Home / Forum / Liebe & Beziehung / Nichtrauchen erzwingen?

Nichtrauchen erzwingen?

20. Oktober um 11:34

Hilfe!

Meine Frau raucht, seitdem ich sie kenne (und wir sind jetzt beide über 70).
Ich habe sie immer wieder aufgefordert, Hilfen anzunehmen, das Rauchen aufzugeben.
Kurz die Vorgeschichte:
Nachdem bei ihr COPD (eine Lungenkrankheit) festgestellt wurde (das war möglicherweise auch eine Folge einer echten Grippe mit Intensivstation / Krankenhaus), hat sie einen Entwöhnungskurs der UNI Göttingen mitgemacht. Sie hat dann geschworen, nicht mehr rauchen zu müssen. Dann musste sie wieder ins Krankenhaus, ihre Lunge ist noch zu 20 % aktiv, sie erhält jede Woche (unserem Gesundheitssystem sei Dank!) Flüssigsauerstoff - und raucht immer noch, wie ich schon lange vermutet habe!
Drauf angesprochen, sagte sie, Ersatzdrogen (Inhaler) sei nicht dasselbe.
Jetzt ist mir der Kragen geplatzt. Ich habe gestern 10 Zigaretten in den Müll geworfen, grad ist sie Einkaufen und ich habe weitere 50 Stück gefunden (das war das erste Mal, dass ich ihr nachgeschnüffelt habe).
Ich weiß, dass ich das nicht tun sollte, aber was soll ich machen?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder hat ansonsten einen Rat?

Top 3 Antworten

20. Oktober um 11:49

tja, man MÖCHTE aufhören - oder man möchte nicht. Wenn man nicht möchte, helfen weder Entwöhnungskurse noch Druck von anderen Menschen.

6 LikesGefällt mir

22. Oktober um 10:25
In Antwort auf avarrassterne1

ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass es sooo schwer ist, aufzuhören, wenn man möchte (sage ich als Raucherin, die auch schon 1,5 Jahre aufgehört hat)

Da fällt mir nur der Spruch von Ephraim Kishon ein - sinngemäß: "Mit dem Rauchen aufzuhören, ist kinderleicht. Ich selbst habe es schon über fünfzigmal geschafft."

lg
cefeu

5 LikesGefällt mir

20. Oktober um 11:43

Puh...

Rauchen ist ja eine Sucht, die nicht nur stark psychisch - sondern auch körperlich abhängig macht. Dabei geht es nicht nur um die Inhaltsstoffe wie Nikotin, sondern auch um die Bewegungen des Körpers, das auf-Lunge-ziehen, das Lippenspitzen, ja selbst das etwas-zwischen-den-Fingern-haben.

Da deine Frau nicht einmal die Notbremse gezogen hat, nachdem sie körperliche Beschwerden hat, kann ich mir kaum vorstellen dass es einen Weg gibt sie davon abzuhalten. Ihr seid beide bereits in Rente oder? Wie geht es euch finanziell? Denkst du es wäre möglich mit ihr mal 2-3 Wochen wegzufliegen/wegzufahren? Am besten ans Meer. Nachweislich ist es so, dass Menschen im Urlaub, besonders an der Meeresluft, weit weniger das Bedürfnis haben zu rauchen, als sonst.

Was sagen ihre Ärzte?

Gefällt mir

20. Oktober um 11:47
In Antwort auf user2753

Hilfe!

Meine Frau raucht, seitdem ich sie kenne (und wir sind jetzt beide über 70).
Ich habe sie immer wieder aufgefordert, Hilfen anzunehmen, das Rauchen aufzugeben.
Kurz die Vorgeschichte:
Nachdem bei ihr COPD (eine Lungenkrankheit) festgestellt wurde (das war möglicherweise auch eine Folge einer echten Grippe mit Intensivstation / Krankenhaus), hat sie einen Entwöhnungskurs der UNI Göttingen mitgemacht. Sie hat dann geschworen, nicht mehr rauchen zu müssen. Dann musste sie wieder ins Krankenhaus, ihre Lunge ist noch zu 20 % aktiv, sie erhält jede Woche (unserem Gesundheitssystem sei Dank!) Flüssigsauerstoff - und raucht immer noch, wie ich schon lange vermutet habe!
Drauf angesprochen, sagte sie, Ersatzdrogen (Inhaler) sei nicht dasselbe.
Jetzt ist mir der Kragen geplatzt. Ich habe gestern 10 Zigaretten in den Müll geworfen, grad ist sie Einkaufen und ich habe weitere 50 Stück gefunden (das war das erste Mal, dass ich ihr nachgeschnüffelt habe).
Ich weiß, dass ich das nicht tun sollte, aber was soll ich machen?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder hat ansonsten einen Rat?

oh gott, ich werde auch mal wie deine frau! ich rauche einfach zu gerne 😵

1 LikesGefällt mir

20. Oktober um 11:49

tja, man MÖCHTE aufhören - oder man möchte nicht. Wenn man nicht möchte, helfen weder Entwöhnungskurse noch Druck von anderen Menschen.

6 LikesGefällt mir

20. Oktober um 12:08
In Antwort auf user2753

Hilfe!

Meine Frau raucht, seitdem ich sie kenne (und wir sind jetzt beide über 70).
Ich habe sie immer wieder aufgefordert, Hilfen anzunehmen, das Rauchen aufzugeben.
Kurz die Vorgeschichte:
Nachdem bei ihr COPD (eine Lungenkrankheit) festgestellt wurde (das war möglicherweise auch eine Folge einer echten Grippe mit Intensivstation / Krankenhaus), hat sie einen Entwöhnungskurs der UNI Göttingen mitgemacht. Sie hat dann geschworen, nicht mehr rauchen zu müssen. Dann musste sie wieder ins Krankenhaus, ihre Lunge ist noch zu 20 % aktiv, sie erhält jede Woche (unserem Gesundheitssystem sei Dank!) Flüssigsauerstoff - und raucht immer noch, wie ich schon lange vermutet habe!
Drauf angesprochen, sagte sie, Ersatzdrogen (Inhaler) sei nicht dasselbe.
Jetzt ist mir der Kragen geplatzt. Ich habe gestern 10 Zigaretten in den Müll geworfen, grad ist sie Einkaufen und ich habe weitere 50 Stück gefunden (das war das erste Mal, dass ich ihr nachgeschnüffelt habe).
Ich weiß, dass ich das nicht tun sollte, aber was soll ich machen?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder hat ansonsten einen Rat?

Ja ich glaube, ich kann dir helfen. Aber meine Ausführungen werden dir nicht gefallen. Bei Jemandem in meiner Familie wurde vor Jahren COPD diagnostiziert; er wurde angehalten, umgehend mit dem Rauchen aufzuhören. Zu Beginn der Krankheit benötigte er noch keinen Sauerstoff und da der Leidensdruck noch nicht groß genug war, hat er nicht aufgehört. In den folgenden Jahren verschlechterte sich sein Zustand zusehends; es war nun klar, dass er eine neue Lunge brauchen würde. Trotz Beteuerungen, aufgehört zu haben, fand man bei 3 Untersuchungs-Intervallen (jeweils ca. 6-9 Monate auseinander) Nikotin bzw. einen Abbaustoff von Nikotin im Körper, was zur Folge hatte, dass es 3 Mal abgelehnt wurde, ihn auf die Transplantationsliste zu setzen (verständlicherweise). Immer wieder- obwohl er das sonst noch nie gemacht hat & zeitlebens ehrlich zu mir war- log er. Und immer betraf es dasselbe Thema: das Rauchen. Wir haben Alles Mögliche versucht. Therapie/ E Zigarette, um das Nikotin langsam runter zu dosieren oder sogar Hypnose. Hat Alles Nichts gebracht ...Er rauchte sogar noch heimlich, als er längst 24 Std/Tag Sauerstoff benötigte. Dann kam der nächste COPD Schub, der zur Folge hatte, dass er zunächst wochenlang ins künstliche Koma versetzt wurde und danach Monate lang auf einer Weaning Station vom invasiven Beatmen abgewöhnt werden musste. In diesem Stadium ist man ein kompletter Pflegefall und es ist ein schreckliches Dahinsiechen; unterbrochen von Atemnot Anfällen, die teils von Krämpfen begleitet, bis zur Bewusstlosigkeit führen. Einer seiner Ärzte sagte mir, als er in meinem Beisein einen heftigen Anfall hatte und ich wohl sichtlich geschockt war, dass diese Anfälle sich wie Waterboarding anfühlen. Und genau so sieht so was auch aus. Google doch mal "Weaning" oder "invasive Beatmung" und zeig das deiner Frau. Vlt hilft das, damit sie das Risiko erkennt. Wenn nicht, dann kann ich dir nur Folgendes raten, denn das hab ich hierdurch auf die harte Tour lernen müssen: wenn Jmd nicht will, dann will er nicht und dann muss man das akzeptieren. Man fährt besser damit. Ich hab geredet, gebettelt, geschrien, geweint- aber es hat nichts bewirkt, also bin ich dazu übergegangen, ihm zu sagen, dass ich den Weg mit ihm gehe- wie auch immer er aussieht. Von da an habe ich mich ein bischen freier & weniger hilflos gefühlt. Dir würde ich raten, dir Hilfe zu suchen, wenn es zu belastend wird. Es ist sehr schwer, einem Menschen, dem man nahe steht, dabei zuzusehen, wie er so dahin siecht...Und die Wut zu unterdrücken, dass er Nichts dagegen tut- ABER: es ist nunmal sein/ihr Leben und er/sie muss selbst entscheiden. Ich wünsche dir viel Kraft- du wirst sie brauchen!

3 LikesGefällt mir

21. Oktober um 11:14
In Antwort auf vevlyn

Puh...

Rauchen ist ja eine Sucht, die nicht nur stark psychisch - sondern auch körperlich abhängig macht. Dabei geht es nicht nur um die Inhaltsstoffe wie Nikotin, sondern auch um die Bewegungen des Körpers, das auf-Lunge-ziehen, das Lippenspitzen, ja selbst das etwas-zwischen-den-Fingern-haben.

Da deine Frau nicht einmal die Notbremse gezogen hat, nachdem sie körperliche Beschwerden hat, kann ich mir kaum vorstellen dass es einen Weg gibt sie davon abzuhalten. Ihr seid beide bereits in Rente oder? Wie geht es euch finanziell? Denkst du es wäre möglich mit ihr mal 2-3 Wochen wegzufliegen/wegzufahren? Am besten ans Meer. Nachweislich ist es so, dass Menschen im Urlaub, besonders an der Meeresluft, weit weniger das Bedürfnis haben zu rauchen, als sonst.

Was sagen ihre Ärzte?

Vielen Dank für Deine Antwort!
Die Notbremse hat sie mit der Teilnahme an einem Kurs schon gezogen, nur dann nicht durchgehalten. 
Ich werde das mit einer Reise mal versuchen, vielleicht zusammen mit unserem Sohn - das haben wir auch schon gemacht. Viel Hoffnung habe ich nicht, da sie mittlerweile nicht einmal zu Spaziergängen aus dem Haus zu bekommen ist und das als Zumutung ablehnt. Aber, sie fährt regelmäßig Einkaufen.
Die Ärzte sagen natürlich, dass sie auf keinen Fall mehr rauchen darf. Und sie hatte ja auch versprochen, das nicht mehr zu tun. Dem weiteren Beitrag unten habe ich entnommen, dass Ärzte nachweisen können, ob geraucht wurde. Das werde ich ihr sagen.

Gefällt mir

21. Oktober um 11:28
In Antwort auf Anonym

oh gott, ich werde auch mal wie deine frau! ich rauche einfach zu gerne 😵

Gott wirst Du auch brauchen können!
Wobei Lungenkrebs oder so etwas schreckliches, wie es meiner Frau mit der COPD widerfahren ist, den meisten Rauchern wohl erspart bleibt. Aber in jedem Fall wird die Raucherei an Dir nicht spurlos vorüber gehen. Sieh Dir mal langjährige Raucher an, die sehen regelrecht ausgemergelt aus. 
Meine Tante (starke Raucherin) habe ich nur so ausgemergelt in Erinnerung. Aus Fotos habe ich erst lange nach ihrem Tod gesehen, dass es einmal eine sehr schöne Frau war. Sicher sieht man knackiger aus, wenn man jünger ist, aber so verbraucht?
Du solltest die nächste Gelegenheit, bei der Du Hass auf das ekelhafte Rauchen verspürst, diesen fürchterlichen Geschmack auf der Zunge, den Gestank in den Klamotten, die Ächtung durch die Umwelt (Rauchen macht ja schon von daher keinen Spaß mehr und die Zeiten, wo in Filmen genüsslich Zigaretten angezündet wurden, sind auch vorbei) nutzen, um das Rauchen auf Dauer aufzugeben und nicht wieder damit anzufangen. 
Obwohl, meine Nichte ist Krankenschwester und raucht, meine Tochter sieht das Elend ihrer Mutter und raucht. 
Ich wünsche Dir alles Gute!

2 LikesGefällt mir

21. Oktober um 11:35
In Antwort auf avarrassterne1

tja, man MÖCHTE aufhören - oder man möchte nicht. Wenn man nicht möchte, helfen weder Entwöhnungskurse noch Druck von anderen Menschen.

Da ist viel Wahres dran.
Der eigene Wille ist für das Entwöhnen Voraussetzung. Aber ich nehme an, dass der Wille durchaus da ist.
Die Frage für mich ist, ob ich es meiner Frau bisher nicht etwas zu leicht gemacht habe, indem ich akzeptiert habe, dass sie sich zurückzieht (um eine zu rauchen), nicht mit in Urlaub fährt (um zu Hause regelmäßig rauchen zu können), nicht einmal mit spazierengeht (weil sie dann nicht rauchen kann, denn zeigen will sie das ja nicht).

Gefällt mir

21. Oktober um 11:56
In Antwort auf dasallwissendeorakel1

Ja ich glaube, ich kann dir helfen. Aber meine Ausführungen werden dir nicht gefallen. Bei Jemandem in meiner Familie wurde vor Jahren COPD diagnostiziert; er wurde angehalten, umgehend mit dem Rauchen aufzuhören. Zu Beginn der Krankheit benötigte er noch keinen Sauerstoff und da der Leidensdruck noch nicht groß genug war, hat er nicht aufgehört. In den folgenden Jahren verschlechterte sich sein Zustand zusehends; es war nun klar, dass er eine neue Lunge brauchen würde. Trotz Beteuerungen, aufgehört zu haben, fand man bei 3 Untersuchungs-Intervallen (jeweils ca. 6-9 Monate auseinander) Nikotin bzw. einen Abbaustoff von Nikotin im Körper, was zur Folge hatte, dass es 3 Mal abgelehnt wurde, ihn auf die Transplantationsliste zu setzen (verständlicherweise). Immer wieder- obwohl er das sonst noch nie gemacht hat & zeitlebens ehrlich zu mir war- log er. Und immer betraf es dasselbe Thema: das Rauchen. Wir haben Alles Mögliche versucht. Therapie/ E Zigarette, um das Nikotin langsam runter zu dosieren oder sogar Hypnose. Hat Alles Nichts gebracht ...Er rauchte sogar noch heimlich, als er längst 24 Std/Tag Sauerstoff benötigte. Dann kam der nächste COPD Schub, der zur Folge hatte, dass er zunächst wochenlang ins künstliche Koma versetzt wurde und danach Monate lang auf einer Weaning Station vom invasiven Beatmen abgewöhnt werden musste. In diesem Stadium ist man ein kompletter Pflegefall und es ist ein schreckliches Dahinsiechen; unterbrochen von Atemnot Anfällen, die teils von Krämpfen begleitet, bis zur Bewusstlosigkeit führen. Einer seiner Ärzte sagte mir, als er in meinem Beisein einen heftigen Anfall hatte und ich wohl sichtlich geschockt war, dass diese Anfälle sich wie Waterboarding anfühlen. Und genau so sieht so was auch aus. Google doch mal "Weaning" oder "invasive Beatmung" und zeig das deiner Frau. Vlt hilft das, damit sie das Risiko erkennt. Wenn nicht, dann kann ich dir nur Folgendes raten, denn das hab ich hierdurch auf die harte Tour lernen müssen: wenn Jmd nicht will, dann will er nicht und dann muss man das akzeptieren. Man fährt besser damit. Ich hab geredet, gebettelt, geschrien, geweint- aber es hat nichts bewirkt, also bin ich dazu übergegangen, ihm zu sagen, dass ich den Weg mit ihm gehe- wie auch immer er aussieht. Von da an habe ich mich ein bischen freier & weniger hilflos gefühlt. Dir würde ich raten, dir Hilfe zu suchen, wenn es zu belastend wird. Es ist sehr schwer, einem Menschen, dem man nahe steht, dabei zuzusehen, wie er so dahin siecht...Und die Wut zu unterdrücken, dass er Nichts dagegen tut- ABER: es ist nunmal sein/ihr Leben und er/sie muss selbst entscheiden. Ich wünsche dir viel Kraft- du wirst sie brauchen!

Ich danke Dir sehr für Deine Antwort.

Sie wird hoffentlich vielen Rauchern die Augen öffnen! Dass es für sie unbedingt darauf ankommt, bei nächster Gelegenheit den dauerhaften (!) Absprung zu finden.

Ich fürchte ja auch, dass es bei mir so weit kommen wird eines Tages. Die entsprechenden Videos und Bilder habe ich mir im Netz angesehen. Schrecklich, was da zu sehen ist. 
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich hätte ihr nicht vertrauen dürfen, als sie sagte, sie raucht nicht mehr, nimmt aber noch ab und zu den Inhaler. 
Die Frage für mich ist, wenn ich ihr jetzt beim Rauchen Steine in den Weg lege, ihren Entschluss, nicht mehr rauchen zu wollen, unterstütze, ob dieser Weg erfolgreich ist - ich weiß es nicht. Vielleicht hat da noch jemand Erfahrungen gemacht.
Im Moment braucht sie "nur" 16 Stunden am Tag Sauerstoff. Ich möchte wenigstens diesen Status erhalten.

1 LikesGefällt mir

21. Oktober um 12:20

"Die Frage für mich ist, wenn ich ihr jetzt beim Rauchen Steine in den Weg lege, ihren Entschluss, nicht mehr rauchen zu wollen, unterstütze, ob dieser Weg erfolgreich ist - ich weiß es nicht. Vielleicht hat da noch jemand Erfahrungen gemacht."

Die Frage für mich ist, ob so ein Entschluss bei ihr überhaupt vorhanden bzw. stark genug ist. Für mich hört sich's nämlich nicht danach an:

"Drauf angesprochen, sagte sie, Ersatzdrogen (Inhaler) sei nicht dasselbe."

Wenn sie sowas sagt, dann ist (für mich) offensichtlich der wirkliche Wille zum Aufhören nicht vorhanden. Den Entwöhnungskurs hat sie wahrscheinlich gemacht, um ihr Gewissen zu beruhigen, auch dir gegenüber, aber nicht aus wirklicher innerer Überzeugung.
Und dann kannst du (wie schon geschrieben wurde) tun, was du willst ... du kannst ihr täglich hundert Horrorgeschichten erzählen und Schockbilder zeigen und jede Zigarette wegschmeißen, die du findest ... du kannst dich auch genauso gut auf den Kopf stellen und mit den Ohren wackeln ... es wird alles nix nützen, sie wird sich leider ins Grab qualmen. Und es wird nicht deine Schuld sein, sondern ihre.
Bei Rauchern, die ihre Umgebung "zwangsentwöhnen" will, seh ich sogar Trotzreaktionen. Bzw. der Druck der Umgebung wird als zusätzliche Ausrede genommen, um grade deswegen weiter zu rauchen.

Und ich weiß auch, wovon ich rede -  mein Vater ist vor einigen Jahren als Nichtraucher (jedenfalls die letzten 25 Jahre seines Lebens) an einem Lungenkarzinom verstorben, und meine Mutter hat die ganzen Jahre über geraucht. Sie hat geraucht, während sie mit mir schwanger war, sie hat meine ganze Kindheit durch geraucht (das mit dem Zigarettenverstecken/-wegschmeißen hab ich damals auch gemacht, den Erfolg kannste dir denken ), sie hat geraucht, während mein Vater todkrank war. Ein paar Jahre nach seinem Tod kam sie wegen einer Erkrankung ins Krankenhaus, die durch ihr Rauchen mitverursacht war, lag auf der Intensivstation, hat im Krankenhaus und während der ganzen mehrmonatigen Reha anscheinend nicht geraucht ... ich war damals richtig stolz auf sie und hab sie ermuntert, das Rauchen dann doch direkt ganz bleiben zu lassen, denn körperlich war sie damals bestimmt schon entwöhnt ... aber nix da, sie kam nach Hause und so ziemlich das erste, was sie machte, war, sich eine Kippe anzustecken. Sie meinte, jetzt in ihrer gewohnten Umgebung und mit der gewohnten Tasse Kaffee in der Hand könnte sie gar nicht nicht rauchen.

Insofern stimm ich dem @allwissendenorakel vollumfänglich zu. Hör auf, sie beeinflussen zu wollen, und gib ihr die volle Verantwortung für ihr Handeln zurück. Das ändert an ihrem Leben (und Sterben) gar nix, aber dich macht es freier.

lg
cefeu

3 LikesGefällt mir

21. Oktober um 12:59

Lieber User, ich fürchte, dass das nicht mehr zu ändern sein wird. Vor wenigen Jahren hat man entdeckt, dass Nikotin das Suchtpotential hat wie Heroin.
​Möchte mich Cefeu´s weisem Rat anschließen: Lass sie qualmen bis zum unvermeidlichen Ende. Vielleicht wird es ihr einziges Vergnügen sein, das sie bis zuletzt haben kann. Nimm´s ihr nicht weg. Hat ja keinen Wert, ihr die letzten Jahre oder Monate mit Kaltem Entzug zur Hölle zu machen.
​Lass gut sein, User. Es gibt Kämpfe, die kann man nicht gewinnen.

 

1 LikesGefällt mir

21. Oktober um 13:32
In Antwort auf user2753

Hilfe!

Meine Frau raucht, seitdem ich sie kenne (und wir sind jetzt beide über 70).
Ich habe sie immer wieder aufgefordert, Hilfen anzunehmen, das Rauchen aufzugeben.
Kurz die Vorgeschichte:
Nachdem bei ihr COPD (eine Lungenkrankheit) festgestellt wurde (das war möglicherweise auch eine Folge einer echten Grippe mit Intensivstation / Krankenhaus), hat sie einen Entwöhnungskurs der UNI Göttingen mitgemacht. Sie hat dann geschworen, nicht mehr rauchen zu müssen. Dann musste sie wieder ins Krankenhaus, ihre Lunge ist noch zu 20 % aktiv, sie erhält jede Woche (unserem Gesundheitssystem sei Dank!) Flüssigsauerstoff - und raucht immer noch, wie ich schon lange vermutet habe!
Drauf angesprochen, sagte sie, Ersatzdrogen (Inhaler) sei nicht dasselbe.
Jetzt ist mir der Kragen geplatzt. Ich habe gestern 10 Zigaretten in den Müll geworfen, grad ist sie Einkaufen und ich habe weitere 50 Stück gefunden (das war das erste Mal, dass ich ihr nachgeschnüffelt habe).
Ich weiß, dass ich das nicht tun sollte, aber was soll ich machen?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder hat ansonsten einen Rat?

Nichts kannst du machen. Sie ist erwachsen und mündig und kann selbst entscheiden, ob sie raucht oder nicht. Sie hat auch das Recht, sich mit der Raucherei selbst umzubringen (was mit COPD vermutlich nicht lange dauern wird).

Du kannst dich von ihr trennen, weil du es nicht mitansehen kannst, dass sie sich so zugrunde richtet. Das ist leider deine einzige Möglichkeit.

Ein Erzwingen oder Verbieten wird nichts bringen. Wenn du ihre Zigaretten wegwirfst, kauft sie sich halt neue.

1 LikesGefällt mir

21. Oktober um 13:49

Ein Sprichwort sagt:" rauchst - stirbst. Rauchst nicht, stirbst auch, also rauchst".
Lass sie weiterqualmen, dann gehts schneller mit dem unvermeidlichen Tod.

Gefällt mir

21. Oktober um 15:55

würde das mein Mann bei mir versuchen, würde er auf Granit damit beißen.

Ich lasse mir doch nichts verbieten - ja wo leben wir denn???

Die Frau ist alt genug (ich übrigens auch) über sich selbst zu bestimmen. Argumente gegen das Rauchen kennen wir auch zur Genüge. Aber leider auch immer wieder Menschen, die glauben, dass sie andere Menschen ''gesund quatschen'' können und sogar berufen sind, es zu tun.

Lasst das sein - Ihr werdet das genaue Gegenteil damit erreichen. Su solltest Deine Frau endlich einmal so respektieren und ehren, wie sie ist. Ist denn das so schwer?
Etwas muss ja an ihr dran sein, was Du sogar liebst, da Du noch nicht an ihrem Rauchen erkrankt bist. Nun lasse Ihr doch endlich mal ihren eigenen Willen und gönne ihr, was immer sie möchte - zeig ihr einfach, wie sehr Du sie liebst - dafür wird Deine Energie, die du überflüssiger Weise gegen ihr Rauchen aufwendest, eventuell ja noch reichen - überleg doch mal, dass mit 70 das Leben zu kurz geworden ist, um sich auch noch an so elenden Machtkämpfen und Besserwissereien gegenseitig zu schwächen. Genießt Eure Zweisamkeit, so gut es noch geht - das Ende kommt viel zu schnell und dann ist auch nicht mehr relevant, woran man gestorben ist, da einfach nur eine Lücke bleibt.

Nö ... Raucher sterben nicht zwangläufig früher als andere - das ist ein Märchen der Nichtraucherfraktion.

1 LikesGefällt mir

21. Oktober um 16:06
In Antwort auf gabriela1440

würde das mein Mann bei mir versuchen, würde er auf Granit damit beißen.

Ich lasse mir doch nichts verbieten - ja wo leben wir denn???

Die Frau ist alt genug (ich übrigens auch) über sich selbst zu bestimmen. Argumente gegen das Rauchen kennen wir auch zur Genüge. Aber leider auch immer wieder Menschen, die glauben, dass sie andere Menschen ''gesund quatschen'' können und sogar berufen sind, es zu tun.

Lasst das sein - Ihr werdet das genaue Gegenteil damit erreichen. Su solltest Deine Frau endlich einmal so respektieren und ehren, wie sie ist. Ist denn das so schwer?
Etwas muss ja an ihr dran sein, was Du sogar liebst, da Du noch nicht an ihrem Rauchen erkrankt bist. Nun lasse Ihr doch endlich mal ihren eigenen Willen und gönne ihr, was immer sie möchte - zeig ihr einfach, wie sehr Du sie liebst - dafür wird Deine Energie, die du überflüssiger Weise gegen ihr Rauchen aufwendest, eventuell ja noch reichen - überleg doch mal, dass mit 70 das Leben zu kurz geworden ist, um sich auch noch an so elenden Machtkämpfen und Besserwissereien gegenseitig zu schwächen. Genießt Eure Zweisamkeit, so gut es noch geht - das Ende kommt viel zu schnell und dann ist auch nicht mehr relevant, woran man gestorben ist, da einfach nur eine Lücke bleibt.

Nö ... Raucher sterben nicht zwangläufig früher als andere - das ist ein Märchen der Nichtraucherfraktion.

Diese spezielle Raucherin wird definitiv bald sterben, sie leidet bereits an COPD.

Gefällt mir

21. Oktober um 16:18
In Antwort auf purplemoonlight

Diese spezielle Raucherin wird definitiv bald sterben, sie leidet bereits an COPD.

gerade darum regt mich dieser Beitrag ja noch mehr als nötig auf - die beiden (sie und ihr Mann) sollten die verbleibende Zeit doch nicht mit Rauchverboten verkürzen und ewig diese Machtkämpfe austragen - denn nichts anderes ist das doch.

Sie sollen sich lieben und ehren.

Das sage ich meinem Mann jedenfalls auch immer wieder. Ich weiß, dass ich unvernünftig bin - egal, ob mir das geglaubt wird oder nicht. Aber ich bin auch nicht dazu auf der Welt, um mir täglich von Menschen das Leben schwer machen zu lassen, nur weil die eine andere Meinung zu haben glauben als ich. Inzwischen macht es mich sogar unsagbar wütend.

Wofür halten sich denn diese ''Prediger und Moralapostel'' eigentlich?

Will mir einer sagen, Prosecco trinken macht schöner und gesünder als das Rauchen?

1 LikesGefällt mir

21. Oktober um 16:22
In Antwort auf gabriela1440

gerade darum regt mich dieser Beitrag ja noch mehr als nötig auf - die beiden (sie und ihr Mann) sollten die verbleibende Zeit doch nicht mit Rauchverboten verkürzen und ewig diese Machtkämpfe austragen - denn nichts anderes ist das doch.

Sie sollen sich lieben und ehren.

Das sage ich meinem Mann jedenfalls auch immer wieder. Ich weiß, dass ich unvernünftig bin - egal, ob mir das geglaubt wird oder nicht. Aber ich bin auch nicht dazu auf der Welt, um mir täglich von Menschen das Leben schwer machen zu lassen, nur weil die eine andere Meinung zu haben glauben als ich. Inzwischen macht es mich sogar unsagbar wütend.

Wofür halten sich denn diese ''Prediger und Moralapostel'' eigentlich?

Will mir einer sagen, Prosecco trinken macht schöner und gesünder als das Rauchen?

oder doch - die Industrie wird zwar nicht schöner aber reicher - und das macht sie wiederum wunderhübsch und attraktiv

Gefällt mir

21. Oktober um 16:34

..und ''Otto-Normal-Verbraucher'' wie ich einer bin, soll die Konzerne reicher machen, sonst wären die Zigaretten längst wieder abgeschafft.

Nun hätte ich ja gedacht - denen drehe ich eine Nase und rauche nicht mehr, damit die an mir nicht mehr reich werden können...

Aber was muss ich sehen? Diese Burschen da, sie sind erfinderisch - sie fördern nicht nur die Nichtraucherverbände mit Geldern, nein sie haben längst schon überall ihre Finger drinn. Und das ist Kapitalismus, wie er im Buche steht. Unsere Gesundheit steht da nicht auf der Agenda - aber wir glauben ja so gern daran und hören auch nicht auf, jenen unser Vertrauen zu schenken die uns möglichst alles versprechen. Kann es noch wertvollere Geschenke geben?

Gefällt mir

21. Oktober um 17:08
In Antwort auf user2753

Da ist viel Wahres dran.
Der eigene Wille ist für das Entwöhnen Voraussetzung. Aber ich nehme an, dass der Wille durchaus da ist.
Die Frage für mich ist, ob ich es meiner Frau bisher nicht etwas zu leicht gemacht habe, indem ich akzeptiert habe, dass sie sich zurückzieht (um eine zu rauchen), nicht mit in Urlaub fährt (um zu Hause regelmäßig rauchen zu können), nicht einmal mit spazierengeht (weil sie dann nicht rauchen kann, denn zeigen will sie das ja nicht).

ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass es sooo schwer ist, aufzuhören, wenn man möchte (sage ich als Raucherin, die auch schon 1,5 Jahre aufgehört hat)

1 LikesGefällt mir

21. Oktober um 18:05
In Antwort auf avarrassterne1

ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass es sooo schwer ist, aufzuhören, wenn man möchte (sage ich als Raucherin, die auch schon 1,5 Jahre aufgehört hat)

wenn man ''möchte'' kann man auch weniger essen - der eine kann es und der andere schafft es eben nicht. Darüber könnte man eine Grundsatzdiskussion führen und wird trotzdem zu keinem eindeutigen Ergebnis kommen.

Versuchen wir es also mit der Psychologie

1 LikesGefällt mir

Frühere Diskussionen

Beliebte Diskussionen

Du bist leidenschaftliche Bloggerin?
blogger-club

Das könnte dir auch gefallen