einen neuen Partner, der sich super um meinen Sohn ( im Babyalter) kümmerte, er wickelte ihn, gab ihm das Fläschen, wirklich rührend wie er das Kind angenommen hat, heut ist mein Racker knappe 4 und die beiden unzertrennlich...
Das PAPA Wort haben wir aber immer weggelassen, ich wusste nicht wie ich das handhaben soll, denn ich wollt nicht gleich das er Papa sagt und dann die Beziehung vielleicht nicht hält und dann mein Sohn die "Papas" wechselt

Er nennt ihn einfach beim Vornamen, bisher hat er auch noch nie gefragt was ein papa sei usw...

Naja nun gut, jetzt meldet sich der Vater/Erzeuger wieder....

Er hatte damals viele psychische Probleme die mit unter anderem dazu führten wohl das er den Kontakt abbrach, es geht ihm nun wohl besser, er bereut sehr sein Kind nicht gesehen zu haben.. und ja trotz der Wut über die letzten Jahre das von ihm nichts kam, tut er mir trotzdem leid, ich weiss auch nicht, ich find sowas ätzend wenn man sich nicht kümmert aber dennoch ich habe nun mal Mitleid...

Und jeder macht Fehler im Leben (auch wenn das schon ein sehr großer war)

Naja ich möchte ihm trotzdem die Chance geben Kontakt wieder zum Kind aufzubauen...

_____

ABER ich weiss gar nicht wie ich das alles anstellen soll, mein Ex ist geknickt das das Kind ihn nicht kennt und so an meinem "Neuen" hängt, mein Ex hat mit meinem naja bzw unserem Sohn jetzt mehrmals telefoniert und er erzählt immer wie toll bei uns Zuhause ist und wie schön er spielen geht mit meinem neuen Partner usw...

Aber okay er ist ja selber Schuld daran...

Ja und noch mehr leid tut mir mein Freund, er sagt zwar das wäre shcon alles so in Ordnung, aber ich merke das stimmt nicht, er stichelt schon ein wenig herum und man merkt deutlich die Angst das er das Kind "verliert"...

Mein Freund hat sich so "verliebt" in dieses Kind, er hängt unendlich dran...

Jetzt könnte man sagen beide Männer hätten ja mit dieser Situation mal rechnen können (und ich auch)

Man könnte sagen dem Ex sollte es klar sein das sein Kind sich an einem anderen Mann orientieren könnte, während man über meinen neuen Freund sagen könnte er ist nun mal nicht der leibliche Vater und hat somit keine wirklichen Rechte


Aber ich möchte das wir da alle gemeinsam irgendwie eine Lösung finden und ich möchte auch für meinen Freund da sein, weiss aber nicht wie und auch das Kind will ich nicht verwirren aaaah streesig

Kann mir jemand zu dieser Lage helfen?!?!?

(Sorry ist doch lang glaub ich... )

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16. Juli 2008 um 18:37

Kenne ich
dieses problem kenne ich in ähnlicher form auch.
aber das wirkliche problem liegt darin, dass du gar nichts machen kannst. der leibliche vater hat ein recht seinen sohn zu sehen und umgekehrt ebenso. natürlich gefällt es deinem neuen partner nicht. aber der vater könnte sogar zum familiengericht gehen und klagen.

letzten endes bleibt nur die möglichkeit vater und sohn langsam anzunähern und es auch positiv zu sehen. du und dein neuer partner, hätten auch irgendwann mal wieder einen abend oder ein wochenende nur für euch.
ich währe froh, wenn mein ex interesse an seinen kindern hätte... aber die haben den vater seit 3 jahren nicht gehört oder gesehen.

kinder verstehen sehr schnell wer papa und wer mamas freund ist. geht vor dem kind am besten so selbstverständlich wie möglich damit um. dann wird es schon.

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16. Juli 2008 um 18:48

Schwierige....
....Situation für alle.
Das dein Freund jetzt sensibel reagiert ist verständlich, denn immerhin hat er fast 2 Jahre eine vaterähnliche Beziehung zu dem Kleinen aufgebaut und jetzt erscheint sozusagen ein Konkurrent.
Es ist alles auch noch neu und ungewohnt für ihn. Wenn sich die Sache ein wenig eingespielt hat, wird das sich sicher wieder bessern.

Dein Exfreund und Erzeuger deines Kindes mag Gründe für sein Verhalten gehabt haben und jetzt will er vielleicht etwas gut machen und er und auch sein Sohn haben natürlich das Recht sich kennen zu lernen. Seine Eifersucht muß er meiner Meinung nach allerdings in Grenzen halten, denn dein jetziger Freund hat ja auf keinen Fall etwas verwerfliches getan und wäre sicherlich auch bei dir und dem Kleinen, wenn er trotzdem Kontakt zu seinem Sohn gehabt hätte die letzten Jahre. Dieser Mann ist DEIN Lebenspartner und somit auch nah an dem Kind das bei dir lebt. Das muß er halt akzeptieren, daran wird kein Weg vorbei führen.

Auf jeden Fall und das halte ich für das wichtigste, ist das der Erzeuger nicht versucht den "Ersatzpapa" schlecht zu machen. Sollte das passieren müßtest du eingreifen und ein paar klärende direkte Worte sprechen, das du das nicht zulassen wirst.
Wenn er sich aber fair verhält und in Gegenwart des Jungen den Mann, der dein Lebenspartner und ebenfalls Bezugsperson für den Kleinen ist akzeptiert wird sich alles bestimmt so regeln, dass alle damit gut leben können.

Versuch mal mit kindlichen Worten deinem Sohn die Situation zu erklären. Ich weiß man hat meist eine große Angst davor aber du wirst sehen, Kinder nehmen sowas meist viel lockerer als die Erwachsenen.
Wahrscheinlich kommt heraus, das er es sogar cool findet, das da auf einmal 2 Väter sind und er wird schon wissen, wie er zu wem steht.

Da ist der eine "Papa", der immer für ihn da ist und den er mag und dann ist da jemand neuer der sich auch um ihn bemüht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das Kinder manchmal viel besser mit solchen Situationen umgehen können als wir Erwachsenen. Der Kleine wird schon wissen wem er welchen Platz in seinem Leben einräumen kann und will. Vertrau ruhig ein wenig auf deinen Sohn.

Ich denke ihr solltet euch alle erstmal ein wenig Zeit geben, um mit der neuen Situation klar zu kommen und mit der Zeit regeln sich dann viele Probleme von ganz allein.

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17. Juli 2008 um 10:09

Wo ist das Problem?
Hallo,

ich weiß ehrlich gesagt nicht wo das Problem ist.

Ich finde Du zerbrichst Dir viel zu sehr den Kopf für andere, nämlich für Ex und Partner.

In erster Linie kannst Du sehr froh darüber sein, dass Du einen Partner gefunden hast, der so gut für Dein Kind da ist. Dadurch dass das Kind noch so klein war konnte er wie ein Vater mit ihm zusammenwachsen, was ein großer Vorteil ist.

Dann verstehe ich den Ex nicht. Statt eifersüchtig zu sein, sollte er lieber froh und dankbar sein, dass in der Zeit in der er nämlich nicht da war, sich jemand anderer des Kindes angenommen hat, so dass es ihm gut ging und er nicht auf eine männliche Bezugsperson verzichten musste.
Du schreibst das er bereut. Er bereut es nur um seinetwillen, also dass er nichts vom Kind hatte. Aber bereut nicht dass das Kind durch sein Verhalten auf ein Vater hätte verzichten müssen. Das ist sehr egoistisch.
Für den Ex hätte ich nicht so großes Verständnis.

Ich weiß halt auch deshalb nicht wo das Problem ist, weil der Ex ja das Kind alle 2 Wochen haben kann.

OK. Du fühlst dass es Deinen neuen Partner wohl stört, dass durch die zukünftigen Besuche Dein Ex in Euerem Leben präsent sein wird. Ich denke Dein Partner hat wohl auch deshalb sich so sehr für das Kind engagiert, weil er wusste dass da keine Konkurrenz bzw. ein störender Ex und leiblicher Vater im Hintergrund ist. So konnte er sich als richtiger Vater fühlen. Dieses Gefühl wird jetzt beeinträchtigt durch das Erscheinen des Ex.

Ich würde mir über den Ex keine Gedanken machen. Soll er denken und fühlen was er will. Ich würde ihm sachlich sein gesetzliches Besuchsrecht gestatten und ansonsten den Rücken des Partners stärken, insoweit dass er sich nicht in seiner Rolle herabgesetzt fühlen soll.

Der neue will halt eine richtige Familie sein und hat sich darauf eingestellt und im Vertrauen darauf diese enge Bindung wie ein leiblicher Vater gestaltet. Jetzt solltest Du mit ihm daran arbeiten, dieses Familiengefühl nicht durch das Auftauchen des Ex beeinträchtigen zu lassen. Ihr seid die Einheit.
Denk lieber an Deinen Partner und weniger an den Ex.

Du kannst froh sein so jemanden gefunden zu haben. Dieses Glück haben die wenigsten Mütter mit Kind. Und vom Ex hattest du und hast Du nichts zu erwarten. Er sollte nicht zum Störfaktor werden. Wenn du aber Dir zu sehr Gedanken um seine Gefühlswelt oder seine Position machst, dann wird er durch Deine fehlende Abgrenzung zum Störfaktor für Deine Beziehung und damit für die Familie.
Wickel die Sache einfach mit einem vernünftigen Besuchsrecht ab und gut ist.

LG

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