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Kein Wort Deutsch, kein Job, kein Plan.

9. Januar um 10:56

So oder so ähnlich, könnte man es kurz fassen. Ich würde gern eine Bekannte von mir unterstützen deren Tochter sich grad vollends in die Nesseln gesetzt hat.

Die Tochter, nie gearbeitet, lebt mit 30 auf Kosten der Eltern in einer Wohnung, die ihrem Vater gehört. Vor einiger Zeit wollte sie einen Hund haben, den ich ihr mithilfe ihrer Eltern ausgeredet hab, weil sie nichts in ihrem Leben jemals zu Ende gebracht hat, geschweige denn verantwortungsbewusst angegangen ist. Bei ihr weiß man nicht, ob sie morgen spontan wegfliegt oder ob sie sich mit jemandem verlobt, den sie noch gar nicht kennt.

Nun ist es aber so, dass sie vor einiger Zeit wiedermal ihr übriges Geld zusammengekratzt hat (keiner weiß woher sie es hat, ihr Bruder denkt sie hat sich für Sex bezahlen lassen, ihre Eltern vermuten sie hat Gras vertickt) und von jetzt auf gleich nach Thailand geflogen ist. Vier Wochen war sie weg und als sie zurück kam, kam die frohe Botschaft. Sie ist schwanger und verlobt, mit einem Thailänder, den sie vorher übers Internet kennen gelernt und schlussendlich dort getroffen hat.

Der Plan? Heiraten, damit er nach Österreich kommen kann. Er spricht kein Wort deutsch, nur gebrochen englisch. Seine Mutter (die mit ihrer Mutter durch die Schwangerschaft in Kontakt getreten ist) bezeichnet ihn als Totalversager, der sein ganzes Leben lang nur Touristinnen abgeschleppt hat und bis auf einen durchtrainierten Körper und einen großen Penis nichts hat, womit er im Leben punkten kann. Im Februar fliegt er nun her. In die Wohnung, welche ihre Eltern finanzieren. Die Wäsche macht nachwievor die Mutter. Geputzt wird von der Mutter. Bekocht wird man von der Mutter. Das "Mädchen" bekommt ja nichts allein auf die Reihe. Und die Mutter ist jetzt in Therapie, weil sie selber kurz vor einem Burnout steht.

Und dann kommt da ein Kind. Die werdende Mutter denkt, sie hätte jetzt eine Basis, eine eigene Familie, eine tolle Beziehung mit einem hübschen Thai, ein gemeinsames Kind - und das macht sie zur Frau. Seine Mutter hat ihre Eltern bereits vorgewarnt dass er bereits verheiratet war, aber mit einer wohlhabenden Deutschen die schon vor langer Zeit nach Thailand ausgewandert ist - als sie den Geldhahn abdrehte, war er weg. Natürlich ist auch diese Beziehung zum Scheitern verurteilt. Ein Mensch der niemanden kennt, zieht zu einer Frau die nichts kann, Eltern die ihn jetzt schon nicht leiden können, in ein Land in dem ihn niemand versteht. Er hat keine Ausbildung, keiner Perspektive. Er ist Mitte 20, träumt davon Model zu werden, hat auch Tapes aufgenommen die furchtbar klingen, aber er ist der Meinung dass kaum ein Sänger gut singen kann und man die Tapes ja bearbeiten kann, damit er berühmt wird.

Die Mutter ist selber Migrantin, wohnt aber seit ihrer Jugend hier. Damals in ihrer Heimat einen Deutschen geheiratet, natürlich auch dem Geld wegen, die Kinder sind von dem. Er starb vor vielen Jahren, sie hat neu geheiratet, wieder hauptsächlich dem Geld wegen - damals um ihre Kinder abzusichern. Gefunden hat sie einen Mann, der sie wirklich liebt und nach über 20 Jahren Ehe bin ich mir sicher, dass sie ihn ebenfalls als Mann liebt. Er ist beliebt, humorvoll und gepflegt - keiner dieser Männer, die eine Frau mit Geld locken müssten. Aber natürlich fährt sie bei ihrer Tochter nun vollends ein, wenn es darum geht, ihr von ihren neuen überstürzten Plänen abzuraten.

"Du bist doch auch wegen dem Geld hergekommen? Du solltest das doch am besten wissen wie es ihm dort geht!" - mit dem Unterschied, dass ihre Mutter sich in der ersten Zeit nach dem Tod ihres Mannes prostituiert hat um sich finanziell über Wasser zu halten. Keine Ausbildung. Kein Job. Keine Perspektive. Kaum Deutsch gesprochen, niemenden den sie kannte.

Klar gibts Parallelen, aber genauso gibts gravierende Unterschiede.

"Du weißt doch gar nicht ob er arbeiten will oder nicht? Er will ja modeln!"

Natürlich gibt es nichts, was eine Mutter darauf sagen kann.


Und da frag ich mich, ob es hier vielleicht Menschen gibt, die ähnliche Konstellationen kennen. Ob es Menschen gibt, die wissen, wie das Umfeld - und insbesondere ihre Eltern - mit ihr vorgehen sollen? Sollen sie dem Kerl, wenn es dann möglich ist, eine Anstellung im eigenen Betrieb anbieten? Damit er zumindest irgendwas macht? Sollen sie besonders viel Zeit mit ihm verbringen um ihr das ganze zu erleichtern? Sollen sie die zwei einfach "hausen" lassen und ihre Tochter gegen die Wand rennen lassen? Grundsätzlich wäre das in meinen Augen keine blöde Idee - nur ginge das dann auf Kosten des Babys, das im Laufe des Jahres das Licht der Welt erblickt. Und das ist dann bestimmt keine Lösung.



Danke fürs Lesen - jeder Input ist hilfreich.

Ich poste den Beitrag nach Absprache mit der Mutter, die selber kein Internet nutzt.

Top 3 Antworten

9. Januar um 11:37
In Antwort auf vevlyn

So oder so ähnlich, könnte man es kurz fassen. Ich würde gern eine Bekannte von mir unterstützen deren Tochter sich grad vollends in die Nesseln gesetzt hat.

Die Tochter, nie gearbeitet, lebt mit 30 auf Kosten der Eltern in einer Wohnung, die ihrem Vater gehört. Vor einiger Zeit wollte sie einen Hund haben, den ich ihr mithilfe ihrer Eltern ausgeredet hab, weil sie nichts in ihrem Leben jemals zu Ende gebracht hat, geschweige denn verantwortungsbewusst angegangen ist. Bei ihr weiß man nicht, ob sie morgen spontan wegfliegt oder ob sie sich mit jemandem verlobt, den sie noch gar nicht kennt.

Nun ist es aber so, dass sie vor einiger Zeit wiedermal ihr übriges Geld zusammengekratzt hat (keiner weiß woher sie es hat, ihr Bruder denkt sie hat sich für Sex bezahlen lassen, ihre Eltern vermuten sie hat Gras vertickt) und von jetzt auf gleich nach Thailand geflogen ist. Vier Wochen war sie weg und als sie zurück kam, kam die frohe Botschaft. Sie ist schwanger und verlobt, mit einem Thailänder, den sie vorher übers Internet kennen gelernt und schlussendlich dort getroffen hat.

Der Plan? Heiraten, damit er nach Österreich kommen kann. Er spricht kein Wort deutsch, nur gebrochen englisch. Seine Mutter (die mit ihrer Mutter durch die Schwangerschaft in Kontakt getreten ist) bezeichnet ihn als Totalversager, der sein ganzes Leben lang nur Touristinnen abgeschleppt hat und bis auf einen durchtrainierten Körper und einen großen Penis nichts hat, womit er im Leben punkten kann. Im Februar fliegt er nun her. In die Wohnung, welche ihre Eltern finanzieren. Die Wäsche macht nachwievor die Mutter. Geputzt wird von der Mutter. Bekocht wird man von der Mutter. Das "Mädchen" bekommt ja nichts allein auf die Reihe. Und die Mutter ist jetzt in Therapie, weil sie selber kurz vor einem Burnout steht.

Und dann kommt da ein Kind. Die werdende Mutter denkt, sie hätte jetzt eine Basis, eine eigene Familie, eine tolle Beziehung mit einem hübschen Thai, ein gemeinsames Kind - und das macht sie zur Frau. Seine Mutter hat ihre Eltern bereits vorgewarnt dass er bereits verheiratet war, aber mit einer wohlhabenden Deutschen die schon vor langer Zeit nach Thailand ausgewandert ist - als sie den Geldhahn abdrehte, war er weg. Natürlich ist auch diese Beziehung zum Scheitern verurteilt. Ein Mensch der niemanden kennt, zieht zu einer Frau die nichts kann, Eltern die ihn jetzt schon nicht leiden können, in ein Land in dem ihn niemand versteht. Er hat keine Ausbildung, keiner Perspektive. Er ist Mitte 20, träumt davon Model zu werden, hat auch Tapes aufgenommen die furchtbar klingen, aber er ist der Meinung dass kaum ein Sänger gut singen kann und man die Tapes ja bearbeiten kann, damit er berühmt wird.

Die Mutter ist selber Migrantin, wohnt aber seit ihrer Jugend hier. Damals in ihrer Heimat einen Deutschen geheiratet, natürlich auch dem Geld wegen, die Kinder sind von dem. Er starb vor vielen Jahren, sie hat neu geheiratet, wieder hauptsächlich dem Geld wegen - damals um ihre Kinder abzusichern. Gefunden hat sie einen Mann, der sie wirklich liebt und nach über 20 Jahren Ehe bin ich mir sicher, dass sie ihn ebenfalls als Mann liebt. Er ist beliebt, humorvoll und gepflegt - keiner dieser Männer, die eine Frau mit Geld locken müssten. Aber natürlich fährt sie bei ihrer Tochter nun vollends ein, wenn es darum geht, ihr von ihren neuen überstürzten Plänen abzuraten.

"Du bist doch auch wegen dem Geld hergekommen? Du solltest das doch am besten wissen wie es ihm dort geht!" - mit dem Unterschied, dass ihre Mutter sich in der ersten Zeit nach dem Tod ihres Mannes prostituiert hat um sich finanziell über Wasser zu halten. Keine Ausbildung. Kein Job. Keine Perspektive. Kaum Deutsch gesprochen, niemenden den sie kannte.

Klar gibts Parallelen, aber genauso gibts gravierende Unterschiede.

"Du weißt doch gar nicht ob er arbeiten will oder nicht? Er will ja modeln!"

Natürlich gibt es nichts, was eine Mutter darauf sagen kann.


Und da frag ich mich, ob es hier vielleicht Menschen gibt, die ähnliche Konstellationen kennen. Ob es Menschen gibt, die wissen, wie das Umfeld - und insbesondere ihre Eltern - mit ihr vorgehen sollen? Sollen sie dem Kerl, wenn es dann möglich ist, eine Anstellung im eigenen Betrieb anbieten? Damit er zumindest irgendwas macht? Sollen sie besonders viel Zeit mit ihm verbringen um ihr das ganze zu erleichtern? Sollen sie die zwei einfach "hausen" lassen und ihre Tochter gegen die Wand rennen lassen? Grundsätzlich wäre das in meinen Augen keine blöde Idee - nur ginge das dann auf Kosten des Babys, das im Laufe des Jahres das Licht der Welt erblickt. Und das ist dann bestimmt keine Lösung.



Danke fürs Lesen - jeder Input ist hilfreich.

Ich poste den Beitrag nach Absprache mit der Mutter, die selber kein Internet nutzt.

Ich wage das Zitieren eines, meiner Meinung nach, mehr als treffenden Spruchs:

Wer seinen Kindern die Zukunft verbauen will, räumt ihnen alle Steine aus dem Weg.

Die Mutter dieser Tochter täte gut dran, selbige fallen zu lassen. Wenn die Tochter gefallen ist, muss sie lernen, aus eigener Kraft wieder aufzustehen.

Denn irgendwann kommt das Unausweichliche. Die Mutter wird irgendwann nicht mehr sein. Und dann? Vielleicht hat sie jetzt noch eine Chance. Später wird das immer schwieriger.

Und wäre ich die Mutter, würde ich meiner Tochter klarmachen:
Das ist Deine Familie, Deine Verantwortung.

Sie kann sich nicht um alles kümmern. Das sollte sie auch nicht.

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9. Januar um 11:18

also Du suchst Rat im Namen der Mutter, richtig verstanden?

Grundsätzlich halte ich wenig davon, andere "zu ihrem Besten" zu formen - was will denn der Schwiegersohn in Spe überhaupt?

Anstellung im Familienbetrieb hängt nach meiner Meinung und Erfahrung beispielsweise sehr, sehr, sehr von der jeweiligen Person ab. Hätte ich im Familienbetrieb gearbeitet, das wäre in Mord und Totschlag geendet - auch sonst trenne ich beruflich und privat sehr strikt. Ich würde weder mit meinem Mann, noch (wenn es mal so weit ist) unserem Sohn noch Freunden und schon gar nicht Verwandten etc. zusammen arbeiten, schon gar nicht im Familienbetrieb. Bei meiner Schwester (und vielen anderen) hingegen hat das super geklappt und war zum Nutzen aller. Da kann man pauschal nichts sagen, denke ich.

"Die Tochter einfach gegen die Wand rennen lassen" - wie sage ich es jetzt charmant... nach 30 Jahren und kurz vor dem Burnout der Mutter wäre es schon mal an der Zeit, die grundsätzliche Strategie zu überdenken und auch zu ändern, oder? Wie soll sie Verantwortung lernen, wenn sie sich noch nicht mal um die Wäsche selbst kümmern muss? Da müssen die Eltern im Zweifelsfalle mal lernen, loszulassen - oder sie rennen halt mit Anlauf in den Burnout und dann weiter, bis es nicht mehr geht.

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9. Januar um 11:38
In Antwort auf vevlyn

So oder so ähnlich, könnte man es kurz fassen. Ich würde gern eine Bekannte von mir unterstützen deren Tochter sich grad vollends in die Nesseln gesetzt hat.

Die Tochter, nie gearbeitet, lebt mit 30 auf Kosten der Eltern in einer Wohnung, die ihrem Vater gehört. Vor einiger Zeit wollte sie einen Hund haben, den ich ihr mithilfe ihrer Eltern ausgeredet hab, weil sie nichts in ihrem Leben jemals zu Ende gebracht hat, geschweige denn verantwortungsbewusst angegangen ist. Bei ihr weiß man nicht, ob sie morgen spontan wegfliegt oder ob sie sich mit jemandem verlobt, den sie noch gar nicht kennt.

Nun ist es aber so, dass sie vor einiger Zeit wiedermal ihr übriges Geld zusammengekratzt hat (keiner weiß woher sie es hat, ihr Bruder denkt sie hat sich für Sex bezahlen lassen, ihre Eltern vermuten sie hat Gras vertickt) und von jetzt auf gleich nach Thailand geflogen ist. Vier Wochen war sie weg und als sie zurück kam, kam die frohe Botschaft. Sie ist schwanger und verlobt, mit einem Thailänder, den sie vorher übers Internet kennen gelernt und schlussendlich dort getroffen hat.

Der Plan? Heiraten, damit er nach Österreich kommen kann. Er spricht kein Wort deutsch, nur gebrochen englisch. Seine Mutter (die mit ihrer Mutter durch die Schwangerschaft in Kontakt getreten ist) bezeichnet ihn als Totalversager, der sein ganzes Leben lang nur Touristinnen abgeschleppt hat und bis auf einen durchtrainierten Körper und einen großen Penis nichts hat, womit er im Leben punkten kann. Im Februar fliegt er nun her. In die Wohnung, welche ihre Eltern finanzieren. Die Wäsche macht nachwievor die Mutter. Geputzt wird von der Mutter. Bekocht wird man von der Mutter. Das "Mädchen" bekommt ja nichts allein auf die Reihe. Und die Mutter ist jetzt in Therapie, weil sie selber kurz vor einem Burnout steht.

Und dann kommt da ein Kind. Die werdende Mutter denkt, sie hätte jetzt eine Basis, eine eigene Familie, eine tolle Beziehung mit einem hübschen Thai, ein gemeinsames Kind - und das macht sie zur Frau. Seine Mutter hat ihre Eltern bereits vorgewarnt dass er bereits verheiratet war, aber mit einer wohlhabenden Deutschen die schon vor langer Zeit nach Thailand ausgewandert ist - als sie den Geldhahn abdrehte, war er weg. Natürlich ist auch diese Beziehung zum Scheitern verurteilt. Ein Mensch der niemanden kennt, zieht zu einer Frau die nichts kann, Eltern die ihn jetzt schon nicht leiden können, in ein Land in dem ihn niemand versteht. Er hat keine Ausbildung, keiner Perspektive. Er ist Mitte 20, träumt davon Model zu werden, hat auch Tapes aufgenommen die furchtbar klingen, aber er ist der Meinung dass kaum ein Sänger gut singen kann und man die Tapes ja bearbeiten kann, damit er berühmt wird.

Die Mutter ist selber Migrantin, wohnt aber seit ihrer Jugend hier. Damals in ihrer Heimat einen Deutschen geheiratet, natürlich auch dem Geld wegen, die Kinder sind von dem. Er starb vor vielen Jahren, sie hat neu geheiratet, wieder hauptsächlich dem Geld wegen - damals um ihre Kinder abzusichern. Gefunden hat sie einen Mann, der sie wirklich liebt und nach über 20 Jahren Ehe bin ich mir sicher, dass sie ihn ebenfalls als Mann liebt. Er ist beliebt, humorvoll und gepflegt - keiner dieser Männer, die eine Frau mit Geld locken müssten. Aber natürlich fährt sie bei ihrer Tochter nun vollends ein, wenn es darum geht, ihr von ihren neuen überstürzten Plänen abzuraten.

"Du bist doch auch wegen dem Geld hergekommen? Du solltest das doch am besten wissen wie es ihm dort geht!" - mit dem Unterschied, dass ihre Mutter sich in der ersten Zeit nach dem Tod ihres Mannes prostituiert hat um sich finanziell über Wasser zu halten. Keine Ausbildung. Kein Job. Keine Perspektive. Kaum Deutsch gesprochen, niemenden den sie kannte.

Klar gibts Parallelen, aber genauso gibts gravierende Unterschiede.

"Du weißt doch gar nicht ob er arbeiten will oder nicht? Er will ja modeln!"

Natürlich gibt es nichts, was eine Mutter darauf sagen kann.


Und da frag ich mich, ob es hier vielleicht Menschen gibt, die ähnliche Konstellationen kennen. Ob es Menschen gibt, die wissen, wie das Umfeld - und insbesondere ihre Eltern - mit ihr vorgehen sollen? Sollen sie dem Kerl, wenn es dann möglich ist, eine Anstellung im eigenen Betrieb anbieten? Damit er zumindest irgendwas macht? Sollen sie besonders viel Zeit mit ihm verbringen um ihr das ganze zu erleichtern? Sollen sie die zwei einfach "hausen" lassen und ihre Tochter gegen die Wand rennen lassen? Grundsätzlich wäre das in meinen Augen keine blöde Idee - nur ginge das dann auf Kosten des Babys, das im Laufe des Jahres das Licht der Welt erblickt. Und das ist dann bestimmt keine Lösung.



Danke fürs Lesen - jeder Input ist hilfreich.

Ich poste den Beitrag nach Absprache mit der Mutter, die selber kein Internet nutzt.

Deine Bekannte ist selbst schuld an dieser Situation. Sie hätte schon viel viel früher sagen müssen: "bis hierhin und nicht weiter". Dass sie für die faule Dame kocht, putzt und Wäsche wäscht hält sie davon ab mal was aus ihrem Leben zu machen und Verantwortung zu übernehmen. Wozu denn auch, sie hat ja alles was sie braucht, bekommt alles finanziert. Man hätte sie schon viel früher auf die Nase fallen lassen sollen. Ihr wird alles bezahlt, scheinbar hat sie ein gutes Leben und keinen Anreiz etwas zu ändern - also warum sollte sie?

Ich habe in meinem Umfeld selbst so jemanden, deshalb erlaube ich mir dieses Urteil. Bei ihm wird es zusätzlich auf psychische Probleme geschoben, dabei ist er hauptsächlich einfach nur faul und von den Eltern verwöhnt. Es heißt dann immer "er kann ja nicht". Er macht Schulden, die Eltern bezahlenn, damit er nicht Hinter Gittern kommt. Er hat keinen Schulabschluss, keine Ausbildung, rein gar nichts und kriegt alles hinterhergetragen. Wohnt daheim und beteiligt sich kaum am Haushalt. Er ist Mitte 20, aber ich sehe ihn da mit 35 immer noch. Schlimm wird es halt, wenn die Eltern mal nicht mehr sind. Dann noch zu lernen Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen wird schwer.

Deswegen ja. Die Tochter konnte sich für eine Ehe und ein Kind mit einem wildfremden Mann entscheiden, also hst sie nun gefälligst auch ihr eigenes Leben zu regeln. So schlimm das für das Kind auch ist, aber keinem wird geholfen, wenn man ihr ihren Hintern weiterhin nachträgt. Sie hat 9 Monate Zeit um zu lernen Wäsche zu waschen, zu kochen und den Haushalt selbst zu schmeißen. Wenn sie das bis dahin nicht gebacken kriegt, kann dem dem Kind wegen immer noch das Jugendamt einschalten.

Dem Ehemann in Spe würde ich vermutlich auf Probe eine Anstellung anbieten, wenn das möglich ist. Von irgendetwas muss diese Familie dann Leben und wer weiß, vielleicht rüttelt das endlich mal wach.

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9. Januar um 11:18

also Du suchst Rat im Namen der Mutter, richtig verstanden?

Grundsätzlich halte ich wenig davon, andere "zu ihrem Besten" zu formen - was will denn der Schwiegersohn in Spe überhaupt?

Anstellung im Familienbetrieb hängt nach meiner Meinung und Erfahrung beispielsweise sehr, sehr, sehr von der jeweiligen Person ab. Hätte ich im Familienbetrieb gearbeitet, das wäre in Mord und Totschlag geendet - auch sonst trenne ich beruflich und privat sehr strikt. Ich würde weder mit meinem Mann, noch (wenn es mal so weit ist) unserem Sohn noch Freunden und schon gar nicht Verwandten etc. zusammen arbeiten, schon gar nicht im Familienbetrieb. Bei meiner Schwester (und vielen anderen) hingegen hat das super geklappt und war zum Nutzen aller. Da kann man pauschal nichts sagen, denke ich.

"Die Tochter einfach gegen die Wand rennen lassen" - wie sage ich es jetzt charmant... nach 30 Jahren und kurz vor dem Burnout der Mutter wäre es schon mal an der Zeit, die grundsätzliche Strategie zu überdenken und auch zu ändern, oder? Wie soll sie Verantwortung lernen, wenn sie sich noch nicht mal um die Wäsche selbst kümmern muss? Da müssen die Eltern im Zweifelsfalle mal lernen, loszulassen - oder sie rennen halt mit Anlauf in den Burnout und dann weiter, bis es nicht mehr geht.

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9. Januar um 11:27

Wie sieht er denn aus? Wie groß ist er? Vielleicht sollte er es wirklich mal als Model probieren. Da wär das fehlende Deutsch auch kein Problem. Die Nachfrage nach asiatischen Männermodels ist im österreichischen Raum jetzt zwar nicht die Höchste, aber es gibt nicht viele männliche asiatische Models. Schaut euch in Wien nach einer seriösen Agentur um. Model sein ist zwar im Gegensatz zu dem was die meisten denken ein echt beschissener Job, aber wenn er nichts anderes kann könnt ers ja mal probieren.

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9. Januar um 11:30
In Antwort auf avarrassterne1

also Du suchst Rat im Namen der Mutter, richtig verstanden?

Grundsätzlich halte ich wenig davon, andere "zu ihrem Besten" zu formen - was will denn der Schwiegersohn in Spe überhaupt?

Anstellung im Familienbetrieb hängt nach meiner Meinung und Erfahrung beispielsweise sehr, sehr, sehr von der jeweiligen Person ab. Hätte ich im Familienbetrieb gearbeitet, das wäre in Mord und Totschlag geendet - auch sonst trenne ich beruflich und privat sehr strikt. Ich würde weder mit meinem Mann, noch (wenn es mal so weit ist) unserem Sohn noch Freunden und schon gar nicht Verwandten etc. zusammen arbeiten, schon gar nicht im Familienbetrieb. Bei meiner Schwester (und vielen anderen) hingegen hat das super geklappt und war zum Nutzen aller. Da kann man pauschal nichts sagen, denke ich.

"Die Tochter einfach gegen die Wand rennen lassen" - wie sage ich es jetzt charmant... nach 30 Jahren und kurz vor dem Burnout der Mutter wäre es schon mal an der Zeit, die grundsätzliche Strategie zu überdenken und auch zu ändern, oder? Wie soll sie Verantwortung lernen, wenn sie sich noch nicht mal um die Wäsche selbst kümmern muss? Da müssen die Eltern im Zweifelsfalle mal lernen, loszulassen - oder sie rennen halt mit Anlauf in den Burnout und dann weiter, bis es nicht mehr geht.

Ja genau. Sie hat eigentlich mich um Rat gebeten, aber ich musste ihr sagen dass ich darüber nicht urteilen kann und will. Das Problem ist halt, dass ich diesbezüglich ein gebranntes Kind bin. Mein Bruder hatte ja auch eine Freundin die dem Geld wegen hergezogen ist, nicht gearbeitet hat, ihn und meine Familie über Jahre ausgebeutet hat usw - wenn ich sowas auch nur ansatzweise höre seh ich rot. Mein Bruder ist ein Wrack, selbst jetzt nachdem die getrennt sind - und sie allein hat das aus ihm gemacht. Die Tochter der Bekannten war schon vorher "kaputt". Die hat immer wieder vor sich hinstudiert und nichts länger als einen Monat gemacht. Dann war sie im Familienbetrieb angestellt und kam nie zur Arbeit. Als man ihr den Geldhahn abgedreht hat, hat sie mit Selbstmord gedroht. Sie ist wirklich eine sehr giftige Person - ihr Freundeskreis (hauptsächlich weltreisende Kiffer und Langzeitstudenten) hat sie vermutlich dazu gemacht.

Ich hab ihr deshalb gesagt, dass ich regelmäßig ein einem Forum schreibe und so etwas anonym ein guter Ort ist um so ein spezifisches Problem zu posten. Dass da viele Menschen sind die unterschiedlichste Meinungen dazu haben - und unter hundert Antworten vielleicht eine ist, die ihr helfen kann. Sie selber kann zwar gut sprechen, aber wenn sie schreibt, schreibt sie nach Gehör. Deshalb hab ich ihr den Beitrag verfasst.

--

Das mit dem "Gegen die Wand rennen lassen" - ich hab ihnen das schon oft gesagt. Geldhahn abdrehen wäre schon seit Jahren wichtig, aber seit den ganzen Selbstmord-Ankündigungen sobald ihr etwas gestrichen wird, ist das ein heikles Thema. Sie erpresst ihre Eltern damit ja. Auch eine Einweisung wäre eine Option gewesen, schon vor Monaten, aber dafür ist sie zu klug was das Thema angeht. Sie schreibt die Ankündigungen nie, sondern sagt sie nur am Telefon. Und dann auch nur zu ihrer Mutter - nie vor anderen Menschen. Da greift die Polizei nicht ein.

Die Anstellung im Familienbetrieb wäre eigentlich total sinnlos wenn es um ihn geht. Die Firma ihres Stiefvaters verkauft Küchen. Er kocht nicht, er kann nicht deutsch um zu Beraten, hat kein Fachwissen und sagt auch dass er nicht herkommt um jeden Tag stundenlang zu arbeiten. Deshalb will er ja modeln. Er denkt, jeder reißt sich hier um ihn weil er "exotisch" aussieht und gibt ihm Geld fürs lächeln. Dabei ist er nichtmal besonders hübsch. Klar, braun gebrannt weil bis jetzt am Strand wohnte und nie gearbeitet hat. Vielleicht könnte er Handmodel werden, so unbenutzt wie seine Hände sind. Aber ist absolut kein Model - sondern nur selbstverliebt.

Das mit der Anstellung wäre mehr im Lagerbereich. Dinge ein- und auspacken usw - aber ich kann mir kaum vorstellen, dass das irgendetwas bringt?

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9. Januar um 11:33
In Antwort auf hawedere

Wie sieht er denn aus? Wie groß ist er? Vielleicht sollte er es wirklich mal als Model probieren. Da wär das fehlende Deutsch auch kein Problem. Die Nachfrage nach asiatischen Männermodels ist im österreichischen Raum jetzt zwar nicht die Höchste, aber es gibt nicht viele männliche asiatische Models. Schaut euch in Wien nach einer seriösen Agentur um. Model sein ist zwar im Gegensatz zu dem was die meisten denken ein echt beschissener Job, aber wenn er nichts anderes kann könnt ers ja mal probieren.

Er ist etwa 1,70m groß, hat sehr unsaubere Zähne.
Braun gebrannt und durchtrainiert ist er schon, aber sein Gesicht ist nichts "besonderes". Recht schmale Lippen für einen Thai, braune Augen, leichte Geheimratsecken, dunkles Haar. Kein markantes Kiefer, keine markenten Wangenknochen - er sieht aus wie jemand, der am Strand vor einem Hotel die Liegen zusammenklappt.

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9. Januar um 11:34
In Antwort auf vevlyn

So oder so ähnlich, könnte man es kurz fassen. Ich würde gern eine Bekannte von mir unterstützen deren Tochter sich grad vollends in die Nesseln gesetzt hat.

Die Tochter, nie gearbeitet, lebt mit 30 auf Kosten der Eltern in einer Wohnung, die ihrem Vater gehört. Vor einiger Zeit wollte sie einen Hund haben, den ich ihr mithilfe ihrer Eltern ausgeredet hab, weil sie nichts in ihrem Leben jemals zu Ende gebracht hat, geschweige denn verantwortungsbewusst angegangen ist. Bei ihr weiß man nicht, ob sie morgen spontan wegfliegt oder ob sie sich mit jemandem verlobt, den sie noch gar nicht kennt.

Nun ist es aber so, dass sie vor einiger Zeit wiedermal ihr übriges Geld zusammengekratzt hat (keiner weiß woher sie es hat, ihr Bruder denkt sie hat sich für Sex bezahlen lassen, ihre Eltern vermuten sie hat Gras vertickt) und von jetzt auf gleich nach Thailand geflogen ist. Vier Wochen war sie weg und als sie zurück kam, kam die frohe Botschaft. Sie ist schwanger und verlobt, mit einem Thailänder, den sie vorher übers Internet kennen gelernt und schlussendlich dort getroffen hat.

Der Plan? Heiraten, damit er nach Österreich kommen kann. Er spricht kein Wort deutsch, nur gebrochen englisch. Seine Mutter (die mit ihrer Mutter durch die Schwangerschaft in Kontakt getreten ist) bezeichnet ihn als Totalversager, der sein ganzes Leben lang nur Touristinnen abgeschleppt hat und bis auf einen durchtrainierten Körper und einen großen Penis nichts hat, womit er im Leben punkten kann. Im Februar fliegt er nun her. In die Wohnung, welche ihre Eltern finanzieren. Die Wäsche macht nachwievor die Mutter. Geputzt wird von der Mutter. Bekocht wird man von der Mutter. Das "Mädchen" bekommt ja nichts allein auf die Reihe. Und die Mutter ist jetzt in Therapie, weil sie selber kurz vor einem Burnout steht.

Und dann kommt da ein Kind. Die werdende Mutter denkt, sie hätte jetzt eine Basis, eine eigene Familie, eine tolle Beziehung mit einem hübschen Thai, ein gemeinsames Kind - und das macht sie zur Frau. Seine Mutter hat ihre Eltern bereits vorgewarnt dass er bereits verheiratet war, aber mit einer wohlhabenden Deutschen die schon vor langer Zeit nach Thailand ausgewandert ist - als sie den Geldhahn abdrehte, war er weg. Natürlich ist auch diese Beziehung zum Scheitern verurteilt. Ein Mensch der niemanden kennt, zieht zu einer Frau die nichts kann, Eltern die ihn jetzt schon nicht leiden können, in ein Land in dem ihn niemand versteht. Er hat keine Ausbildung, keiner Perspektive. Er ist Mitte 20, träumt davon Model zu werden, hat auch Tapes aufgenommen die furchtbar klingen, aber er ist der Meinung dass kaum ein Sänger gut singen kann und man die Tapes ja bearbeiten kann, damit er berühmt wird.

Die Mutter ist selber Migrantin, wohnt aber seit ihrer Jugend hier. Damals in ihrer Heimat einen Deutschen geheiratet, natürlich auch dem Geld wegen, die Kinder sind von dem. Er starb vor vielen Jahren, sie hat neu geheiratet, wieder hauptsächlich dem Geld wegen - damals um ihre Kinder abzusichern. Gefunden hat sie einen Mann, der sie wirklich liebt und nach über 20 Jahren Ehe bin ich mir sicher, dass sie ihn ebenfalls als Mann liebt. Er ist beliebt, humorvoll und gepflegt - keiner dieser Männer, die eine Frau mit Geld locken müssten. Aber natürlich fährt sie bei ihrer Tochter nun vollends ein, wenn es darum geht, ihr von ihren neuen überstürzten Plänen abzuraten.

"Du bist doch auch wegen dem Geld hergekommen? Du solltest das doch am besten wissen wie es ihm dort geht!" - mit dem Unterschied, dass ihre Mutter sich in der ersten Zeit nach dem Tod ihres Mannes prostituiert hat um sich finanziell über Wasser zu halten. Keine Ausbildung. Kein Job. Keine Perspektive. Kaum Deutsch gesprochen, niemenden den sie kannte.

Klar gibts Parallelen, aber genauso gibts gravierende Unterschiede.

"Du weißt doch gar nicht ob er arbeiten will oder nicht? Er will ja modeln!"

Natürlich gibt es nichts, was eine Mutter darauf sagen kann.


Und da frag ich mich, ob es hier vielleicht Menschen gibt, die ähnliche Konstellationen kennen. Ob es Menschen gibt, die wissen, wie das Umfeld - und insbesondere ihre Eltern - mit ihr vorgehen sollen? Sollen sie dem Kerl, wenn es dann möglich ist, eine Anstellung im eigenen Betrieb anbieten? Damit er zumindest irgendwas macht? Sollen sie besonders viel Zeit mit ihm verbringen um ihr das ganze zu erleichtern? Sollen sie die zwei einfach "hausen" lassen und ihre Tochter gegen die Wand rennen lassen? Grundsätzlich wäre das in meinen Augen keine blöde Idee - nur ginge das dann auf Kosten des Babys, das im Laufe des Jahres das Licht der Welt erblickt. Und das ist dann bestimmt keine Lösung.



Danke fürs Lesen - jeder Input ist hilfreich.

Ich poste den Beitrag nach Absprache mit der Mutter, die selber kein Internet nutzt.

Das Baby / Kind tut mir jetzt schon leid.... Ach, egal. Bei den Eltern gleich noch eins hinterher....und dann noch eins.... Gibt es auf RTL & Co. eigtl. noch diese Assi-Family-Sendungen? 

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9. Januar um 11:37
In Antwort auf vevlyn

So oder so ähnlich, könnte man es kurz fassen. Ich würde gern eine Bekannte von mir unterstützen deren Tochter sich grad vollends in die Nesseln gesetzt hat.

Die Tochter, nie gearbeitet, lebt mit 30 auf Kosten der Eltern in einer Wohnung, die ihrem Vater gehört. Vor einiger Zeit wollte sie einen Hund haben, den ich ihr mithilfe ihrer Eltern ausgeredet hab, weil sie nichts in ihrem Leben jemals zu Ende gebracht hat, geschweige denn verantwortungsbewusst angegangen ist. Bei ihr weiß man nicht, ob sie morgen spontan wegfliegt oder ob sie sich mit jemandem verlobt, den sie noch gar nicht kennt.

Nun ist es aber so, dass sie vor einiger Zeit wiedermal ihr übriges Geld zusammengekratzt hat (keiner weiß woher sie es hat, ihr Bruder denkt sie hat sich für Sex bezahlen lassen, ihre Eltern vermuten sie hat Gras vertickt) und von jetzt auf gleich nach Thailand geflogen ist. Vier Wochen war sie weg und als sie zurück kam, kam die frohe Botschaft. Sie ist schwanger und verlobt, mit einem Thailänder, den sie vorher übers Internet kennen gelernt und schlussendlich dort getroffen hat.

Der Plan? Heiraten, damit er nach Österreich kommen kann. Er spricht kein Wort deutsch, nur gebrochen englisch. Seine Mutter (die mit ihrer Mutter durch die Schwangerschaft in Kontakt getreten ist) bezeichnet ihn als Totalversager, der sein ganzes Leben lang nur Touristinnen abgeschleppt hat und bis auf einen durchtrainierten Körper und einen großen Penis nichts hat, womit er im Leben punkten kann. Im Februar fliegt er nun her. In die Wohnung, welche ihre Eltern finanzieren. Die Wäsche macht nachwievor die Mutter. Geputzt wird von der Mutter. Bekocht wird man von der Mutter. Das "Mädchen" bekommt ja nichts allein auf die Reihe. Und die Mutter ist jetzt in Therapie, weil sie selber kurz vor einem Burnout steht.

Und dann kommt da ein Kind. Die werdende Mutter denkt, sie hätte jetzt eine Basis, eine eigene Familie, eine tolle Beziehung mit einem hübschen Thai, ein gemeinsames Kind - und das macht sie zur Frau. Seine Mutter hat ihre Eltern bereits vorgewarnt dass er bereits verheiratet war, aber mit einer wohlhabenden Deutschen die schon vor langer Zeit nach Thailand ausgewandert ist - als sie den Geldhahn abdrehte, war er weg. Natürlich ist auch diese Beziehung zum Scheitern verurteilt. Ein Mensch der niemanden kennt, zieht zu einer Frau die nichts kann, Eltern die ihn jetzt schon nicht leiden können, in ein Land in dem ihn niemand versteht. Er hat keine Ausbildung, keiner Perspektive. Er ist Mitte 20, träumt davon Model zu werden, hat auch Tapes aufgenommen die furchtbar klingen, aber er ist der Meinung dass kaum ein Sänger gut singen kann und man die Tapes ja bearbeiten kann, damit er berühmt wird.

Die Mutter ist selber Migrantin, wohnt aber seit ihrer Jugend hier. Damals in ihrer Heimat einen Deutschen geheiratet, natürlich auch dem Geld wegen, die Kinder sind von dem. Er starb vor vielen Jahren, sie hat neu geheiratet, wieder hauptsächlich dem Geld wegen - damals um ihre Kinder abzusichern. Gefunden hat sie einen Mann, der sie wirklich liebt und nach über 20 Jahren Ehe bin ich mir sicher, dass sie ihn ebenfalls als Mann liebt. Er ist beliebt, humorvoll und gepflegt - keiner dieser Männer, die eine Frau mit Geld locken müssten. Aber natürlich fährt sie bei ihrer Tochter nun vollends ein, wenn es darum geht, ihr von ihren neuen überstürzten Plänen abzuraten.

"Du bist doch auch wegen dem Geld hergekommen? Du solltest das doch am besten wissen wie es ihm dort geht!" - mit dem Unterschied, dass ihre Mutter sich in der ersten Zeit nach dem Tod ihres Mannes prostituiert hat um sich finanziell über Wasser zu halten. Keine Ausbildung. Kein Job. Keine Perspektive. Kaum Deutsch gesprochen, niemenden den sie kannte.

Klar gibts Parallelen, aber genauso gibts gravierende Unterschiede.

"Du weißt doch gar nicht ob er arbeiten will oder nicht? Er will ja modeln!"

Natürlich gibt es nichts, was eine Mutter darauf sagen kann.


Und da frag ich mich, ob es hier vielleicht Menschen gibt, die ähnliche Konstellationen kennen. Ob es Menschen gibt, die wissen, wie das Umfeld - und insbesondere ihre Eltern - mit ihr vorgehen sollen? Sollen sie dem Kerl, wenn es dann möglich ist, eine Anstellung im eigenen Betrieb anbieten? Damit er zumindest irgendwas macht? Sollen sie besonders viel Zeit mit ihm verbringen um ihr das ganze zu erleichtern? Sollen sie die zwei einfach "hausen" lassen und ihre Tochter gegen die Wand rennen lassen? Grundsätzlich wäre das in meinen Augen keine blöde Idee - nur ginge das dann auf Kosten des Babys, das im Laufe des Jahres das Licht der Welt erblickt. Und das ist dann bestimmt keine Lösung.



Danke fürs Lesen - jeder Input ist hilfreich.

Ich poste den Beitrag nach Absprache mit der Mutter, die selber kein Internet nutzt.

Ich wage das Zitieren eines, meiner Meinung nach, mehr als treffenden Spruchs:

Wer seinen Kindern die Zukunft verbauen will, räumt ihnen alle Steine aus dem Weg.

Die Mutter dieser Tochter täte gut dran, selbige fallen zu lassen. Wenn die Tochter gefallen ist, muss sie lernen, aus eigener Kraft wieder aufzustehen.

Denn irgendwann kommt das Unausweichliche. Die Mutter wird irgendwann nicht mehr sein. Und dann? Vielleicht hat sie jetzt noch eine Chance. Später wird das immer schwieriger.

Und wäre ich die Mutter, würde ich meiner Tochter klarmachen:
Das ist Deine Familie, Deine Verantwortung.

Sie kann sich nicht um alles kümmern. Das sollte sie auch nicht.

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9. Januar um 11:38
In Antwort auf vevlyn

So oder so ähnlich, könnte man es kurz fassen. Ich würde gern eine Bekannte von mir unterstützen deren Tochter sich grad vollends in die Nesseln gesetzt hat.

Die Tochter, nie gearbeitet, lebt mit 30 auf Kosten der Eltern in einer Wohnung, die ihrem Vater gehört. Vor einiger Zeit wollte sie einen Hund haben, den ich ihr mithilfe ihrer Eltern ausgeredet hab, weil sie nichts in ihrem Leben jemals zu Ende gebracht hat, geschweige denn verantwortungsbewusst angegangen ist. Bei ihr weiß man nicht, ob sie morgen spontan wegfliegt oder ob sie sich mit jemandem verlobt, den sie noch gar nicht kennt.

Nun ist es aber so, dass sie vor einiger Zeit wiedermal ihr übriges Geld zusammengekratzt hat (keiner weiß woher sie es hat, ihr Bruder denkt sie hat sich für Sex bezahlen lassen, ihre Eltern vermuten sie hat Gras vertickt) und von jetzt auf gleich nach Thailand geflogen ist. Vier Wochen war sie weg und als sie zurück kam, kam die frohe Botschaft. Sie ist schwanger und verlobt, mit einem Thailänder, den sie vorher übers Internet kennen gelernt und schlussendlich dort getroffen hat.

Der Plan? Heiraten, damit er nach Österreich kommen kann. Er spricht kein Wort deutsch, nur gebrochen englisch. Seine Mutter (die mit ihrer Mutter durch die Schwangerschaft in Kontakt getreten ist) bezeichnet ihn als Totalversager, der sein ganzes Leben lang nur Touristinnen abgeschleppt hat und bis auf einen durchtrainierten Körper und einen großen Penis nichts hat, womit er im Leben punkten kann. Im Februar fliegt er nun her. In die Wohnung, welche ihre Eltern finanzieren. Die Wäsche macht nachwievor die Mutter. Geputzt wird von der Mutter. Bekocht wird man von der Mutter. Das "Mädchen" bekommt ja nichts allein auf die Reihe. Und die Mutter ist jetzt in Therapie, weil sie selber kurz vor einem Burnout steht.

Und dann kommt da ein Kind. Die werdende Mutter denkt, sie hätte jetzt eine Basis, eine eigene Familie, eine tolle Beziehung mit einem hübschen Thai, ein gemeinsames Kind - und das macht sie zur Frau. Seine Mutter hat ihre Eltern bereits vorgewarnt dass er bereits verheiratet war, aber mit einer wohlhabenden Deutschen die schon vor langer Zeit nach Thailand ausgewandert ist - als sie den Geldhahn abdrehte, war er weg. Natürlich ist auch diese Beziehung zum Scheitern verurteilt. Ein Mensch der niemanden kennt, zieht zu einer Frau die nichts kann, Eltern die ihn jetzt schon nicht leiden können, in ein Land in dem ihn niemand versteht. Er hat keine Ausbildung, keiner Perspektive. Er ist Mitte 20, träumt davon Model zu werden, hat auch Tapes aufgenommen die furchtbar klingen, aber er ist der Meinung dass kaum ein Sänger gut singen kann und man die Tapes ja bearbeiten kann, damit er berühmt wird.

Die Mutter ist selber Migrantin, wohnt aber seit ihrer Jugend hier. Damals in ihrer Heimat einen Deutschen geheiratet, natürlich auch dem Geld wegen, die Kinder sind von dem. Er starb vor vielen Jahren, sie hat neu geheiratet, wieder hauptsächlich dem Geld wegen - damals um ihre Kinder abzusichern. Gefunden hat sie einen Mann, der sie wirklich liebt und nach über 20 Jahren Ehe bin ich mir sicher, dass sie ihn ebenfalls als Mann liebt. Er ist beliebt, humorvoll und gepflegt - keiner dieser Männer, die eine Frau mit Geld locken müssten. Aber natürlich fährt sie bei ihrer Tochter nun vollends ein, wenn es darum geht, ihr von ihren neuen überstürzten Plänen abzuraten.

"Du bist doch auch wegen dem Geld hergekommen? Du solltest das doch am besten wissen wie es ihm dort geht!" - mit dem Unterschied, dass ihre Mutter sich in der ersten Zeit nach dem Tod ihres Mannes prostituiert hat um sich finanziell über Wasser zu halten. Keine Ausbildung. Kein Job. Keine Perspektive. Kaum Deutsch gesprochen, niemenden den sie kannte.

Klar gibts Parallelen, aber genauso gibts gravierende Unterschiede.

"Du weißt doch gar nicht ob er arbeiten will oder nicht? Er will ja modeln!"

Natürlich gibt es nichts, was eine Mutter darauf sagen kann.


Und da frag ich mich, ob es hier vielleicht Menschen gibt, die ähnliche Konstellationen kennen. Ob es Menschen gibt, die wissen, wie das Umfeld - und insbesondere ihre Eltern - mit ihr vorgehen sollen? Sollen sie dem Kerl, wenn es dann möglich ist, eine Anstellung im eigenen Betrieb anbieten? Damit er zumindest irgendwas macht? Sollen sie besonders viel Zeit mit ihm verbringen um ihr das ganze zu erleichtern? Sollen sie die zwei einfach "hausen" lassen und ihre Tochter gegen die Wand rennen lassen? Grundsätzlich wäre das in meinen Augen keine blöde Idee - nur ginge das dann auf Kosten des Babys, das im Laufe des Jahres das Licht der Welt erblickt. Und das ist dann bestimmt keine Lösung.



Danke fürs Lesen - jeder Input ist hilfreich.

Ich poste den Beitrag nach Absprache mit der Mutter, die selber kein Internet nutzt.

Deine Bekannte ist selbst schuld an dieser Situation. Sie hätte schon viel viel früher sagen müssen: "bis hierhin und nicht weiter". Dass sie für die faule Dame kocht, putzt und Wäsche wäscht hält sie davon ab mal was aus ihrem Leben zu machen und Verantwortung zu übernehmen. Wozu denn auch, sie hat ja alles was sie braucht, bekommt alles finanziert. Man hätte sie schon viel früher auf die Nase fallen lassen sollen. Ihr wird alles bezahlt, scheinbar hat sie ein gutes Leben und keinen Anreiz etwas zu ändern - also warum sollte sie?

Ich habe in meinem Umfeld selbst so jemanden, deshalb erlaube ich mir dieses Urteil. Bei ihm wird es zusätzlich auf psychische Probleme geschoben, dabei ist er hauptsächlich einfach nur faul und von den Eltern verwöhnt. Es heißt dann immer "er kann ja nicht". Er macht Schulden, die Eltern bezahlenn, damit er nicht Hinter Gittern kommt. Er hat keinen Schulabschluss, keine Ausbildung, rein gar nichts und kriegt alles hinterhergetragen. Wohnt daheim und beteiligt sich kaum am Haushalt. Er ist Mitte 20, aber ich sehe ihn da mit 35 immer noch. Schlimm wird es halt, wenn die Eltern mal nicht mehr sind. Dann noch zu lernen Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen wird schwer.

Deswegen ja. Die Tochter konnte sich für eine Ehe und ein Kind mit einem wildfremden Mann entscheiden, also hst sie nun gefälligst auch ihr eigenes Leben zu regeln. So schlimm das für das Kind auch ist, aber keinem wird geholfen, wenn man ihr ihren Hintern weiterhin nachträgt. Sie hat 9 Monate Zeit um zu lernen Wäsche zu waschen, zu kochen und den Haushalt selbst zu schmeißen. Wenn sie das bis dahin nicht gebacken kriegt, kann dem dem Kind wegen immer noch das Jugendamt einschalten.

Dem Ehemann in Spe würde ich vermutlich auf Probe eine Anstellung anbieten, wenn das möglich ist. Von irgendetwas muss diese Familie dann Leben und wer weiß, vielleicht rüttelt das endlich mal wach.

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9. Januar um 11:43
In Antwort auf vevlyn

Ja genau. Sie hat eigentlich mich um Rat gebeten, aber ich musste ihr sagen dass ich darüber nicht urteilen kann und will. Das Problem ist halt, dass ich diesbezüglich ein gebranntes Kind bin. Mein Bruder hatte ja auch eine Freundin die dem Geld wegen hergezogen ist, nicht gearbeitet hat, ihn und meine Familie über Jahre ausgebeutet hat usw - wenn ich sowas auch nur ansatzweise höre seh ich rot. Mein Bruder ist ein Wrack, selbst jetzt nachdem die getrennt sind - und sie allein hat das aus ihm gemacht. Die Tochter der Bekannten war schon vorher "kaputt". Die hat immer wieder vor sich hinstudiert und nichts länger als einen Monat gemacht. Dann war sie im Familienbetrieb angestellt und kam nie zur Arbeit. Als man ihr den Geldhahn abgedreht hat, hat sie mit Selbstmord gedroht. Sie ist wirklich eine sehr giftige Person - ihr Freundeskreis (hauptsächlich weltreisende Kiffer und Langzeitstudenten) hat sie vermutlich dazu gemacht.

Ich hab ihr deshalb gesagt, dass ich regelmäßig ein einem Forum schreibe und so etwas anonym ein guter Ort ist um so ein spezifisches Problem zu posten. Dass da viele Menschen sind die unterschiedlichste Meinungen dazu haben - und unter hundert Antworten vielleicht eine ist, die ihr helfen kann. Sie selber kann zwar gut sprechen, aber wenn sie schreibt, schreibt sie nach Gehör. Deshalb hab ich ihr den Beitrag verfasst.

--

Das mit dem "Gegen die Wand rennen lassen" - ich hab ihnen das schon oft gesagt. Geldhahn abdrehen wäre schon seit Jahren wichtig, aber seit den ganzen Selbstmord-Ankündigungen sobald ihr etwas gestrichen wird, ist das ein heikles Thema. Sie erpresst ihre Eltern damit ja. Auch eine Einweisung wäre eine Option gewesen, schon vor Monaten, aber dafür ist sie zu klug was das Thema angeht. Sie schreibt die Ankündigungen nie, sondern sagt sie nur am Telefon. Und dann auch nur zu ihrer Mutter - nie vor anderen Menschen. Da greift die Polizei nicht ein.

Die Anstellung im Familienbetrieb wäre eigentlich total sinnlos wenn es um ihn geht. Die Firma ihres Stiefvaters verkauft Küchen. Er kocht nicht, er kann nicht deutsch um zu Beraten, hat kein Fachwissen und sagt auch dass er nicht herkommt um jeden Tag stundenlang zu arbeiten. Deshalb will er ja modeln. Er denkt, jeder reißt sich hier um ihn weil er "exotisch" aussieht und gibt ihm Geld fürs lächeln. Dabei ist er nichtmal besonders hübsch. Klar, braun gebrannt weil bis jetzt am Strand wohnte und nie gearbeitet hat. Vielleicht könnte er Handmodel werden, so unbenutzt wie seine Hände sind. Aber ist absolut kein Model - sondern nur selbstverliebt.

Das mit der Anstellung wäre mehr im Lagerbereich. Dinge ein- und auspacken usw - aber ich kann mir kaum vorstellen, dass das irgendetwas bringt?

Dann gibt es ja gleich noch mehr Parallelen. Besagter Bekannter von mir drohte dann plötzlich auch mit Selbstmord. Das Problem ist nur, dass es so nicht weitergehen KANN. Wir haben neulich mal eine Beratungsstelle deshalb konsultiert, vielleicht wäre das für deine Bekannte auch was. Einfach mal eine Fachmeinung zum Thema. Uns würde gesagt, dass man es so einer Person nicht noch leichter machen darf und man auf sich selbst achten muss, bevor man daran zugrunde geht. Was bei deiner Bekannten ja scheinbar nicht mehr lange dauern wird. Irgendwann wird es sowieso dazu kommen, die Ressourcen und letztendlich das Leben der Eltern ist nicht ungebegrenzt. Jetzt kann man noch etwas lenken, irgendwann ist es zu spät.

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9. Januar um 11:44
In Antwort auf vevlyn

Ja genau. Sie hat eigentlich mich um Rat gebeten, aber ich musste ihr sagen dass ich darüber nicht urteilen kann und will. Das Problem ist halt, dass ich diesbezüglich ein gebranntes Kind bin. Mein Bruder hatte ja auch eine Freundin die dem Geld wegen hergezogen ist, nicht gearbeitet hat, ihn und meine Familie über Jahre ausgebeutet hat usw - wenn ich sowas auch nur ansatzweise höre seh ich rot. Mein Bruder ist ein Wrack, selbst jetzt nachdem die getrennt sind - und sie allein hat das aus ihm gemacht. Die Tochter der Bekannten war schon vorher "kaputt". Die hat immer wieder vor sich hinstudiert und nichts länger als einen Monat gemacht. Dann war sie im Familienbetrieb angestellt und kam nie zur Arbeit. Als man ihr den Geldhahn abgedreht hat, hat sie mit Selbstmord gedroht. Sie ist wirklich eine sehr giftige Person - ihr Freundeskreis (hauptsächlich weltreisende Kiffer und Langzeitstudenten) hat sie vermutlich dazu gemacht.

Ich hab ihr deshalb gesagt, dass ich regelmäßig ein einem Forum schreibe und so etwas anonym ein guter Ort ist um so ein spezifisches Problem zu posten. Dass da viele Menschen sind die unterschiedlichste Meinungen dazu haben - und unter hundert Antworten vielleicht eine ist, die ihr helfen kann. Sie selber kann zwar gut sprechen, aber wenn sie schreibt, schreibt sie nach Gehör. Deshalb hab ich ihr den Beitrag verfasst.

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Das mit dem "Gegen die Wand rennen lassen" - ich hab ihnen das schon oft gesagt. Geldhahn abdrehen wäre schon seit Jahren wichtig, aber seit den ganzen Selbstmord-Ankündigungen sobald ihr etwas gestrichen wird, ist das ein heikles Thema. Sie erpresst ihre Eltern damit ja. Auch eine Einweisung wäre eine Option gewesen, schon vor Monaten, aber dafür ist sie zu klug was das Thema angeht. Sie schreibt die Ankündigungen nie, sondern sagt sie nur am Telefon. Und dann auch nur zu ihrer Mutter - nie vor anderen Menschen. Da greift die Polizei nicht ein.

Die Anstellung im Familienbetrieb wäre eigentlich total sinnlos wenn es um ihn geht. Die Firma ihres Stiefvaters verkauft Küchen. Er kocht nicht, er kann nicht deutsch um zu Beraten, hat kein Fachwissen und sagt auch dass er nicht herkommt um jeden Tag stundenlang zu arbeiten. Deshalb will er ja modeln. Er denkt, jeder reißt sich hier um ihn weil er "exotisch" aussieht und gibt ihm Geld fürs lächeln. Dabei ist er nichtmal besonders hübsch. Klar, braun gebrannt weil bis jetzt am Strand wohnte und nie gearbeitet hat. Vielleicht könnte er Handmodel werden, so unbenutzt wie seine Hände sind. Aber ist absolut kein Model - sondern nur selbstverliebt.

Das mit der Anstellung wäre mehr im Lagerbereich. Dinge ein- und auspacken usw - aber ich kann mir kaum vorstellen, dass das irgendetwas bringt?

es bringt jedenfalls GAR NICHTS, dass sie das jetzt so entscheiden.
Also klar, sie müssen für sich entscheiden, ob sie grundsätzlich eine Zusammenarbeit mit Familienangehörigen möchten. Aber davon abgesehen... In diesem Punkt gebe ich der Tochter völlig Recht, es klingt auch für mich, als hätten sie ihn schon fertig be- bzw. verurteilt, bevor sie ihn überhaupt kennen gelernt haben. Und jetzt planen sie mit einer Lageranstellung oder nicht - bevor sie ihn überhaupt kennengelernt haben und eine Ahnung haben, wie er ist, was er möchte. WTF soll dabei heraus kommen, bitte?!? (Pardon)

Ich bin auch ein gebranntes Kind in dieser Hinsicht - aber eher umgekehrt. Ich krieg einen Hals, wenn jemand für andere entscheidet, wie die ihr Leben RICHTIG zu leben haben. Ich entscheide für mich selbst, dass ich es mit Job dem Hausmütterchen und auch dem Hartz IV definitiv vorziehe - aber wenn jemand anders nicht arbeiten geht, ist das immer noch die Entscheidung desjenigen. Unter der Voraussetzung, dass derjenige sich den Konsequenzen stellt, natürlich.

Emotionale Erpressung ist so eine Sache hin. Ja, ich weiß, dass das nicht so einfach ist, aber man sollte sich schon grundsätzlich der Tatsache bewusst sein, dass auch da zwei Seiten dazu gehören. Einer der pfeifft und einer der springt. Keine Frage, nicht zu springen ist nichts triviales und da gehört einiges dazu - aber es ist eine Entscheidung, ob man springt oder nicht und die hat ihre Konsequenzen.

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9. Januar um 11:47
In Antwort auf vevlyn

Er ist etwa 1,70m groß, hat sehr unsaubere Zähne.
Braun gebrannt und durchtrainiert ist er schon, aber sein Gesicht ist nichts "besonderes". Recht schmale Lippen für einen Thai, braune Augen, leichte Geheimratsecken, dunkles Haar. Kein markantes Kiefer, keine markenten Wangenknochen - er sieht aus wie jemand, der am Strand vor einem Hotel die Liegen zusammenklappt.

Ok, nein, dann wird das nix mit dem Modeln. Zu klein und die Zähne sind wichtig.
Als eine Bekannte ihren Freund aus Italien hergeholt hat, sprach er kein Wort Deutsch. Er hat dann sämtliche Pizzerias in Wien durchgefragt, bis er einen Job als Tellerwäscher bekommen hat. Würde er das tun? Eins ist klar, ihr müsst ihm und der Tochter schnellsten klar machen, ohne Arbeit keine längerfristige Aufenthaltsgenehmigung hier. Selbst bei einer Hochzeit muss in einem gewissen zeitlichen Abstand ein Einkommen, bzw eine gewisse Summe vorgewiesen werden, sonst wird das Visum nicht verländert. Da können noch so viele Kinder im Spiel sein. Auf keinen Fall sollten ihre Eltern für ihn bürgen! Tatsächlich bin ich auch der Meinung, so traurig es um das Baby ist, die Eltern müssen sie wohl mal an die Wand fahren lassen. Bzw. wäre es eine Möglichkeit, ausschließlich das Baby zu unterstützen.

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9. Januar um 11:48
In Antwort auf traventure

Deine Bekannte ist selbst schuld an dieser Situation. Sie hätte schon viel viel früher sagen müssen: "bis hierhin und nicht weiter". Dass sie für die faule Dame kocht, putzt und Wäsche wäscht hält sie davon ab mal was aus ihrem Leben zu machen und Verantwortung zu übernehmen. Wozu denn auch, sie hat ja alles was sie braucht, bekommt alles finanziert. Man hätte sie schon viel früher auf die Nase fallen lassen sollen. Ihr wird alles bezahlt, scheinbar hat sie ein gutes Leben und keinen Anreiz etwas zu ändern - also warum sollte sie?

Ich habe in meinem Umfeld selbst so jemanden, deshalb erlaube ich mir dieses Urteil. Bei ihm wird es zusätzlich auf psychische Probleme geschoben, dabei ist er hauptsächlich einfach nur faul und von den Eltern verwöhnt. Es heißt dann immer "er kann ja nicht". Er macht Schulden, die Eltern bezahlenn, damit er nicht Hinter Gittern kommt. Er hat keinen Schulabschluss, keine Ausbildung, rein gar nichts und kriegt alles hinterhergetragen. Wohnt daheim und beteiligt sich kaum am Haushalt. Er ist Mitte 20, aber ich sehe ihn da mit 35 immer noch. Schlimm wird es halt, wenn die Eltern mal nicht mehr sind. Dann noch zu lernen Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen wird schwer.

Deswegen ja. Die Tochter konnte sich für eine Ehe und ein Kind mit einem wildfremden Mann entscheiden, also hst sie nun gefälligst auch ihr eigenes Leben zu regeln. So schlimm das für das Kind auch ist, aber keinem wird geholfen, wenn man ihr ihren Hintern weiterhin nachträgt. Sie hat 9 Monate Zeit um zu lernen Wäsche zu waschen, zu kochen und den Haushalt selbst zu schmeißen. Wenn sie das bis dahin nicht gebacken kriegt, kann dem dem Kind wegen immer noch das Jugendamt einschalten.

Dem Ehemann in Spe würde ich vermutlich auf Probe eine Anstellung anbieten, wenn das möglich ist. Von irgendetwas muss diese Familie dann Leben und wer weiß, vielleicht rüttelt das endlich mal wach.

Bei ihm wird es zusätzlich auf psychische Probleme geschoben, dabei ist er hauptsächlich einfach nur faul und von den Eltern verwöhnt. Es heißt dann immer "er kann ja nicht".

Das war bei ihr jetzt schlussendlich auch der Fall. Sie war ja dann sogar in Behandlung, weil sie behauptet hätte sie hätte einen Gehirntumor. Hatte sie natürlich nicht. Das war auch wieder so eine Lüge um einen Grund zu haben, weder Arbeiten noch Studieren zu gehen.

Und ja, du hast natürlich absolut recht. Die Bekannte ist selber Schuld.
Sie hätten sie viel früher auf die Schnauze fallen lassen müssen. Menschen die nie selber etwas erarbeiten müssen, werden niemals etwas erarbeiten können. Man lernt nur aus Tiefschlägen was man zutun hat.

Ich verstehe allerdings, dass die Mutter jetzt, wo ein Kind unterwegs ist, Angst hat dass sie die Tochter fallen lässt. Auch dem Kind wegen. Und auch weil sie Angst hat, dass sie eines Tages die Schuldige ist, wenn da etwas schief geht. Obwohl sie sich die Situation so nie ausgesucht hat.

 

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9. Januar um 11:53
In Antwort auf vevlyn

So oder so ähnlich, könnte man es kurz fassen. Ich würde gern eine Bekannte von mir unterstützen deren Tochter sich grad vollends in die Nesseln gesetzt hat.

Die Tochter, nie gearbeitet, lebt mit 30 auf Kosten der Eltern in einer Wohnung, die ihrem Vater gehört. Vor einiger Zeit wollte sie einen Hund haben, den ich ihr mithilfe ihrer Eltern ausgeredet hab, weil sie nichts in ihrem Leben jemals zu Ende gebracht hat, geschweige denn verantwortungsbewusst angegangen ist. Bei ihr weiß man nicht, ob sie morgen spontan wegfliegt oder ob sie sich mit jemandem verlobt, den sie noch gar nicht kennt.

Nun ist es aber so, dass sie vor einiger Zeit wiedermal ihr übriges Geld zusammengekratzt hat (keiner weiß woher sie es hat, ihr Bruder denkt sie hat sich für Sex bezahlen lassen, ihre Eltern vermuten sie hat Gras vertickt) und von jetzt auf gleich nach Thailand geflogen ist. Vier Wochen war sie weg und als sie zurück kam, kam die frohe Botschaft. Sie ist schwanger und verlobt, mit einem Thailänder, den sie vorher übers Internet kennen gelernt und schlussendlich dort getroffen hat.

Der Plan? Heiraten, damit er nach Österreich kommen kann. Er spricht kein Wort deutsch, nur gebrochen englisch. Seine Mutter (die mit ihrer Mutter durch die Schwangerschaft in Kontakt getreten ist) bezeichnet ihn als Totalversager, der sein ganzes Leben lang nur Touristinnen abgeschleppt hat und bis auf einen durchtrainierten Körper und einen großen Penis nichts hat, womit er im Leben punkten kann. Im Februar fliegt er nun her. In die Wohnung, welche ihre Eltern finanzieren. Die Wäsche macht nachwievor die Mutter. Geputzt wird von der Mutter. Bekocht wird man von der Mutter. Das "Mädchen" bekommt ja nichts allein auf die Reihe. Und die Mutter ist jetzt in Therapie, weil sie selber kurz vor einem Burnout steht.

Und dann kommt da ein Kind. Die werdende Mutter denkt, sie hätte jetzt eine Basis, eine eigene Familie, eine tolle Beziehung mit einem hübschen Thai, ein gemeinsames Kind - und das macht sie zur Frau. Seine Mutter hat ihre Eltern bereits vorgewarnt dass er bereits verheiratet war, aber mit einer wohlhabenden Deutschen die schon vor langer Zeit nach Thailand ausgewandert ist - als sie den Geldhahn abdrehte, war er weg. Natürlich ist auch diese Beziehung zum Scheitern verurteilt. Ein Mensch der niemanden kennt, zieht zu einer Frau die nichts kann, Eltern die ihn jetzt schon nicht leiden können, in ein Land in dem ihn niemand versteht. Er hat keine Ausbildung, keiner Perspektive. Er ist Mitte 20, träumt davon Model zu werden, hat auch Tapes aufgenommen die furchtbar klingen, aber er ist der Meinung dass kaum ein Sänger gut singen kann und man die Tapes ja bearbeiten kann, damit er berühmt wird.

Die Mutter ist selber Migrantin, wohnt aber seit ihrer Jugend hier. Damals in ihrer Heimat einen Deutschen geheiratet, natürlich auch dem Geld wegen, die Kinder sind von dem. Er starb vor vielen Jahren, sie hat neu geheiratet, wieder hauptsächlich dem Geld wegen - damals um ihre Kinder abzusichern. Gefunden hat sie einen Mann, der sie wirklich liebt und nach über 20 Jahren Ehe bin ich mir sicher, dass sie ihn ebenfalls als Mann liebt. Er ist beliebt, humorvoll und gepflegt - keiner dieser Männer, die eine Frau mit Geld locken müssten. Aber natürlich fährt sie bei ihrer Tochter nun vollends ein, wenn es darum geht, ihr von ihren neuen überstürzten Plänen abzuraten.

"Du bist doch auch wegen dem Geld hergekommen? Du solltest das doch am besten wissen wie es ihm dort geht!" - mit dem Unterschied, dass ihre Mutter sich in der ersten Zeit nach dem Tod ihres Mannes prostituiert hat um sich finanziell über Wasser zu halten. Keine Ausbildung. Kein Job. Keine Perspektive. Kaum Deutsch gesprochen, niemenden den sie kannte.

Klar gibts Parallelen, aber genauso gibts gravierende Unterschiede.

"Du weißt doch gar nicht ob er arbeiten will oder nicht? Er will ja modeln!"

Natürlich gibt es nichts, was eine Mutter darauf sagen kann.


Und da frag ich mich, ob es hier vielleicht Menschen gibt, die ähnliche Konstellationen kennen. Ob es Menschen gibt, die wissen, wie das Umfeld - und insbesondere ihre Eltern - mit ihr vorgehen sollen? Sollen sie dem Kerl, wenn es dann möglich ist, eine Anstellung im eigenen Betrieb anbieten? Damit er zumindest irgendwas macht? Sollen sie besonders viel Zeit mit ihm verbringen um ihr das ganze zu erleichtern? Sollen sie die zwei einfach "hausen" lassen und ihre Tochter gegen die Wand rennen lassen? Grundsätzlich wäre das in meinen Augen keine blöde Idee - nur ginge das dann auf Kosten des Babys, das im Laufe des Jahres das Licht der Welt erblickt. Und das ist dann bestimmt keine Lösung.



Danke fürs Lesen - jeder Input ist hilfreich.

Ich poste den Beitrag nach Absprache mit der Mutter, die selber kein Internet nutzt.

".....und bis auf einen durchtrainierten Körper und einen großen Penis nichts hat, womit er im Leben punkten kann."

Könnte er nicht "jobtechnisch" etwas in der Kuschel & Schmuse-Industrie versuchen? Mit seiner XXL-Frühlingsrolle?

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9. Januar um 12:04
In Antwort auf vevlyn

So oder so ähnlich, könnte man es kurz fassen. Ich würde gern eine Bekannte von mir unterstützen deren Tochter sich grad vollends in die Nesseln gesetzt hat.

Die Tochter, nie gearbeitet, lebt mit 30 auf Kosten der Eltern in einer Wohnung, die ihrem Vater gehört. Vor einiger Zeit wollte sie einen Hund haben, den ich ihr mithilfe ihrer Eltern ausgeredet hab, weil sie nichts in ihrem Leben jemals zu Ende gebracht hat, geschweige denn verantwortungsbewusst angegangen ist. Bei ihr weiß man nicht, ob sie morgen spontan wegfliegt oder ob sie sich mit jemandem verlobt, den sie noch gar nicht kennt.

Nun ist es aber so, dass sie vor einiger Zeit wiedermal ihr übriges Geld zusammengekratzt hat (keiner weiß woher sie es hat, ihr Bruder denkt sie hat sich für Sex bezahlen lassen, ihre Eltern vermuten sie hat Gras vertickt) und von jetzt auf gleich nach Thailand geflogen ist. Vier Wochen war sie weg und als sie zurück kam, kam die frohe Botschaft. Sie ist schwanger und verlobt, mit einem Thailänder, den sie vorher übers Internet kennen gelernt und schlussendlich dort getroffen hat.

Der Plan? Heiraten, damit er nach Österreich kommen kann. Er spricht kein Wort deutsch, nur gebrochen englisch. Seine Mutter (die mit ihrer Mutter durch die Schwangerschaft in Kontakt getreten ist) bezeichnet ihn als Totalversager, der sein ganzes Leben lang nur Touristinnen abgeschleppt hat und bis auf einen durchtrainierten Körper und einen großen Penis nichts hat, womit er im Leben punkten kann. Im Februar fliegt er nun her. In die Wohnung, welche ihre Eltern finanzieren. Die Wäsche macht nachwievor die Mutter. Geputzt wird von der Mutter. Bekocht wird man von der Mutter. Das "Mädchen" bekommt ja nichts allein auf die Reihe. Und die Mutter ist jetzt in Therapie, weil sie selber kurz vor einem Burnout steht.

Und dann kommt da ein Kind. Die werdende Mutter denkt, sie hätte jetzt eine Basis, eine eigene Familie, eine tolle Beziehung mit einem hübschen Thai, ein gemeinsames Kind - und das macht sie zur Frau. Seine Mutter hat ihre Eltern bereits vorgewarnt dass er bereits verheiratet war, aber mit einer wohlhabenden Deutschen die schon vor langer Zeit nach Thailand ausgewandert ist - als sie den Geldhahn abdrehte, war er weg. Natürlich ist auch diese Beziehung zum Scheitern verurteilt. Ein Mensch der niemanden kennt, zieht zu einer Frau die nichts kann, Eltern die ihn jetzt schon nicht leiden können, in ein Land in dem ihn niemand versteht. Er hat keine Ausbildung, keiner Perspektive. Er ist Mitte 20, träumt davon Model zu werden, hat auch Tapes aufgenommen die furchtbar klingen, aber er ist der Meinung dass kaum ein Sänger gut singen kann und man die Tapes ja bearbeiten kann, damit er berühmt wird.

Die Mutter ist selber Migrantin, wohnt aber seit ihrer Jugend hier. Damals in ihrer Heimat einen Deutschen geheiratet, natürlich auch dem Geld wegen, die Kinder sind von dem. Er starb vor vielen Jahren, sie hat neu geheiratet, wieder hauptsächlich dem Geld wegen - damals um ihre Kinder abzusichern. Gefunden hat sie einen Mann, der sie wirklich liebt und nach über 20 Jahren Ehe bin ich mir sicher, dass sie ihn ebenfalls als Mann liebt. Er ist beliebt, humorvoll und gepflegt - keiner dieser Männer, die eine Frau mit Geld locken müssten. Aber natürlich fährt sie bei ihrer Tochter nun vollends ein, wenn es darum geht, ihr von ihren neuen überstürzten Plänen abzuraten.

"Du bist doch auch wegen dem Geld hergekommen? Du solltest das doch am besten wissen wie es ihm dort geht!" - mit dem Unterschied, dass ihre Mutter sich in der ersten Zeit nach dem Tod ihres Mannes prostituiert hat um sich finanziell über Wasser zu halten. Keine Ausbildung. Kein Job. Keine Perspektive. Kaum Deutsch gesprochen, niemenden den sie kannte.

Klar gibts Parallelen, aber genauso gibts gravierende Unterschiede.

"Du weißt doch gar nicht ob er arbeiten will oder nicht? Er will ja modeln!"

Natürlich gibt es nichts, was eine Mutter darauf sagen kann.


Und da frag ich mich, ob es hier vielleicht Menschen gibt, die ähnliche Konstellationen kennen. Ob es Menschen gibt, die wissen, wie das Umfeld - und insbesondere ihre Eltern - mit ihr vorgehen sollen? Sollen sie dem Kerl, wenn es dann möglich ist, eine Anstellung im eigenen Betrieb anbieten? Damit er zumindest irgendwas macht? Sollen sie besonders viel Zeit mit ihm verbringen um ihr das ganze zu erleichtern? Sollen sie die zwei einfach "hausen" lassen und ihre Tochter gegen die Wand rennen lassen? Grundsätzlich wäre das in meinen Augen keine blöde Idee - nur ginge das dann auf Kosten des Babys, das im Laufe des Jahres das Licht der Welt erblickt. Und das ist dann bestimmt keine Lösung.



Danke fürs Lesen - jeder Input ist hilfreich.

Ich poste den Beitrag nach Absprache mit der Mutter, die selber kein Internet nutzt.

nix für ungut vevlyn, aber hast du das hier nich schon mal gepostet? Irgendwann letztes Jahr?? Oder hab ich n Deja vu?

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9. Januar um 12:06
In Antwort auf codexomega

".....und bis auf einen durchtrainierten Körper und einen großen Penis nichts hat, womit er im Leben punkten kann."

Könnte er nicht "jobtechnisch" etwas in der Kuschel & Schmuse-Industrie versuchen? Mit seiner XXL-Frühlingsrolle?

da wird sie lachen, wenn ich ihr den Beitrag zeige.

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9. Januar um 12:08
In Antwort auf Anonym

nix für ungut vevlyn, aber hast du das hier nich schon mal gepostet? Irgendwann letztes Jahr?? Oder hab ich n Deja vu?

Nein, aber von der Tochter hab ich schonmal erzählt. Glaub sogar schon öfter. Auch um Input zu bekommen, was die Eltern tun sollen.

Nur das mit der Schwangerschaft und dem Kerl gabs da noch nicht. Ihr letzter Freund war im alter ihrer Eltern (50+) und auch arbeitslos. Da waren tausend Dinge 

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9. Januar um 12:09
In Antwort auf vevlyn

Bei ihm wird es zusätzlich auf psychische Probleme geschoben, dabei ist er hauptsächlich einfach nur faul und von den Eltern verwöhnt. Es heißt dann immer "er kann ja nicht".

Das war bei ihr jetzt schlussendlich auch der Fall. Sie war ja dann sogar in Behandlung, weil sie behauptet hätte sie hätte einen Gehirntumor. Hatte sie natürlich nicht. Das war auch wieder so eine Lüge um einen Grund zu haben, weder Arbeiten noch Studieren zu gehen.

Und ja, du hast natürlich absolut recht. Die Bekannte ist selber Schuld.
Sie hätten sie viel früher auf die Schnauze fallen lassen müssen. Menschen die nie selber etwas erarbeiten müssen, werden niemals etwas erarbeiten können. Man lernt nur aus Tiefschlägen was man zutun hat.

Ich verstehe allerdings, dass die Mutter jetzt, wo ein Kind unterwegs ist, Angst hat dass sie die Tochter fallen lässt. Auch dem Kind wegen. Und auch weil sie Angst hat, dass sie eines Tages die Schuldige ist, wenn da etwas schief geht. Obwohl sie sich die Situation so nie ausgesucht hat.

 

Obwohl sie sich die Situation so nie ausgesucht hat.

Hat sie nicht? ^^ Doch, hat sie schon.
Niemand ist frei von Fehlern, auch und gerade nicht in Bezug auf die eigenen Kinder. Wird niemand vermeiden können, da auch in bester und edelster Absicht sich auch mal grundlegend zu verennen. Aber so ehrlich sich selbst gegenüber sein, dass man in der Situation bestimmt nicht nur Opfer, sondern genauso auch Täter ist, wird sie sein müssen, wenn sie aus dem fast-Burnout wieder heraus kommen will. (Pardon, dass ich das so direkt sage, klingt schon arg großko***, ich weiß.
Aber der einzige Weg aus ihrer Situation heraus ist nach meiner Meinung und Erfahrung das (An-)Erkennen, dass man bestimmt nicht machtlos vom Schicksal durch die Wellen des Lebens geschubst wird, kein Ball auf den Wellen des Meeres ist, sondern der verdammte Kapitän des eigenen Schiffes, der steuern kann - und muss.

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9. Januar um 12:12

Oh je, böse Geschichte.

Ich kann von einer Freundin folgendes berichten: Sie, 23, hat im Urlaub einen Bosnier kennengelernt. Er, 39, wohnte mit seiner Exfrau und 5 Kindern noch im gleichen Haus. Er lebte vom Geld, das seine eigenen Kinder erbettelten.

Alles gut zureden, schimpfen, drohen, was auch immer, hat nichts geholfen.
Sie haben geheiratet, er hat sie innerhalb von 3 Monaten nach der Hochzeit das erste mal geschlagen, sie arbeitet Vollzeit und macht den Haushalt alleine. Er ist zuhause und lässt sich bedienen, für Aushilfsjobs ist er sich zu fein. Glücklich schaut sie schon lange nicht mehr aus.

Darum kann ich nur sagen, dass es absolut nichts bringt, auf die Tochter einwirken zu wollen. Sagt ihr einmal die Meinung und dann lasst sie machen. Die Realität holt sie schnell genug ein. Sie sollte nur wissen, dass sie später zu den Eltern kommen kann, wenn sie in Schwierigkeiten ist (z.B. Scheidung einreichen).

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9. Januar um 12:17

So richtig fällt mir dazu kein Rat ein.
Ich würde sagen
- Tochter muss selber wissen was sie tut
- neuer Schwiegersohn muss selber wissen was er tut
- Selbstverantwortung, d.h. sie müssen ihr Leben selber meistern und wenn sie Hilfe brauchen, dann sollten sie konkret werden.
- Tochter sollte selber zum Amt gehen und Arbeitslosengeld oder Stútze oder so beantragen und schauen, wie es mit einer eigenen Wohnung für ihre kleine Familie aussieht
- Job organisieren ist schon mal ein guter Anfang.  Aber ich würde das nicht im Familienbetrieb machen. das würde das Verháltnis zu sehr belasten.

Anderes Szenario - alle bleiben bei den Eltern von ihr wohnen, bekommen dort ihr Kind und lassen sich für immer durchfüttern. Das Kind wird immer mehr bei den Grosseeltern abgeladen und irgendwann ist der Thailändische Ehemann weg.

Ach, ich denke, es gibt so viele schlimme Familiengeschichten, da schlackert man mit den Ohren. Am ende machen dann doch alle das, was sie wollen und hören nicht auf gute Ratschläge. In diesem Fall ist das Kind schon sowas von in den Brunnen gefallen, einfach weil sie eine schmarotzende Tochter produziert haben.

Berichte einfach mal, wie das dort so weitergeht. Ob die Tochter vielleicht doch mal überlegt, ihr eigenes Leben in die eigenen Hände zu nehmen.
 

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9. Januar um 13:24

Ich würde es vielleicht so machen, dass die beiden kein Geld sehen werden, aber man als Großeltern anderweitig unter die Arme greifen kann erstens damit es dem Baby gut geht und zweitens Hilfe zur Selbsthilfe.

Also mit der Tochter Babysachen shoppen gehen und realistische Maßnahmen finanzieren, damit er (und später auch sie) sich einen Job holen kann. Deutschkurse an der VHS zum Beispiel, die er sowieso auch besuchen muss um hierzubleiben.

Weißt du denn, wie sie das Vermögen zusammenbekommen haben für seine Aufenthaltsgenehmigung? Man muss ja bei uns in Österreich mindestens 19.000 Euro vorweisen können - woher hatten die das Geld denn?

Mein Mann hat damals als er frisch nach Wien gekommen ist händeringend einen Job gesucht, bei dem man nicht deutsch können muss - das war extreeem schwer. Es gibt so viele Ausländer und offizielle Asylanten, die sich regelrecht um die Jobs prügeln. Bei den meisten Stellen gibts sogar riesige Wartelisten - auch bei Abwäschern in größeren Betrieben. Nach Monaten hat er dann mal etwas gefunden, wo er ab und zu in der Nachtschicht abwaschen darf, das war echt frustrierend.

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