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Muttersöhnchen

14. November um 15:46

Hallo!
Hatte hier jemand schon eine längere Beziehung mit einem Mann, der eine klammernde Mutter hatte und wo auch der Mann noch daheim gelebt hat? Könnt ihr eure Erfahrungen mit mir teilen? Ich bin (oder war) leider in solch einer Beziehung. Leider beschäftigt es mich sehr, weil ich denke, dass meine Beziehung darum gescheitert ist, weil Mama Panik bekommen hat, ihren Sohn zu verlieren.

14. November um 16:00

seine mutter ist schuld am scheitern eurer beziehung ? 

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14. November um 16:05
In Antwort auf christianos

seine mutter ist schuld am scheitern eurer beziehung ? 

Das ist nicht so abwegig.
Es gibt tatsächlich Mütter die nicht loslassen können. Diese üben meistens soviel Druck auf ihre Söhne aus, dass diese ebenfalls nicht loslassen können.

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14. November um 16:10

Na ja, ihre Hand ist sehr tief drin. Sie hat nämlich 2 Jahre lang hinten meinem Rücken auf mich herumgestochert, wie ich erfahren hab(Brauchst du das denn wirklich, mein Sohn?, Wie war denn deine Freundin heute drauf, usw....). Am Ende hat sie dann nicht mehr hinter meinem Rücken gesprochen, sondern mich einfach so beschimpft (wie ich erzogen wurde, dass ich frech bin, abgehoben, weil ich zwei Uniabschlüsse habe, meine Eltern und Geschwister beleidigt, obwohl sie sie gar nicht kennt,...). Mein Freund hat zu alledem nichts gesagt.

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14. November um 16:12
In Antwort auf vevlyn

Das ist nicht so abwegig.
Es gibt tatsächlich Mütter die nicht loslassen können. Diese üben meistens soviel Druck auf ihre Söhne aus, dass diese ebenfalls nicht loslassen können.

ich weiß, daß es sowas gibt. das finde ich ganz schlimm und schrecklich
​aber ich sehe eher den mann in der pflicht sich von seiner mutter zu lösen und ein eigenes leben zu haben.
​wenn er dazu nicht bin der lage ist, liegt meiner meinung nach eine persönlichkeitsstörung oder ein anderes psychisches problem vor.

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14. November um 16:15
In Antwort auf christianos

ich weiß, daß es sowas gibt. das finde ich ganz schlimm und schrecklich
​aber ich sehe eher den mann in der pflicht sich von seiner mutter zu lösen und ein eigenes leben zu haben.
​wenn er dazu nicht bin der lage ist, liegt meiner meinung nach eine persönlichkeitsstörung oder ein anderes psychisches problem vor.

Da stimm ich dir zu...

Ein erwachsener Mann muss in der Lage sein, sich zwischen Herkunftsfamilie und Partnerin zu entcheiden.

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14. November um 16:18
In Antwort auf bluemchen2790

Na ja, ihre Hand ist sehr tief drin. Sie hat nämlich 2 Jahre lang hinten meinem Rücken auf mich herumgestochert, wie ich erfahren hab(Brauchst du das denn wirklich, mein Sohn?, Wie war denn deine Freundin heute drauf, usw....). Am Ende hat sie dann nicht mehr hinter meinem Rücken gesprochen, sondern mich einfach so beschimpft (wie ich erzogen wurde, dass ich frech bin, abgehoben, weil ich zwei Uniabschlüsse habe, meine Eltern und Geschwister beleidigt, obwohl sie sie gar nicht kennt,...). Mein Freund hat zu alledem nichts gesagt.

wie melonchen1 meinte..ich formulier es etwas anders.

Er müsste eine klare Linie vertreten.
Dass er seine Mutter nicht verliert wenn er ein eigenes Leben mit Partnerin aufbaut,andernorts.

Beschimpfen,lästern geht entschieden zu weit.Da hätte er schon mal sagen sollten"Mama..ich kann mit leben,dass Du Dich mit einigen Dingen nicht arrangieren kannst,aber bitte respektiere die Frau an meiner Seite und hör auf so über sie zu reden"..sowas in der ARt.

Wenn er da die Füsse still hält,ist es einfach traurig.
Kennen eine ähnlich aber etwas anders gelagerte FAll in der Familie..es ist einfach nur noch bedauerlich.

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14. November um 16:19

Ja, ich denke auch, dass es hauptsächlich die Pflicht des Mannes ist, sich von seiner Mutter zu lösen. Ich habe schon früher realisiert, dass die Mutter sehr dominant und klammerd ist. Aber ich dachte auch, dass sich der Sohn von ihr distanzieren möchte. Trotzdem hielt er es aber nicht aus zwei Tage nicht mit Mutti zu telefonieren. Und trotzdem kaufte er ein Haus 300 m von Mutti entfernt....

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14. November um 16:41
In Antwort auf bluemchen2790

Hallo!
Hatte hier jemand schon eine längere Beziehung mit einem Mann, der eine klammernde Mutter hatte und wo auch der Mann noch daheim gelebt hat? Könnt ihr eure Erfahrungen mit mir teilen? Ich bin (oder war) leider in solch einer Beziehung. Leider beschäftigt es mich sehr, weil ich denke, dass meine Beziehung darum gescheitert ist, weil Mama Panik bekommen hat, ihren Sohn zu verlieren.

"... weil Mama Panik bekommen hat, ihren Sohn zu verlieren."

nein!

eure beziehung ist gescheitert, weil dein ex nicht die eier hat,
1) klare entscheidungen zu treffen, was er eigentlich will und
2) klartext mit dir und seiner mutter zu reden!

ich vermute, er ist eher der typ, der keinen ärger will, und immer den weg des geringsten wiederstands geht. und da mama offenbar mehr stress macht, als du, hast du eben verloren...

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14. November um 17:11
In Antwort auf derspieltdochblos

"... weil Mama Panik bekommen hat, ihren Sohn zu verlieren."

nein!

eure beziehung ist gescheitert, weil dein ex nicht die eier hat,
1) klare entscheidungen zu treffen, was er eigentlich will und
2) klartext mit dir und seiner mutter zu reden!

ich vermute, er ist eher der typ, der keinen ärger will, und immer den weg des geringsten wiederstands geht. und da mama offenbar mehr stress macht, als du, hast du eben verloren...

Hm, ganz so einfach ist das nicht. Bei meinem noch-Freund ist es auch so, dass er von seiner Mama allein großgezogen wurde und darum hat er jetzt mit 37 immer noch den Gedanken, ihr was schuldig zu sein und sich irgendwie "revanchieren" zu müssen. Wenn sie und ich uns streiten, kam es auch schon vor, dass er mir eiskalt in den Rücken gefallen ist und sie verteidigt hat; sie meine das nicht so, ich verstehe alles falsch ... Darum (aber nicht nur darum) waren wir auch mal getrennt.

Für meinen noch-Freund ist zB klar, dass Mama immer an seiner Seite stehen wird und wenn die Freundin das doof findet, dann liebt sie ihn nicht, weil sie ja sonst akzeptieren und das toll finden würde, wie gut er sich um Mama kümmert.
 

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14. November um 17:17
In Antwort auf bluemchen2790

Na ja, ihre Hand ist sehr tief drin. Sie hat nämlich 2 Jahre lang hinten meinem Rücken auf mich herumgestochert, wie ich erfahren hab(Brauchst du das denn wirklich, mein Sohn?, Wie war denn deine Freundin heute drauf, usw....). Am Ende hat sie dann nicht mehr hinter meinem Rücken gesprochen, sondern mich einfach so beschimpft (wie ich erzogen wurde, dass ich frech bin, abgehoben, weil ich zwei Uniabschlüsse habe, meine Eltern und Geschwister beleidigt, obwohl sie sie gar nicht kennt,...). Mein Freund hat zu alledem nichts gesagt.

Dann vergiss den Typen. Ich hab den Fehler gemacht und hab ihn wieder genommen, als er wieder zurück kam. Hätt ich nicht machen sollen, so ne Dreier-Beziehung mit Mama ist einfach mehr als ungesund...

Die Mutter von meinem noch-Freund hetzt zwar nicht so offensichtlich gegen mich, aber als ich früher mal kurzzeitig bei den beiden gewohnt hab, hab ich mir permanent anhören müssen, dass ich falsch koche, falsch bügle, falsch putze und alles, was ich mache, doch eh nicht gut genug für ihren Prinzen ist. Da hat mein noch-Freund auch nie was zu ihr gesagt und sie sogar noch verteidigt und gemeint, sie meine es nur gut und ich solle es doch positiv sehen und könne ja von ihrer jahrelangen Erfahrung als Mutter lernen.
Wtf... ich wohn seit 7 Jahren allein und das sehr erfolgreich; hab auch früher bei meinen Eltern schon im Haushalt geholfen, seitdem ich 13 war... ich brauch mir nicht mehr erklären lassen, wie ne Waschmaschine funktioniert... Das hat mit "sie meint es nur gut" nichts zu tun, da ging es darum, mir deutlich zu machen, dass ich nicht gut genug für ihren Sohn bin.

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14. November um 17:50
In Antwort auf bluemchen2790

Hallo!
Hatte hier jemand schon eine längere Beziehung mit einem Mann, der eine klammernde Mutter hatte und wo auch der Mann noch daheim gelebt hat? Könnt ihr eure Erfahrungen mit mir teilen? Ich bin (oder war) leider in solch einer Beziehung. Leider beschäftigt es mich sehr, weil ich denke, dass meine Beziehung darum gescheitert ist, weil Mama Panik bekommen hat, ihren Sohn zu verlieren.

ist das der den du schon mal verlassen wolltest und dem es egal war?

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14. November um 18:09

Mein erster Freund hat zwar nicht mehr zuhause gelebt, aber die Mutter hat mich, glaube ich, gehasst. Sie hat nie ein Wort gesprochen mit mir und ich wurde nie mit ihr warm. Er hat versucht, das so gut wie möglich zu handhaben (z.B. dass wir uns eine eigene Mietwohnung suchen, statt bei ihr im MFH zu wohnen), aber das war trotzdem immer ein doofes Gefühl. Als wir dann eine Wohnung gesucht haben, hat sie es regelrecht boykottiert. War echt blöd. 
Als wir dann getrennt waren und nach Jahren wieder vorbei zu Besuch kam, da war sie total nett und fast schon herzlich zu mir.... Naja... Bin froh, dass das bei meinen jetzigen Schwiegereltern wesentlich besser ist. 

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14. November um 18:18
In Antwort auf miezekatze91

Hm, ganz so einfach ist das nicht. Bei meinem noch-Freund ist es auch so, dass er von seiner Mama allein großgezogen wurde und darum hat er jetzt mit 37 immer noch den Gedanken, ihr was schuldig zu sein und sich irgendwie "revanchieren" zu müssen. Wenn sie und ich uns streiten, kam es auch schon vor, dass er mir eiskalt in den Rücken gefallen ist und sie verteidigt hat; sie meine das nicht so, ich verstehe alles falsch ... Darum (aber nicht nur darum) waren wir auch mal getrennt.

Für meinen noch-Freund ist zB klar, dass Mama immer an seiner Seite stehen wird und wenn die Freundin das doof findet, dann liebt sie ihn nicht, weil sie ja sonst akzeptieren und das toll finden würde, wie gut er sich um Mama kümmert.
 

doch. so einfach ist das!

vielleicht hast du es überlesen: er müsste klartext mit beiden reden!
- mit seiner mutter, wenn sie es übertreibt oder an der freundin rumkritisiert...
- und mit seiner freundin, wenn sie mal wieder meint, dass mama am besten überhaupt nix mehr zu melden hat, und sich bitte auf die vorbereitung eines leckeren essen zum einzigen treffen an weihnachten beschränken soll, um das man leider nicht rumkommt...

auch frauen/freundinnen sind manchmal nicht ganz unschuldig an schlechter stimmung zwischen ihnen und der mutter... ich rede da aus erfahrung! meine oma und meine mutter haben meine gesamte jugend im gleichen haus gewohnt, und das war kein spaß! mein vater saß zwischen den stühlen, und hatte es sicher oft nicht leicht... aber m.e. auch viel zu oft geschwiegen (so weit ich das als kind/jugendlicher mitbekommen habe).

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14. November um 18:20

Mein Freund ist auch 37.

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14. November um 18:26
In Antwort auf miezekatze91

Hm, ganz so einfach ist das nicht. Bei meinem noch-Freund ist es auch so, dass er von seiner Mama allein großgezogen wurde und darum hat er jetzt mit 37 immer noch den Gedanken, ihr was schuldig zu sein und sich irgendwie "revanchieren" zu müssen. Wenn sie und ich uns streiten, kam es auch schon vor, dass er mir eiskalt in den Rücken gefallen ist und sie verteidigt hat; sie meine das nicht so, ich verstehe alles falsch ... Darum (aber nicht nur darum) waren wir auch mal getrennt.

Für meinen noch-Freund ist zB klar, dass Mama immer an seiner Seite stehen wird und wenn die Freundin das doof findet, dann liebt sie ihn nicht, weil sie ja sonst akzeptieren und das toll finden würde, wie gut er sich um Mama kümmert.
 

"und wenn die Freundin das doof findet..."

warum findest du es doof, sich um seine mutter zu kümmern?
das sind doch genau die sätze, die die stimmung vergiften - wenn jemand irgendwas grundsätzlich kritisiert, was der andere tut!

klar, man kann drüber streiten, ob jeden zweiten tag telefonieren sein muß oder nicht oder ob man wirklich fast jeden sonntagnachmittag zur mutter zum kaffee muß oder nicht... aber man kann doch nicht ersthaft darüber diskutieren, ob es nun doof ist, sich auch zwischendurch mal um seine eltern zu kümmern!?

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14. November um 18:28

"auch frauen/freundinnen sind manchmal nicht ganz unschuldig an schlechter stimmung zwischen ihnen und der mutter... ich rede da aus erfahrung! meine oma und meine mutter haben meine gesamte jugend im gleichen haus gewohnt, und das war kein spaß! mein vater saß zwischen den stühlen, und hatte es sicher oft nicht leicht... aber m.e. auch viel zu oft geschwiegen (so weit ich das als kind/jugendlicher mitbekommen habe)" Also, ich habe der Mutter nie was schlechtes gesagt, nie gegen sie gesprochen. Ich war sogar echt verständnisvoll, hab ihr zugestimmt, hab ihr im Haushalt geholfen. Trotzdem hab ich dann herausgefunden, dass sie hinter meinem Rücken an mir herumstochert.... Und das habe ich echt nicht verdient. Denn ich habe mehr für diese Beziehung getan, als ihr Sohnemann. Denn der durfte ja kaum kommen. Musste Mama immer anlügen, als er mich besuchte, als er mich noch besuchte...

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14. November um 18:36

Es ist doch schön, wenn sich jemand um seine Eltern kümmert. Ich habe das immer an meinem Freund geschätzt. Wirklich. Und ich wollte ihn ja auch nicht nur für mich.... Nur, ich wurde extrem vernachlässigt. Für Mama macht er vieles. Für mich gar nichts.... Mama ist eben wichtiger...

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14. November um 18:45
In Antwort auf bluemchen2790

"auch frauen/freundinnen sind manchmal nicht ganz unschuldig an schlechter stimmung zwischen ihnen und der mutter... ich rede da aus erfahrung! meine oma und meine mutter haben meine gesamte jugend im gleichen haus gewohnt, und das war kein spaß! mein vater saß zwischen den stühlen, und hatte es sicher oft nicht leicht... aber m.e. auch viel zu oft geschwiegen (so weit ich das als kind/jugendlicher mitbekommen habe)" Also, ich habe der Mutter nie was schlechtes gesagt, nie gegen sie gesprochen. Ich war sogar echt verständnisvoll, hab ihr zugestimmt, hab ihr im Haushalt geholfen. Trotzdem hab ich dann herausgefunden, dass sie hinter meinem Rücken an mir herumstochert.... Und das habe ich echt nicht verdient. Denn ich habe mehr für diese Beziehung getan, als ihr Sohnemann. Denn der durfte ja kaum kommen. Musste Mama immer anlügen, als er mich besuchte, als er mich noch besuchte...

"Musste Mama immer anlügen, als er mich besuchte, als er mich noch besuchte..."

musste er das?
nein, das musste er nicht!
er war doch damals schon ein erwachsener mann!?
er wollte das! weils bequemer ist, und stressloser!

schon damals hättest du erkennen können, wo der hase läuft.
und wer wirklich das problem ist!

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14. November um 19:57
In Antwort auf derspieltdochblos

"und wenn die Freundin das doof findet..."

warum findest du es doof, sich um seine mutter zu kümmern?
das sind doch genau die sätze, die die stimmung vergiften - wenn jemand irgendwas grundsätzlich kritisiert, was der andere tut!

klar, man kann drüber streiten, ob jeden zweiten tag telefonieren sein muß oder nicht oder ob man wirklich fast jeden sonntagnachmittag zur mutter zum kaffee muß oder nicht... aber man kann doch nicht ersthaft darüber diskutieren, ob es nun doof ist, sich auch zwischendurch mal um seine eltern zu kümmern!?

Okay, da hab ich mich wohl nicht ausführlich genug erklärt.
Ich finde es prinzipiell toll, wenn man sich um seine Eltern kümmert. Auch ich stehe meinen Eltern mit Rat und Tat zur Seite und bin für sie da, wenn sie mich brauchen, das steht außer Frage. Wir telefonieren auch regelmäßig und ich find es schön, wenn man sich mit seinen Eltern gut versteht.

Dennoch wohne ich seit 7 Jahren nicht mehr bei meinen Eltern und führe mein eigenes Leben. Das finde ich auch wichtig.

Der Unterschied zu meinem noch-Freund ist, dass er mit 37 immer noch bei seiner Mutter wohnt und auch niemals ohne sie irgendwo wohnen will, weil er scheinbar (das gibt er nicht zu, aber es ist offensichtlich bei ihm...) Schuldgefühle hätte, sie zu verlassen. Sie reibt ihm oft genug unter die Nase, dass sie ihn allein aufgezogen hat und sie stellt sich auch gerne mal blöd, wenn was ist (sei es gegenüber der Hausverwaltung, Versicherungen etc), damit ihr Sohn das schon regelt. Damit beweist sie ihm sozusagen auch: Schau her, du kannst mich nicht allein lassen, ich brauche dich!

Dabei ist sie im vollen Besitz ihrer geistigen Fähigkeiten und auch sonst in keinster Weise eingeschränkt, aber er wird niemals ein eigenständiges Leben ohne Mama führen können. Das find ich doof. Denn das hat mit einer normalen, gesunden Beziehung zu den Eltern für mein Empfinden nichts zu tun.

Wir haben uns schon oft genug darüber gestritten, dass ich mit ihm alleine wohnen möchte, er kann seine Mutter ja dennoch besuchen und mit ihr telefonieren, das steht außer Frage und das "verbiete" ich ja nicht! Aber wenn er dann sagt "Mich gibt es nur zusammen mit meiner Mutter oder gar nicht! Wenn du das nicht akzeptierst, liebst du mich nicht!", dann ist das in meinen Ohren einfach nur Schwachsinn...

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