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Scheidung Kurz Ehe?

5. Oktober um 11:01

Hallo ihr Lieben,

kennt sich hier jemand mit dem Familienrecht aus? Besonders bei Kurz-Ehen?

Mein Partner hat sich letztes Jahr nach 10 Monaten Ehe von seiner Frau getrennt. Sie ziehte zu ihren Eltern und zahlte auch keine Miete mehr, auch nicht die Hälfte obwohl dies schriftlich vereinbart wurde.

Nun bekommen wir die Tage Post von Ihrem Anwalt bzgl der Scheidung, die sie wohl nun bei Ihrem Anwalt klärt und einreicht. 

Das Trennungsjahr ist rum und ich finde im Internet soo viele verschiedene Meinungen bzgl. dem Unterhalt. 

Sie arbeitet Vollzeit, in der Ehe wurden keine großen Anschaffungen (wie z.B. Haus, Eigentumswohnung oder ähnliches) nur eine Küche, die mein Partner abbezahlt obwohl die Küche in der Mietwohnung stand, wo er ja dann ausgezogen ist. 

Nachdem er sich getrennt hat und nicht Zuhause war, hat Sie alle Wertsachen aus der gemeinsamen Wohnung geholt, auch seinen Schmuck. 

Uns würde jetzt interessieren, wie es ablaufen wird. Steht ihr Unterhalt zu? Kann diese schriftliche Vereinbarung bzgl. der Mietzahlung und Küchenzahlung von uns mit einbezogen werden? 

Wäre froh über ein paar Infos

Top 3 Antworten

5. Oktober um 16:06
In Antwort auf lovemeforwhoiam

Wieso sollte es nur sein Problem sein? 
Als Paar hält man auch in solchen Situationen zusammen.

Das mag ja sein. Dennoch hast Du rein rechtlich gar nichts zu melden. Du kannst ihn beraten, aber hier klingst Du als wolltest Du einen Kampf mit seiner Ex ausfechten:

"Wir haben es leider nicht der Polizei gemeldet." Muss heißen: Er...
"Wir werden uns sowieso einen Anwalt nehmen." Muss heißen: Er...
"Auf den Schmuck und all das bestehen wir nicht." Muss heißen: Er...
"Ich werde jetzt mal abwarten, was von ihrem Anwalt kommt und dann unseren dazu befragen..": Muss heißen: Er und seinen...

Kann es sein, dass nur Du ein Problem mit seiner Ex und ihren Zahlungen hat, er aber eigentlich gar keinen Streit will? Ich rate Dir Dich da raus zu halten, aber das gleiche wird Dir sein Anwalt auch sagen.

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5. Oktober um 18:18
In Antwort auf sowieso0123

naja ich würde ihn auch ausnehmen wenn er mich während der ehe so lange mit dir beschi**en hat

Ich finde die Sichtweise der TE auch sehr einseitig. Zum einen hat sie sich in die Ehe gedrängt, zum anderen hält sie jetzt seine finanziellen Ansprüche für die ihren. Das kommt mir irgendwie wie in einem schlechten Film vor.

Beides zeugt von Null Anstand. Seine finanziellen Regelungen mit seiner Noch-Frau gehen sie einen feuchten Dreck an.

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6. Oktober um 9:09
In Antwort auf lovemeforwhoiam

jaa genau du kennst mich ja soo gut.

Ich bin ein sehr herzenslieber Mensch, wirst du nicht glauben, ist auch ok. Kann mich egal sein. 
Nach einem Jahr haben sich diese Gefühle gegen die Ehefrau auch gelegt. Bzw. habe ich Sie nie wirklich "gehasst". Ich habe nur erzählt wie die Ehe zwischen den beiden lief..

Entschuldige dass es in einem Forum oft um einen selbst geht.. Ausserdem habe ich oben ständig WIR geschrieben. Erst ist ein WIR nicht angebracht und ein ICH auch nicht. Für uns ist es ein WIR, wir meistern solche Angelegenheiten eben zusammen. 
Ich möchte seine Exfrau nicht ausnehmen, deswegen schrieb ich auch, dass der Diebstahl bzgl dem Schmuck uns hier nicht wichtig ist.

Wichtig ist UNS dass die Scheidung friedlich abläuft. 

Egoistisch bin ich sicherlich nicht, ich denke immer erst an meine Freunde/Familie/Kollegen und Bekannten. Erst dann denke ich an mich selbst. Menschen die ich kenne oder die mir etwas bedeuten stehen bei mir ganz vorne. Also denke nicht du könntest da urteilen. 
Es gibt Menschen die manche Dinge nur einfach nicht so passend formulieren können, ich bin immerhin kein perfekter Mensch.

Die Vorgeschichte spielt hier für mich keine Rolle, da ich nach Infos bzgl. Scheidung und Kurz-Ehe gefragt habe und nicht nach Beratung oder Meinung wie unsere Beziehung damals begonnen hat. 

Die Vita spielt immer eine Rolle. Dein Freund hat sie mit Dir beschissen, Sie belogen, hintergangen und kurz nach dem Satz "bis der Tod uns scheidet" sitzengelassen. Wie sollte so etwas zwischen Euch dreien denn keine Rolle spielen? So naiv kannst Du doch nicht sein.

Natürlich wird sie versuchen, jetzt das absolut beste für sich herauszuholen. Das ist doch klar. Denkst Du, sie wirft Dir außer dem Mann noch Geld hinterher? So naiv kannst Du doch nicht sein. Sie will sich ganz sicher nicht zwei mal hintereinander bescheißen lassen. Jeder andere an ihrer Stelle würde ihn natürlich auch so stark wie möglich bluten lassen und das maximale für sich herausholen.

Wenn Du eine friedliche Scheidung willst, lass von verheirateten Männern die Finger, bis sie sich getrennt haben.

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5. Oktober um 11:12

Ihr solltet euch am besten einen Anwalt besorgen. 

Habt ihr es nicht bei der Polizei gemeldet als sie die Wertsachen geklaut hat ? 

Wenn dein Freund die Küche abbezahlt hat dann gehört sie natürlich ihm und wenn sie beim Mietvertrag mitunterschrieben hat muss sie natürlich bezahlen

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5. Oktober um 11:37
In Antwort auf traplord

Ihr solltet euch am besten einen Anwalt besorgen. 

Habt ihr es nicht bei der Polizei gemeldet als sie die Wertsachen geklaut hat ? 

Wenn dein Freund die Küche abbezahlt hat dann gehört sie natürlich ihm und wenn sie beim Mietvertrag mitunterschrieben hat muss sie natürlich bezahlen

Wir haben es leider nicht der Polizei gemeldet.
Sie hat es ja nicht zugegeben.. Nur dass ihr Bruder die Spülmaschine geholt hat. 
Es war uns dann auch erstmal egal. 

Im Mietvertrag standen beide, also Ehefreu und mein Partner. 
Gezahlt hat Sie trotzdem nichts..

Wir werden uns sowieso einen Anwald nehmen. Aber könnte ja sein, dass uns hier schon mal jemand ein paar Infos geben kann..

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5. Oktober um 12:08
In Antwort auf lovemeforwhoiam

Wir haben es leider nicht der Polizei gemeldet.
Sie hat es ja nicht zugegeben.. Nur dass ihr Bruder die Spülmaschine geholt hat. 
Es war uns dann auch erstmal egal. 

Im Mietvertrag standen beide, also Ehefreu und mein Partner. 
Gezahlt hat Sie trotzdem nichts..

Wir werden uns sowieso einen Anwald nehmen. Aber könnte ja sein, dass uns hier schon mal jemand ein paar Infos geben kann..

wenn das alles so schlimm abgelaufen ist, dann solltet ihr schnellstens das Schloss der Haustüre austauschen. Und am besten, um euch nicht gross zu ärgen, alles was sie an sich gerafft hat, als Lehrgeld abhaken. Wenn ihr noch grossartig darauf besteht, dass sie das zahlen soll und den Schmuck zurück geben soll, dann werdet ihr Ärger ohne Ende haben.

Also schnell die Scheidung durchdrücken - und alles mit einem  eigenen Antwalt! Nicht dass da noch irgendwas kommt. Der Anwalt kann euch auch wg Unterhalt (ich glaube, den Ehegattenunterhalt gibt es nicht mehr, da ja auch keine kleinen Kinder im Spiel sind).

Hakt alles so schnell wie möglich ab und schafft klare Tatsachen. Ihr habt eh schon zu lange diesem Albtraum tatenlos zugesehen.

Wie schnell kann man eine Ehe in die Scheidung bringen ? In Spanien gibt es Express-Scheidungen, da kann man innerhalb von 10 Tagen geschieden werden. In Deutschland gibt es vielleicht etwas ähnliches, wenn eine besondere Notlage vorliegt? Es gibt doch die sogenannte "Blitzscheidung"...


http://www.kanzlei-hasselbach.de/2015/scheidung-ohne-trennungsjahr-mit-der-blitzscheidung/06/
3. Blitzscheidung wegen unzumutbarer Härte Nach der Vorschrift des § 1565 Abs. 2 BGB kann eine Ehe (nur) dann vor Ablauf des Trennungsjahres geschieden werden, wenn die Fortsetzung der Ehe eine „unzumutbare Härte“ für einen Ehepartner bedeuten würde und die Gründe dieser Härte beim anderen Ehepartner liegen (sog. Blitzscheidung). Mit anderen Worten müssen Gründe für die Beendigung der Ehe vorliegen, die so schwerwiegend sind, dass eine quasi sofortige Beendigung der Ehe die einzige zumutbare Lösung darstellt.

Die Gründe für die Härtescheidung müssen objektiv vorliegen und von demjenigen vor Gericht vorgebracht werden, der sich auf diese Gründe beruft. Die Rechtsprechung hat in Deutschland typische Fälle herausgearbeitet, welche Gründe für eine ">Härtescheidung ausreichen und welche eine Härtescheidung noch nicht rechtfertigen können. Dennoch sind stets die Umstände des Einzelfalls maßgeblich.

4. Gründe, die für eine Blitzscheidung nicht ausreichen Dass die Gründe für eine Blitz- bzw. Härtescheidung objektiv vorliegen müssen, bedeutet zunächst, dass subjektive Bewertungen und Empfindungen eines Ehepartners nicht ausreichen, die Ehe vorzeitig ohne Trennungsjahr beenden zu können. So reicht es nicht aus, wenn empfundene Lieblosigkeit oder emotionale Kälte vorgebracht werden, um eine Weiterführung der Ehe als „unzumutbar“ darzustellen.

Die Gerichte sind hier generell streng: Eine nachlässige Haushaltsführung oder häufige Eifersuchtsszenen reichen nicht, aber auch ein Ehebruch oder eine einmalige körperliche Misshandlung als „Ausrutscher“ führen noch nicht zu einem Grund zu einer sofortigen Scheidung wegen eines Härtefalls. Selbst eine Vergewaltigung in der Ehe ist dann nicht ausreichend, wenn die Ehefrau anschließend zum Mann zurückkehrt. Insgesamt sind gerade „Seitensprünge“ sehr umstritten, was die Rechtfertigung einer Blitzscheidung angeht: Ehebruch ist nur dann ein Grund für eine Blitzsscheidung, wenn er fortgesetzt über eine gewisse Dauer (mindestens drei Monate) stattfindet.

Wird dagegen eine Beziehung mit einem gleichgeschlechtlichen Partner aufgenommen, kann dies für eine Blitzscheidung ohne Trennungsjahr ausreichend sein.

5. Was kann eine Blitzscheidung rechtfertigen? Die Gerichte haben sich schon mit einer Vielzahl von vorgebrachten Gründen für eine Härtescheidung befassen müssen. Als ausreichende Härtegründe wurden von den Gerichten u.a. als ausreichend erachtet:

- Alkoholabhängigkeit/Drogensucht beim anderen Partner ohne Aussicht auf Besserung, weil eine Entziehungskur abgelehnt wird oder fehlgeschlagen ist
- Wiederholte Gewalt gegen Ehepartner und Kinder
- Morddrohungen und sonstige Bedrohungen, schwere Beleidigungen
- Ehebruch von erheblicher Dauer und Intensität, insbesondere in der Ehewohnung (OLG Köln, Beschl. v. 18.09.1998, Az. 25 WF 162/98)
- Sonstige erniedrigende Behandlungen, z.B. Misshandlungen vor den Kindern oder Aufnahme der Prostitution
- Wenn eine neue Beziehung aufgenommen wurde und von dem neuen Partner ein Kind erwartet wird.

Die Nichtzahlung von Unterhalt für die Ehefrau bzw. Kinder kann zu einer Ehescheidung wegen unzumutbarer Härte führen (OLG Stuttgart, Urt. v. 08.08.1978, Az. 16 WF 200/78 ES); alleine die Nichtzahlung des Unterhalts ist aber noch kein hinreichender Grund für eine sofortige Scheidung (OLG Stuttgart, Urt. v. 07.02.2001, Az. 18 WF 44/01). In jedem Fall ist hier zu beachten: Da das Vorliegen eines Härtegrundes in der Person des Ehepartners liegen muss und dieser Grund von dem anderen Ehepartner, der die sofortige Scheidung will, vor Gericht vorzubringen ist, wird vor Gericht oft das passieren (müssen), was man eigentlich oft lieber vermeiden möchte: Um die Verfehlungen des Anderen darzustellen, wird vor Gericht „schmutzige Wäsche gewaschen“.




Euch viel Glück!
 

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5. Oktober um 12:30
In Antwort auf annaan3

wenn das alles so schlimm abgelaufen ist, dann solltet ihr schnellstens das Schloss der Haustüre austauschen. Und am besten, um euch nicht gross zu ärgen, alles was sie an sich gerafft hat, als Lehrgeld abhaken. Wenn ihr noch grossartig darauf besteht, dass sie das zahlen soll und den Schmuck zurück geben soll, dann werdet ihr Ärger ohne Ende haben.

Also schnell die Scheidung durchdrücken - und alles mit einem  eigenen Antwalt! Nicht dass da noch irgendwas kommt. Der Anwalt kann euch auch wg Unterhalt (ich glaube, den Ehegattenunterhalt gibt es nicht mehr, da ja auch keine kleinen Kinder im Spiel sind).

Hakt alles so schnell wie möglich ab und schafft klare Tatsachen. Ihr habt eh schon zu lange diesem Albtraum tatenlos zugesehen.

Wie schnell kann man eine Ehe in die Scheidung bringen ? In Spanien gibt es Express-Scheidungen, da kann man innerhalb von 10 Tagen geschieden werden. In Deutschland gibt es vielleicht etwas ähnliches, wenn eine besondere Notlage vorliegt? Es gibt doch die sogenannte "Blitzscheidung"...


http://www.kanzlei-hasselbach.de/2015/scheidung-ohne-trennungsjahr-mit-der-blitzscheidung/06/
3. Blitzscheidung wegen unzumutbarer Härte Nach der Vorschrift des § 1565 Abs. 2 BGB kann eine Ehe (nur) dann vor Ablauf des Trennungsjahres geschieden werden, wenn die Fortsetzung der Ehe eine „unzumutbare Härte“ für einen Ehepartner bedeuten würde und die Gründe dieser Härte beim anderen Ehepartner liegen (sog. Blitzscheidung). Mit anderen Worten müssen Gründe für die Beendigung der Ehe vorliegen, die so schwerwiegend sind, dass eine quasi sofortige Beendigung der Ehe die einzige zumutbare Lösung darstellt.

Die Gründe für die Härtescheidung müssen objektiv vorliegen und von demjenigen vor Gericht vorgebracht werden, der sich auf diese Gründe beruft. Die Rechtsprechung hat in Deutschland typische Fälle herausgearbeitet, welche Gründe für eine ">Härtescheidung ausreichen und welche eine Härtescheidung noch nicht rechtfertigen können. Dennoch sind stets die Umstände des Einzelfalls maßgeblich.

4. Gründe, die für eine Blitzscheidung nicht ausreichen Dass die Gründe für eine Blitz- bzw. Härtescheidung objektiv vorliegen müssen, bedeutet zunächst, dass subjektive Bewertungen und Empfindungen eines Ehepartners nicht ausreichen, die Ehe vorzeitig ohne Trennungsjahr beenden zu können. So reicht es nicht aus, wenn empfundene Lieblosigkeit oder emotionale Kälte vorgebracht werden, um eine Weiterführung der Ehe als „unzumutbar“ darzustellen.

Die Gerichte sind hier generell streng: Eine nachlässige Haushaltsführung oder häufige Eifersuchtsszenen reichen nicht, aber auch ein Ehebruch oder eine einmalige körperliche Misshandlung als „Ausrutscher“ führen noch nicht zu einem Grund zu einer sofortigen Scheidung wegen eines Härtefalls. Selbst eine Vergewaltigung in der Ehe ist dann nicht ausreichend, wenn die Ehefrau anschließend zum Mann zurückkehrt. Insgesamt sind gerade „Seitensprünge“ sehr umstritten, was die Rechtfertigung einer Blitzscheidung angeht: Ehebruch ist nur dann ein Grund für eine Blitzsscheidung, wenn er fortgesetzt über eine gewisse Dauer (mindestens drei Monate) stattfindet.

Wird dagegen eine Beziehung mit einem gleichgeschlechtlichen Partner aufgenommen, kann dies für eine Blitzscheidung ohne Trennungsjahr ausreichend sein.

5. Was kann eine Blitzscheidung rechtfertigen? Die Gerichte haben sich schon mit einer Vielzahl von vorgebrachten Gründen für eine Härtescheidung befassen müssen. Als ausreichende Härtegründe wurden von den Gerichten u.a. als ausreichend erachtet:

- Alkoholabhängigkeit/Drogensucht beim anderen Partner ohne Aussicht auf Besserung, weil eine Entziehungskur abgelehnt wird oder fehlgeschlagen ist
- Wiederholte Gewalt gegen Ehepartner und Kinder
- Morddrohungen und sonstige Bedrohungen, schwere Beleidigungen
- Ehebruch von erheblicher Dauer und Intensität, insbesondere in der Ehewohnung (OLG Köln, Beschl. v. 18.09.1998, Az. 25 WF 162/98)
- Sonstige erniedrigende Behandlungen, z.B. Misshandlungen vor den Kindern oder Aufnahme der Prostitution
- Wenn eine neue Beziehung aufgenommen wurde und von dem neuen Partner ein Kind erwartet wird.

Die Nichtzahlung von Unterhalt für die Ehefrau bzw. Kinder kann zu einer Ehescheidung wegen unzumutbarer Härte führen (OLG Stuttgart, Urt. v. 08.08.1978, Az. 16 WF 200/78 ES); alleine die Nichtzahlung des Unterhalts ist aber noch kein hinreichender Grund für eine sofortige Scheidung (OLG Stuttgart, Urt. v. 07.02.2001, Az. 18 WF 44/01). In jedem Fall ist hier zu beachten: Da das Vorliegen eines Härtegrundes in der Person des Ehepartners liegen muss und dieser Grund von dem anderen Ehepartner, der die sofortige Scheidung will, vor Gericht vorzubringen ist, wird vor Gericht oft das passieren (müssen), was man eigentlich oft lieber vermeiden möchte: Um die Verfehlungen des Anderen darzustellen, wird vor Gericht „schmutzige Wäsche gewaschen“.




Euch viel Glück!
 

Das was die TE in dem Thread (bisher) geschildert hat, fällt ganz sicher nicht unter Härtefallscheidung.

Und Scheidungen in Deutschland dauern nunmal sehr lange, weil die Familiengerichte total überlastet sind.

Und dann muß auch vor der Scheidung erstmal der Versorgungsausgleich geregelt sein, sonst wird eh nur in Ausnahmefällen geschieden.

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5. Oktober um 12:34
In Antwort auf ofi21

Das was die TE in dem Thread (bisher) geschildert hat, fällt ganz sicher nicht unter Härtefallscheidung.

Und Scheidungen in Deutschland dauern nunmal sehr lange, weil die Familiengerichte total überlastet sind.

Und dann muß auch vor der Scheidung erstmal der Versorgungsausgleich geregelt sein, sonst wird eh nur in Ausnahmefällen geschieden.

darum meine ich ja - ANWALT! Ohne geht das alles nicht.

Ob nach 10 Monaten und ohne Kinder dasselbe gilt wie nach 15 Jahren Ehe, wird nur der Anwalt sagen können. Wenn sowohl sie als auch er arbeiten, muss geschaut werden, wie das mit dem Versorgungsausgleich ist.

Wie auch immer - es muss jetzt Butter bei die Fische gemacht werden, sonst geht das noch ewig so weiter .....

BTW - Blitzscheidung geht aber auch, wenn ein neues Kind einer neuen Partnerin unterwegs ist und sie heiraten möchten. Das wäre doch etwas, was sich beide überlegen könnten oder?

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5. Oktober um 13:27
In Antwort auf annaan3

wenn das alles so schlimm abgelaufen ist, dann solltet ihr schnellstens das Schloss der Haustüre austauschen. Und am besten, um euch nicht gross zu ärgen, alles was sie an sich gerafft hat, als Lehrgeld abhaken. Wenn ihr noch grossartig darauf besteht, dass sie das zahlen soll und den Schmuck zurück geben soll, dann werdet ihr Ärger ohne Ende haben.

Also schnell die Scheidung durchdrücken - und alles mit einem  eigenen Antwalt! Nicht dass da noch irgendwas kommt. Der Anwalt kann euch auch wg Unterhalt (ich glaube, den Ehegattenunterhalt gibt es nicht mehr, da ja auch keine kleinen Kinder im Spiel sind).

Hakt alles so schnell wie möglich ab und schafft klare Tatsachen. Ihr habt eh schon zu lange diesem Albtraum tatenlos zugesehen.

Wie schnell kann man eine Ehe in die Scheidung bringen ? In Spanien gibt es Express-Scheidungen, da kann man innerhalb von 10 Tagen geschieden werden. In Deutschland gibt es vielleicht etwas ähnliches, wenn eine besondere Notlage vorliegt? Es gibt doch die sogenannte "Blitzscheidung"...


http://www.kanzlei-hasselbach.de/2015/scheidung-ohne-trennungsjahr-mit-der-blitzscheidung/06/
3. Blitzscheidung wegen unzumutbarer Härte Nach der Vorschrift des § 1565 Abs. 2 BGB kann eine Ehe (nur) dann vor Ablauf des Trennungsjahres geschieden werden, wenn die Fortsetzung der Ehe eine „unzumutbare Härte“ für einen Ehepartner bedeuten würde und die Gründe dieser Härte beim anderen Ehepartner liegen (sog. Blitzscheidung). Mit anderen Worten müssen Gründe für die Beendigung der Ehe vorliegen, die so schwerwiegend sind, dass eine quasi sofortige Beendigung der Ehe die einzige zumutbare Lösung darstellt.

Die Gründe für die Härtescheidung müssen objektiv vorliegen und von demjenigen vor Gericht vorgebracht werden, der sich auf diese Gründe beruft. Die Rechtsprechung hat in Deutschland typische Fälle herausgearbeitet, welche Gründe für eine ">Härtescheidung ausreichen und welche eine Härtescheidung noch nicht rechtfertigen können. Dennoch sind stets die Umstände des Einzelfalls maßgeblich.

4. Gründe, die für eine Blitzscheidung nicht ausreichen Dass die Gründe für eine Blitz- bzw. Härtescheidung objektiv vorliegen müssen, bedeutet zunächst, dass subjektive Bewertungen und Empfindungen eines Ehepartners nicht ausreichen, die Ehe vorzeitig ohne Trennungsjahr beenden zu können. So reicht es nicht aus, wenn empfundene Lieblosigkeit oder emotionale Kälte vorgebracht werden, um eine Weiterführung der Ehe als „unzumutbar“ darzustellen.

Die Gerichte sind hier generell streng: Eine nachlässige Haushaltsführung oder häufige Eifersuchtsszenen reichen nicht, aber auch ein Ehebruch oder eine einmalige körperliche Misshandlung als „Ausrutscher“ führen noch nicht zu einem Grund zu einer sofortigen Scheidung wegen eines Härtefalls. Selbst eine Vergewaltigung in der Ehe ist dann nicht ausreichend, wenn die Ehefrau anschließend zum Mann zurückkehrt. Insgesamt sind gerade „Seitensprünge“ sehr umstritten, was die Rechtfertigung einer Blitzscheidung angeht: Ehebruch ist nur dann ein Grund für eine Blitzsscheidung, wenn er fortgesetzt über eine gewisse Dauer (mindestens drei Monate) stattfindet.

Wird dagegen eine Beziehung mit einem gleichgeschlechtlichen Partner aufgenommen, kann dies für eine Blitzscheidung ohne Trennungsjahr ausreichend sein.

5. Was kann eine Blitzscheidung rechtfertigen? Die Gerichte haben sich schon mit einer Vielzahl von vorgebrachten Gründen für eine Härtescheidung befassen müssen. Als ausreichende Härtegründe wurden von den Gerichten u.a. als ausreichend erachtet:

- Alkoholabhängigkeit/Drogensucht beim anderen Partner ohne Aussicht auf Besserung, weil eine Entziehungskur abgelehnt wird oder fehlgeschlagen ist
- Wiederholte Gewalt gegen Ehepartner und Kinder
- Morddrohungen und sonstige Bedrohungen, schwere Beleidigungen
- Ehebruch von erheblicher Dauer und Intensität, insbesondere in der Ehewohnung (OLG Köln, Beschl. v. 18.09.1998, Az. 25 WF 162/98)
- Sonstige erniedrigende Behandlungen, z.B. Misshandlungen vor den Kindern oder Aufnahme der Prostitution
- Wenn eine neue Beziehung aufgenommen wurde und von dem neuen Partner ein Kind erwartet wird.

Die Nichtzahlung von Unterhalt für die Ehefrau bzw. Kinder kann zu einer Ehescheidung wegen unzumutbarer Härte führen (OLG Stuttgart, Urt. v. 08.08.1978, Az. 16 WF 200/78 ES); alleine die Nichtzahlung des Unterhalts ist aber noch kein hinreichender Grund für eine sofortige Scheidung (OLG Stuttgart, Urt. v. 07.02.2001, Az. 18 WF 44/01). In jedem Fall ist hier zu beachten: Da das Vorliegen eines Härtegrundes in der Person des Ehepartners liegen muss und dieser Grund von dem anderen Ehepartner, der die sofortige Scheidung will, vor Gericht vorzubringen ist, wird vor Gericht oft das passieren (müssen), was man eigentlich oft lieber vermeiden möchte: Um die Verfehlungen des Anderen darzustellen, wird vor Gericht „schmutzige Wäsche gewaschen“.




Euch viel Glück!
 

Danke für deine Antwort. 
Es ist aj sowieso bereits abgehakt. Er ist direkt zu mir gezogen, musste halt leider trotzdem die 3 monatige Kündigungsfrist bei seiner Wohnung einhalten.

Auf den Schmuck und all das bestehen wir nicht. Dieses Schreiben was sie unterzeichnet hat, wäre eher bzgl. einer Notlage. Wenn sie plötzlich Dinge fordert die ihr nicht zustehen oder so.. 

Blitzscheidung gibt es in dem Fall nicht, da es keine unzumutbare Härte ist.. 
Das Trennungsjahr ist ja jetzt sowieso rum.

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5. Oktober um 13:29
In Antwort auf annaan3

darum meine ich ja - ANWALT! Ohne geht das alles nicht.

Ob nach 10 Monaten und ohne Kinder dasselbe gilt wie nach 15 Jahren Ehe, wird nur der Anwalt sagen können. Wenn sowohl sie als auch er arbeiten, muss geschaut werden, wie das mit dem Versorgungsausgleich ist.

Wie auch immer - es muss jetzt Butter bei die Fische gemacht werden, sonst geht das noch ewig so weiter .....

BTW - Blitzscheidung geht aber auch, wenn ein neues Kind einer neuen Partnerin unterwegs ist und sie heiraten möchten. Das wäre doch etwas, was sich beide überlegen könnten oder?

SO blöd es sich anhört, aber wir hibbeln schon eine Zeit auf Nachwuchs.

Ich werde jetzt mal abwarten, was von ihrem Anwalt kommt und dann unseren dazu befragen..

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5. Oktober um 13:29
In Antwort auf lovemeforwhoiam

Hallo ihr Lieben,

kennt sich hier jemand mit dem Familienrecht aus? Besonders bei Kurz-Ehen?

Mein Partner hat sich letztes Jahr nach 10 Monaten Ehe von seiner Frau getrennt. Sie ziehte zu ihren Eltern und zahlte auch keine Miete mehr, auch nicht die Hälfte obwohl dies schriftlich vereinbart wurde.

Nun bekommen wir die Tage Post von Ihrem Anwalt bzgl der Scheidung, die sie wohl nun bei Ihrem Anwalt klärt und einreicht. 

Das Trennungsjahr ist rum und ich finde im Internet soo viele verschiedene Meinungen bzgl. dem Unterhalt. 

Sie arbeitet Vollzeit, in der Ehe wurden keine großen Anschaffungen (wie z.B. Haus, Eigentumswohnung oder ähnliches) nur eine Küche, die mein Partner abbezahlt obwohl die Küche in der Mietwohnung stand, wo er ja dann ausgezogen ist. 

Nachdem er sich getrennt hat und nicht Zuhause war, hat Sie alle Wertsachen aus der gemeinsamen Wohnung geholt, auch seinen Schmuck. 

Uns würde jetzt interessieren, wie es ablaufen wird. Steht ihr Unterhalt zu? Kann diese schriftliche Vereinbarung bzgl. der Mietzahlung und Küchenzahlung von uns mit einbezogen werden? 

Wäre froh über ein paar Infos

wieso unterhalt?
verstehe ich nicht... wenn sie keine kinder haben....

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5. Oktober um 13:33
In Antwort auf sowieso0123

wieso unterhalt?
verstehe ich nicht... wenn sie keine kinder haben....

Unterhalt für die Ehefrau. Gäbe es z.B. wenn der Mann 3.000 € Netto verdient und sie nur 1.200 € soweit ich mich erinnere.

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5. Oktober um 13:40
In Antwort auf lovemeforwhoiam

Unterhalt für die Ehefrau. Gäbe es z.B. wenn der Mann 3.000 € Netto verdient und sie nur 1.200 € soweit ich mich erinnere.

echt
wusste ich nicht....

für mich unlogisch... was hat er damit am hut?
dann soll sie sich nen besseren job suchen

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5. Oktober um 13:44

Es ist allein sein Problem.

​Oder ?

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5. Oktober um 14:00
In Antwort auf annaan3

darum meine ich ja - ANWALT! Ohne geht das alles nicht.

Ob nach 10 Monaten und ohne Kinder dasselbe gilt wie nach 15 Jahren Ehe, wird nur der Anwalt sagen können. Wenn sowohl sie als auch er arbeiten, muss geschaut werden, wie das mit dem Versorgungsausgleich ist.

Wie auch immer - es muss jetzt Butter bei die Fische gemacht werden, sonst geht das noch ewig so weiter .....

BTW - Blitzscheidung geht aber auch, wenn ein neues Kind einer neuen Partnerin unterwegs ist und sie heiraten möchten. Das wäre doch etwas, was sich beide überlegen könnten oder?

Fslscher Ansatz. 

Nicht unter Druck Kind zeugen. 

Erst die eine Geschichte sauber abwickeln. 

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5. Oktober um 14:57
In Antwort auf umminti

Fslscher Ansatz. 

Nicht unter Druck Kind zeugen. 

Erst die eine Geschichte sauber abwickeln. 

Nein wir zeugen ja kein Kind wegen der Scheidung.. Oh Gott bloß nicht.

Ich bin zwar Jung aber Krankheitsbedingt kann ich nicht einfach mal 5 Jahren warten.. Wir verhüten nicht und wenn es passiert - passiert es. 

Wir haben ja auch gar keinen Stress bzgl. der Scheidung, bisher ist ja auch sie ganz normal. Ich hoffe halt nur, dass es so bleibt und man die ganze Sache friedlich abschließt.

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5. Oktober um 14:58
In Antwort auf christianos

Es ist allein sein Problem.

​Oder ?

Wieso sollte es nur sein Problem sein? 
Als Paar hält man auch in solchen Situationen zusammen.

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5. Oktober um 16:06
In Antwort auf lovemeforwhoiam

Wieso sollte es nur sein Problem sein? 
Als Paar hält man auch in solchen Situationen zusammen.

Das mag ja sein. Dennoch hast Du rein rechtlich gar nichts zu melden. Du kannst ihn beraten, aber hier klingst Du als wolltest Du einen Kampf mit seiner Ex ausfechten:

"Wir haben es leider nicht der Polizei gemeldet." Muss heißen: Er...
"Wir werden uns sowieso einen Anwalt nehmen." Muss heißen: Er...
"Auf den Schmuck und all das bestehen wir nicht." Muss heißen: Er...
"Ich werde jetzt mal abwarten, was von ihrem Anwalt kommt und dann unseren dazu befragen..": Muss heißen: Er und seinen...

Kann es sein, dass nur Du ein Problem mit seiner Ex und ihren Zahlungen hat, er aber eigentlich gar keinen Streit will? Ich rate Dir Dich da raus zu halten, aber das gleiche wird Dir sein Anwalt auch sagen.

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5. Oktober um 17:47

naja ich würde ihn auch ausnehmen wenn er mich während der ehe so lange mit dir beschi**en hat

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5. Oktober um 18:18
In Antwort auf sowieso0123

naja ich würde ihn auch ausnehmen wenn er mich während der ehe so lange mit dir beschi**en hat

Ich finde die Sichtweise der TE auch sehr einseitig. Zum einen hat sie sich in die Ehe gedrängt, zum anderen hält sie jetzt seine finanziellen Ansprüche für die ihren. Das kommt mir irgendwie wie in einem schlechten Film vor.

Beides zeugt von Null Anstand. Seine finanziellen Regelungen mit seiner Noch-Frau gehen sie einen feuchten Dreck an.

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6. Oktober um 7:34

Das versteht ihr falsch. 
Natürlich ist es seine Sache und ich habe keine Ansprüche und ich möchte so oder so keinen Krieg mit der Exfrau. Ich hatte mir von Anfang an für Ihn gewünscht, dass sie sich im "Frieden" trennen können. 

Er hasst Papierkram über alles und sagt da selbst "Schatz kannst du dich da mal informieren?" oder weil ich den Anwalt kenne, ihn in Meetings schon vertreten habe, sagt mein Partner natürlich "Frag doch mal deinen Anwalt".

Die Vorgeschichte hat aktuell überhaupt nichts mit der Scheidung zu tun. Ich möchte nur etwas vorbereitet sein und wissen was da seine Rechte und Möglichkeiten sind. 
Er und auch Ich wären mehr als glücklich darüber, wenn die Scheidung ohne Probleme, ohne Krieg und Stress durchgezogen wird. 

Auf die Vorgeschichte möchte ich hier nicht eingehen.

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6. Oktober um 7:47
In Antwort auf lovemeforwhoiam

Das versteht ihr falsch. 
Natürlich ist es seine Sache und ich habe keine Ansprüche und ich möchte so oder so keinen Krieg mit der Exfrau. Ich hatte mir von Anfang an für Ihn gewünscht, dass sie sich im "Frieden" trennen können. 

Er hasst Papierkram über alles und sagt da selbst "Schatz kannst du dich da mal informieren?" oder weil ich den Anwalt kenne, ihn in Meetings schon vertreten habe, sagt mein Partner natürlich "Frag doch mal deinen Anwalt".

Die Vorgeschichte hat aktuell überhaupt nichts mit der Scheidung zu tun. Ich möchte nur etwas vorbereitet sein und wissen was da seine Rechte und Möglichkeiten sind. 
Er und auch Ich wären mehr als glücklich darüber, wenn die Scheidung ohne Probleme, ohne Krieg und Stress durchgezogen wird. 

Auf die Vorgeschichte möchte ich hier nicht eingehen.

Du hast Dich und Deine Denke durch den Gebrauch der Ich-Form doch längst selbst offenbart. Wenn man sich Deinen Vorgänger-Thread durchliest, bekommt man ein recht gutes Bild von Deiner Persönlichkeit. Dein neuer Partner tut mir jetzt schon leid, so einen Drachen an seiner Seite haben zu müssen.

Warum die Vorgeschichte (in der Du die ganze Zeit über seine damalige Ex-Frau geätzt hast) nichts damit zu tun haben soll, bleibt wohl Dein Geheimnis. Natürlich hat sie sehr viel damit zu tun.

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