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Partner hat Burnout und ich zerbreche beinahe daran

21. September 2012 um 14:04

Ich weiss nicht mehr ein und aus. Mein Partner, mit dem ich nun seit 10 Jahren zusammen bin, hat seit ungefähr 4 Monaten ein Burnout, dass vom Arzt diagnostiziert worden ist. Er ist seit dem in Behandlung, das heisst Psychofarmaka und Therapien. Da ich mich sehr mit diesem Burnout beschäftige und viel darüber gelesen habe, weiss ich ungefähr wie das Ganze abläuft. Und trotzdem......es ist die Hölle für mich!! Ständig muss man Rücksicht nehmen und Verständnis aufbringen und seine eigenen Bedürfnisse bleiben gänzlich auf der Strecke. Da wir nicht zusammen wohnen, kann er sich schön rar machen und wir sehen uns ca. 1 mal pro Woche für 1-3 Stunden. Ansonsten höre ich eigentlich nichts von ihm. Kein Telefon, kein SMS, rein gar nichts. Ich leide dabei extrem, da ich ihn so extrem vermisse und er mir fehlt. Meine Gefühle sind ja noch intakt, dass heisst meine Bedürfnisse sind immer noch die gleichen. Wie weit darf man seine Bedürfnisse an einen Burnoutbetroffenen anbringen? Haben die überhaupt Platz, oder wird die Partnerin bei einem Burnout total ausgeblendet?
Er sagt mir schon, dass er überhaupt keine Lust mehr habe, irgendwelche Menschen zu sehen und am liebsten nur noch alleine sei. Auch empfinde und fühle er momentan nichts mehr, was ihn selber sehr belastet und traurig macht.Das kann ich ja alles verstehen und Verständnis dafür aufbringen, aber damit umzugehen und zu leben, frustriert und macht nur noch traurig.
Wer hat Erfahrungen mit einem Partner, der ebenfalls ein Burnout hat oder hatte? Wer kann mir helfen, das Ganze zu verstehen, oder habe ich sowieso schon verloren?
Meine Angst ist auch, dass ich ihn am Ende so oder so verliere, nach einem Leidensweg meinerseits. Gibt es Hoffnung, dass ein Burnoutbetroffener wieder Gefühle für seine Partnerin entwickeln kann? Wie schnell kommt man in eine Co-Abhängigkeit als Partnerin?

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21. September 2012 um 16:07

Burnout Test
Es gibt auch Burn-Out Tests.
Wenn man selbst mal so einen gemacht hat, dann bekommt man vielleicht eine bessere Vorstellung davon, um was es sich bei Burn-Out dreht:
z.B.:
http://www.psychologe.de/psychologische-tests/burnout/2

Grüße
Aschenrot

Ich mag

21. September 2012 um 16:54

@omasenkel
Diesen Artikel habe ich auch gelesen und wollte eben darauf verweisen....lg orange

Ich mag

21. September 2012 um 17:04

Danke für Eure Antworten
Vielen lieben Dank vor allem an taittinger1. Genau solche Mails tuen mir in der Seele gut und ich hoffe, dass meine Bemühungen und mein Verständnis nicht fürs Nichts waren. Und weisst Du lieber Omasenkel, nach 10 Jahren Beziehung
wirft man den Partner nicht einfach weg, nur will man ihn nicht unterstützen will. Wie ich euch geschildert habe, es ist nicht ganz ohne und es braucht viel Kraft. Es ist ja nicht so, dass ich als Pflegerin agiere, will ich auch gar nicht, aber der Verzicht ist so enorm, dass es richtig schmerzt. Der Partner ist nicht fähig während einem Burnout zu geben. Und das zu ertragen, tut verdammt weh. Aber ich denke jeder hätte gerne jemanden an seiner Seite, der einem hilft das Ganze zu tragen und einem nicht einfach fallen lässt, will man im Moment nicht der Norm entsprechen kann. Oder sehe ich das falsch?

Ich mag

21. September 2012 um 17:21

Liebe oder lieber taittinger1
Ich danke Dir für Deine Worte und sie geben mir Zuversicht, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Vielen Dank, lass Dich einmal von mir drücken

Ich mag

21. September 2012 um 17:24

Selbsthilfegruppen
Gibt es die tatsächlich? Ich habe mir nämlich schon gedacht, dass dies noch eine "Marktlücke" ist. Alle kümmern sich um die erkrankten, aber es gibt keine Hilfe für Partner bezw. Angehörige. Ich schaue mal, ob wir das hier in der Schweiz auch haben, wäre supertoll.

Ich mag

14. August 2013 um 11:40

Partner hat Burnout und ich zerbreche beinahe daran
Hi Lapinia,
mir geht es ebenso wie dir und ich würde gern erfahren, wie es heute bei dir läuft. Ich möchte gern mehr erfahren...hast du eine Selbsthilfegruppe gefunden? Konnte man dir weiterhelfen? Ich verzweifel bald und hilfreiche Tipps könnten mir vielleicht helfen.
Liebe Grüsse....

Ich mag

14. August 2013 um 15:18

Hi
Hi Pacjam,
ich treffe mich mit Freunden, ich fahre in Urlaub, bin viel unterwegs und langweile mich auch nicht.
Aber ich liebe meinen Freund und er fehlt mir....weder ich noch er haben Interesse daran uns zu trennen. Er ist momentan nicht bereit etwas zu unternehmen...er will immer nur seine Ruhe haben und er will niemend sehen....das heißt auch nicht mich....in den letzten 3 Wochen waren wir nur 3 Stunden zusammen. Das ist wirklich sehr wenig...ich würde ihm gern helfen...aber wie??? Und er nimmt ja auch keine Hilfe an...bin ratlos!

Ich mag

26. Mai 2014 um 21:14

Burn out beim Partner
Ist ja lange her,dass dieser erfahrungsbericht geschrieben wurde.Ich bin in genau der gleichen situation,auch was die Wohnverhältnisse,der Umgang und die Gefühle meinem Freund bereffen.Er ist aber zum Glück soweit,dank einer von nem guten Freund empfohlenen Psychologen,in 1 Woche eine 3 monatige Therapie zu beginnen.Fragt nicht,wie sehr ich in den letzten Monaten gelitten,geheult und gezweifelt habe,zumal wir uns erst seit 1 Jahr kennen.Aber mir hat es sehr geholfen,mich intensiv mit burnout zu befassen.Und wenn ich,leider momentan,auch nur stundenweise,mit ihm zusammensein kann,dann reden wir darüber.Ich kann nur jedem Angehörigen eine BO-Patienten raten,wenn ihr euren Partner genügend liebt,habt geduld und Kraft.Ich zähle leider zu den Ungeduldigen und Pessimismus wurde mir wohl in die Wiege gelegt ..aber durch seine Erkrankung wurden mir genau diese Fähigkeiten auferlegt.All meine freunde meinten,ich soll ihn in den Wind schießen,weil eben keiner je damit konfrontiert wurde.Einen kleinen Fortschritt gibts bei uns,denn seit er sich in psychologischer Behandlg.befindet,reagiert er auf all meine sms und Telefonate,wenn auch nur kurz.Aber die zeit,dass ich völlig abgeschottet war,sindhoffentlich vorbei.Ich habe ihm damals klar gesagt,dass er so nicht mit mir umgehn kann.Zu schildern,was damals passiert ist,würdfe den Rahmen sprengen.Nun bleibt abzuwarten,was die nächsten Wochen bringen.
Ich wünsche alln Beroffenen u. Angehörigen viel Kraft.
Vielleicht schreibt ja irgend wann noch mal jemand hier seine Erfahrungen,ich wäre auch sehr dankbar dafür.lg

Ich mag

26. Mai 2014 um 22:13

21.September 2012..denke mal..er ist austherapiert seitdem...
auf Zeit trennen...wenn es nicht auszuhalten ist ,inRuhe lassen..wenn Stütze auch zuviel ist oder so empfunden wird.

Ich mag

26. Mai 2014 um 22:46

Vielleicht hilft es,
einen Gedanken weiterzudenken.
Worst Case: der schlimmste anzunehmende Fall. Was wäre das?


Was käme dann?
Wofür würdet ihr die Zeit nutzen, wenn ihr dann noch leben würdet?

1 likes - Ich mag

27. Mai 2014 um 18:35
In response to coleen41

21.September 2012..denke mal..er ist austherapiert seitdem...
auf Zeit trennen...wenn es nicht auszuhalten ist ,inRuhe lassen..wenn Stütze auch zuviel ist oder so empfunden wird.

Burn out beim Partner
find ich ja echt gut,dass sich jemand gemeldet hat,danke!!
da mir ja noch so einiges bevorsteht,hoff ich einfach mal,ich steh das durch.
ich nehme mal an,du bist oder warst betroffene?
im inet Tipps lesen ist die eine Sache,aber ob sie auf jeden angewandt werden können....wer weis.
vielleicht können wir ja in kontakt bleiben und du wärst daran interessiert,wies bei uns weiter geht...lg

Ich mag

28. März 2015 um 12:55

Seit ihr schon raus?
Hallo Lapinia,
ich hoffe für dich, dass es euch inzwischen besser geht. Wir machen unter einer fast identischen Konstellation gerade das Gleiche durch. Er arbeitet sich kaputt, distanziert sich immer mehr...
Seit 3-4 Monate besteht mein Leben darin, auf die kostbaren Momente mit ihm zu warten. Häufig ist er dann aber nicht in der Lage sich auf Ruhe bzw. Zeit mit mir einzulassen.
Der konsultierte Therapeut wusste nicht wo er ansetzen soll - na prächtig! Also nur die Egal-Pillchen...die machen wiederum müde...
Wie wurde euch geholfen?

Ich mag

29. März 2015 um 19:11
In response to anne110714

Seit ihr schon raus?
Hallo Lapinia,
ich hoffe für dich, dass es euch inzwischen besser geht. Wir machen unter einer fast identischen Konstellation gerade das Gleiche durch. Er arbeitet sich kaputt, distanziert sich immer mehr...
Seit 3-4 Monate besteht mein Leben darin, auf die kostbaren Momente mit ihm zu warten. Häufig ist er dann aber nicht in der Lage sich auf Ruhe bzw. Zeit mit mir einzulassen.
Der konsultierte Therapeut wusste nicht wo er ansetzen soll - na prächtig! Also nur die Egal-Pillchen...die machen wiederum müde...
Wie wurde euch geholfen?

Burn out
hallo anne,
vielleicht hilft es dir ja auch von jemand anderen angehörigen antwort zu bekommen.,
Mein freund war zur 3 monatigen stationären therapie in klinik,hat ihm auch soweit gut getan.Leider mußte er dann ganze 3 monate auf die sich anschließende reha warten und das machte ihn wieder total mnürbe und stürzte ihn wieder in eine tiefe krise.Ich hab mir aber von anderen betroffenen sagen lasse,das sei normal.Leider hat die reha ihm nix gebracht,weil sie seltsamerweise nicht wirklich auf sein krankheitsbild ausgerichtet war.
Ich kann dir sagen,unsere beziehung stand vor dem Aus,er wollte nicht mehr und kannst dir denken,es brach eine welt für mich zusammen.Komischerweise hatte ich irgendwo tief in meinem innersten noch die hoffnung,er überlegt es sich.Vielleicht auch deswegen,weil mir ein BO-betroffener gesagt hat,mit ner trennung muß ich rechnen.Aber bitte wer tut das und akzeptiert es??? Mein freund stand nur tage später wieder,total unverhofft,vor meiner tür.Ich hatte ihn nur per smsm gebeten mir meine eine Cd in briefkasten zu stecken.
Die 5 wochen reha ohne ihn warn schlimm für mich.Er ist ein mann,der auch nicht unbedingt dort anschluß gesucht hat und auch sonst etwas anders wie andere männer tickt.Wir haben fast jeden tag telefoniert oder über whatsapp geschrieben.Das hat ihn über die sinnlose zeit dort gebracht,Und ich hab ihn dort übers WE besucht,hab mir ein zimmer genommen,denn er durfte ja nicht über nacht raus.
Und ohne meine Hausdoc hätte ich bis heute nicht mehr die kraft,geduld u. stärke für seine krankheit aufgebracht.Ich stand selber vorm BO.Ich bekam hochdosiertes johanniskraut verschrieben,welches ich bis heute nehme.Denn mir is wichtig die stärkere von uns beiden zu bleiben.Er geht seit märz wieder arbeiten,hatte wiedereingliederung.Aber glücklich ist er deswegen nicht.Unsrer treffen sind nach wie vor auf stunden und seinen gemütszustand begrenzt,zumal wir beide auch noch schicht arbeiten.
Also bitte gib nicht auf,such das gespräch mit deinem hausdoc.Glaub mir,ich bin frau,die so schnell nix umgehaun hat,aber da in ihre grenzen verwiesen wurde.Ich nehme mal an du hast dich wie ich ausreichend über BO informiert.Wenns in deiner stadt ne selbsthilfegruppe gibt,dann schließ dich so einer an.Mir tun die medis gut und mein freund merkt auch,das es mir wieder besser geht.Es ist sau wichtig,dass wir als angehörige daran nicht kaputt gehn.
Oh sorry,hab jetzt viel geschrieben.Frag gerne nach,wenn du noch was wissen willst.
Mein freund ist noch lange nicht geheilt,wird noch ein langer weg,aber ich lieb den genug,um diesen weg mit ihm weiter zu gehn.LG und alles gute für euch

Ich mag

29. März 2015 um 21:59
In response to kriegerin56

Burn out
hallo anne,
vielleicht hilft es dir ja auch von jemand anderen angehörigen antwort zu bekommen.,
Mein freund war zur 3 monatigen stationären therapie in klinik,hat ihm auch soweit gut getan.Leider mußte er dann ganze 3 monate auf die sich anschließende reha warten und das machte ihn wieder total mnürbe und stürzte ihn wieder in eine tiefe krise.Ich hab mir aber von anderen betroffenen sagen lasse,das sei normal.Leider hat die reha ihm nix gebracht,weil sie seltsamerweise nicht wirklich auf sein krankheitsbild ausgerichtet war.
Ich kann dir sagen,unsere beziehung stand vor dem Aus,er wollte nicht mehr und kannst dir denken,es brach eine welt für mich zusammen.Komischerweise hatte ich irgendwo tief in meinem innersten noch die hoffnung,er überlegt es sich.Vielleicht auch deswegen,weil mir ein BO-betroffener gesagt hat,mit ner trennung muß ich rechnen.Aber bitte wer tut das und akzeptiert es??? Mein freund stand nur tage später wieder,total unverhofft,vor meiner tür.Ich hatte ihn nur per smsm gebeten mir meine eine Cd in briefkasten zu stecken.
Die 5 wochen reha ohne ihn warn schlimm für mich.Er ist ein mann,der auch nicht unbedingt dort anschluß gesucht hat und auch sonst etwas anders wie andere männer tickt.Wir haben fast jeden tag telefoniert oder über whatsapp geschrieben.Das hat ihn über die sinnlose zeit dort gebracht,Und ich hab ihn dort übers WE besucht,hab mir ein zimmer genommen,denn er durfte ja nicht über nacht raus.
Und ohne meine Hausdoc hätte ich bis heute nicht mehr die kraft,geduld u. stärke für seine krankheit aufgebracht.Ich stand selber vorm BO.Ich bekam hochdosiertes johanniskraut verschrieben,welches ich bis heute nehme.Denn mir is wichtig die stärkere von uns beiden zu bleiben.Er geht seit märz wieder arbeiten,hatte wiedereingliederung.Aber glücklich ist er deswegen nicht.Unsrer treffen sind nach wie vor auf stunden und seinen gemütszustand begrenzt,zumal wir beide auch noch schicht arbeiten.
Also bitte gib nicht auf,such das gespräch mit deinem hausdoc.Glaub mir,ich bin frau,die so schnell nix umgehaun hat,aber da in ihre grenzen verwiesen wurde.Ich nehme mal an du hast dich wie ich ausreichend über BO informiert.Wenns in deiner stadt ne selbsthilfegruppe gibt,dann schließ dich so einer an.Mir tun die medis gut und mein freund merkt auch,das es mir wieder besser geht.Es ist sau wichtig,dass wir als angehörige daran nicht kaputt gehn.
Oh sorry,hab jetzt viel geschrieben.Frag gerne nach,wenn du noch was wissen willst.
Mein freund ist noch lange nicht geheilt,wird noch ein langer weg,aber ich lieb den genug,um diesen weg mit ihm weiter zu gehn.LG und alles gute für euch

Danke Kriegerin!
Vielen Dank für die Unterstützung!

Gestern war er wieder mein Mann, schlief sogar einige Stunden bei mir, um dann heute wieder total auszurücken
Fuhr zu unserer neuen Wohnung um ihn zu seh und er machte nicht auf.
Auf seine sims ihm ginge es nicht gut und er könnte nicht reagierte ich mit einem Sitzstreik vor der Tür etc.
In solchen Momenten merke ich dann, dass es bei mir auch nicht mehr rund läuft
Er kam
Er kam dann raus, Krach...
Ist das typisch? Vor allem, diese Wellen?

Ich mag

1. April 2015 um 22:06
In response to anne110714

Danke Kriegerin!
Vielen Dank für die Unterstützung!

Gestern war er wieder mein Mann, schlief sogar einige Stunden bei mir, um dann heute wieder total auszurücken
Fuhr zu unserer neuen Wohnung um ihn zu seh und er machte nicht auf.
Auf seine sims ihm ginge es nicht gut und er könnte nicht reagierte ich mit einem Sitzstreik vor der Tür etc.
In solchen Momenten merke ich dann, dass es bei mir auch nicht mehr rund läuft
Er kam
Er kam dann raus, Krach...
Ist das typisch? Vor allem, diese Wellen?

Und es hört nicht auf...
Hi Anne,
ja,leider sehr typisch.Frag nicht,was ich in den knapp 2 jahren,die ich mit ihm zusammen bin,durchgemacht habe.
Frust,Wut,Enttäuschung...was gibts noch???
Ich würde dir gern meine mail addi geben,weil ich nicht oft hier bin.bitte schreib mich doch da an,ok?
Fakt ist du brauchst ein seeeehr starkes nervenkostüm.Mein Freund steuert auch grad wieder in eine Krise.
meine addi..silberfeder121@web.de
LG Petra

Ich mag

13. Mai 2015 um 18:50

Er trennt sich wegen Burnout
Hallo zusammen,
ich weiß, der Thread ist schon älter, aber ich brauche grade Menschen, denen es ähnlich ergangen ist, um mir zu helfen. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll...

Vorgeschichte:
Wir sind seit 30.3.2012 ein Paar und verstehen uns sehr gut, Streit gibt es so gut wie nie, wir konnten immer über alles miteinander reden, er war mein bester Freund.
Ich war selber von 2009-2012 depressiv, er half mir mit seiner Liebe aus diesem Loch heraus.
Ich habe auch eine mittlerweile 15 jährige Tochter, die seit 2010 bei ihrem Vater lebt.
Mein Partner und meine Tochter verstanden sich vom ersten Tag an blendent, meine Familie liebt ihn, seine Familie liebt mich.
Unsere Beziehung ist (war) unfassbar harmonisch und verständnisvoll.
Er lebt in Bremen, ich in Kiel. Er wollte eigentlich gerne nach Kiel ziehen, fand hier jedoch keinen Job, der seinem mindestens ebenbürtig gewesen wäre.
Es fühlte sich trotzdem nie wie eine klassische Fernbeziehung an, da wir uns zwei jahre lang fast jedes Wochenende sahen, er kam zu mir, da meine Wohnung schöner ist und hier bei mir unsere Katzen leben.


Nun wirds heikel:
Mein Partner zeigte seit etwa Mitte/Ende 2014 Anzeichen von Burnout, was ich ihm auch sagte. Er machte einen online Test, der diese Vermutung bestätigte.
Mein Partner ging dann aber erst ca im Februar 2015 zu seinem Hausarzt und wollte dort eine Reha beantragen. Der Hausarzt sagte ihm, dass das keinen Sinn hätte, es würde doch nur abgelehnt werden, da er noch arbeitsfähig sei. Mein Partner bekam Antidepressiva verschrieben und es ging ihm etwas besser.
Wegen einer schweren Erkältung bekam er Ende März Antibiotika und setzte eigenmächtig die Antidepressiva ab, natürlich brodelte das Burnout mit aller Gewalt wieder hoch...
Schon die letzten Monate sahen wir uns oft nur noch jedes zweite bis dritte Wochenende, ich machte ihm nie einen Vorwurf, auch wenn ich noch so traurig war (z.B. am Valentinstag). Ich wußte ja, was mit ihm los war.
Wenn er am Wochenende zuhause blieb, spielten wir zusammen am Computer und verbrachten die Zeit gemeinsam im Teamspeak oder Skype, das ging auch von ihm aus.

Am 30.3.15 war dann unser dritter Jahrestag.
Er sagte mir noch, wie glücklich er sei, dass er mich gefunden habe und dass er mich von ganzem Herzen liebe.

Am 18.4.15 trennte er sich von mir mit der Begründung, dass er seine Wochenenden lieber alleine Zuhause verbringen möchte, ohne jemanden sehen zu müssen und er habe nur noch freundschaftliche Gefühle für mich.

Er tröstete mich, dann packte er nur sein Wochenendtäschchen (ich fragte ihn, ob er eine große Tasche haben wolle, denn er hat viele Dinge in meiner Wohnung, nein, das würde er erstmal hier lassen, wenn es mich nicht störe), sagte, er würde mich für die Katzen finanziell unterstützen und ging...

Ein paar Tage später rief er mich abends an, er wolle meine Stimme hören, dass sich alles so komisch anfühle, da die gefühle ja noch da wären...

Wir spielen nach wie vor zusammen, der Umgang im TS ist vertraut unf freundschaftlich (außer eben keine Kosenamen mehr und kein "Gute Nacht" sagen in einem eigenen Channel).

Alle seine Sachen liegen hier bei mir rum, ich sehe ihn jeden Tag online, ich rede mit ihm, ganz selten telefonieren wir auch mal.

Ich weine fast jeden Tag, es zerreißt mich innerlich, zu wissen, er ist nicht mehr mein Partner.
Mir fehlt unser allabendliches "Gute Nacht" sagen, mir fehlt einfach alles, was unsere Beziehung ausgemacht hat. Diese Ungewissheit, was ist nun, wird das nochmal was...

Er geht nicht zu einer Therapie, obwohl er mir das beim Abschied versprochen hat, das schiebt er vor sich her.
Ich weiß einfach nicht, wie ich an ihn rankommen soll, mit 200km zwischen uns...

Ich mag

29. Mai 2015 um 12:06
In response to rosazori

Er trennt sich wegen Burnout
Hallo zusammen,
ich weiß, der Thread ist schon älter, aber ich brauche grade Menschen, denen es ähnlich ergangen ist, um mir zu helfen. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll...

Vorgeschichte:
Wir sind seit 30.3.2012 ein Paar und verstehen uns sehr gut, Streit gibt es so gut wie nie, wir konnten immer über alles miteinander reden, er war mein bester Freund.
Ich war selber von 2009-2012 depressiv, er half mir mit seiner Liebe aus diesem Loch heraus.
Ich habe auch eine mittlerweile 15 jährige Tochter, die seit 2010 bei ihrem Vater lebt.
Mein Partner und meine Tochter verstanden sich vom ersten Tag an blendent, meine Familie liebt ihn, seine Familie liebt mich.
Unsere Beziehung ist (war) unfassbar harmonisch und verständnisvoll.
Er lebt in Bremen, ich in Kiel. Er wollte eigentlich gerne nach Kiel ziehen, fand hier jedoch keinen Job, der seinem mindestens ebenbürtig gewesen wäre.
Es fühlte sich trotzdem nie wie eine klassische Fernbeziehung an, da wir uns zwei jahre lang fast jedes Wochenende sahen, er kam zu mir, da meine Wohnung schöner ist und hier bei mir unsere Katzen leben.


Nun wirds heikel:
Mein Partner zeigte seit etwa Mitte/Ende 2014 Anzeichen von Burnout, was ich ihm auch sagte. Er machte einen online Test, der diese Vermutung bestätigte.
Mein Partner ging dann aber erst ca im Februar 2015 zu seinem Hausarzt und wollte dort eine Reha beantragen. Der Hausarzt sagte ihm, dass das keinen Sinn hätte, es würde doch nur abgelehnt werden, da er noch arbeitsfähig sei. Mein Partner bekam Antidepressiva verschrieben und es ging ihm etwas besser.
Wegen einer schweren Erkältung bekam er Ende März Antibiotika und setzte eigenmächtig die Antidepressiva ab, natürlich brodelte das Burnout mit aller Gewalt wieder hoch...
Schon die letzten Monate sahen wir uns oft nur noch jedes zweite bis dritte Wochenende, ich machte ihm nie einen Vorwurf, auch wenn ich noch so traurig war (z.B. am Valentinstag). Ich wußte ja, was mit ihm los war.
Wenn er am Wochenende zuhause blieb, spielten wir zusammen am Computer und verbrachten die Zeit gemeinsam im Teamspeak oder Skype, das ging auch von ihm aus.

Am 30.3.15 war dann unser dritter Jahrestag.
Er sagte mir noch, wie glücklich er sei, dass er mich gefunden habe und dass er mich von ganzem Herzen liebe.

Am 18.4.15 trennte er sich von mir mit der Begründung, dass er seine Wochenenden lieber alleine Zuhause verbringen möchte, ohne jemanden sehen zu müssen und er habe nur noch freundschaftliche Gefühle für mich.

Er tröstete mich, dann packte er nur sein Wochenendtäschchen (ich fragte ihn, ob er eine große Tasche haben wolle, denn er hat viele Dinge in meiner Wohnung, nein, das würde er erstmal hier lassen, wenn es mich nicht störe), sagte, er würde mich für die Katzen finanziell unterstützen und ging...

Ein paar Tage später rief er mich abends an, er wolle meine Stimme hören, dass sich alles so komisch anfühle, da die gefühle ja noch da wären...

Wir spielen nach wie vor zusammen, der Umgang im TS ist vertraut unf freundschaftlich (außer eben keine Kosenamen mehr und kein "Gute Nacht" sagen in einem eigenen Channel).

Alle seine Sachen liegen hier bei mir rum, ich sehe ihn jeden Tag online, ich rede mit ihm, ganz selten telefonieren wir auch mal.

Ich weine fast jeden Tag, es zerreißt mich innerlich, zu wissen, er ist nicht mehr mein Partner.
Mir fehlt unser allabendliches "Gute Nacht" sagen, mir fehlt einfach alles, was unsere Beziehung ausgemacht hat. Diese Ungewissheit, was ist nun, wird das nochmal was...

Er geht nicht zu einer Therapie, obwohl er mir das beim Abschied versprochen hat, das schiebt er vor sich her.
Ich weiß einfach nicht, wie ich an ihn rankommen soll, mit 200km zwischen uns...

Und es hört nicht auf...
Hi rozasori,

Ich habe das mit der Trennung auch durch,haste ja sicher gelesen.Und mein Freund wohnt in der gleichen Stadt wie ich.Wir haben allerdings getrennte Buden,weil wir beide nicht gerade ne tolle Vergangnheit hinter uns haben.
Du wirst dich darauf einstellen müssen,daß es ein sehr langer Weg aus dem BO wird.Und leider ist es so,wenn dein Freund nicht von sich aus ne Therapie machen will,dann wirst du ,leider,mit vielen guten Worten auch nix erreichen,denn dann gesteht er sich das BO auch noch nicht ein.Er denkt,das geht von allein weg.Und es braucht einen guten Psychologen.Bei meinem Freund war es ja so,er war körperlich am Ende,ihm tat alles weh und konnte dann nicht mehr arbeiten.Bedräng ihn nicht zu sehr.Sag ihm das du für ihn da bist und ermuntere ihn Dinge,zu tun,die ihm Spaß machen,auch ohne dich.Es ist sau schwer selber nicht kaputt zu gehn,wenn man tage oder wochenlang nix von dem Partner hört.Ich kann zum Glück nun mit seinen Phasen umgehn,aber es tut trotzdem weh,dem ohnmächtig gegenüber zu stehn.Wir hatten endlich einen gemeinsamen Urlaub geplant,der fiel dann doch ins Wasser,weil er wieder psychomatische Schmerzen bekam und Angst hatte es würde ihn mit mir dann zuviel werden.Ich war rtaurig,enttäuscht und auch ein bissel wütend.Nun ist er alleine weg gefahren und ich hoffe wir sehn uns nächste Woche.Ich hocke deswegen aber nicht daheim rum,sondern bin mit Familie und freunden unterwegs.Mach bitte nicht den Fehler wie ich und igel dich ein,Vertrau dich deinen besten Freunden an,damit du Rückenhalt hast.Ich hab solche Freunde,ohne sie wäre ich heute nicht so stark.LG

Ich mag

29. Mai 2015 um 23:03
In response to kriegerin56

Und es hört nicht auf...
Hi rozasori,

Ich habe das mit der Trennung auch durch,haste ja sicher gelesen.Und mein Freund wohnt in der gleichen Stadt wie ich.Wir haben allerdings getrennte Buden,weil wir beide nicht gerade ne tolle Vergangnheit hinter uns haben.
Du wirst dich darauf einstellen müssen,daß es ein sehr langer Weg aus dem BO wird.Und leider ist es so,wenn dein Freund nicht von sich aus ne Therapie machen will,dann wirst du ,leider,mit vielen guten Worten auch nix erreichen,denn dann gesteht er sich das BO auch noch nicht ein.Er denkt,das geht von allein weg.Und es braucht einen guten Psychologen.Bei meinem Freund war es ja so,er war körperlich am Ende,ihm tat alles weh und konnte dann nicht mehr arbeiten.Bedräng ihn nicht zu sehr.Sag ihm das du für ihn da bist und ermuntere ihn Dinge,zu tun,die ihm Spaß machen,auch ohne dich.Es ist sau schwer selber nicht kaputt zu gehn,wenn man tage oder wochenlang nix von dem Partner hört.Ich kann zum Glück nun mit seinen Phasen umgehn,aber es tut trotzdem weh,dem ohnmächtig gegenüber zu stehn.Wir hatten endlich einen gemeinsamen Urlaub geplant,der fiel dann doch ins Wasser,weil er wieder psychomatische Schmerzen bekam und Angst hatte es würde ihn mit mir dann zuviel werden.Ich war rtaurig,enttäuscht und auch ein bissel wütend.Nun ist er alleine weg gefahren und ich hoffe wir sehn uns nächste Woche.Ich hocke deswegen aber nicht daheim rum,sondern bin mit Familie und freunden unterwegs.Mach bitte nicht den Fehler wie ich und igel dich ein,Vertrau dich deinen besten Freunden an,damit du Rückenhalt hast.Ich hab solche Freunde,ohne sie wäre ich heute nicht so stark.LG

Es könnte alles so einfach sein...
Hallo Kriegerin56,

vielen Dank für deine Antwort.
Mittlerweile ist seit unserer Trennung über ein Monat vergangen und sein Geburtstag ebenfall.
Ich habe ihm zu seinem Geburtstag ein Paket geschickt, mit ein paar kleinen Geschenken und einem selbstgebackenen Kuchen. Er sagte, er hätte sich sehr gefreut und den Kuchen bis auf das letzte Stückchen verputzt.

Wir telefonieren ab und zu, es ist dann fast wie es immer war. Wir verstehen uns noch immer sehr gut, lachen über die gleichen Dinge und ärgern uns über die gleichen Dinge.

Arbeitstechnisch wird es wohl langsam etwas erträglicher bei ihm.
Ob er sich mittlerweile einen Termin für eine Therapie geholt hat weiß ich leider nicht, ich habe Angst ihn danach zu fragen, Angst dass er sich unter Druck gesetzt fühlt...

Ich habe ihm in das Paket auch einen Brief reingelegt, auf den Umschlag hatte ich geschrieben, dass er den Brief bitte in einem ruhigen Moment lesen soll.
Dort habe ich ihm mein Herz ausgeschüttet, habe ihm gesagt, wie sehr ich unter der Trennung leide. Und ich habe ihm angeboten, mir eine Wohnung in Bremen zu suchen, damit wir uns nach seinem Empfinden immer dann sehen könnten, wenn ihm danach ist.
Bisher hat er noch mit keinem Wort erwähnt, ob den Brief schon gelesen hat oder was er darüber denkt.

Ich weiß ja, dass er derzeit schon überfordert ist und dass er seine Gefühle unterdrückt. Ich versuche wirklich alles, ihm einerseits das Gefühl zu geben, dass ich für ihn da bin und andererseits keinen Druck auf ihn auszuüben.

Es ist so schwer. Ich möchte doch einfach nur für ihn da sein, ihm einen Teil seiner Last nehmen, und doch habe ich das Gefühl, dass ich ihm zur Last geworden bin, denn warum hat er sich sonst getrennt?...

Ich habe durch meine 3jährigen Depressionen den Kontakt zu den Meisten meiner früheren Freunde verloren, die wenigen, mit denen ich noch Kontakt habe, haben grade kleine Kinder und schweben im siebenten Himmel.

Ich habe Kontakt zu einem Jugendfreund von mir, der selber grade wegen Burnout in Therapie ist und sich vor längerem wegen dem BO von seiner Frau getrennt hat. Er bereut es bitterlich.

Wir kotzen uns quasi gegenseitig beieinander aus.
Leider wohnt er ziemlcih weit weg, hier im Umkreis und ohne 24/7 Verpflichtungen habe ich leider niemanden, mein Freund war ja mein bester Freund, da habe ich kein Interesse daran gehabt mir neue Freunde zu suchen.

Ich habe große Angst, dass ich durch diese Situation selber wieder rückfällig werde.

Ich mag

4. Juni 2015 um 20:40

Und es hört nicht auf...
hallo Anni,
ja,die 3 monatige Therapie hier bei uns in der Psychatrie hatte ihm gut getan.Er hat auch mit mir über seine Gefühle geredet.Aber als er dann wieder daheim war fiel er wieder ins alte schema.Leider ist er noch nicht soweit,um alle seine Phasen zu verarbeiten.Ich bin froh,daß er noch immer zu seiner Psychologin geht.Doch die Probleme auf Arbeit sind auch wieder da,die Schmerzen und sowas.Ich denk mal seine Chefin hat nicht begriffen,daß er eine Arbeitszeit braucht,bei dem er auch genügend zeit hat sich zu "erholen",er ist Altenpfleger.Ich merke auch meistens,wenn er sich einem Tief nähert.Dadurch ist auch unser gemeinsamer Urlaub flöten gegangen.Ich bin sauer,enttäuscht,frustriert,ab er ich muß es hinnehmen.Dank ... von Hausarzt haut mich so ne Situation aber nun nicht mehr um u.kann gelassener bleiben.
Und ich weis,daß Menschen mit BO leider total mit sich beschäftigt sind,es ihnen,ohne mutwillen,egal ist,wies den anderen geht...
Und um so älter jemand mit BO ist,um so schwieriger wirds für Freunde uns Familie...LG

Ich mag

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