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Wäre eine Trennung egoistisch

15. März 2017 um 14:46

Hallo zusammen,
so richtog weiß ich nicht, was ich mir hiervon erhoffe, denn die Entscheidung die mir bevorsteht (oder auch nicht) muss ich ganz allein treffen. Trotzdem will ich mir mal eure Meinung einholen.
Kurz zu den Fakten. Ich bin mit meinem Mann seit 11 Jahren zusammen, bald seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder, beide bald 5 Jahre. Seit knappen 4 Jahren wohnen wir in einem Eigenheim. Wir haben beide einen gut bezahlten, sicheren Job. So weit so gut. Eigentlich könnte alles so perfekt sein - eigentlich...
Vor knapp einem Jahr lernte ich einen Mann kennen. Dieser Mann hat mein Leben total aus der Spur geworfen. Bis ich ihn kennenlernte, hätte ich jedem unterschrieben, dass ich glücklich bin. Es war auf Firmenevent und er begann heftig mit mir zu flirten. Ich fühlte mich total geschmeichelt und dachte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel dabei. Außer das wir Handynummern austauschen,  passierte an dem Abend auch nicht viel mehr. In den darauf folgenden Tagen und Wochen schrieben und telefonierten wir sehr viel und langsam stieg in mir die Vermutung, dass ich mich schon ein wenig verliebt hatte. Nach etwa 4-5 Wochen trafen wir uns wieder und passierte, was passieren musste...
Schnell stellte sich danach heraus, dass er es lediglich darauf abgesehen hatte...
Ich hingegen stellte aber plötzlich meine Ehe und mein gesamtes Leben in Frage. Nach ein paar Wochen erfuhr mein Mann davon. Klar, es war ein herber Schlag für Ihn! Wir rauften uns aber wieder zusammen und wollten es noch einmal miteinander versuchen. Also begann die Suche nach Gründen... Wir sind uns einig, dass wir beide uns einfach als selbstverständlich gesehen haben und so wollten wir wieder neuen Schwung in unsere Ehe bringen. Wir einigten uns darauf, es mal mit einer offenen Beziehung zu versuchen - darüber kann man jetzt denken, was man will, aber zu diesem Zeitpunkt hielten wir es für eine gute Idee.
Das ging auch etwa 3 Monate echt gut. Doch dann lernte ich einen Mann kennen, der erneut alles durcheinander warf. Anfangs trafen wir uns lediglich zum Sex. Ich muss gestehen, dass ich mir bisher aus Sex nie wirklich viel gemacht hatte, weder bei meinem Mann noch in einer früheren Beziehung. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich die offene Beziehung wollte, einfach um zu gucken, ob es an mir liegt. Jedenfalls wurden unsere Treffen intensiver. Der Sex mit ihm ist der Wahnsinn, so etwas habe ich früher wirklich nicht gekannt...
Parallel dazu läuft es bei mir auf Arbeit immer schlechter. Ich habe das Gefühl, von einigen Kolleginnen gemieden (um nicht zu sagen gemobbt) zu werden. Noch dazu werden immer mehr unliebsame Aufgaben auf mich übertragen... Der ganze psychische Druck auf Arbeit führte irgendwann dazu, dass in mir der Wechselwille immer größer wurde. Letztendlich hat er mich aber direkt in eine Depression gestützt. Ja, ich bin inzwischen wgn einer Mittleren bis Schweren Depression in Behandlung.
Nun ist es aber so, dass ich zu Hause eigentlich nur noch am Heulen bin, ich habe an nichts mehr Freude, auch nicht an meinen Kindern. Mein Mann tut alles, damit es mir irgendwie besser geht. Er nimmt mir im Haushalt sämtliche Aufgaben ab, da ich heute dazu einfach nicht mehr in der Lage bin. Das einzige, was mir noch Freude bereitet sind die Treffen mit diesem anderen Mann. Auch er weiß inzwischen über meinen Gemütszustand Bescheid. Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich mich total in ihn verliebt habe und er sich in mich. Auch fürchte ich inzwischen, dass die Depression eben nicht von Arbeit kam, sondern von meinem unerfüllten Leben. 
Nur jetzt kommt die Frage, was kann ich tun? Ich müsste mein komplettes Leben aufgeben und etwa 150km weg ziehen um eine Zukunft mit diesem anderen zu haben. Ich müsste meinen Kindern den Vater nehmen und meinem Mann die Kinder. Ich würde die Kids aus ihrem gesamten Umfeld reißen. Mal unabhängig davon, was das mit dem Haus bedeuten würde. Momentan stelle ich mir immer wieder die Frage, Herz oder Verstand? Und immer wenn ich zum Herzen tendiere frage ich mich, ob es wirklich richtig ist, mein Glück über das Glück meiner Kinder und das meines Mannes zu stellen? Er ist ein so lieber, guter Ehemann. Vergangenes Wochenende habe ich ihm gesagt, dass ich ihn zwar immer noch total lieb habe, aber nicht weiß, ob ich ihn noch liebe. Klar es war ein Schock für ihn und er weiß auch, dass ich starke Gefühle für diesen anderen Mann habe und trotzdem geht es ihm nur darum, dass ICH wieder glücklich werde...
Ja, die Sache mit dem anderen Mann geht bisher grad mal 3 Monate, aber ich kann es mir momentan nicht ohne ihn vorstellen. Doch was mich auch erschreckt ist die Tatsache, dass ich innerhalb eines Jahres bereits 2 mal in dieser Situation war. Daher glaube ich langsam, ich suche heute lediglich einen Ausweg aus meiner Ehe...
Ich weiß, der ganze Text ist ein wenig wirr geschrieben, aber besser bekommen ich das grad nicht ausgedrückt. Wie gesagt, die Frage gehen oder bleiben muss letztendlich ich ganz allein beantworten, aber vielleicht könnt ihr mir ja mal eure Ansichten zu dem Thema schreiben.
Und solltet ihr jetzt denken, dass ich eine egoistische Schlampe bin, die weder das eine noch das andere verdient hat - genau das weiß ich selbst und denke manchmal ganz genauso darüber...
Vielen Dank fürs Lesen
Bamby

Top 3 Antworten

15. März 2017 um 18:17
In Antwort auf bamby684

Hallo zusammen,
so richtog weiß ich nicht, was ich mir hiervon erhoffe, denn die Entscheidung die mir bevorsteht (oder auch nicht) muss ich ganz allein treffen. Trotzdem will ich mir mal eure Meinung einholen.
Kurz zu den Fakten. Ich bin mit meinem Mann seit 11 Jahren zusammen, bald seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder, beide bald 5 Jahre. Seit knappen 4 Jahren wohnen wir in einem Eigenheim. Wir haben beide einen gut bezahlten, sicheren Job. So weit so gut. Eigentlich könnte alles so perfekt sein - eigentlich...
Vor knapp einem Jahr lernte ich einen Mann kennen. Dieser Mann hat mein Leben total aus der Spur geworfen. Bis ich ihn kennenlernte, hätte ich jedem unterschrieben, dass ich glücklich bin. Es war auf Firmenevent und er begann heftig mit mir zu flirten. Ich fühlte mich total geschmeichelt und dachte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel dabei. Außer das wir Handynummern austauschen,  passierte an dem Abend auch nicht viel mehr. In den darauf folgenden Tagen und Wochen schrieben und telefonierten wir sehr viel und langsam stieg in mir die Vermutung, dass ich mich schon ein wenig verliebt hatte. Nach etwa 4-5 Wochen trafen wir uns wieder und passierte, was passieren musste...
Schnell stellte sich danach heraus, dass er es lediglich darauf abgesehen hatte...
Ich hingegen stellte aber plötzlich meine Ehe und mein gesamtes Leben in Frage. Nach ein paar Wochen erfuhr mein Mann davon. Klar, es war ein herber Schlag für Ihn! Wir rauften uns aber wieder zusammen und wollten es noch einmal miteinander versuchen. Also begann die Suche nach Gründen... Wir sind uns einig, dass wir beide uns einfach als selbstverständlich gesehen haben und so wollten wir wieder neuen Schwung in unsere Ehe bringen. Wir einigten uns darauf, es mal mit einer offenen Beziehung zu versuchen - darüber kann man jetzt denken, was man will, aber zu diesem Zeitpunkt hielten wir es für eine gute Idee.
Das ging auch etwa 3 Monate echt gut. Doch dann lernte ich einen Mann kennen, der erneut alles durcheinander warf. Anfangs trafen wir uns lediglich zum Sex. Ich muss gestehen, dass ich mir bisher aus Sex nie wirklich viel gemacht hatte, weder bei meinem Mann noch in einer früheren Beziehung. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich die offene Beziehung wollte, einfach um zu gucken, ob es an mir liegt. Jedenfalls wurden unsere Treffen intensiver. Der Sex mit ihm ist der Wahnsinn, so etwas habe ich früher wirklich nicht gekannt...
Parallel dazu läuft es bei mir auf Arbeit immer schlechter. Ich habe das Gefühl, von einigen Kolleginnen gemieden (um nicht zu sagen gemobbt) zu werden. Noch dazu werden immer mehr unliebsame Aufgaben auf mich übertragen... Der ganze psychische Druck auf Arbeit führte irgendwann dazu, dass in mir der Wechselwille immer größer wurde. Letztendlich hat er mich aber direkt in eine Depression gestützt. Ja, ich bin inzwischen wgn einer Mittleren bis Schweren Depression in Behandlung.
Nun ist es aber so, dass ich zu Hause eigentlich nur noch am Heulen bin, ich habe an nichts mehr Freude, auch nicht an meinen Kindern. Mein Mann tut alles, damit es mir irgendwie besser geht. Er nimmt mir im Haushalt sämtliche Aufgaben ab, da ich heute dazu einfach nicht mehr in der Lage bin. Das einzige, was mir noch Freude bereitet sind die Treffen mit diesem anderen Mann. Auch er weiß inzwischen über meinen Gemütszustand Bescheid. Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich mich total in ihn verliebt habe und er sich in mich. Auch fürchte ich inzwischen, dass die Depression eben nicht von Arbeit kam, sondern von meinem unerfüllten Leben. 
Nur jetzt kommt die Frage, was kann ich tun? Ich müsste mein komplettes Leben aufgeben und etwa 150km weg ziehen um eine Zukunft mit diesem anderen zu haben. Ich müsste meinen Kindern den Vater nehmen und meinem Mann die Kinder. Ich würde die Kids aus ihrem gesamten Umfeld reißen. Mal unabhängig davon, was das mit dem Haus bedeuten würde. Momentan stelle ich mir immer wieder die Frage, Herz oder Verstand? Und immer wenn ich zum Herzen tendiere frage ich mich, ob es wirklich richtig ist, mein Glück über das Glück meiner Kinder und das meines Mannes zu stellen? Er ist ein so lieber, guter Ehemann. Vergangenes Wochenende habe ich ihm gesagt, dass ich ihn zwar immer noch total lieb habe, aber nicht weiß, ob ich ihn noch liebe. Klar es war ein Schock für ihn und er weiß auch, dass ich starke Gefühle für diesen anderen Mann habe und trotzdem geht es ihm nur darum, dass ICH wieder glücklich werde...
Ja, die Sache mit dem anderen Mann geht bisher grad mal 3 Monate, aber ich kann es mir momentan nicht ohne ihn vorstellen. Doch was mich auch erschreckt ist die Tatsache, dass ich innerhalb eines Jahres bereits 2 mal in dieser Situation war. Daher glaube ich langsam, ich suche heute lediglich einen Ausweg aus meiner Ehe...
Ich weiß, der ganze Text ist ein wenig wirr geschrieben, aber besser bekommen ich das grad nicht ausgedrückt. Wie gesagt, die Frage gehen oder bleiben muss letztendlich ich ganz allein beantworten, aber vielleicht könnt ihr mir ja mal eure Ansichten zu dem Thema schreiben.
Und solltet ihr jetzt denken, dass ich eine egoistische Schlampe bin, die weder das eine noch das andere verdient hat - genau das weiß ich selbst und denke manchmal ganz genauso darüber...
Vielen Dank fürs Lesen
Bamby

Geh du doch deinen Weg. 
Aber lass die Kindern bei deinem Mann. Er tut alles für dich, erträgt sogar deine Untreue und weil du gerade einen Egotrip hast sollen alle leiden?

Sorry, kein Verständnis. Rennst dich von einer Ausrede in die nächste. Wirkst total unreif. Find lieber raus was du willst als von ein Nest ins nächste zu hoppeln!

Aber lass den Kindern ihr Leben und ihren Alltag. 

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15. März 2017 um 19:13

Hallo Bamby,

ich denke du steckst in einer ausgewachsenen Midlife Crisis !

Haus gebaut, Familienplanung abgeschlossen, fest im Job und ansonsten nur der Alltag !
Da fragt man sich vielleicht auch nur im Unterbewusstsein......war es das jetzt ?

Und dann lernt man diesen Mann kennen, der dich aus deinen Alltag entführt, Sehnsüchte in dir weckt und umso mehr hasst man sein vermeintlich eintöniges Leben.

Bedenke aber, dass Du nur die schönen Stunden mit Ihm teilst...Sex, lange Gespräche usw.
Ihr habt keinen Alltag, keine Sorgen, Ihr habt nur euch für ein paar Stunden, Tage...
Das ist wie Urlaub aber keinesfalls das Leben.

Auch mit dem Mann, von wem du glaubst das du Ihn liebst, wird irgendwann der Alltag einkehren und dann ? Glaubst du dass das was du jetzt mit Ihm erlebst immer so weiter gehen wird ?
Ich weiß nicht wie oft Ihr euch seht, aber kennst du Ihn überhaupt richtig auch die schlechten Seiten, die jeder von uns uns hat ?

Ich habe mal einen Bericht gesehen, da ging es um das Thema Liebe. Das was wir alls verliebt-sein Empfinden, Schmetterlinge im Bauch...das Gefühl ohne den Anderen nicht mehr Leben zu können....ist nichts anderes als Suchtverhalten...das durch Hormone verursacht wird.
Und du willst immer mehr.....und kannst die Finger nicht davon lassen, alles andere wird unwichtig.

Du schreibst selber das du deinen Ehemann noch "lieb" hast. Vielleicht verwechselt Du da was... ich denke das ist Liebe, denn nach 11 Jahren hat man keine Schmetterlinge mehr im Bauch. Man sehnt sich nicht mehr mit jeder Faser seinens Körpers nach dem Anderen. Man hat eine Vertrautheit/Verbundenheit erlangt und wenn mann dann noch sagen kann, das man sich lieb hat, ist das für mich wahre Liebe.

Das was du mit diesem Mann derzeit durchlebst ist eine Verliebtheit, er ist beliebig austauschbar, weil er dich von deinem Alltag ablenkt, und ist ja schon der Zweite in den Du dich verguckt hast. Wäre er so für dich da in 11 Jahren wie dein Ehemann jetzt, in der gleichen Situation ?

Letztendlich musst Du die Entscheidung für dich treffen und für deine Kinder. Aber ich finde wenn man sich trennt, dann sollte man dies nur tun, wenn man bereit ist den Weg auch alleine zu gehen, sprich nicht von einen anderen Man abhängig machen. Oder hattest du auch Trennungsgedanken als es diesen Mann noch nicht gab ?

Mit einer Trennung setzt du alles auf eine Karte, aber das weißt du selber.

Vielleicht könnt Ihr euch erstmal auf Zeit trennen, wenn dein Ehemann damit Einverstanden ist. Dann hättest du Zeit dich zu ordnen und zu schauen ob dir deine Ehe nicht doch wichtiger ist.

LG
 

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19. März 2017 um 8:42
In Antwort auf mandellaugen

Oje, dann bist du auch noch in dieser Psycho-Maschinerie drin. Also wenn du kein Bock auf Klinik hast, dann mache das auch nicht. Versuche erst die Dinge in deinem Leben zu richten, denn da ist viel Bedarf, sowohl in der Ehe, als auch im beruflichen Bereich. Ich denke dass da die Quellen deiner Gemütslage zu finden sind.
Mir ging es auch mal so. Meine Beziehungslage war sehr akut, weswegen nur eine Trennung zur Verbesserung beitragen konnte. Aber danach ging es mir schon einmal ein Stück besser. 
Aber die berufliche Situation hatte mich damals auch sehr fertig gemacht. Also habe ich mich beworben. Es hat mich alles viel Überwindung gekostet, ich musste viele Ängste und Unsicherheiten überwinden und auch viele Menschen übergehen, die mir etwas anderes einredeten. Schlussendlich hat das alles viel gebracht. 
Mir geht es jetzt sehr viel besser, ich bin im Aufwind und habe mich die letzten Jahre gut entfalten können.
Und Nein, ich weine nicht mehr. Ich bin jemand der viel lacht und herzlich ist. Immer einen blöden Spruch auf der Lippe. Daher tat es weh als mein Sohn damals sagte dass ich nicht mehr lache und dass er mich gerne lachen sieht. Heute lache ich wieder.
Damals war es bei mir beruflich ein Burnout und die Beziehung hatte mich auch depressiv gemacht. Innerhalb des Systems konnte ich nichts verändern. Bei dir sehe ich das in der Beziehung anders. Wenn es bei mir so wie bei dir gewesen wäre, hätte ich genau gewusst was ich mit meinem Mann in die Wege geleitet und verändert hätte. Da ist so viel Spielraum.
Beruflich solltest du auf jeden Fall etwas verändern. Entweder indem du dich weiter qualifizierst und/oder bewirbst, wechselst. Ich kam danach woanders unter und blühte vollkommen auf, es war wirklich wie eine Befreiung. Es hat sich alles verändert, all das was im Argen war, ist jetzt gut und einwandfrei. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Den Kindern musst du nichts erklären. Sag einfach dass es Mama derzeit nicht gut geht. Du musst nicht so perfekt sein und kindgerecht und mit Ratgebern versuchen Kindern beizubringen, was eine Depression ist. Kümmere dich lieber um Veränderungen, siehe hoffnungsvoll in die Zukunft weil du etwas bewegst, veränderst. Wenn du Kraft hast Sex mit einem Lover zu haben, dann hast du auch Kraft etwas zu verändern. Wobei sich mir auch die Frage stellt, wer die 150km von euch fährt und wo ihr euch trefft? 

Außerdem frage ich mich ob du Freunde hast? Freundinnen? Mit denen du reden kannst, dein Herz ausschütten kannst. Hast du ein soziales Leben? Machst du Sport, gehts shoppen, gehst du mal aus mit Freundinnen? Schön essen gehen, Cocktails, tanzen gehen? Oder als Paar mit anderen Paaren etwas unternehmen, Konzerte, Wellness usw.?
Ich meine wenn man all das nicht macht, sich nur an Geburtstag und Weihnachten Socken und Haushaltsgeräte schenkt, nur arbeitet, die Kinder versorgt, das Haus richtet, dann ist es doch kein Wunder wenn alles nicht mehr schön ist. 

Mandellaugen, auch wenn ich Deine Kommentare normalerweise gut finde, muss ich Dir hier absolut energisch widersprechen. Dein Ratschlag auf einen stationären Klinikaufenthalt ist so fahrlässig und lebensgefährdend, dass ich fast die Fassung verliere.

Ich weiß nicht, was Du unter einer Depression verstehst. Ich als Mediziner sehe derin eine absolut lebensbedrohliche Krankheit, die nicht korrekt therapiert zum Tode führen kann. Damit spaßt man nicht herum und man macht einen Klinikaufenthalt auch nicht vom Bock darauf abhängig. Niemand hat Bock auf einen 6 oder 12-wüchigen Kllinikaufenthalt. Das ist ein riesiger Einschnitt ins Leben, der aber das Leben tatsächlich retten kann.

Wie lange soll die TE noch leiden, bevor sie in die Klinik geht und sich heilen lässt? Wie lange sollen die Kinder noch täglich ihre dauerweinende Mutter sehen müssen?

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15. März 2017 um 18:17
In Antwort auf bamby684

Hallo zusammen,
so richtog weiß ich nicht, was ich mir hiervon erhoffe, denn die Entscheidung die mir bevorsteht (oder auch nicht) muss ich ganz allein treffen. Trotzdem will ich mir mal eure Meinung einholen.
Kurz zu den Fakten. Ich bin mit meinem Mann seit 11 Jahren zusammen, bald seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder, beide bald 5 Jahre. Seit knappen 4 Jahren wohnen wir in einem Eigenheim. Wir haben beide einen gut bezahlten, sicheren Job. So weit so gut. Eigentlich könnte alles so perfekt sein - eigentlich...
Vor knapp einem Jahr lernte ich einen Mann kennen. Dieser Mann hat mein Leben total aus der Spur geworfen. Bis ich ihn kennenlernte, hätte ich jedem unterschrieben, dass ich glücklich bin. Es war auf Firmenevent und er begann heftig mit mir zu flirten. Ich fühlte mich total geschmeichelt und dachte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel dabei. Außer das wir Handynummern austauschen,  passierte an dem Abend auch nicht viel mehr. In den darauf folgenden Tagen und Wochen schrieben und telefonierten wir sehr viel und langsam stieg in mir die Vermutung, dass ich mich schon ein wenig verliebt hatte. Nach etwa 4-5 Wochen trafen wir uns wieder und passierte, was passieren musste...
Schnell stellte sich danach heraus, dass er es lediglich darauf abgesehen hatte...
Ich hingegen stellte aber plötzlich meine Ehe und mein gesamtes Leben in Frage. Nach ein paar Wochen erfuhr mein Mann davon. Klar, es war ein herber Schlag für Ihn! Wir rauften uns aber wieder zusammen und wollten es noch einmal miteinander versuchen. Also begann die Suche nach Gründen... Wir sind uns einig, dass wir beide uns einfach als selbstverständlich gesehen haben und so wollten wir wieder neuen Schwung in unsere Ehe bringen. Wir einigten uns darauf, es mal mit einer offenen Beziehung zu versuchen - darüber kann man jetzt denken, was man will, aber zu diesem Zeitpunkt hielten wir es für eine gute Idee.
Das ging auch etwa 3 Monate echt gut. Doch dann lernte ich einen Mann kennen, der erneut alles durcheinander warf. Anfangs trafen wir uns lediglich zum Sex. Ich muss gestehen, dass ich mir bisher aus Sex nie wirklich viel gemacht hatte, weder bei meinem Mann noch in einer früheren Beziehung. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich die offene Beziehung wollte, einfach um zu gucken, ob es an mir liegt. Jedenfalls wurden unsere Treffen intensiver. Der Sex mit ihm ist der Wahnsinn, so etwas habe ich früher wirklich nicht gekannt...
Parallel dazu läuft es bei mir auf Arbeit immer schlechter. Ich habe das Gefühl, von einigen Kolleginnen gemieden (um nicht zu sagen gemobbt) zu werden. Noch dazu werden immer mehr unliebsame Aufgaben auf mich übertragen... Der ganze psychische Druck auf Arbeit führte irgendwann dazu, dass in mir der Wechselwille immer größer wurde. Letztendlich hat er mich aber direkt in eine Depression gestützt. Ja, ich bin inzwischen wgn einer Mittleren bis Schweren Depression in Behandlung.
Nun ist es aber so, dass ich zu Hause eigentlich nur noch am Heulen bin, ich habe an nichts mehr Freude, auch nicht an meinen Kindern. Mein Mann tut alles, damit es mir irgendwie besser geht. Er nimmt mir im Haushalt sämtliche Aufgaben ab, da ich heute dazu einfach nicht mehr in der Lage bin. Das einzige, was mir noch Freude bereitet sind die Treffen mit diesem anderen Mann. Auch er weiß inzwischen über meinen Gemütszustand Bescheid. Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich mich total in ihn verliebt habe und er sich in mich. Auch fürchte ich inzwischen, dass die Depression eben nicht von Arbeit kam, sondern von meinem unerfüllten Leben. 
Nur jetzt kommt die Frage, was kann ich tun? Ich müsste mein komplettes Leben aufgeben und etwa 150km weg ziehen um eine Zukunft mit diesem anderen zu haben. Ich müsste meinen Kindern den Vater nehmen und meinem Mann die Kinder. Ich würde die Kids aus ihrem gesamten Umfeld reißen. Mal unabhängig davon, was das mit dem Haus bedeuten würde. Momentan stelle ich mir immer wieder die Frage, Herz oder Verstand? Und immer wenn ich zum Herzen tendiere frage ich mich, ob es wirklich richtig ist, mein Glück über das Glück meiner Kinder und das meines Mannes zu stellen? Er ist ein so lieber, guter Ehemann. Vergangenes Wochenende habe ich ihm gesagt, dass ich ihn zwar immer noch total lieb habe, aber nicht weiß, ob ich ihn noch liebe. Klar es war ein Schock für ihn und er weiß auch, dass ich starke Gefühle für diesen anderen Mann habe und trotzdem geht es ihm nur darum, dass ICH wieder glücklich werde...
Ja, die Sache mit dem anderen Mann geht bisher grad mal 3 Monate, aber ich kann es mir momentan nicht ohne ihn vorstellen. Doch was mich auch erschreckt ist die Tatsache, dass ich innerhalb eines Jahres bereits 2 mal in dieser Situation war. Daher glaube ich langsam, ich suche heute lediglich einen Ausweg aus meiner Ehe...
Ich weiß, der ganze Text ist ein wenig wirr geschrieben, aber besser bekommen ich das grad nicht ausgedrückt. Wie gesagt, die Frage gehen oder bleiben muss letztendlich ich ganz allein beantworten, aber vielleicht könnt ihr mir ja mal eure Ansichten zu dem Thema schreiben.
Und solltet ihr jetzt denken, dass ich eine egoistische Schlampe bin, die weder das eine noch das andere verdient hat - genau das weiß ich selbst und denke manchmal ganz genauso darüber...
Vielen Dank fürs Lesen
Bamby

Geh du doch deinen Weg. 
Aber lass die Kindern bei deinem Mann. Er tut alles für dich, erträgt sogar deine Untreue und weil du gerade einen Egotrip hast sollen alle leiden?

Sorry, kein Verständnis. Rennst dich von einer Ausrede in die nächste. Wirkst total unreif. Find lieber raus was du willst als von ein Nest ins nächste zu hoppeln!

Aber lass den Kindern ihr Leben und ihren Alltag. 

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15. März 2017 um 19:13

Hallo Bamby,

ich denke du steckst in einer ausgewachsenen Midlife Crisis !

Haus gebaut, Familienplanung abgeschlossen, fest im Job und ansonsten nur der Alltag !
Da fragt man sich vielleicht auch nur im Unterbewusstsein......war es das jetzt ?

Und dann lernt man diesen Mann kennen, der dich aus deinen Alltag entführt, Sehnsüchte in dir weckt und umso mehr hasst man sein vermeintlich eintöniges Leben.

Bedenke aber, dass Du nur die schönen Stunden mit Ihm teilst...Sex, lange Gespräche usw.
Ihr habt keinen Alltag, keine Sorgen, Ihr habt nur euch für ein paar Stunden, Tage...
Das ist wie Urlaub aber keinesfalls das Leben.

Auch mit dem Mann, von wem du glaubst das du Ihn liebst, wird irgendwann der Alltag einkehren und dann ? Glaubst du dass das was du jetzt mit Ihm erlebst immer so weiter gehen wird ?
Ich weiß nicht wie oft Ihr euch seht, aber kennst du Ihn überhaupt richtig auch die schlechten Seiten, die jeder von uns uns hat ?

Ich habe mal einen Bericht gesehen, da ging es um das Thema Liebe. Das was wir alls verliebt-sein Empfinden, Schmetterlinge im Bauch...das Gefühl ohne den Anderen nicht mehr Leben zu können....ist nichts anderes als Suchtverhalten...das durch Hormone verursacht wird.
Und du willst immer mehr.....und kannst die Finger nicht davon lassen, alles andere wird unwichtig.

Du schreibst selber das du deinen Ehemann noch "lieb" hast. Vielleicht verwechselt Du da was... ich denke das ist Liebe, denn nach 11 Jahren hat man keine Schmetterlinge mehr im Bauch. Man sehnt sich nicht mehr mit jeder Faser seinens Körpers nach dem Anderen. Man hat eine Vertrautheit/Verbundenheit erlangt und wenn mann dann noch sagen kann, das man sich lieb hat, ist das für mich wahre Liebe.

Das was du mit diesem Mann derzeit durchlebst ist eine Verliebtheit, er ist beliebig austauschbar, weil er dich von deinem Alltag ablenkt, und ist ja schon der Zweite in den Du dich verguckt hast. Wäre er so für dich da in 11 Jahren wie dein Ehemann jetzt, in der gleichen Situation ?

Letztendlich musst Du die Entscheidung für dich treffen und für deine Kinder. Aber ich finde wenn man sich trennt, dann sollte man dies nur tun, wenn man bereit ist den Weg auch alleine zu gehen, sprich nicht von einen anderen Man abhängig machen. Oder hattest du auch Trennungsgedanken als es diesen Mann noch nicht gab ?

Mit einer Trennung setzt du alles auf eine Karte, aber das weißt du selber.

Vielleicht könnt Ihr euch erstmal auf Zeit trennen, wenn dein Ehemann damit Einverstanden ist. Dann hättest du Zeit dich zu ordnen und zu schauen ob dir deine Ehe nicht doch wichtiger ist.

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16. März 2017 um 0:28

Um deine Eingangsfrage gleich mal zu beantworten: JA! Es wäre egoistisch dich von deinem Mann zu trennen, 150 km weit wegzuziehen UND die Kinder mitzunehmen! 

Dein Mann scheint ein guter Ehemann und Vater zu sein. Er kümmert sich gut um dich, die Kinder und den Haushalt. Du hingegen bist auf einem Egotrip, suchst fremden Sex und das Abenteuer. Dafür können weder dein Mann noch deine Kinder etwas. Es wäre nun höchst egoistisch die Kinder 150 weite km aus ihrem Umfeld zu reißen, weg von Freunden, Schule/Kindergarten und ihrem Vater, NUR weil du GLAUBST dich nach 3 Monaten in deine Affäre verliebt zu haben. Mal davon ab, dass du das rein rechtlich gar nicht darfst, weil du in einer Ehe das gemeinsame Sorgerecht hast und nicht einfach allein hunderte km weit weg ziehen darfst - und nicht etwa für einen existenzsichernden Job, sondern für irgendeinen anderen Kerl, den du kaum kennst. Da hat dein Mann definitiv ein dickes Wort mitzureden. Du kannst allein gehen und das wäre auch meine Empfehlung - trenne dich von deinem Mann, tob dich aus, spring durch andere Betten, probiere ob die Affäre mehr als ein Strohfeuer ist, aber lass die Kinder bei deinem Mann. Dein Mann hat genug zu leiden, nimm ihm wegen deinem Egotrip nicht auch noch die Kinder. Und den Kindern nicht ihr gewohntes Umfeld.

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16. März 2017 um 1:14
In Antwort auf bamby684

Hallo zusammen,
so richtog weiß ich nicht, was ich mir hiervon erhoffe, denn die Entscheidung die mir bevorsteht (oder auch nicht) muss ich ganz allein treffen. Trotzdem will ich mir mal eure Meinung einholen.
Kurz zu den Fakten. Ich bin mit meinem Mann seit 11 Jahren zusammen, bald seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder, beide bald 5 Jahre. Seit knappen 4 Jahren wohnen wir in einem Eigenheim. Wir haben beide einen gut bezahlten, sicheren Job. So weit so gut. Eigentlich könnte alles so perfekt sein - eigentlich...
Vor knapp einem Jahr lernte ich einen Mann kennen. Dieser Mann hat mein Leben total aus der Spur geworfen. Bis ich ihn kennenlernte, hätte ich jedem unterschrieben, dass ich glücklich bin. Es war auf Firmenevent und er begann heftig mit mir zu flirten. Ich fühlte mich total geschmeichelt und dachte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel dabei. Außer das wir Handynummern austauschen,  passierte an dem Abend auch nicht viel mehr. In den darauf folgenden Tagen und Wochen schrieben und telefonierten wir sehr viel und langsam stieg in mir die Vermutung, dass ich mich schon ein wenig verliebt hatte. Nach etwa 4-5 Wochen trafen wir uns wieder und passierte, was passieren musste...
Schnell stellte sich danach heraus, dass er es lediglich darauf abgesehen hatte...
Ich hingegen stellte aber plötzlich meine Ehe und mein gesamtes Leben in Frage. Nach ein paar Wochen erfuhr mein Mann davon. Klar, es war ein herber Schlag für Ihn! Wir rauften uns aber wieder zusammen und wollten es noch einmal miteinander versuchen. Also begann die Suche nach Gründen... Wir sind uns einig, dass wir beide uns einfach als selbstverständlich gesehen haben und so wollten wir wieder neuen Schwung in unsere Ehe bringen. Wir einigten uns darauf, es mal mit einer offenen Beziehung zu versuchen - darüber kann man jetzt denken, was man will, aber zu diesem Zeitpunkt hielten wir es für eine gute Idee.
Das ging auch etwa 3 Monate echt gut. Doch dann lernte ich einen Mann kennen, der erneut alles durcheinander warf. Anfangs trafen wir uns lediglich zum Sex. Ich muss gestehen, dass ich mir bisher aus Sex nie wirklich viel gemacht hatte, weder bei meinem Mann noch in einer früheren Beziehung. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich die offene Beziehung wollte, einfach um zu gucken, ob es an mir liegt. Jedenfalls wurden unsere Treffen intensiver. Der Sex mit ihm ist der Wahnsinn, so etwas habe ich früher wirklich nicht gekannt...
Parallel dazu läuft es bei mir auf Arbeit immer schlechter. Ich habe das Gefühl, von einigen Kolleginnen gemieden (um nicht zu sagen gemobbt) zu werden. Noch dazu werden immer mehr unliebsame Aufgaben auf mich übertragen... Der ganze psychische Druck auf Arbeit führte irgendwann dazu, dass in mir der Wechselwille immer größer wurde. Letztendlich hat er mich aber direkt in eine Depression gestützt. Ja, ich bin inzwischen wgn einer Mittleren bis Schweren Depression in Behandlung.
Nun ist es aber so, dass ich zu Hause eigentlich nur noch am Heulen bin, ich habe an nichts mehr Freude, auch nicht an meinen Kindern. Mein Mann tut alles, damit es mir irgendwie besser geht. Er nimmt mir im Haushalt sämtliche Aufgaben ab, da ich heute dazu einfach nicht mehr in der Lage bin. Das einzige, was mir noch Freude bereitet sind die Treffen mit diesem anderen Mann. Auch er weiß inzwischen über meinen Gemütszustand Bescheid. Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich mich total in ihn verliebt habe und er sich in mich. Auch fürchte ich inzwischen, dass die Depression eben nicht von Arbeit kam, sondern von meinem unerfüllten Leben. 
Nur jetzt kommt die Frage, was kann ich tun? Ich müsste mein komplettes Leben aufgeben und etwa 150km weg ziehen um eine Zukunft mit diesem anderen zu haben. Ich müsste meinen Kindern den Vater nehmen und meinem Mann die Kinder. Ich würde die Kids aus ihrem gesamten Umfeld reißen. Mal unabhängig davon, was das mit dem Haus bedeuten würde. Momentan stelle ich mir immer wieder die Frage, Herz oder Verstand? Und immer wenn ich zum Herzen tendiere frage ich mich, ob es wirklich richtig ist, mein Glück über das Glück meiner Kinder und das meines Mannes zu stellen? Er ist ein so lieber, guter Ehemann. Vergangenes Wochenende habe ich ihm gesagt, dass ich ihn zwar immer noch total lieb habe, aber nicht weiß, ob ich ihn noch liebe. Klar es war ein Schock für ihn und er weiß auch, dass ich starke Gefühle für diesen anderen Mann habe und trotzdem geht es ihm nur darum, dass ICH wieder glücklich werde...
Ja, die Sache mit dem anderen Mann geht bisher grad mal 3 Monate, aber ich kann es mir momentan nicht ohne ihn vorstellen. Doch was mich auch erschreckt ist die Tatsache, dass ich innerhalb eines Jahres bereits 2 mal in dieser Situation war. Daher glaube ich langsam, ich suche heute lediglich einen Ausweg aus meiner Ehe...
Ich weiß, der ganze Text ist ein wenig wirr geschrieben, aber besser bekommen ich das grad nicht ausgedrückt. Wie gesagt, die Frage gehen oder bleiben muss letztendlich ich ganz allein beantworten, aber vielleicht könnt ihr mir ja mal eure Ansichten zu dem Thema schreiben.
Und solltet ihr jetzt denken, dass ich eine egoistische Schlampe bin, die weder das eine noch das andere verdient hat - genau das weiß ich selbst und denke manchmal ganz genauso darüber...
Vielen Dank fürs Lesen
Bamby

Ganz ehrlich? An deiner Stelle würde ich als erstes mal die Depression behandeln lassen und mich in Therapie begeben. So kannst du doch gar nicht klar denken und in diesem Zustand solltest du auch keine wichtigen Entscheidungen treffen. Und als nächstes kümmerst du dich mal um einen neuen Job, in dem du dich wohlfühlst. Wenn das alles erledigt ist, wirst du dich schon mal um einiges besser fühlen und dann kannst du über eine Trennung nachdenken.

Du  hast wohl sowas wie eine verfrühte Midlife-Crisis. Wie heißt es so schön? Wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er aufs Eis tanzen. So machst du das auch gerade. Dir ist langweilig in deiner Ehe und drum brichst du daraus aus und baust eine Scheiße nach der anderen. Kann es sein, dass du vor deiner Ehe nicht viel Erfahrung hattest? Nie richtig verliebt warst? Dass du jetzt Aufholbedarf hast?

Ja, natürlich ist das egoistisch. Aber sind Trennungen das nicht immer, egal, aus welchem Grund man sich trennt? Man tut das ja immer für sich. Das ist auch durchaus in Ordnung. Wenn du deinen Mann nicht mehr liebst, dann hat es keinen Sinn, zusammenzubleiben.
Allerdings denke ich, dass du eben jetzt gerade in einem Gemütszustand bist, in dem es nicht ratsam ist, wirklich wichtige Entscheidungen zu treffen.

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16. März 2017 um 8:21

Zu erst einmal vielen Dank für zum Teil konstruktiven Antworten und irgendwie habt ihr ja alle Recht. Ja, ich bin echt ein mieser Mensch, ja, ich habe mich vor der Beziehung mit meinem Mann nicht wirklich "ausgetobt", ja ich stecke vermutlich in einer Midlife Crises, ja ich habe eigentlich einen tollen Ehemann und Vater für meine Kinder und ja, auch habe ich vermeintlich alles, was man sich wünschen kann. Meine Psychologin hat das in meiner ersten Sitzung ziemlich gut ausgedrückt "Eine gute Fee hat Ihnen all Ihre Wünsche erfüllt, nur leider vergessen Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern!"
Das Schlimme ist halt, ich weiß nicht, ob das alles wirklich MEINE Gedanken sind, oder ob die nur von dieser scheiß Krankheit kommen. 
Ja, ich hae auch schon daran gedacht, ohne meine Kinder zu geen, einfach weil ich es nicht anders verdient habe... Aber wäre das für die Kids nicht noch viel schlimmer - ohne Mutter?
Ich muss dazu sagen, mein Vater ist damals auch nur wegen mir bei meiner Mutter geblieben. Hat jemand von euch eine Vorstellung, wie sich das für ein Kind anfühlt,  wenn man nach 30 Jahren erfährt, dass man selbst eigentlich der Grund ist, warum seine Eltern unglücklich sind???
Im moment werde ich keine Entscheidung treffen, schon gar nicht solch eine schwerwiegende, denn momentan kann ich mich ja nicht mal zwischen schwarz und weiß entscheiden - ernsthaft, mein Mann fragte mich vergangene Woche, ob ich noch TV schauen oder lieber ins Bett gehen möchte - meine Antwort, ich bin in Tränen ausgebrochen und wusste nicht, was ich machen will.
Vermutlich ist das mit meiner Affäre nur ein Strohfeuer, aber Anfang der Woche sind mir plötzlich Gedanken gekommen, die haben mich selbst mehr als schockiert. Normalerweise ist meine Familienplanung abgeschlossen und plötzlich und aus dem Nichts heraus, kam dann die Vorstellung, wie es wäre eben mit ihm vielleicht doch nochmal ein Kind zu bekommen... Und ich glaube das ist der Grund, warum bei mir nun wirklich alles im Kopf durchknallt...
Ich habe am Samstag wieder einen Termin bei meiner Psychologin, ich hoffe, dass Sie mir dabei helfen kann, alles in meinem Kopf wieder ein wenig in die richtige Bahn zu lenken...
Also nochmal, ich danke euch ALLEN für eure Antworten - egal wie hart manche waren...!

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16. März 2017 um 8:36

Als erstes musst Du ernsthaft einsehen, dass Du sehr ernsthaft krank bist. Und dass Dein ständiges Ausbrechen aus dem Familienleben nur eine Folge dieser Krankheit ist. Und nicht andersrum. Denn oben fragst Du Dich, ob Deine Ehe der Auslöser der Krankheit ist. Natürlich nicht! Depression ist eine krankhafter Veränderung des Stoffwechsels (außer sie wird durch traumatische Erlebnisse hervorgerufen, was bei Dir nicht der Fall ist).

Du kannst jetzt ausziehen und Deine Familie zerstören, aber besser wird Deine Depression dadurch in keinster Weise.

Ich denke, Du solltest in stationäre Behandlung und Deine Depression so behandeln lassen, dass Du wieder klar denken kannst. Und dann triff eine Entscheidung, die für Dich, Deine Kinder, Deinen Mann und Deine neue Liebe das beste ist. Vielleicht ist es der Anfang eines neuen Lebens ohne Deine Kinder an der Seite des Neuen, vielleicht ein dann zufriedenes Leben in den Armen Deiner Familie.

Aber zuallererst: akzeptiere Deine Krankheit und lass Dich behandeln, bevor Du in einem Schnellschuss Dein Leben wirklich zerstörst!!!!
 

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16. März 2017 um 9:49

Es ist alarmierend, dass Du Dein eigenes sowohl Glück als auch Unglück von einem Mann abhängig machst. Du bist unglücklich in Deiner Ehe und möchtest ausbrechen. Und siehst die Lösung darin, zum nächsten Mann zu springen und direkt das volle Programm zu fahren: zu ihm ziehen, die Kinder mitnehmen, das nächste Kind zeugen. So, als würdest Du Dein Leben resetten wollen, um nochmal neu anzufangen. In der Hoffnung, dass es diesmal besser läuft und Du glücklich wirst. 

Du brauchst richtige Hilfe und ich schließe mich 6rama9 an, dass ein stationärer Aufenthalt wahrscheinlich die beste Lösung wäre. Denn mit ein paar Therapiesitzungen hier und da wirst Du nicht wieder gesund. Eine gute Freundin von mir war lange depressiv und war -auf Anraten ihrer damaligen Therapeutin- drei Monate in einer psychosomatischen Klinik, wo sie sowohl Einzel- als auch Gruppentherapien hatte. Bei ihr hat diese Zeit Wunder bewirkt.

Auf jeden Fall solltest Du Deinen Kindern zuliebe Deine Krankheit ernst nehmen.


 

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16. März 2017 um 9:52

Lana, eine Depression gilt als psychische Störung. Ich verstehe nicht, warum Du Tatsachen verdrehst und ihren gesundheitlichen Zustand verhamlost, wenn Bamby selber schreibt, dass sie wegen einer mittleren bis schweren Depression in Behandlung ist. 

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16. März 2017 um 10:30

Ich würde dir raten, jetzt erst mal gar nichts in Richtung Trennung, ectr. zu entscheiden, sondern dich voll und ganz auf die Behandlung deiner Depression zu konzentrieren. Alles andere ist im Moment tatsächlich unwichtig. Entscheidungen die du jetzt triffst würdest du so nie treffen, wenn es dir besser gänge. Mach auf keinen Fall den zweiten Schritt vor dem Ersten, schau das du wieder einigermassen klar wirst und das es dir besser geht. Erst dann bist du überhaupt in der Lage so eine weitreichende Entscheidung zu treffen.

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16. März 2017 um 23:41

Lana, eine Depression hat nichts mit vorübergehendem Unglücklichsein zu tun. Das wäre wie einem Blinden zu sagen, er hätte eine temporäre Sehstörung.

Ich bin Arzt (wenn auch nicht auf diesem Fachgebiet) und aus den Ausführungen der TE geht eindeutig hervor, dass sie dringend behandlungsbedürftig ist. Hier geht es in keinster Weise um eine Midlife Crisis oder ein Nicht-vor-der-Ehe-ausgetobt-haben. Die Anzeichen deuten eindeutig auf eine Depression hin. Die TE glaubt, diese durch ein Ausbrechen aus ihrem bisherigen Leben zu kurieren. Aber das wird ohne professionelle, am besten stationäre Hilfe NICHT gelingen.

Und diese Erkenntnis muss erst einmal in ihr reifen. Es ist nicht der neue Mann oder das neue Kind mit dem neuen Mann. Oder das neue Leben. Es ist ihre Psyche, ihr eigener Stoffwechsel, der ihr und ihrer Familie das Leben zur Hölle macht. Das gute ist: das ist behandelbar!!! Wenn sie geheilt oder zumindest medikamentös eingestellt ist, wird sie in der Lage sein, eine rationale und sinnvolle Entscheidung zu treffen. ABER erst dann!

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17. März 2017 um 1:32
In Antwort auf bamby684

Hallo zusammen,
so richtog weiß ich nicht, was ich mir hiervon erhoffe, denn die Entscheidung die mir bevorsteht (oder auch nicht) muss ich ganz allein treffen. Trotzdem will ich mir mal eure Meinung einholen.
Kurz zu den Fakten. Ich bin mit meinem Mann seit 11 Jahren zusammen, bald seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder, beide bald 5 Jahre. Seit knappen 4 Jahren wohnen wir in einem Eigenheim. Wir haben beide einen gut bezahlten, sicheren Job. So weit so gut. Eigentlich könnte alles so perfekt sein - eigentlich...
Vor knapp einem Jahr lernte ich einen Mann kennen. Dieser Mann hat mein Leben total aus der Spur geworfen. Bis ich ihn kennenlernte, hätte ich jedem unterschrieben, dass ich glücklich bin. Es war auf Firmenevent und er begann heftig mit mir zu flirten. Ich fühlte mich total geschmeichelt und dachte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel dabei. Außer das wir Handynummern austauschen,  passierte an dem Abend auch nicht viel mehr. In den darauf folgenden Tagen und Wochen schrieben und telefonierten wir sehr viel und langsam stieg in mir die Vermutung, dass ich mich schon ein wenig verliebt hatte. Nach etwa 4-5 Wochen trafen wir uns wieder und passierte, was passieren musste...
Schnell stellte sich danach heraus, dass er es lediglich darauf abgesehen hatte...
Ich hingegen stellte aber plötzlich meine Ehe und mein gesamtes Leben in Frage. Nach ein paar Wochen erfuhr mein Mann davon. Klar, es war ein herber Schlag für Ihn! Wir rauften uns aber wieder zusammen und wollten es noch einmal miteinander versuchen. Also begann die Suche nach Gründen... Wir sind uns einig, dass wir beide uns einfach als selbstverständlich gesehen haben und so wollten wir wieder neuen Schwung in unsere Ehe bringen. Wir einigten uns darauf, es mal mit einer offenen Beziehung zu versuchen - darüber kann man jetzt denken, was man will, aber zu diesem Zeitpunkt hielten wir es für eine gute Idee.
Das ging auch etwa 3 Monate echt gut. Doch dann lernte ich einen Mann kennen, der erneut alles durcheinander warf. Anfangs trafen wir uns lediglich zum Sex. Ich muss gestehen, dass ich mir bisher aus Sex nie wirklich viel gemacht hatte, weder bei meinem Mann noch in einer früheren Beziehung. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich die offene Beziehung wollte, einfach um zu gucken, ob es an mir liegt. Jedenfalls wurden unsere Treffen intensiver. Der Sex mit ihm ist der Wahnsinn, so etwas habe ich früher wirklich nicht gekannt...
Parallel dazu läuft es bei mir auf Arbeit immer schlechter. Ich habe das Gefühl, von einigen Kolleginnen gemieden (um nicht zu sagen gemobbt) zu werden. Noch dazu werden immer mehr unliebsame Aufgaben auf mich übertragen... Der ganze psychische Druck auf Arbeit führte irgendwann dazu, dass in mir der Wechselwille immer größer wurde. Letztendlich hat er mich aber direkt in eine Depression gestützt. Ja, ich bin inzwischen wgn einer Mittleren bis Schweren Depression in Behandlung.
Nun ist es aber so, dass ich zu Hause eigentlich nur noch am Heulen bin, ich habe an nichts mehr Freude, auch nicht an meinen Kindern. Mein Mann tut alles, damit es mir irgendwie besser geht. Er nimmt mir im Haushalt sämtliche Aufgaben ab, da ich heute dazu einfach nicht mehr in der Lage bin. Das einzige, was mir noch Freude bereitet sind die Treffen mit diesem anderen Mann. Auch er weiß inzwischen über meinen Gemütszustand Bescheid. Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich mich total in ihn verliebt habe und er sich in mich. Auch fürchte ich inzwischen, dass die Depression eben nicht von Arbeit kam, sondern von meinem unerfüllten Leben. 
Nur jetzt kommt die Frage, was kann ich tun? Ich müsste mein komplettes Leben aufgeben und etwa 150km weg ziehen um eine Zukunft mit diesem anderen zu haben. Ich müsste meinen Kindern den Vater nehmen und meinem Mann die Kinder. Ich würde die Kids aus ihrem gesamten Umfeld reißen. Mal unabhängig davon, was das mit dem Haus bedeuten würde. Momentan stelle ich mir immer wieder die Frage, Herz oder Verstand? Und immer wenn ich zum Herzen tendiere frage ich mich, ob es wirklich richtig ist, mein Glück über das Glück meiner Kinder und das meines Mannes zu stellen? Er ist ein so lieber, guter Ehemann. Vergangenes Wochenende habe ich ihm gesagt, dass ich ihn zwar immer noch total lieb habe, aber nicht weiß, ob ich ihn noch liebe. Klar es war ein Schock für ihn und er weiß auch, dass ich starke Gefühle für diesen anderen Mann habe und trotzdem geht es ihm nur darum, dass ICH wieder glücklich werde...
Ja, die Sache mit dem anderen Mann geht bisher grad mal 3 Monate, aber ich kann es mir momentan nicht ohne ihn vorstellen. Doch was mich auch erschreckt ist die Tatsache, dass ich innerhalb eines Jahres bereits 2 mal in dieser Situation war. Daher glaube ich langsam, ich suche heute lediglich einen Ausweg aus meiner Ehe...
Ich weiß, der ganze Text ist ein wenig wirr geschrieben, aber besser bekommen ich das grad nicht ausgedrückt. Wie gesagt, die Frage gehen oder bleiben muss letztendlich ich ganz allein beantworten, aber vielleicht könnt ihr mir ja mal eure Ansichten zu dem Thema schreiben.
Und solltet ihr jetzt denken, dass ich eine egoistische Schlampe bin, die weder das eine noch das andere verdient hat - genau das weiß ich selbst und denke manchmal ganz genauso darüber...
Vielen Dank fürs Lesen
Bamby

Liebe Banby684,

versuch dich nicht von einigen Kommentaren hier runterziehen zu lassen.

Oft werden hier Personen stark verurteilt und beleidigt.

Auch wenn ich dein Verhalten nicht nachvollziehen kann, werde ich nicht auf dich einschlagen, sondern versuchen dir vllt zu helfen.

wie viele schon sagen solltest du dich erstmal darauf konzentrieren deine Krankheit behandeln zu lassen. Ohne das, wirst du wohl kaum fähig sein irgendetwas zu entscheiden.

besinne dich auf dich selbst.

du musst zu aller erst als eigenständiger Mensch ohne jemanden glücklich werden und dann kannst du schauen, ob du deine Ehe noch eine Chance hat oder du dich definitiv trennen solltest.

ja, du hast Fehler gemacht und das nicht zu knapp. Rückgängig kannst du sie nunmal nicht machen, aber du solltest zumindest Lehren daraus ziehen und dein Verhalten ändern.

ich wünsche dir das beste und hoffe du findest deinen Weg.

lass dich von den Beleidigungen nicht unter kriegen. Hier tuen viele so, als hätten sie noch nie Fehler gemacht und anstatt zu helfen, treten sie noch drauf und bezeichnen sich dann selbst als die "guten".

Dein Verhalten war mies und auch in meinen Augen hast du einen sehr sehr sehr großen Fehler gemacht und vllt wird dir das nie verziehen.
 Aber mehr als es bereuen, die Konsequenz hinnehmen und dein Verhalten zu ändern kannst du nunmal nicht. 

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18. März 2017 um 21:25

Das, was sie schreibt, klingt wirklich nach Depressionen. Somit ist es gut, ihr zu raten, dass sie zum Arzt gehen soll. Besser einmal zuviel zum Arzt als zu spät.

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19. März 2017 um 1:12

Ich hatte heut wieder einen Termin bei meiner Psychologin. Sie hat inzwischen das "Mittel" vor der schweren Depression gestrichen...
Sie hat mir auch eine stationäre Behandlung empfohlen, aber so weit bin ich aktuell noch nicht. Anfang Juni habe ich nun einen Termin beim Psychiater für eine Tiefendiagnose. In der kommenden Woche soll ich erstmal zu meinem Hausarzt und mir Antidepressiva verschreiben lassen - darf er das denn so einfach?
Sie hat mir auch dringend davon abgeraten jetzt eine Entscheidung zu treffen, denn keiner weiß, ob es meine Entscheidung ist oder eine Reaktion meiner Depression...
Hat aber vielleicht jemand von euch noch einen Tipp für mich, wie ich es meinen Kindern erklären kann, denn heut morgen beim Frühstück hab ich wgn einer dämlichen Scheibe Toastbrot angefangen zu heulen und mein kleiner meinte dann zu mir: "Mama, jetzt wein doch nicht! Du weinst doch schon jeden Tag!" ;-(
Mir ist bewusst, dass die ganze Situation an ihnen nicht spurlos vorbei geht, aber gibt es einen Weg, es ihnen irgendwie zu erklären?

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19. März 2017 um 4:24
In Antwort auf bamby684

Hallo zusammen,
so richtog weiß ich nicht, was ich mir hiervon erhoffe, denn die Entscheidung die mir bevorsteht (oder auch nicht) muss ich ganz allein treffen. Trotzdem will ich mir mal eure Meinung einholen.
Kurz zu den Fakten. Ich bin mit meinem Mann seit 11 Jahren zusammen, bald seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder, beide bald 5 Jahre. Seit knappen 4 Jahren wohnen wir in einem Eigenheim. Wir haben beide einen gut bezahlten, sicheren Job. So weit so gut. Eigentlich könnte alles so perfekt sein - eigentlich...
Vor knapp einem Jahr lernte ich einen Mann kennen. Dieser Mann hat mein Leben total aus der Spur geworfen. Bis ich ihn kennenlernte, hätte ich jedem unterschrieben, dass ich glücklich bin. Es war auf Firmenevent und er begann heftig mit mir zu flirten. Ich fühlte mich total geschmeichelt und dachte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel dabei. Außer das wir Handynummern austauschen,  passierte an dem Abend auch nicht viel mehr. In den darauf folgenden Tagen und Wochen schrieben und telefonierten wir sehr viel und langsam stieg in mir die Vermutung, dass ich mich schon ein wenig verliebt hatte. Nach etwa 4-5 Wochen trafen wir uns wieder und passierte, was passieren musste...
Schnell stellte sich danach heraus, dass er es lediglich darauf abgesehen hatte...
Ich hingegen stellte aber plötzlich meine Ehe und mein gesamtes Leben in Frage. Nach ein paar Wochen erfuhr mein Mann davon. Klar, es war ein herber Schlag für Ihn! Wir rauften uns aber wieder zusammen und wollten es noch einmal miteinander versuchen. Also begann die Suche nach Gründen... Wir sind uns einig, dass wir beide uns einfach als selbstverständlich gesehen haben und so wollten wir wieder neuen Schwung in unsere Ehe bringen. Wir einigten uns darauf, es mal mit einer offenen Beziehung zu versuchen - darüber kann man jetzt denken, was man will, aber zu diesem Zeitpunkt hielten wir es für eine gute Idee.
Das ging auch etwa 3 Monate echt gut. Doch dann lernte ich einen Mann kennen, der erneut alles durcheinander warf. Anfangs trafen wir uns lediglich zum Sex. Ich muss gestehen, dass ich mir bisher aus Sex nie wirklich viel gemacht hatte, weder bei meinem Mann noch in einer früheren Beziehung. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich die offene Beziehung wollte, einfach um zu gucken, ob es an mir liegt. Jedenfalls wurden unsere Treffen intensiver. Der Sex mit ihm ist der Wahnsinn, so etwas habe ich früher wirklich nicht gekannt...
Parallel dazu läuft es bei mir auf Arbeit immer schlechter. Ich habe das Gefühl, von einigen Kolleginnen gemieden (um nicht zu sagen gemobbt) zu werden. Noch dazu werden immer mehr unliebsame Aufgaben auf mich übertragen... Der ganze psychische Druck auf Arbeit führte irgendwann dazu, dass in mir der Wechselwille immer größer wurde. Letztendlich hat er mich aber direkt in eine Depression gestützt. Ja, ich bin inzwischen wgn einer Mittleren bis Schweren Depression in Behandlung.
Nun ist es aber so, dass ich zu Hause eigentlich nur noch am Heulen bin, ich habe an nichts mehr Freude, auch nicht an meinen Kindern. Mein Mann tut alles, damit es mir irgendwie besser geht. Er nimmt mir im Haushalt sämtliche Aufgaben ab, da ich heute dazu einfach nicht mehr in der Lage bin. Das einzige, was mir noch Freude bereitet sind die Treffen mit diesem anderen Mann. Auch er weiß inzwischen über meinen Gemütszustand Bescheid. Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich mich total in ihn verliebt habe und er sich in mich. Auch fürchte ich inzwischen, dass die Depression eben nicht von Arbeit kam, sondern von meinem unerfüllten Leben. 
Nur jetzt kommt die Frage, was kann ich tun? Ich müsste mein komplettes Leben aufgeben und etwa 150km weg ziehen um eine Zukunft mit diesem anderen zu haben. Ich müsste meinen Kindern den Vater nehmen und meinem Mann die Kinder. Ich würde die Kids aus ihrem gesamten Umfeld reißen. Mal unabhängig davon, was das mit dem Haus bedeuten würde. Momentan stelle ich mir immer wieder die Frage, Herz oder Verstand? Und immer wenn ich zum Herzen tendiere frage ich mich, ob es wirklich richtig ist, mein Glück über das Glück meiner Kinder und das meines Mannes zu stellen? Er ist ein so lieber, guter Ehemann. Vergangenes Wochenende habe ich ihm gesagt, dass ich ihn zwar immer noch total lieb habe, aber nicht weiß, ob ich ihn noch liebe. Klar es war ein Schock für ihn und er weiß auch, dass ich starke Gefühle für diesen anderen Mann habe und trotzdem geht es ihm nur darum, dass ICH wieder glücklich werde...
Ja, die Sache mit dem anderen Mann geht bisher grad mal 3 Monate, aber ich kann es mir momentan nicht ohne ihn vorstellen. Doch was mich auch erschreckt ist die Tatsache, dass ich innerhalb eines Jahres bereits 2 mal in dieser Situation war. Daher glaube ich langsam, ich suche heute lediglich einen Ausweg aus meiner Ehe...
Ich weiß, der ganze Text ist ein wenig wirr geschrieben, aber besser bekommen ich das grad nicht ausgedrückt. Wie gesagt, die Frage gehen oder bleiben muss letztendlich ich ganz allein beantworten, aber vielleicht könnt ihr mir ja mal eure Ansichten zu dem Thema schreiben.
Und solltet ihr jetzt denken, dass ich eine egoistische Schlampe bin, die weder das eine noch das andere verdient hat - genau das weiß ich selbst und denke manchmal ganz genauso darüber...
Vielen Dank fürs Lesen
Bamby

Die Frage, ob es egoistisch wäre zu gehen, ist die Falsche.
Darum sollte es nicht gehen. Es gibt andere Dinge zu bedenken.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass man sich entscheiden muss, weil man nicht alles in einer Person findet.
Es ist nicht selten, dass ein Mann, der Sicherheit, Familie, ein Haus und Geborgenheit bietet, sexuell und als Lover nicht so viel zu bieten hat.
Auf der anderen Seite sind Lover die uns sexuell Höhenflüge bereiten, die nicht zuverlässigen Familienväter. 
Manchmal muss man sich entscheiden.
Ich selbst stelle aber alles mittlerweile in Frage. Wieso muss man sich entscheiden. Ich selbst habe mich auch mal entschieden und am Ende kann man mit der Lover-Variante auch einsam enden.
Männer geben doch auch nicht Haus und Hof für eine Geliebte auf.
Wieso tun wir Frauen das?
Wieso kam überhaupt deine Affäre heraus?
Wieso genießt du nicht und schweigst?
Wir Frauen sind auch nicht anders als Männer.
Wir bekommen auch unsere Midlife Crisis, gehen fremd usw.
Aber die wenigsten Männer würden ihre Frauen, an denen so viel hängt, nämlich Kinder, Haus und Alltag, nicht für eine Geliebte verletzen und kämen nicht auf die Idee ihre Familie oder Frau dafür zu verlassen, denn es läuft in dem Bereich einfach.
Man muss dafür auch keine offene Beziehung führen, denn das kann verletzend sein, verwirren und die Parameter zu sehr verschieben.
Meine Güte, lebe es halt aus, hol dir was du brauchst, aber du musst für so einen Lover den du gerade mal drei Monat kennst doch nicht dein ganzes Leben in Frage stellen und du musst dich auch nicht entscheiden und samt der Kinder und dem ganzen was dran hängt, alles diesem scheiß unter ordnen.
Dein Mann scheint ja tolerant genug zu sein und auch zu verstehen was Sache ist. Aber verletze ihn nicht weiter indem du es so offen vor seinen Augen auslebst. Lerne es wie die Männer zu agieren und dich respektvoll zu verhalten und das was du hast als das einzuordnen, was es ist. Ein Strohfeuer. Ob da mehr draus wird, weiß man nicht. Ich schätze eher Nein. Du interpretierst aber, typisch Frau, da viel zu viel hinein. Männer können so eine Affäre nebenher besser verorten und stellen für sowas nicht ihr ganzes Leben in Frage.

Du überlegst nach drei Monaten alles stehen und liegen zu lassen und zu ihm zu ziehen? Würdest du das auch, wenn du Single wärst? Wohl eher Nein ! Wie kommst du also jetzt dazu? Überhaupt solltest du dich aus solchen Fernkonstellationen in deiner Situation fern halten. Du bist kein kinderloser Single der sich sowas leisten kann. Wenn du schon fremd gehst, dann mache das mit Stil, und nicht so ein Chaos. 
Wärst du Single würdest du dir doch auch Zeit lassen und erst einmal schauen ob es mit einem neuen Mann gut funktioniert. Und zwar nicht nur sexuell, so wie jetzt gerade bei euch, sondern auch sonst.
Im Moment habt ihr doch nur Sex, vielleicht gerade ein paar Mal. Und dem ganzen willst du dein ganzes Leben unter ordnen und das der Kinder gleich mit, indem du dich und sie aus allem heraus reißt? Du bist völlig realitätsfern.

Ich rate dazu, das mit dem Mann eine Zeit lang zu genießen. Mehr aber auch nicht. Was meinst du wieviele Männer da draußen rum laufen und froh und glücklich sind über eine wie dich, die unverbindlichen Sex zu bieten hat, dabei noch abgeht und der Mann sich das Geld für den Puff spart. Also das was er da bekommt ist daher echt voller Service für umsonst. Ein Männertraum. In dem Sektor unverbindlicher Sex gibt es einen völligen Männerüberschuss, so dass er sich glücklich schätzen darf, dass er auserwählt wurde von dir. Was meinst du wie geil es für ihn ist eine unausgelastete unglückliche Ehefrau befriedigen zu dürfen, der Traum vieler Männer und den leidigen Alltag, mit Kindern und Verpflichtungen, Fürsorge usw übernimmt ja der trottelige Ehemann. Dass dein Lover da begeistert ist und alles gibt, verwundert daher nicht. Dem gehts gut dabei. Wie er aber im Alltag ist, wenn auch er Verpflichtungen hat, treu zu sein hat und bla, wissen wir absolut nicht. Kann sein dass du dann auf dem Boden der Tatsachen ankommst und ihn erst richtig kennen lernst. Ob er dann so handelt und fürsorglich ist wie dein Mann ist sehr fraglich.
Dein Lover hat absolut nichts zu verlieren. Im Moment bist du für ihn der Jackpot. Du hingegen hast viel zu verlieren und stellst ernsthaft wirklich alles in Frage. 

Daher ist die Frage nicht, ob du egoistisch agierst. Es ist eher so, dass du völlig naiv agierst !!! Du hast dich mit dem ganzen völlig übernommen, meiner Ansicht nach und bist dafür absolut nicht gemacht.

Ich rate dazu, dass ihr euch Hilfe holen solltest. Nur keine Eile mit Entscheidungen, du hast doch alle Zeit der Welt. Gehe in Paartherapie. Was sagt denn dein Therapeut zu der ganzen Sache? Wundert mich wenn da tatenlos zugesehen wird wie du dein Leben an die Wand fährst. 

Die Kinder sind jetzt in einem Alter in dem du wieder neue Freiheiten erlangst und zu dir findest. Da kommen auch Ansprüche hoch, hinsichtlich der Sexualität und Weiblichkeit, auf der Mann-Frau-Ebene.
Eine Ehe ist Arbeit. Von nix kommt nix. Nehmt euch mal eine Auszeit zusammen, seid nicht nur Vater und Mutter, sondern auch Mann und Frau, ein gemeinsamer Kurzurlaub, ihr müsst eure Beziehung pflegen und wieder von Mama und Papa zu Mann und Frau werden, verdammt. Wenn dir etwas an ihm stört, dann sag es, Bauch z.B. macht Sport miteinander, ernährt euch gesund, stellt euer Leben um, bringt frischen Wind rein, werdet sexy, lass dich verwöhnen, beschenken, stelle Ansprüche, mache den Mund auf und rede und sag was du willst, statt es dir von einem anderen zu holen, nur weil du dich nichts traust. Er wird es dir gerne geben, aber er muss auch wissen was du willst, springe über deinen Schatten. Wenn dir sein Stil nicht gefällt, geh mit ihm shoppen, zeig ihm was dir gefällt, wenn du mit dir unzufrieden bist, geh zum Friseur, Maniküre, Pediküre, hau raus was geht und verwöhne dich, lass dich verwöhnen, auch von deinem Mann, macht Sexdates aus, vorher essen gehen, dann gemeinsam sich betrinken und lüsternen Sex haben, bei dem du ihn fragst was er sich von dir wünscht, überschreite Grenzen, kaufe dir schöne Wäsche und führe sie IHM vor, nicht dem Lover, und schaue wie er reagiert, sieh deinen Mann wieder als Mann, aber sage ihm vor allem was dich stört, weswegen du es die ganze Zeit nicht mehr konntest. 

 

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19. März 2017 um 4:28

Ach Ja, und vor alle das wichtigste: Sei großzügig !!! Beide !!! 
Ich weiß wie sehr Familien mit Kindern die auch noch ein Haus gekauft haben, herum geizen.
Das Geld wird dann nach einem ganz bestimmten System verwendet. Nach links und rechts geht gar nix, die Grenzen sind eng.
Daher prasst mal schön, haut die Kacke raus, gönnt euch mal was, übertretet alle Grenzen und erfindet euch neu, auf dieser Mami-Papi-Schiene und dieses herum Gegeize, da kommt nix bei rum. Ihr gönnt euch nicht, dem anderen auch nix, beschenkt euch nicht und seid wenig großzügig zu euch und gegenseitig. Da haben natürlich andere elcihtes Spiel. Befreit euch von diesen alten Strukturen und sprengt sie innerhalb der Einheit, statt das ganze Gebilde zu sprengen. Wenn ihr dazu nicht in der Lage seid euch neu zu erfinden, wird das ganze Haus in sich zusammen fallen.

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19. März 2017 um 4:38
In Antwort auf probyn

Hallo Bamby,

ich denke du steckst in einer ausgewachsenen Midlife Crisis !

Haus gebaut, Familienplanung abgeschlossen, fest im Job und ansonsten nur der Alltag !
Da fragt man sich vielleicht auch nur im Unterbewusstsein......war es das jetzt ?

Und dann lernt man diesen Mann kennen, der dich aus deinen Alltag entführt, Sehnsüchte in dir weckt und umso mehr hasst man sein vermeintlich eintöniges Leben.

Bedenke aber, dass Du nur die schönen Stunden mit Ihm teilst...Sex, lange Gespräche usw.
Ihr habt keinen Alltag, keine Sorgen, Ihr habt nur euch für ein paar Stunden, Tage...
Das ist wie Urlaub aber keinesfalls das Leben.

Auch mit dem Mann, von wem du glaubst das du Ihn liebst, wird irgendwann der Alltag einkehren und dann ? Glaubst du dass das was du jetzt mit Ihm erlebst immer so weiter gehen wird ?
Ich weiß nicht wie oft Ihr euch seht, aber kennst du Ihn überhaupt richtig auch die schlechten Seiten, die jeder von uns uns hat ?

Ich habe mal einen Bericht gesehen, da ging es um das Thema Liebe. Das was wir alls verliebt-sein Empfinden, Schmetterlinge im Bauch...das Gefühl ohne den Anderen nicht mehr Leben zu können....ist nichts anderes als Suchtverhalten...das durch Hormone verursacht wird.
Und du willst immer mehr.....und kannst die Finger nicht davon lassen, alles andere wird unwichtig.

Du schreibst selber das du deinen Ehemann noch "lieb" hast. Vielleicht verwechselt Du da was... ich denke das ist Liebe, denn nach 11 Jahren hat man keine Schmetterlinge mehr im Bauch. Man sehnt sich nicht mehr mit jeder Faser seinens Körpers nach dem Anderen. Man hat eine Vertrautheit/Verbundenheit erlangt und wenn mann dann noch sagen kann, das man sich lieb hat, ist das für mich wahre Liebe.

Das was du mit diesem Mann derzeit durchlebst ist eine Verliebtheit, er ist beliebig austauschbar, weil er dich von deinem Alltag ablenkt, und ist ja schon der Zweite in den Du dich verguckt hast. Wäre er so für dich da in 11 Jahren wie dein Ehemann jetzt, in der gleichen Situation ?

Letztendlich musst Du die Entscheidung für dich treffen und für deine Kinder. Aber ich finde wenn man sich trennt, dann sollte man dies nur tun, wenn man bereit ist den Weg auch alleine zu gehen, sprich nicht von einen anderen Man abhängig machen. Oder hattest du auch Trennungsgedanken als es diesen Mann noch nicht gab ?

Mit einer Trennung setzt du alles auf eine Karte, aber das weißt du selber.

Vielleicht könnt Ihr euch erstmal auf Zeit trennen, wenn dein Ehemann damit Einverstanden ist. Dann hättest du Zeit dich zu ordnen und zu schauen ob dir deine Ehe nicht doch wichtiger ist.

LG
 

Prima Analyse.
Szenen einer Ehe......

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19. März 2017 um 4:39

wenn du all das nicht kapierst, weil du von deinem Mann so von dieser kalten bösen Welt fern gehalten wurdest, da er alles für dich gerichtet hat und du verwöhnt wie du bist, all das hin wirst, ohne euch eine Chance auf neuem Parkett zu geben, dann hast du es nicht anders verdient, als ganz hart und einsam auf der Realität aufzuschlagen, indem du alles hinwirfst und nicht mehr aus deiner heimeligen Welt aus dem Fenster all das neugierig bewunderst, sondern mitten drin bist, ohne doppeltem Netz und Boden. 

Wieso verstehen viele Menschen, dass sie ein verwohntes Haus renovieren müssen und verstehen aber gleichzeitig nicht, dass auch eine Beziehung die in ein neues Stadium eintritt, ebenfalls einer Renovierung und eines Einsatzes bedarf? Wir verlassen doch auch nicht ein Haus und suchen ein neues, wenn es verwohnt ist, sondern tun etwas. Das neue Haus wird auch irgendwann verwohnt sein. Wie oft will man diese Nummer denn abziehen? Also werde aktiv und tue etwas für deine Ehe. Wenn früher jeder seine Ehe für einen Seitensprung aufgegeben hätte, hätte es kaum Kinder gegeben die in Familien aufwachsen. 
 

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19. März 2017 um 4:44

Lana. Die TE hat SELBER geschrieben, dass bei ihr eine mittlere bis schwere Depression diagnostiziert wurde.

Und ja. Das ist eine schwere Krankheit und es ist auch nichts falsch daran, das zu sagen.

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19. März 2017 um 4:49
In Antwort auf 6rama9

Lana, eine Depression hat nichts mit vorübergehendem Unglücklichsein zu tun. Das wäre wie einem Blinden zu sagen, er hätte eine temporäre Sehstörung.

Ich bin Arzt (wenn auch nicht auf diesem Fachgebiet) und aus den Ausführungen der TE geht eindeutig hervor, dass sie dringend behandlungsbedürftig ist. Hier geht es in keinster Weise um eine Midlife Crisis oder ein Nicht-vor-der-Ehe-ausgetobt-haben. Die Anzeichen deuten eindeutig auf eine Depression hin. Die TE glaubt, diese durch ein Ausbrechen aus ihrem bisherigen Leben zu kurieren. Aber das wird ohne professionelle, am besten stationäre Hilfe NICHT gelingen.

Und diese Erkenntnis muss erst einmal in ihr reifen. Es ist nicht der neue Mann oder das neue Kind mit dem neuen Mann. Oder das neue Leben. Es ist ihre Psyche, ihr eigener Stoffwechsel, der ihr und ihrer Familie das Leben zur Hölle macht. Das gute ist: das ist behandelbar!!! Wenn sie geheilt oder zumindest medikamentös eingestellt ist, wird sie in der Lage sein, eine rationale und sinnvolle Entscheidung zu treffen. ABER erst dann!

Muss ich teilweise widersprechen.
Eine Depression is nicht nur stoffwechselbedingt. Schon mal was vom biopsychosozialen Ansatz gehört?

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