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Alter Sexualität & Moral

16. April um 13:43

Die Wünsche und Phantasien in der Sexualität sind rießengroß, schreibt Vanessa del Rae, die auch Workshops zum dem Thema gibt.

Eine falsch verstandene Moral steht oft im Weg.

Nach den Threats und Meinungen wollte ich mal auf die Dame hinweisen, weil es für einige hier interessant sein könnte.

Wie seht ihr das Thema und mich würde noch interessieren wie verändern sich Wünsche und Phantasien mit dem Alter?

16. April um 14:00

Keine Ahnung, das kann ich nicht beantworten. Ich denke, dass das bei jedem anders ist.

Ich hab mich als Jugendliche an den Sex herangetastet und erst mal experimentiert, weil ich erst herausfinden musste, was ich mag und was nicht. Der Prozess war bei mir etwa Ende 20 abgeschlossen und jetzt weiß ich, was mir gefällt und worauf ich gar nicht stehe.

Experimente sind nicht mehr nötig und Wünsche oder Phantasien sind keine mehr offen. Was mich reizt, hab ich gemacht, was ich noch nicht gemacht habe, reizt mich auch nicht. Wenn jemand mit einem Wunsch an mich herantritt, kommt es darauf an, in welche Kategorie dieser Wunsch fällt. Fällt er unter "reizt mich nicht", sage ich nein. Da fährt die Eisenbahn drüber.

Ich mache nur mehr das, was ich mag. Was andere mögen, ist mir relativ egal. Können sie ja mögen, aber dann halt mit jemand anders und nicht mit mir. Wenn jemand versuchen würde, mich zu überreden, dann würde ich genervt und gereizt reagieren.

Drum ist es ja so wichtig, einen Partner zu finden, der so ziemlich dasselbe mag wie man selbst. Alles andere führt nämlich nicht zu einer befriedigenden Sexualität.

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16. April um 14:04

Ach ja, Moral. Moral ist mir persönlich auch egal. Es hat ja jeder seine eigene. Teils ist sie vom der Erziehung bzw. Sozialisierung geprägt, teils von eigenen Werten, die man für sich als gut befunden hat.

Aber in sexueller Hinsicht spielt Moral für mich keine Rolle. Das ist eher das Lustprinzip bei mir: entweder, ich hab darauf Lust oder eben nicht. Wenn ich keine Lust darauf habe, dann mache ich es nicht, da ist das Drumherum dann egal.

Ob ich auf etwas Lust habe oder nicht, hängt mit vielen Faktoren zusammen, z.B. ist es etwas, das ich gut finde oder nicht, finde ich den Menschen attraktiv, wie bin ich selbst gerade drauf, wie sind die Umstände...

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17. April um 14:47
In Antwort auf purplemoonlight

Keine Ahnung, das kann ich nicht beantworten. Ich denke, dass das bei jedem anders ist.

Ich hab mich als Jugendliche an den Sex herangetastet und erst mal experimentiert, weil ich erst herausfinden musste, was ich mag und was nicht. Der Prozess war bei mir etwa Ende 20 abgeschlossen und jetzt weiß ich, was mir gefällt und worauf ich gar nicht stehe.

Experimente sind nicht mehr nötig und Wünsche oder Phantasien sind keine mehr offen. Was mich reizt, hab ich gemacht, was ich noch nicht gemacht habe, reizt mich auch nicht. Wenn jemand mit einem Wunsch an mich herantritt, kommt es darauf an, in welche Kategorie dieser Wunsch fällt. Fällt er unter "reizt mich nicht", sage ich nein. Da fährt die Eisenbahn drüber.

Ich mache nur mehr das, was ich mag. Was andere mögen, ist mir relativ egal. Können sie ja mögen, aber dann halt mit jemand anders und nicht mit mir. Wenn jemand versuchen würde, mich zu überreden, dann würde ich genervt und gereizt reagieren.

Drum ist es ja so wichtig, einen Partner zu finden, der so ziemlich dasselbe mag wie man selbst. Alles andere führt nämlich nicht zu einer befriedigenden Sexualität.

Aber bremst das nicht die Weiterentwicklung ein?

In vielen Beziehungen ist es doch umgekehrt ein Problem, dass der SEx oder lust mehr und mehr reduziert wird, auf das was BEIDE mögen und dann am Schluß stirbt die Lust irgendwann in den Kissen, oder ?

Wie schafft man denn den Spagat zwischen Phantasien entwickeln und sich mitnehmen lassen und gleichzeitigzu bremsen ohne den anderen zu verletzten?

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17. April um 17:04
In Antwort auf saltimboccaccio

Aber bremst das nicht die Weiterentwicklung ein?

In vielen Beziehungen ist es doch umgekehrt ein Problem, dass der SEx oder lust mehr und mehr reduziert wird, auf das was BEIDE mögen und dann am Schluß stirbt die Lust irgendwann in den Kissen, oder ?

Wie schafft man denn den Spagat zwischen Phantasien entwickeln und sich mitnehmen lassen und gleichzeitigzu bremsen ohne den anderen zu verletzten?

Ich denke, dass man sich ab einem gewissen Alter bzw. einem Gewissen Status quo an Reife nicht mehr viel weiterentwickelt, die Persönlichkeit ist dann gefestigt.

Die Lust stirbt dann, wenn man sich nicht mehr aufeinander zubewegt, meiner Meinung nach. Also wenn jeder nur mehr seinen Interessen nachgeht und den Partner nicht mehr mit einbezieht. Das gilt sowohl für Hobbys, als auch für den Sex. Wenn man mal soweit ist, dass man lieber alleine mit einem Porno masturbiert als Sex mit seinem Partner zu haben, dann ist Feuer am Dach.

Ich finde, dass man sexuell ziemlich gleich ticken muss, damit Sexualität gut und befriedigend ist. Man sollte sich in seinen Phantasien dem Partner gegenüber gar nicht zurücknehmen müssen. Wenn das der Fall ist, zeigt das doch ganz deutlich, dass man eben nicht gleich tickt - und dann ist meiner Ansicht nach gute Sexualität nicht mehr möglich.

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17. April um 17:08

Das tun sie nur dann, wenn die Beteiligten nicht dasselbe wollen oder mögen. Unterschiede haben immer Konfliktpotenzial.

Meiner Ansicht nach ist guter Sex bzw. auch eine funktionierende Beziehung nur dann möglich, wenn sich die Beziehungspartner in wichtigen Dingen einig sind und gleich ticken.

Gegensätze mögen sich vielleicht anziehen, aber eine gute Beziehung kann man so nicht führen, außer man ist sehr tolerant und das sind die wenigsten Menschen (auch wenn sie das vor sich selbst niemals zugeben würden bzw. sich für sehr tolerant halten).
 

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17. April um 17:12

Die wenigsten Menschen passen zusammen, ganz unabhängig vom Geschlecht. Männer und Frauen passen nicht mehr oder weniger zusammen als Frauen und Frauen oder Männer und Männer. Es ist einfach Charaktersache.

Man muss einfach Glück haben (und ja, Partnersuche hat viel mit Glück zu tun!) und einen Menschen finden, der zu einem passt und den man liebt. Das ist nicht so einfach und viele Menschen finden diese  Person auch nie und verschwenden ihre Zeit mit den falschen Menschen. Deshalb enden sie dann mit soviel Frust wie du.

Du schreibst, deine Phantasien wurden durch die Realität zerstört. Das kommt daher, dass du einfach deine Phantasien mit dem falschen Menschen ausleben wolltest. Sowas passiert jedem mal, den meisten Menschen sogar öfter. Ein Prinz/eine Prinzessin kann sich durchaus bei näherem Hinsehen als Frosch entpuppen. Dieses Risiko müssen wir aber eingehen, wenn wir einen Partner haben möchten. Die Kennenlernphase mit all ihren Risiken können wir nunmal nicht überspringen.

C´est la fucking vie.

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21. April um 13:57

Was purplemoonlight am Schluß geschrieben hat ist glaube ich in vielerlei Hinsicht richtig.

Was ich noch ergänzen möchte ist, dass man nicht nur Glück haben muss einen Partner zu finden, sondern auch die Geduld.

In jungen Jahren habe ich versucht aus jeder Bekanntschaft eine Beziehung zu machen, statt mir die Zeit zu nehmen auf jemanden zu warten, der passte. Zu groß war der Druck einen Partner zu haben und ein wenig Sex dazu.

Heute glaube ich, dass es besser ist einmal mehr hinzuschauen, ob der andere passt. Und wenn man gleich mehr ... nee das ist es nicht ... dann auch den Mut zu haben sich wieder zu trennen. Das ist am Anfang oft leichter, als später. Und wenn erst Kinder da sind ...???

WIr sind oft in unseren Gewohnheiten gebunden, Neues wird oft unleidlich betrachtet. Neuen Gedanken und neuen Wegen stehen viele kritisch gegenüber. Aber das Neue braucht Freunde und Unterstützung.

Die Realität bestätigt nicht immer unsere Phantasien, aber wie heißt es so schön. Man soll den Traum nicht mit der Wirklichkeit verwechseln, aber man soll seine Träume nicht aufgrund der Wirklichkeit aufgeben.

 



 

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